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Archiv Nachrichten

Hier finden Sie ältere Nachrichten, die in den letzten 12 Monaten auf unserer Startseite standen.
→ Das Datum gibt den Tag an, an dem die Nachrichten ins Archiv verschoben wurden.


20.05.2022

Updates auf unserer Internetseite
Dieser Tage konnten wir wieder ein paar neue Inhalte auf unserer Internetseite veröffentlichen. Neben ein paar neuen Falterbildern sind jetzt u.a. auch unsere letzten 7 Stellungnahmen nachzulesen. Außerdem hat uns Ernst Haug wieder ein schönes Foto zur Verfügung gestellt. Eine Übersicht gibt's unter "zuletzt bearbeitete Seiten" in der rechten Spalte.

NABU Eutingen zum 30. Geburtstag
Zum 30. Geburtstag der NABU-Gruppe Eutingen waren hochkarätige NABU-Ehrengäste aus ganz Deutschland angereist. Unter ihnen auch der Bundesvorsitzende Jörg-Andreas Krüger und Staatssekretär Andre Baumann.
Schwarzwälder Bote

Mit dem Klimawandel kommt auch der Vogel des Jahres 2022 auf die Alb
Der Wiedehopf wurde vom NABU zum Vogel des Jahres 2022 gekürt. Obwohl der bunte Vogel auf der Schwäbischen Alb nicht heimisch ist, wurden jüngst Exemplare bei Winterlingen gesichtet. Sie haben nun eigene Nistmöglichkeiten bekommen.
Schwarzwälder Bote

Insekten soll es in Hechingen schmecken
Hechingen will Wachstum für seine Einwohner. Jedenfalls im Bereich der Blütenpracht. Demnächst gibt es in Hechinger Geschäften, im Rathaus und den Ortschaftsverwaltungen kostenlos Tütchen mit Blumensamen für solche Pflanzen, wie sie Insekten für ihre Ernährung brauchen.
Schwarzwälder Bote

Kleine Wasserlinse – großes Potential für die Landwirtschaft
An Teichen und Gräben sieht man sie häufig – die Teich- oder Wasserlinsen, im Volksmund auch „Entengrütze“ genannt. Wasserlinsen können unter optimalen Bedingungen ihre Biomasse innerhalb eines Tages verdoppeln und gedeihen auch auf Schmutz- und Abwässern hervorragend. Wie (wirtschaftlich) praktikabel das funktioniert, ob die Abwässer auf diese Weise gereinigt werden können – sodass sie eventuell einleitfähig werden – und ob darüber hinaus ein natürliches Futtermittel entstehen kann, untersucht das Konsortium um das Forschungsprojekt ReWali.
https://idw-online.de/de/news793438

Wenn der Schakal dem Luchs die Beute abluchst
Der Goldschakal ist ein Neuankömmling in Europa und seine Rolle noch unbekannt. Eine Beobachtung aus Slowenien zeigt, welche Konkurrenz entstehen kann.
Spektrum.de

Stoppt den Abschuss der Eisbären!
Immer noch sterben hunderte Eisbären jährlich für den internationalen Wildtierhandel. Bitte setzen Sie sich dafür ein, dass Deutschland und die EU-Mitgliedsstaaten auf der Artenschutzkonferenz für ein Ende des Handels mit Fellen und Trophäen eintreten.
zur Petition

Rosarote Flughörnchen: sind lumineszierende Säugetiere häufig?
Wenn das Fell verschiedener Säugetierarten ultraviolettem Licht ausgesetzt wird, leuchtet es in Rosa- und Rottönen. Eine internationale Gruppe von Forschenden unter Leitung des Museums für Naturkunde Berlin und der Humboldt-Universität zu Berlin, hat das Molekül Porphyrin als Ursache für dieses Phänomen identifiziert. Dieser organische Farbstoff, der durch die körpereigene Entsorgung von Porphyrinen entsteht, lässt das Fell leuchten. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass der der Lumineszenz zugrundeliegende Prozess bei Säugetieren weit verbreitet ist. Untersucht wurden auch Felle aus der Sammlung des Berliner Naturkundemuseums.
https://idw-online.de/de/news793075

Der Wald als Schutzraum für Insekten in wärmeren Klimazonen?
Die Insektenvielfalt in Bayern geht zurück. Grund dafür ist unter anderem die Landnutzung, doch die Auswirkungen des Klimawandels sind noch weitgehend unbekannt. Eine Studie der Universität Würzburg hat nun näher untersucht, wie beide Faktoren bei der Entwicklung der Insektenvielfalt zusammenwirken und was gegen den Rückgang getan werden kann.
https://idw-online.de/de/news793263

Das verborgene Leben der Mopsfledermaus
Die Mopsfledermaus lebt geschützt und gut versteckt im Wald. Mit den Filmen zum Mopsfledermaus-Projekt ist uns ein besonderer Einblick in das Leben der kleinen Waldfledermaus gelungen. In unserem neuen Video ist zu sehen, wie sie im Flug Insekten jagt, ihre Jungtiere unter Rindenspalten großzieht und in Höhlen überwintert. Im zweiten Video werden die Projekte, darunter auch Baden-Württemberg, eindrucksvoll vorgestellt.
Mehr beim NABU BW

Wer singt, trällert und ruft denn da?
In Gärten und Parks erklingen zurzeit wieder die vielstimmigen Frühlingskonzerte der Vogelwelt. Welche Arten da singend, trällernd und rufend unterwegs sind, wird das Wochenende vom 13. bis 15. Mai zeigen: Der NABU ruft gemeinsam mit dem LBV und der NAJU zur 18. "Stunde der Gartenvögel" auf.
Mehr beim NABU BW

Mähroboter können für Igel tödlich enden
Ob Mähroboter, Rasenmäher oder Freischneider: Bei der Rasenpflege sollte rücksichtvoll vorgegangen werden, um Igel und Grashüpfer nicht zu gefährden. Mit blühender Vielfalt statt kurz geschorenen Grünflächen ist im Garten weniger zu tun.
Mehr beim NABU BW

Ökobilanzen unterstützen die Entwicklung nachhaltigerer Leuchten
Um den Ressourcenverbrauch zu senken, Elektroschrott zu vermeiden und Energie zu sparen, ist das nachhaltige Design von Leuchten mit Fokus auf die gesamte Fertigungskette wichtig. Im Projekt SUMATRA arbeiten Industrievertreter*innen und Forschende des Fraunhofer IZM gemeinsam daran, diese Ziele zu realisieren. Mit der Aufstellung genauer Ökobilanzen und davon abgeleiteten Designempfehlungen unterstützt das Fraunhofer IZM gemeinsam mit dem Umweltdienstleister Interseroh die Hersteller TRILUX und Osram bei der ökologischen Gestaltung der Produktion und der Auswahl nachhaltiger Materialien.
https://idw-online.de/de/news793396

Moorpflanzen sind die besten CO2-Speicher
Feuchtgebiete speichern etwa fünfmal mehr Kohlenstoff pro Quadratmeter als Wälder und 500-mal mehr als Ozeane. In diesen Ökosystemen stimulieren Pflanzenwachstum und Kohlenstoffablagerung im Boden einander gegenseitig. Schutz und Restaurierung solcher Feuchtgebiete können dem Menschen helfen, angesichts der Klimakrise die CO2-Konzentration in der Atmosphäre zu reduzieren.
https://idw-online.de/de/news793347

Nutzer*innen wollen Steckersolargeräte einfach und mit mehr Leistung
Aufbauen, einstecken, Solarstrom beziehen. So einfach wünschen sich Nutzer*innen von Steckersolargeräten die Anwendung dieser kleinsten Solaranlagen. In einer groß angelegten Umfrage der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (HTW Berlin) wurden aktuelle und potenzielle Nutzer*innen gefragt, was sie an Steckersolargeräten begeistert und welche Aspekte sie eher abschrecken.
https://idw-online.de/de/news793334

TU Wien erfindet chemischen Wärmespeicher
Energie chemisch speichern, verlustfrei monatelang lagern und im Winter damit heizen: Das wird durch einen nun patentierten chemischen Reaktor möglich.
https://idw-online.de/de/news793320

Wie junge Menschen für eine nachhaltige Zukunft kämpfen
Die Klimakrise bereitet vielen jungen Menschen weiterhin große Sorgen, zusätzlich werden sie von neuen Krisen wie dem Ukraine-Krieg belastet. Das hat ernsthafte Folgen für die psychische Gesundheit und lässt Fragen von Generationengerechtigkeit ganz konkret werden. Bereits seit einigen Jahren bringen junge Menschen Fragen der Verantwortung der Älteren gegenüber den Jüngeren stärker in Umwelt- und Klimadebatten ein. In einer neuen Publikation zeigen IASS-Forschende, wie eine nachhaltige Zukunft zu einem wichtigen Thema des klimapolitischen Diskurses wurde.
https://idw-online.de/de/news793211

Hochwasserschutz mit Mehrfachnutzen: Mehr Raum für Flüsse
Ökologischer Hochwasserschutz, der Auen wiederherstellt, ist sinnvoll, technisch möglich und wirtschaftlich effizient. Und doch wird dieser Ansatz weltweit noch nicht konsequent umgesetzt, weil die administrativen und rechtlichen Hürden hoch sind. Das zeigt eine Studie von Wissenschaftler*innen des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB), die gemeinsam mit anderen Forschenden vier Projekte zur Renaturierung von Flussauen in Deutschland und den USA analysiert haben. Die Forschenden empfehlen, dem ökologischen Hochwasserschutz Vorrang zu geben und die nötigen Flächen verfügbar zu machen. So ließen sich auch nationale und europäische Umweltziele besser erreichen.
https://idw-online.de/de/news793008

Wie Millionen von Gärten in Deutschland zum Schutz von biologischer Vielfalt beitragen können
Gärten können eine wichtige Rolle dabei spielen, das Artensterben aufzuhalten: Schätzungen zufolge gibt es 17 Millionen Gärten in Deutschland, eine riesige Anzahl kleiner Lebensräume. Bislang ist die biologische Vielfalt in Gärten vielerorts allerdings niedrig und hat in den letzten Jahren sogar abgenommen. Das Projekt gARTENreich möchte darauf hinwirken, dass sich dies ändert. Um zu erforschen, wie Gärten zum Erhalt der Biodiversität in Deutschland beitragen können, und um mit diesem Wissen die biologische Vielfalt in Gärten zu fördern, arbeiten mehrere Institutionen aus Wissenschaft und Praxis mit kommunalen Partnern zusammen und werden dabei vom Bundesforschungsministerium gefördert.
https://idw-online.de/de/news792864

Enzyme tweaked to eat plastic faster
Researchers used a machine-learning algorithm to design an enzyme that can degrade polyethylene terephthalate (PET) plastic — which accounts for 12% of global solid waste — at least twice as fast and at lower temperatures than the next best contender. The engineered enzyme is based on a naturally occurring bacterium that was discovered at a plastic-bottle recycling plant in Japan. The enzyme, dubbed FAST-PETase, depolymerised a plastic cake tray within 48 hours — but struggled with a water bottle made of highly crystalline plastic.
Chemistry World

Shore up Africa's 'Great Green Wall'
Africa’s Great Green Wall is one of the world’s most ambitious ecological projects: an 8,000-kilometre-long effort to restore degraded land, capture carbon dioxide and create jobs. Under pressure from the pandemic and a cost-of-living crisis, the dream is at risk of slipping away, argues a Nature editorial. It proposes improvements in funding, governance and assessment that are needed to ensure the wall achieves its bold goals.
Nature

12.05.2022

NABU-Kreisverband zum KSK-Fallschirm-Übungsgelände
Gleich nachdem die ersten Informationen über die Planung eines militärischen Übungsgeländes beim Waldhof auf Markung Geislingen aufpoppten, haben die Naturschutzverbände im Zollernalbkreis die zuständigen Behörden darum gebeten, in den anstehenden Verfahren beteiligt zu werden.
Weil aber nun aus der Bevölkerung verstärkt Anfragen kommen, möchte der NABU-Kreisverband kurz die derzeitige Position skizzieren:
1. Der NABU vertritt satzungsgemäß die Interessen des Naturschutzes. Wir werden also das Genehmigungsverfahren begleiten, genau prüfen, welche Auswirkungen auf die Natur und Umwelt zu erwarten sind und dann auch gemeinsam mit den anderen Naturschutzverbänden Stellung beziehen.
2. Man kann grundsätzlich für oder gegen derartige Planungen sein, man kann sich vom Lärm belästigt fühlen, man kann die Nutzung von Ackerland für solche Zwecke ablehnen und man kann dafür sein, so etwas an anderer Stelle zu planen. Über die Auswirkungen auf den Naturhaushalt fehlt uns aber noch der Überblick. Als Naturschutz-Organisation können wir uns deshalb zum derzeitigen Zeitpunkt nicht positionieren. Es ist jedoch den Aktiven und Mitgliedern unserer NABU-Gruppen unbenommen, sich selbst eine Meinung zu bilden oder sich in einer Bürgerinitiative zu engagieren.

Veranstaltungstipp: Online-Vortrag am Donnerstag
Do 05.05.2022, 18.30 Uhr
Lautlos, beinlos, elegant: Schlangen - Online-Vortrag (per Zoom) von Dr. Sebastian Lotzkat, Naturkundemuseum Stuttgart.
Der Zugangslink wird auf www.naturkundemuseum-bw.de zur Verfügung gestellt. In Kooperation mit der Akademie für Natur- Umweltschutz Baden-Württemberg. Dauer ca. 1 Stunde, keine Anmeldung erforderlich. Der Vortrag ist kostenfrei.
weitere Infos beim SMNS

Und außerdem hat Herr Dr. Lotzkat einen tollen Podcast
"Sag mal, Du als Biologin". Der Podcast mit Sebastian Lotzkat aus der Abt. Kommunikation hat gute Chancen auf den Publikumspreis des Deutschen Podcast-Preises im Bereich Wissen.
Hören Sie einfach mal rein und stimmen Sie bis zum 8.Mai 2022 gerne auch ab!
weiter zum Podcast

Die Mauersegler kommen zurück
Auf die Mauersegler ist Verlass. Ganz gleich, ob unser Winter lang und schneereich war oder kurz und mild: Jedes Jahr pünktlich Mitte April erreicht die Vorhut der schnittigen Flieger Deutschland und ab Anfang Mai sind wieder überall ihre schrillen Schreie zu hören.
Mehr beim NABU BW

Konstante Rekordsummen: In Deutschland überwinternde Rotmilane
Im Rahmen der internationalen Synchronzählung wurden Anfang Januar erneut mit großer ehrenamtlicher Beteiligung Rotmilan-Schlafplätze gezählt. Hierbei zeigte sich für das Jahr 2022 erneut eine Rekordsumme des Winterbestands, während die Anzahl erfasster Schlafgebiete im Vergleich zum Vorjahr in etwa konstant blieb. Auch wenn weiterhin ein großer Teil der mitteleuropäischen Rotmilane zur Überwinterung nach Südfrankreich und auf die Iberische Halbinsel zieht, wurden in den vergangenen Jahren in Nord- und Mitteleuropa mehrfach neue Rekordsummen zum Zeitpunkt der winterlichen Zählung dokumentiert. Auch in Deutschland zeigen die Ergebnisse der vergangenen Jahre eine deutliche Zunahme der Rotmilan-Winterbestände. Das Ergebnis der diesjährigen Zählung überschreitet erstmals deutlich über der Marke von 2000 Individuen.
Mehr beim DDA

Er lebt, er lebt nicht, er lebt ...
Er gilt offiziell als ausgestorben. Doch Vogelkundler gaben die Suche nach dem Elfenbeinspecht nie auf. Ein Team aus Pittsburgh präsentiert neue Beweise, dass die Art überlebt hat.
Spektrum.de

Gift: ein Hauptproblem für den Geierschutz
Weltweit sind Vergiftungen die größte Bedrohung für Geier. Bisher ist dieses Problem im Alpenraum weniger in Erscheinung getreten. Doch auch in der Schweiz ist die illegale Praxis von Vergiftungen mit Giftködern nicht unbekannt.
Mehr bei bartgeier.ch

Ein Fünftel aller bekannten Reptilienarten bedroht
Erstmals prüften Forschende, wie stark Schildkröten, Echsen oder Krokodile weltweit gefährdet sind auszusterben. Zwei Ordnungen stellten sich dabei als besonders bedroht heraus.
Spektrum.de

Artenvielfalt und Artensterben
Noch ist die Biodiversität nicht in ihrem gesamten Ausmaß bekannt, und doch fegt wohl schon die sechste große Aussterbewelle in der Erdgeschichte durch ihre Reihen.
Spektrum.de

Frühblüher eine Woche früher dran als vor hundert Jahren
Forschungsteam der Universität Tübingen untersucht Verschiebung der jahreszeitlichen Entwicklung von Waldpflanzen – Herbarbelege spiegeln Klimaerwärmung wider.
https://idw-online.de/de/news792605

Hormonelles Zusammenspiel bei Bäumen
In Pappeln verstärken sich Pflanzenhormone bei der Abwehr von pathogenen Pilzen gegenseitig. Forschende am Max-Planck-Institut für chemische Ökologie zeigten, dass in Pappeln, die erhöhte Mengen an Salicylsäure produzierten, auch höhere Mengen an Jasmonsäure nachweisbar waren. Pflanzen, die höhere Konzentrationen beider Hormone aufwiesen, waren außerdem resistenter gegen den Rostpilz Melamspora larici-populina, ohne dass sich dies negativ auf das Wachstum auswirkte. Kenntnisse über das positive Zusammenspiel dieser an der pflanzlichen Abwehr beteiligten Hormone könnten dazu beitragen, Pappeln und andere Bäume besser gegen Schädlinge und Krankheitserreger zu schützen
https://idw-online.de/de/news792891

Faszination Wildbienen: Blumenwiesen verbessern das Nahrungsangebot
Mit dem Begriff "Blumenwiesen" sind hier nicht die in jüngster Zeit beliebten kurzlebigen Sommerblumen-Ansaaten mit oft exotischen Pflanzen gemeint, sondern artenreiche, ertragsarme Mähwiesen mit hohem Kräuteranteil, wie sie für die kleinbäuerliche Kulturlandschaft typisch waren und heute durch die intensive Grünlandnutzung großflächig verschwunden sind. Um den Rückgang der noch verbliebenen bunten Wiesen aufzuhalten, wurden sie durch die FFH-Richtlinie der EU als Lebensraumtyp "Flachland-Mähwiesen" europarechtlich unter Schutz gestellt. Der Schnitt dieses für die Insektenfauna so ungemein bedeutsamen Lebensraums ist so abgestimmt, das möglichst viele erwünschte Pflanzen ihre Blütenbildung und Samenreife abschließen können.
Mehr bei Paul Westrich

Beim Schutz von Heuschrecken und artenreichen Wäldern mitwirken
Forschende der Universität Trier rufen dazu auf, sich an der Suche nach einer besonderen Heuschreckenart zu beteiligen, um diese besser zu schützen.
https://idw-online.de/de/news792431

Ernährung von Hummeln beeinflusst ihre Pestizid-Resistenz
► Effekte eines gängigen Fungizids auf Hummeln unterscheiden sich je nach Pflanze, auf der dieses angewendet wird.
► In der Studie entwickelten sich Hummeln in Buchweizen-Reinkulturen generell schlecht, während Hummelvölker in Phacelia-Monokulturen anfällig für das Fungizid waren.
► Blühmischungen können dagegen bei Hummeln für gesunde Entwicklung und eine Toleranz gegen Fungizide sorgen.
https://idw-online.de/de/news792129

Vielfalt für Biene Majas wilde Schwestern
Die wohl bekannteste Bestäuberin ist die Honigbiene. Allerdings sind auch Wildbienen, Schmetterlinge, Fliegen und Schwebfliegen, Käfer und Ameisen unentbehrlich für die Bestäubung von Nutz- und Wildpflanzen.
Mehr beim NABU BW

GartenTipps für die Artenvielfalt
Frühlingszeit ist Gartenzeit. Im Garten oder auf dem Balkon gibt es jetzt einiges zu tun. Mit ein paar Handgriffen und Tricks können hier wertvolle Lebensräume für Schmetterlinge, Igel & Co. entstehen. Würde jede*r seinen*ihren Garten naturnah und ökologisch anlegen, wäre schon viel für die Natur geschafft. Wir haben allerlei Tipps gesammelt.
Mehr beim BUND BW

Keine Nahrungsmittelproduktion auf Brachen
Angesichts des Angriffskriegs gegen die Ukraine und der Frage nach der Lebensmittelsicherheit sollen Bracheflächen für die Nahrungsmittelproduktion genutzt werden, lautet die Forderung von verschiedenen Seiten. Der NABU lehnt das ab. Nun entschied auch der Bundesrat dagegen.
Mehr beim NABU

Wiedehopf zurück im Südwesten
Die ersten Wiedehopfe sind aus den Winterquartieren südlich der Sahara zurückgekehrt. Doch dem Vogel des Jahres fehlen Lebensräume, Nahrung und Nistplätze. Wohl fühlt er sich in pestizidfreien Streuobstwiesen, Weinberglagen und Schrebergärten.
Mehr beim NABU BW

Aus der Luft geholt
Welche Chancen und Risiken stecken in den Maßnahmen, mit denen wir der Atmosphäre Kohlendioxid wieder entziehen könnten? Forschende des Netto-Null-2050 Clusters der Helmholtz-Klima-Initiative haben jetzt einen Bewertungsrahmen dafür entwickelt.
https://idw-online.de/de/news792921

Studie: Über 90 Prozent der Haushalte in Deutschland könnten durch Energy Sharing Teil der Energiewende werden
Wenn das Konzept Energy Sharing aus dem EU-Recht in nationales Recht umgesetzt würde, könnten 90 Prozent der Haushalte in Deutschland von günstigeren Strompreisen profitieren. Dafür ist ein Marktrahmen gefragt, der den Zusammenschluss von Bürger*innen in Erneuerbare-Energie-Gemeinschaften ermöglicht, damit diese Wind- und Photovoltaikanlagen errichten und den erzeugten Strom gemeinschaftlich über das Verteilnetz nutzen können.
https://idw-online.de/de/news792903

Klimaneutral heizen statt Erdgas verbrennen: So schaffen Städte die Wärmewende
► Alternative Wärmequellen wie Abwasserwärme konsequent erschließen ► Öffentliche Gebäude auf erneuerbare Wärme umrüsten und Quartierswärmenetze bilden ► Auch in Milieuschutzgebieten ambitioniert energetisch sanieren, damit Warmmieten bezahlbar bleiben ► BMBF-Projekt "Urbane Wärmewende" von Institut für ökologische Wirtschaftsforschung, Kanzlei Becker Büttner Held und Berliner Wasserbetrieben legt Empfehlungen vor
https://idw-online.de/de/news792437

Arten schützen fürs Weltklima: Wie das Klima vom Erhalt der biologischen Vielfalt profitieren kann
Maßnahmen für den Klimaschutz sowie für den Schutz der Biodiversität wurden bislang oft parallel zueinander entwickelt. Doch dies gilt mittlerweile als überholt, da viele Ansätze sowohl das Klima als auch die Artenvielfalt schützen können. Vor dem Hintergrund der anstehenden UN-Artenschutzkonferenz hat ein internationales Team von Wissenschaftler:innen die Rolle der künftigen globalen Biodiversitätsziele (Post-2020 Action Targets for 2030) für den Klimaschutz bewertet und dabei festgestellt, dass immerhin zwei Drittel der globalen Biodiversitätsziele auch helfen können, den Klimawandel zu bremsen.
https://idw-online.de/de/news792364

Proteste bewirken Umdenken hin zu ökologisch verträglicherem Tourismus
Protestbewegungen der Einwohner:innen Teneriffas haben dazu geführt, dass die Pläne für eine Hotelanlage auf der kanarischen Insel derzeit auf Eis liegen und die Anlage kleiner ausfallen soll als ursprünglich geplant. Zu diesem Schluss kommen Wissenschaftler:innen der Universidad de La Laguna und der Universität Leipzig in einem gemeinsamen Forschungsprojekt. Das Ergebnis wurde kürzlich in der renommierten Fachzeitschrift Island Studies Journal veröffentlicht.
https://idw-online.de/de/news792724

Zerstörung des tropischen Urwaldes schreitet voran
Auch im Jahr 2021 sind mehrere Millionen Hektar Urwald zerstört worden. Damit rückt das Ziel der Glasgower Klimakonferenz, die Entwaldung bis 2030 zu stoppen, in weite Ferne.
Spektrum.de

Offener Brief zur Pestizidtransparenz
Robert Trusch vom Naturwissenschaftlichen Verein Karlsruhe e. V. macht uns auf einen gemeinsamen offenen Brief des Umweltinstituts München und des NWV mit Forderungen zur Offenlegung der Pestizid-Anwendungsdaten an Cem Özedmir und Steffi Lemke aufmerksam.
Der offene Brief an Cem Özdemir
Der offene Brief an Steffi Lemke
Unsere aktuelle Meldung zur Veröffentlichung des Briefes, in der auch einige der Wissenschaftler zu Wort kommen, die unseren Brief unterstützen
Unsere Petition zum Thema

Fleischkonsum muss um mindestens 75 Prozent sinken
Damit die Erde uns auch in Zukunft ernähren kann, müssen die Industrienationen den Verzehr von Fleisch deutlich reduzieren – im Idealfall um mindestens 75 Prozent. Zu diesem Schluss kommt eine neue Studie der Universität Bonn. Die Übersichtsarbeit wertet den aktuellen Stand der Forschung zu verschiedenen Aspekten des Fleischkonsums aus. Dazu zählen neben den Auswirkungen auf Umwelt und Klima auch Gesundheits- und wirtschaftliche Effekte. Ein Fazit der Forscher: In geringen Mengen Fleisch zu essen, kann durchaus nachhaltig sein. Die Ergebnisse erscheinen in der Zeitschrift Annual Review of Resource Economics.
https://idw-online.de/de/news792357

Multiresistenter Pilz in der Umwelt infiziert Menschen
Der Schimmelpilz Aspergillus fumigatus ist überall – und kann bei Menschen schwere Infektionen verursachen. Dazu ist er immer öfter resistent. Ursache ist wohl die Landwirtschaft.
Spektrum.de

Mehr Toleranz für verwesende Leichen
In Europas Wäldern liegt nur selten verendetes Tier. Was, wenn Kadaver nicht entsorgt würden? Versuche zeigen: Fast alles, was man dachte, erwies sich als falsch! Ein Gastbeitrag
Spektrum.de

05.05.2022

Spinnen, Schmetterlinge und vieles mehr
Kleine Krabbler und fliegende Insekten stehen auch 2022 wieder im Zentrum einer Reihe von öffentlichen Veranstaltungen für Familien. Die NABU-Gruppen im Zollernalbkreis und auch die AG Schmetterlinge haben ihr Angebot online gestellt:
AG Schmetterlinge, Jahr 2022
Tagaktive Insekten und Spinnen
Nachtfalter-Leuchtnächte
Außerdem wurde das Faltblatt mit dem vorläufigen Programm der NABU-Gruppen aktualisiert.
NABU-Veranstaltungen

Der erste Taubenschlag steht bereit
Tauben werden vielerorts als Plage wahrgenommen, so auch in Bisingen. Die Population ist in den vergangenen Monaten exponentiell gewachsen. Dem setzen Gemeinde und der Verein Taubenhilfe das "Augsburger Modell" entgegen. Anfang März wurde der erste betreute Taubenschlag aufgestellt.
Schwarzwälder Bote

Immer wieder wird Amphibiensperrung hinter Trillfingen umfahren
In den gut 20 Jahren in denen Evelyn Lambrinos die alljährliche Krötenwanderung in Trillfingen betreut, hat sie sich schon öfters was anhören müssen. Schließlich ist nicht jeder Autofahrer glücklich darüber, wenn nachts auf der Kreisstraße zwischen Trillfingen und Wachendorf die Schranken runtergehen.
Schwarzwälder Bote

Ministerpräsident besucht "Youth in Nature"-Exkursion in Ammerbuch
20 Jugendliche haben am 09. April in Ammerbuch im Kreis Tübingen mit Ministerpräsident Winfried Kretschmann die Welt der Amphibien erforscht und die Artenzusammensetzung in zwei Gewässern untersucht. Die Exkursion ist Teil des Projekts „Youth in Nature“, das der Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg (LNV) 2020 gestartet hat, um Jugendliche für die Natur zu begeistern und als Artenkennerinnen und Artenkenner von morgen zu gewinnen.
Mehr beim LNV BW

Schülerinnen und Schüler haben kaum Kenntnisse über Artenvielfalt bei Bienen
Die AG Didaktik der Biologie will mit dem Projekt "Hummeln helfen! Rhein-Main" Wissen über Artenvielfalt bei Wildbienen vermitteln und zu mehr Insektenschutz beitragen.
https://idw-online.de/de/news791045

Mauersegler fallen in Kältestarre
Mauersegler sind Meister der Lüfte. Nur zum Brüten müssen sie landen. Herrscht dann schlechtes Wetter, fahren sie ihren Stoffwechsel drastisch herunter.
Spektrum.de

Aktive Schwarzstorch-Webcams
Gerhard Maluck aus der Schwarzstorch-AG der OGBW macht uns auf ein paar Schwarzstorch-Webcams aufmerksam. Unter anderem sind es zwei in Estland und eine in Polen:
https://www.youtube.com/watch?v=9JMRFPM5NIE (Estland)
https://www.youtube.com/watch?v=Do5wJsjJGgU (Estland Süd)
https://www.youtube.com/watch?v=g4SlQAkjCJw (Bei Lodz)

Vielfalt für Biene Majas wilde Schwestern
Die wohl bekannteste Bestäuberin ist die Honigbiene. Allerdings sind auch Wildbienen, Schmetterlinge, Fliegen und Schwebfliegen, Käfer und Ameisen unentbehrlich für die Bestäubung von Nutz- und Wildpflanzen.
Mehr beim NABU BW

Aktion: Licht aus – für unsere Insekten!
Wenn es Nacht wird, gehen überall die Lichter an: Straßenlaternen, Autoscheinwerfer, Leuchtreklame oder leuchtende Spots auf historische Gebäude und Denkmäler. Für nachtaktive Insekten können solche Lichtquellen zu Todesfallen werden. Sie verlieren ihren Orientierungssinn, verwechseln Tag und Nacht oder sogar Sommer und Winter. Machen Sie mit und melden Sie Fallen für Falter & Co.!
Mehr beim BUND BW

Praxishandbuch für Kommunen: Drehbuch hilft Quartieren, dem Klimawandel zu trotzen
Hitzestress, vertrocknete Stadtbäume, Überflutungen: Die Folgen des Klimawandels sind längst in den Städten spürbar. Wie die Stadtgesellschaft gemeinsam Quartiere verändern kann, damit die Städte trotz Klimawandels lebenswert bleiben, zeigt eine Publikation des Difu mit weiteren Partnern.
https://idw-online.de/de/news792012

Solarzellen der nächsten Generation werden immer effizienter
Ein Forschungsteam hat eine Tandem-Solarzelle aus Perowskit und organischen Absorberschichten mit hoher Effizienz entwickelt, die kostengünstiger herzustellen ist als herkömmliche Solarzellen aus Silizium. Die Weiterentwicklung dieser Technologie soll eine noch nachhaltigere Gewinnung von Solarenergie ermöglichen
https://idw-online.de/de/news791781

Mit dezentralen Flexibilitäten eine Milliarde Euro Stromerzeugungskosten sparen und Stromnetze entlasten
Neue Anlagen bauen und das Stromnetz flexibilisieren: das sind die zwei Entwicklungen, die den Ausbau der erneuerbaren Energien vorantreiben. Szenarienberechnungen zeigen, dass dezentrale, flexible technische Erzeuger und Verbraucher erneuerbarer Energien – vor allem Wärmepumpen und Elektrofahrzeuge – die jährlichen Kosten der Stromerzeugung um bis zu eine Milliarde Euro reduzieren können. Im Jahr 2020 lag das technische Flexibilitätspotenzial dezentraler Erzeuger und Verbraucher noch bei rund zehn Terawattstunden (TWh). Das waren knapp zwei Prozent des Stromverbrauchs (558 TWh). Bis zum Jahr 2050 kann sich die flexibilisierbare Strommenge auf rund 220 TWh verzwanzigfachen.
https://idw-online.de/de/news791587

Ohne Zäune in die Zukunft
Ausnahmsweise veröffentlichen wir hier einen Spendenaufruf. Der WWF schreibt: Die grenzübergreifende Naturregion Unganisha umfasst acht weltweit bedeutende Schutzgebiete, darunter den Serengeti- und den Kilimandscharo-Nationalpark. Große Herden von Gnus, Antilopen und Elefanten leben dort. Löwen streifen umher und Giraffen stehen in kleinen Gruppen beisammen. Um gesunde, zusammenhängende Ökosysteme zu sichern, entwickelt der WWF gemeinsam ("unganisha" auf Swahili) mit den Menschen ein grenzüberschreitendes, visionäres Projekt.
mehr beim WWF

Neues Sinnesorgan entdeckt
Wissenschaftlerinnen des Zentrums für Integrative Biodiversitätsentdeckung des Museums für Naturkunde Berlin und Wissenschaftler des ZUSE-Instituts Berlin und der RWTH Aachen haben ein neues Sinnesorgan zur Wahrnehmung von Vibrationssignalen bei Kleinzikaden entdeckt und in The Royal Society Biology Letters publiziert. Die Entdeckung dieses neuen Organes bietet zahlreiche neue Forschungsansätze, da einige Arten von Kleinzikaden wirtschaftlich bedeutsame Pflanzenkrankheiten übertragen. Zur Biologischen Schädlingsbekämpfung könnte mittels Störsignal die Paarung der Insekten unterbunden und somit deren Ausbreitung eingedämmt werden.
https://idw-online.de/de/news791964

Schutz der Biodiversität: Dunkle Infrastruktur schaffen
Ein internationales Forschungsteam unter Beteiligung des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) plädiert für die weltweite Entwicklung einer dunklen Infrastruktur. Damit sind Bereiche und Korridore ohne unnötiges künstliches Licht bei Nacht gemeint, welche die biologische Vielfalt vor Lichtverschmutzung schützen.
https://idw-online.de/de/news791735

Blind cave fish have regional accents
In the underground caves of north-eastern Mexico, groups of blind fish that communicate using clicks seem to be developing cave-specific accents. Researchers studying the Mexican tetra (Astyanax mexicanus) analysed hours of fish chatter in six caves spread across the three mountain ranges. They noticed significant differences: clicks were relatively high-pitched in one cave, and deep and booming in another, for example. The linguistic split could eventually contribute to ongoing speciation among the fish. “Maybe after a million years it will have drifted so much that they will not be able to understand each other anymore,” says neuroscientist Sylvie Rétaux.
New Scientist

Store renewable energy in thermal batteries
Researchers have achieved a nearly 30% jump in the efficiency of a thermophotovoltaic (TPV), which converts photons emitted by a heat source to electricity. The work gives a major boost to efforts to roll out thermal batteries as a backup for renewable power systems. The idea is to feed surplus wind or solar electricity to a heating element, and then use TVPs to convert the heat into electricity. "This is very exciting stuff," says materials engineer Andrej Lenert. "This is the first time [TPVs have] gotten into really promising efficiency ranges, which is ultimately what matters for a lot of applications."
Science

21.04.2022

Warum insektenfreundliches Gärtnern wichtig ist
Bereits mit wenig Aufwand können Nahrungsquellen geschaffen werden, um bedrohte Arten zu schützen und neue Lebensräume zu schaffen. Hierbei ist es wichtig zu wissen, dass nicht jede Pflanze ausreichend Nektar und Pollen bieten. Vor allem sogenannte Hybridpflanzen produzieren fast keine Nahrung und sind für Insekten als Nahrungsquelle nutzlos.
Schwarzwälder Bote

NABU befreit Waldkauz: Ungewöhnliche Rettungsaktion
"In unserem Hühner-Schutznetz hängt ein Vogel – er lebt noch", sagt der Mann, der am Samstagmorgen bei Herbert Fuchs, Vorsitzender des NABU Haigerloch/ Rangendingen an der Tür klingelt. Nicht viel später machen er und "Sigge" Fechter sich auf den Weg zum "Tatort", eine kleinen Tierhaltung in Stetten. Vor Ort zeigt sich schnell, dass es ein Waldkauz ist: Kopfüber hängt er im Netz, sein Flügel hat sich im Netz verheddert.
Schwarzwälder Bote

Bunt, bunter, Tropenvogel
Je näher am Äquator, desto bunter ist das Gefieder der Vögel. Das fiel schon den Gelehrten des 19. Jahrhunderts auf. Woran das liegen könnte, kam nun heraus.
Spektrum.de

Warum Ameisenköniginnen nicht altern
Die Produktion von Nachkommen bringt Kosten für den eigenen Körper mit sich. Daher geht ein hoher Fortpflanzungserfolg in jungem Alter bei vielen Tierarten mit einer verkürzten Lebensdauer einher. Königinnen von staatenbildenden Insekten, also Ameisen, Bienen, Wespen und Termiten, sind hier eine Ausnahme: Sie leben sehr lange und sind gleichzeitig bis ans Ende ihrer Tage hochproduktiv, sie scheinen also nicht zu altern. Einen Teil des Rätsels, wie sie dies schaffen, wurde jetzt in der einer Publikation gelöst, entstanden im Rahmen einer DFG-geförderten Forschergruppe.
https://idw-online.de/de/news791562

Deutschland sucht die Schlüsselblume: Bürgerforschungsprojekt geht in nächste Runde
In wenigen Tagen beginnt in vielen Teilen Deutschlands die Blütezeit der Echten Schlüsselblume. Auch in diesem Jahr haben Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, im Rahmen eines europaweiten Citizen Science-Projekts die Forschung zu unterstützen. Dafür müssen Interessierte Echte Schlüsselblumen in ihrer naturnahen Umgebung suchen, bestimmte Blütenmerkmale notieren und ihre Beobachtungen in eine digitale Datenbank eintragen. Ziel ist es, mehr über den Bestand und die Lebensbedingungen der geschützten Art zu erfahren. Die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) koordiniert den deutschsprachigen Teil der Studie.
https://idw-online.de/de/news791391

Im Blickpunkt: Wissenschaft und Natur
Die größte Bedrohung unserer Naturschutzgebiete sind Wissenschaftler, die quer durchs Gebiet streifen, Käferfallen aufstellen und Löcher graben. Diesen Eindruck könnte gewinnen, wer manche Auflagen und Bedingungen liest, mit denen Naturschutzbehörden Genehmigungen für biologische Forschungen in Schutzgebieten erteilen. Immerhin, sie erteilen sie. Doch mit welchem Aufwand auf Seiten aller Beteiligter! Und mit welcher Einschränkung der Forschung!
Mehr beim LNV BW

Schutzprogramm für gefährdete Agrarvögel
Feld- und Wiesenbrüter, wie das Rebhuhn, zählen zu den am stärksten gefährdeten Vogelarten in Baden-Württemberg. Das Bodenbrüterprogramm der Landesregierung muss schnellstens auf den Weg gebracht werden, bevor die Restpopulationen vollends verschwunden sind. NABU, Landesjagdverband, OGBW und Landkreistag stellen nun Eckpunkte für ein Bodenbrüterprogramm vor.
Mehr beim NABU BW

Artenschutz am Gebäude - eine Nische für Vögel und Fledermäuse
Häuser sind ein Zuhause – nicht nur für uns Menschen. Seit Jahrhunderten teilen wir uns das Dach über dem Kopf mit weiteren Bewohnern wie dem Hausrotschwanz, den glücksbringenden Schwalben oder den Fledermäusen. Die Mitbewohner bleiben dabei häufig unbemerkt und werden bei Sanierungen ungewollt vertrieben. Deswegen brauchen Gebäudebewohner unseren Schutz.
Mehr beim NABU BW

Waldsterben aufgrund von Klimaextremen folgt globalem Muster
Internationale Forscher fanden ein Muster für extreme Klimabedingungen, die zum Waldsterben führen. Das Team hatte hierfür weltweite Aufzeichnungen über klimabedingte Ereignisse des Baum- und Waldsterbens der letzten knapp fünf Jahrzehnte gesammelt. Danach wurden Abweichungen des damals herrschenden lokalen Klimas ermittelt und verglichen. So konnten die Forscher eine Kombination extremer Klimabedingungen ableiten, bei denen Bäume sterben: Trockenheit gepaart mit Hitze, in genau definierten Extrembereichen. Die Ergebnisse, kürzlich veröffentlicht in Nature Communications, zeigen ein bedrohliches Szenario für die Wälder im Zusammenhang mit der anhaltenden Klimaerwärmung.
https://idw-online.de/de/news791873

Plastik, nein danke: Kunden bevorzugen Lebensmittelverpackungen, die sie für nachhaltig halten
Verbraucherinnen und Verbraucher sind bereit, mehr Geld für Lebensmittelverpackungen zu bezahlen, die sie selbst als nachhaltig empfinden. Einer neuen Studie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) zufolge sind bei Obst und Gemüse sogar unverpackte Lebensmittel am beliebtesten, gefolgt von Papierverpackungen und solchen aus Recyclingplastik. Konventionelles Plastik und auch sogenanntes Bioplastik schneiden dagegen schlecht ab. In die Auswertung der nicht-repräsentativen Studie flossen Angaben von rund 260 Personen ein. Sie wurde kürzlich im Fachjournal "Resources, Conservation and Recycling" veröffentlicht.
https://idw-online.de/de/news791734

Crane couples sometimes invite a third
Sarus crane (Antigone antigone) couples are renowned for their monogamy, but they occasionally welcome a third crane to help them to raise their young. Researchers observed cranes for 16 years and spotted rare family units with an extra male or female. The three-crane groups even turn the typical territorial duet song into a ‘triet’. Only two of the cranes contribute to egg-laying, and the third makes itself scarce during the first month of a chick’s life. “The only benefit that we could think of for the third bird is that it’s getting practice,” says ecologist and co-author K. S. Gopi Sundar.
New York Times

14.04.2022

Wanderfalken brüten wieder im Zementwerk in Dotternhausen
Wanderfalken brüten wieder in einer Nisthilfe auf einem Silo des Holcim-Zementwerks in Dotternhausen. Dort hat ein Wanderfalkenpaar zum zwölften Mal in Folge seine Residenz eingenommen.
Schwarzwälder Bote

Für Kinder: "Erlebter Frühling" - dem Löwenzahn auf der Spur!
Mit dem Kinderwettbewerb "Erlebter Frühling" lädt die NAJU jedes Jahr alle Kinder dazu ein, die Tier- und Pflanzenwelt im Frühjahr zu erforschen. Welche Pflanzen zeigen sich als erste? Welche Zugvögel kehren zurück? Wer erwacht da aus dem Winterschlaf? In diesem Jahr steht eine Pflanze im Mittelpunkt des Wettbewerbs, die alle Kinder zumindest als Pusteblume kennen werden: der Löwenzahn. Er blüht gelb, schmeckt bitter und hat viele Namen. Als Meister der Anpassung wächst er sogar aus Asphaltritzen, und als Frühblüher bietet er Insekten eine wichtige Nahrungsquelle.
Mehr bei der NAJU

Tüpfelhyänen passen ihre Futtersuche an den Klimawandel an
Tüpfelhyänen passen ihre Futtersuche an, wenn in ihrem Revier aufgrund von Klimaveränderungen weniger Beutetiere vorkommen. Dies ist das Ergebnis einer in der Fachzeitschrift „Ecosphere“ veröffentlichten Arbeit von Wissenschaftler:innen des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) und des Centre d’Ecologie Fonctionelle & Evolutive (CEFE). Anhand von Beobachtungsdaten aus drei Jahrzehnten konnten sie zeigen, dass eine Zunahme der jährlichen Niederschläge in dieser Zeit die Präsenz der großen Gnuherden innerhalb der Hyänenclan-Territorien halbierte. Dennoch machten die Clans ausreichend Beute, sodass die Hyänenweibchen ihre Jungtiere erfolgreich aufziehen konnten.
https://idw-online.de/de/news791299

Hufeisennasen, eine verzwickte Familienbande
Wie viele Fledermausarten es gibt? Wohl deutlich mehr als bisher gedacht. Das zeigen Fledermäuse, die Forschende in Asien gefangen haben. Ein verräterisches Merkmal: die Nase.
Spektrum.de

Warum die Boa beim Würgen noch Luft bekommt
Wenn Würgeschlangen ihre Beute zu Tode quetschen, lastet der volle Druck auf ihrem Brustkorb. Dank einer ausgefeilten Atemtechnik vermeiden die Tiere, sich selbst zu ersticken.
Spektrum.de

Insektenschwund: Raumanalyse zeigt Bedarf an Pufferzonen zwischen Ackerflächen und Naturschutz-Arealen
Mehr als 440 Quadratkilometer Ackerfläche befinden sich in Naturschutzgebieten, fast 1.300 sind es in FFH-Gebieten*. Dies zeigt eine Studie, die in der April-Ausgabe der Fachzeitschrift "Naturschutz und Landschaftsplanung" erschienen ist. Mit einer Raumanalyse zu Größe und Lage von Ackerflächen in Schutzgebieten liefert das Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR) wichtige Grundlagen für die Diskussion zu Insektenschutz, Pestizidbelastungen in Schutzgebieten und möglichen Pufferzonen. Die Studie ist Teil des interdisziplinären Forschungsprojektes "DINA – Diversität von Insekten in Naturschutz-Arealen", das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wird.
https://idw-online.de/de/news791107

Energiewende: Wärmepumpen als Beitrag zu Energieunabhängigkeit und Klimaschutz - Wie die Umsetzung gelingt
Um die Klimaziele und mehr Energieunabhängigkeit zu erreichen, plant die Bundesregierung ein 100-Milliarden-Euro-Paket. Dabei rücken auch die CO2-Einsparziele im Gebäudebestand in den Fokus. Allein in der Bereitstellung von Raumwärme und Warmwasser liegt viel Potenzial: Energieeffiziente Wärmepumpen können die Abkehr von fossilen Brennstoffen unterstützen und zu Energieunabhängigkeit beitragen. Doch dafür muss der Bestand von derzeit einer Million Wärmepumpen auf vier bis sechs Millionen bis 2030 drastisch steigen. Energieexperten des ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung haben untersucht, was die Umrüstung auf diese Technologie hemmt und wie Barrieren überwunden werden können.
https://idw-online.de/de/news791383

Der Emissionshandel entwickelt sich zu einem wesentlichen Instrument auf dem Weg zur Klimaneutralität
Der Emissionshandel hat 2021 weiter an Dynamik gewonnen und wird zu einem Schlüsselinstrument für die Dekarbonisierung. Das zeigt der Statusbericht der International Carbon Action Partnership (ICAP) 2022 in Projektträgerschaft von adelphi.
• Rund 90% der weltweiten Emissionen unterliegen heute Regelungen mit dem Ziel der Treibhausgasneutralität.
• Mehr als ein Drittel dieser Emissionen fallen unter ein Emissionshandelssystem (EHS).
• Die 25 sich Anfang 2022 in Betrieb befindlichen EHS decken 55% des globalen BIP, 17% der globalen Treibhausgasemissionen und fast ein Drittel der Weltbevölkerung ab.
• 2021 haben EHS 161 Mrd. USD erwirtschaftet, ein Anstieg von mehr als 50% gegenüber 2020.
https://idw-online.de/de/news790975

Brennstoffzellen sollen Dieselgeneratoren überflüssig machen
Dieselgeneratoren übernehmen in Entwicklungs- und Schwellenländern oft die lokale Stromversorgung – und pusten Millionen Tonnen Treibhausgase in die Atmosphäre. Um diese Emissionen künftig einzusparen, entwickelt ein Forschungsteam vom Fraunhofer IPA gemeinsam mit der CBC GmbH & Co. KG und der Universität Bayreuth derzeit einen Stromgenerator, der mit Wasserstoff betrieben wird.
https://idw-online.de/de/news790970

Lohnt eine Solaranlage auf dem Dach noch?
Für die Energiewende soll Ökostrom aus vielen Quellen gesammelt werden. Wie klappt das sinnvoll und effizient? Sieben Antworten zu Solarziegel, Kleinwindanlagen und Alternativen.
Spektrum.de

Artenreichtum wiederherstellen: Hochschule Anhalt an Grassworks-Projekt beteiligt
Die Hochschule Anhalt untersucht seit Anfang 2022 im Grassworks-Projekt in einer einzigartigen Gesamtanalyse die direkten und indirekten Treiber des Renaturierungserfolgs von Grünlandökosystemen. In Grassworks wollen Forscherinnen und Forscher aus Ökologie, Nachhaltigkeitswissenschaften und Ökonomie zusammen mit dem Thünen-Institut als Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Politik und dem Deutschen Verband für Landschaftspflege in einem transdisziplinären Forschungsansatz untersuchen, welche Faktoren für eine erfolgreiche Renaturierung von Grünland entscheidend sind.
https://idw-online.de/de/news791446

Licht, Luft und Salz erzeugen Rohstoffe aus Abfall
Ein einfacher Prozess zerlegt Styroporverpackungen in ihre Grundbausteine. Die nötige aggressive Chemikalie entsteht durch weißes Licht - und verschwindet danach komplett wieder.
Spektrum.de

Guest post: How not to interpret the emissions scenarios in the IPCC report
On Monday 4 April 2022, Working Group 3 (WG3) of the Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) published its >> latest assessment of climate change mitigation. This can be considered the definitive guide to halting global warming. Carbonbrief.org posts a guest post by Dr Joeri Rogelj, director of research at the Grantham Institute – Climate Change and the Environment and reader in climate science and policy at the Centre for Environmental Policy at Imperial College London.
carbonbrief.org

Scientists learn to speak manatee
Researchers listened to seven years of manatee (Trichechus manatus latirostris) chat to learn how the gentle, solitary grazers communicate. Almost all of the creatures' vocalizations fall into three categories: a high squeak used between mother and calf, a lower squeak that indicated stress and a squeal recorded during "cavorting" and "frisky behaviour". Hear them all in Scientific American’s 60-Second Science podcast.
Scientific American

09.04.2022

Zebrafinken singen in unterschiedlichen Dialekten
Zebrafinken-Männchen lernen ihren Gesang durch das Nachahmen von Artgenossen. Um in der Masse aufzufallen, entwickelt jedes Männchen dabei seinen ganz individuellen Gesang. Aufgrund dieser Bandbreite an unterschiedlichen Gesängen wurde lange angenommen, dass sich bei Zebrafinken keine Dialekte bilden. Forschende am Max-Planck-Institut für Ornithologie (nun MPI für biologische Intelligenz, in Gründung) konnten nun jedoch mit Hilfe von künstlicher Intelligenz die Gesänge von vier verschiedenen Zebrafink-Populationen unterscheiden. Überraschenderweise sind die neu entdeckten Dialekte ausschlaggebend für die Partnerwahl der Weibchen – und nicht wie zuvor angenommen primär das Aussehen.
https://idw-online.de/de/news790874

Vampire mit Gendefekt
Vampirfledermäuse machen ihrem Namen alle Ehre: Sie ernähren sich ausschließlich vom Blut anderer Wirbeltiere, die sie in der Dunkelheit jagen. Doch wie kommen sie mit dieser einseitigen Ernährung zurecht? Blut enthält zwar viel Protein, aber Zucker und Fett fehlen weitestgehend. Eine genaue Analyse des Genoms der Gemeinen Vampirfledermaus gibt jetzt neue Einblicke in die Evolution ihrer Ernährungsweise und anderer Fähigkeiten dieser einzigartigen Tiere.
https://idw-online.de/de/news790734

Streifenzug in die Vergangenheit
Bis der Mensch es ausgerottet hat, lebte in Afrika einst ein Zebra mit wenig Streifen. Ein Zuchtprojekt will es wiederauferstehen lassen - aber nicht jeder ist einverstanden.
Spektrum.de

Winziges Mittel gegen unbesiegbare Ameisen
Eine südamerikanische Ameisenart hat den Spitznamen »Die Verrückte« und gilt als unbesiegbar: Wo sie ist, lebt bald nichts mehr. Ist ein winziger Sporenpilz ihr Kryptonit?
Spektrum.de

Die Kubanische Landschnecke ist "Weichtier des Jahres 2022"
Sie ist farbenfroh, lebt an Land und pflanzt sich mit ausgeklügelten Paarungsritualen fort: die Kubanische Landschnecke (Polymita picta) ist „Weichtier des Jahres 2022“. Nachdem der von der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung, dem LOEWE-Zentrum für Translationale Biodiversitätsgenomik (TBG) und der weltweiten Gesellschaft für Molluskenforschung (Unitas Malacologica) initiierte Wettbewerb bereits in seiner ersten Runde 2021 auf großes Interesse gestoßen war, erfolgte auch in diesem Jahr der Aufruf an Wissenschaftler*innen und Laien, Weichtiere zu nominieren. Anschließend konnten alle Interessierten online ihre Stimme für eine der fünf Finalisten-Arten abgeben.
https://idw-online.de/de/news790371

Weltwassertag: Warum auch ganz kleine Gewässer schützenswert sind
Kleine Gewässer, also Teiche, Sölle und Tümpel, machen weltweit 30 bis 50 Prozent der stehenden Gewässer aus. Wegen ihrer geringen Größe wurde ihre Bedeutung lange unterschätzt und sie werden in gesetzlichen Bestimmungen deshalb kaum berücksichtigt. Inzwischen weiß man: Wegen ihrer Häufigkeit, Heterogenität, außergewöhnlichen Biodiversität und biogeochemischen Potenz spielen sie eine wichtige Rolle in Einzugsgebieten, Landschaften und möglicherweise sogar auf kontinentaler Ebene. Anlässlich des Weltwassertags am 22. März blicken Expertinnen und Experten des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) auf diese eher unscheinbaren Gewässer. Fünf Antworten auf fünf Fragen:
https://idw-online.de/de/news790492

Superwood – recyclingfähige Holzfaserplatten mit Casein-Bindemittel für Architektur und Möbelbau
Mit Unterstützung des Fraunhofer WKI hat die Designerin Sofia Souidi Holzwerkstoffplatten aus Holzfasern und Casein entwickelt. Casein ist ein formaldehydfreies Bindemittel, das schon vor Jahrhunderten als Klebstoff verwendet wurde. Beigemischte Farbpigmente und Granulate sowie 3D-Formbarkeit sorgen für vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten. Das Material besteht aus recycelten Komponenten und ist selbst recyclingfähig.
https://idw-online.de/de/news790602

Innovation für Artenerhalt: Biologen bestätigen Potenzial von insektenfreundlicher Mähtechnik
Öko-Mäher vs. herkömmliche Technik: Veröffentlichung im Kompetenzzentrum für Biodiversität und integrative Taxonomie (Universität Hohenheim / Staatliches Museum für Naturkunde Stuttgart) vergleicht Auswirkungen für Insekten
https://idw-online.de/de/news789982

There are way more bats than we thought
A genomic analysis suggests that there are probably dozens of unknown species of horseshoe bats in southeast Asia. Researchers examined hundreds of bats representing 11 species. Variations in their DNA suggest that each of the 11 species was probably actually multiple species. There is a downside to this plethora of Rhinolophidae: the family is considered to be the reservoir of many viruses that can jump from animals to people, including close relatives of SARS-CoV-2. Identifying bat species correctly might help to pinpoint geographical hotspots with a high risk of zoonotic disease and could support the search for the origins of COVID-19.
Nature

How to turn cement and steel green
Cement and steel, the ubiquitous building blocks of the modern world, are among the dirtiest industries on the planet. Together, they release 13.5% of global CO2 emissions. Four sustainability researchers outline how steel could become close to carbon neutral and how cement could turn into a carbon sink. The first step: just use less of them.
Nature

02.04.2022

NABU-Jahresberichte online
Die NABU-Gruppen Hechingen und Haigerloch-Rangendingen bringen jährlich einen Bericht über ihre Arbeit heraus und veröffentlichen gleichzeitig ihr örtliches Veranstaltungsprogramm. Eine gedruckte Version ist bei der jeweiligen NABU-Gruppe zu kriegen, jedoch sind beide Jahreshefte auch als PDF erhältlich
Jahresheft 2022 NABU Hechingen
Jahresheft 2022 NABU Haigerloch-Rangendingen

Auch das IGNUK-Programm ist online
IGNUK

Fledermäuse in der Rathausgalerie Hechingen
Fledermäuse veranstalten "Discos" und manche fliegen zum Überwintern nach Süden wie Zugvögel, eine Art heißt "falscher Vampir", weil sie kein Vampir ist: Christian Dietz wusste bei seinem Vortrag aus Anlass der Nabu-Ausstellung in der Rathausgalerie einige Kuriositäten über die Tiere zu berichten.
Schwarzwälder Bote

Im Eimertaxi über die Kreisstraße
Wenn der Frühling kommt, brauchen die Amphibien am Stausee menschliche Freunde: Im Eimer-Taxi werden sie über die Kreisstraße zwischen Obernheim und Oberdigisheim getragen.
Schwarzwälder Bote

Greifvogelbestände in ganz Europa sind durch Bleivergiftungen aus Jagdmunition erheblich reduziert
Die bei der Jagd verwendete bleihaltige Munition stellt ein erhebliches Gesundheitsrisiko für Greifvögel dar, indem sie deren Nahrung belastet. Wissenschaftler:innen aus Deutschland und dem Vereinigten Königreich werteten nun erstmals Daten über den Bleigehalt der Leber Tausender toter Greifvögel aus ganz Europa aus, um die Auswirkungen der Bleivergiftungen auf die Größe ihrer Bestände zu bestimmen. Die Berechnungen zeigen, dass in Europa mindestens 55.000 ausgewachsene Greifvögel aufgrund von Bleivergiftungen fehlen. Besonders betroffen sind die Bestände von Seeadler (um 14% reduziert) und Steinadler (um 13% reduziert). Die Analyse ist in "Science of the Total Environment" veröffentlicht.
https://idw-online.de/de/news790166

Sag mir, wo die Rebhühner sind
Das Frühjahr steckt zwar noch in den Startlöchern, aber bei den Rebhühnern sind die Frühlingsgefühle schon längst aufgekommen. Bereits in der letzten Februarwoche beginnt bei dieser einst häufigen Vogelart die Balz. Dieses Naturschauspiel ist selten geworden. Seit den 1980er Jahren sind die Bestände des Rebhuhns stark rückläufig und in Deutschland um circa 90 Prozent eingebrochen. Für den Schutz der verbliebenden Bestände ist es daher sehr wichtig, wirksame Schutzmaßnahmen umzusetzen und die Entwicklung der Bestände weiter zu verfolgen
Mehr beim DDA

Bei Vollmond fliegen Vögel höher
Schwarzsegler gehören zu den Meistern des Vogelflugs und landen außerhalb der Brutzeit fast nie. Wie hoch sie fliegen, hängt auch vom Mondstand ab.
Spektrum.de

Genetische Vielfalt bei Rotwild sehr gering
Die reine Anzahl der Tiere gibt wenig Grund zu Sorge. Doch zahlreiches Rotwild lebt womöglich isoliert in zu kleinen Gruppen, was langfristig zu Inzucht führen könnte.
Spektrum.de

Artenschutz: Mit Web-App Daten zu Feuersalamandern sammeln
In Deutschland ist der Feuersalamander weit verbreitet, gleichzeitig setzt ihm der Klimawandel besonders zu. Damit er besser geschützt werden kann, haben Forschende der Universität Bielefeld nun eine zentrale Datenbank initiiert. Mit der webbasierten Software Amphibian and Reptile Wildbook lassen sich Daten über den Bestand der Tiere zentral erfassen. Das Besondere daran: Bürger*innen können sich an dem Projekt beteiligen und Sichtungen von Feuersalamander selbst eintragen.
https://idw-online.de/de/news790443

Morphologische und ökologische Merkmale der weltweit über 11.000 bekannten Vogelarten erfasst und veröffentlicht
Der frei zugängliche Datensatz AVONET bietet erstmalig eine umfangreiche Beschreibung der morphologischen Merkmalsvielfalt der über 11.000 Vogelarten. Insgesamt erfasste das Team dafür Daten von mehr als 90.000 Vögeln und zeigt, dass die erfassten Merkmale mit der Ernährung, der Umwelt und der Lebensweise der Vögel zusammenhängen. So belegt beispielsweise eine der ersten Arbeiten auf Grundlage von AVONET, dass weltweit die Schnabelweite von fruchtfressenden Vögeln einer Region mit der Größe von Palmfrüchten aus demselben Gebiet zusammenhängt. Die Studien erschienen in einer Spezialausgabe des Fachjournals "Ecology Letters".
https://idw-online.de/de/news790053

Moorschutz in Baden-Württemberg deutlich hinterher
Angesichts der herausragenden Bedeutung intakter Moore für den Klima- und den Naturschutz fordert der Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg (LNV) einen strategische ausgerichteten Renaturierungsfahrplan für Moore in Baden-Württemberg und die Bereitstellung der hierfür erforderlichen Mittel, ebenso wie die Einrichtung einer landesweiten und interdisziplinären "Taskforce Umsetzung Moorschutz".
Mehr beim LNV BW

Rotmilan-Todesursachen und Gefährdung durch Windenergieanlagen
Aufgrund der Berichterstattung in den öffentlich-rechtlichen Medien zu den Todesursachen des Rotmilans und einer möglichen Gefährdung der Art durch Windenergieanlagen in Deutschland, hat der DDA zusammen mit den deutschen Rotmilan-Expertinnen und Experten eine ausführliche Stellungnahme zu den fachlichen Hintergründen erarbeitet. Im ZDF Frontal Beitrag "Rotmilan gegen Windkraft - Das Märchen vom bedrohten Greifvogel" vom 22.02.22 sowie weiterer Berichterstattung z.B. auf tagessschau.de wurden vor dem Hintergrund des Konfliktfelds Artenschutz und Windenergieausbau in Deutschland Angaben zu den Todesursachen des Rotmilans gemacht.
mehr (und eine Download-Möglichkeit) beim DDA

Forschungsprojekt "rain2energy": Regenwasser nutzen für nachhaltige Quartiere
Für das neu geplante Quartier "ecoSquare" in Bamberg wird eine regenerative Versorgung mit Wärme und Kälte sowie ein innovatives Regenwassermanagement konzipiert.
https://idw-online.de/de/news790075

Zukunft der Reaktorforschung nach dem Atomausstieg
Mit dem Angriff Russlands auf die Ukraine wird auch die Diskussion um den deutschen Atomausstieg wiederbelebt. Während einige Politiker wie der bayerische Ministerpräsident Markus Söder einen "Ausstieg aus dem Ausstieg" fordern, um sich mit deutschem Atomstrom von Russlands Erdgas unabhängig zu machen und die Energieversorgung Deutschlands sicherzustellen, hat die Bundesregierung laut Umweltministerin Steffi Lemke keine Pläne, ihren Kurs zu ändern: Alle deutschen Atomkraftwerke werden planmäßig 2022 abgeschaltet.
https://idw-online.de/de/news789857

How Seychelles sea turtles bounced back
To make soup for European tables, green turtles (Chelonia mydas) in Seychelles were once hunted almost to extinction. Now the species is thriving, thanks to the protection of Aldabra Atoll, a favourite turtle nesting ground, in 1968. Three researchers who took on the task of analysing decades of data about nesting females, tracked by the huge tractor-like trails they leave in the sand, describe how the conservation success was achieved.
The Conversation

26.03.2022

Trashbusters-Aktionswochen: Frühjahrsputz und Ressourcenschutz
Mit den Trashbusters-Aktionswochen ruft die NAJU jedes Jahr dazu auf, mit vereinten Kräften "klar Schiff" an Gewässern und an Land zu machen. Für die Trashbusters gibt es jede Menge zu tun, denn mit Müllsammelaktionen gilt es Küsten, Strände, Seen, Fließgewässer und Meere zu reinigen und wichtige Aufklärungsarbeit zu leisten. Auch die Aufräumarbeit an Land ist wichtig, denn über Umwege landet der Müll (fast) immer auch in Gewässern. Mach mit bei dem Projekt Trashbusters der NAJU und setze dich ein gegen Plastikmüll und für Müllvermeidung ein. Für die Zukunft unserer Umwelt!
Mehr bei der NAJU

Wühlmäuse halten aktiv Luftraum frei
Vielen Nagetieren droht ständig Gefahr von oben. Deshalb überwachen sie den Luftraum sehr genau. Eine mongolische Art betreibt dafür sogar eine eigene Ökosystemkontrolle.
Spektrum.de

Seltsame Fledermaus erlebt ein Comeback
Hill-Hufeisennase weist eine extrem große Nase auf und galt 40 Jahre lang als verschollen. Sie wurde in Ruanda wiederentdeckt.
Spektrum.de

Europas Buchenwäldern droht erhebliche Gefahr durch Klimawandel
Baumringanalysen zeigen Wachstumseinbußen in den vergangenen Jahrzehnten – Weitere, teils drastische Rückgänge vor allem in Südeuropa zu erwarten
https://idw-online.de/de/news789899

Schnelle Energiewende gelingt nur mit Investitionen in den Artenschutz
Die Landesregierung möchte den Ausbau der erneuerbaren Energien massiv beschleunigen. Rund 1.000 neue Windräder sollen in den kommenden Jahren entstehen. Zum Tag des Artenschutzes am 3. März stellen die Landesvorsitzenden von LNV, NABU und BUND klar: "Die Ziele zur Beschleunigung der Energiewende in Baden-Württemberg unterstützen wir voll und ganz. Doch damit sowohl Klima- als auch Artenschutz gelingen, muss das Land gleichzeitig in den Schutz windenergiesensibler Vogel- und Fledermausarten investieren", stellen Bronner, Enssle und Pilarsky-Grosch klar. Die wichtigsten Punkte führen die Verbände in dem neuen Forderungspapier "Artenhilfsprogramme als Voraussetzung für eine beschleunigte Energiewende" aus.
Mehr beim LNV BW

Geschäftsmodelle für die CO2-Mineralisierung
Die Zementindustrie ist für rund sieben Prozent der globalen Treibhausgas-Emissionen verantwortlich. Um die Dekarbonisierung dieses Industriezweiges zu verwirklichen, müssen Politik und Wirtschaft ökonomisch umsetzbare Lösungen finden. Eine Studie der Heriot-Watt University und des Instituts für transformative Nachhaltigkeitsforschung (IASS) zeigt erstmals, wie mittels CO2-Mineralisierung ohne zusätzliche Kosten die Emissionen aus der Zementproduktion um bis zu 33 Prozent gesenkt werden können, sofern bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind.
https://idw-online.de/de/news790076

Windkraftanlagen länger nutzen
Lebensdauer und Sicherheit rauf, Wartungs- und Stromerzeugungskosten sowie CO2-Ausstoß runter: Das ist das Ziel eines Forschungsvorhabens unter Beteiligung von Mitgliedseinrichtungen der U Bremen Research Alliance. Forschende vom Leibniz-Institut für Werkstofforientierte Technologien - IWT und dem Fraunhofer-Institut für Windenergiesysteme IWES haben ein Bauteil von Windkraftanlagen im Visier, das viel auszuhalten hat: das Rotorblattlager.
https://idw-online.de/de/news790091

Positionspapier "Abfallverbrennung in der Zukunft"
Ziel des neuen Positionspapiers „Abfallverbrennung in der Zukunft“ ist es, eine sachlich fundierte Basis zu schaffen für die Diskussion um die künftige Rolle der thermischen Abfallbehandlung in der Circular Economy. Die Autor:innen zeigen dazu die gesetzlichen und energiepolitischen Rahmenbedingungen und Perspektiven auf, widmen sich in aktuellen Beiträgen zur Verfahrenstechnik der thermischen Abfallbehandlung sowohl den thermischen Hauptverfahren als auch der Abgasreinigung und gehen auf das Thema Wertstoffrückgewinnung ein.
https://idw-online.de/de/news789974

Das Ferrogrão-Projekt
Die brasilianische Regierung hat ein Eisenbahnprojekt genehmigt, das eine fast 1000 km lange Schneise in den Amazonas-Regenwald schneidet. Das Ferrogrão-Projekt wird von Bolsonaros Regierung im Eiltempo durchgeführt -- Hand in Hand mit den internationalen Agrar-Giganten, die auch als "ABCD-Gruppe" bekannt sind: Archer Daniels Midland (ADM), Bunge, Cargill und Louis Dreyfus. Dieses Projekt ist das Todesurteil für die uralten brasilianischen Wälder und die Heimat der indigenen Gemeinschaften. Doch wir können diesen Albtraum stoppen.
zur Petition

Stoppt die Trophäenjagd auf gefährdete Tiere in Südafrika!
Am 25. Februar 2022 gab das südafrikanische Ministerium für Forstwirtschaft, Fischerei und Umwelt bekannt, dass Südafrika die Jagd auf 10 gefährdete Leoparden, 150 gefährdete Elefanten und 10 stark gefährdete Spitzmaulnashörner im Jahr 2022 erlauben wird! Das Ministerium behauptet, die Trophäenjagd sei ein wichtiges Instrument zur Erhaltung der Artenvielfalt in Südafrika, doch der jüngste Bericht der Humane Society International (HSI) Africa über die Trophäenjagd widerspricht der Argumentation des Ministeriums.
weitere Informationen und eine Petition

Steuer auf Getränkeverpackungen fördert Umwelt- und Klimaschutz
Eine Steuer auf Getränkeverpackungen kann dazu beitragen, ökologische Belastungen, die bei ihrer Herstellung, Nutzung und Entsorgung entstehen, zu reduzieren. Sie setzt beim Ressourcenverbrauch der Verpackungen an und belohnt ökologisch optimierte Mehrwegsysteme sowie den Einsatz von Recyclingmaterial bei der Herstellung von Getränkegebinden. So kann eine solche Steuer Anreize für Materialeinsparungen setzen, wodurch in Summe bis zu 2,8 Millionen Tonnen klimaschädliche Treibhausgase pro Jahr vermieden werden können. Dies zeigt eine aktuelle Studie des Öko-Instituts und Prof. Dr. Stefan Klinski im Auftrag des NABU.
https://idw-online.de/de/news789756

Naturschutzziele könnten verschoben werden
Wegen Covid-19 und Russland droht der Plan zu platzen, bis 2030 große Teile der Erde unter Schutz zu stellen. Nun begann eine entscheidende Verhandlungsphase.
Spektrum.de

Record low sea ice in Antarctica this year
Antarctic sea ice this year shrank to its lowest minimum extent since satellite records began in 1979. The minimum extent of 1.92 million square kilometres, recorded on 25 February, was 190,000 square kilometres less than the previous record in 2017. Researchers say the low was partly caused by strong winds pushing the ice to warmer waters, where it melted. Scientists attribute the extreme to natural variability — but add that, over the long term, climate change will result in declining sea ice there.
Nature.com

17.03.2022

Tarnung oder Kommunikation: Wozu Vögel ihren Geruch nutzen
Welche Sinne nutzen Vögel? Offensichtlich gebrauchen sie Gehör und Augen – schließlich singen sie und tragen oft ein buntes Gefieder. Was aber ist mit dem Geruchssinn? Lange Zeit gab es die Ansicht, Riechen spiele für Vögel keine Rolle. In den vergangenen Jahren ist aber eine Reihe von Arbeiten entstanden, die diese Annahme widerlegen – darunter Forschungen, die sich mit dem Sekret aus der Bürzeldrüse befassen, mit dem Vögel sich mehrmals am Tag ihr Gefieder einschmieren.
https://idw-online.de/de/news789511

Ameisen zeigen an, wie sich der Regenwald erholt
Kann sich zerstörter Regenwald wieder regenerieren? Daran forscht das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Konsortium "Reassembly" unter Leitung der TU Darmstadt. Am Beispiel von Ameisen lässt sich dabei beurteilen, ob und wie gut sich Regenwald nach einer landwirtschaftlichen Nutzung wiederherstellen lässt. Die Ergebnisse wurden nun in der internationalen Fachzeitschrift "Ecological Applications" vorgestellt.
https://idw-online.de/de/news789518

Frühe Blüte fängt das Licht - erste Wildblumen bieten Nahrung für Insekten
Einige Frühblüher recken bereits ihre Blüten gen Himmel. Sie nutzen die helle Lichteinstrahlung, bevor die Bäume im Wald ihr Blätterdach bilden. Krokus, Schlüsselblume und Märzenbecher sind wichtige Nektarquellen für frühe Wildbienen.
Mehr beim NABU BW

Auf dem Weg zur nächsten Energiespeicher-Generation
Forschende der Universität Bremen arbeiten derzeit erfolgreich an der nächsten Generation von Energiespeichern. Ihr Ziel sind dabei wässrige Zink-Ionen Batterien, bei denen jegliche Explosions- oder Brandgefahr ausgeschlossen ist. In der renommierten Wissenschaftspublikation Nature Communications haben Professor Fabio La Mantia und sein Team jetzt die wichtigsten Herausforderungen beschrieben, die bei der Weiterentwicklung der neuartigen Batterietechnologie bewältigt werden müssen.
https://idw-online.de/de/news789602

Pufferspeicher für "grüne" Energie - Einfacher Aufbau macht Alkalimetall-Iod-Batterie wettbewerbsfähig
Ein unscheinbarer Stahlzylinder – rund sieben Zentimeter im Durchmesser und zehn Zentimeter hoch – könnte der Energiewende einen dringend benötigten Schub verleihen. Denn die Flüssigmetall-Batterie, die Dr. Juhan Lee und sein Team am Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) entwickelt haben, glänzt vor allem durch ihren einfachen und kostengünstigen Aufbau. Die Jury des HZDR-Innovationswettbewerbs zeigte sich zudem beeindruckt, dass sich die Batterie am Ende ihrer Lebenszeit gut recyceln lässt. Die Preisverleihung findet am 8. März statt.
https://idw-online.de/de/news789450

Der Amazonas-Regenwald verliert an Widerstandsfähigkeit
Der Amazonas-Regenwald verliert wahrscheinlich an Widerstandsfähigkeit, wie eine Datenanalyse von hochauflösenden Satellitenbildern zeigt. Dies ist auf den Stress durch Abholzung und Brandrodung zurückzuführen - der Einfluss des vom Menschen verursachten Klimawandels ist bisher nicht eindeutig feststellbar, wird aber in Zukunft voraussichtlich eine große Rolle spielen. Die neuen Erkenntnisse beruhen auf einer neuartigen statistischen Analyse von Satellitendaten zu Veränderungen der Biomasse und Produktivität im Amazonaswald.
https://idw-online.de/de/news789579

Der Amazonaswald erholt sich nicht mehr schnell genug
Der Amazonas-Regenwald erholt sich nach Bränden oder Dürren nicht mehr so gut wie gewohnt. Im schlimmsten Fall könnte der Wald sterben und eine Savanne zurückbleiben.
Spektrum.de

Unerwartetes Waldsterben nach Klimaextremen beunruhigt Wissenschaftler weltweit
Internationale Waldexperten analysierten auffällige Ereignisse von Baum- und Waldsterben, die in den letzten Jahrzehnten klimabedingt auf der Erde auftraten. Überraschenderweise waren vermehrt solche Wälder betroffen, die nach wissenschaftlicher Kenntnis nicht als bedroht angesehen wurden. Die Studie unter Leitung des MPI-BGC, veröffentlicht in Annual Reviews in Plant Biology, verdeutlicht zudem, dass weiteres Baum- und Waldsterben wahrscheinlich ist. Die Forscher zeigen auf, wie verbesserte Datenstrukturen zur Ursachenforschung und Früherkennung beitragen können.
https://idw-online.de/de/news789494

The Amazon is losing its resilience
More than three-quarters of the Amazon rainforest is losing its ability to rebound from fire, deforestation and drought. The weakening could push the world’s largest rainforest towards a tipping point, after which runaway dieback will cause much of the forest to become grassland — with horrific consequences for biodiversity and the global climate. "The resilience loss we have observed means we have likely moved closer to that critical point," says mathematician Niklas Boers, who studies Earth-system dynamics and co-authored the research. "But it also means we haven’t passed the tipping point, so there’s hope."
The Washington Post

10.03.2022

Verirrter und geschwächter Storch ist wieder auf dem Heimweg
Der aus Frankreich stammende Storche, der sich auf dem Rückflug aus dem Winterquartier bei Wind und Wetter auf der Schwäbischen Alb verirrt hat, ist mittlerweile ausgewildert worden.
Schwarzwälder Bote

Ein Zuhause für die Falken
Heinz Blickle ist nicht nur Landwirt, sondern auch ein Freund der Vögel. Für die Turmfalken, die seinen Hof anfliegen, hat er nun einen passgenauen Nistkasten zimmern lassen.
Schwarzwälder Bote

Monitoring häufiger Brutvögel startet in die neue Saison
Nicht nur Spechte und Eulen sind bereits sehr aktiv, auch viele unserer häufigsten Brutvogelarten singen angesichts des milden Wetters bereits mehr oder weniger intensiv. Kein Zweifel, mit dem Beginn der Brutzeit steht auch die Kartiersaison beim Monitoring häufiger Brutvögel vor der Tür! Am 10. März geht es wieder los, die letzten Vorbereitungen laufen und für Kurzentschlossene sind noch einige freie Probeflächen verfügbar.
Seit 1989 werden die Bestandsentwicklungen aller häufigen Brutvogelarten mithilfe standardisierter Methoden überwacht. Die Erfassungen finden auf bundesweit repräsentativen, 1x1 km-großen Probeflächen statt, auf denen zwischen März und Juni vier Begehungen entlang einer ca. drei km langen Route durchgeführt werden. Für 100 Brutvogelarten können mit den erhobenen Daten Bestandstrends berechnet werden.
Mehr beim DDA

Maul auf! Was Vogelschnäbel über die tropische Artenvielfalt aussagen
In Regionen der Erde, in denen fruchtfressende Vögel weitere Schnäbel haben, gibt es auch grössere Palmfrüchte, zeigt eine neue Studie. Das tönt banal, ermöglicht aber neue Einblicke in die tropische Artenvielfalt und liefert Lösungsansätze für Artenschutz, Renaturierung von Wäldern und Wiederauswilderung von Tieren.
https://idw-online.de/de/news788978

Von laut und schrill bis leise und perlend – Vogelstimmen im Fühling
Die Tage werden länger und der Vogelgesang im Garten deutlich kräftiger. Bei den milderen Temperaturen verkünden Singvögel lautstark ihre Balzlaune. Schuld daran sind auch bei Vögeln die Hormone, wie NABU-Vogelexperte Stefan Bosch verrät.
Mehr beim NABU BW

CO2-Mineralisierung in der Zementindustrie: Experten fordern bessere Daten zu gesellschaftlichen Auswirkungen
Als einer der Hauptverursacher des Klimawandels muss der Zementsektor seine CO2-Emissionen drastisch reduzieren. Eine vielversprechende Technologie ist die CO2-Mineralisierung, bei der das klimaschädliche Gas in Mineralien dauerhaft gebunden wird. Um der Technologie den nötigen Schub zu geben, bedarf es allerdings der Unterstützung durch Interessengruppen. IASS-Forschende haben untersucht, welche Prioritäten Fachleute bei der Weiterentwicklung der CO2-Mineralisierung setzen.
https://idw-online.de/de/news789138

Zwei Fliegen mit einer Klappe: Pappelholz für Biomethan und Torfersatzstoffe
Das Deutsche Biomasseforschungszentrum (DBFZ) entwickelt einen innovativen Prozess, der sowohl Biomethan aus nachhaltigem Energieholzanbau mit Pappeln als auch Torfersatzstoffe mit vielversprechenden Eigenschaften liefern kann. Nach ersten Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen könnte der Prozess kostendeckend sein.
https://idw-online.de/de/news789067

Das Düngerdilemma, das keins sein muss
Die Preise für Kunstdünger sind stark gestiegen, Landwirte protestieren. Doch Fachleute sehen diese Krise als Chance, um effiziente Landwirtschaft und Naturschutz zu verbinden.
Spektrum.de

First case of accidental littering on the Moon
On 4 March, humanity will set a record for littering when an old rocket booster smashes into the far side of the Moon. It will be the first time that a piece of human-made space debris has hit a celestial body other than Earth without being aimed there. The booster is probably part of a rocket that launched a small Chinese spacecraft, Chang’e 5-T1, towards the Moon in 2014. Chang’e 5-T1 returned to Earth successfully, and the booster is thought to have been chaotically zipping around in space but is now caught in lunar gravity.
nature.com

04.03.2022

NABU Zollernalb veröffentlicht vorläufiges Programm
Nachdem in den beiden vergangenen Jahren pandemiebedingt die meisten öffentlichen Veranstaltungen abgesagt werden mussten und deshalb ein großer Teil der gedruckten Programmhefte mit den Terminen aller sieben NABU-Gruppen quasi unbenutzt ins Altpapier gingen, haben sich die Verantwortlichen entschlossen, in diesem Jahr auf die Herausgabe einer gedruckten Version zu verzichten und nur eine Internet-Version zu erstellen. Eine vorläufige Terminliste ist schon online ...
Veranstaltungstermine der NABU-Gruppen im Zollernalbkreis

Erhalt des nördlichen Breitmaulnashorns: BioRescue-Konsortium produziert zwei weitere Embryonen
In zwei Eingriffen und nachfolgenden Prozeduren zwischen Oktober 2021 und Februar 2022 erzeugte das BioRescue-Konsortium zwei neue Embryonen des nördlichen Breitmaulnashorns. Die Gesamtzahl der Embryonen erhöhte sich dadurch auf 14. Im Oktober und Januar entnahm das Team in der Ol Pejeta Conservancy in Kenia Eizellen vom nördlichen Breitmaulnashorn Fatu; diese wurden anschließend im Avantea-Labor in Italien zur Reifung gebracht und mit aufgetautem Sperma des bereits verstorbenen Bullen Angalifu befruchtet. Die Embryonen wurden im November 2021 und Februar 2022 kryokonserviert und stehen nun bereit, in naher Zukunft in Leihmütter des südlichen Breitmaulnashorns transferiert zu werden.
https://idw-online.de/de/news788567

Bestäubung durch Vögel kann von Vorteil sein
Warum haben einige Pflanzenarten in ihrer Evolution den Bestäuber gewechselt? Ein internationales Forscherteam der Universitäten Bonn und der Xi’an Jiaotong-Liverpool University Suzhou (China) hat die Reproduktionssysteme von drei Schwesterartpaaren untersucht, bei denen die eine Art von Insekten und die andere von Kolibris bestäubt wird. Dabei wurden Mechanismen entdeckt, die den Wechsel von Insekten- zu Vogelbestäubung erklären. Die Studie ist nun im Journal "Ecology and Evolution" erschienen.
https://idw-online.de/de/news788699

Arbeitsteilung bei Ameisen bereits seit über 100 Millionen Jahren
Biologieteam der Universität Jena entdeckt in Fossilien frühesten Beweis für kooperatives Verhalten bei Ameisen
https://idw-online.de/de/news788858

Käfer im Klimawandel
Wie reagieren Insekten, die in Baumkronen leben, wenn ihre angestammte Baumart plötzlich verschwindet? Eine Studie in den Auwäldern der Elbe bringt überraschende Erkenntnisse.
https://idw-online.de/de/news788738

Saugende Tausendfüßer: unabhängige Evolution einer komplexen Saugpumpe in Gliederfüßern
Ob nektarsaugende Schmetterlinge oder blutsaugende Mücken - die Aufnahme flüssiger Nahrung ist für viele Insekten und andere Gliederfüßer schon lange bekannt. Ein Forschungsteam aus Deutschland und der Schweiz unter Leitung des LIB und der Universität Bonn zeigt nun: Auch Tausendfüßer nutzen eine Saugpumpe, um flüssige Nahrung aufzunehmen. Die Saugpumpe hat sich somit unabhängig voneinander in verschiedenen Organismengruppen über mehrere 100 Millionen Jahre entwickelt. Dabei sind verblüffend ähnliche biomechanische Lösungen zur Aufnahme von flüssiger Nahrung in weitentfernten Tiergruppen entstanden. Die Ergebnisse sind in Science Advances erschienen.
https://idw-online.de/de/news788578

Frühstart in die Kartiersaison: Brutbestandsmonitoring von Spechten
Ende Februar und Anfang März sind die Tage oft grau und windig. Umso mehr zieht gelegentliches ruhiges und sonniges Wetter in dieser Zeit viele Vogelinteressierte in die Natur. Während die meisten Vogelarten jetzt noch ein gutes Stück vor der Revierbesetzung stehen, gibt es in unseren Wäldern eine Artengruppe, die bei günstiger Witterung bereits ein Aktivitätsmaximum erreicht: Die Spechte! Wer also einen frühen Start in die Kartiersaison „hinlegen“ möchte, hat im Rahmen des Spechtmonitorings dazu Gelegenheit! In der aktuellen Ausgabe des Magazins DER FALKE wird das Specht-Modul genauer beschrieben.
mehr beim DDA

Teile der Antarktis ergrünen immer schneller
Noch ist die Antarktis in weiten Teilen von Eis bedeckt. Doch wo es weicht, können sich Pflanzen breitmachen. Und ihr Wachstum nimmt rasant zu.
Spektrum.de

Vergleich mit Verbrenner: Elektrofahrzeuge haben beste CO2-Bilanz
Forschende der Universität der Bundeswehr München zeigen in Untersuchungen, dass die gesamten Pkw-Lebenszyklusemissionen durch die Elektrifizierung von Fahrzeugen um bis zu 89% gesenkt werden können. Benzin- und Dieselfahrzeuge weisen im Vergleich die höchste Menge an Treibhausgas-Emissionen aus.
https://idw-online.de/de/news787973

Drohnen helfen den Lebensraum von Zauneidechsen zu erfassen
Das Verständnis der Raumnutzung und der Lebensraumbedürfnisse von Tieren ist wesentlich für einen wirksamen Artenschutz. Kleine Tiere nutzen kleine Strukturen, die schwer zu erfassen sind. Forschende des LIB haben jetzt in einer Studie mit Hilfe von Drohnen diese kleinen Strukturen in hochauflösenden Habitatkarten dargestellt. Das Forschendenteam konnte zeigen, wie wichtig niedrige Brombeerbüsche für Zauneidechsen in der Dellbrücker Heide in Köln sind. Die Drohnen-Methode kann Anwendung im Naturschutz und der Landschaftsplanung finden.
https://idw-online.de/de/news788882

Birken entfernen Mikroplastik aus dem Boden
Mithilfe von Bäumen könnten mit Mikroplastik belastete Böden saniert werden. Erstmals zeigen Forschende unter Leitung des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB), dass die Hänge-Birke während der Wachstumsphase Mikroplastik über die Wurzeln aufnimmt. Eine gute Nachricht, denn Böden sind um ein Vielfaches höher mit Mikroplastik verschmutzt als Meere und Ozeane.
https://idw-online.de/de/news788750

Australia will close largest coal plant early
Australia plans to shut down its largest coal-fired power plant in 2025, seven years earlier than planned. Origin Energy’s decision to close its Eraring station is the latest in a series of announcements of early coal-plant closures in Australia, prompted by the accelerated roll-out of cheaper renewable energy. "The reality is the economics of coal-fired power stations are being put under increasing, unsustainable pressure by cleaner and lower cost generation, including solar, wind and batteries," said Origin Energy’s chief executive Frank Calabria.
The Guardian

24.02.2022

Französischer Storch verirrt sich nach Winterlingen
Ein Storch, der einige Tage lang in einer Parkbucht zwischen Winterlingen und Harthausen lebte, schien sich beim Sturm mit Schneefall auf die Alb verirrt zu haben. Mittlerweile wurde dem Tier, das laut Markierung aus Frankreich kommt, geholfen.
Schwarzwälder Bote

Passend hierzu: Weilheimer Storch ist zurück
Wie uns Roswitha Kunas aus Wessingen mitteilt, ist der erste der Weilheimer Störche am Sonntag zurückgekehrt – am 13.02. wie im vergangenen Jahr.

Gebäudeabriss erfordert umfangreiche Ausgleichsmaßnahmen
Der Rückbau der beiden aneinander gebauten alten Bauernhäuser in der Harter Ortsmitte kann starten. Was aber zeitig bis Anfang März umgesetzt werden muss, sind die mit den Naturschutzbehörden am Regierungspräsidium Tübingen und Landratsamt Balingen ausgehandelten ökologischen Ausgleichsmaßnahmen. Weil in den seit Jahren leer stehenden Gebäuden streng geschützte Mopsfledermäuse eine Heimat gefunden haben, müssen für sie neue Refugien geschaffen werden.
Schwarzwälder Bote
In der Printausgabe vom 16.02. wird berichtet, dass der Abriss jetzt begonnen habe.

Blühstreifen werden zu Todesfallen
Naturschutzverbände fordern, nur noch mehrjährige Blühflächen zu fördern. Denn viele Insekten sterben beim Mähen im Spätherbst.
Schwarzwälder Bote

296 Arten neu entdeckt oder taxonomisch revidiert
Senckenberg-Wissenschaftler*innen von elf Forschungs-Standorten haben im zurückliegenden Jahr 296 Arten neu beschrieben. Dabei stammen nicht alle Neuentdeckungen von Forschungsreisen oder Exkursionen; auch in vermeintlich bekannten Sammlungsschränken gab es immer wieder Überraschungen – sei es wegen der Revisionen ganzer Gattungen oder wegen des Einsatzes neuer Analysemethoden. Den Hauptanteil der „neuen“ Arten stellen landlebende, rezente Tiere und Pflanzen – unter ihnen befindet sich ein „hessischer“ Frosch aus Myanmar.
https://idw-online.de/de/news788383

Klimawandel macht Dürre zur Megadürre
Nach einem sehr trockenen Jahr 2021 ist die aktuelle Dürre im westlichen Nordamerika die trockenste Phase seit 1200 Jahren. Sie wäre ohne den Menschen kürzer und milder gewesen.
Spektrum.de

Regenwald mit größter Quecksilberverseuchung
Tausende Goldgräber durchwühlen den südamerikanischen Regenwald. Selbst Gebiete abseits der Gruben werden dabei intensiv kontaminiert.
Spektrum.de

18.02.2022

Die IGNUK beobachtet und bedauert
Alljährlich ziehen tausende von Vögeln am Kornbühl vorbei über das Heufeld nach Süden in ihre Winterquartiere. Hierbei ist die Erhebung des markanten Kornbühl ein hervorragender Punkt um diesen Vogelzug zu beobachten. Seit Jahrzehnten ist es für Roland Bosch von der IGNUK ein Muss mindestens einmal jährlich, meist aber öfter und vor allem im Herbst dieses Vogelzuggeschehen zu beobachten.
Schwarzwälder Bote

Haussperling steht auf dem ersten Platz
Bei der großen Mitmachaktion "Stunde der Wintervögel" des NABU haben sich im Zollernalbkreis auch in diesem Jahr wieder viele Vogelfreunde beteiligt und die innerhalb einer Stunde beobachteten Piepmätze an den NABU nach Berlin gemeldet.
Schwarzwälder Bote

Von der Deutschen Bucht in die Tiefsee: Die erstaunliche Wanderung der Hundshaie
Forschende des Thünen-Instituts können erstmals nachweisen, dass die heimische Haiart ihr Schwimmverhalten komplett verändert, wenn sie aus der flachen Nordsee um Helgoland in den offenen Ozean wandert – Studienergebnisse in Scientific Reports veröffentlicht
https://idw-online.de/de/news787954

Orcas erlegen größtes Tier der Erde
Außer uns Menschen haben Blauwale keine Fressfeinde. Zumindest dachte man das lange. Doch Videoaufnahmen belegen die erfolgreiche Jagd von Schwertwalen auf die Giganten.
Spektrum.de

Die Renaissance der Ackerbäume
Die enge Verzahnung von Bäumen, Sträuchern und Landwirtschaft war früher ein gewohntes Bild in Deutschland. Heute ist es die Ausnahme. Doch das könnte sich bald ändern.
Spektrum.de

Die Wiederkehr der alten Wälder
Jahrhunderte lang prägten sie die Landschaft Europas: Niederwälder sind Biotope von brummender Vielfalt für ein Leben am und vom Wald. Sie verdienen eine zweite Chance.
Spektrum.de

Der Kamillenmönch - eine unterschätzte (= unterkartierte) Art
Eine aktuelle Untersuchung zeigt: Der angeblich so seltene Kamillenmönch, Cucullia chamomillae [DENIS & SCHIFFERMÜLLER], 1775), ist weitaus häufiger und weiter verbreitet als vielfach angenommen. Ein sehr lesenswerter Bericht von Ludger Wirooks auf der Seite der AG Rheinisch-Westfälischer Lepidopterologen.
Melanargia

Seltene Gänsekresse-Arten schützen sich in den Rheinauen womöglich selbst vor dem Aussterben
Wissenschaftler*innen haben in den Rheinauen eine Gänsekresseart gefunden, die sich mit einer anderen, eng verwandten Art kreuzt und dadurch vor dem Aussterben bewahrt werden könnte / Veröffentlichung in "Molecular Biology and Evolution"
https://idw-online.de/de/news788019

Landnutzung: Plädoyer für einen gerechten Artenschutz
Große Landflächen radikal für Tiere und Pflanzen reservieren – das könnte die Menschheit in den nächsten Jahrzehnten vor einem Kollaps der Artenvielfalt bewahren. Doch in einigen Ländern, insbesondere des globalen Südens, könnte das die Versorgung mit Nahrungsmitteln gefährden. Auf diesen Zielkonflikt machen jetzt Forschende des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) gemeinsam mit Partnern aus Großbritannien und Österreich in einer Studie in der Fachzeitschrift Nature Sustainability aufmerksam und plädieren für ein umsichtiges Vorgehen.
https://idw-online.de/de/news787894

Wie Vögel durch den Winter kommen
Im Winter verbrennen Vögel viel Energie, um sich warm zu halten. Gehaltvolle Nahrung hilft den gefiederten Freunden. Falls das nicht ausreicht, haben Vögel noch eine ganze Reihe anderer Tricks, kalte Wintertage zu überstehen.
NABU BW

Zum Valentinstag: Lasst Wildblumen sprechen
Eine nachhaltige Alternative zu Schnittblumen sind Wildrosen für den Naturgarten. Auch Samentütchen mit regionalen, heimischen Wildblumen und NABU-Wildbienen-Patenschaften erfreuen nicht nur die Liebsten, sondern auch die Natur.
NABU BW

Schneller Windenergieausbau mit System
Bei den ersten digitalen Naturschutztagen präsentierten NABU und BUND ihre Forderungen zur Energiewende. Der Bau neuer Windrädern kann mit Artenhilfsprogrammen gelingen. NABU und BUND schätzen den Gesamtfinanzbedarf auf 15 bis 20 Millionen Euro jährlich.
NABU Baden-Württemberg

PERC-Solarzellen aus 100 Prozent recyceltem Silizium
In Deutschland landen jährlich circa Zehntausend Tonnen Silizium in alten Photovoltaik-Modulen auf dem Recyclingmarkt, ab 2029 werden es mehrere hunderttausend Tonnen pro Jahr sein. Aktuell werden von Altmodulen nur das Aluminium, Glas und Kupfer neu aufbereitet, nicht aber die Silizium-Solarzellen. Um auch dieses Material weiter nutzen zu können, haben Forscherinnen und Forscher des Fraunhofer-Center für Silizium-Photovoltaik CSP in Halle (Saale) und des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE gemeinsam mit dem größten deutschen Recyclingunternehmen für PV-Module, der Reiling GmbH & Co. KG, eine Lösung entwickelt.
https://idw-online.de/de/news787970

ebba2.info: Europäischer Brutvogelatlas geht online
Vor mehr als einem Jahr wurde der Zweite Europäische Brutvogelatlas (EBBA2) veröffentlicht. Die fünfjährige Feldarbeit von rund 120.000 Kartiererinnen und Kartierern erstreckte sich über mehr als 11 Millionen km², also rund 7% der Landfläche der Erde. Insgesamt 48 nationale Partner halfen bei der Erstellung und steuerten Daten bei. Die Daten für Deutschland wurden durch den DDA aufbereitet und bereitgestellt. So flossen u.a. Daten aus den Programmen des bundesweiten Vogelmonitorings und dem Online-Portal ornitho.de ein.
Mehr beim DDA

Wie beeinflusst Düngung das Ökosystem Grünland? Neues Projekt zum Einfluss der Landnutzungsintensität auf Mikrobiome
Die Baden-Württemberg-Stiftung fördert ein interdisziplinäres Forschungsprojekt von Ulmer Forschenden aus der Ökologie, der Botanik und Mikrobiologie mit 600 000 Euro. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Ulm wollen herausfinden, welchen Einfluss die landwirtschaftliche Landnutzungsintensität auf das Zusammenleben von Mikroorganismen entlang der Nahrungskette hat. Untersucht wird konkret, wie sich die Düngung von Grünland auf das Mikrobiom in Flora, Fauna und Boden auswirkt.
https://idw-online.de/de/news788043

Torfausstieg im Hobbygarten für alle!
Wie überzeugt man Gärtnerinnen und Gärtner, torffreie Blumenerden zu nutzen? Projektteam "HOT" erarbeitet umfangreiche und passgenaue Maßnahmen
https://idw-online.de/de/news788009

Wann, wo, wie viele? Neues Arten-Infosystem in ornitho.de freigeschaltet
Seit dem Wochenende informieren rundum überarbeiteten Statistiken auf ornitho.de und ornitho.lu über das räumliche und zeitliche Auftreten, über Truppgrößen und die Höhenverteilung der einzelnen Arten. Sie erreichen diese über das Phänologie-Symbol (Säulendiagramm) hinter jeder Beobachtung sowie unter den Statistiken über Art für Art.
Mehr beim DDA

Arctic hare makes record-breaking trek
An adult female Arctic hare (Lepus arcticus) named BBYY has travelled more than 388 kilometres in 49 days — the longest journey ever recorded for hares and their relatives. Researchers attached satellite tracking collars to 25 hares captured on Ellesmere Island in Nunavut, Canada, in 2019 and found that most travelled more than 100 kilometres. The findings took researchers by surprise because hares and their relatives typically stick to a familiar territory where food is easy to find.
ScienceNews

10.02.2022

Regionaler Waldzustandsbericht gibt wichtige Impulse für Baden-Württembergs zukünftige Waldstrategie
Klimastabile Wälder, mehr Naturschutz im Wald: Die Naturwald Akademie hat heute den Regional Report für Baden-Württemberg (Ba-Wü) veröffentlicht. Die naturschutzfachliche Analyse zeigt, dass Ba-Wü für elf Waldökosysteme eine besondere Verantwortung für deren Schutz und Erhalt trägt. Der Report macht auch anhand verschiedener Richtlinien des Landes konkrete Handlungsempfehlungen für die zukünftige Waldentwicklung.
https://idw-online.de/de/news787560

Mitteleuropa: Die Zukunft der Luchse
Wissenschaftler*innen von Senckenberg und vom LOEWE-Zentrum für Translationale Biodiversitätsgenomik haben mit einem internationalen Team die genetische Vielfalt von Luchsen in Europa untersucht. In ihrer heute im Fachjournal "Biological Conservation" erschienenen Studie zeigen sie, dass die genetische Vielfalt in den Populationen wiederangesiedelter Luchse über die Jahre stark abgenommen hat. Die Forschenden warnen, dass dieser Verlust, zusammen mit den teils deutlich erhöhten Inzuchtwerten, in einigen Beständen den Erhalt der seltenen Art langfristig gefährden könnte. Zudem zeigen sie in ihrer Arbeit welche Faktoren für stabile und gesunde Luchspopulationen in Europa notwendig sind.
https://idw-online.de/de/news787228

Thorshühnchen-Männchen kümmern sich um den falschen Nachwuchs
Bei wenigen Vogelarten kümmern sich ausschließlich die Männchen um die Brutpflege. Die Weibchen können dadurch mehrere Partner nacheinander haben und für diese Eier legen. Die Spermienspeicher-Hypothese besagt, dass Weibchen auch Spermien früherer Partner zur Befruchtung der Eier nutzen, die von nachfolgenden Männchen ausgebrütet werden. Forschende am Max-Planck-Institut für Ornithologie untersuchten drei Sommer Thorshühnchen in ihrem Brutgebiet in Alaska.
https://idw-online.de/de/news787543

Singvögel nutzen Erdmagnetfeld als Stoppschild
Dass wenige Gramm schwere Singvögel nach einem Flug über zwei Kontinente zu ihrem Brutplatz vom Vorjahr zurückfinden, erscheint selbst Fachleuten wie ein kleines Wunder. Eine neue Studie – veröffentlicht im renommierten Fachmagazin im Magazin "Science" – liefert nun Hinweise darauf, wie den Vögeln dies gelingt: Magnetische Signale zeigen ihnen, wo sie ihre Wanderung beenden müssen ...
https://idw-online.de/de/news787311

Die ökologischen Kosten der Wasserkraft: Jeder fünfte Fisch stirbt bei der Passage von Wasserkraftturbinen
Fische können bei der Passage durch Wasserkraftturbinen schwer verletzt werden. Um zu beurteilen, wie nachhaltig die Wasserkraft tatsächlich ist, braucht es deshalb verlässliche Daten zur turbinenbedingten Fischsterblichkeit. Ein Forschungsteam des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) hat diese in einer erstmals globalen Betrachtung in der Fachzeitschrift Conservation Biology vorgelegt. Durchschnittlich werden an Wasserkraftanlagen 22,3 Prozent der Fische getötet oder weisen nach der Passage schwere, potenziell tödliche Verletzungen auf.
https://idw-online.de/de/news787485

Mopsfledermausforschung schreitet voran
Wo lebt die Mopsfledermaus und wie lässt sie sich schützen? Das wissen wir nun besser, dank Engagierten aus Forst, Wald-Besitzenden, Ehrenamtlichen und einem Forschungsteam. Sie haben mit dem NABU die Lebensräume der Mopsfledermaus in 2021 genauer untersucht.
NABU Baden-Württemberg

Auf dem Weg zur Klimaneutralität – Paris-Kompatibilität erreicht
Das Wuppertal Institut geht Richtung Klimaneutralität und richtet im jetzt veröffentlichten Nachhaltigkeitsbericht den Fokus auf die Treibhausgas-Emissionen. Eine externe Berechnung zeigt: Das Institut ist auf einem guten Weg. Nach der Umsetzung vieler energetischer Maßnahmen sind die größten Herausforderungen jetzt die Dienstreisen und Fahrtwege der pendelnden Mitarbeitenden. Hier wird der Schwerpunkt der kommenden Jahre liegen.
https://idw-online.de/de/news787581

Grüner Wasserstoff auf Knopfdruck: Einzelmolekülkatalysator produziert solaren Brennstoff auch bei Dunkelheit
Ulmer Forschende haben die sonnenlichtgetriebene Herstellung von Wasserstoff vom Tagesverlauf entkoppelt. Ihr Einzelmolekülkatalysator kann solaren Wasserstoff auch an dunklen Wintertagen herstellen. Das neue System macht sogar die Speicherung von Lichtenergie möglich: So kann die Produktion des grünen Wasserstoffs nachfrageorientiert starten. Mögliche zukünftige Anwendungen reichen von der klimafreundlichen Strom- und Wärmeerzeugung bis zu solarbetriebenen Wasserstoff-Tankstellen. Der Einzelmolekülkatalysator ist im Zuge des Sonderforschungsbereichs TRR 234 CataLight der Universitäten Ulm und Jena entstanden.
https://idw-online.de/de/news787539

Buchtipp: Könige der Lüfte – Das geheime Leben der letzten Schreiadler
Der große Unbekannte, so nennt man den Schreiadler. Sein Bestand in Deutschland ist winzig klein, seine Lebensweise heimlich. Als Langstreckenzieher ist er so lange weg wie er da ist. Ein Wort beschreibt ebenso treffend seinen Lebensraum wie den Grund für seine Seltenheit: "menschenleer". So braucht er es und so findet er es in Deutschland kaum. Alles was wir mit der Landschaft machen: Leitungen, Straßen, Solaranlagen auf Acker, Windräder, industrialisierter Ackerbau - all das gefährdet den Lebensraum der Schreiadler massiv. Das Buch, verfasst von einem seiner besten Kenner, zählt viele solcher Angaben und weitreichenden Informationen auf (es halfen auch Zahlen des DDA zu Gesamtlage der Vogelwelt). Aber das macht nicht den primären Reiz dieses Buches aus. Das sind die Fotos, auch von Thomas Krumenacker, die jede Leserin, jeden Leser in den Bann schlagen. So ist das Buch ein Hochgenuss wegen der sensationell schönen und aufregenden Bilder. Thomas hat sich schon - solange er denken kann - der Vogelfotografie verschrieben.
Mehr beim DDA

Audiostory: Die Geschichte vom Tröten im Walde
Marcus Anhäuser schreibt in seinem ScienceBlog: "Bitte schön, hier ist meine erste eigene, selbst-homeoffice-produzierte Audiostory, die Euch in den Wald und die Welt der Vogelstimmen entführt. Auf der Suche nach dem Ursprung eines seltsamen Trötens." Wer sich 10 Minuten Zeit nimmt, kriegt hier eine wirklich nette Geschichte auf die Ohren.
Mehr

03.02.2022

Klimapatenschaft im Netzwerk Blühende Landschaften
Marie Holler vom Netzwerk teilt mit: Seit Ende Nov kann man im Netzwerk Blühende Landschaft nun auch Klimapate werden. Mit einer Klimapatenschaft wird ermöglicht, dass zertifizierte Pflanzenkohle zur Bodenverbesseung in der Landwirtschaft zum Einsatz kommt. Wie genau erfährt man hier:
https://bluehende-landschaft.de

Schmetterlinge im Zollernalbkreis 2021
Während sich die Anzahl der "Neu-Nachweise" seit dem Beginn unserer Zählung im Jahr 2015 erwartungsgemäß ständig verringert hatte und 2019 nur noch 12 "neue" Arten hinzu gekommen waren, konnten 2020 mit 24 Arten überraschend viele erstmals auf unseren Falterseiten beschrieben werden. Im Jahr 2021 war die "Ausbeute" dafür wieder eher spärlich. Die 5 "echten" Neu-Nachweise, die also vorher in der Landesdatenbank für unseren Raum noch nicht gelistet waren, werden kurz vorgestellt.
Neu-Nachweise 2021

Vielfältige Nahrung für Hummeln kann negativen Einfluss von Schädlingen begrenzen
Hummeln zählen zu den wichtigen Bestäubern, da sie viele verschiedene Pflanzenarten bestäuben und äußerst robust sind. Sie können bei Temperaturen fliegen, bei denen es für andere Bestäuber noch zu kalt ist. Wie viele andere Insekten, sind auch sie stark im Rückgang begriffen. Umso wichtiger ist es, herauszufinden, was Hummeln benötigen, um sich erfolgreich fortzupflanzen. Ein Team der Universität Göttin-gen hat gezeigt, dass eine abwechslungsreiche Landschaft und die Vielfalt von Pollen, den die Hummeln als Eiweißquelle für die Aufzucht der Nachkommen sammeln, eine bedeutende Rolle dabei spielen.
https://idw-online.de/de/news786875

Partnersuche bei Spinnen: Weibchen setzen Pheromone strategisch ein
In einer Studie an der Wespenspinne "Argiope bruennichi" haben Wissenschaftlerinnen des Fachbereichs Biologie der Universität Hamburg zeigen können, dass die Weibchen ihre Pheromonmenge strategisch an die Paarungssituation anpassen können. Die Studie ist der erste experimentelle Test zur strategischen Signalhypothese bei Spinnen.
https://idw-online.de/de/news787117

Invasive Krebstiere: Weltweite Kosten von 236 Millionen Euro
Senckenberg-Wissenschaftler Phillip Haubrock hat gemeinsam mit einem internationalen Team die wirtschaftlichen Kosten, die invasive aquatische Krebstiere weltweit verursachen, berechnet. Die Forschenden kommen zu dem Ergebnis, dass solche gebietsfremde Arten bislang einen finanziellen Gesamtschaden von 236 Millionen Euro verursacht haben. Hauptverursacher sind hierbei Flusskrebse, allen voran der Signalkrebs und Krabben, wie die Europäische Grüne Krabbe und die Chinesische Wollhandkrabbe. Die Forscher*innen zeigen zudem in ihrer im Fachjournal "Science of the Total Environment" erschienenen Studie, dass die tatsächlichen Kosten sogar noch deutlich höher liegen, als die bisher erfassten.
https://idw-online.de/de/news787029

Bäume rufen Vögel und räuberische Insekten um Hilfe
Waldbäume senden bei Befall durch Pflanzenfresser Duftstoffe aus. Damit locken sie räuberische Insekten und sogar Vögel an und befreien sich so von ihren Plagegeistern. Was bislang nur in Laborexperimenten nachgewiesen worden war, konnten Forschende unter Leitung des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv), der Friedrich-Schiller-Universität Jena und der Universität Leipzig nun erstmals im natürlichen Lebensraum zeigen – im Kronendach des Leipziger Auwalds. Die chemischen Hilferufe bestimmen sogar die Zusammensetzung der Insektengemeinschaft im Blätterdach. Dieses Wissen kann künftig für die natürliche Schädlingsbekämpfung in Land- und Forstwirtschaft nützlich sein.
https://idw-online.de/de/news786872

Die Rainfarn-Maskenbiene ist die Wildbiene des Jahres 2022
Das Kuratorium "Wildbiene des Jahres" hat für 2022 eine Biene gewählt, die auf den ersten Blick eher an eine kleine schwarze Wespe oder eine Ameise erinnert, als an eine Biene. Die Rainfarn-Maskenbiene gehört zur Gattung der Maskenbienen, die in Deutschland 39 Arten umfasst. Maskenbienen zählen mit höchstens 9 mm Körpergröße zu den kleinen Vertreterinnen unserer Wildbienen-Fauna.
https://idw-online.de/de/news786657

Es gibt keine Belege, dass sich Stromausfälle durch die Energiewende oder den Atomausstieg häufen
Anfang Januar gab es mehrere Stromausfälle in Teilen von Berlin, in Hamburg und im Hochtaunuskreis. Einige Twitter-Nutzer behaupten, durch den Atomausstieg oder die Umstellung auf Erneuerbare Energien würden sich solche Ereignisse häufen. Dafür gibt es keine Belege. Die als Beispiele genannten Ausfälle wurden durch technische Defekte oder Wetterbedingungen verursacht.
Mehr bei correctiv.org

Energetische Sanierungen zentral für Klimaschutz und bezahlbares Wohnen
Wer mit Heizöl oder Erdgas heizt, muss in diesem Winter für seine warme Wohnung so viel bezahlen wie noch nie. Besonders betroffen sind Haushalte in schlecht sanierten Altbauten mit einem hohen Energiebedarf. Bislang wurde vor allem aus Gründen des Klimaschutzes gefordert, den Gebäudebestand zügig energetisch zu sanieren. Aber Sanierungen schützen auch längerfristig vor einem Anstieg der Heizkosten, wie Untersuchungen des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) und des Öko-Instituts im Forschungsverbund Ecornet Berlin belegen.
https://idw-online.de/de/news786805

Des Menschen bester Freund: Der Regenwurm
Sie sind klein, unscheinbar und ziemlich bedeutend: Regenwürmer sind vermutlich stärker an der Entstehung der modernen Zivilisation beteiligt als bisher angenommen. Das legen Erkenntnisse aus einer Studie des Sonderforschungsbereiches (SFB) 1266 "TransformationsDimensionen – Mensch-Umwelt Wechselwirkungen in Prähistorischen und Archaischen Gesellschaften" an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) nahe.
https://idw-online.de/de/news786925

ornitho-App NaturaList nun auch für iPhones verfügbar!
Nach vielen neidvollen Blicken auf Android-User ist es nun endlich soweit: Die ornitho-App NaturaList ist seit dieser Woche auch im App-Store von Apple verfügbar. Damit ist es nun auch iPhone-Besitzer*innen möglich, Beobachtungen direkt im Feld zu erfassen, ohne den Umweg für die Beta-Testversion gehen zu müssen. Bereits heute erreichen uns fast 50 % der Meldungen über mobile Endgeräte – Tendenz stark steigend.
Mehr beim DDA

Klimawandel bedroht die Artenvielfalt in Hecken
In Nord- und Westeuropa prägen oftmals Heckenlandschaften die landwirtschaftlich genutzten Gebiete. Sie haben eine lange Tradition – als lebende Zäune, Holz- und Nahrungslieferanten sowie als Windschutz. Zudem sind sie für Naturschutz, Erholung und kulturelle Identität wichtig. In einer europaweiten Studie wurde jetzt der Einfluss von Klima und Pflege auf die Artenvielfalt in diesen Hecken untersucht. Fazit: Der Klimawandel macht sich auch hier bemerkbar.
https://idw-online.de/de/news786587

Tasmanian devil 'breaks laws of scavenging'
The Tasmanian devil (Sarcophilus harrisii) is the only scavenger in the world known to be a picky eater. Animals that eat carcasses are typically generalists that will snack on whatever they find, but when researchers looked at the stable isotopes in the whiskers of 71 wild devils, they found that most had strong food preferences. "Some are choosing to eat things like pademelons and wallabies, others are choosing to take birds, eggs or other types of prey," says ecologist Tracey Rogers, the study’s senior author. "Basically, it’s because they can," says Rogers. "If you’re a scavenger in Africa, then you’re competing with all these other predators for food. But in Tasmania, there aren’t other predators around or competition for carcasses. Their main competition is just with each other."
cosmosmagazine.com

Hippos know their neighbours’ grunts
Hippopotamuses recognize the voices of their pod-mates and members of nearby pods, and respond more territorially to strangers, according to a study in Mozambique. Scientists recorded and broadcast hippo “wheeze honks”, which sound like deep, resonant grunts. Animals were more likely to respond aggressively by spraying larger amounts of dung when they heard strangers. This suggests that if a hippo needs to be relocated for conservation reasons, it might help to make the local hippos a sort of ‘mix tape’ of the new hippo’s voice for them to listen to in advance, and vice versa.
The Guardian

Tiny beetle reveals new way to fly
Flying is a tricky business, but when you are less than a millimetre long, things get even tougher. At such tiny scales, the physics of flight changes, so insects have evolved strategies to fly in miniature. Watch the never-before-seen flight tactics of a species of feather wing beetle.
nature.com

27.01.2022

Immer in Bewegung: Wie die Mongolische Gazelle den Naturschutz vor Herausforderung stellt
Wenn sich Mongolische Gazellen an grünen Weideplätzen sammeln, können schon mal 100.000 Tiere zusammenkommen. Danach verstreuen sie sich in alle Winde. Warum das so ist und wie diese Tiere angesichts der boomende Wirtschaft der Mongolei geschützt werden können, erklärt der Tierökologe Thomas Müller in der aktuellen Ausgabe von Forschung Frankfurt. Unter dem Titel "bewegt" fächert das Wissenschaftsmagazin der Goethe-Universität ein facettenreiches Spektrum von Forschungsprojekten, Einschätzungen und Analysen von Forscherinnen und Forschern der Goethe-Universität auf.
https://idw-online.de/de/news786643

Größte Kinderstube der Erde entdeckt
Im antarktischen Weddellmeer haben Forscher der Polarstern Millionen Fischnester aufgespürt. Das Gebiet soll zu einem Meeresschutzgebiet gemacht werden.
Spektrum.de

Licht ins Dunkel: unbekannte Insektenvielfalt in Deutschland
In Deutschland gibt es wohl viel mehr noch unentdeckte Fliegen- und Mückenarten als bisher angenommen. Dies zeigen neue Ergebnisse des nationalen DNA-Barcoding-Projekts "German Barcode of Life III" (GBOL III), welches gezielt bisher unbekannte Arten in unserer heimischen Fauna aufgespürt. Wissenschaftler*innen der Zoologischen Staatssammlung München (SNSB-ZSM) veröffentlichten die Resultate ihrer Studie kürzlich im Fachjournal Insects.
https://idw-online.de/de/news786685

Der Pelosol ist der Boden des Jahres 2022
Seit 2005 wird alljährlich einem ausgewählten Bodentyp der Titel „Boden des Jahres“ verliehen. Verantwortlich dafür ist das Kuratorium für den Boden des Jahres, hinter dem die Deutsche Bodenkundliche Gesellschaft (DBG, eine der Trägerorganisationen der GeoUnion), der Bundesverband Boden (BVB) sowie der Ingenieurtechnische Verband für Altlastenmanagement und Flächenrecycling (ITVA) stehen. Boden des Jahres 2022 ist der Pelosol, ein schwerer Tonboden, der einerseits mäßig fruchtbar, andererseits aber auch schwer zu bearbeiten ist. Der Initiative „Boden des Jahres“ geht es vor allem darum, der Öffentlichkeit die große Bedeutung des Bodens für das Leben auf der Erde bewusst zu machen.
https://idw-online.de/de/news786023

Moos und Flechte des Jahres 2022: Zähe Leimflechte und Sparriges Kleingabelzahnmoos
Die Zähe Leimflechte und das Kleingabelzahnmoos tragen im kommenden Jahr den Titel "Moos und Flechte des Jahres 2022". Ausgewählt wurden die Arten basisdemokratisch von der Bryologisch-lichenologischen Arbeitsgemeinschaft für Mitteleuropa e. V. (BLAM), deren Vorstand die Senckenberger Christian Printzen und Volker Otte angehören. Die Fachgesellschaft möchte mit der Wahl auf die nahezu unbekannte Vielfalt von Moosen und Flechten aufmerksam machen. Beide Arten verbindet zudem eine lange taxonomische Geschichte mit vielen Umbenennungen.
https://idw-online.de/de/news785953

Der Kaisermantel ist Schmetterling des Jahres 2022
Die BUND NRW Naturschutzstiftung und die Arbeitsgemeinschaft Rheinisch-Westfälischer Lepidopterologen e.V. haben den Kaisermantel (Argynnis paphia) zum Schmetterling des Jahres 2022 gekürt. Der größte mitteleuropäische Perlmuttfalter ist zwar noch ungefährdet, doch seine Lebensräume werden immer kleiner. Der Kaisermantel führt uns vor Augen, wie wichtig gesunde und naturnahe Wälder sind. Vielerorts beobachten wir einen Rückgang der Falterpopulationen.
Mehr

Windenergie schneller ausbauen – mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz
"Den Ausbau der Erneuerbaren Energien drastisch zu beschleunigen" – das haben SPD, Grüne und FDP im Koalitionsvertrag vereinbart. Viele Windenergieprojekte werden allerdings durch Klagen aus der Bevölkerung verzögert oder gar gestoppt. Damit in Zukunft weniger Projekte scheitern, soll im Forschungsprojekt "WindGISKI" ein Geoinformationssystem entwickelt werden, das mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz die Erfolgsaussichten vorhersagt
https://idw-online.de/de/news786568

Deal auf Kosten von Klima und Umwelt
Die EU-Kommission schlägt vor, diese Energieträger als nachhaltige Investition einzustufen. Der NABU fordert: Die Bundesregierung sollte geschlossen gegen das Greenwashing von Gas und Atomenergie eintreten.
Mehr beim NABU

Europe’s largest marine reserve in Portugal
Portugal has created the largest fully protected marine reserve in Europe and the North Atlantic. The Selvagens Islands Nature Reserve was formally extended in November from 95 to 2,677 square kilometres to protect the habitats of species such as the bottlenose dolphin (Tursiops truncatus) and the blue shark (Prionace glauca). In a letter to Nature, marine ecologist Filipe Alves and three colleagues encourage other nations to follow Portugal’s lead.
treehugger.com

Africa’s giraffe populations are rebounding
Giraffe numbers across Africa have grown to 117,000 — more than 20% higher than the population in 2015. Across 21 surveyed countries, 3 of 4 known species have significantly increased in numbers. "While advanced survey methods may be the reason for some of the increase in population estimates, there has been very positive indicators that conservation programs on the ground are also having a profound impact," says biologist Jenna Stacy-Dawes.
National Geographic

Bringing Colombian bird knowledge home
Researchers in Colombia are redoing a legendary bird survey done more than a century ago by pioneering US ornithologist Frank Chapman. They are surveying the areas that Chapman catalogued between 1911 and 1915, to investigate how a century of war, global warming and industrialization has affected one of the most biodiverse landscapes in the world. But this project will not snatch birds and whisk them to a museum abroad, as Chapman’s team did. Instead, local scientists will keep specimens in Colombia and engage with local communities during their expeditions, to include them in the momentous endeavour, improve the quality of the research and set an ethical standard for future fieldwork.
nature.com

20.01.2022

Das Federseemoor auf der NABU-Facebook-Seite
Das Federseemoor ist ein besonderer Lebensraum: Es beherbergt 270 Vogelarten, 500 Schmetterlingsarten und über 700 verschiedene Pflanzenarten! Um diese Artenvielfalt zu erhalten, muss das Gebiet intensiv gepflegt und betreut werden. Dafür ist das Team des NABU-Naturschutzzentrums Federsee das ganze Jahr über im Einsatz. Aber auch für große und kleine Besucherinnen und Besucher gibt es hier immer viel zu entdecken.
NABU BW

Streng geschützte Zwergschwäne aus NABU-Projekt geschossen
Zwei Zwergschwäne aus einem NABU-Projekt, die sich zuletzt in einem Naturschutzgebiet aufhielten, sind tot entdeckt worden. Sie wiesen Schussverletzungen auf. Dabei ist das Jagen dieser streng geschützten Art in der EU verboten.
Mehr beim NABU

Im Tal des Vogeltodes
Das israelische Hula-Tal ist ein Paradies für Vögel, nun verenden dort Kraniche zu Tausenden. Und das kurz vor der Zugsaison. Europa wird den Erreger wohl gar nicht mehr los.
Spektrum.de

Stärkste Vogelgrippe-Epidemie überhaupt in Europa
Schon im vergangenen Winter erlebten Deutschland und Europa eine schlimme Vogelgrippe-Welle. Nun steigen die Zahlen noch stärker an – und ein Ende ist nicht in Sicht.
Spektrum.de

Unerwartete Vorteile durch Nahrungskonkurrenten
Tabakschwärmer zeigen bei der Eiablage eine ungewöhnliche Vorliebe für Pflanzen des Stechapfels, die bereits von Blattkäfern befallen sind. Die Käfer und ihre Larven konkurrieren eigentlich mit den Tabakschwärmerraupen um die Nahrung. Von Käfern befallene Pflanzen geben einen anderen Duft ab, der die Substanz Alpha-Copaen enthält, und sie für Tabakschwärmer attraktiver macht. Trotz der Nahrungskonkurrenz scheinen die Raupen von der Wahl solcher Wirtspflanzen zu profitieren, denn sie sind besser vor parasitischen Wespen geschützt, die nach Käferbefall duftende Pflanzen meiden.
https://idw-online.de/de/news786369

"Besonders gravierend ist das Insektensterben im Kulturland"
Das Ausmaß des Insektenrückgangs in Deutschland ist gewaltig, und die Landwirtschaft trägt in großem Umfang dazu bei. »Spektrum.de« sprach darüber mit dem Experten Eckhard Jedicke.
Spektrum.de

Wenn Tierwohl und Artenschutz kollidieren
Weltweit gibt es nur noch zwei Nördliche Breitmaulnashörner. Forscher wollen die Unterart retten und reizen dabei ethische Grenzen aus. Wie weit darf Artenschutz gehen?
Spektrum.de

Bestätigt: Wird Klärschlamm auf Äcker gegeben, kann Mikroplastik tief in den Boden und auf angrenzende Felder geraten
Dass Klärschlamm aus städtischen Anlagen einen hohen Anteil an Mikroplastik enthält, konnte schon in früheren Studien gezeigt werden. Der Verdacht lag nahe, dass die Nutzung solcher Schlämme zur Düngung von Feldern auch den unkontrollierten Eintrag von Mikroplastik in die weitere Umwelt fördern könnte. Nun bestätigen Studien im Rahmen des BMBF-Projektes MicroCatch_Balt diese Annahme.
https://idw-online.de/de/news786224

Rhythmische Lemuren, ein Marskopter und sexbesessene Insektenzombies
Ob kubische Kacke, Mäuseleiche als Geschenk oder MooLoo – Wissenschaft begeistert mit seltsamen und wunderbaren Geschichten. Und so gab es auch 2021 so manch skurrile Entdeckung.
Spektrum.de

Lichtverschmutzung: Schneeglühen und belaubte Bäume im Winter: Wie zu viel Licht die biologische Vielfalt verändert
Die dunkle Jahreszeit hat begonnen – eigentlich, denn durch die Zunahme von künstlicher Beleuchtung sind Nacht und Winter gar nicht mehr so dunkel. Lichtverschmutzung nennen Forschende das Problem. Immer mehr wissenschaftliche Studien zeigen, dass Lichtverschmutzung eine Bedrohung für alle Ebenen der biologischen Vielfalt darstellt – von Genen bis zu Ökosystemen. Forschende vom Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) haben 11 dringende Forschungsfragen identifiziert, die es zu lösen gilt, um die Auswirkungen von Lichtverschmutzung auf die biologische Vielfalt zu mindern.
https://idw-online.de/de/news785719

13.01.2022

Wenn die Schmetterlinge verschwinden
Viele Nachtfalter-Arten werden seit einigen Jahren nicht mehr gefunden. Das zeigt: Zahl und Artenvielfalt von Insekten gehen auch in Baden-Württemberg drastisch zurück. Was sind die Gründe für den Schwund – und was lässt sich tun?
Schwarzwälder Bote

Wiederansiedlung der heimischen Donauschwarzpappel
An einem sonnigen Samstagmorgen im November trafen sich über 20 BUND-Aktive, um 42 Setzlinge der Donauschwarzpappel entlang der Großen Lauter einzupflanzen. Der seltene Baum galt in Baden-Württemberg als beinahe ausgestorben. Die Baumart ist sehr wichtig für die Artenvielfalt. Über 1.000 Stecklinge haben die Aktiven des BUND Ehingen (Alb-Donau-Kreis) mit einer örtlichen Baumschule bislang geschnitten, gepflanzt und verkauft.
BUND BW

Bruterfolg des Zwergschwans 2021: europaweite Erfassung des Jungvogelanteils am 11./12. Dezember
Am Wochenende 11./12. Dezember fand - wie schon in den vergangenen Jahren - eine europaweite Erfassung des Jungvogelanteils beim Zwergschwan statt. In den vergangenen Jahren konnten wir dank des gut etablierten Zählernetzwerkes jeweils eine große Stichprobe beitragen. Wir hoffen, dass dies auch in diesem Jahr wieder gelingt: Aufgrund der bislang milden Witterung halten sich wieder viele Zwergschwäne bei uns auf (s. Karte auf ornitho.de). Die Erfassung findet wie immer zum Termin der Mittmonatszählung im Dezember statt.
Mehr beim DDA

Kälteflucht von Rotmilanen im Herbst 2021
Als typischer Kurzstreckenzieher verlassen die meisten mitteleuropäischen Rotmilane im Herbst ihre Brutgebiete und ziehen für die Wintermonate in den Südwesten Frankreichs oder auf die Iberische Halbinsel. In vielen mitteleuropäischen Brutgebieten sind allerdings auch überwinternde Rotmilane bekannt und gerade in den letzten Jahren mit warmen Herbst- und Wintertemperaturen wurden in vielen Ländern neue Rekord-Anzahlen an Schlafplätzen erfasst. Dies gilt auch für Deutschland, wo der DDA bereits seit dem Winter 2015/2016 zur Teilnahme an der europäischen Synchronzählung aufruft.
Mehr beim DDA

Warum unser Leben an den Fröschen hängt
Er ist klein, meist grün oder braun und quakt - doch der Frosch ist für den Menschen ungemein wichtig. Ohne die Amphibien wäre nicht nur unser Trinkwasser in Gefahr.
ZDFheute

Seltene Großkrebse in der Steinbachtalsperre entdeckt
Während ihrer Arbeit an der Talsperre haben Biologen der Hochschule Trier, vom Umwelt-Campus Birkenfeld kürzlich einen seltenen Fund gemacht: Die Wissenschaftler konnten Edelkrebse (wissenschaftlicher Name: Astacus astacus) beobachten. „Erste genetische Untersuchungen legen nahe, dass es sich bei den Tieren um einen Restbestand dieser vorher in der Region weit verbreiteten und heute im Hunsrück fast vollkommen verschwundenen Art handelt, die in der Talsperre ein Refugium gefunden hat“ erklärt Dr. Stefan Stoll, Professor für Interdisziplinären Umweltschutz.
https://idw-online.de/de/news785791

Pestizidbelastung bei Insekten
Eine neue NABU-Studie zeigt, dass Insekten auch in Naturschutzgebieten mit zahlreichen Pestiziden belastet sind. Der NABU fordert, den Pestizideinsatz deutlich zu reduzieren.
Mehr beim NABU BW

Sensationeller Fund im Leipziger Auwald: Extrem seltene Insektenart während einer Exkursion entdeckt
Forschende und Biologiestudierende der Universität Leipzig haben bei einer zoologischen Freilandexkursion im Leipziger Auwald ein extrem seltenes Insekt entdeckt, den Mückenhaft (Bittacus hageni). Gleich mehrere Exemplare gingen ihnen im Blätterdach des Leipziger Auwalds ins Netz. Diese Art von Schnabelfliegen ist in Europa nur an wenigen Stellen zu finden. In Deutschland galt sie bis 2003 als ausgestorben. Der Fund unterstreicht die Bedeutung des Leipziger Auwaldes als einzigartigen aber bedrohten Lebensraum. Er zeigt aber auch, welche wertvollen Entdeckungen durch Studentenexkursionen möglich werden.
https://idw-online.de/de/news784087

Ran an die Mistel – der Streuobstwiese zuliebe
Um Streuobstbäume zu erhalten, sollten Misteln regelmäßig entfernt werden. Denn die immergrüne Pflanze entzieht ihrem Wirtsbaum lebenswichtiges Wasser und Nährstoffe. Die abgeschnittenen Misteln können als nachhaltige Adventsdekoration genutzt werden.
NABU BW

Artenreiche FFH-Mähwiesen - stärkere finanzielle Förderung notwendig
Mähwiesen in Fauna-Flora-Habitat-(FFH)-Gebieten müssen finanziell stärker gefördert werden. Nur so kann sich für Landwirtinnen und Landwirte der Aufwand zum Erhalt der artenreichen Lebensräume wieder lohnen.
Mehr beim NABU BW

Klimapolitik: Wie man den Emissionshandel vor preisverzerrender Finanzspekulation schützen kann
Der CO2-Emissionshandel - ein Schlüsselelement der europäischen Klimapolitik - kann vor Verzerrungen durch Finanzspekulanten geschützt werden, wie eine neue Untersuchung zeigt. Der Preis für CO2-Emissionszertifikate im Rahmen des EU-Systems hat sich im Laufe dieses Jahres zwischenzeitlich fast verdreifacht und schwankt nun so stark wie noch nie. Zunehmend werden Finanzspekulationen für diese Preisentwicklung verantwortlich gemacht, aber es fehlt der Nachweis, ob Spekulation tatsächlich das Funktionieren des Handelssystems gefährden kann. Die Forschenden schlagen nun Methoden zum Erkennen von preisverzerrender Spekulationen und Verbesserungen bei der Marktaufsicht vor.
https://idw-online.de/de/news784088

Neue Allianzen für Klimaschutz: Gewerkschaften, Umwelt- und Sozialverbände fordern den sozial-ökologischen Wandel
Kohleausstieg, Verbrennerverbote, CO2-Preis und energetische Sanierung: Klimapolitik kostet zunächst Geld. Sie braucht daher ein solides sozialpolitisches Fundament, sonst würde sie ganze Berufsgruppen und sozial benachteiligte Menschen empfindlich treffen. Gewerkschaften und Sozialverbände nehmen die Herausforderung an und suchen den Schulterschluss zu Umwelt- und Naturschutzverbänden, um vereint an einer "Just Transition" zu arbeiten – einem sozial gerechten ökologischen Umbau von Wirtschaft und Gesellschaft.
https://idw-online.de/de/news784021

Konsum im Alltag: Politik an der Ladentheke
Morgens mit dem Fahrrad zur Arbeit, in den Urlaub mit dem Zug, Tomaten, Zwetschgen und Äpfel jeweils zur Saison, energiesparende Haushaltsgeräte und ein gut gedämmtes Haus – wie bewegen wir uns fort, welche Nahrungsmittel kaufen wir (und wann), wie können wir besser Energie sparen?
https://www.bund.net/ueber-uns/nachhaltigkeit/konsum-im-alltag/

Extreme Dürren setzen auch Leipziger Auwald zu
Gegen zwei aufeinanderfolgende heiße Dürrejahre war der Leipziger Auwald nicht gewappnet. Das Dürrejahr 2018 konnten die Bäume noch teilweise verkraften. Allerdings häuften sie die andauernden Schäden durch den Trockenstress an und ihr Wachstum brach im zweiten Dürrejahr 2019 je nach Baumart um 9 bis 42 % im Vergleich zu klimatisch normalen Jahren ein.
https://idw-online.de/de/news785892

Arctic warming faster than rest of world
The Arctic is warming four times as fast as the global average — much faster than even the extreme levels of warming previously reported. Researchers analysed data from NASA and the United Kingdom’s Met Office and found that the widely cited figure that the Arctic is warming twice as fast as the rest of the world was an underestimate. This was because models included swaths of the globe below the Arctic circle and time periods longer than 30 years ago, when conditions were very different. "Everybody knows [the Arctic] is a canary when it comes to climate change," says climate scientist Peter Jacobs. "Yet we’re misreporting it by a factor of two. Which is just bananas."
Science.org

23.12.2021

"Insektenland Kräutersand" beim Wettbewerb
Die Sparkasse Zollernalb hat den Wettbewerb "Umwelt und Natur schützen. Ehrenamt stärken." gestartet. Auch der NABU Balingen beteiligt sich mit seinem Projekt "Insektenland Kräutersand". Das Projekt soll ein nachhaltiges Beispiel für eine naturnahe Gartenbepflanzung sein. Mit dem Bau des "Insektenland Kräutersand" wurde im Oktober 2021 begonnen und das Projekt wird mit der Pflanzung von Blumenzwiebeln im September 2022 fertiggestellt.
jetzt abstimmen (und weitere Infos)

Zahlreiche Libellenarten gefährdet
Rund 16 Prozent der Libellenarten sind gefährdet oder vom Aussterben bedroht. In Europa sind vor allem Schadstoffe im Wasser und der Klimawandel das Problem.
Spektrum.de

Solarparks könnten Hummeln eine Zuflucht bieten
Solarparks können eine Bereicherung für Tiere und Pflanzen darstellen. Wenn man darauf achtet, sie entsprechend zu bearbeiten und zu pflegen.
Spektrum.de

An Windkraftanlagen sterben insbesondere junge und weibliche Fledermäuse
Viele Fledermäuse kommen durch Windkraftanlagen zu Tode. Bislang war unklar, ob alle Altersgruppen oder Geschlechter in gleichem Maße gefährdet sind. Ein Vergleich von Alter, Geschlecht und Herkunft von an Windkraftanlagen getöteten Rauhautfledermäusen mit lebenden Artgenossen in der Nähe der Anlagen zeigt nun, dass Jungtiere überproportional häufig an Windkraftanlagen zu Tode kommen. Weibchen werden häufiger an Windkraftanlagen geschlagen als Männchen – dies entspricht aber ihrem höheren Anteil in den lokalen Beständen.
https://idw-online.de/de/news783973

Weltkatalog der Spinnentiere fördert grenzenlose Forschung
Grenzenlose Spinnentierforschung: Mit dem Weltkatalog der Spinnentiere (World Arachnid Catalog, WAC) ist jetzt eine neue internationale Forschungsplattform für fast alle Spinnentiere an den Start gegangen. Dieses interaktive Arbeitsmedium soll der weltweit verbundenen arachnologischen Gemeinschaft als primäre Quelle zu taxonomischen Daten sowie neuster Literatur dienen und deren Forschung fördern. Das Leibniz-Institut zur Analyse des Biodiversitätswandels (LIB) hat als Kooperationspartner einen wesentlichen Beitrag zum Ausbau der Plattform geleistet.
https://idw-online.de/de/news783932

Floren verlieren weltweit an Einzigartigkeit
Selbst weit voneinander entfernte Regionen unseres Planeten werden sich in ihren Floren immer ähnlicher. Grund ist die Ausbreitung gebietsfremder Pflanzenarten, so das Ergebnis eines globalen Forschungsprojektes unter Leitung Konstanzer Biologen.
https://idw-online.de/de/news784138

Neuer SFV-Solarbrief erschienen: Schwerpunkt CO2-Rückholung
Die Klimakonferenz Mitte November ging zum wiederholten Male nur mit marginalen Ergebnissen zu Ende. Greta Thunberg tadelte die globalen Regierungschefs zu Recht mit den Worten, man habe wieder nur "Bla Bla Bla" vollbracht. Dabei geht es schon lange nicht mehr nur um die Reduzierung der Treibhausgasemissionen. Konzentrationen von 420 ppm CO2 sind zu viel für diesen Planeten. Selbst wenn wir in den nächsten Jahren weltweit alle Emissionen auf fast Null fahren, muss schon jetzt in die Rückholung von Treibhausgasen investiert werden. Die Kompensation und Rückholung der Klimagase sollte das Top-Thema werden - auch auf Klimakonferenzen. Es braucht gute Strategien und nationale Pläne, um die bereits existenten, verheerenden Auswirkungen der globalen Erwärmung einzudämmen.
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Kakao-Anbau bietet Fledermäusen und Vögeln Nahrung und Lebensraum
Kakao-Anbau erlaubt uns nicht nur den Genuss von Schokolade, sondern kann auch die Artenvielfalt fördern. Die Vorteile der Farmen für die biologische Vielfalt wurden in Agrarlandschaften mit Resten von tropischen Regenwäldern umfassend untersucht, waren aber in Regionen mit tropischen Trockenwäldern bisher unbekannt. Ein internationales Forschungsteam unter Leitung der Universität Göttingen hat nun erstmals herausgefunden, wie saisonale Effekte das Vorkommen von Vögeln und Fledermäusen – den wichtigsten Fressfeinden von schädigenden Insekten – in Kakaowäldern in Peru bestimmen.
https://idw-online.de/de/news784324

Neue Studie aus Bayreuth: Vermeintlich gleichartige Mikroplastik-Partikel zeigen unterschiedlich hohe Toxizität
Weltweit befassen sich immer mehr Studien mit Auswirkungen von Mikroplastik, vor allem im Hinblick auf die Umwelt und die Gesundheit. Oft verwenden sie kugelförmige Polystyrol-Mikropartikel und sind dabei zu teilweise widersprüchlichen Ergebnissen gelangt. Ein interdisziplinäres Forschungsteam der Universität Bayreuth hat einen Grund dafür entdeckt: Handelsübliche, vermeintlich gleiche Polystyrol-Teilchen unterscheiden sich je nach Hersteller signifikant in Bezug auf ihre Strukturen und Eigenschaften. Deshalb haben ihre Wechselwirkungen mit lebenden Zellen unterschiedliche Folgen für den Zellstoffwechsel.
https://idw-online.de/de/news784134

Innovative Düngeverfahren: Weniger Emissionen bei Gülle-Düngung wachsender Bestände
Verbundprojekt mit Beteiligung der Uni Hohenheim untersucht, wie möglichst wenig Treibhausgas- und Ammoniakemissionen beim Düngen mit Gülle und Gärresten entstehen.
https://idw-online.de/de/news784081

Regenwälder können sich schnell erholen
Weltweit werden Regenwälder umfassend zerstört. Doch nicht immer nutzt man anschließend die Flächen. Die Natur reagiert darauf zügig und umfassend.
Spektrum.de

Biologische Vielfalt: Zeit, endlich zu handeln
Um die globalen Ziele zum Erhalt der biologischen Vielfalt zu erreichen, muss die Umsetzung auf nationaler Ebene deutlich verbessert werden. Verbindliche Maßnahmen und verantwortliche Akteure müssen klar definiert und die Umsetzung durch systematisches Monitoring überwacht werden. Diese Empfehlungen stehen im Zentrum eines dreistufigen Rahmenplans, den ein internationales Team von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern unter Leitung des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) in der Fachzeitschrift Conservation Letters veröffentlicht hat. Um ein erneutes Scheitern der internationalen Vereinbarungen zu vermeiden, dürfe vor allem ein Fehler nicht mehr passieren.
https://idw-online.de/de/news781461

Antarctic glacier closer to collapse
Giant fractures in the floating ice of Antarctica’s massive Thwaites Glacier could shatter part of the shelf within five years. If that happens, the glacier could release an armada of icebergs and begin flowing much faster into the ocean. That would funnel ice that had been resting on land into the sea, where it would contribute to sea-level rise. If Thwaites were to collapse completely, it would raise sea levels by 65 centimetres. "We have been expecting that ice shelf to fail, and that’s one of the reasons that there has been such a coordinated international effort to study Thwaites — it’s big and important, but it’s also been clearly poised on the brink of change," says geophysicist Kirsty Tinto.
Nature

Home zookeepers reintroduce rare insects
A rewilding effort in the United Kingdom is training people to rear rare large marsh grasshoppers (Stethophyma grossum) so they can be released in the wild. Since the first release in Norfolk in 2019, several hundred hand-reared grasshoppers have kickstarted self-sustaining wild populations, says Lucas Ruzo, the chief executive of Citizen Zoo, which is running the scheme. The group hopes to someday reintroduce beavers to London, but in the meantime grasshoppers are better suited to being raised in people’s kitchens. "They’re fast breeders, they’re relatively easy to take care of, and they don’t have serious biosecurity needs," says Ruzo.
Wired

16.12.2021

Naturschutz auf der Streuobstwiese: 18 weitere Bäume kommen hinzu
In Zusammenarbeit mit der Stadt Albstadt hat der Naturschutzbund, Gruppe Albstadt, die Streuobstwiese im Gewann Wintersteig oberhalb des Küfnerareals in Truchtelfingen erweitert. Vor einem Jahr wurden 17 Apfelbäume gepflanzt, 18 weitere kamen nun hinzu.
Schwarzwälder Bote

Zugvögel haben hellere Federn
Je weiter Vögel fliegen, desto heller ist im Schnitt ihr Gefieder. Dies ist das Ergebnis einer Studie von Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für Ornithologie in Seewiesen und Kollegen. Das Phänomen zieht sich durch die unterschiedlichsten Vogelgruppen, auch wenn es nicht auf jede einzelne Art zutrifft. Die Entwicklung hellerer Gefiederfarben spielt nach Ansicht der Wissenschaftler eine wichtige Rolle für die Wärmeregulierung, um eine Überhitzung während des Zugs zu vermeiden.
https://idw-online.de/de/news783540

Schwarzes Loch für unsere Vögel
Der illegale Handel mit einheimischen Vögeln blüht auch in Deutschland. Das Risiko für die Wilderer ist klein. Denn die Behörden schauen viel zu oft weg.
Spektrum.de

Schutzmaßnahmen zeigen Wirkung: Zahl der Jaguare in Mexiko nimmt zu!
Giovane Elber und die Deutsche Umwelthilfe teilen mit: Es gibt gute Neuigkeiten: Die Jaguarpopulation in Mexiko ist zwischen 2010 und 2018 um etwa 20% gestiegen, von 4.000 auf 4.800 Tiere. Die Nachricht bestätigt, dass Schutzmaßnahmen möglich sind und Wirkung zeigen. Dieser Erfolg macht uns Mut, dass wir den Jaguar auch in Brasilien vor dem weiteren Rückgang bewahren können. Doch ein langer Weg liegt noch vor uns.
Mehr bei change.org

Schneeaffen fischen Fische
Japanmakaken sind bekannt dafür, dass sie im Winter gerne in heißen Quellen baden. Aber auch bei ihrer Ernährung haben sie sich an die harschen Bedingungen ihrer Heimat angepasst.
Spektrum.de

Bienen, die auf tote Tiere fliegen
Bienen sammeln Pollen und Nektar? Die meisten schon, aber in Costa Rica haben Arten Appetit auf Aas entwickelt. Das zeigt sich auch in ihrem Darm.
Spektrum.de

"Tag des Bodens" am 5.12.2021 – 5,4 Hektar Freiflächenverlust pro Tag!
Zum "Tag des Bodens" am 5. Dezember kritisiert der Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg (LNV) den anhaltend hohen Flächenverbrauch im Land scharf. In seiner vor wenigen Monaten verabschiedeten Position zum Bodenschutz fordert der LNV, insbesondere die wertvollsten Agrarböden besser zu schützen und sie nicht weiter zu überbauen. Solche Lössböden finden sich beispielsweise rund um Stuttgart, etwa auf den Fildern und auf dem Langen Feld bei Ludwigsburg. Also genau dort, wo der Siedlungsdruck am höchsten ist. Passiert sei deutlich zu wenig.
Mehr beim LNV BW

Und der Vogel des Jahres ist ...
Gestreifte Flügel, aufstellbare orange Haube und ein langer Schnabel: Deutschland hat den Wiedehopf zum Vogel des Jahres 2022 gewählt! Der auffällige, aber scheue Vogel kommt hierzulande bisher selten vor. Dennoch hat er die vier anderen Vogelwahl-Kandidaten deutlich abgehängt. Seit heute Mittag steht das amtliche Ergebnis fest: Mit zehntausenden Stimmen Vorsprung verweist er Mehlschwalbe, Bluthänfling, Feldsperling und Steinschmätzer auf die hinteren Plätze.
Mehr beim NABU

Der Garten als Winterquartier für Tiere
Ein naturnaher Garten bietet Tieren einen geeigneten Platz zum Überwintern. In vielfältigen Strukturen wie Laub- und Totholzhaufen, Sträuchern und verblühten Stauden finden Igel, Vögel und Insekten auch in der kalten Jahreszeit Nahrung und Unterschlupf. mehr
Mehr beim NABU BW

Dresdner Wissenschaftler entwickeln essentielle Komponente für zuverlässige Energieversorgung für die Energiewende
Forscher der TU Dresden unter Leitung von Prof. Hofmann und Prof. Bernet vom Elektrotechnischen Institut (ETI) entwickeln gemeinsam mit der Firma Siemens Energy Global GmbH Co. KG, der TU Dortmund, der Firma Amprion GmbH und der Leibniz Universität Hannover eine Anlage zur Stabilisierung des Elektroenergienetzes. ARESS – Der Asynchrone, Rotierende Energie-System-Stabilisator soll als ein integraler Bestandteil der vorhandenen Netzstruktur dafür sorgen, dass Energieversorgung trotz der volatilen Verfügbarkeit der erneuerbaren Energiequellen zuverlässig funktioniert.
https://idw-online.de/de/news783688

Wie die Menschheit eine gerechte Klimawende schaffen kann
Nur noch rund 330 Gigatonnen CO₂ dürfen laut Weltklimarat IPCC dauerhaft in die Atmosphäre, wenn die Erderhitzung auf 1,5 Grad begrenzt werden soll. Doch wie tangieren die neuerdings geäußerten Netto-Null-Zusagen die globale Gerechtigkeit? Wie die Dekarbonisierung der Weltwirtschaft entlang von Prinzipien fairer Lastenverteilung ablaufen kann, das beleuchtet eine Studie unter Federführung des Berliner Klimaforschungsinstituts MCC (Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change). Sie wurde jetzt in der renommierten Fachzeitschrift Climatic Change veröffentlicht.
https://idw-online.de/de/news783557

Studie: Billiger Grünstrom führt in ein Zeitalter der Elektrifizierung
Der rasante technische Fortschritt bei den Erneuerbaren Energien führt zu einer fundamentalen Umwälzung der globalen Energienutzung: Während Strom als bisher teuerster Energieträger nur 20% des Weltenergiebedarfs deckt, könnte Grünstrom bei konsequenter Klimapolitik bis 2050 schon zwei Drittel der Energienutzung ausmachen. In Verbindung mit einem umfassenden CO2-Preis ließen sich damit die Treibhausgasemissionen so weit drücken, dass die Pariser Klimaziele erreicht würden. Gleichzeitig müsste man sich weniger auf umstrittene Technologien zur Kohlenstoffentnahme aus der Atmosphäre verlassen, so eine neue Studie.
https://idw-online.de/de/news781276

Biodiversitätsentdeckung 4.0 für jeden
Wissenschaftler*innen des Museums für Naturkunde Berlin und der Nationalen Universität Singapur ist es gelungen, die Methode der Artenbestimmungen mit Hilfe eines sogenannten genetischen "Strichcodes" und eines kleinen Sequenziergerätes drastisch zu vereinfachen. Der neue Ansatz ist mit minimalem Kosten- und Materialaufwand verbunden und in der Handhabung so einfach, dass er von Jedem am Ort der Entdeckung durchgeführt werden kann und die wissenschaftliche Expertise der Forschenden ergänzt.
https://idw-online.de/de/news783554

Kooperative Promotion erfolgreich
Jeanette Blumröder ist die erste Doktorandin der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE), die in Kooperation mit der Leuphana Universität Lüneburg am 23. November 2021 mit sehr gutem Ergebnis ihre Dissertation verteidigte. In ihrer Doktorarbeit geht es um die Fragen, wie man die Funktionstüchtigkeit von Wäldern quantifizieren und bewerten kann und wie sich die Waldbewirtschaftung auf die Funktionen und Leistungen, bezogen auf das Mikroklima, auswirkt. Dabei untersuchte die junge Wissenschaftlerin, welchen positiven ökologischen Beitrag die Forest Stewardship Council (FSC) Zertifizierung tatsächlich leistet und kommt zu einem erstaunlichen Ergebnis.
https://idw-online.de/de/news783387

Klassiker der Pflanzenbestimmung – auf dem Stand des 21. Jahrhunderts
Die "Exkursionsflora von Deutschland", der "Rothmaler", geht in die 22. Auflage. Das klassische Bestimmungsbuch für alle wildwachsenden Pflanzen baut wesentlich auf der Expertise von "Citizen Scientists", Datenbanken und Chromosomenanalysen auf.
https://idw-online.de/de/news783382

Climate research expands in China
China is experiencing a "national movement" as companies, regional governments and academia shift gears to help the country meet its climate goals. The world's top carbon emitter has, for the first time, published plans broadly outlining how it might achieve net-zero carbon emissions by 2060, and a peak of emissions before 2030 — promises it made in 2019. The move has spurred more than ten prominent universities and institutions to set up carbon-neutrality-research institutes already this year; the Chinese Academy of Sciences launched a centre last month. But some researchers are still disappointed with the climate commitments the country has made so far.
Nature

09.12.2021

600 Millionen Vögel weniger - Neue Studie zeigt starke Rückgänge bei europäischen Brutvogelarten
Eine neue Studie des European Bird Census Council zeigt, dass in der europäischen Union in den letzten 40 Jahren ca. 600 Millionen Brutvögel verloren gegangen sind. Insbesondere häufige und weit verbreitete Vogelarten haben stark abgenommen, es gibt aber v.a. bei Waldarten auch positive Entwicklungen. Das pan-europäische Brutvogelmonitoring (PECBMS) und die Berichte zur Vogelschutzrichtlinie wurden als Datengrundlage genutzt, die in Deutschland vom Dachverband Deutscher Avifaunisten zusammengetragen wird.
Mehr beim DDA

Wie man einen giftigen Falter futtert
Monarchfalter haben gelernt, sich mit Pflanzengift ungenießbar zu machen. Aber ihre Feinde sind auch lernfähig.
Spektrum.de

Bedrohter Schmetterling findet Zuflucht in Steinbrüchen
Tagebaue oder Steinbrüche klingen als ungewohnte Orte für den Naturschutz. Manche Arten finden in Deutschland aber gerade dort Zuflucht.
Spektrum.de

Biodiversität als Chance. Handeln. Jetzt.
Die digitale "Konferenz der Arten III" endete mit einem großen Anliegen der mehr als 300 Teilnehmenden: Es ist jetzt nötig, zu handeln, um die abstürzende Kurve des Biodiversitätsverlustes wieder nach oben zu biegen – und zwar auf allen Ebenen! Im Privaten, an den Schule, in der Politik und in der Verwaltung. Es ist dringend notwendig, aktiv zu werden und das Artensterben zu stoppen. Die Energiewende darf nicht auf Kosten der Biodiversität gehen und die Klimakrise kann nicht ohne die Biodiversitätskrise gedacht werden. Mit mehr Vernetzung und mehr Austausch durch gemeinsames Handeln können nachhaltige Lösungen entstehen, die die Welt lebenswerter machen.
https://idw-online.de/de/news781187

Grünlandflächen: Forschung gegen das Artensterben
Der Bestand an artenreichen Grünlandflächen nimmt seit Jahren ab. Dr. Vicky Temperton, Professorin für Ecosystem Functioning & Services an der Leuphana Universität Lüneburg, beschäftigt sich gemeinsam mit einem Team von Forscher*innen und Praktiker*innen in einem Verbundprojekt mit der Frage, wie sich diese ökologisch besonders wertvolle Landschaft wiederherstellen lässt. Das Bundesforschungsministerium (BMBF) fördert jetzt die Untersuchung von 90 ausgewählten Renaturierungsflächen aus ökologischer, sozioökonomischer und sozial-ökologischer Perspektive über 3 Jahre mit gut 3 Millionen Euro, rund 1,2 Millionen davon für das Team der Leuphana.
https://idw-online.de/de/news779571

NABU-Landesvertreterversammlung 2021: Energiewende und Naturschutz zusammen denken
Die jährliche Landesvertreterversammlung des NABU Baden-Württemberg fand zum zweiten Mal digital statt. Die Delegierten der NABU-Gruppen haben in einer Resolution zu mehr Tempo und Entschlossenheit für eine naturverträgliche Energiewende aufgerufen.
Mehr beim NABU BW

Klimawandel stresst Natur – auch in Baden-Württemberg
Beim "Zukunftsforum Naturschutz" in Stuttgart haben zahlreiche Experten dargelegt, dass der Klimawandel bereits heute Böden, Landschaften und Lebensräume dramatisch verändert und Natur, Forst- und Landwirtschaft vor gewaltige Herausforderungen stellt. Die mit über 170 Gästen ausgebuchte Tagung des Landesnaturschutzverbands Baden-Württemberg (LNV) machte deutlich, dass Klima- und Naturschutz nicht losgelöst voneinander zu betrachten sind und keinesfalls gegeneinander ausgespielt werden dürfen.
Mehr beim LNV BW

Sonderregelungen für Vereine bis 31.08.2022 verlängert
Aus dem Newsletter des NABU BW:
Der Bundestag hat beschlossen, die Sonderregelungen für Vereine während der COVID-19-Pandemie bis 31.08.2022 zu verlängern. Nach dem Beschluss des Bundestages können bis zum 31.08.2022 Mitgliederversammlungen weiterhin virtuell durchgeführt werden, auch wenn dies nicht in der Satzung geregelt ist. Schriftliche Abstimmungen können im Umlaufverfahren durchgeführt werden, wenn sich die Hälfte der Mitglieder an der Abstimmung beteiligt. Mitgliederversammlungen können verschoben werden, wenn eine Durchführung aufgrund der Pandemie nicht zumutbar ist.

Gas geben bei der Energiewende senkt Klimarisiken
Die Weltklimakonferenz in Glasgow ist gerade zu Ende, und es stellt sich die Frage, ob das Ziel einer maximalen Erderwärmung von 1,5°C noch erreicht werden kann. In einer Modellrechnung zeigen Empa-Forscher auf, wie die Energiewende mit den geringstmöglichen kumulierten Emissionen gelingen könnte: Statt die Emissionen langsam zurückzufahren, sollten wir den Umbau auf Solarenergie rasch vorantreiben und dafür die fossilen Kraftwerke ein letztes Mal voll auslasten.
https://idw-online.de/de/news779728

Rasante Kostenentwicklung sauberer Energietechnologien
Beschleunigter Klimaschutz ist ein erklärtes Ziel des am Wochenende beschlossenen "Glasgow-Klimapakts". Eine neue Studie von Ökonomen der Universität Mannheim belegt nun, dass die Kosten für saubere Energiequellen und -speicher wie Solarmodule, Batterien oder erneuerbaren Wasserstoff deutlich schneller sinken als bisher gedacht.
https://idw-online.de/de/news779462

Dämmplatten aus Popcorn?
Gebäudedämmung ist in den vergangenen Jahren ein immer wichtigeres Thema geworden. Eine gute Außendämmung reduziert die Heizkosten und dadurch auch den CO2-Ausstoß. Für den Innenausbau gibt es heutzutage bereits nachhaltige Naturdämmstoffe. Nachhaltig bedeutet hier: Das Material sollte umweltschonend und aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt werden, guten Wärmeschutz und Brandverhalten aufweisen und sich am Ende der Gebrauchszeit gut recyceln lassen.
https://idw-online.de/de/news779513

Rohstoffwende ohne Kupfer und Nickel aus dem Regenwald!
Bettina Behrend von Rettet den Regenwadl e.V. schreibt: Deutschland ist einer der größten Verbraucher von Metallen. Als Baumaterial, für Autos, Maschinen und Elektronik brauchen wir viel mehr als ökologisch und sozial tragfähig ist. Nun sollen E-Autos das Klima vor dem Kollaps retten. Doch die dafür benötigten Rohstoffe werden allesamt importiert, viele davon aus den Regenwäldern der Erde. Dazu gehören auch Kupfer und Nickel für Lithium-Ionen-Batterien.
Bitte fordern Sie die Bundesregierung auf, eine soziale, ökologische und klimafreundliche Rohstoff- und Mobilitätswende einzuleiten.
zur Petition

Mobilität in die Zukunft steuern
Wie kann eine Reform von Steuern und Abgaben den Verkehrssektor in eine nachhaltige Zukunft lenken? Höhere CO2-Preise in Kombination mit der Abschaffung der EEG-Umlage, eine angemessene Besteuerung von Dienstwagen, ein Bonus-Malus-System beim Pkw-Kauf sowie eine zusätzliche CO2-Komponente in der Lkw-Maut könnten dazu kurz- bis mittelfristig beitragen. Das sind zentrale Ergebnisse einer Studie vom Öko-Institut, dem Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft und Prof. Dr. Stefan Klinski im Auftrag des Umweltbundesamtes.
https://idw-online.de/de/news781219

30.11.2021

Gefahr für Humboldt-Pinguine
Bettina Behrend von Rettet den Regenwald e.V. schreibt: "Es ist nicht das erste Mal, dass das Brutgebiet der Humboldt-Pinguine vor der Nordküste Chiles durch Hafen- und Bergbauprojekte bedroht wird. Seit über 20 Jahren gefährden Industrieprojekte wie Kohlekraftwerke, Bergwerke und Häfen das artenreiche Meeresgebiet. Jetzt erhielt wieder ein Bergbau- und Hafenprojekt, "Dominga", die Zulassung. Ökologen in Chile fordern, die Meeresregion "La Higuera-Isla Chañaral" endgültig zur strengen Schutzzone und das maritime Paradies zum UNESCO-Weltnaturerbe zu erklären. Bitte unterschreiben Sie die Petition und helfen Sie mit, sie in all Ihren Netzwerken zu verbreiten."
zur Petition

»Kill-Bill«-Vogel neu entdeckt
In den südamerikanischen Anden blieb eine Tangarenart lange wissenschaftlich unbeschrieben. Obwohl sie sehr auffällig ist und Beobachter an einen Hollywoodstar erinnerte.
Spektrum.de

Über 50 Prozent aller Schildkröten bedroht
Ein Team internationaler Wissenschaftler aus den USA, Frankreich, Australien und Deutschland, unter ihnen Senckenberger Uwe Fritz, hat heute die 9. Auflage des Atlas "Turtles of the World" veröffentlicht. In der Publikation finden sich nicht nur detaillierte Beschreibungen aller 357 Schildkrötenarten, sondern auch Informationen zum Gefährdungsstatus aller Arten sowie ein Vergleich ihrer heutigen und ursprünglichen Verbreitungsgebiete. Die Ergebnisse der Forscher rund um Erstautor Anders G.J. Rhodin sind alarmierend: Etwa die Hälfte der Schildkrötenarten sind vom Aussterben bedroht.
https://idw-online.de/de/news779338

Bürgerpreis: Steinkauzprojekt des NABU im Rems-Murr-Kreis belegt 2. Platz
Am 19.10.2021 wurde der Bürgerpreis der KSK Waiblingen vergeben. Das Steinkauzprojekt im Kreisverband Rems-Murr belegte dabei den zweiten Platz und erhielt ein Preisgeld von 2000 €. Das jahrelange Engagement zum Schutz dieses Streuobstwiesenbewohners wurde damit geehrt. Die Landesgeschäftstelle gratuliert zum Erfolg und bedankt sich für den tollen Einsatz!
Mehr beim NABU Rems-Murr

Warum immer noch Milliarden in die Fossilen fließen
Fossile Energie - und damit der Klimawandel - wird Jahr für Jahr mit Abermilliarden subventioniert. Das ist anerkanntermaßen schädlich, doch die meisten Regierungen drücken sich.
Spektrum.de

»Ein Greenwashing-Festival des globalen Nordens«
Von der Klimakonferenz ist Aktivistin Greta Thunberg nicht überzeugt. Tausende Demonstranten stimmen ihr zu, während Politiker hoffen, dass Zusagen eingehalten werden. Der Liveblog ...
Spektrum.de

Eine Tonne CO₂ aus der Luft filtern kostet tausend Kilowattstunden Energie
Das Zehntausend-Seelen-Dorf Hilwil bei Zürich ist eine Art Mekka für Klimaschutz-Bewegte: Schon seit 2017 betreibt dort die Firma Climeworks eine futuristisch anmutende Pilotanlage für "Direct Air Caputure" – und holt mit chemischen Filtern jährlich 900 Tonnen des wichtigsten Treibhausgases Kohlendioxid (CO₂) aus der Atmosphäre. Dass dies nicht nur imposant aussieht, sondern auch in großem Umfang sinnvoll sein könnte, belegt jetzt eine neue Studie unter Mitwirkung des Berliner Klimaforschungsinstituts MCC (Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change). Sie wurde in der renommierten Fachzeitschrift Nature Energy veröffentlicht.
https://idw-online.de/de/news778426

Neue Studie zur Biodiversität: Die Vielfalt ökologischer Funktionen auf Meeresinseln sinkt
Die Artenvielfalt von Ökosystemen hat sich weltweit unter dem Einfluss des Menschen stark verändert. Ein Forschungsteam mit Prof. Dr. Manuel Steinbauer von der Universität Bayreuth hat diese Prozesse am Beispiel von Vögeln auf Ozeaninseln untersucht. Die in "Science Advances" veröffentlichte Studie zeigt: Die Zahl gebietsfremder Arten, die sich neu ansiedeln, ist oft höher als die Zahl der unter anthropogenen Einflüssen ausgestorbenen Arten. Doch können die zugewanderten Arten die diversen ökologischen Funktionen ausgestorbener Arten nicht in vollem Umfang ersetzen. Einheimischer Artenschwund bewirkt daher langfristig eine Vereinheitlichung von Ökosystemen und ihrer Funktionen.
https://idw-online.de/de/news779325

Ein Beispiel konvergenter Evolution
Ein Team von Wissenschaftler:innen der Universitäten Münster, Mainz, Frankfurt und Regensburg präsentiert neue Forschungsergebnisse zur Genomevolution bei parasitischen Ameisen in der Fachzeitschrift Molecular Biology & Evolution. Die Arbeiterinnen sklavenhaltender Ameisen versorgen die Brut ihrer Königinnen nicht selbst und gehen auch nicht auf Nahrungssuche. Vielmehr übernehmen diese Tätigkeiten die Wirtsarbeiterinnen, also Ameisen einer anderen Art. Interessanterweise entwickelte sich dieses Verhalten mehrmals unabhängig, ausgehend von sozialen Vorfahren, und ist daher ein Beispiel sogenannter konvergenter Evolution.
https://idw-online.de/de/news779122

Naturvorlieben: Was Linke und Konservative in Deutschland unterscheidet
Forscher*innen des Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrum Frankfurt haben anhand von drei ländlichen Gegenden in Deutschland untersucht, ob verschiedene Weltanschauungen sich auf die Präferenzen für Ökosystemleistungen auswirken. Sie kommen in ihrer heute im Fachjournal "People and Nature" erschienenen Studie zu dem Schluss, dass Interessensgruppen, in denen eine individualistische, eher konservative Weltanschauung dominiert besonders Leistungen der Natur schätzen, welche der Versorgung dienen. Eher linke Interessensgruppen mit einem starken Gerechtigkeits- und Gemeinschaftssinn bevorzugen dagegen hauptsächlich kulturelle Ökosystemleistungen.
https://idw-online.de/de/news779090

Scientists react to UN climate deal
Scientists have expressed relief that the 26th United Nations Climate Change Conference of the Parties (COP26) reached an agreement that pledges further action to curb emissions, more frequent updates on progress and additional funding for low- and middle-income countries. But some left the meeting dissatisfied at the lack of stronger commitments to reduce emissions, and failure to agree to 'loss and damage' finance for countries that are vulnerable to climate change. "COP26 has closed the gap, but it has not solved the problem," says climate researcher Niklas Hoehne.
Nature

Retired medic discovers new dinosaur
Jeremy Lockwood, a retired physician and a current PhD candidate, spent years cataloguing every iguanodon bone found on the Isle of Wight using museum collections. In the process, he discovered a new species of dinosaur with a large, bulbous nose, named Brighstoneus simmondsi. A relative of the Iguanodon, the new herbivorous dinosaur had 28 teeth, was some 8 metres long and weighed about 900 kilograms. "This discovery made it one of the happiest days of lockdown," says Lockwood.
The Guardian

18.11.2021

Triumvirat leitet künftig die Geschicke des Balinger NABU
Die Balinger Gruppe des Naturschutzbunds (NABU), mit 580 Mitgliedern der stärkste Naturschutzverein in der Kreisstadt, wird nun von einem Sprecherteam geführt. In der Versammlung im Zollernschloss wurden Peter Faber, Klaus Gollmer und Karl-Eugen Maulbetsch zu Vorsitzenden gewählt.
Schwarzwälder Bote

Orchideen, Enzian und Silberdisteln breiten sich aus
Die vergangenen Wochen mit ihrer meist günstigen Witterung wurden von den Aktiven der Hechinger NABU-Gruppe für praktische Naturschutzarbeit genutzt. So wurde Anfang Oktober mit zehn Mann die Pflegefläche im Gewann Schafwasen gemäht und das Mähgut in die vom Betriebshof aufgestellten Container verbracht.
Schwarzwälder Bote

Pilz lockt Fliegenmännchen in tödliche Sexfalle
Weißer Staub um eine tote Fliege? Das sind die Spuren eines tödlichen Pilzes. Eigentlich sollten andere Fliegen ihm nicht zu nahekommen. Das Gegenteil ist der Fall, aber warum
Spektrum.de

Ohne chemischen Pflanzenschutz steigt die Vielfalt der blühenden Wildpflanzenarten auf den Äckern deutlich
Ein "alter Hut"? JKI-Studie analysiert erstmals langjährig konventionell und ökologisch bewirtschaftete Ackerflächen parallel zu solchen, auf denen nie Pflanzenschutzmittel eingesetzt wurden. Ergebnisse im Journal "Ecology und Evolution" veröffentlicht.
https://idw-online.de/de/news778308

Wie Insekten durch den Winter kommen
Ob im Kokon, im Pflanzenstängel oder mit "Frostschutzmittel" – Insekten haben verschiedene Strategien, um den Winter zu überstehen. Besonders wichtig ist, im Garten nicht zu sehr aufzuräumen, damit Überwinterungsplätze für Insekten erhalten bleiben.
Mehr beim NABU BW

Mit Rechen und Harke gegen Herbstlaub
Kaum fällt das Herbstlaub, ertönen sie in Park und Garten: Laubsauger oder -bläser. Doch die Geräte schaden Umwelt und Gesundheit. Sein Lärm und Schadstoffe stören den Naturhaushalt. Laub besser bis zum Frühjahr liegen lassen.
Mehr beim BUND BaWü

Wiedehopf und Mehlschwalbe haben den Schnabel vorn
Bei der zweiten öffentlichen Wahl des Jahresvogels von NABU und seinem bayerischen Partner LBV haben bisher bereits mehr als 85.000 Menschen abgestimmt. Zur Halbzeit der Vogelwahl liegen Wiedehopf und Mehlschwalbe vorn.
Mehr beim NABU BW

TU Berlin: Kernenergie keine Technologie zur Lösung der Klimakrise
Zu teuer, zu langsam, zu gefährlich, zu blockierend - internationales Team von Fachwissenschaftler*innen der Scientists for Future (S4F) veröffentlichten Studie zu Kernenergie / Forscher*innen der TU Berlin beteiligt
https://idw-online.de/de/news778409

Photovoltaik-Ausbau in Gefahr: Wirtschaftlichkeit muss gesteigert werden
Photovoltaik-Dachanlagen bis 100 Kilowattpeak können aktuell nur mit Eigenverbrauch wirtschaftlich betrieben werden. Wird der gesamte erzeugte Strom ins Netz eingespeist, lohnt sich also die Investition in Solarzellen nicht. Um einen finanziellen Anreiz für den Bau von Solaranlagen auf Dächern ohne Eigenverbrauchsmöglichkeit zu bieten, müsste der Vergütungssatz um etwa fünf Cent pro Kilowattstunde höher liegen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Öko-Instituts im Auftrag des Umweltbundesamtes.
https://idw-online.de/de/news778239

Wildbienen & Schmetterlinge im Siedlungsraum - neue Bewerbungsrunde im Projekt "Natur nah dran"
Kommunen, die ihre Grünflächen insekten- und vogelfreundlich umgestalten wollen, können sich bis 31. Dezember wieder bei "Natur nah dran" bewerben. Aktive können Ihre Kommunen gerne zum Mitmachen anregen und sich dazu vorher beim NABU-Landesverband melden. Unser Video zeigt, wie schön die Flächen sich entwickeln.
Mehr beim NABU BW

Bauern weltweit müssen sich schon innerhalb des nächsten Jahrzehnts auf neue Klimarealität einstellen
Neue Computersimulationen von NASA und PIK sagen tiefgreifende Veränderungen in den Anbaubedingungen und Erträgen der wichtigsten Kulturpflanzen schon in den nächsten 10 Jahren voraus, wenn sich die derzeitigen Trends der globalen Erwärmung fortsetzen. In den wichtigsten Kornkammern der Welt wird es viel schneller als bisher erwartet zu gravierenden Veränderungen kommen, so dass sich die Landwirte in aller Welt schon jetzt an die neuen klimatischen Gegebenheiten anpassen müssen. Bis Ende 2100 könnten die Maiserträge um fast ein Viertel zurückgehen, während die Weizenerträge möglicherweise weltweit um etwa 17 % steigen könnten.
https://idw-online.de/de/news778557

Super-GAU für Europas Energiewende: Stoppt das Greenwashing von Atomkraft und Gas!
Während in Berlin die Koalitionsverhandlungen laufen, bahnt sich in Europa eine fatale Weichenstellung an. Es geht um die Klimaneutralität und Nachhaltigkeit von Europas Energieversorgung. Konkret: Neue Atomkraft- und Gaskraftwerke sollen als “nachhaltige Investitionen” eingestuft werden. Damit würden Gas und Atomenergie nichts weniger als grün angestrichen und Geldschleusen für diese Energiequellen geöffnet werden. Eine Weichenstellung für einen klima- und energiepolitischen Irrweg!
Mehr bei Change.org

Auf dem Weg zu einer klima- und umweltfreundlicheren Landwirtschaft in Deutschland
Die Landwirtschaft in der Europäischen Union soll klima- und umweltfreundlicher werden. Dazu hat die EU in ihrer jüngsten Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) neben der Einkommensstützung der landwirtschaftlichen Betriebe ergänzende Ökoregelungen, sog. Eco-Schemes, eingeführt, die ab 2023 gelten sollen. Das Thünen-Institut hat während dieses Entwicklungsprozesses begleitend abgeschätzt, welche Kosten die Ökoregelungen in landwirtschaftlichen Betrieben hervorrufen und wie die Prämien für die einzelnen Regelungen ausgestaltet sein könnten. Die Ergebnisse sind jetzt veröffentlicht worden.
https://idw-online.de/de/news778091

Klimafaktor Wald: Schutzziele widersprechen sich
Die EU hat ein Klimapaket mit Namen "Fit for 55" aufgelegt, das auch den Wald betrifft. Das Problem: Die einzelnen Maßnahmen sollen CO2-Emissionen ausgleichen, widersprechen sich aber oder erreichen das Gegenteil. Dies zeigt die Analyse von Forstwissenschaftler Prof. Michael Köhl vom Centrum für Erdsystemforschung und Nachhaltigkeit (CEN) der Universität Hamburg.
https://idw-online.de/de/news778098

Bat voted New Zealand’s bird of the year
A bat has put the cat among the pigeons by winning bird of the year in New Zealand. The pekapeka-tou-roa (representing both Chalinolobus tuberculatus, the New Zealand long-tailed bat, and Mystacina tuberculata, the New Zealand lesser short-tailed bat) won the annual awareness-raising vote. The two species are the country’s only endemic land mammals, and won by a landslide. Conservation charity Forest & Bird is sanguine about the controversy over a bat winning a competition that celebrates birds. "It wouldn't be Bird of the Year without some scandal," says spokesperson Lissy Fehnker-Heather.
The New Zealand Herald

War has lasting impacts on bird life
Researchers in Australia have measured the toll of Sri Lanka’s 26-year civil war on bird-life, finding that birds living in former war zones are much warier of people than are those in areas that didn’t experience conflict, despite the war having ended in 2009. The scientists studied 157 bird species and found that those in areas that had not experienced armed conflict would allow people to get 25% closer to them before flying away than would birds that live in former war zones.
New Scientist

04.11.2021

Auf dem Hof in Winterlingen fühlen sich die Schwalben wohl
"Solche Ställe wie hier sind ideal für die Rauchschwalben", erklärt Mathias Stauß vom Albstädter NABU bei seinem Besuch im Stall von Berta und Heinz Blickle in Winterlingen. Er ist gekommen, um Blickles Hof mit der Plakette "Schwalbenfreundliches Haus" auszuzeichnen ...
Schwarzwälder Bote

Wildbienen & Schmetterlinge im Siedlungsraum - neue Bewerbungsrunde im Projekt "Natur nah dran"
Kommunen, die ihre Grünflächen insekten- und vogelfreundlich umgestalten wollen, können sich bis 31. Dezember wieder bei „Natur nah dran“ bewerben. Aktive können Ihre Kommunen gerne zum Mitmachen anregen und sich dazu vorher beim NABU-Landesverband melden. Unser Video zeigt, wie schön die Flächen sich entwickeln.
Mehr beim NABU BW

Wildbienen & Schmetterlinge im Siedlungsraum - neue Bewerbungsrunde im Projekt "Natur nah dran"
Kommunen, die ihre Grünflächen insekten- und vogelfreundlich umgestalten wollen, können sich bis 31. Dezember wieder bei „Natur nah dran“ bewerben. Aktive können Ihre Kommunen gerne zum Mitmachen anregen und sich dazu vorher beim NABU-Landesverband melden. Unser Video zeigt, wie schön die Flächen sich entwickeln.
Mehr beim NABU BW

Abholzung im südamerikanischen Gran Chaco entzieht traditionellen Bevölkerungsgruppen die Lebensgrundlage
Während Umweltzerstörungen durch tropische Entwaldung breite Aufmerksamkeit erfahren, bleiben die sozialen Auswirkungen oft im Verborgenen. Ein Hauptgrund: der Mangel an Daten darüber, wo Menschen in den Wäldern der Tropen und Subtropen leben. Eine Studie zeigt nun, wie diese Bevölkerungsgruppen und ihre Lebensgrundlagen kartiert werden können. Erstmals wurden mit Hilfe von Satellitenbildern menschliche Siedlungen innerhalb der Wälder des gesamten südamerikanischen Gran Chaco erfasst. Die Analysen zeigen, dass traditionell riesige Waldgebiete von Menschen genutzt werden. Wo die Landwirtschaft voranschreitet, kommt es zur "ökologischen Marginalisierung" traditioneller Bevölkerungsgruppen.
https://idw-online.de/de/news778208

Hunting led to more tuskless elephants
In Mozambique, the selective poaching of elephants with tusks has led to a higher number of females being born without them. During the country’s civil war, from the late 1970s to early 1990s, hunting annihilated the African savanna elephant (Loxodonta africana) population in Gorongosa National Park. Before the war, about 18.5% of females born there were naturally tuskless — a trait that made them undesirable to poachers. Among the 91 female elephants that have been born since the war, that fraction has risen to 33%.
More on nature.com

Recycled Li-ion batteries are as good as new
Lithium-ion batteries with recycled cathodes can be as good or better than ones that use freshly mined material. Researchers shredded old batteries and reclaimed a mixture of nickel, manganese and cobalt that is commonly used for the cathodes of electric car batteries. When tested with industry-standard methods, the recycled batteries could store as much energy as a conventional one, and could be charged and discharged more times before needing to be replaced.
More on IEEE Spectrum

28.10.2021

NABU Albstadt: Noch einmal richtig verausgaben ...
"Wir brauchen noch ca. 30 Leute" schreibt Mathias Stauß vom NABU Albstadt. Am Samstag ist eine größere Pflanzaktion in Truchtelfingen geplant – dort sind viele Helfer vonnöten.
Mehr beim NABU Albstadt

NABU Balingen: Arbeitseinsatz am Gartenschauprojekt
Und auch in Balingen ist Handarbeit angesagt – Peter Faber schreibt: Nachdem der Rohbau zu unserem NABU-Gartenschauprojekt "Insektenland Kräutersand" fertiggestellt ist, müssen noch die Feinarbeiten und Modellierungen gemacht werden. Wer Interesse an der Mitarbeit hat, möge sich bitte ▶ per Mail anmelden. Wir treffen uns am Samstag, den 23.Oktober um 9:00 Uhr vor dem Tor zum Bauhof der Stadt Balingen. Dieses ist vom neuen Kreisverkehr "Auf Jauchen" gegenüber dem Hobbyland Tenniscenter zu erreichen. Ein Zugang über die Hindenburgstraße ist nicht möglich. Wer hat, kann eigenes Werkzeug wie Schaufel, Hacke und Rechen sowie Arbeitshandschuhe mitbringen. Fragen dazu beantwortet Peter Faber unter der obigen Mailadresse.

Die Holz-Giganten des Königs Wilhelm I.
Interessante Fakten über den Wald und seine Bäume haben Interessierte bei einer Nabu-Führung im Wannental erfahren. Welche Nadelbäume stechen und welche nicht? Und woher stammen die Mammutbäume in dem heimischen Waldgebiet?
Schwarzwälder Bote

Kreuzotter soll im Raum Albstadt Lebensräume bekommen
Über das "albstrom regio"-Projekt der Albstadtwerke sind in den vergangenen Jahren schon zahlreiche Aktionen des Naturschutzbundes (NABU) für den Natur- und Artenschutz finanziert worden. Jetzt geht es um die Kreuzotter.
Schwarzwälder Bote

Das Geheimnis der alten Eiben ist gelüftet
Wieso stehen über Weilstetten Richtung Lochen so viele alte Eiben im Wald? Warum sind sie anderorts so selten? Heißt das Gewann nun "Riebenhau" oder "Rübenhau"? Diese Fragen beantwortete Revierförster Siegfried Geiger den 20 interessierten Teilnehmern der NABU-Exkursion am vergangenen Sonntag.
Schwarzwälder Bote

Youth Talks Biodiversity - wir waren mit dabei
Auf dem ersten kostenlosen und interaktiven Online-Event der Veranstaltungsreihe "Youth Talks Biodiversity" sprach Magdalene Trapp (Referentin für Biodiversitätspolitik beim NABU) mit Hannah Emde (Tierärztin, Autorin, Referentin und Gründerin von Nepada Wildlife) über die fundamentalen Basics: Was ist Biodiversität? Was hat sie mit uns Menschen zu tun? Wie kannst Du Dich für ihren Erhalt einsetzen? – Individuell und politisch.
Mehr bei der NAJU.de

Klimaschutz fängt in der Kita an
Das Klima-Kita Netzwerk ist ein seit 2017 vom Bundesumweltministerium im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative gefördertes Projekt, das zum Ziel hat zu zeigen, wie Klima- und Ressourcenschutz im Alltagshandeln von Kitas umgesetzt werden kann. Und zwar gemeinsam mit Kindern, pädagogischen Fachkräften und Eltern.
Mehr bei der NAJU.de

Otter sorgen für Seegras-Sex
Seeotter sind nicht nur niedlich, sie haben einen enormen Effekt auf ihr Ökosystem. Und manchmal sogar auf das Liebesleben der Pflanzen, um die sie herumschwimmen.
Spektrum.de

Insektensterben auf tropischen Inseln: Bayreuther Forscher untersuchen Folgen von Urbanisierung und Tourismus
Touristische Nutzung und eine Ausdehnung städtischer Siedlungsformen stehen in direktem Zusammenhang mit einem massiven Schwund von Insektenarten auf ozeanischen Inseln. Dies haben Wissenschaftler der Universität Bayreuth jetzt durch Forschungsarbeiten auf Malediven-Inseln herausgefunden. Auf Inseln mit fortschreitender Urbanisierung dokumentierten sie im Schnitt 48 Prozent weniger Insektenarten als auf unbewohnten Inseln, auf Touristeninseln sogar 66 Prozent weniger Insektenarten.
https://idw-online.de/de/news777611

Aktion borelii: Wunderbare Funde in Schloßböckelheim an der Nahe
Seit 20 Jahren pflegt die Arbeitsgemeinschaft einige faunistisch herausragende Flächen an den Nahe westlich von Bad Kreuznach. Mit fast 1300 nachgewiesenen Lepidopteren-Arten ist der Felsenberg Spitzenreiter in unserem Arbeitsgebiet. Bei goldenem Oktoberwetter wurde 2021 die "untere Pflegefläche" gründlich entbuscht. Ein wirklich ansprechender Bericht von der AG Rheinisch-Westfälischer Lepidopterologen e. V.
Mehr bei Melanargia

Insekten im Klima- und Landschaftswandel
Die Verstädterung scheint ein weiterer Schlüsselfaktor für das Insektensterben zu sein. Das zeigt eine Studie, in der erstmals die Auswirkungen von Klima und Landnutzung auf Insekten getrennt wurden.
https://idw-online.de/de/news777196

Wählen Sie den "Vogel des Jahres" 2022
Mehlschwalbe, Steinschmätzer, Wiedehopf, Feldsperling und Bluthänfling gehen bei der Wahl zum "Vogel des Jahres" ins Rennen. Bis zum 18. November 2021 können Sie für Ihren gefiederten Favoriten abstimmen.
Mehr beim NABU-BW.de

Projektionsbericht: Deutschland verfehlt Klimaziele
Mit den Klimaschutzmaßnahmen der Bundesregierung können die Treibhausgasemissionen in Deutschland um 49 Prozent bis 2030 und um 67 Prozent bis 2040 gegenüber 1990 sinken. Das Bundes-Klimaschutzgesetz schreibt jedoch Minderungsziele von 65 Prozent bis 2030 und 88 Prozent bis 2040 vor – Deutschland verfehlt damit seine Klimaschutzziele in den beiden kommenden Dekaden, sofern nicht zusätzliche Maßnahmen zur Senkung der klimaschädlichen Treibhausgasemissionen getroffen werden.
https://idw-online.de/de/news777747

"Angepasste Agroforstsysteme": Hochschule Rhein-Waal unterstützt regionale Landwirtschaft bei Zukunftsherausforderungen
"Angepasste Agroforstsysteme" – ein sperriger Begriff, hinter dem sich nicht weniger als die Zukunft der Landwirtschaft verbirgt. Die traditionelle Landwirtschaft und der herkömmliche Ackerbau stehen vor großen Herausforderungen: Nicht nur die Folgen des Klimawandels mit seinen extremer werdenden Wetterbedingungen macht den Landwirt*innen zu schaffen; auch die gesellschaftlichen Bedingungen, wie etwa staatliche Subventionen und gesellschaftliche Erwartungen an die Landwirtschaft, ändern sich.
https://idw-online.de/de/news777680

Artenvielfalt im Garten und auf dem Balkon fördern: neuer OPEN-vhb-Kurs der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf
Der neue, von Expert:innen der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT) und ihren Verbundprojektpartnerinnen konzipierte OPEN-vhb-Kurs "Lass es brummen" vermittelt fundiertes Wissen zum Thema Artenvielfalt sowie die notwendigen Grundlagen, um auf der eigenen Grünfläche Biodiversität zu fördern. Das Kursangebot ist kostenfrei und terminunabhängig im Online-Angebot der virtuellen Hochschule Bayern nutzbar.
https://idw-online.de/de/news777576

Nachhaltiger Ackerbau: Die eine Lösung gibt es nicht
Nachhaltige Landwirtschaft funktioniert nicht mit globalen Lösungsansätzen. Eine Metaanalyse der Universität Basel zeigt, dass der bisherige Fokus auf den pfluglosen Ackerbau nicht die gewünschten Ergebnisse bringt. Eine zukunftsfähige Landwirtschaft sollte stärker lokal und im Austausch mit den einheimischen Bäuerinnen und Bauern gedacht werden.
https://idw-online.de/de/news777496

Wunden des Regenwalds bleiben über 40 Jahre bestehen
Selbst wenn Regenwald nach einem Kahlschlag sich selbst überlassen wird, bleibt das Ökosystem gestört - womöglich dauerhaft. Das zeigen Untersuchungen in der Elfenbeinküste.
Spektrum.de

Wiedervernässte Moore sind neuartige Ökosysteme
Durch die Wiedervernässung von Mooren entstehen hydrologisch, geochemisch und auch in der Vegetation neuartige Ökosysteme. Diese müssen funktional anders bewertet werden, d.h. das Übertragung von Wissen über die Funktionsweise aus naturnahen Mooren nur eingeschränkt möglich ist. Das ist das Schlussfolgerung aus den Ergebnissen einer Studie, die in dem Artikel "Rewetting does not return drained fen peatlands to their old selves" in der aktuellen Ausgabe (September 2021) der Zeitschrift "Nature Communications" veröffentlicht wurde.
https://idw-online.de/de/news776988

Dienstwagen: Steuervorteile führen zu milliardenschwerer sozialer und ökologischer Schieflage
Förderung vor allem für Haushalte mit höheren Einkommen und für größere Autos mit höheren Emissionen / Staatshaushalt verliert drei bis sechs Milliarden Euro pro Jahr / Agora Verkehrswende und Öko-Institut plädieren für Ende der Verbrenner-Privilegien
https://idw-online.de/de/news777324

21.10.2021

Politischer Abschied: "Ein großes Stück Umweltgeschichte geschrieben"
Bei einem Festakt verabschieden politische Wegbegleiter*innen die ehemalige BUND-Landesvorsitzende Brigitte Dahlbender bei einem Festakt im Haus der Architekten verabschiedet. Nach 24 Jahren war Brigitte Dahlbender im Frühjahr 2021 in den Ruhestand gegangen und hatte damit ihr Amt als Landesvorsitzende niedergelegt.
Mehr beim BUND BaWü

Schnecken pflanzen sich mit gestohlenem Solarstrom fort
Es gibt Schnecken, die stehlen. Und zwar Fotosyntheseapparate von Algen. Schlundsackschnecken nutzen die Chloroplasten, um ihre eigene Eierproduktion zu steigern.
Mehr bei Spektrum.de

Sozialausgleich der CO2-Bepreisung
Die CO2-Bepreisung ist eine hocheffektive Maßnahme im Kampf gegen den Klimawandel. Allerdings muss die Bepreisung ergänzt werden durch einen breit angelegten Ausgleichsmechanismus, damit sie einkommensschwache Haushalte nicht überproportional belastet. Die beste Lösung wäre hierfür, mit den Einnahmen aus der CO2-Bepreisung zunächst die Steuern und Abgaben auf Strom zu reduzieren. Hierfür plädieren das RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung und das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) auf Basis einer neuen Analyse. Bei höheren CO2-Preisen sollten zusätzliche Einnahmen durch eine Pro-Kopf-Rückerstattung an die Bevölkerung zurückfließen.
https://idw-online.de/de/news777272

Klimaneutralität 2045 –der erste Modellvergleich für Deutschland
Um Deutschland in weniger als 25 Jahren klimaneutral zu machen, muss die nächste Bundesregierung sehr schnell sehr viel auf den Weg bringen. Das zeigt der Ariadne-Szenarienreport, der Transformationspfade zur Klimaneutralität 2045 erstmals im Modellvergleich ausbuchstabiert. Die Studie von mehr als 50 Forschenden aus mehr als 10 Instituten belegt: Die Stromerzeugung aus Wind und Sonne müsste bis 2030 etwa 50 % größer sein, als bislang angepeilt. Der Ausstieg aus der zunehmend unwirtschaftlichen Kohle würde auf einem Kurs zur Klimaneutralität bereits um 2030 erfolgen. Erhebliche zusätzliche Kraftanstrengungen sind notwendig, um die Sektorziele für Industrie, Gebäude und Verkehr zu erreichen.
https://idw-online.de/de/news777225

Electric vehicles must get lighter
Automakers must be incentivized to make their electric vehicles lighter so that they are cleaner and safer, argue three energy-policy researchers. Heavy cars with bulky batteries are more likely to kill people in a crash, and they generate more particulate pollution from tyre wear. More materials and energy are required to build these cars and propel them. Taxes based on vehicle weight, smaller batteries, lighter car frames and road-safety technologies can all help to push things in the right direction.
More on nature.com

The tenacious dream of nuclear fusion
Physicists have long nurtured the bold ambition of harnessing nuclear reactions of the type that power the Sun to produce abundant, clean energy. But are nuclear-fusion researchers the Wright brothers, whose first halting, 57-second flight heralded the future of human air travel? Or are they Icarus, whose ambitions probed the limits of possibility but ultimately failed? The urgent need to replace climate-destroying fossil fuels could give the field the funding boost it needs to finally find out for sure.
More on The New Yorker

15.10.2021

Im Reich von Flip und seinen winzigen Verwandten
An die 20 Teilnehmer konnte Klaus Gollmer, Heuschreckenexperte der NABU-Gruppe Balingen, bei Ostdorf begrüßen. Das spätsommerliche Wetter spielte mit und die Teilnehmer erfuhren viel über Artenreichtum und Verhalten der einheimischen Heuschrecken. Honigbiene Maja und ihre wilden Verwandten sind momentan in vieler Munde. Dass ihr Heuschreckenfreund Flip und seine Genossen vom Artenschwund ebenso betroffen sind, machte der NABU-Fachmann deutlich.
Schwarzwälder Bote

Traum vom Storch im Storchendorf
Zur Abschlussbesprechung der Arbeiten für Planung und Erstellung eines Storchennestes trafen sich noch einmal die Mitglieder der AG "Weißstorch für Weildorf". Dabei wurden bereits weitere Vorhaben besprochen.
Schwarzwälder Bote

EU Projekt zur Sammlung von Biodiversitätsdaten über europäische Schwebfliegenarten gestartet
Schwebfliegen werden häufig mit Bienen verwechselt, denen sie vom Aussehen her stark ähneln. Und ebenso wie diese gelten sie als eine der weltweit bedeutendsten Gruppe von Bestäubern. In dem EU-finanzierten Projekt Taxo-Fly unter der Leitung des finnischen Natur­kundemuseums Luomus der Universität Helsinki sollen jetzt taxonomische und ökologische Daten über die in Europa vorkommenden Schwebfliegenarten erhoben und auf einer Web­plattform gebündelt werden. Als Schwebefliegenspezialist gehört Dr. Ximo Mengual Sektions­leiter Diptera am Leibniz-Institut zur Analyse des Biodiversitätswandelns Museum Koenig (LIB Museum Koenig) in Bonn zum Kernteam Projekts, das eine Laufzeit von drei Jahren hat.
https://idw-online.de/de/news776863

Herr Hörren auf der Suche nach dem Feigen-Spreizflügelfalter
Ein neuer Schädling breitet sich in Europa von Süden nach Norden aus: Choreutis nemorana, der Feigenblätter zum Fressen gern hat. Käferforscher Thomas Hörren will ihn verfolgen.
Mehr bei Spektrum.de

BUND zur Klimaschutznovelle: "Fortschritte und Nachbesserungsbedarf"
Der Landtag Baden-Württemberg hat am 06.10. die Novelle des Klimaschutzgesetzes verabschiedet. Grundsätzlich lobt der BUND Baden-Württemberg, dass das Gesetz bereits sieben Monate nach der Landtagswahl überarbeitet wurde und dass dieses in vielen Punkten Verbesserungen gegenüber dem Gesetzestext von 2020 bringt. Bei zentralen Punkten sieht der Verband jedoch noch Nachbesserungsbedarf.
Mehr beim BUND BaWü

Das Artensterben stoppen! NABU fordert Notprogramm für die Natur
Das sechste Massensterben ist in vollem Gange, doch es scheint nur wenige zu interessieren. Es gibt keine Soforthilfen, keine Sondersendungen. Der NABU fordert die nächste Bundesregierung deshalb auf, unverzüglich ein Notprogramm gegen die Krise der Natur aufzulegen.
Mehr beim NABU BW

Was Chinas Kohleversprechen leisten kann
China will die Finanzierung von Kohlekraftwerken im Ausland einstellen – klingt gut. Doch die Emissionseinsparungen verglichen mit Emissionen aus inländischer Kohle sind gering.
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Die private Energiewende: grüner Strom fürs Elektroauto
Wer ein Elektrofahrzeug anschafft, leistet zwar einen Beitrag zur Verkehrswende, trägt jedoch gleichzeitig dazu bei, dass der Strombedarf ansteigt. Diesen zusätzlichen Stromverbrauch mit erneuerbaren Energien oder Energiesparmaßnahmen auszugleichen, ist das Ziel eines Projektes des Öko-Instituts und des Büros Ö-quadrat im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative. Der Förderbescheid wurde heute in Freiburg von Rita Schwarzelühr-Sutter, parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit übergeben.
https://idw-online.de/de/news776069

Große Wassertiere durch den Verlust von frei fließenden Flüssen gefährdet
Der Verlust von frei fließenden Flüssen gefährdet die biologische Vielfalt – und die Fragmentierung von Flüssen dauert an: Mehr als 3.400 große Wasserkraftanlagen sind entweder geplant oder im Bau. Forschende unter Leitung des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) zeigen nun: Wenn alle beabsichtigten Staudämme gebaut werden, verlieren weltweit 19 Prozent der Flüsse mit über 500 Kilometern Länge, in denen große Tiere vorkommen, ihren Status als frei fließende Gewässer. Und ein weiteres Ergebnis ist: Fließgewässer, in denen Dämme geplant sind, beherbergen heute noch den höchsten Artenreichtum an großen Tieren.
https://idw-online.de/de/news776927

Eine Jacke aus einer Jacke aus einer Jacke ...
Herstellen, tragen, waschen, verbrennen: Dieser typische Lebenslauf von Kleidungsstücken, der die Umwelt belastet, soll in Zukunft verändert werden – hin zu kreislaufwirtschaftlichen Prinzipien mit Recycling. An einer Outdoor-Jacke aus PET-Flaschen und Recyclingmaterial haben Empa-Forschende untersucht, ob das Produkt tatsächlich hält, was die Idee verspricht.
https://idw-online.de/de/news776685

Spektrum.de: "Alle Umweltschutzziele wurden locker gerissen"
Gebrochene Versprechen und kaum ein Ziel erreicht: Der Spektrum.de-Kolumnist Ralf Stork sprach mit vier Umweltverbänden über die Bilanz der Bundesregierung und was jetzt zu tun ist.
Spektrum.de

Ungleich ist ungleich besser: Artenvielfalt ist der Motor der Ökosysteme
Die wichtigen Prozesse in einem Ökosystem funktionieren umso besser, desto höher die biologische Vielfalt ist. Eine vielfältige Umwelt fördert diesen positiven Effekt biologischer Vielfalt zusätzlich. Wenn weltweit immer mehr Land intensiv genutzt und damit homogener wird, könnte das diesen positiven Effekt abschwächen, berichten Wissenschaftler*innen des Senckenberg und der Universität Würzburg im Fachmagazin "Nature Ecology & Evolution". In der großangelegten Untersuchung am Kilimandscharo konnten die Forscher*innen nachweisen, dass insbesondere die Artenvielfalt die Leistung des Ökosystems fördert, der Artenumsatz entlang des Höhengradienten spielt hingegen eine geringere Rolle.
https://idw-online.de/de/news776185

Illegal Amazon mining hits record high
Indigenous territories, long a bulwark against deforestation in the Amazon, are under increasing threat in Brazil. An analysis of 36 years’ worth of satellite imagery shows that illicit mining operations on Indigenous lands and in other areas formally protected by law have hit a record high under the administration of President Jair Bolsonaro. These operations convert forests to desolate landscapes pockmarked by mining ponds, which researchers identified on a freely available archive of imagery captured by the US Landsat programme. "We will not give up," says José Gregorio Diaz Mirabal, a member of the Wakueni Kurripaco people of Venezuela and the elected leader of the Congress of Indigenous Organizations of the Amazon Basin. "Science supports us, and the world is waking up."
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08.10.2021

Naturschutzverbände beziehen Stellung
Wie auch schon in der Vergangenheit verstärkt beobachtet: Planungsbüros stellen kurz vor Urlaubsbeginn noch schnell die Unterlagen zusammen und ab dann läuft die Anhörungsfrist. Dass alle anderen dann auch in Urlaub gehen, ist nicht deren Problem. Mitunter gelingt wenigstens eine Fristverlängerung ...
Unsere Ehrenamtlichen haben nun seit Anfang August neun Stellungnahmen bearbeitet und jetzt sind diese auch online.
weitere Stellungnahmen

Ein Salamander ist schon eingezogen
In der neuen Pflanzung am Unteren Heubelsteinweg in Margrethausen regt sich Leben aller Art. Beim jüngsten Arbeitseinsatz haben die Einsatzkräfte der NABU-Gruppe Albstadt mit Unterstützung von Ortsvorsteher Thomas Bolkart und Ortschaftsrätin Claudia Heinemann die Schutznetze an den Gehölzen mit Eisenhaken im Boden verankert, so dass die gefräßigen Ziegen das nächste Mal nicht mehr so leicht fallen wird, die Gitter einfach anzuheben.
Mehr im Schwarzwälder Boten

Nürtinger Stadtwald attraktiv für die Mopsfledermaus
Im Nürtinger Stadtwald befindet sich ein Wald-Refugium, das mit seinen vielfältigen Strukturen scheinbar ein guter Lebensraum für die anspruchsvolle Mopsfledermaus ist. Das legen neueste akustische Nachweise nahe, die Revierleiter Richard Höhn und das Ausbildungsteam im Forstrevier Nürtingen mit speziellen Aufnahmegeräten vom NABU lieferten. Ein Forschungsteam soll nun NABU und Forst helfen, mögliche Quartiere der Mopsfledermaus bei Nürtingen aufzuspüren.
Mehr
Hierzu ein Kommentar:
Ob die Vorkommen in Haigerloch-Hart auch einmal eine solche Wertschätzung erfahren werden? Immerhin sind ja dort die Quartiere bekannt und die Vorkommen sogar von Hausabbrüchen bedroht. Ein Konzept zur dauerhaften Erhaltung der Kolonie gibt es u.W. leider noch nicht.

Ihre Lernfähigkeit erleichtert Tabakschwärmern die Wahl der Nektarquelle und des Eiablageplatzes
Max-Planck-Forscherinnen und -Forscher haben neue Erkenntnisse über die Lernfähigkeit von Tabakschwärmern gewonnen. Erlernte Düfte beeinflussen die Vorlieben der Falter für bestimmte Blüten und Wirtspflanzen. Dabei reicht ein einziges abgelegtes Ei auf einer Pflanze aus, um diese auch noch nach 24 Stunden als erste Wahl wieder zu besuchen. Riechzellen auf dem Saugrüssel spielen hingegen beim Lernen keine Rolle.
https://idw-online.de/de/news776396

Abgesang der Frösche
Weltweit verschwinden Frösche und andere Amphibien von unserem Planeten. Besonders eine Pilzepidemie hat ihnen in den vergangenen Jahrzehnten stark zugesetzt.
Spektrum.de

Durchsichtig mit winzigem Gehirn: Neue Fischart in Myanmar entdeckt
Senckenberg-Wissenschaftler Ralf Britz hat mit internationalen Kollegen eine neue Art aus der Fischgattung Danionella beschrieben. Aufgrund der fehlenden Schädeldecke und des transparenten Körpers ist das Gehirn der winzigen Fische im Lebendzustand sichtbar. Sie gelten daher als ideale Modellorganismen für neurophysiologische Forschung. Die Neuentdeckung wird heute im Fachjournal "Scientific Reports" vorgestellt.
https://idw-online.de/de/news776222

Verschollener Meeres-Hundertfüßer an der Nordseeküste entdeckt
Dem Bodentier-Experten Dr. Hans Reip gelangen jetzt an mehreren Orten in Schleswig-Holstein Nachweise des Meeres-Hundertfüßers Strigamia maritima, der in Deutschland lange als verschollen galt. Bei seiner Suche erhielt er unerwartet Hilfe von "Nachwuchswissenschaftlern" – der erste Fund gelang einem kleinen Jungen!
https://idw-online.de/de/news776205

Auf geht's in die Schwammerln - Tipps zum Pilzesammeln von Thomas Schmidt
In der Pilzsaison zieht es viele hinaus in den Wald, um ihrer Sammellust nach Essbarem zu frönen. Die Freude, schmackhafte Pilze zu sammeln und später daraus leckere Gerichte zu zaubern, bleibt ungetrübt, wenn einige wichtige Verhaltensregeln beachtet werden.
Mehr beim NABU

Zustimmung für Photovoltaik-Pflicht auf gewerblichen Dachflächen und Parkplätzen
In ihrer gemeinsamen Stellungnahme zur PV-Pflicht-Verordnung begrüßen BUND, Fridays for Future, LNV und NABU, dass eine Pflicht zur Nutzung von gewerblichen Dachflächen und Parkplätzen für Photovoltaikanlagen eingeführt werden soll.
Mehr beim LNV

Grasland in Gefahr
Graslandschaften sind weltweit Oasen biologischer Vielfalt und stellen eine Vielzahl von Leistungen für den Menschen bereit – darunter Nahrungsmittel, Wasserversorgung und die Speicherung von Kohlenstoff. Die Zukunft dieser Ökosysteme sieht jedoch düster aus, sollten keine Maßnahmen ergriffen werden, um die Degradierung der Grasländer aufzuhalten und ihre Renaturierung zu fördern. Ein internationales Expert*innenteam, unter der Leitung der Universität Manchester, schlägt in der kürzlich erschienenen Publikation eine Reihe von Strategien vor, um die weltweite Zerstörung von Graslandschaften zu stoppen und ihre Wiederherstellung zu fördern.
https://idw-online.de/de/news776128

30.09.2021

Ausgesetzt, eingewandert oder schon immer da? Mauereidechsen in Hechingen
Wer sich dafür interessiert, was am Wegesrand so kreucht und fleucht, der kann in Hechingen eine überraschende Entdeckung machen - nicht etwa in einem Naturschutzgebiet, sondern auf dem Parkplatz des Kaufland-Supermarktes in der Kaullastraße. Dort lebt in den granit­geschotterten und locker bepflanzten Abgrenzungen der Parkflächen eine kleine Population ...
Hechinger Stadtspiegel

AG Schmetterlinge: Neue Artnachweise für den Zollernalbkreis
Auf den Schmetterlings-Seiten konnten im vergangenen Monat gleich vier Arten für den Zollernalbkreis neu beschrieben werden – bei 15 Arten wurden Fotos ergänzt.
Mehr

Störche genießen die Aussicht vom Kirchendach
Ein ganz außergewöhnliches Bild bot sich am Freitagabend auf der Kirche St. Peter und Paul in Steinhofen. 16 Störchen haben es sich dort gemütlich gemacht. Anwohner Ingolf Gulde ist dies aufgefallen.
Mehr im Schwarzwälder Boten

Fledermaus-Nacht in Haigerloch
Wieder auf reges Interesse ist die Fledermausnacht mit dem Nabu-Experten Jörg-Andreas Reihle beim Zunftheim in Haigerloch gestoßen: Vor allem viele junge Fans der Flugsäuger hingen an den Lippen von Reihle, der gewohnt informativ und unterhaltsam zu Werke ging.
Schwarzwälder Bote
Hohenzollerische Zeitung

Zahl der Koalas sinkt rapide
Die verheerenden Waldbrände haben den Koalas zugesetzt. Doch die Lebensraumzerstörung geht weiter: durch Dürren, Hitzewellen und die Rodung ganzer Landstriche.
Spektrum.de

Taschenratten strahlen im Dunklen zurück
Die im Südosten der USA heimische Taschenratte lebt fast immer versteckt unter der Erde. Wenn sie angeleuchtet wird, strahlt sie zurück – und keiner weiß genau, warum.
Spektrum.de

Wo riesige Hundertfüßer jagen
Auf Phillip Island entsteht ein altes Ökosystem neu, auch dank riesiger Hundertfüßer, die hier die Spitze der Nahrungskette erobert haben. Ihre Lieblingsbeute: kleine Vögel.
Spektrum.de

Wählerische Wasserdrachen: Einheimische Kammmolche suchen gezielt die besten Fortpflanzungsgewässer aus
Kammmolche überraschten nun ein internationales Forscher*innenteam: Ihre Forschungsergebnisse zeigen erstmals, dass die vermeintlich ortstreuen Amphibien nicht nur häufiger wandern als bislang angenommen, sondern dabei gezielt in für sie geeignete Gewässer zur Fortpflanzung einwandern. Diese Erkenntnis ist nicht nur ein entscheidender Baustein für das Verständnis der Ökologie von Amphibien, sondern auch sehr bedeutsam für den angewandten Schutz stark bedrohter Amphibienarten.
https://idw-online.de/de/news775380

Auch LED tragen zum Insektenschwund bei
LED erfreuen sich zunehmender Beliebtheit als Energie sparende Leuchtmittel. Für Nachtfalter bedeuten sie nicht unbedingt eine Verbesserung.
Spektrum.de

Zwischen Frust und Freude: 50 Jahre LNV
Der Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg (LNV) feiert 2021 sein 50-jähriges Bestehen. 1971 in Stuttgart als "Aktionsgemeinschaft Natur- und Umweltschutz Baden-Württemberg e. V." gegründet, entwickelte sich der LNV schnell zum zentralen Ansprechpartner von Politik und Verwaltung. Seine exponierte Stellung ist seit 1976 auch im Landesnaturschutzgesetz verankert. Ziel war es von Anfang an, die Kompetenzen und Kräfte der Mitgliedsverbände zu bündeln und als Dachverband mit einer Stimme zu sprechen.
Mehr beim LNV

Klare Positionen zur Solarenergie im Land
NABU und BUND fordern, das große Potenzial der Solarenergie im Südwesten zu nutzen und durch eine an ökologischen Kriterien orientierte Gestaltung von Freiflächensolaranlagen Klima- und Naturschutz gemeinsam voranzubringen.
Mehr beim NABU BW

Ein Jahr Biodiversitätsgesetz in Baden-Württemberg: Nachbesserungsbedarf bei Streuobstwiesenschutz und Schottergartenverbot
Das vor einem Jahr verabschiedete Biodiversitätsgesetz war ein wichtiger Meilenstein, um den Arten- und Biotopschutz in Baden-Württemberg voranzubringen. Doch im Hinblick auf den Streuobstwiesenschutz und das Schottergartenverbot verfehlt das Gesetz seine Ziele.
Mehr beim NABU BW

Mitmach-Aktion: Licht aus – für unsere Insekten!
Wenn es Nacht wird, gehen überall die Lichter an: Straßenlaternen, Autoscheinwerfer, Leuchtreklame oder leuchtende Spots auf historische Gebäude und Denkmäler. Für nachtaktive Insekten können solche Lichtquellen zu Todesfallen werden. Sie verlieren ihren Orientierungssinn, verwechseln Tag und Nacht oder sogar Sommer und Winter. Der BUND will es genauer wissen – wo im Land gehen die Lichter nicht aus? Melden Sie uns beleuchtete Gebäude, die in öffentlicher Hand sind!
Mehr beim BUND BW

Meilenstein in der Energiewende: Wissenschaftler*innen der TU Dresden bauen einzigartigen Energiespeicher
In Boxberg/O.L. ist ein Rotationskinetischer Speicher (RKS) in Erstbetrieb gegangen, dessen Speicherkapazität seinesgleichen sucht. Nicht nur groß, sondern auch zukunftsorientiert ist die Entwicklung der Stiftungsprofessur für Baumaschinen der TU Dresden: Sie eignet sich, anders als andere Speicherlösungen, trotz ihres großen Speichervermögens für den dezentralen Einsatz in Windparks. Mit diesem Demonstrator erfolgte ein bedeutender Schritt dieser Technologie in Richtung Marktreife.
https://idw-online.de/de/news775968

Die meisten fossilen Brennstoffe müssen im Boden bleiben
Einer Modellrechnung zufolge muss die Förderung fossiler Energieträger drastisch gedrosselt werden, um letztlich den weltweiten CO2-Ausstoß zu verringern.
Spektrum.de

Die Bienen brauchen Ihre Stimme
Bienen, Schmetterlinge und alle anderen bestäubenden Insekten sind für uns überlebenwichtig – so wie für die Vielfalt der Natur. Dennoch sind heute zahlreiche Insekten-Arten vom Aussterben bedroht.
Um sie zu schützen, sammeln in ganz Europa zahlreiche engagierte Menschen Unterschriften für die Europäische Bürgerinitiative (EBI) "Bienen und Bauern retten". Sie fordern von der EU eine ökologische Landwirtschaft ohne synthetische Pestizide. Landwirtinnen und Landwirte sollen bei der Agrarwende unterstützt und artenreiche Biotope wiederhergestellt werden.
zur Petition

Erneute Gewalt gegen Umweltaktivisten in Rumänien
In den Karpaten wurden ein Waldschützer sowie zwei Journalisten von mutmaßlichen illegalen Holzfällern brutal verprügelt. Dies ist nicht der erste Fall von Gewalt gegen Menschen, die sich gegen die rumänische Holzmafia stellen.
Mehr bei euronatur.org

Donau-Drau-Mur-Region als Biosphärenpark anerkannt
Nun ist es offiziell: Entlang der drei Flüsse Donau, Drau und Mur liegt Europas größtes Flussschutzgebiet. Auf einer Länge von 700 Kilometern erstreckt es sich von Österreich über Slowenien, Kroatien und Ungarn bis nach Serbien.
Mehr bei euronatur.org

Artensterben auch in der Literatur
Die biologische Vielfalt nimmt in der westlich geprägten Literatur seit den 1830er Jahren kontinuierlich ab. Das ist das Ergebnis einer umfangreichen Studie, die von Leipziger Forschern geleitet wurde. Die Forscher haben dafür knapp 16.000 Werke untersucht, die zwischen 1705 und 1969 erschienen sind. Die Studie wurden in der Fachzeitschrift People and Nature veröffentlicht. Die Ergebnisse deuten die Forscher als Hinweis auf eine zunehmende Entfremdung des Menschen von der Natur.
https://idw-online.de/de/news775917

querFELDein-Podcast: Neue Folge zur Lichtverschmutzung
In Folge 7 des querFELDein-Podcasts ging es um das Thema Insektensterben und welche Rolle die Landwirtschaft dabei spielt. Dieses Mal widmen sich die Moderatoren Julia Lidauer und Johann Neubert der Lichtverschmutzung, welche ebenfalls mit dem Insektensterben im Zusammenhang steht.
https://idw-online.de/de/news775562

Zeit für eine umweltverträgliche Landwirtschaft: Umweltrechtler Köck plädiert für ein neues Landwirtschaftsgesetz
Die Landwirtschaft steht vor vielen Herausforderungen: Sie soll die Nahrungsmittelproduktion sichern und zugleich den Anforderungen der Gesellschaft an mehr Umwelt-, Natur- und Klimaschutz sowie dem Tierwohl gerecht werden. Das gelingt aber kaum. Nun kommt Bewegung in die Agrarpolitik: Ende Juni hat die Zukunftskommission Landwirtschaft ihre Vorschläge präsentiert, die ein „Weiter so“ ausschließen. Zudem hat die EU ihren Mitgliedstaaten mehr nationale Spielräume in der Agrarpolitik eingeräumt. UFZ-Umweltrechtler Prof. Wolfgang Köck sieht nun gute Voraussetzungen für ein neues Landwirtschaftsgesetz in Deutschland. Es soll für mehr Umweltverträglichkeit und Nachhaltigkeit sorgen.
https://idw-online.de/de/news774949

No major economy on track for Paris goals
None of the world’s major economies, including those in the G20 group, have a sufficient plan to meet their obligations under the Paris Agreement on climate change. The policy-analyst group Climate Action Tracker looked at the policies of 36 countries, plus the European Union, that are responsible for 80% of the world’s greenhouse-gas emissions. Only the Gambia’s climate action is compatible with the goal of limiting global warming to 1.5 ℃. Seven countries’ policies were almost good enough, including the United Kingdom. Russia and Singapore are among the nations whose policies were judged to be badly insufficient.
Read more on CNN

25.09.2021

Stürme lassen Seevögel verhungern
Im Winter landen immer wieder hunderte oder tausende abgemagerte Seevögel an Stränden Europas oder Nordamerikas. Schuld daran sind Stürme. Sie töten allerdings nicht direkt.
Spektrum.de

Kakapos haben gute Gene
Der neuseeländische Kakapo gehört zu den seltensten Vogelarten der Erde. Sein Erbgut ist aber noch erstaunlich vielfältig und gesund. Das macht Hoffnung.
Spektrum.de

Retten wir die letzten Okapis im Kongo vor den Goldsuchern
Bettina Behrend von Rettet den Regenwald e.V. schreibt: Okapis sind unverwechselbar: sie sehen aus wie kleine Giraffen, die Streifen wie Zebras haben. Allerdings sind sie sehr selten – und könnten bald gänzlich verschwunden sein. Eine beachtliche Population der Tiere lebt im Okapi Wildtierreservat in der Demokratischen Republik Kongo. Das Land ist das einzige, in dem es diese Tierart noch gibt. Doch grassierender Goldbergbau im Unesco-Welterbegebiet – namentlich durch die chinesische Firma Kimia – bereitet größte Sorge.
Mehr

Das Liebesleben des legendären "Kraken"
Ein Vaterschaftstest mit überraschendem Ausgang wirft Fragen über die Fortpflanzung der Riesenkalmare auf. Womöglich ist das Vorbild der mythischen Meeresmonster lebenslang treu.
Spektrum.de

Regen in Grönland weiteres Alarmsignal
Grönlands Eiskappe schmilzt weiter mit der Erderwärmung. Nun regnet es sogar im hohen Norden und in großer Höhe zur falschen Jahreszeit.
Spektrum.de

Kernenergie – keine Risikotechnologie?
Der Bericht des Joint Research Centre (JRC), der im Auftrag der Europäischen Kommission prüfen sollte, ob die Kernenergie keinen „signifikanten Schaden“ für Mensch und Umwelt verursachen kann, betrachtet wesentliche Risiken wie die Gefahr katastrophaler Unfälle sowie die Verbreitung von Kernwaffen nicht in der notwendigen Tiefe. Die Schlussfolgerung des JRC, nämlich dass die Kernenergie keinen erheblichen Schaden verursache und daher als „nachhaltige“ Technologie zur Bekämpfung des Klimawandels durch die EU gefördert werden könne, ist, wie die Analyse des Öko-Instituts zeigt, nicht zulässig.
https://idw-online.de/de/news775016

Bauteile aus Faserverbundkunststoff für E-Autos 30 Jahre lang wiederverwenden – Fraunhofer zeigt Prototyp
In E-Autos werden zukünftig mehr und mehr kohlenstofffaserverstärkte Kunststoffe verbaut. Aber was geschieht mit diesen Bauteilen, wenn sie ausrangiert werden? Die Antwort lautet bisher meist: Sie werden auf der Deponie entsorgt oder verbrannt. Um sie wirtschaftlich sinnvoll wiederzuverwenden, fehlt bisher die Technologie. Das wollen 20 Partner aus sieben Ländern ändern. Auf der Mailand Design Week vom 5. bis 10. September 2021 haben sie einen neuartigen Fahrzeugrahmen präsentiert, der sich 30 Jahre lang wiederverwenden lässt.
https://idw-online.de/de/news775677

Nur schnelles Handeln kann Landwirtschaft und Umweltschutz im Gran Chaco noch in Einklang bringen
Der Gran Chaco im Herzen Südamerikas hat sich in den letzten Jahrzehnten zu einem globalen Hotspot der Umweltzerstörung entwickelt. Hauptgrund für diese Entwicklung in der Trockenwaldregion, dreimal so groß wie Deutschland, ist die Rodung riesiger Flächen für die industrialisierte Landwirtschaft zur Produktion von Rindfleisch und Sojabohnen für internationale Märkte. Wie für viele andere Trockenwälder im globalen Süden stellt sich auch für den Gran Chaco die Frage, wie Landwirtschaft und Umweltschutz in Einklang gebracht werden können?
https://idw-online.de/de/news775599

Totholz im globalen Kohlenstoff-Kreislauf
Wie schnell totes Holz im Wald abgebaut wird, hängt vom Klima sowie von Pilzen und Insekten ab. Ein internationales Forschungsteam hat nun den jährlichen Beitrag von Totholz zum globalen Kohlenstoffkreislauf ermittelt und erstmals die Bedeutung von Insekten beim Holzabbau quantifiziert.
https://idw-online.de/de/news775059

Fossil fuels must be left in the ground
Almost all economically viable global coal reserves must remain untapped if we are to have a chance of hitting internationally agreed climate-change goals. An updated model suggests that for us to have a 50% chance of remaining below 1.5 °C degrees of global warming — the more aspirational goal of the 2015 Paris agreement — the world must not emit more than 580 gigatonnes of carbon dioxide before 2100. Under this scenario, 89% of coal reserves, 58% of oil reserves and 59% of gas reserves must remain unextracted. The model also assumes substantial use of carbon dioxide removal and carbon capture and storage, because if they aren’t included — or are included at a smaller scale — "that target is unfeasible", says environmental and energy economist Dan Welsby.
nature.com

China prepares to test thorium reactor
An experimental thorium-fuelled nuclear reactor is about to begin tests in China. Although thorium has been trialled in reactors before, China looks to be the first country to have a shot at commercializing the technology. The reactor has the potential to produce nuclear energy that is relatively safe and cheap, while also generating a much smaller amount of very long-lived radioactive waste than conventional reactors. Thorium itself is a waste product of the growing rare-earth mining industry and is much more plentiful than uranium.
nature.com

Hear a duck swear like an Australian
Wild musk ducks (Biziura lobata) learn to make high-pitched whistles from older members of their flock. But hatchlings raised in captivity can mimic sounds they hear around them, from their aviary door squeaking to a caretaker saying "You bloody fool". Recordings offer evidence that the Australian waterbirds might be part of a rare group of species, including parrots, whales, bats and people, that can learn to vocalize sounds from what they hear as infants.
New Scientist

Cannibal cane toads' rapid evolution
Invasive cane toads (Rhinella marina) in Australia have evolved a taste for their fellows, with tadpoles commonly devouring swathes of hatchlings. The behaviour evolved at a breakneck pace: in their native range in South America, the toads are far less cannibalistic, and they were introduced to Australia less than a hundred years ago. In 1935, farmers introduced the first 100 cane toads, and there are now well over 200 million of them — creating unusual competitive pressure from their own species. "These toads have gotten to the point where their own worst enemy is themselves," says invasive-species biologist Jayna DeVore.
Nature.com

20.09.2021

DDA: Retten Sie mit uns das Rebhuhn!
Die Bestände des Rebhuhns, früher ein häufiger Vogel unserer Agrarlandschaft, sind europaweit seit 1980 um 94 Prozent zurückgegangen. Auf der Roten Liste der Brutvögel Deutschlands wird das Rebhuhn inzwischen als stark gefährdet eingestuft. Untersuchungen zeigen, dass sich Schutzmaßnahmen für das Rebhuhn auf zahlreiche Arten der Agrarlandschaft positiv auswirken können. Maßnahmen, die dem Rebhuhn nutzen, leisten daher einen wichtigen Beitrag zur Wiederherstellung und Erhalt der Artenvielfalt in den Agrarlandschaften Deutschlands.
Mehr beim DDA

Kot fressen statt Winterschlaf halten
Ein Pfeifhase lieferte die Inspiration für Pikachu. Außerdem überlebt er in fast fünf Kilometer Höhe. Und das, obwohl die Tiere nicht versteckt überwintern können.
Spektrum.de

Erstes Opfer der Urbanisierung bestätigt
Vor rund 70 Jahren starb der Xerces-Bläuling aus. Er wurde Opfer der zunehmenden Bebauung in San Francisco.
Spektrum.de

Rätselhaftes Froschmassensterben sorgt Australier
Reihenweise finden Australier tote und sterbende Frösche in ihren Gärten und in der Natur. Die Ursache ist noch unbekannt. Steckt ein Pilz dahinter?
Spektrum.de

Klimawandel erschwert die Fischerei
Die Erderwärmung mindert vielerorts die Erträge des Fischfangs. Das bedroht die Nahrungsmittelversorgung – vor allem in tropischen Ländern.
Spektrum.de

Ein Windrad hinterm Gemüsebeet
Windkraftanlagen werden immer größer - aber nicht alle. Weltweit stellen sich immer mehr Menschen kleine Windturbinen hinters Eigenheim. Das Ziel: Unabhängigkeit. Funktioniert das?
Spektrum.de

09.09.2021

Naturschützer gegen Baugebiet "Wettegärten" in Weilen u.d.R.
(...) Seit dem 01.08.2020 ist das sog. Biodiversitäts-Stärkungsgesetz in Kraft. Dass die sich aus der Neufassung des § 22 (Biotopverbund) sowie der Einführung des § 33a (Streuobstschutz) NSchG ergebenden Konsequenzen in dieser am 29.04.2021 vorgelegten Planung noch nicht einmal erwähnt werden, stellt u.E. einen eklatanten Mangel dar. Deshalb ist die vorgelegte Planung aus Sicht der Natur- und Umweltschutzverbände grundsätzlich abzulehnen.
Stellungnahme (PDF)
weitere aktuelle Stellungnahmen

Michael Eick neuer Leiter der Umweltakademie
Michael Eick ist studierter Biologe und Geograf, hat unter anderem diese Fächer am Gymnasium unterrichtet und darüber hinaus in der Aus- und Fortbildung von Lehrkräften gewirkt. Mit Lehraufträgen an den Universitäten Hohenheim und Ulm, langjährigem ehrenamtlichen Engagement - darunter im Vorstand der NABU-Gruppe Fellbach und im NABU-Landesvorstand, im praktischen Naturschutz sowie gutachterlichen Tätigkeiten bringt er umfassende Erfahrungen aus unterschiedlichsten Bereichen für sein neues Amt in der Umweltakademie mit.
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Mahnendes "Schmetterlings-Thermometer"
Ein tierisches Zeichen des Klimawandels: Die Erwärmung treibt nicht nur die Anzeigen von Thermometern in die Höhe, sondern auch Schmetterlinge, berichten Forscher. Die Verbreitungsgebiete von Alpen-Tagfaltern haben sich innerhalb von 60 Jahren 300 Meter bergaufwärts verlagert, zeigt ihre Studie. Wie bei anderen Aspekten des Klimawandels sind auch in diesem Fall Anpassungsgrenzen in Sicht: Am Gipfel ist Schluss mit den Ausweichmöglichkeiten der Berg-Schmetterlinge.
Wissenschaft.de/

Kot fressen statt Winterschlaf halten
Ein Pfeifhase lieferte die Inspiration für Pikachu. Außerdem überlebt er in fast fünf Kilometer Höhe. Und das, obwohl die Tiere nicht versteckt überwintern können.
Spektrum.de

Körperfressende Korallenkrankheit breitet sich aus
Eine Krankheit bedroht Korallenriffe in der Karibik und im Golf von Mexiko. Wahrscheinlich werden die Erreger über Ballastwasser verschleppt.
Spektrum.de

Klimawandel erschwert die Fischerei
Die Erderwärmung mindert vielerorts die Erträge des Fischfangs. Das bedroht die Nahrungsmittelversorgung – vor allem in tropischen Ländern.
Spektrum.de

Climate change made heatwave more likely
The chance of temperatures in North America’s Pacific Northwest coming close to 50 °C has increased at least 150-fold since the end of the nineteenth century, found a rapid analysis conducted in response to last month’s heatwave. “This heatwave would have been virtually impossible without the influence of human-caused climate change,” says climate scientist Sjoukje Philip. "It was probably still a rare event, but if global warming might exceed two degrees, it might occur every five to ten years in the future." Canada’s highest-ever temperature — 49.6 ℃ — was recorded in Lytton, British Columbia, on 29 June. The next day, the village was almost completely destroyed by out-of-control wildfires.
nature.com

29.07.2021

Wiedehopf - Der Irokese unter den Vögeln ist zurück
Der Wiedehopf, der Irokese unter den Vögeln, ist zurück am Kaiserstuhl. Das ist auch der Verdienst des Ornithologen Christian Stange. Ein wirklich schöner Beitrag über den Wiedehopf und die Arbeit des NABU-Experten vom NABU Freiburg.
SWR-Fernsehen

Umweltfreundliches Verhalten von Schülerinnen und Schülern kann gefördert werden
Projekt zur Betreuung von Hummelvölkern an Schulen zeigt Möglichkeiten auf, hummel- und umweltfreundliche Handlungsabsichten von Schülerinnen und Schülern zu stärken
https://idw-online.de/de/news771843

Erstmals tödlicher Angriff von Schimpansen auf Gorillas beobachtet
Ein Forschungsteam der Universität Osnabrück und des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie aus Leipzig hat erstmals tödliche Angriffe von Schimpansen auf Gorillas in freier Wildbahn beobachtet. Die neuen Erkenntnisse sind unter dem Titel "Lethal coalitionary attacks of chimpanzees (Pan troglodytes troglodytes) on gorillas (Gorilla gorilla gorilla) in the wild" in der Fachzeitschrift Scientific Reports erschienen.
https://idw-online.de/de/news773002

Italienische Höhlensalamander in Deutschland?
Nicht-einheimische Arten zählen zu den Hauptproblemen für den Verlust der Artenvielfalt. Unter den Amphibien sind es vor allem einige nicht-einheimische Froschlurche (z.B. Aga-Kröte oder Afrikanischer Krallenfrosch), die großen negativen Einfluss auf fremde Ökosysteme nehmen können. Für Schwanzlurche, also Molche und Salamander, sind nur wenige Fälle bekannt, in denen diese in andere Ökosysteme verschleppt oder ausgesetzt wurden. Seit 2013 ist bekannt, dass es eine kleine Population von Höhlensalamandern im Weserbergland/Solling, Niedersachsen gibt. Jetzt ist die Art sowohl durch genetischen Nachweis als auch aufgrund des äußeren Erscheinungsbilds als Speleomantes italicus bestimmt.
https://idw-online.de/de/news772967

Was summt in Garten und Feld? Smartphone-App hilft, Wildbienen leichter zu bestimmen
Die meisten Menschen kennen Honigbienen. Wie viele unterschiedliche Wildbienenarten es gibt, wissen die Wenigsten. Eine neue Smartphone-App soll die Bestimmung der unterschiedlichen Arten erleichtern und so zum Schutz der bedrohten Bestäuber beitragen. Mit "Wildbienen Id BienABest" können Interessierte rund einhundert der häufigsten und auffälligsten Wildbienen in Deutschland identifizieren. Entwickelt wurde die kostenlose App innerhalb des Verbundprojekts "BienABest" des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI e.V.) und der Universität Ulm.
https://idw-online.de/de/news772936

Naturschutzverbände fordern deutlich mehr Tempo für Renaturierung der Fließgewässer
Es ist ein dickes Brett, das Baden-Württemberg beim Gewässerschutz bohren muss. "Wir sind meilenweit davon entfernt, die EU-Ziele zu erreichen. Das Umsetzungstempo muss jetzt im dritten Bewirtschaftungszyklus deutlich anziehen, damit wir eine Chance haben, alle Gewässer in einen guten Zustand zu überführen", sagt der NABU-Landesvorsitzende Johannes Enssle. Gemeinsam mit den Verbandsspitzen von BUND und LNV im Land hat er die kürzlich verschickte Stellungnahme der drei Naturschutzverbände NABU, BUND und LNV an das Land unterschrieben. Darin fordern die Verbände das Umweltministerium und die Regierungspräsidien auf, spürbar mehr Einsatz für die Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) zu zeigen.
Mehr beim Landesnaturschutzverband (LNV)

"UnternehmensNatur" lässt Firmengelände erblühen
Im Projekt "UnternehmensNatur" von NABU und Flächenagentur Baden-Württemberg werden Firmen beraten, wie sie ihre Betriebsgelände naturnah gestalten können. So entstehen in Städten und Industriegebieten wertvolle Lebensräume, die zum Erhalt der Artenvielfalt beitragen.
Mehr beim NABU BW

Schottergärten abmildern: So kommt wieder mehr Natur ins Beet
Es hat sich herumgesprochen: Schottergärten sind schlecht für die Biodiversität und unser Klima. Alle Landesbauordnungen geben deshalb vor, dass nicht bebaute Flächen zu begrünen und wasserdurchlässig zu gestalten sind. Doch was tun, wenn man schon einen Schottergarten hat und ihn ökologisch aufwerten möchte? Wir zeigen es.
Mehr beim NABU.de

Klimawandel erzeugt jedes Jahr 18 neue Gletscherseen
Die rasante Gletscherschmelze lässt sich an einem eindrücklichen Phänomen sichtbar machen: Überall in den Schweizer Alpen entstehen derzeit neue Gletscherseen.
Spektrum.de

Klasse und Masse – bei der Durchwachsenen Silphie stimmt alles
Mehrjährige Energiepflanzen bieten viele Vorteile für die Landwirtschaft: stabile Erträge ohne Erosionsrisiko oder Nährstoffauswaschung. Gleichzeitig tragen sie durch geringen Einsatz chemischer Pflanzenschutzmittel und unüblicher Pflege- und Erntezeiten zur biologischen Vielfalt in der Agrarlandschaft bei. Zu diesem Schluss kommen das Technologie- und Förderzentrum (TFZ) sowie die Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL), die in einem sechsjährigen Forschungsprojekt die Umweltparameter sowie das Ertragspotenzial von mehrjährigen Energiepflanzen untersucht hatten. Die Ergebnisse wurden jetzt im TFZ-Bericht Nr. 71 veröffentlicht.
https://idw-online.de/de/news772556

Pflanzenreste auf dem Feld verrotten zu lassen ist gut für das Klima
Im Boden verrottende Pflanzen sind nicht nur als Kompost wertvoll. Tatsächlich spielen Pflanzenreste eine entscheidende Rolle, wenn es darum geht, den Kohlenstoff im Boden zu halten, was für die Reduzierung der CO2-Emissionen des Planeten wichtig ist. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie von Forschenden der Technischen Universität München (TUM) und anderen Institutionen.
https://idw-online.de/de/news772436

Flutkatastrophe: "Wir brauchen eine gesellschaftliche Debatte über die nachhaltige Nutzung von Auen"
Bei der Ursachenforschung zu der aktuellen Flutkatastrophe im Westen Deutschlands sowie in den angrenzenden Ländern wird vor allem darüber diskutiert, inwieweit menschgemachter Klimawandel und Flächenversiegelung in den Einzugsgebieten die natürlichen Flutprozesse verstärkt. Prof. Dr. Christoph Zielhofer, Physischer Geograph an der Universität Leipzig, sieht allerdings noch eine andere Gefahr: Bei extremen Hochfluten spielen seiner Ansicht nach die baulichen Veränderungen in den Flussauen eine große Rolle. Dieser Aspekt komme in der Diskussion um die Ursachen der Flutkatastrophen bisher zu kurz.
https://idw-online.de/de/news773046

Regenwaldgebiete absorbieren kein Treibhausgas mehr
Die Amazonaswälder wirkten bisher dem Klimawandel entgegen. Doch das ändert sich gerade. Teile der Waldgebiete geben schon mehr Treibhausgase ab, als sie aufnehmen.
Spektrum.de

22.07.2021

Warum auch der NABU "Witzenhart" kritisiert
Die Hechinger NABU-Aktiven trafen sich im Klostergarten St. Luzen zum ersten Mal wieder persönlich. Sie warben für Streuobstbestände und übten Kritik an der Planung für "Witzenhart" in Sickingen.
Hohenzollerische Zeitung
Stellungnahme der Naturschutzverbände (PDF)

Singvögel mögen es süß
Der Mensch erkennt ohne Probleme süß schmeckende Lebensmittel. Vielen fleischfressenden Tieren jedoch fehlt diese Fähigkeit. Ob Vögel als Nachfahren fleischfressender Dinosaurier Süßes erkennen, war bislang unklar. Ein internationales Team um Maude Baldwin vom Max-Planck-Institut für Ornithologie hat nun gezeigt, dass Singvögel unabhängig von der primären Ernährungsweise Süßes erkennen und seit wann und auch wie die Singvögel-Vorfahren den umami Geschmacksrezeptor, der eigentlich auf Herzhaftes reagiert, zum Schmecken von Zucker nutzen. Diese Fähigkeit blieb den Singvögeln im Laufe der Evolution erhalten und beeinflusst die Ernährung von nahezu der Hälfte aller heute lebenden Vögel.
https://idw-online.de/de/news772200

Projektstart: Vogeldetektionssysteme auf dem Prüfstand
Am 1. Juni startete das Projekt "Durchführung von Leistungsnachweisen für Detektionssysteme zur Verminderung von Vogelkollisionen an Windenergieanlagen in Brandenburg", welches vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Energie des Landes Brandenburg (MWAE) gefördert wird. Dabei erprobt die Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) in Kooperation mit dem Kompetenzzentrum Naturschutz und Energiewende (KNE) sensorbasierte, automatische Vogeldetektionssysteme, die verhindern sollen, dass windenergiesensible Greif- und Großvogelarten mit Windenergieanlagen kollidieren.
https://idw-online.de/de/news772468

Schwärze verleiht Flügel
Viele Seevögel weisen dunkle Federn auf ihren Flügeln auf. Nun scheint klar, warum das so ist.
Spektrum.de

Muskeln schützen Seeotter vorm Frieren
Seeotter sind die kleinsten aller Meeressäugetiere. Der Kälte trotzen sie mit einem Trick: Ihre Muskeln arbeiten alles andere als energiesparend.
Spektrum.de

Nach dem Gipfel ist Schluss: Klimawandel bedroht Gebirgs-Schmetterlinge
Ein europäisches Team aus Bonn, Müncheberg und Salzburg hat die Verbreitung von Gebirgs-Schmetterlingen im österreichischen Bundesland Salzburg untersucht. Die Wissenschaftler zeigen in ihrer heute im Nature-Fachjournal "Scientific Reports" erschienenen Studie, dass die Gebirgs-Tagfalter in den letzten 60 Jahren im Schnitt um über 300 Meter in die Höhe gewandert sind. In niedrigeren Lagen verschwinden die Schmetterlinge und tauchen bergaufwärts wieder auf – die Forschenden sehen darin eine Reaktion auf die Klimaerwärmung und den Beginn einer grundlegenden Veränderung der Natur.
https://idw-online.de/de/news772736

Naturtipp: Der Kolibri, der ein Schmetterling ist
Viele nennen es auch Garten-Kolibri. Denn das Taubenschwänzchen (Macroglossum stellatarum) schwirrt gerne mit rund 80 Flügelschlägen pro Sekunde in unseren Gärten herum. So schafft es in einer Minute bis zu 150 Besuchen an Blüten. Dabei bleibt es wie ein kleiner Hubschrauber in der Luft vor der Blüte stehen, um mit seinem Rüssel Nektar zu saugen. Damit ist es anderen Schmetterlingen weit überlegen. Denn sie kommen durchschnittlich auf zehn bis 15 Flügelschlägen in der Sekunde.
Mehr beim BUND BaWue

Baden-Württemberg hinkt beim Vogelschutz hinterher
Die neue Rote Liste der Brutvögel Deutschlands zeigt Defizite im Vogelschutz in Baden-Württemberg auf. Viele Vogelarten sind hier um eine Gefährdungskategorie schlechter eingestuft als im Bundesdurchschnitt. Besonders bedroht sind die Feld- und Wiesenvögel.
Mehr beim NABU BW

Asiatischer Marienkäfer nach erstem Zählzeitraum des Insektensommers erstmals auf Platz eins
Im ersten Zählzeitraum des Insektensommers 2021 wurde der Asiatische Marienkäfer erstmals bundesweit am häufigsten gesichtet und verdrängt damit die Steinhummel auf den zweiten Platz. Dazu hat wohl insbesondere der kühle Frühling beigetragen.
Mehr beim NABU BW

Schub für die Windkraft: Studie plädiert für eine rechtzeitige Berücksichtigung von Umwelt- und Landschaftsschutz
Seit Jahren kommt der Ausbau der Windkraft nicht wie geplant voran. Das liegt laut einer Studie der TH OWL, die durch das Bundesamt für Naturschutz gefördert wurde, unter anderem daran, dass Natur- und Landschaftsschutz zu spät bei der Planung neuer Windkraftanlagen einbezogen werden. Laut der Studie sind aus Naturschutzsicht rund 3,6 Prozent der Fläche in Deutschland für die Nutzung von Windenergie geeignet.
https://idw-online.de/de/news771775

Unterschreiben Sie für die Agrarwende und Klimaschutz?
Sven Giegold & Martin Häusling schreiben: In Brüssel steht in diesen Wochen eine der wichtigsten Entscheidungen für den Klima- und Umweltschutz an: Es geht um die Zukunft der EU-Agrarpolitik. Konkret: Wird die Landwirtschaft die Klimakrise weiter anheizen oder zum Klimaschutz beitragen? Hinter den verschlossenen Türen des Rates der Mitgliedsländer hilft Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU), eine Agrarwende zugunsten des Klima- und Umweltschutzes zu blockieren.
zur Petitionsseite

EU-Rechnungshof wirft europäischer Agrarpolitik Versagen vor
100 Milliarden Euro flossen dem Namen nach in den Agrar-Klimaschutz. Gebracht hat das praktisch nichts, sagt die Prüfbehörde: Die Emissionen gingen kaum zurück.
Spektrum.de

15.07.2021

Rote Liste Brutvögel: Vogelsterben in Deutschland geht weiter
Wissenschaftler und Vogelschützer fordern wegen des dramatischen Rückgangs an Brutvögeln einen nationalen Rettungsplan
https://idw-online.de/de/news771379

Ambiente und gutes Essen: Wildbienen brauchen vielfältige Agrarlandschaften
Massentrachten wie Raps oder Ackerbohnen bieten wertvolle Nahrungsquellen für Bienen, die bei ihren Blütenbesuchen zur Bestäubung von Kultur- und Wildpflanzen beitragen. Doch nicht jede blühende Ackerkultur wird von denselben Bienen besucht. Ein Team der Universität Göttingen und des Julius Kühn-Instituts (JKI) in Braunschweig hat untersucht, wie sich die Lebensraumvielfalt der Agrarlandschaft und der Anbau verschiedener Massentrachten, das heißt blühender Kulturpflanzen, auf Wildbienen auswirken.
https://idw-online.de/de/news771752

Wildbienen brauchen Totholz im Wald
Wie viele Baumarten gibt es im Wald? Wie sind die Bäume verteilt? Wie hoch sind die einzelnen Baumkronen? Gibt es umgestürzte Bäume oder ausgehöhlte Baumstämme? Forstwissenschaftlerinnen und Forstwissenschaftler charakterisieren Wälder nach strukturellen Faktoren. „Strukturreichtum ist sehr wichtig für die Biodiversität in Wäldern. Aber forstlich genutzte Wälder sind im Allgemeinen strukturarm“, sagt Tristan Eckerter von der Professur für Naturschutz und Landschaftsökologie der Universität Freiburg.
https://idw-online.de/de/news771387

Eine Frage der Fairness: Klimaschutz bei Wohnen und Verkehr
Eine sozial gerechte Klimaschutzpolitik beim Wohnen und im Verkehr ist möglich. Dazu müssen Kosten und Belastungen für Haushalte mit niedrigem Einkommen geringgehalten oder umverteilt werden. So sollten etwa die Investitionen für energetische Sanierungen nicht zu untragbaren Mietsteigerungen führen und die höheren Heizkosten, die durch die neue CO2-Bespreisung entstehen, gerecht zwischen Mietenden und Vermietenden aufgeteilt werden.
https://idw-online.de/de/news771733

Dolphins learn their teammates' names
Male dolphins learn the signature whistles — unique 'names' given to dolphins by their mothers — of each member of their extensive, lifelong network of allies. The finding suggests that the cetaceans have a concept of team membership — a first in the animal kingdom. Scientists used underwater sound systems and drones to observe how dolphins responded to each other’s hails. The animals were quickest to heed the call of pals who had helped them in the past.
Science Magazine

Birds flown to Mexico to escape rising seas
Thirty-three black-footed albatrosses (Phoebastria nigripes) started new lives on Guadalupe Island in Mexico after being flown 6,000 kilometres from Midway Atoll near Hawaii. On Midway, they "were destined to drown", says conservation biologist Julio Hernández Montoya. The birds were flown on a commercial airline, as eggs or one-month-old chicks, in the first transfer of a seabird species between nations. Conservationists first restored Guadalupe Island to its lush natural state by removing invasive species, including nearly 50,000 goats and 1,500 feral cats.
Science Magazine

08.07.2021

Neue Süßwasserfischart
Eine neue Fischart wurde nach einem der renommiertesten Zoologen Syriens benannt, der am 16.2.2015 in den blutigen Konflikten in Syrien hinterlistig von einem Scharfschützen erschossen wurde: Dr. Adwan Shehab. 1967 geboren, studierte er an Universität Damaskus und promovierte im Jahr 1999. Er hinterließ seine Frau und vier Kinder. Nach zehn Jahren Syrienkrieg halten Zerstörung, Hunger und Leid weiter an. Die Sinnlosigkeit zeigt sich einerseits im Tod Shebabs, dessen internationale wissenschaftliche Expertise durch seine Ermordung einfach ausgelöscht wurde. Gleichzeitig macht uns die gesamte Tragödie Syriens fassungslos, die Tragödie eines Landes, das größtenteils in Trümmern liegt.
https://idw-online.de/de/news771726

Die Wüsten verlieren ihre Pflanzen
Längere Dürren und steigende Temperaturen setzen sogar den härtesten Pflanzen zu. Das trifft besonders die artenreiche Sonora-Wüste in Nordamerika.
Spektrum.de

Störche finden frisch gemähte Wiesen mit Hilfe ihrer Nase
Immer der Nase nach? Das galt bislang nur für manche Geier und Seevögel. Nun zeigt sich: Wenn der Bauer mäht, riecht ein Storch das noch über Kilometer hinweg.
Spektrum.de

Klimawandel schädigt Ozonschicht über der Arktis immer weiter
Trotz weltweitem FCKW-Verbot erholt sich die Ozonschicht über der Arktis nicht. Die globalen Emissionen von Treibhausgasen werden bis 2100 für weitere Ozonverluste sorgen
Spektrum.de

So funktioniert Klimamodellierung
Klimaneutralität heißt das Ziel und die Debatten über den Weg dorthin sind in vollem Gange. Um es zu erreichen, sind tiefgreifende Veränderungen notwendig. Warum dies wichtig ist, zeigen Klimasimulationen. Ohne sie bleibt Klimapolitik blind. Wie Klimamodelle funktionieren, erklärt das Deutsche Klima-Konsortium auf der neuen Website
https://www.klimasimulationen.de.
https://idw-online.de/de/news771195

Leaked report sends dire climate warning
The next Intergovernmental Panel of Climate Change (IPCC) report will deliver an unprecedented climate-change wake-up call, reports the AFP news agency. The leaked draft report, due to be released next year, says that global temperatures are already at 1.1 ℃ above levels in the mid-nineteenth century. Even if we meet the Paris climate agreement target of keeping temperatures below 1.5 ℃, "conditions will change beyond many organisms' ability to adapt". And if we continue on current trends, we are headed to break 3 ℃ — with serious, irreversible consequences. "The worst is yet to come, affecting our children’s and grandchildren’s lives much more than our own," the draft report states. "We need transformational change operating on processes and behaviours at all levels."
Yahoo.com

01.07.2021

Neue Zuchtberichte auf den Schmetterlingsseiten
Mitunter gibt es solche Geschichten, die irgendwo im Bereich zwischen "echt crazy" und "total bescheuert" angesiedelt sind. Eine davon ist die erfolgreiche Zucht von Eichen-Prozessionsspinnern. Aber auch die Entwicklung einer Meldenflureule wurde fotografisch dokumentiert:
Eichen-Prozessionsspinner (Thaumetopoea processionea) und
Meldenflureule (Anarta trifolii)

Neue Rote Liste der Brutvögel Deutschlands erschienen
Das Nationale Gremium Rote Liste Vögel hat in der bereits sechsten Fassung die aktuelle Rote Liste der Brutvögel Deutschlands der Öffentlichkeit vorgestellt. 43 Prozent der 259 regelmäßig in Deutschland brütenden heimischen Vogelarten mussten in die neue Rote Liste aufgenommen werden, inklusive der in Deutschland ausgestorbenen Brutvogelarten. Somit steht annähernd jede zweite Brutvogelart auf der neuen Roten Liste und ist somit bedroht.
"Besonders hervorzuheben ist, dass es vor allem in der höchsten Gefährdungskategorie 'Vom Aussterben bedroht' zu einem deutlichen Anstieg kam. Hier nahm die Artenzahl um über zehn Prozent gegenüber der vorherigen Fassung von 2015 zu, um Arten wie Raubwürger oder Knäkente", so DRV-Präsident Dr. Andreas von Lindeiner. Damit sind nun 33 oder knapp 13 Prozent der deutschen Brutvogelarten vom Aussterben bedroht.
Mehr beim DDA

Distelfalter trotzen der Sahara
Schmetterlingen, die aus ihrem afrikanischen Winterquartier gen Europa fliegen, gelingt es sogar die Sahara zu durchqueren. Unter bestimmten klimatischen Bedingungen.
Spektrum.de

Stickstoffüberschuss gefährdet Schmetterlinge
Stickstoff aus Landwirtschaft, Verkehrsabgasen und Industrie bringt Schmetterlinge in der Schweiz in Bedrängnis. Über die Luft lagert sich das Element in den Böden ab und verändert die Vegetation – zum Nachteil der Tagfalter, wie Forschende der Universität Basel feststellten.
https://idw-online.de/de/news770926

Libellen: Gewinner und Verlierer in Deutschland
In den letzten 35 Jahres hat sich die Verteilung der Libellenarten in Deutschland stark verändert. So wurden Rückgänge vor allem bei Arten an stehenden Gewässern verzeichnet. Zuwächse gab es hingegen bei Libellen, die an Fließgewässern leben und wärmere Temperaturen bevorzugen. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Studie unter Leitung des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv), der Friedrich-Schiller-Universität Jena (FSU) und des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ). Die Studie unterstreicht die Bedeutung von Bürgerwissenschaften und Naturkundegesellschaften für die Datenerhebung sowie von Naturschutzmaßnahmen zur Verbesserung der Biodiversität.
https://idw-online.de/de/news771010

Steinfliegen: Jugend beeinflusst Erwachsenenleben
Die Metamorphose führt bei Insekten meist zu völlig verschieden aussehenden Larven- und Erwachsenenstadien: Schmetterlinge unterscheiden sich etwa drastisch von ihren Jungstadien, den Raupen. Diese "Entkoppelung" der Lebensphasen ermöglicht eine Anpassung an völlig unterschiedliche Lebensräume. Forschende der Universität Bonn widerlegten nun diese gängige These der Evolutionsforschung bei Steinfliegen. Die Lebensweise der Jungtiere bestimmt hier grundsätzlich das Aussehen der erwachsenen Tiere. Dazu untersuchten die Forscher insgesamt 219 Insekten an hochauflösenden Teilchenbeschleunigern. Die Studie ist nun im Journal Proceedings of the Royal Society B erschienen.
https://idw-online.de/de/news770880

Pflanzen: Einmalige Datenbank zur Vegetation der Erde ist frei verfügbar
Es ist ein Datenschatz: Die globale Vegetationsdatenbank "sPlotOpen" ist ab sofort frei zugänglich. Darin versammelt sind Vegetationsaufnahmen von Pflanzen aus 114 Ländern, von allen Klimazonen der Erde. Erarbeitet wurde die Datenbank von einem internationalen Forschungsteam unter Leitung der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU), des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) und des französischen Centre national de la recherche scientifique (CNRS). Erstmals steht so Forschenden weltweit ein ausbalancierter, repräsentativer Datensatz zur Vegetation der Erde zur Verfügung, wie das Team in der Fachzeitschrift "Global Ecology & Biogeography" berichtet.
https://idw-online.de/de/news771160

Studie zeigt: E-Scooter-Sharing unterstützt urbane Verkehrswende
Treibhausgasbilanz von E-Rollern ist optimierbar und kann geringer als Emissionen von PKW, Motorrollern und ÖPNV ausfallen
https://idw-online.de/de/news770973

MCC: Höherer Spritpreis mit Rückerstattung pro Kopf ist die fairste Form von Klimaschutz im Verkehr
Die Inflation an der Zapfsäule erregt im Wahljahr die Gemüter in Deutschland: Muss die Klimapolitik im Verkehr wirklich zu immer höheren Steuern auf den Spritpreis führen, oder gibt es sozialverträglichere Mittel? In der Diskussion und zum Teil schon umgesetzt sind ja auch strengere Kraftstoff-Effizienz-Standards für Autobauer, Bonus- und Malus-Zahlungen, Kaufprämien für E-Mobile sowie Fahrverbote. Eine neue Studie berechnet für all dies präzise die Kosten, für 156.000 repräsentativ ausgewählte Haushalte.
https://idw-online.de/de/news770815

Was wir heute übers Klima wissen: aktuelle Fakten zum Klimawandel
Die Temperaturen steigen weltweit, Extremwetter nehmen zu, das Meereis geht dramatisch zurück – das Klima ist im Wandel. Mit Folgen für uns und unsere Umwelt. Was sind Ursachen für die Veränderungen? Wie zeigen sie sich? Und worauf müssen wir uns in Zukunft einstellen? Sechs namhafte Organisationen geben in einer aktualisierten Faktensammlung einen Überblick über Erkenntnisse, die in der Wissenschaft unumstritten sind.
https://idw-online.de/de/news770369

Climate-policy models need to get real
There is good news for decarbonizing the global economy: political support is at an all-time high, and most carbon emissions come from countries that have committed to reach ‘net zero’ by mid-century. But to plan how to get there, analysts use computer models that don’t recognize the difficult trade-offs faced by decision makers, argue ten climate-policy experts. They outline exactly how insights from political economy lead to 11 ways that models can better reflect social realities and possibilities.
nature.com

24.06.2021

Erfolgreiches Kiebitzprojekt in Gärtringen
Im Kiebitzprojekt der Gemeinde Gärtringen und der lokalen NABU-Gruppe wurde idealer Lebensraum für die bedrohten Kiebitze und ihre Jungvögel geschaffen. In wenigen Jahren ist hier die Zahl der Kiebitz-Brutpaare von null auf mehr als 20 gestiegen.
Mehr beim NABU BW

Junge Seeadler bleiben länger im elterlichen Revier als vermutet – die Horstschutz-Zeiträume greifen zu kurz
Seeadler reagieren sensibel auf Störungen durch den Menschen, weshalb in unmittelbarer Umgebung der Horste forst- und landwirtschaftliche Nutzungen beschränkt sind. Diese saisonalen Schutzzeiträume sind in Brandenburg (bis 31. August) und in Mecklenburg-Vorpommern (bis 31. Juli) jedoch zu kurz, wie eine neue wissenschaftliche Untersuchung des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) zeigt. Mittels detaillierten Bewegungsdaten von 24 juvenilen Seeadlern mit GPS-Sendern konnten sie nachvollziehen, wann diese flügge werden und wann sie das elterliche Revier verlassen: im Durchschnitt gut 10 beziehungsweise 23 Wochen nach dem Schlüpfen.
https://idw-online.de/de/news769956

Dramatische Veränderung der Brutvogelgemeinschaft
Im Bonner Stadtteil Dottendorf hat die Zahl der Brutvogelarten in den vergangenen 50 Jahren deutlich abgenommen. Viele Spezies wurden seltener oder sind lokal ausgestorben, wenige neue kamen hinzu, und ein paar Arten wurden deutlich häufiger. Ein Team von ehrenamtlichen Biologen, Förstern und Geographinnen der Ornithologischen Arbeitsgemeinschaft (OAG) Bonn am Museum Koenig und Forschern der Universität Bonn hat die Vergleichsuntersuchung durchgeführt, die sich auf eine Kartierung aus dem Jahr 1969 stützt. Die Ergebnisse sind nun im Fachjournal "Bird Study - The Journal of the British Trust for Ornithology" erschienen.
https://idw-online.de/de/news770797

In warmen Sommern geborene weibliche Bechsteinfledermäuse werden größer, sterben jedoch früher
Eine Langzeitstudie Greifswalder Forscher*innen zeigt einen neuen, unerwarteten Effekt des Klimawandels: In warmen Sommern geborene weibliche Bechsteinfledermäuse werden größer. Als ausgewachsene Tiere haben diese Weibchen jedoch eine höhere Sterblichkeit. Für die Studie wurden Tiere aus vier freilebenden Kolonien individuell markiert. Über einen Zeitraum von 24 Jahren wurden Daten zur Körpergröße und dem Überleben erhoben. Diese wurden in Bezug gesetzt zu den Sommertemperaturen im jeweiligen Geburtsjahr der Tiere. Die Ergebnisse der Studien sind in Proceedings of the Royal Society B (doi.org/10.1098/rspb.2021.0508) erschienen.
https://idw-online.de/de/news770104

"Zombie-Frosch" entdeckt
Senckenberg-Wissenschaftler*innen haben mit einem internationalen Team drei neue Froscharten aus dem nördlichen Amazonasgebiet beschrieben. Die zur Gattung Synapturanus gehörenden Tiere leben vergraben und sind daher noch nahezu unerforscht. Die Forschenden gehen davon aus, dass die Artenvielfalt dieser Gattung aus der Familie der Engmaulfrösche mindestens sechsmal höher ist, als bislang bekannt. Die Studie erscheint im "Zoologischen Anzeiger".
https://idw-online.de/de/news770160

Beim Insektensommer zählen wir, was zählt
Insekten beobachten, an einer bundesweiten Aktion teilnehmen und dabei noch die Natur vor der eigenen Haustür besser kennenlernen – all das vereint der "Insektensommer" und das in diesem Jahr schon zum vierten Mal. Der erste Zählzeitraum ist zwar schon zu Ende, aber Sie können noch bis zum 20. Juni Ihre Beobachtungen an uns melden. Vom 6. bis 15. August findet der nächste Zählzeitraum statt.
Mehr beim NABU

Kompensationsmaßnahmen: Dauer der Unterhaltungspflicht
Kompensationsmaßnahmen für dauerhaft bestehende Eingriffe müssen auch dauerhaft bestehen und unterhalten werden. Viele Akteure (Eingreifer, Maßnahmenträger, Kommunen) gehen davon aus, dass nach 25 Jahren die Unterhaltsverpflichtungen automatisch erlöschen. Dies ist definitiv falsch.
Mehr beim LNV BW

Bremsen sich Windparks gegenseitig aus?
Immer mehr Länder treiben den Ausbau von Windparks auf dem Meer voran. Werden diese Offshore-Windparks aber zu dicht nebeneinander errichtet, nehmen sie sich gegenseitig den Wind und damit die Stromausbeute weg. Dass die Verluste erheblich sein können, zeigt eine Studie des Helmholtz-Zentrums Hereon, die jetzt im Fachjournal Nature Scientific Reports erschienen ist.
https://idw-online.de/de/news770083

Nachhaltige Stromversorgung auf dem Land
Deutschland soll bis 2045 klimaneutral werden. So sieht es das neue Klimaschutzgesetz der Bundesregierung vor. Bis zum Jahr 2030 soll der Ausstoß von Treibhausgasen um 65 Prozent unter den Wert von 1990 sinken. Um dieses ehrgeizige Vorhaben umzusetzen, bedarf es vieler innovativer Ideen und Lösungen. Einen Beitrag leisten Forschende des Fraunhofer-Instituts für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF gemeinsam mit Partnern im Projekt RIGRID: Ziel ist die nachhaltige, kostengünstige und zuverlässige Stromversorgung in ländlichen Regionen.
https://idw-online.de/de/news769913

Kleingewässer in Agrarlandschaften stark mit Pestiziden belastet
Pestizide sichern die Erträge in der Landwirtschaft, indem sie schädliche Insekten, Pilze und Unkräuter bekämpfen. Sie gelangen aber auch in Bäche und schädigen die aquatischen Lebensgemeinschaften, die für den Erhalt der Artenvielfalt entscheidend sind, Teil des Nahrungsnetzes sind und die Selbstreinigung des Wassers unterstützen. In einem bundesweiten Monitoringprogramm haben Wissenschaftler*innen unter UFZ-Leitung gezeigt, dass die Grenzwerte für Pestizide zu hoch angesetzt sind und selbst diese in über 80 Prozent der Gewässer überschritten werden. Wie sie schreiben, kann der Verlust der Artenvielfalt nur gestoppt werden, wenn die Umweltrisikobewertung der Pestizide reformiert wird.
https://idw-online.de/de/news770715

RWE bekommt den Goldenen Geier für die dreisteste Umweltlüge
Aus dem DUH-Newsletter: Mit grünen Slogans wirbt RWE fürs eigene Unternehmen. Der Realitätscheck zeigt aber: RWE ist einer der größten CO2-Verursacher Europas. Der Konzern wehrt sich zudem massiv gegen den Kohleausstieg vor 2038. Schlimmer noch: Weiterhin werden ganze Dörfer für den Tagebau umgesiedelt. Gleichzeitig verklagt RWE die Niederlande, die richtigerweise einen Kohleausstieg für das Jahr 2030 beschlossen haben. RWE passt das überhaupt nicht, denn fast 80 % erwirtschaftet RWE über Erdgas und Kohle. Der Anteil der Erneuerbaren Energien macht hingegen nur etwa 20 % der Stromerzeugung aus. Damit heizt RWE das Klima weiter an. Alles Gründe warum 44 % der 25.000 Teilnehmenden finden, dass RWE den Goldenen Geier für die dreisteste Umweltlüge 2021 verdient hat.
zur Protestmail-Aktion

A cartoon guide to bioinformatics
Ed Himelblau was a cartoonist before he learnt to write code. Now, the geneticist hopes his drawings will help others who embrace bioinformatics later in their careers. "Most of my illustrations document biology laboratories and the people who work there," he says. "I thought they might be a good way to capture some of my experiences while learning this new skill, and that they might resonate with other experimental biologists trying to figure things out."
nature.com

17.06.2021

Zum Schutz von Amphibien zwei Teiche saniert
Die Teiche in der Nähe des Hauser Hofs sind bei Fröschen und Kröten ein begehrter Laichplatz. Damit das auch in Zukunft so bleibt, hat die Hechinger NABU-Gruppe hier einiges an Arbeit investiert. Doch diese ist nicht für die Ewigkeit.
Schwarzwälder Bote

Ansturm auf Wald, Wiesen und Äcker bleibt nicht ohne Folgen
Picknick auf blühender Weide, Getreidefelder als Spielwiese oder Radfahren querfeldein im Wald – auf Feld und Flur ist das Konfliktpotenzial derzeit hoch. Den meisten Freizeitsuchenden ist nicht bewusst, dass der Großteil der Gebiete in der Natur landwirtschaftliche Fläche ist, die zur Lebens- und Futtermittelproduktion dient. Hier gilt von März bis November ein gesetzliches Betretungsverbot. "Egal ob die Flächen eingezäunt sind oder nicht: Auf Wiesen und Äckern gilt ein Betretungsverbot für Menschen wie Hunde gleichermaßen – auch im Garten-, Obst- und Weinbau", erklärt Bauernpräsident Rukwied.
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Vertrauen bei Rabenvögeln
Rabenvögel benutzen soziale Informationen, um sich vor Täuschung durch Artgenossen aus Nachbarterritorien zu schützen.
https://idw-online.de/de/news769908

Gesang der Spottdrossel entschlüsselt
Was für ein Vogel! Dass die nordamerikanische Spottdrossel andere Vogelstimmen nachahmt, ist bekannt. Sie kopiert ihre Artgenossen jedoch nicht nur, sondern komponiert ihre eigenen Sounds in Anlehnung an deren Melodien. Ein interdisziplinäres Forschungsteam hat nun erstmals entschlüsselt, wie genau die Spottdrossel Imitationen aneinanderreiht. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler stellten fest, dass der Singvogel musikalischen Regeln folgt, die sich auch in menschlichen Musikstilen zeigen. Beispiele fanden sie unter anderem bei Beethoven und Kendrick Lamar.
https://idw-online.de/de/news769481

Nur wenige Schmetterlinge mögen das Stadtleben
Die sich stark ausbreitenden städtischen Lebensräume dürften langfristig einen Großteil von Schmetterlingsarten gefährden. Das melden Forschende in Global Change Biology. Nur Generalisten, die große Temperaturschwankungen tolerieren und sich von vielen verschiedenen Pflanzen ernähren, profitieren voraussichtlich von den menschlich geprägten Lebensräumen. Die Autoren empfehlen, zur Erhaltung der Artenvielfalt die Bedürfnisse von spezialisierten Schmetterlingsarten in der Städte- und Raumplanung zu berücksichtigen.
https://idw-online.de/de/news769702

Artenschützer feiern Nachwuchs von Tasmanischen Teufeln
Die Beutelteufel gab es nur noch auf Tasmanien, und dort starben sie oft an einem typischen Krebs. Nun vermehren sie sich auch auf dem australischen Festland.
Spektrum.de

Weniger Mähen und Blühinseln für Insekten schaffen
Naturnahe Wiesen stecken voller Leben, doch zu frühes und zu häufiges Mähen macht vielen Insekten das Leben schwer. Insektenfreundliche Wiesenpflege in Kommunen, Privatgärten und in der Landwirtschaft leistet einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt.
Mehr beim NABU BW

Euronatur aktuell: Verpasste Chancen für den Artenschutz
EuroNatur und Bankwatch haben gemeinsam mit nationalen Partnern einen Bericht zu den Biodiversitätsbemühungen von zehn Regierungen aus Mittel- und Osteuropa im Rahmen der EU-Aufbauprogramme veröffentlicht. Ziel des Berichts ist es, die Biodiversität in den untersuchten Ländern zu skizzieren und den dringenden Bedarf an Artenschutzmaßnahmen aufzuzeigen.
Euronatur.org

Kleine Wasserkraftwerke schaden mehr als sie nützen – Beispiel Rumänien
Eine Studie unter Leitung des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) zeigt am Beispiel Rumäniens, wie der Ausbau der Wasserkraft der EU-Umweltpolitik zuwiderläuft. Die Wasserkraft kollidiert mit der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie und der Wasserrahmenrichtlinie: Rund die Hälfte der Wasserkraftwerke in Rumänien liegt in Naturschutzgebieten. Dies sind überwiegend kleine Anlagen, die nur 3 % zur Stromerzeugung Rumäniens beitragen, die biologische Vielfalt jedoch stark bedrohen. Deshalb müsse die europäische Energiepolitik mit den Zielen der EU-Biodiversitätsstrategie abgestimmt werden, mahnen die Forschenden. Sonst wären die Ziele des EU Green Deals nicht erreichbar.
https://idw-online.de/de/news769705

Bäume sind kein Brennmaterial für Kraftwerke
Bettina Behrend von Rettet den Regenwald e. V. schreibt: Es klingt wie ein schlechter Scherz: Bei uns sollen Kraftwerke wie Tiefstack im Hamburger Hafen auf Biomasse umgerüstet und dort statt Kohle riesige Mengen Büsche und Bäume aus Namibia verfeuert werden. Damit wird zwar der versprochene Kohleausstieg realisiert, aber wichtige Lebensgrundlagen für die afrikanische Tier- und Pflanzenwelt zerstört und verbrannt! In den Savannen Namibias sollen schwere Maschinen die Büsche und Bäume roden und zerschreddern, um sie in 105 Biomasse-Industrie-Parks zu Pellets zu pressen und schließlich 10.000 Kilometer per Schiff zu uns zu transportieren.
zur Petition

Unstatistik des Monats: Die Liebe der Grünen-Wähler zum SUV
Die Mai-Unstatistik erfasst zwei häufige Fehler bei der Verwendung von Statistiken: die falsche Interpretation von bedingten Wahrscheinlichkeiten und der Repräsentativität von Stichproben. Sie erläutert dies anhand eines Artikels, laut dem eine Studie ergibt, dass die Anhänger der Partei Bündnis90/Die Grünen mehr als Anhänger anderer Parteien einen SUV fahren.
https://idw-online.de/de/news769681

Klage gegen die Klimaschutz-Fake-Stiftung eingereicht
Die Deutsche Umwelthilfe hat heute Klage gegen Manuela Schwesigs Stiftung eingereicht! Aber der Reihe nach: Vor einigen Tagen hat die "Stiftung Klima- und Umweltschutz MV" ihre Gründungsunterlagen auf ihrer Website veröffentlicht – ein Erfolg des öffentlichen Drucks, den ihr mit aufgebaut habt. Vielen Dank! Eine juristische Analyse belegt eindeutig, dass die Stiftung ...
Mehr bei change.org

Traffickers trawl journals for new species
Exotic-animal traders systematically review the scientific literature to target newly described and rediscovered reptile species. Researchers analysed the online reptile trade and found that some species are being sold within months of their first mention in a paper. The horror of seeing a gecko species he first described in 2013 quickly appear in online trade made taxonomist Yang Jianhuan decide to not publish the exact location of his latest find. "The colleagues of the older generation said I must publish. They say the tradition cannot be broken," says Yang. "I really understand both sides, but some scientists just have not yet realized that this problem is now very big."
news.Mongabay.com

Springwatch 21 auf BBC
Am Dienstag ist Springwatch 21 auf BBC 2 wieder gestartet. Über 3 Wochen lang gibt es insgesamt wieder 14 Stunden einheimisches wildlife vom feinsten, wissenschaftliche Erkenntnisse, Naturschutzprojekte, Bestandsaufnahmen, Tipps und live Kameras.
https://www.bbc.co.uk/programmes/b007qgm3
Auf dieser Seite gibt es wunderschöne Bilder, Clips , Tipps und eine watchlist - was man draußen im Frühling so alles sehen kann, wenn man mit offenen Augen herumläuft. Wenn man dann ein bisschen herum klickt, findet man noch viel mehr.

03.06.2021

Tag der Artenvielfalt
Die Hechinger NABU-Gruppe nutzt den internationalen Tag zur Erhaltung der Artenvielfalt, um auf das Thema aufmerksam zu machen.
Schwarzwälder Bote

NABU Balingen stattet weitere Kirche mit Dohlen-Nisthilfen aus
Mit charakteristischen "kjä"-Rufen umfliegen kleine Rabenvögel die Kirchtürme der Stadtkirche und der Heilig-Geist-Kirche. Akrobatisch halten sie sich an Mauervorsprüngen fest oder lassen sich auf dem Zeiger der Turmuhr nieder. Es handelt sich um Dohlen, für die der Nabu Balingen jetzt weitere Nistkästen aufgehängt hat.
Mehr im Zollern-Alb-Kurier

Mauersegler fliegen nicht nur schnell, sondern clever
Mauersegler schaffen es im Frühjahr rekordverdächtig rasch zu den Brutplätzen, ohne selbst ultraschnell fliegen zu müssen. Ein cleverer Flugplan hilft.
Spektrum.de

Palmölplantagen verändern das Sozialverhalten von Makaken
Der Regenwald wird in Teilen Südostasiens durch Palmölplantagen ersetzt. Das bringt weitreichende Probleme für die Natur mit sich, beispielsweise für Südliche Schweinsaffen, eine Makaken-Art aus Südostasien, die in den Regenwäldern Malaysias beheimatet ist. Durch die massive Rodung ihres Lebensraums weichen diese Primaten zur Nahrungssuche teilweise auf Palmöl-Monokulturen aus. Dies führt häufig zu Konflikten mit Farmern. Dabei dezimieren die Makaken die Palmölfrüchte vergleichsweise wenig. Ganz im Gegenteil: Sie können dem Palmölanbau sogar nützen, da sie erfolgreiche Jäger der massenhaft auf Plantagen vorkommenden Ratten, dem Hauptschädling der Palmölplantagen, sind.
https://idw-online.de/de/news769068

Riesige Mäuseplage sucht Australien heim
In New South Wales gefährdet eine gewaltige Mäuseplage die Ernte. Die Nager sollen mit Gift eingedämmt werden. Doch das bedroht die heimische Tierwelt.
Spektrum.de

Verarmte Flora in Wiesen und Wäldern gefährdet Insekten
Wo die pflanzliche Vielfalt zurückgeht, nimmt die Diversität der Insekten und damit die Biodiversität als Ganzes ab. Auf intensiv genutzten Wiesen und Weiden sowie in dunklen Buchenwäldern fehlen etwa auf wenige Pflanzenarten spezialisierte Insekten, da dort ihre Futterpflanzen nicht mehr vorkommen. Dies zeigt eine von der Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL koordinierte internationale Studie.
https://idw-online.de/de/news768795

Nebelwälder auf dem Rückzug
Die Welt verliert ihre tropischen Nebelwälder. In den vergangenen Jahren verzeichneten vor allem Afrika, Nord- und Südamerika große Verluste. Das bedroht zahlreiche Arten.
Spektrum.de

Blaumeise erholt, Haussperling und Amsel oben
Trotz Schmuddelwetter blieben viele Vogelfans der "Stunde der Gartenvögel" treu und haben am vergangenen Wochenende Vögel beobachtet und dem NABU gemeldet.
Mehr beim NABU

Projekt sorgt für blühende Gärten und mehr Vielfalt in Pflegeeinrichtungen
Im NABU-Projekt "Blühende Gärten - miteinander für mehr Vielfalt" wurden bereits sieben Einrichtungen der Evangelischen Heimstiftung naturnah umgestaltet. Dies kommt sowohl der Tierwelt als auch den Menschen vor Ort zugute.
Mehr beim NABU BW

Rathaus im Stühlinger: Monitoring bestätigt energetische Zielsetzung
Nach Fertigstellung des "Rathaus im Stühlinger" im Jahr 2017 hat das Fraunhofer ISE das Gebäude in den ersten Betriebsjahren detailliert vermessen und analysiert. Die gute Nachricht: die Zielwerte aus der Planung und die tatsächlichen Verbrauchsdaten stimmen weitgehend überein: Gebäude und Anlagentechnik sind hocheffizient, der Energieverbrauch zur Gebäudekonditionierung (Heizung, Lüftung, Beleuchtung, Trinkwassererwärmung) bilanziell wird fast vollständig durch lokale Nutzung erneuerbarer Energien gedeckt. Das Ziel – ein "Netto-Nullenergiegebäude" - ist damit erreicht.
https://idw-online.de/de/news768858

Geothermie: Potenziale für die Verringerung von CO₂-Emissionen
Geothermie kann als nachhaltige Energiequelle auch in Deutschland einen signifikanten Beitrag zur Senkung von CO₂-Emissionen leisten. Dies zeigt eine Fallstudie zum Kraftwerk Kirchstockach, die Wissenschaftler am Zentrum für Energietechnik (ZET) der Universität Bayreuth veröffentlicht haben.
https://idw-online.de/de/news768814

Einflüsse der Windenergienutzung auf Vögel (Update)
Seit dem Jahr 2000 sammelt die Staatliche Vogelschutzwarte Brandenburg bundesweit alle verfügbaren Informationen über Kollisionsopfer an Windkraftanlagen. Für Deutschland sind mittlerweile mehr als 4.500 Kollisionsopfer bei Vögeln und etwa 4.000 Fälle bei Fledermäusen dokumentiert. Trotz des heterogenen Inhaltes der Datenbank sind somit wissenschaftliche Auswertungen möglich – Hochrechnungen, Analysen zur Betroffenheit einzelner Arten und Altersklassen, Phänologie der Verluste, Auswirkungen einzelner Anlagentypen und Größenklassen, gebietsspezifische Unterschiede, sonstige Einflussfaktoren usw.
Mehr beim DDA

»Vögel gehören keinem Land«
Vogelschützer trotzen dem Nahost-Konflikt. Einer von ihnen: Yossi Leshem. Er sorgt mit Menschen aus Palästina dafür, dass Vögel sicher im Jordantal rasten können. Ein Gespräch
Spektrum.de

Birdrace 2021 – Beim Tag der Vogelartenvielfalt purzelten die Rekorde
Das Birdrace 2021 hat alle Erwartungen übertroffen: Es haben so viele Leute am Birdrace teilgenommen wie noch nie! Doch nicht nur das: Auch so ziemlich alle anderen bisherigen Birdrace-Rekorde wurden in den Schatten gestellt. Nach derzeitigem Stand (12.05.2021) wurden insgesamt 330 verschiedene Vogelarten entdeckt, darunter einige Überraschungen. Ein neuer Höchstwert wurde auch im Spendenrennen erreicht: Mehr als 60.000 Euro zugunsten von ornitho.de und ornitho.lu sind überwältigend!
Mehr beim DDA

Museum digital: Naturportal Südwest
Jetzt draußen Arten entdecken und mit dem Naturportal Südwest digital bestimmen und melden.
https://idw-online.de/de/news768583

Nature-based ways to cool the planet
Analyses of nature-based solutions often focus on how much carbon they can remove from the atmosphere. A new analysis explores how these solutions will affect global temperatures — a crucial metric as humanity attempts to limit global warming. It suggests that a nature-based strategy could reduce peak warming by an additional 0.3 °C under a scenario consistent with a 2 °C overall temperature rise by 2085. Climate-change policy analyst Cécile Girardin and seven colleagues explain how projects that manage, protect and restore ecosystems could offer climate, biodiversity and socio-economic benefits — if done properly, and soon.
Nature.com

26.05.2021

Landschaftspfleger auf vier Beinen
Mitte April haben die Schafe und Ziegen des Arbeitskreises "Harthauser Heide" ihr Winterquartier in Winterlingen gegen die Weidegebiete in Harthausen getauscht.
Schwarzwälder Bote

Verkehrslärm beeinträchtigt das Gesangslernen von Vögeln
Verkehrslärm führt bei Jungvögeln zu Ungenauigkeiten und Verzögerungen beim Erlernen ihres Gesangs. Die Jungvögel leiden auch unter einem unterdrückten Immunsystem, was ein Indikator für chronischen Stress ist. Die neue Studie von Forscher*innen des Max-Planck-Instituts für Ornithologie in Seewiesen zeigt, dass junge Zebrafinken genau wie Kinder besonders anfällig sind für die Auswirkungen von Lärm, weil er das Lernen in einer kritischen Entwicklungsphase beeinträchtigen kann.
https://idw-online.de/de/news768643

Forscher entdecken neue Nasenkröte am Straßenrand
Auf einer Expedition nach Peru im November 2019 entdeckten Forscher um Dr. Jörn Köhler, Zoologe am Hessischen Landesmuseum Darmstadt, eine neue Froschart aus der Gruppe der 'Nasenkröten'.
https://idw-online.de/de/news768887

Drei neue farbenfrohe Echsen aus Südostasien
Südostasien ist ein Hotspot der globalen Artenvielfalt. Immer wieder werden auch hier neue Arten entdeckt, was zeigt, dass die Biodiversität bei weitem noch nicht ausreichend erforscht ist. Ein internationales Team hat hier nun einen Artkomplex untersucht und dabei drei neue farbenfrohe Echsen-Arten erstmalig für die Wissenschaft beschrieben.
https://idw-online.de/de/news768862

Blauschillernd und golden – Juwelen der Lüfte
Mit dem Naturschutzprojekt LIFE helle Eifeltäler werden in den nächsten sieben Jahren grundlegende Schritte unternommen, um die Ziele der „Convention on Biological Diversity (CBD)“ zur Erhaltung der biologischen Vielfalt im Kreis Euskirchen langfristig zu erreichen. Zum Internationalen Tag der Biologischen Vielfalt am 22. Mai 2021 gibt die Biologischen Station im Kreis Euskirchen e.V. den Projektstart bekannt
Mehr bei der AG Rheinisch-Westfälischer Lepidopterologen e. V.

Verbreitungsgebiet des Annamitischen Streifenkaninchens in Vietnam größer als vermutet
Das Annamitische Streifenkaninchen ist ein nur in Vietnam und Laos einheimisches Nagetier feuchter, immergrüner Wälder. Die nachtaktiven Einzelgänger wurden erst in den 1990er Jahren wissenschaftlich beschrieben, die Wissenslücken über Ökologie und Verbreitung sind erheblich. Wissenschaftler*innen melden nun erste Nachweise der Art im Bidoup-Nui-Ba-Nationalpark im südlichen Troung-Son-Gebirge in Vietnam. Dies ist eine enorme Erweiterung des bisher bekannten Verbreitungsgebietes, ...
https://idw-online.de/de/news768943

Sozialparasitäre Lebensweise bei Ameisen führt zu Genverlust
Eine sozialparasitäre Lebensweise von Ameisen führt nicht nur zu einer Veränderung äußerlicher Merkmale, sondern auch zu einem Genverlust bei den Arten. Die Veränderungen deuten darauf hin, dass bei der Entstehung von Sozialparasitismus die gleichen evolutionsbiologischen Mechanismen wie bei der Entwicklung von nicht sozialem Parasitismus wirken.
https://idw-online.de/de/news768966

Voll das Leben: Insekten, Käfer und Vögel lieben Totholz
NABU-Appell: Astbruch und abgestorbene Stämme sinnvoll nutzen – Streuobstlücken neu bepflanzen
Streuobstwiesen sind artenreich wie kaum ein anderer vom Menschen gemachter Lebensraum. Auch aus abgestorbenen Bäumen kann hier wieder neues Leben entstehen. Totholz sollte daher nicht vom Grundstück entfernt werden.
Mehr beim NABU BW

Verlängerung des "Betonparagrafen"
Der NABU kritisiert die Zustimmung des Bundestags zur Verlängerung des §13b BauGB. Der "Betonparagraf" leistet dem Flächenverbrauch Vorschub und verhindert eine nachhaltige Siedlungsentwicklung. Dem muss sich die neue Landesregierung klar entgegenstellen.
Mehr beim NABU BW

Straßenbeleuchtung darf kein Insektenkiller sein
Zum Start der Insektensaison fordert der Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg (LNV) die Kommunen auf, Straßen naturverträglich zu beleuchten – wie es das Landesnaturschutzgesetz vorschreibt. Die Naturschützer monieren, dass sowohl Planungsbüros als auch amtliche Beratungs- und Förderstellen zu einseitig auf die Energieeinsparung achten und den Schutz von Insekten und anderen Tieren vernachlässigen.
Mehr beim LNV BW

Öko-Energie ohne Grenzen?
Auch eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft läuft nicht ohne Energie. Solaranlagen und Windfarmen, Gezeiten- und Erdwärmekraftwerke: Sie alle zweigen Energie aus Energieströmen ab, die zuvor seit Urzeiten unangetastet geblieben waren. Die Frage lautet daher: Welchen Anteil dieser Energieströme darf die Menschheit für ihre Zwecke nutzen, ohne dass das Energiesystem der Erde dabei Schaden nimmt? Empa-Forscher haben einen Ansatz entwickelt, um dies abschätzen zu können.
https://idw-online.de/de/news768609

Wasserstoff statt Elektrifizierung? Chancen und Risiken für Klimaziele
Wasserstoffbasierte Brennstoffe sollten vor allem in Sektoren wie der Luftfahrt oder industriellen Prozessen eingesetzt werden, die nicht elektrifiziert werden können. Ihre Herstellung ist zu ineffizient, zu kostspielig, und ihre Verfügbarkeit zu unsicher, um damit fossile Brennstoffe etwa in Autos oder beim Heizen von Gebäuden einzusetzen. Setzt man in erster Linie auf Wasserstoff statt Elektrifizierung und behält Verbrennungstechnologien bei, könnte eine Verlängerung der Abhängigkeit von fossilen Energien drohen.
https://idw-online.de/de/news768170

Wüstenbildung trieb Säugetiere aus Eurasien nach Afrika
Forscherteam des Senckenberg Centre an der Universität Tübingen rekonstruiert zehn Millionen Jahre Klimageschichte der Arabischen Halbinsel
https://idw-online.de/de/news768837

Wie nachhaltig sind digitale Plattformen für Lebensmittel und Mobilität?
Digitale Plattformen können Lösungen für Nachhaltigkeitsherausfor-derungen bieten. So erleichtern sie den Zugang zu nachhaltigen Lebensmitteln und zu Mobilität jenseits des eigenen Autos. Sie bieten alternative Absatzwege und Planungssicherheit für kleine Erzeugerinnen und Erzeuger von Nahrungsmitteln. Ländliche Regionen werden durch flexible und bedarfsgerechte Mobilitätsdienste attraktiver. Besonders nachhaltig – sowohl sozial als auch ökologisch – sind dabei solche Plattformen, die regional eingebettet sind.
https://idw-online.de/de/news768958

Baumartenvielfalt Schutz gegen Borkenkäferbefall?
In den vergangenen Jahren konnten es Försterinnen und Förster hautnah beobachten: Erst schwächt langanhalte Trockenheit die Bäume, dann greifen Borkenkäfer und andere Schädlinge an. Während gesunde Bäume die Eindringlinge mit Harz fernhalten, sind gestresste beinahe wehrlos. Die Freiburger Wissenschaftlerin Sylvie Berthelot und ihr Team von Forschenden aus der Fakultät für Umwelt und Natürliche Ressourcen und der Fakultät für Biologie untersuchen die Bedeutung von Baumdiversität auf den Borkenkäferbefall.
https://idw-online.de/de/news768894

21.05.2021

Schwalbenhaus Rangendingen – Update
Nun haben alle Nester "Hausnummern" erhalten und auch die Infotafel wurde angebracht. Die Schwalben können also kommen ...
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Und jetzt jammert man rum wegen der Kosten ...
Auch wenn es dir Überschrift suggeriert: Nicht "wegen Naturschutz" könnte sich die Erschließung des Baugebiets Ban II in Ratshausen verteuern und ggf. verzögern, sondern weil man unbedingt auch Flächen dafür in Anspruch nehmen will, für die ein hoher Ausgleichsbedarf besteht. Das hat also mehr mit Uneinsichtigkeit zu tun.
Zollern-Alb-Kurier

Mönchsgeier in Ungarn erschossen
In Ungarn wurde ein Mönchsgeier abgeschossen, der aus dem bulgarischen Wiederansiedlungsprogramm stammte, an dem sich auch EuroNatur beteiligt. Dies ist ein empfindlicher Schlag für das Projekt.
Mehr bei https://www.euronatur.org/

Kleiner Vogel fliegt in unbekannten Höhen
Mittelmeer und Sahara bedeuten für kleine Zugvögel lebensfeindliche Barrieren auf der Reise. Der Drosselrohrsänger quert sie in extremen Höhen.
Spektrum.de

Fleißiger als Bienen: Vögel und Fledermäuse bestäuben Pflanzen der Anden
Bestäuber wie Bienen, Schmetterlinge, Fledermäuse und Vögel haben maßgeblich zur Entstehung der großen Diversität an Blütenpflanzen beigetragen. Oft weisen dabei nah verwandte Pflanzenarten unterschiedliche Bestäubungssysteme auf. Beispielsweise kann eine Pflanzenart von Bienen, eine nahverwandte Art aber von Kolibris bestäubt werden. Wie es im Laufe der Evolution zu einem solchen Wechsel kommt, ist nach wie vor unklar. Ein Team um Agnes Dellinger und Jürg Schönenberger von der Universität Wien ist dieser Frage nun in einer neuen Studie in den Regenwäldern Süd- und Mittelamerikas nachgegangen.
https://idw-online.de/de/news768239

Afrikanische Wildhunde als Botschafter für das weltweit größte Naturschutzgebiet
Das weltweit größte Landschutzgebiet liegt im Süden Afrikas und umfasst 520'000 Quadratkilometer in fünf Ländern. Eine Studie der Universität Zürich ergab nun, dass der stark bedrohte afrikanische Wildhund auf seiner langen Wanderschaft meist innerhalb des Kavango-Zambezi-Schutzgebietes bleibt. Dessen Grenzen bestätigen somit die wichtigsten Wildkorridore zur Erhaltung dieser und weiterer bedrohten Tierarten.
https://idw-online.de/de/news768361

Giraffen-Genomik: Vier gewinnt
Umfassende Erbgut-Analysen bestätigen vier Arten von Giraffen mit insgesamt sieben Unterarten
https://idw-online.de/de/news768168

Rätselhafter Orientierungssinn von Fledermäusen lokalisiert – der sechste Sinn der Säugetiere liegt im Auge
Säugetiere sehen mit den Augen, hören mit den Ohren und riechen mit der Nase. Doch mit welchem Sinn oder Organ orientieren sie sich auf ihren Wanderungen, die mitunter weit über ihre lokalen Streifgebiete hinausführen und daher ein erweitertes Navigationsvermögen erfordern? Wissenschaftliche Versuche zeigen nun: Die Hornhaut (Cornea) der Augen ist der Ort eines solchen Sinnes bei wandernden Fledermäusen
https://idw-online.de/de/news768135

Die bizarren Schleichenlurche von São Tomé
Die Inseln von São Tomé sind so etwas wie der Galapagos vom Golf von Guinea. Eine Studie an speziellen Amphibien unterstreicht den Artenreichtum des Archipels.
Spektrum.de

Honigbienen fliegen auf Raps, Apfelblüten haben das Nachsehen
Rapsfelder ziehen Honigbienen magisch an. Sind die Felder direkt neben Apfelanlagen, fliegen die Insekten eher zu den gelben Blüten als zu den nahegelegenen Obstbäumen. Das zeigt eine neue. Dass die Apfelernte bei den untersuchten Apfelanlagen trotzdem stabil blieb, lag an Hummeln und anderen Wildbienen, die die Bestäubungslücke füllten
https://idw-online.de/de/news768157

Rudi Apel erhält das Bundesverdienstkreuz
Seit über 30 Jahren ist Rudi Apel Naturschützer mit Leib und Seele. Wie kein anderer steht er für die Aktion "Schwalbenfreundliches Haus", die den Erhalt der Lebensräume von Schwalben fördert. Für seinen Einsatz wurde ihm nun das Bundesverdienstkreuz verliehen. Herzlichen Glückwunsch und vielen Dank für deinen unermüdlichen Einsatz!
Mehr beim NABU BW

Strengere CO2-Bepreisung durch den EU Green Deal könnte bereits 2030 das Ende der Kohleverstromung in Europa bedeuten
Eine Verschärfung des EU-Emissionshandelssystems (EU ETS) im Einklang mit dem Green Deal der EU könnte die Dekarbonisierung des europäischen Stromsektors dramatisch beschleunigen - und wahrscheinlich ein Ende der Kohleverstromung herbeiführen. In einer neuen Studie zeigt ein Potsdamer Forschungsteam die erheblichen Veränderungen, die Europas Stromsystem durchlaufen wird, sobald das neu beschlossene Klimaziel von minus 55% zu einer Verknappung der ETS-Mengen führt. Höhere CO2-Preise, so zeigen die Autoren, sind nicht nur ein unvermeidlicher Schritt, um die Emissionen zu senken – sie werden auch viel schneller zu einem kostengünstigen, von erneuerbaren Energien geprägtem Stromsystem führen.
https://idw-online.de/de/news767575

Nuclear reactions smoulder in Chernobyl
Rising levels of neutrons from an inaccessible room at Chernobyl Nuclear Power Plant indicate that fission reactions are smouldering again at the site of the 1986 disaster. “It’s like the embers in a barbecue pit,” says nuclear-materials chemist Neil Hyatt. Entombed under concrete, the room contains some of the congealed lava that includes much of the reactor's uranium fuel. The mechanism driving the reaction, how it might develop and how to suppress it are all open questions.
Science Magazine

Giant wood moth spotted at Australian school
A giant moth with a wingspan measuring up to 25cm has been found at a Queensland school next to a rainforest. Builders found the giant wood moth, the heaviest moth in the world, while constructing new classrooms at Mount Cotton state school. Giant wood moths are found along the Queensland and New South Wales coast, according to the Queensland Museum. Females can weigh up to 30 grams and have a wingspan of up to 25cm. Males are half that size.
The Guardian

 

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