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Aufmerksame Jungs finden einen Windenschwärmer


Noch schnell ein Foto mit dem Handy ...

Was macht man, wenn man ein unbekanntes "Vieh" findet und wissen will, was man da gefunden hat? Klar, man geht zu jemandem hin, von dem man glaubt, dass man dort eine Antwort kriegt.

In diesem speziellen Fall hatten die beiden Stettener Jungs Julian und Kevin einen "Riesen-Käfer oder so was" im Hausgarten am Volleyballnetz gefunden. Er saß da ganz ruhig und schon war die Neugier geweckt. Die beiden besuchen im Gymnasium die 6. Klasse und wussten schon, dass man "zum Fuchs" gehen kann. Und da standen sie dann auch am Freitagabend vor der Haustür.

Schnell konnte der Vorsitzende des NABU Haigerloch und Mitarbeiter der AG Schmetterlinge im Zollernalbkreis das "Monster" als Windenschwärmer (Agrius convolvuli) bestimmen. Diese Wanderfalter kommen alljährlich im Frühsommer

über die Alpen geflogen und wandern dann nordwärts sogar bis nach Island oder auch bis Sibirien. Dabei können sie Spitzen-Geschwindigkeiten bis zu 100 km/h erreichen, ihre Dauer-Reisegeschwindigkeit liegt aber meist bei "nur" ca. 50 km/h.

     
Fotos: Herbert Fuchs - mit Klick aufs Bild startet eine kurze Diashow

Ihre Eier legen die Weibchen hauptsächlich an der Ackerwinde (Convolvulus arvensis) oder anderen Winden-Arten ab und die Raupen entwickeln sich dann den Sommer über. Im Spätsommer schlüpfen die ersten frischen Falter und man nimmt an, dass viele von ihnen wieder zurück über die Alpen wandern. Das ist sinnvoll, denn bei uns sterben die überwinternden Puppen in der Regel ab. Offenbar kommt es nur selten vor, dass sich frisch geschlüpfte Falter unter die neuen Frühsommer-Einwanderer mischen.

Der Falter, den die Jungs gefunden haben, macht einen ganz frischen Eindruck, er ist also vermutlich erst vor wenigen Tagen geschlüpft.



Diesen Falter und weitere Schwärmer im Zollernalbkreis finden Sie ▶▶ hier.


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