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Falter im Zollernalbkreis 2012

Mit kühlem und nassem Wetter über weite Teile des Frühjahrs versprach das Jahr 2012 für die Falter nicht "sooo toll" zu werden. Die Freunde aus der Arbeitsgemeinschaft Schmetterlinge im Zollernalbkreis konnten das auch recht schnell feststellen. Immerhin wurde der Wegerich-Scheckenfalter an einer weiteren Stelle nachgewiesen und auch neue Vorkommen des Schlüsselblumen-Würfelfalters konnten entdeckt werden. Der "Hammer" war aber der Erstnachweis des Weißen Waldportiers.
Auch in diesem Jahr haben wir die interessantesten Fälle hier zu dokumentiert, erneut ganz unabhängig von einer Veröffentlichung auf den "Tag"falter-Seiten - es sind ja auch interessante Nachtfalter-Beobachtungen darunter.

Mit einem Klick aufs Bild kommen Sie zum jeweiligen Kurzbericht.

© Foto: Hans-Martin Weisshap

© Foto: Hans-Martin Weisshap

© Foto: Dirk Mezger

Randring-Perlmutterfalter

Weißer Waldportier

Braunauge

© Foto: Ingrid Seiffer-Schulz

© Foto: Ulrich Lay

© Foto: Herbert Fuchs

Windenschwärmer

Totenkopfschwärmer

"Wander-Graseule"


Randring-Perlmutterfalter (Boloria eunomia)

© Foto: Hans-Martin Weisshap © Foto: Hans-Martin Weisshap Nachdem wir im vergangenen Jahr Hinweise erhalten hatten, wonach dieser besondere Falter auch an zwei Stellen im Killertal (noch) vorkommen soll, wollten wir das in diesem Jahr überprüfen und Hans-Martin Weisshap wurde fündig: An beiden Stellen konnte er mehrere Falter antreffen. Leider waren diese so aktiv, dass er nur einen einzigen ablichten konnte. Das ist besonders deshalb interessant, weil der Randring-Perlmutter­falter in Baden-Württemberg im Rahmen des "Aktionsplan Biologische Vielfalt" zum 111-Arten-Korb hinzugefügt wurde und damit besondere Schutzmaßnahmen zum Erhalt der Vorkommen unternommen werden (können). Mehr Infos dort ...

Fotos: Hans-Martin Weisshap


Weißer Waldportier (Brintesia circe)

© Foto: Hans-Martin Weisshap © Foto: Hans-Martin Weisshap © Foto: Hans-Martin Weisshap Eine echte Sensation gelang Hans-Martin Weisshap am 08. Juli. An der Abbruchkante der Schwäbischen Alb (mehr wird aus Gründen der Vorsicht nicht angegeben) stieß er in einem Geröllfeld auf einen Falter, der im gesamten Bereich der Schwäbischen Alb überhaupt erst einmal nachgewiesen worden war - im Raum Münsingen im Jahr 1989. Leider sind aufgrund der schwierigen Umstände der Beobachtung keine ganz scharfen Aufnahmen gelungen, doch zur Erbringung des Nachweises taugen sie allemal. Weitere Infos hier.

Fotos: Hans-Martin Weisshap


Braunauge (Lasiommata maera)

© Foto: Dirk Mezger © Foto: Dirk Mezger In den Unterlagen der Naturschutzbehörde beim Regierungspräsidium ist das Braun­auge im Zollernalbkreis zwar an einzelnen wenigen Stellen verzeichnet, leibhaftig zu Gesicht bekommen hatte ihn jedoch in diesem Jahrhundert noch niemand. Umso erfreuter war Dirk Mezger, als ihm diese beiden Fotos am Plettenberg gelangen. Leider war der Falter viel zu weit weg, doch er ist eindeutig zu erkennen.
Die Suche geht weiter. Weitere Infos hier.

Fotos: Dirk Mezger


Windenschwärmer (Agrius convolvuli)

© Foto: Ingrid Seiffer-Schulz Am 20. August wurde diese Raupe von Familie Müller auf einem Krautland in Trillfingen gefunden und wegen der enormen Größe von über 10 cm zunächst als Totenkopfschwärmer-­Raupe bestimmt. Glücklicherweise gelang Frau Seiffer-Schulz ein gutes Foto, so dass sich schnell herausstellte, dass es sich in Wirklichkeit um die verpuppungsreife Raupe eines Windenschwärmers handelte. Die Raupe musste sich auf dem Krautland von Bohnen ernährt haben, was eigentlich ungewöhnlich ist. Denn wie der Name schon andeutet, leben die Raupen hierzulande zumeist an der Ackerwinde. Aus Itlaien ist allerdings bekannt, dass auch Bohnen als Nahrungs­pflanze in Frage kommen. Mehr bei Wikipedia...

Foto: Ingrid Seiffer-Schulz


Totenkopfschwärmer (Acherontia atropos)

© Foto: Ulrich Lay © Foto: Ulrich Lay Dafür tauchte dann wirklich eine Toten­kopfschwärmer-Raupe wenige Tage später in einem Hausgarten mitten in Frommern auf. Frau Zimmermann konnte sich nicht erinnern, jemals ein solches Tier gesehen zu haben.
Glücklicherweise hatte ihr Nachbar eine Kamera zur Hand und konnte diesen sehr ungewöhnlichen Fund auf diese Weise gut dokumentieren. Mehr Infos zum Falter
hier ...

Fotos: Ulrich Lay


"Wander-Graseule" (Mythimna vitellina)

© Foto: Herbert Fuchs © Foto: Herbert Fuchs Laut "Die Schmetterlinge Baden-Württem­bergs" kommt M.vitellina nur gelegentlich als Wanderfalter über die Alpen. In Baden-Württemberg gibt es deshalb nur wenige aktuelle Nachweise.
Erwin Rennwald schreibt im Lepiforum: "Als Wanderfalter kann er aber im Prinzip "überall" auftauchen. Es muss nur jemand da sein, der es bemerkt, notiert und auch noch meldet. In den meisten Jahren sind das nur einzelne Tiere für Deutschland."

Fotos: Herbert Fuchs, 20.09.2012 Haigerloch-Stetten

 

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