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Aktuelles, Nachrichten und Tipps:

 

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Auch im zeitigen Frühjahr können schon etliche Schmetterlinge beobachtet werden und bei den anhaltend wärmeren Tempe­raturen der letzten Wochen sind auch schon viele der als Falter überwinternden Tagfalter wieder unterwegs.
Dass es auch Kleinschmetterlinge gibt, die als Falter überwintern, ist hingegen weniger bekannt. Diese Apfel-Schaben­motte (Ypsolopha asperella) fliegt bis in den November und dann wieder ab Februar. Ihre Raupen leben u.a. an den Blättern von Apfelbäumen und Weißdorn. Weil sie so klein sind und nie häufig auftreten, sieht man sie auch selten.
Foto: Herbert Fuchs, 10.03.2019


Nachrichten aus der Region

Ganztagsexkursion in die Saalbachniederung bei Bruchsal
Eine interessante Exkursion hat der NABU an Himmelfahrt im Programm: einen Ausflug in die ehemaligen und zwischenzeitlich renaturierten Wässerwiesen von Hambrücken. ▶ Mehr

"Schwärmer, Eulen, Spinner und Spanner" - Nachtfalter am Leuchtturm
Als besonderen Leckerbissen für die ganze Familie bietet der NABU der interessierten Bevölkerung die Gelegenheit, sich von den Mitarbeitern der AG Schmetterlinge in die Welt der Nachtfalter einführen zu lassen. Weitere Informationen sind auf der Website des ▶ NABU Zollernalb zu finden.

IGNUK-Exkursion am 02.06. entfällt
Näheres siehe Termine

Wildbienenschutz heißt Lebensraumschutz
Anlässlich der Fortbildungsveranstaltung für Naturschutzwarte am vergangenen Samstag erläuterte der renommierte Wildbienexperte Paul Westrich aus Tübingen anhand vieler anschaulicher Beispiele, auf welchen Grundlagen ein wirksamer Wildbienenschutz erfolgen müsse. In einem Teil seines Vortrags ging er auch auf die zwar gut gemeinten, jedoch häufig falsch produzierten Nisthilfen und "Wildbienenhotels" ein. Was man hierbei zwingend beachten muss, ist sehr klar und nachvollziehbar auf seiner lesenswerten Website erläutert. Das Thema "Verbesserung der Nistmöglichkeiten" wird ab hier dargestellt:
https://www.wildbienen.info/artenschutz/nisthilfen_01.php.

Käsenbachtal und Steinenberg werden vorerst nicht bebaut
Im neuen Masterplan des Uniklinikums Tübingen bleiben die Entwicklungsgebiete Sarchhalde und Steinenberg (vorerst) ohne Bebauung. Damit haben die ▶ BI Käsenbachtal und IG Steinenberg zunächst ihr Ziel zum Erhalt dieser wertvollen Natur- und Naherholungsräume erreicht. Nun geht es darum die beiden Gebiete auch mittel- und langfristig vor Bebauung zu schützen.

Europa- und Kommunalwahl am 26.05. - Antworten auf BUND-Fragen
Barbara Lupp vom BUND-Regionalverband Neckar-Alb schreibt: Der BUND ist nicht parteipolitisch aber umweltpolitisch aktiv. Deshalb rufen wir dazu auf, am 26.05. wählen zu gehen. Wer sich darüber informieren möchte, welche Positionen die großen Parteien zu Umwelt- und Naturschutzthemen vertreten, kann sich auf der Seite des ▶ BUND Bundesverbands und des ▶ Deutschen Naturschutzrings informieren. Wahlprüfsteine der BUND Gruppen Reutlingen und Kirchheim zu den Kommunalwahlen sowie durchaus aussagekräftige Antworten einiger Parteien findet man auf ▶ unserer Homepage bzw. der des ▶ BUND Reutlingen.

Projektabschluss für "Kirchen im Biosphärengebiet Schwäbische Alb"
Viele strahlende Gesichter gab es zum feierlichen Abschluss des Projekts „Kirchen im Biosphärengebiet Schwäbische Alb – Entwicklungsräume für Mensch und Natur“ in Münsingen. Über eineinhalb Jahre hinweg hat der NABU gemeinsam mit Partnern geschaufelt und gebastelt: Es wurden 50 Nistkästen für Fledermäuse aufgehängt, 400 Sträucher, Rosenbüsche und Stauden gepflanzt, tausend Blumenzwiebeln gesteckt und vieles mehr. ▶ Bericht

Neue Baugebiete: Gewinn oder Verlust?
Die Wohnungsnot in den Ballungsgebieten hat dazu geführt, dass die Ausweisung neuer Bauflächen vom Gesetzgeber erleichter wurde, so dass neues Bauland auch außerhalb genehmigter Flächennutzungspläne zur Verfügung gestellt werden kann. Ausgerechnet auf dem Land hat das nun zu einer fast explosionsartigen Vermehrung klassischer Einfamilienhausgebiete geführt. Dabei möchten immer mehr Leute auch wissen, welche Folgekosten entstehen, wie viel ein neues Baugebiet kostet und welchen finanziellen Vorteil die Gemeinde daraus erwarten kann. ▶ Mehr


Presseschau regional

Mondlandschaft auf Expansionskurs
Streit um den Plettenberg: Der Schutz von Flora und Fauna steht gegen den Abbau von Kalkstein durch den Zementkonzern Holcim. Die Stadt Balingen kämpft für den Erhalt ihres Hausbergs, unterstützt von Natur- und Umweltschützern. Der Journalist Jürgen Lessat widmet dem Thema einen großen Artikel in der ▶ Wochenzeitung Kontext


Nachrichten aus Baden-Württemberg

Volksbegehren Artenschutz - "Rettet die Bienen": Jede Stimme zählt!
Auch in Baden-Württemberg läuft (nach dem erfolgreichen Volksbegehren in Bayern) seit Anfang der Woche, initiiert durch das Institut "ProBiene" ein Volksbegehren für den Artenschutz. Unterstützt wird dieses mehrstufige, aufwendige Verfahren u. a. von BUND und NABU. Im ersten Verfahrensschritt müssen 10 000 Stimmen für den Zulassungsantrag gesammelt werden. Für ein erfolgreiches ▶ Volksbegehren werden dann die Stimmen von 10% (!) der Wahlberechtigten in BW in den folgenden 6 Monaten benötigt. Auch die BUND RV Geschäftsstelle informiert ▶ hier über diese Aktion, sammelt Unterschriften bzw. gibt Formblätter aus.


Für junge Naturschützer*innen

"Frühe Falter" beobachten und im Naturgucker melden
Was ist dran am Insektensterben und wie hat sich der Winter auf die Bestände ausgewirkt? Anhand leicht zu erkennender Schmetterlingsarten wie Admiral, Aurorafalter und Kleiner Fuchs sammelt das NABU-Naturgucker-Monitoring "Frühe Falter" hierzu Daten. Macht mit!
Mehr

Manfred Mistkäfers Jahresthema 2019: Insekten - klein aber oho!
Manfred Mistkäfer ist von Beruf Naturforscher und immer unterwegs in der Natur. Das ist ganz schön spannend – jeden Tag entdeckt er etwas Neues. Du bist zwischen 8 und 12 Jahren alt und willst die Natur auch ganz genau unter die Lupe nehmen? Dann leg los und mach mit beim Naturtagebuch-Wettbewerb! Alle wichtigen Infos und Tipps rund um den Wettbewerb findest du auf ▶ dieser Seite.


Aus der Welt der Pflanzen und Tiere

Forschungsprojekt zum Insektenschwund in Naturschutzgebieten startet
Gemeinsam mit dem NABU und weiteren Partnern startet das Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR) ein Projekt, das dem Insektenrückgang auf den Grund gehen und die Basis für wirksame Gegenmaßnahmen schaffen möchte. Im Fokus stehen fliegende Insekten in Naturschutzgebieten. Das IÖR steuert insbesondere umfassende Raumanalysen bei.
http://idw-online.de/de/news716100

Ausgezirpt - Drastischer Biomasseverlust bei Zikaden in Deutschland
In der April- Ausgabe der vom Bundesamt für Naturschutz herausgegebenen Zeitschrift "Natur und Landschaft" stellen Senckenberg-Forschende einen drastischen Biomasseverlust bei Zikaden in Deutschland fest. Über einen Zeitraum von 40 bis 60 Jahren beträgt der Rückgang für Zikadenpopulationen auf Trockenrasen in Ostdeutschland 54 Prozent und liegt auf Feuchtgrünland in Niedersachsen sogar bei 78 Prozent. Das Team vermutet als Gründe die intensive Landwirtschaft inklusive der Pestizidanwendung und gibt konkrete Handlungsempfehlungen zum Schutz der Insekten. ▶ http://idw-online.de/de/news715722

Junge Tigerhaie fressen Singvögel
Der Nachwuchs von Tigerhaien hat sich eine überraschende Nahrungsquelle erschlossen: Vögel, die man auf dem Meer nicht erwarten würde. ▶ Mehr

Forschung: Wildlebende Rothirsche tragen zum Erhalt offener Landschaften bei
Ähnlich wie landwirtschaftliche Nutztiere, beispielsweise Rinder oder Schafe, können auch wildlebende Rothirsche, die in offenen Landschaften grasen, zum Erhalt geschützter Lebensräume beitragen. Dies konnte ein Forscherteam der Universität Göttingen und des Instituts für Wildbiologie Göttingen und Dresden zeigen. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift Journal of Applied Ecology erschienen. ▶ http://idw-online.de/de/news715342

Die unterschätzte Bedeutung von Nilpferdkot
Nilpferde fressen, verdauen und scheiden aus - alles in größerem Umfang. Ohne sie würde dem Ökosystem noch viele Kilometer flussabwärts etwas fehlen. ▶ Mehr


Mitteilungen der Naturschutzverbände

Transparenz und Qualität bei der Planung von Bauvorhaben
Die baden-württembergischen Landesverbände von BUND, NABU, LNV, Bundesverband WindEnergie (BWE-LV BW) und dem Berufsverband Landschaftsökologie (BVDL) haben einen gemeinsam Kriterienkatalog für eine gute gutachterliche Praxis vorgestellt. Dieser soll dazu beitragen, bei größeren Planungen, wie dem Bau von Windenergieanlagen oder Straßen, die Qualität der dafür benötigten Artenschutzgutachten durch mehr Transparenz und einheitliche Methodenstandards sicherzustellen. ▶ Mehr

Sind bald eine Million Arten ausgestorben?
Robert Trusch und die Deutsche Umwelthilfe bringen ein Update:
Eine Million Arten sind laut des kürzlich veröffentlichten UNO-Berichts in den kommenden Jahren und Jahrzehnten vom Aussterben bedroht. Und wer ist laut Bericht dafür hauptverantwortlich? Die intensive Landwirtschaft. Erneut wird deutlich, warum wir unser Ziel noch lange nicht erreicht haben. Bitte schreibt jetzt eine Protestmail an die Landwirtschaftsministerin. ▶ Mehr

Hier piept's! Vögel spielerisch kennenlernen
Vögel, die beim Schlafen fliegen? Sowas gibt es doch nicht! Wer sein Vogelwissen trainiert, weiß es besser: Mauersegler zum Beispiel sind fast immer in der Luft – sie schlafen tatsächlich im Fliegen! Ihr wissenschaftlicher Name Apus apus lautet übersetzt Vogel "ohne Füße", denn Mauersegler betreten nur zum Brüten und zur Jungenaufzucht festen Boden.
Mehr Funfacts über Vögel beim NABU

NABU-Studie: So kann die Artenvielfalt auf Äckern und Wiesen gerettet werden
Auf Deutschlands Äckern und Wiesen wird es immer stiller. Doch das Artensterben kann gestoppt werden, sofern die EU-Agrarpolitik deutlich mehr Geld für den Naturschutz bereitstellt. Dies ist das Ergebnis einer Studie, die der NABU-Bundesverband beim Institut für Agrarökologe und Biodiversität (ifab Mannheim) in Auftrag gegeben hat. ▶ Mehr


Was sonst noch interessiert

Wälder tragen weniger zum Klimaschutz bei als vermutet
Eine Studie mit Beteiligung der Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL könnte ein Dämpfer für den Klimaschutz sein: Mit zunehmenden Temperaturen wachsen Bäume zwar schneller, sie sterben aber auch jünger. Dabei wird der in ihnen gespeicherte Kohlenstoff wieder in den Kohlenstoffkreislauf – und letztlich in die Atmosphäre – zurückgeführt.
http://idw-online.de/de/news715748

Agrarökologen plädieren für integrative Naturschutzkonzepte
In Naturschutz und Landwirtschaft gibt es zwei gegensätzliche Konzepte, wie eine hohe Artenvielfalt und eine nachhaltige Nahrungsmittelproduktion zu verbinden sei: Naturschutz soll in Produktionslandschaften integriert oder in Form von reinen Schutzgebieten segregiert werden, um auf den Produktionsflächen maximale Erträge zu ermöglichen. Forscherinnen und Forscher der Universität Göttingen plädieren für integrative Lösungsansätze, die Naturschutz und landwirtschaftliche Produktion in nachhaltig bewirtschafteten Agrarlandschaften vereinbaren. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift People and Nature erschienen.
http://idw-online.de/de/news715639

Pflanzensterben trifft uns alle: Diskussion zum Artensterben greift zu kurz
Dem am Montag vorgelegten Bericht des Weltbiodiversitätsrats zufolge sind eine Million Pflanzen- und Tierarten in den kommenden Jahren und Jahrzehnten vom Aussterben bedroht. "Doch die aktuelle mediale, politische und öffentliche Diskussion zum Thema Artensterben greift zu kurz!" gibt Thomas Borsch, Biologe und Direktor des Botanischen Gartens und Botanischen Museums Berlin der Freien Universität zu bedenken und fordert eine weiterreichende Diskussion zum Artensterben. ▶ http://idw-online.de/de/news715325

Feldversuch mit Neonicotinoiden: Honigbienen sind robuster als Hummeln
Das Insektengift Clothianidin wirkt im Freiland bei verschiedenen Bienenarten unterschiedlich: Während das Mittel keine nachweisbaren negativen Folgen für Honigbienen hat, stört es das Wachstum von Hummeln und bedroht das Überleben ganzer Völker. Beide Arten werden durch das Insektizid aber nicht anfälliger für Krankheiten, wie ein bislang weltweit einmaliger Feldversuch in Schweden zeigt. Über neue Erkenntnisse des Projekts berichtet ein internationales Forscherteam unter Beteiligung der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) und der Schwedischen Universität für Agrarwissenschaften in der renommierten Fachzeitschrift "Nature Communications". ▶ http://idw-online.de/de/news714439


The English section

Tropical corals reflect ocean acidification
The limestone skeleton of tropical corals already shows changes in chemical composition due to the increase in CO2 in the atmosphere. This is shown by the study of an international team recently published in Nature Communications. ▶ More

Maturing eels break down their skeleton to fuel reproduction
To reach their spawning grounds in the Sargasso Sea, European eels migrate several thousand kilometers across the Atlantic Ocean. The fish undergo drastic changes on their way: they stop feeding, shrink their guts, and break down their skeletons to fuel reproduction. An international research team around Marko Freese, Larissa Rizzo, and Markus Brinkmann now discovered that this process also leads to the transfer of a number of potentially toxic metals – cadmium, copper, manganese, and mercury – from bones and soft tissues to the ovaries of gravid silver eels, suggesting that these metals might hamper the reproductive success of this critically endangered species. ▶ More

 

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Update: 23. Mai 2019

aktualisierte Themen:
> Meinungsäußerungen
> Plettenberg (Fortsetzung)
> AG Schmetterlinge
> Schmetterlings-Nachweise


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Übrigens:
Nisthilfen für Schwalben beim ▶▶ NABU Zollernalb.

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Wir sammeln nach wie vor Handys für das NABU-Havel-Projekt. ▶▶ Mehr ...

 

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