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Geier in Deutschland
 

 
 
 
 


Bartgeier-Rundflug durch Süddeutschland 2015


Von Michael Knollseisen erfahren wir, dass "FORTUNA", einer der dieses Jahr im Rahmen des Bartgeier-Projekt des Nationalparks Hohe Tauern in Kals/Dorfertal (Tiroler Anteil des Nationalparks Hohe Tauern) ausgewilderten Bartgeier, im August zu einem kleinen Rundflug über Süddeutschland angesetzt hatte. Der Nationalpark Hohe Tauern hat uns freundlicherweise erlaubt, Screenshots von seiner Website zu verwenden und hier abzubilden. In der Karte ist die Flugstrecke anhand von Telemetriedaten dargestellt.
Quelle: http://www.hohetauern.com/de/online-service/bartgeier-online.html bzw. http://www.bartgeier.org/telemetrie/public/Fortuna.php

 
Foto: Frederick Manck, 25.08.2015Foto: Jürgen Petrikat, 20.07.2015
Auf den Fotos sind die zur Markierung gebleichten Federn gut zu erkennen.

Im August führt der Flug vom Ammergebirge zwischen Garmisch-Partenkirchen und Füssen in die Nähe von Ulm, dann nach Bempflingen, nach Bad Wildbad und nach Süden in den Aargau bei Langenburg, bevor "Fortuna" dann wieder über Liechtenstein ins Arlberg-Gebiet zurück zog.

Die weiteren Daten stammen im Wesentlichen aus demselben Gebiet. Erst Ende Oktober/ November folgt dann ein weiterer Ausflug nach Deutschland - wenigstens hält sich "Fortuna" immer wieder im Bereich der Allgäuer Alpen im deutsch-österreichischen Grenzgebiet auf.


 

   
Fotos: Oliver Scherm, 31.10.2015

Kommentar: Häufig berichten Gleitschirm-Flieger, dass sie dieselben Thermikschläuche wie große Greifvögel nutzen. Dabei gelingen auch immer wieder fantastische Beobachtungen, wenn es sich dabei um Adler oder Geier handelt. In der Regel weichen sich die Akteure aus und wenn nicht gerade in Horst- oder Schlafplatznähe geflogen wird, ist das auch nicht problematisch.

Es kann aber durchaus auch zu "Auswüchsen" kommen: Die bekannte traditionelle Geierschlafwand Moosenwand in Rauris wurde von den Gänsegeiern in den 90er Jahren nicht mehr angenommen, da Paragleiter und Gleitschirmflieger die dortigen thermischen Verhältnisse ebenso nutzten; erst nach Schutzvorkehrungen und dem Verzicht der Flugsportler wird die Wand wieder zögerlich als Schlafwand angenommen ...

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