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Nachtfalter im Zollernalbkreis:
          Eulenfalter und Bärenspinner (Noctuoidea) - Teil 4b

Die Überfamilie der Noctuoidea ist weltweit die größte Schmetterlingsfamilie (mit derzeit ca. 35.000 Arten), in Baden-Württemberg sind davon etwas mehr als 500 Arten in 4 Familien und insgesamt 36 Unterfamilien beheimatet. Erst im Jahr 2006 wurde die Familie taxonomisch erweitert und z.B. auch die Bärenspinner (Arctiidae) und die Trägspinner (Lymantriidae) als Unterfamilie eingefügt. Jetzt erfolgte eine neue Revision unter Berücksichtigung genetischer Merkmale.

Bei so einer umfangreichen Familie weisen nicht mehr alle Angehörigen der Familie gemeinsame äußerliche Merkmale auf. Als "Eulen-typisch" könnte der kräftige, oft stark behaarte Körper, gestreckte schmale bis mäßig breite Flügel und die Ruhestellung mit flach oder "dachförmig" über dem Hinterleib zusammengelegten Flügeln gelten. Charakteristisch ist die Flügelzeichnung, die nur aus einer kleinen Anzahl von vielfach variierten Elementen, der so genannten "Eulenzeichnung" besteht. Diese gemeinsamen Merkmale treten allerdings erst bei den entwicklungs­geschichtlich jüngeren Gruppen der Familie auf.

Die einzelnen Familien sind mit so unterschiedlichen Artenzahlen vertreten, dass wir mehrere Unterseiten erstellt haben. Wie bei den Spannern wird der Vorspann jedoch auf allen Seiten abgedruckt.

Die Familie der Noctuidae schloss früher auch die meisten Arten der jetzt in den Familien Nolidae und Erebidae geführten Arten mit ein. Die aktuelle Familie enthält nur noch die sogenannten "trifinen" Unterfamilien (= benannt nach der Ausprägung der Flügeladern). Manche Arten ähneln denen der Erebidae, weil ihre Raupen nur zwei gut entwickelte Bauchbeinpaare aufweisen. Die meisten Arten entsprechen jedoch der landläufigen Vorstellung eines "Eulenfalters" mir kräftigem Körper, schmalen Flügeln und der typischen Eulenzeichnung.

 
 

Familie:
Unterfamilie:
 
 

Notodontidae
 
 
 

Erebidae
 
 
 

Nolidae
 
 
 

Noctuidae
Plusiinae

Amphipyrinae
 


Eustrotiinae

Psaphidinae
 


Pantheinae

Oncocnemidinae
 


Dilobinae

Heliothinae
 


Acronictinae

Bryophilinae
 


Metoponiinae

Xyleninae
 


Cuculliinae

Hadeninae
Noctuinae



(Xyleninae 3)

Die große und recht heterogene Unterfamilie der Xyleninae ist weltweit vertreten und umfasst insgesamt 5.500 Arten. In Baden-Württemberg gehören 151 Arten dazu. Die meisten der im Spätherbst fliegenden und als Falter überwinternden Arten gehören in diese Unterfamilie. 81 der Arten erscheinen noch ungefährdet, je 10 sind schon ausgestorben bzw. vom Aussterben bedroht.



Weiden-Pappel-Rindeneule (Apterogenum ypsillon)



Balingen, 03.07.2015 (Foto: H. Fuchs)



Haigerloch-Stetten, 24.06.2014 (Foto: H. Fuchs)



Haigerloch-Stetten, 22.06.2015 (Foto: H. Fuchs)



Haigerloch-Stetten, 22.06.2016 (Foto: H. Fuchs)


Apterogenum ypsillon ist in erster Linie entlang der großen Flüsse weit verbreitet, auf der Schwäbischen Alb nur in wenigen Tälern. Die Falter fliegen von Juni bis August im Bereich älterer Weiden- und Pappel-Bestände an Bach- und Flussufern, aber auch in Talauen, an Teichen, Wassergräben und in auwaldartigen Strukturen.

Die Raupen leben von Ende April bis Anfang Juni an verschiedenen Weiden-Arten (Salix spec.) und an Pappeln (Populus spec.). Die Jungraupen leben zunächst zwischen zusammengesponnenen Trieb­spitzen ihrer Nahrungspflanzen. Die älteren Raupen verbergen sich dagegen tagsüber am Stamm bis hinunter am Erdboden. Abends klettern sie den Stamm aufwärts, bis sie am Ende eines Astes an die jungen Blätter der Triebspitzen kommen. Am Morgen geht dann alles den umgekehrten Weg, deshalb dürften die Raupen im Laufe ihres kurzen Lebens beträchtliche Strecken zurücklegen.



Korbweideneule (Brachylomia viminalis)



Bitz, 14.07.2015 (Foto: F. Treuz)



Haigerloch-Stetten, 10.07.2015 (Foto: H. Fuchs)



Haigerloch-Stetten, 10.07.2015 (Foto: H. Fuchs)



Bitz, 25.07.2016 (Foto: F. Treuz)


Die Korbweideneule ist eine im Hügelland weit verbreitete Art. Die Falter fliegen von Juni bis August im Bereich sonniger bis halbschattiger Waldränder, an Waldwegen und Schneisen von Laub-, Misch- und Nadelwäldern mit reichhaltigem Weiden-Vorkommen.

Obwohl die Raupen nicht selten zu finden sind, gibt es nur wenige genaue Angaben aus unserem Bundesland. Sie leben von April bis Juni an Salweide (Salix caprea) und anderen Weiden-Arten.



Lungenkraut-Staubeule (Atypha pulmonaris)



Oberdigisheim, 24.07.2013 (Foto: H. Fuchs)
 



Jungraupe (Bestimmung "wahrscheinlich")
Balingen-Ostdorf, 06.04.2011 (Foto: H. Fuchs)



Bitz, 20.07.2015 (Foto: F. Treuz)
 



Bitz, 06.07.2017 (Foto: F. Treuz)


Atypha pulmonaris galt früher als sehr selten, weil sich die Falter kaum mit Licht anlocken lassen. Deshalb wurde die Art erstmals 1974 im Land gemeldet. Seitdem jedoch gezielter nach Raupen gesucht wird, steht fest, dass dieser Eulenfalter wenigstens auf der Schwäbischen Alb weit verbreitet ist.

Die Falter fliegen hauptsächlich im Juli im Bereich von Lungenkraut-Standorten in sonnigen und halbschattigen Säumen, im Randbereich von Hecken und Gebüschen sowie an feuchten und kühlen lichten Stellen in an und Wäldern.

Die Raupen leben von März bis Mai an verschiedenen Lungenkraut-Arten (Pulmonaria spec.) - oft an denselben Stellen wie die Lungenkraut-Metalleule (Euchalcia modestoides).



Rotbuchen-Gelbeule (Tiliacea aurago)



Bad Imnau, 26.09.2014 (Foto: H. Fuchs)



Bad Imnau, 26.09.2014 (Foto: H. Fuchs)



Bad Imnau, 26.09.2014 (Foto: H. Fuchs)


Tiliacea aurago kommt in allen waldreichen Gebieten des Landes vor. Die Falter fliegen im September/ Oktober in rotbuchenreichen Wäldern, ihren Schwerpunkt hat sie in den Eichen-Buchen-Hainbuchenwäldern des Hügel- und Berglandes. Sie bewohnt sowohl das Innere von geschlossenen, nicht zu dichten Beständen als auch Binnensäume und Waldränder. Die auffällige gelb bis rötliche Färbung der Falter erweist sich als Tarnung, sobald sie am Boden im Herbstlaub sitzen.

Die Raupen leben im Mai vorwiegend an Rotbuche (Fagus sylvatica), aber auch an Eiche (Quercus spec.) und Hainbuche (Carpinus betulus). Vor der Verpuppung ruhen die Raupen als Vorpuppe mehrere Wochen lang in der Krautschicht.



Linden-Gelbeule (Tiliacea citrago)



Bitz, 01.09.2016 (Foto: F. Treuz)



Bad Imnau, 26.09.2014 (Foto: H. Fuchs)



Haigerloch-Stetten, 03.10.2015 (Foto: H. Fuchs)


Tiliacea citrago ist in allen Teilen des Landes vertreten und besonders in den Laubwaldgebieten des Flach- und Hügel­landes verbreitet. Durch die herbstliche Flugzeit und die geringe Anziehung durch Lichtquellen wird die Art aber vermutlich oft übersehen.

Die Falter fliegen von Mitte August bis Mitte Oktober im Bereich lindenreicher Wälder und deren Ränder und Binnensäumen. Auch Linden im Siedlungsbereich spielen offenbar eine Rolle. Die Raupen leben hauptsächlich im Mai monophag nur an Lindenarten (Tilia spec.).



Violett-Gelbeule (Xanthia togata)



Haigerloch-Stetten, 25.09.2012 (Foto: H. Fuchs)



Bad Imnau, 03.10.2016 (Foto: H. Fuchs)



Bad Imnau, 03.10.2016 (Foto: H. Fuchs)


Xantia togata ist in Baden-Württemberg zwar weit verbreitet, ist aber in vielen Gebieten nur lokal anzutreffen. Im Zollernalbkreis wurde sie 2012 zum ersten Mal nachgewiesen.

Die Falter fliegen im September/ Oktober vor allem im Bereich von Weidengebüschen an frischen bis feuchten Stellen, etwa an halbschattigen Waldrändern und Binnensäumen, an Flussufern und Feuchtwiesen. Vermutlich können auch gepflanzte Weiden in Gärten und Friedhöfen genutzt werden, vor allem in kühlfeuchten Lagen.

Die Raupen leben im Mai an verschiedenen Weiden-Arten (Salix spec.), hauptsächlich an der Sal-Weide (Salix caprea). Die Jungraupen bohren sich in die Weidenkätzchen ein, bis diese so stark zerfressen sind, dass sie sich auflösen. Den Rest ihrer Entwicklung verbringen sie in der Krautschicht, wo sie nachtaktiv und vermutlich ziemlich polyphag an verschiedenen Kräutern leben.



Bleich-Gelbeule (Xanthia icteritia)



Bitz, 22.08.2014 (Foto: F. Treuz)



Haigerloch-Stetten, 29.08.2013 (Foto: H. Fuchs)



Haigerloch-Owingen, 13.10.2014 (Foto: H. Fuchs)



Haigerloch-Stetten, 04.09.2016 (Foto: H. Fuchs)


Die Verbreitung von Xanthia icteritia ähnelt der vorigen Art, sie ist aber dichter. Sie bewohnt auch ähnliche Lebensräume, kann jedoch auch relativ warmtrockene Klimalagen besiedeln, sofern dort Weiden- und Zitterpappelgebüsche vorhanden sind.

Die Falter fliegen bei uns wohl von Ende August bis Ende September meist im Bereich von Salweidenbeständen waldnaher Bereiche sowie an Außen- und Binnen­säumen von Wäldern.

Auch die Larvalbiologie entspricht weitgehend der von Xanthia togata, die Raupen leben jedoch zwischen Mitte März und Anfang Mai an Weiden (Salix spec.) und Pappeln (Populus spec.).



Veränderliche Herbsteule (Agrochola lychnidis)



Bad Imnau, 26.09.2014 (Foto: H. Fuchs)



Haigerloch-Stetten, 04.10.2013 (Foto: H. Fuchs)



Haigerloch-Stetten, 29.09.2016 (Foto: H. Fuchs)



Haigerloch-Stetten, 21.10.2013 (Foto: H. Fuchs)



Haigerloch-Stetten, 11.10.2014 (Foto: H. Fuchs)



Haigerloch-Stetten, 27.09.2013 (Foto: H. Fuchs)



Haigerloch-Stetten, 03.10.2015 (Foto: H. Fuchs)



Haigerloch-Stetten, 11.10.2016 (Foto: H. Fuchs)


Neben der Oberrheinebene, dem Neckar-Tauberland und dem Alpenvorland kommt die vielgestaltige Agrochola lychnidis in erster Linie am Albtrauf vor.

Die Falter fliegen im September/ Oktober an den Rändern, Lichtungen und Binnen­säumen von Laub- und Mischwälder sowie im Bereich von Gebüschen, Hecken und kleineren Feldgehölzen in Waldnähe, aber auch im Wiesengelände und auf Mager­rasen sowie auf Ruderalgelände, auch im Sied­lungsbereich.


Die Raupen leben zwischen Mitte Mai und Mitte Juni sowohl an Laubbäumen wie Weiden (Salix spec.), aber auch in der Krautschicht z.B. an Nesselblättriger Glockenblume (Campanula trachelium).



Rotbraune Herbsteule (Agrochola nitida) - RL V



Weilstetten, 03.09.2016 (Foto: H. Fuchs)



Weilstetten, 03.09.2016 (Foto: H. Fuchs)



Weilstetten, 03.09.2016 (Foto: H. Fuchs)



Haigerloch-Stetten, 10.09.2017 (Foto: H. Fuchs)


Die Rotbraune Herbsteule ist in unserem Bundesland nur ungleichmäßig verbreitet und kommt nur lokal vor. Auch wenn die Schwäbische Alb laut EBERT gut besiedelt ist, war der Nachweis von 2016 der erste seit über 20 Jahren.

Die Falter fliegen in einer Generation von Ende August bis Mitte Oktober in vielerlei Lebensräumen, u.a. in frischem bis trockenem, gebüschreichem Offenland, an Waldrändern und Binnensäumen sowie auf verbuschenden Halbtrockenrasen und Wacholderheiden.

Über die Raupen und ihre Entwicklung liegen aus Baden-Württemberg nur wenige Informationen vor. Die Eier überwintern und die Raupen sind dann von April bis Juni zu finden. Als Nahrungspflanzen werden Schlüsselblume (Primula spec.) und Waldrebe

(Clematis vitalba) genannt, doch man kann davon ausgehen, dass die Anzahl der Nahrungspflanzen viel größer ist.



Rötliche Herbsteule (Agrochola helvola)



Haigerloch-Stetten, 03.10.2015 (Foto: H. Fuchs)



Haigerloch-Stetten, 15.10.2014 (Foto: H. Fuchs)



Haigerloch-Stetten, 07.10.2015 (Foto: H. Fuchs)



Bad Imnau, 26.09.2014 (Foto: H. Fuchs)



Bad Imnau, 26.09.2014 (Foto: H. Fuchs)



Bitz, 01.10.2015 (Foto: F. Treuz)


Agrochola helvola ist im Land vermutlich flächendeckend vertreten. Trotzdem konnte sie im Kreis erst 2014 erstmals nachgewiesen werden. Die Falter fliegen im September/ Oktober in einem weiten Spektrum an Lebensräumen, jedoch wohl mit einer Vorliebe für Feuchtgebiete.

Die Raupen leben im Mai/ Juni polyphag an Stauden, Sträuchern, Gebüschen und niedrigen Bäumen, gerne an Stock­ausschlägen oder jungen Büschen.



Schwarzgefleckte Herbsteule (Agrochola litura)



Bitz, 17.09.2014 (Foto: F. Treuz)



Haigerloch-Owingen, 19.09.2013 (Foto: H. Fuchs)



Haigerloch-Owingen, 19.09.2013 (Foto: H. Fuchs)



Bad Imnau, 05.10.2016 (Foto: H. Fuchs)



Haigerloch-Stetten, 21.09.2016 (Foto: H. Fuchs)


Agrochola litura besiedelt wahrscheinlich das ganze Land mit Ausnahme der höchsten Schwarzwalderhebungen. Die Falter fliegen von Ende August bis Mitte Oktober in einem weiten Spektrum verschiedener Biotoptypen.

Die Raupen leben im Mai/ Juni ebenfalls polyphag an vielerlei Pflanzen, jedoch wohl häufiger an Sträuchern als Agrochola helvola.



Mondfleck-Herbsteule (Agrochola lunosa) - RL D



Haigerloch-Stetten, 27.09.2018 (Foto: H. Fuchs)



Haigerloch-Stetten, 27.09.2018 (Foto: H. Fuchs)


Agrochola lunosa ist als atlantomediterrane Art 1935 erstmals von den Niederlanden her in Deutschland aufgetaucht und breitete sich anschließend den Rhein entlang aus. In Baden-Württemberg ist sie seither nur bei Kehl sowie zwischen Bruchsal und Mann­heim nachgewiesen - ausschließlich in der Ebene zwischen 90 m und 150 m. Der Anflug in Haigerloch-Stetten erscheint also sehr überraschend.

Die Falter fliegen wohl im September/ Oktober in grasreichen Landschaften. Die

Datenlage ist jedoch immer noch defizitär, so dass über die genaueren Lebensraumansprüche oder die Nahrungspflanzen der Raupen aus unserem Bundesland keine gesicherten Aussagen möglich sind.



Gelbbraune Herbsteule (Agrochola macilenta)



Bad Imnau, 25.10.2014 (Foto: H. Fuchs)



Bad Imnau, 26.09.2014 (Foto: H. Fuchs)



Haigerloch-Stetten, 12.10.2014 (Foto: H. Fuchs)



Haigerloch-Stetten, 19.10.2015 (Foto: H. Fuchs)



Haigerloch-Stetten, 19.10.2014 (Foto: H. Fuchs)



Bad Imnau, 26.09.2014 (Foto: H. Fuchs)


Agrochola macilenta ist in den meisten waldreichen Landschaften Baden-Württem­bergs vertreten. Ihre Häufigkeit unterliegt jedoch jährlichen Schwankungen. Die Falter fliegen von Mitte September bis Mitte November in allen eichen- und rotbuchen­reichen Laub- und Laubmischwäldern.

Die Raupen sind wohl zwischen April und Juni an Eiche (Quercus spec.) und Rotbuche (Fagus sylvatica) zu finden.



Dunkelgraue Herbsteule (Agrochola lota)



Haigerloch-Stetten, 01.10.2015 (Foto: H. Fuchs)



Haigerloch-Stetten, 09.10.2015 (Foto: H. Fuchs)



Haigerloch-Stetten, 29.09.2016 (Foto: H. Fuchs)



Bitz, 01.10.2016 (Foto: F. Treuz)


Agrochola lota ist im ganzen Land verbreitet und sie kommt auch auf der Schwäbischen Alb vor, obwohl die Vorkommen ab 600 m merklich abnehmen. Die Falter fliegen im September/ Oktober vor allem in Auwäldern, aber sie kann auch Weichholzbestände im Bereich von Feuchtgebieten jeglicher Art besiedeln.

Die Raupen leben im Mai/ Juni an verschiedenen Weiden-Arten (Salix spec.).



Rötlichgelbe Herbsteule (Sunira circellaris)



Bitz, 03.10.2018 (Foto: F. Treuz)



Haigerloch-Owingen, 13.10.2014 (Foto: H. Fuchs)



Haigerloch-Owingen, 13.10.2014 (Foto: H. Fuchs)



Haigerloch-Stetten, 17.10.2015 (Foto: H. Fuchs)



Haigerloch-Stetten, 18.10.2015 (Foto: H. Fuchs)



Haigerloch-Stetten, 20.10.2016 (Foto: H. Fuchs)


Sunira circellaris ist weit verbreitet und meist häufig. Trotzdem gibt es seither noch nicht viele Funde im Zollernalbkreis.

Die Falter fliegen von September bis Oktober/ November im Bereich von Pappel- und Weidengebüschen feuchter bis mäßig trockener Laubmischwälder, aber auch in Pappelreihen und Weidengebüschen an Gewässern.

Die Raupen leben von Ende März bis Mitte Mai an verschiedenen Pappel- und an Weiden-Arten (Populus spec. bzw. Salix spec.).



Heidelbeer-Wintereule (Conistra vaccinii)



Haigerloch-Trillfingen, 23.04.2013 (Foto: H. Fuchs)



Haigerloch-Stetten, 27.09.2013 (Foto: H. Fuchs)



Hechingen-Beuren, 25.04.2013 (Foto: H. Fuchs)



Haigerloch-Stetten, 21.10.2013 (Foto: H. Fuchs)



Haigerloch-Stetten, 21.10.2013 (Foto: H. Fuchs)



Haigerloch-Stetten, 24.10.2014 (Foto: H. Fuchs)



Bitz, 09.10.2014 (Foto: F. Treuz)



Haigerloch-Stetten, 15.04.2015 (Foto: H. Fuchs)



Haigerloch-Stetten, 30.09.2016 (Foto: H. Fuchs)


Conistra vaccinii ist im ganzen Land mit Ausnahme der höchsten Lagen verbreitet. Die Flugzeit beginnt im Laufe des Septembers und die Falter sind je nach Witterung bis in in den November in großer Zahl zu finden. Dann legen sie eine Winterruhe ein, doch auch mitten im Winter können Falter bei günstiger Witterung vereinzelt nachgewiesen werden. Ab Ende Februar können sie dann wieder bis Ende April in größerer Zahl gefunden werden.

Die Falter fliegen in einer Vielzahl von Lebensräumen, besonders innerhalb und am Rand von Laub- und Mischwäldern. Daneben sind sie auch im gebüschreichen Offenland, in Heckenlandschaften bis in die Gärten der Siedlungsbereiche zu finden.

Die Raupen leben im Mai/ Juni an verschiedenen Laubgehölzen. Obwohl die Art so häufig ist, gibt es nur wenige Raupen-Nachweise, so dass aus unserem Bundesland nur wenige Nahrungspflanzen wie z.B. Sal-Weide (Salix caprea) oder Eiche (Quercus spec.) nachgewiesen sind. Auch diese Art liegt mehrere Wochen lang unverpuppt im Kokon.



Gebüsch-Wintereule (Conistra ligula)



Haigerloch-Stetten, 12.10.2012 (Foto: H. Fuchs)



Haigerloch-Stetten, 12.10.2012 (Foto: H. Fuchs)



Haigerloch-Stetten, 08.10.2012 (Foto: H. Fuchs)



Haigerloch-Stetten, 21.10.2017 (Foto: H. Fuchs)



Haigerloch-Stetten, 27.09.2016 (Foto: H. Fuchs)



Haigerloch-Stetten, 27.09.2016 (Foto: H. Fuchs)


Conistra ligula ist weitaus weniger häufig als die vorige Art, von der sie nicht immer leicht zu unterscheiden ist. Neben dem Neckar-Tauberland ist wohl der nördliche Albrand das Haupt-Verbreitungsgebiet. Die Falter fliegen meist ab September bis in den November hinein und dann wieder nach der Winterpause bei günstiger Witterung ab Februar bis Mai.

Die Raupen leben vermutlich ab April bis Juni an verschiedenen Laubgehölzen. Eiche (Quercus spec.), Weißdorn (Crataegus spec.) und Schlehe (Prunus spinosa) sind im Land als Nahrungspflanzen nachgewiesen.



Feldholz-Wintereule (Conistra rubiginosa)



Haigerloch-Stetten, 07.03.2013 (Foto: H. Fuchs)



Haigerloch-Stetten, 21.10.2013 (Foto: H. Fuchs)



Bitz, 28.10.2014 (Foto: F. Treuz)



Eispiegel - Bitz, 17.04.2016 (Foto: F. Treuz)



Raupe e.O. - Bitz, 30.05.2016 (Foto: F. Treuz)



Raupe e.O. - Bitz, 30.05.2016 (Foto: F. Treuz)



Raupe e.O. - Bitz, 30.05.2016 (Foto: F. Treuz)



Puppe e.O. - Bitz, 16.09.2016 (Foto: F. Treuz)


Die Feldholz-Wintereule ist vermutlich mit Ausnahme der höheren Lagen der Mittel­gebirge nahezu überall verbreitet. Die Flugzeit beginnt meist Anfang September, die meisten Tiere werden jedoch im November (u.a. am Köder) nachgewiesen. Im Dezember nimmt die Aktivität deutlich ab, doch bei günstiger Witterung können die Falter den ganzen Winter über aktiv bleiben. Die Flugzeit endet dann meist im April, selten später.


Wie bei den verwandten Arten müssen sich die Falter von im Winter verfügbaren Nahrungsquellen ernähren. Es wurden Falter am Saft frisch abgesägter Bäume gefunden, aber auch an Apfel- und Birnbäumen sowie an Hagebutten, wo sie wohl eingedickte zuckerhaltige Säfte nutzen konnten.

Die wenigen Raupenfunde aus unserem Land stammen von Anfang Mai bis Anfang Juni. Als Nahrungspflanze wird die Schlehe (Prunus spinosa) bevorzugt, aber auch andere Rosengewächse wie Zwetschge (Prunus domestica) und Apfel (Malus domestica) sind bekannt, sogar Besenginster (Sarothamnus scoparius) und Heidekraut (Calluna vulgaris) sind nachgewiesen.



Rost-Wintereule (Conistra rubiginea)



Haigerloch-Stetten, 30.03.2018 (Foto: H. Fuchs)



Haigerloch-Stetten, 29.03.2016 (Foto: H. Fuchs)



Haigerloch-Stetten, 17.04.2013 (Foto: H. Fuchs)


Die Rost-Wintereule ist mit Ausnahme der Hochlagen der Mittelgebirge in allen Teilen des Landes nachgewiesen, wenngleich sie weit weniger häufig ist als die vorige Art. Die Flugzeit beginnt wohl im September und nach einer etwa sechswöchigen Aktivitäts­zeit legen die Falter eine Ruheperiode ein. Erst Mitte Februar komen die ersten Tiere wieder zum Vorschein. Sie fliegen dann bis Anfang Mai an reich strukturierten Rändern und Binnensäumen von trockenen bis frischen Laub- und Mischwäldern, aber auch in allen Arten von Gebüschgesellschaften bis in den Siedlungsbereich.

Über die Raupennahrung ist aus unserem Bundsland praktisch nichts bekannt. Als Nahrungspflanzen werden in der Literatur vielerlei Laubgehölze genannt. Möglicherweise gibt es auch einen Zusammenhang mit dem Vorkommen der Ameise Formica fuliginosa, in deren Nestern am Fuß von Buchenstämmen sie wohl öfters gefunden und erfolgreich zum Falter aufgezogen worden waren. Ob es hier Zusammenhänge gibt und ggf. mit welchen anderen Ameisenarten, das muss noch näher untersucht werden.



Rotkopf-Wintereule (Conistra erythrocephala) - RL V



Haigerloch-Stetten, 02.04.2018 (Foto: H. Fuchs)



Haigerloch-Stetten, 02.04.2018 (Foto: H. Fuchs)


Seit Mitte des 19. Jahrhunderts hat sich Conistra erythrocephala laut EBERT in unserem Bundesland immer mal wieder stark ausgebreitet und ist dann wieder aus weiten Bereichen verschwunden. Im Zolleralbkreis wurde die Art seither nur einmal im Bereich Hechingen-Bisingen nachgewiesen, leider ohne Belegfoto. Mit dem Anflug ans Licht im April 2018 konnte diese "Lücke" also geschlossen werden.

Die Falter sind zwischen September und


November und dann wieder von Februar bis April vor allem an Waldrändern und vorgelagerten Gebüschmänteln und an Binnensäumen im Bereich von eichenreichen Laubwäldern zu finden. Eine echte Winter-Diapause scheinen die Falter wenigstens in den wärmeren Landesteilen nicht zu machen, denn es gibt auch Januar-Daten.

Über die Raupen ist aus Baden-Württemberg noch nichts bekannt. Sie leben wohl im April/ Mai bis Juni an verschiedenen Eichen (Quercus spec.)



Gelbbraune Rindeneule (Lithophane socia)



Dotternhausen, 04.04.2014 (Foto: H. Fuchs)



Haigerloch-Stetten, 01.05.2016 (Foto: H. Fuchs)



Bisingen-Zimmern, 15.04.2015 (Foto: H. Fuchs)


Lithophane socia ist im ganzen Land verbreitet, wird aber meist nur vereinzelt beobachtet. Die Falter fliegen von Ende August bis Anfang Oktober, überwintern und fliegen dann wieder von März bis Mai in trockenen bis feuchten Laub- und Misch­wäldern, Gebüschen und Gehölzgruppen bis in den Siedlungsbereich.

Die Raupen leben im Mai/ Juni meist an Schlehe (Prunus spinosa), aber wohl auch an anderen Laubgehölzen. Sie sind nachtaktiv.



Hellgraue Holzeule (Lithophane ornitopus)



Haigerloch-Stetten, 13.04.2015 (Foto: H. Fuchs)



Bisingen-Zimmern, 15.04.2015 (Foto: H. Fuchs)



Haigerloch-Stetten, 06.10.2015 (Foto: H. Fuchs)


Die Hellgraue Holzeule fliegt ab September im Bereich von Laub- und Mischwäldern und den angrenzenden Gebüschen bis in den Siedlungsbereich, bevor sie im Oktober ihre Winterquartiere aufsuchen. Im Frühjahr sind die Falter dann wieder von März bis Mai zu finden.

Die Raupen leben im Mai/ Juni an Stiel- und anderen Eichen-Arten (Quercus spec.), wohl auch an Silber-Weide (Salix alba).



Braungraue Holzeule (Lithophane furcifera) - RL 2



Haigerloch-Stetten, 14.03.2019 (Foto: H. Fuchs)



Haigerloch-Stetten, 14.03.2019 (Foto: H. Fuchs)


Laut EBERT kommt die Braungraue Holz­eule in sehr lokaler Verbreitung vor - mit starkem Rückgang in weiten Teilen des Landes. Bis in die 1990er Jahre schien sich jedoch ein sicheres Verbreitungszentrum im Bereich Schönbuch/ Glemswald zu etablieren, doch das erwies sich als Irrtum. Seit dem Jahr 2000 wurden laut InsectIS nur noch wenige Vorkommen registriert, die meisten davon im Schwarzwald. Von daher war der Lichtanflug im Hausgarten in Haigerloch-Stetten recht überraschend.


Die Falter fliegen in zwei Generationen von Ende Februar bis April und dann wieder im August/ September, hauptsächlich im Bereich von Birken- und Erlenbeständen in Bruchwäldern, Talniederungen und in der Uferzone unterschiedlicher Gewässer - durchaus bis in den Siedlungsbereich. Über die Lebensweise der Raupen ist aus BW noch zu wenig bekannt - sie leben jedoch vorwiegend an Birke und (Schwarz-)Erle.



Braune Moderholzeule (Xylena vetusta)



Bitz, 09.10.2014 (Foto: F. Treuz)



Haigerloch-Stetten, 28.09.2015 (Foto: H. Fuchs)



Bisingen-Zimmern, 15.04.2015 (Foto: H. Fuchs)


Die Flugzeit der Braunen Moderholzeule beginnt im September und meist Ende Oktober verziehen sich die Falter in ihre Winterquartiere, von wo sie meist im März wieder hervorkommen. Die Falter fliegen dann bis Ende Mai auf Wiesen und Weiden, in gebüschreichen Gegenden und an Waldrändern - eine Bindung an feuchtere Bereiche scheint in unserem Bundesland bestätigt.

Die Raupen leben im Mai/ Juni an allerlei Gräsern und krautigen Pflanzen.



Satellit-Wintereule (Eupsilia transversa)



Haigerloch-Stetten, 08.03.2013 (Foto: H. Fuchs)



Bad Imnau, 03.10.2016 (Foto: H. Fuchs)



Haigerloch-Stetten, 20.10.2014 (Foto: H. Fuchs)



Haigerloch-Stetten, 29.09.2017 (Foto: H. Fuchs)



Grosselfingen, 20.05.2012 (Foto: R. Zwiener)



Grosselfingen, 30.05.2013 (Foto: R. Zwiener)


Eupsilia transversa ist in fast allen Naturräumen des Landes vertreten und wohl auch überall häufig. Die Flugzeit beginnt zwischen Anfang und Mitte September und dauert bis in den November. Dann legen die Falter meist eine Winterpause ein, so dass kaum Dezember- und Januar-Daten vorliegen. Ab Ende Januar erscheinen die Falter dann wieder bei günstiger Witterung und sie fliegen dann bis etwa Mitte Mai.

Die Satellit-Wintereule bewohnt alle Arten von trockenen bis feuchten Laub- und Mischwäldern, wo sie im Inneren aber auch an den Rändern zu finden ist. Daneben fliegt sie auch im Bereich kleinerer Gehölze und Baumgruppen bis in den Siedlungsbereich, deshalb können überwinternde Falter auch z.B. auf Dachböden gefunden werden.

Die Eier werden einzeln abgelegt, was bei den kannibalischen Neigungen der Raupen sicherlich sinnvoll ist. Die Raupen leben zwischen Ende April und Anfang Juni polyphag an einer Vielzahl von Gehölzen, an denen sie nachts fressen. Vor der Verpuppung liegen die Raupen 3 bis 4 Monate als Praepupa im Kokon.



Grüne Eicheneule (Griposia aprilina)



Haigerloch-Stetten, 12.10.2014 (Foto: H. Fuchs)



Haigerloch-Stetten, 12.10.2014 (Foto: H. Fuchs)



Haigerloch-Owingen, 13.10.2014 (Foto: H. Fuchs)



Haigerloch-Stetten, 30.09.2018 (Foto: H. Fuchs)


Die Grüne Eicheneule bewohnt eichenreiche Wälder der Ebene und des Hügellandes, bevorzugt die wärmeliebenden Eichen-Mischwälder trockener Lagen und Eichen-Hainbuchenwälder. Die Falter fliegen im September/ Oktober. Zur Eiablage werden einzeln oder in lichten Beständen stehende ältere Bäume bevorzugt.

Die Raupen leben vorwiegend im Mai an allen Eichen-Arten (Quercus spec.). Sie bevorzugen nährstoffreiche Strukturen, die rasches Wachstum gewährleisten, und gehen erst auf Blätter über, wenn keine Knospen und Blüten mehr zur Verfügung stehen. Die älteren Raupen ruhen tagsüber in Rindenritzen am Stamm oder an stärkeren Ästen. Nachts erklettern sie Äste oder Stockausschläge.



Chi-Eule (Antitype chi) - RL V



Bitz, 19.09.2014 (Foto: F. Treuz)



Bitz, 26.08.2014 (Foto: F. Treuz)



Bitz, 18.08.2015 (Foto: F. Treuz)


Die Chi-Eule zeigt eine Vorliebe für die Hügelstufe und die kühleren Lagen der Mittelgebirge. Die Falter fliegen bei uns im August/ September in den Magerrasen und Wacholderheiden der Schwäbischen Alb, sehr warme Standorte werden allerdings gemieden.

Die Raupen leben im Juni/ Juli polyphag an vielerlei Pflanzen der Krautschicht, ohne erkennbare Bevorzugung irgendwelcher Arten.



Graubraune Frühherbsteule (Ammoconia caecimacula)



Haigerloch-Stetten, 10.09.2017 (Foto: H. Fuchs)
 



Bad Imnau, 26.09.2014 (Foto: H. Fuchs)
 



Jungraupe
Haigerloch-Stetten, 11.06.2013 (Foto: H. Fuchs)



Haigerloch-Stetten, 08.10.2015 (Foto: H. Fuchs)


Ammoconia caecimacula kommt mit Ausnahme des Alpenvorlandes gleichmäßig im ganzen Land vor. Wegen der jahreszeitlich späten Flugzeit und der wenig auffälligen Erscheinung wird sie jedoch oft übersehen. Die Falter fliegen hauptsächlich im September in mageren, trockenen Saumgesellschaften, in Wacholderheiden und Magerrasen sowie in felsigem Gelände, meistens in südexponierten Hanglagen.

Die Raupen ernähren sich von Mitte April bis Ende Juni polyphag von verschiedenen Kräutern und Stauden, besonders gerne von Blüten. Die noch grünen Jungraupen halten sich dauernd auf ihren Nahrungspflanzen auf. Die älteren, braunen Raupen sind überwiegend abends und nachts aktiv und verstecken sich bei Sonnenschein in unmittelbarer Nähe in der Krautschicht.



Graue Heidekraut-Glattrückeneule (Aporophyla lueneburgensis) - RL 3



Haigerloch-Stetten, 04.10.2015 (Foto: H. Fuchs)



Haigerloch-Stetten, 04.10.2015 (Foto: H. Fuchs)



Haigerloch-Stetten, 09.10.2018 (Foto: H. Fuchs)



Bad Imnau, 04.10.2016 (Foto: H. Fuchs)


Die wärmeliebende Aporophyla lueneburgensis kommt in Baden-Württemberg in erster Linie in der Oberrheinebene und im Kraich­gau vor. Abgesehen von einem Nachweis bei Rottweil 1986 war sie seither auch im weiten Umkreis noch nicht nachgewiesen.

Die Falter fliegen in unserem Bundesland wohl nur im September bis Anfang Oktober im Bereich von warmen, trockenen Lebens­räumen, wie sie bei uns in Halbtrocken­rasen und den angrenzenden Gebüschsäumen zu finden sind. Hierzu ist aber hierzulande noch nicht genug bekannt.

Auch über die Raupen weiß man noch zu wenig. Aufgrund einer nachgewiesenen Eiablage an Echtem Labkraut (Galium verum) muss das eine Nahrungspflanze sein. Überwinterungsstadium ist die junge Raupe.


Anmerkung: Aufgrund neuerer wissenschaftlicher Untersuchungen wurden die süddeutschen, seither unter A.lutulenta geführten, Falter im November 2016 vom Lepiforum bei A.lueneburgensis eingeordnet. Die "echte" A.lutulenta ist wohl eine "ponto-mediterrane" Art und kommt nördlich nur bis in die Gegend von Wien vor.



Blaugraue Steineule (Polymixis xanthomista) - RL V



Bad Imnau, 26.09.2014 (Foto: H. Fuchs)



Bad Imnau, 26.09.2014 (Foto: H. Fuchs)



Bad Imnau, 03.10.2016 (Foto: H. Fuchs)


Polymixis xanthomista bewohnt in Baden-Württemberg vor allem die felsenreichen Mittelgebirge, auch der Schwäbischen Alb. Deswegen und wegen der späten Flugzeit im Jahr sind aber sicherlich viele Vorkommen nicht bekannt. Auch im Zollernalbkreis konnte die Art erstmals 2014 nachgewiesen werden.

Die Falter fliegen vorwiegend im September auf flachgründigen, felsdurchsetzten sonnigen Magerrasen, auf Geröllhalden, in Felswänden, auf Blockfluren und in anderen felsigen, lückigen Habitaten.

Die Raupen leben wohl zwischen Mai und August polyphag an verschiedenen krautartigen Pflanzen. Aus Baden-Württemberg gibt es hierzu jedoch noch keine ausreichenden Erkenntnisse.




Dunkelbraune Waldrandeule (Mniotype satura)



Haigerloch-Stetten, 16.09.2006 (Foto: H. Fuchs)



Bitz, 16.09.2015 (Foto: F. Treuz)



Weilstetten, 03.09.2016 (Foto: H. Fuchs)


Mniotype satura ist wohl im ganzen Land gleichmäßig verbreitet. Die Falter fliegen von Ende August bis Anfang Oktober in der Nähe von mäßig trockenen bis feuchten Laub- und Mischwäldern und Gebüschgesellschaften. Sie werden vor allem an Waldmänteln und an Binnensäumen wie Waldwegen, Lichtungen und Bachufern beobachtet.

Die Raupen leben wohl von April bis Juni polyphag an krautigen Pflanzen, Stauden und Sträuchern. Die Datenlage aus unserem Bundesland ist allerdings noch sehr unvollständig.


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