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Geier in Deutschland
 

 
 
 
 

Archiv Nachrichten

Hier finden Sie ältere Nachrichten, die im laufenden Kalenderjahr auf unserer Startseite standen. Das Datum gibt an, wann die Nachrichten ins Archiv verschoben wurden.

21.09.2018

NABU Hechingen will Hecken-Biotop bei Baugebiet erhalten
Darf eine große, über Jahrzehnte gewachsene Hecke für ein Neubaugebiet einfach verkleinert werden? Eigentlich nicht. Unser Hechinger Ortsverein hat sich zu entsprechenden Plänen der Stadt geäußert und die Kritik auch in die Zeitung gebracht. ▶▶ Hohenzollerische Zeitung

Die Spinne am Abend ist meist männlich
Arachnophoben Menschen bereitet nicht nur die Spinne am Morgen Sorgen. Eine große britische Bürgerstudie zeigt, wann und welche Achtbeiner im Haus so unterwegs sind. ▶▶ Mehr

Warum Nacktmulle den Kot ihrer Königin fressen
Kinder kriegen kann bei Nacktmullen nur die Königin. Nach der Geburt sorgt sie dann mit einer besonderen Strategie dafür, dass sich andere Tiere um den Nachwuchs kümmern. ▶▶ Mehr

Pflanzensamen überstehen Wäsche - Ausbreitung invasiver Arten an Kleidung
Nach einem Spaziergang über Wiesen und Felder findet man oft Kletten auf Hosen und Socken. Derart anhängliche Samen gehören zu Pflanzen die sich darauf spezialisiert haben ihre Samen im Fell von Tieren an entfernte Orte transportieren zu lassen (Epizoochorie). Manche Pflanzen sind invasiv, d.h. sie sind in einer Region nicht heimisch, breiten sich jedoch schnell aus und wirbeln oft die ursprünglichen Pflanzen- und teils auch Tiergemeinschaften durcheinander. Umso wichtiger ist es, die Verbreitungswege dieser Arten zu kennen um gezielt eingreifen zu können. ▶▶ http://idw-online.de/de/news701537

Sommertrockenheit löst Heidesterben auf Hiddensee aus
Durch die extreme Trockenheit im Sommer 2018 sind im gesamten Gebiet der Dünenheide Sträucher vertrocknet. Studierende der Universität Greifswald haben im Ökologischen Geländepraktikum das Heidesterben in der Dünenheide dokumentiert. Bei der Besenheide wurde festgestellt, dass mehr als ein Viertel der oberirdischen Biomasse abgestorben war.
▶▶ http://idw-online.de/de/news701645

Kein Job für Männer
Sie heißen Akashinga, die Tapferen: In Simbabwe kämpft ein Team von Frauen gegen Wilderei. Das Projekt zeigt, wie moderner Tierschutz gelingt, wenn er die Einheimischen einbindet.
▶▶ Mehr

Noch was zur Menschengeschichte: Halb Neandertaler, halb Denisova-Mensch
Forscher haben das Erbgut eines Mädchens entschlüsselt, das einst in Sibirien lebte. Seine Mutter: Neandertalerin; der Vater: Denisovaner. ▶▶ Mehr

14.09.2018

Stellungnahme: Bebauungsplan in Haigerloch nach § 13b BauGB
Aus Naturschutzsicht bestehen gegen das Vorhaben zwar keine Einwände, doch wir bemängeln das Verfahren, weil es ein gutes Beispiel für die aus unserer Sicht bestehende Zweckentfremdung eines Gesetzes ist, das zwar eigentlich zur Behebung des dringendsten Wohnraumbedarfs in Ballungsgebieten erlassen wurde, hier jedoch auf den klassischen Einfamilienhausbereich angewandt wird.
Diese und weitere Stellungnahmen finden Sie ▶▶ hier.

Auswilderung von Mönchsgeiern in Bulgarien
Drei junge Mönchsgeier sollen in die Freiheit entlassen werden. Im östlichen Balkangebirge bereiten derzeit unsere Partner von Green Balkans und vom Fund for Wild Flora and Fauna die großen Vögel auf ihren neuen Lebensabschnitt vor. Die drei Geier sollen die Basis dafür bilden, dass in Bulgarien bald wieder Exemplare der bedrohten Art brüten. EuroNatur ist Partner des internationalen Projekts. ▶▶ Mehr

Vogelwelt und Klimawandel
Gernot Segelbacher erinnert in der Bodensee-Orni-Newsgroup an die Berichte der "Riffreporter", die vogelkundliche, aber auch andere Inhalte, kompakt aufbereiten. Nun ist ein Übersichtsbericht zu klimatisch bedingten Effekten auf die Vogelwelt erschienen:
▶▶ https://www.riffreporter.de/flugbegleiter-koralle/flugbegleiter-klimawandel/

Papageien denken ökonomisch
Wenn sie für die Zukunft eine größere Belohnung erwarten, verzichten die Vögel auf den unmittelbaren Vorteil. ▶▶ http://idw-online.de/de/news701001

Wie Vögel lernen
Singvögel können sowohl durch Beobachten als auch mittels Experimentieren neue Fähigkeiten erlernen. Durch Experimentieren erworbene Fähigkeiten können sie allerdings besser an neue Situationen anpassen, wie Wissenschaftler der ETH und der Universität Zürich zeigen konnten. Die Forscher sehen auch Parallelen zum Lernen bei Kindern.
▶▶ http://idw-online.de/de/news700555

Töten bald neue Pestizide unsere Schmetterlinge?
Dr. Robert Trusch schreibt bei Change.org: "Das Teilverbot für Neonikotinoide wurde durch die EU beschlossen. Aber leider versuchen Agrarchemiekonzerne immer wieder neue Insektengifte auf den Markt zu bringen. Deshalb müssen wir unbedingt dranbleiben und weiter deutlich machen, dass wir gegen den massiven Einsatz von Pestiziden sind." ▶▶ Mehr

Verbrecher aus Leidenschaft
Sie konnten der Schönheit der Vogelfedern nicht widerstehen. Zwei Männer wurden deshalb zu Dieben - und schadeten der Wissenschaft sehr.
▶▶ https://www.spektrum.de/news/verbrecher-aus-leidenschaft/1580234

Wichtiges Urteil: "Genscheren" sind Gentechnik
Aus dem Newsletter des Umweltinstituts München: "Dieses Urteil ist ein Paukenschlag für die Gentechnikindustrie: Der Europäische Gerichtshof hat klargestellt, dass Tiere und Pflanzen, deren DNA mithilfe neuer Gentechnikmethoden verändert wurde, reguliert und gekennzeichnet werden müssen." ▶▶ Mehr

Mobilfunkstrahlung kann Gedächtnisleistung bei Jugendlichen beeinträchtigen
Hochfrequente elektromagnetische Felder können sich bei der Nutzung von Mobiltelefonen nachteilig auf die Entwicklung der Gedächtnisleistung von bestimmten Gehirnregionen auswirken. Das ergab eine Studie mit fast 700 Jugendlichen in der Schweiz. Die vom Schweizerischen Tropen- und Public Health-Institut (Swiss TPH) geleitete Studie wird am Donnerstag, 19. Juli 2018 in der Fachzeitschrift Environmental Health Perspectives veröffentlicht. ▶▶ http://idw-online.de/de/news699584

Neue Wärmepumpe: Umweltfreundlich und effizient
Wärmepumpen machen Umweltenergie für Heizzwecke nutzbar. In der Regel werden sie jedoch mit synthetischen Kältemitteln betrieben, die umweltschädliche, fluorierte Treibhausgase (F-Gase) enthalten. Fraunhofer-Forscherinnen und Forscher haben jetzt im Rahmen eines Konsortiums eine Wärmepumpe mitentwickelt, in der stattdessen Propan eingesetzt wird. Das macht die Pumpe nicht nur klimafreundlicher, sondern auch effizienter.
▶▶ http://idw-online.de/de/news701455

06.09.2018

Dank NABU lernen Schüler eine Menge über die Biologie der Insekten
Seit Beginn des gerade zu Ende gehenden Schuljahrs hat sich eine fruchtbare Zusammenarbeit zwischen der Realschule Winterlingen und der Naturschutzbund-Gruppe Albstadt angebahnt. Jetzt erhielt die Schule einen Bienenkoffer. ▶▶ Zeitungsbericht

Plakette "Lebensraum Kirchturm" für Harthausen
Einer kleinen Gruppe von fünf Vogelfreunden in Harthausen ist es zu verdanken, dass der Turm der Kirche St. Mauritius in Harthausen nun einen Nistkasten für Turmfalken respektive Schleiereulen beherbergt. Der NABU Albstadt hat nun die Kirchengemeinde mit der Plakette "Lebensraum Kirchturm" ausgezeichnet. Mehr beim ▶▶ SchwaBo

Aus dem NABU-Vogelschutzzentrum Mössingen: Störche-fressender Uhu
Ein Uhu, der Störche frisst, ist bei Freiburg aufgefallen. Als er schließlich eingefangen werden konnte, weil er sich in einen Schuppen zurückgezogen hatte, kam er ins NABU-Vogelschutzzentrum Mössingen. Dort wurde festgestellt: Der Uhu sieht nicht mehr richtig. Das SWR-Fernsehen berichtete: ▶▶ zum Filmchen

Mäharbeiten kontra Artenschutz (Satire mit ein bisschen Biss)
Alljährlich wenigstens zweimal werden hierzulande die Wiesen gemäht. Wohlgemerkt, die "normalen", also nicht die, die der Silagegewinnung für die Landwirtschaft dienen sollen. Und das ist zur Erhaltung des Grünlands auch wichtig und richtig so.
Jetzt, Anfang Juli, ist nahezu alles abgemäht, was nach Grünland aussieht. Und weil die Maschinen so schnell und so effektiv sind, können bunte Wiesen, die noch vor kurzer Zeit der Insektenwelt, z.B. den Schmetterlingen, Wildbienen und Schwebfliegen, reichhaltig Nektar anbieten konnten, innerhalb kürzester Zeit komplett blütenleer sein. Lesen Sie ▶▶ hier weiter.

Seltene Gänsegeier im Oberallgäu gesichtet
Über 20 Gänsegeier sind vergangene Woche in den Allgäuer Alpen im Bereich Oberstdorf und Balderschwang gesichtet worden. Diplom-Biologe Henning Werth, Gebietsbetreuer im Naturschutzgebiet Allgäuer Hochalpen, hat Fotos ausgewertet und die Tiere klar identifiziert. Ein Gleitschirmflieger habe Gänsegeier sogar im Bereich der Höfats gefilmt und ihm das Video überlassen, sagte Werth. ▶▶ Mehr

Landesbiologentag 2018: Fünf-Punkte-Plan gegen das Artensterben
Rückgang der Insektenzahlen kann weiteres Artensterben nach sich ziehen / Fachtagung an der Universität Hohenheim stellt Lösungsansätze vor. ▶▶ http://idw-online.de/de/news699416

Fernsehtipp: 360° Geo Reportage - Die Geier sind zurück
Über den Schluchten und Gebirgszügen Südfrankreichs ziehen seit einigen Jahren wieder Geier ihre Runden: Gänsegeier, Mönchsgeier, Bartgeier. Und das nur dank des unermüdlichen Engagements einer Handvoll passionierter Geierexperten. Das Revier der gigantischen Vögel bietet eine atemberaubende Kulisse: die Verdonschlucht und der Vercors. "360° Geo Reportage" beobachtet die Greifvögel in den traumhaft schönen Bergwelten Südfrankreichs aus großer Nähe. Ein absolut sehenswerter Film. Sendetermin: Sonntag, 29.07.2018, 19:30 - 20:15 Uhr auf arte. ▶▶ Mehr

Wasserangebot für Vögel - Vogeltränke oder Teich mit erfrischendem Nass
Baden, trinken, putzen: Besonders im Sommer freuen sich die Vögel, wenn man ihnen eine Wasserstelle bietet. Schnell eingerichtet ist eine flache Schüssel oder ein hübsches Modell aus dem Handel. Wer mag, baut ein Vogelbad einfach selbst. Der NABU zeigt wie es geht!
▶▶ Mehr

10 unserer giftigsten Tiere in Deutschland
Vorsicht vor dem Petermännchen oder dem Ammen-Dornenfinger. Auch einige Tiere in Deutschland besitzen chemische Abwehrwaffen. www.spektrum.de stellt 10 Beispiele vor.
▶▶ Mehr

Planungsbeschleunigung ja, aber richtig - neuer Gesetzentwurf ist Rückschritt
Mit der aktuellen Gesetzesinitiative des Bundesverkehrsministeriums würden Umweltrecht und Beteiligungsmöglichkeiten für Verbände und Bürger stark eingeschränkt. Der NABU setzt sich stattdessen für bessere Planung und frühzeitige Beteiligung ein.
▶▶ Mehr

114 Euro zahlt jeder EU-Bürger für verfehlte Agrarpolitik
Unsere Landschaften bluten aus. Vögel verstummen, Insekten sterben, das Grundwasser ist belastet. Die jährlich 58 Milliarden Euro an Agrarsubventionen müssen endlich für eine Landwirtschaft ausgegeben werden, von der auch Natur, Umwelt und Verbraucher profitieren. Jeder zahlt jährlich 114 Euro für diese verfehlte Agrarpolitik! ▶▶ Mehr

NABU ruft Bauernverband zum längst fälligen Kurswechsel auf
Aus dem aktuellen Newsletter des NABU: "Der DBV muss seinen Kurs grundlegend ändern. Andernfalls drohen weite Teile des ländlichen Raums zu leblosen Produktionsflächen zu veröden." ▶▶ Mehr

Pestizidverbot - und nun?!
Das Freilandverbot der drei Neonikotinoide Imidacloprid, Clothianidin und Thiamethoxam wird kurzfristig zu einem verstärkten Einsatz anderer Insektizide führen. ▶▶ Mehr

REWE: Tropenholz auf den Grill?
Campact meldet: Bäume fallen, Tiere fliehen – und das nur für billige Grillkohle. Rewe verkauft Kohle, für die der Regenwald abgeholzt wird. Dabei wirbt der drittgrößte deutsche Lebensmittelhändler mit Nachhaltigkeit. Wir fordern: Rewe muss Tropenkohle aus dem Sortiment nehmen. Unterzeichnen Sie jetzt unseren Appell. ▶▶ Mehr

Windstrom zum Speichern umwandeln
Im ersten Halbjahr 2018 haben Windparks in Deutschland rund 55 Mrd. kWh ins Stromnetz eingespeist. Das waren 7 Mrd. mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Um zeitweise überschüssigen Windstrom speichern zu können, arbeiten Wissenschaftler an der Verbesserung von Umwandlungs- und Speichertechnologien. Das neue BINE-Projektinfo „Energiepark Mainz“ stellt mit der weltgrößten Power-to-Gas-Forschungsanlage ein vielversprechendes Verfahren vor. Hier wird mithilfe von Windstrom durch Elektrolyse Wasserstoff erzeugt, gespeichert und ins Erdgasnetz eingespeist. Ziel ist, im industriellen Maßstab die Verfahren und neuartige Komponenten zu erproben. ▶▶ http://idw-online.de/de/news699555

Natur in der Stadt – was sie leistet und wie wir sie schützen können
Eine gemeinsame Veranstaltung des Leibniz-Instituts für ökologische Raumentwicklung (IÖR) und der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt (LaNU) nimmt am 25. Oktober in Dresden "grüne" Lebensräume in den Blick, erläutert, warum sie wichtig sind für die Stadt und ihre Bevölkerung und wie sich ihre Leistungen be- und aufwerten lassen.
▶▶ http://idw-online.de/de/news699708

Bayer schlägt zurück: die neuen Super-Pestizide
Lisa Lehmann und Yves Venedey von Campact schreiben: "Bayer-Monsanto ist auf Bienenjagd. Gerade erst hat die EU drei Neonikotinotide verboten, weil sie Hummeln, Bienen und Schmetterlinge töten. Jetzt legt der Chemiegigant einfach mit der nächsten Pestizidmischung nach – wieder ist sie tödlich für Bienen. Sie wirkt besonders perfide. Man behandelt das Saatkorn, und das Nervengift wirkt in allen Teilen der Pflanze: Stängel, Blätter und Blüte werden giftig. Bis August müssen wir die Zulassung verhindern."
Weitere Infos und einen Appell gibt's ▶▶ hier.

26.07.2018

Die BUND-Ausstellung "Schmetterlingsland Baden-Württemberg" in Reutlingen
Die interessante ▶▶ Ausstellung, die im Rahmen des "Schmetterlingsjahr 2015" auch schon im Landratsamt in Balingen gezeigt wurde wird vom 20.07. bis 08.09.2018 im Umweltbildungszentrum Listhof Reutlingen, Friedrich-List-Hof 1, 72770 Reutlingen zu sehen sein.

Mitteilungen des BUND Regionalverbands Neckar-Alb
Barbara Lupp von der Regionalgeschäftsstelle des BUND teilt mit: Die neue BUND RV-Homepage ist noch im Aufbau, aber (trotzdem) lesenswert. Aktuelle Beiträge zu den Themen Stadtgrün, Klimaschutzoffensive, zur Sarchhalde oder zur GSS-Klimawerkstatt finden Sie unter ▶▶ https://www.bund-neckar-alb.de/aktuelles/.
Im Rahmen des BUND-Projektes "Vogelschlag am Glas" fand Anfang Juli eine Tagung statt. Deren spannenden Vorträge jetzt online: ▶▶ Mehr

Unterschutzstellung begrüßt: LNV-Stellungnahme zu vier FFH-Verordnungen
Aufgrund der EU-Klage gegen Deutschland wegen unvollständiger Umsetzung der FFH-Richtlinie muss auch das Land die FFH-Gebiete förmlich als Schutzgebiete nach nationalem Recht ausweisen. Dies geschieht in vier Sammelverordnungen, einer pro Regierungsbezirk. Der LNV begrüßt in seiner Stellungnahme diesen überfälligen Schritt. Er macht jedoch auch beispielhaft auf Mängel z.B. bei der Gebietsabgrenzung (nicht immer nach fachlichen Kriterien), bei den Erhaltungszielen und fehlender Vernetzung der Gebiete aufmerksam. ▶▶ Mehr

Basteltipp: Wie man gefiederten Nachwuchs fördert!
Alle Vögel sind bald da! Aber bevor die klassischen Zugvögel wieder durch die Hecken huschen, haben andere längst mit der Familienplanung begonnen und suchen nach günstigem Wohnraum. Nistkästen sind eine wunderbare Möglichkeit das Familienleben zumindest der Höhlenbrüter hautnah mitzuerleben. ▶▶ weiter im birdnet.de

Alpensegler ins Nest schauen
Der NABU Freiburg in Person von Mathias Schmidt war 1997 beteiligt an der Installation mehrerer Nistkästen für Alpensegler an der Uni Freiburg. In zwei Nistkästen kann mit Hilfe einer Webcam das Brutgeschehen verfolgt werden. Aktuell sind dort junge Alpensegler zu sehen. Klicken sie doch mal hin: ▶▶ zur Webcam

Die Nilgans — Neubürger oder Bestandteil unserer Vogelwelt?
Nur wenige Vogelarten erhalten derart viel mediale Aufmerksamkeit wie die Nilgans. Dabei spielen meistens Abneigungen und Vorurteile gegenüber dieser Vogelart eine Rolle, die jedoch meistens unbegründet sind. ▶▶ Mehr

Mit der Politik gegen das Insektensterben?
Das Bundesumweltministerium will mit einem Aktionsprogramm Insekten besser schützen. Das ist gut, aber was daran soll neu sein - und was erreicht werden?, fragt Gunther Willinger.
▶▶ Mehr

19.07.2018

Wie viel Macht hat die Zementlobby?
Der Zollern-Alb-Kurier hat einen sehenswerten Beitrag zur Geschichte u.a. zum Streit um die Verbrennung und die (schwachen) Filteranlagen online gestellt. Wir finden: sehens- und lesenswert. ▶▶ https://zementwerk.zak.de/

Biotopmanagement an der Eselsmühle mit großen Weidetieren?
Auf Initiative des Pfeffinger Naturschützers Dr. Dieter Haas hatte der NABU Albstadt zu einer Exkursion in die Ehestetter Talaue eingeladen. Unter dem Titel "Heimat für viele Vögel und Insekten" berichtete der Schwarzwälder Bote darüber. Lesen Sie ▶▶ hier weiter.

Schwalbenhotel erwartet seine Gäste
Mit einem kleinen Festakt ist das neue Schwalbenhotel in der Olgastraße in Täbingen am vergangenen Freitag eingeweiht worden. Mit von der Partie waren der NABU und der Kindergarten. Lesen Sie weiter im ▶▶ Schwarzwälder Boten.
Weitere Infos über die Schwalbenhaus-Projekte des NABU Zollernalb finden Sie ▶▶ hier.

So halten Vögel Insekten in Schach
Vögel haben einen guten Ruf als Insektenfresser. Nun wurde die gesamte Menge an Sechsbeinern ermittelt, welche von Amsel, Drossel, Fink & Co. vertilgt wird. ▶▶ Mehr

Europäer verdrängten amerikanische Urhunde
Als die Europäer Nordamerika eroberten, brachten sie auch ihre Hunde mit - auf Kosten der amerikanischen Linie. Sie hinterließ keine genetischen Spuren. ▶▶ Mehr

Das große Vogelsterben - Interview mit dem Vogelschutzexperten Lars Lachmann
Unserer Vogelwelt geht es schlecht. Zumindest bekommt man diesen Eindruck, wenn man die Meldungen in den Medien verfolgt. Was steckt dahinter und was sind mögliche Ursachen? Ein Interview mit Vogelschutzexperte Lars Lachmann. ▶▶ Mehr

Hecheln, baden, koten, faulenzen - so gehen Tiere mit der Sommerhitze um
Hitzeperioden machen nicht nur Menschen, sondern auch den Tieren zu schaffen. Um unbeschadet hohe Sommer-Temperaturen zu überstehen, haben einige Tiere eigene Tricks entwickelt. Fell und Federn sind nämlich wenig geeignet, um Hitze abzuleiten. ▶▶ Mehr

LNV fordert Bebauungsplan-Änderungen für Nachverdichtungen
Der Landesnaturschutzverband (LNV) begrüßt Minister Hauks Plädoyer für die Aufstockung von Gebäuden. In vielen alten Bebauungsplänen ist eine unverantwortlich lockere Bebauung festgesetzt. Wer sein Haus um ein Stockwerk erhöhen wolle oder auf riesigen Bauparzellen ein zweites Wohnhaus errichten wolle, dürfe das nicht.
Die Kommunen könnten diese Bebauungspläne ändern und eine höhere und dichtere Bebauung zulassen. Aus Angst vor Nachbarprotesten unterbleibe das leider, so die Naturschützer. Lieber weise man am Ortsrand neue Baugebiete aus und trage so zur Zersiedelung der Landschaft bei.
Der LNV fordert, neue Baugebiete nur noch zuzulassen, wenn der Siedlungsbestand sorgfältig auf Nachverdichtungspotenziale geprüft wurde.
Besonders ärgerlich finden die Naturschützer, dass nach dem befristet eingeführten § 13b neue Wohnbaugebiete ohne die wichtigsten Umweltstandards erschlossen werden können. "Die Wohnungsnot in Ballungsräumen wird hier missbraucht, um Einfamilienhausgebiete auf dem Land noch schneller realisieren zu können", ärgert sich LNV-Chef Gerhard Bronner. "Keinesfalls darf diese ohnehin europarechts-widrige Regelung unbefristet weitergelten!"

Schützen Sie die wertvolle Heimat der Rohrdommel
Der NABU wirbt um Spenden. Er schreibt: "Das Teufelsmoor ist Heimat für die gefährdete Rohrdommel, für Bekassine und Kranich. Doch das Vogelparadies steht nun zum Verkauf. Mit Ihrer Spende können wir diesen Schatz der Natur für alle Zeiten schützen." ▶▶ Mehr

Kolumbien: Ein Meilenstein für den Umweltschutz
Der WWF berichtet: "Nirgendwo in Kolumbien wird mehr Wald in kürzester Zeit abgeholzt als rund um den Nationalpark Serranía del Chiribiquete. Und doch gilt gerade diese Region als Schlüsselregion zur Rettung gefährdeter Tiere wie des Jaguars und des Rosa Flussdelfins.
Kolumbiens Präsident Santos hat mit einer seiner letzten Amtshandlungen einen wahren Meilenstein für den Umweltschutz gelegt: Er erweiterte den Chiribiquete-Nationalpark um 1,5 Millionen Hektar auf insgesamt rund 4,3 Millionen Hektar. Damit ist der Park nun größer als die Schweiz und bildet eine grüne Barriere gegen die Abholzung." ▶▶ Mehr

12.07.2018

Stuttgarter Zeitung online: Das Sterben der Insekten
Wer ist für das Insektensterben verantwortlich und welche Konsequenzen hat es für uns Menschen? Die stuttgarter-zeitung.de beantwortet in einer Multimedia-Geschichte die wichtigsten Fragen zum Thema. Unter anderem erklärt die NABU Wildbienen-Expertin Sabine Holmgeirsson, warum Honigbienen nicht zu den bedrohten Arten zählen und was wir tun können, um Wildbienen zu schützen. ▶▶ Mehr

Schwerer Start für Mehlschwalben im Südwesten
Vermutlich sind die Segler und Schwalben bei ihrer gefährlichen Rückreise aus den Überwinterungsgebieten aufgrund des schlechten Wetters über Gibraltar, Marokko und Spanien hängen geblieben. Im April hatte der NABU die Rückkehr der ersten Schwalben nach Baden-Württemberg vermeldet. "Heute müssen wir leider befürchten, dass fast die Hälfte der Nester an Ställen, Häusern und anderen Gebäuden bei Mehlschwalben und Mauerseglern unbesetzt bleiben", sagt NABU-Schwalbenexperte Rudi Apel. ▶▶ Mehr

Buchsbaumzünsler frisst sich wieder durch die Gärten
Momentan frisst sich die Raupe des Buchsbaumzünslers durch Gärten. Gift bietet keinen längerfristigen Schutz – und gefährdet die Artenvielfalt. ▶▶ Mehr

Brutverlust der Seeschwalben auf Trischen
Nach einer Woche mit hohen Wasserständen, starkem Wind, Regen und Kälte ist die Kolonie der Seeschwalben an der Süd-Spitze plötzlich wie leer gefegt. ▶▶ Mehr

Mit 5 Millionen Euro jährlich hält man nicht die Biodiversitätskrise auf
Das Bundeskabinett hat unlängst ein Eckpunktepapier für ein künftiges Aktionsprogramm zum Schutz der Insekten in Deutschland verabschiedet. Es enthält Ziele, die seit langem u.a. von der Forschung gefordert werden, wie etwa einen höheren Strukturreichtum in der Agrarlandschaft, eine Eingrenzung des Pestizideinsatzes aber auch eine Reduktion der Lichtverschmutzung. Können die Insekten sich also bald über bessere (Über)Lebensbedingungen freuen? Dr. Frank Jauker, Insektenforscher an der Universität Gießen, ist skeptisch.
▶▶ http://idw-online.de/de/news698139

Aussterben wegen Marihuana?
Das Kiffen gesundheitsschädlich ist, wussten wir ja schon lange. Doch dass auch für den Artenschutz Probleme entstehen können, lernen wir jetzt aus den USA: Nordkalifornien ist auch nach der Legalisierung des Konsums Zentrum des illegalen Hanfanbaus. Das bedroht das Überleben des Humboldt-Fichtenmarders. ▶▶ Mehr

Luchse in Gefahr
Studie legt nahe, dass Menschen den Raubkatzen im Grenzgebiet von Deutschland, Tschechien und Österreich stark zusetzen. ▶▶ http://idw-online.de/de/news698298

Politikmix zur Erreichung der Klimaziele u. der Ziele nachhaltiger Entwicklung
Eine breite Kombination von Maßnahmen könnte am besten geeignet sein, sowohl die Ziele der Klimastabilisierung als auch die meisten UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung zu erreichen. Diese Maßnahmen reichen von der CO2-Bepreisung über die Regulierung des Schutzes von Wasser und Wald bis hin zu Lebensstiländerungen, wie eine neue Studie zeigt. Die Wissenschaftler heben das komplexe Zusammenspiel der verschiedenen Ziele hervor. Eine nur auf die CO2-Preise konzentrierte Politik wäre am billigsten, würde aber wahrscheinlich auf Kosten des Schutzes von Landflächen gehen. ▶▶ http://idw-online.de/de/news697870

Palmöl: Die CO2-Kosten der Abholzung
Palmöl hat einen festen Platz in unserem Alltag, doch seine intensive Produktion hat massive Auswirkungen auf die Umwelt. Darauf weist eine Studie der ETH Lausanne und der Eidgenössischen Forschungsanstalt WSL hin. Dennoch zeichnen sich kurz- und langfristige Lösungen ab. ▶▶ http://idw-online.de/de/news697885

"Bänder des Lebens" vernetzen Lebensräume und Menschen
Der Name des neuen Naturschutzgroßprojekts ist Programm. Denn die Vernetzung der Lebensräume von typischen Tier- und Pflanzenarten und landschaftsprägenden Nutzungsformen in der Region haben sich die Träger des Projekts als Leitziel gesetzt.
Schwarzelühr-Sutter: "Naturschutzgroßprojekte sind die Leuchttürme des Naturschutzes in Deutschland. Sie nehmen besonders schutzwürdige Teile von Natur und Landschaft mit gesamtstaatlich repräsentativer Bedeutung in den Blick. Der Hunsrück erfüllt diese Kriterien in herausragender Weise. Er ist einer der wertvollsten Naturschätze unseres Landes."
▶▶ http://idw-online.de/de/news698072

Insektensterben bedroht auch die Zukunft unserer Kinder und Enkel
Kinder- und Jugendärzte fordern vor dem Hintergrund eines konstanten Rückgangs der gesamten Biomasse fliegender Insekten einen konsequenten, ökologischen Umbau der landwirtschaftlichen Produktionsweise. Allein dadurch kann die biologische Diversität der Insekten-, Vogel- und Pflanzenwelt in Deutschland und Europa und damit eine enkel-taugliche Zukunft unserer Kinder gesichert werden. Verantwortlich sind die intensiven Praktiken der Landwirtschaft wie die Nutzung von Pflanzenschutzmitteln, Dünger sowie die Beseitigung von Blühstreifen und Hecken entlang der Felder. ▶▶ http://idw-online.de/de/news698168

05.07.2018

Sind Schnecken wirklich so schlimm?
Schnecken haben einen schlechten Ruf und werden brutal bekämpft. Grundkenntnisse der Schneckenbiologie ermöglichen ein friedlicheres Miteinander. ▶▶ Mehr

Katzen für Reptilien noch schlimmer
Haus- und verwilderte Katzen sind begnadete Jäger. Sie erlegen nicht nur Vögel, sondern auch Reptilien. Ihre Bilanz ist verheerend für Echsen und Co. ▶▶ Mehr

Finkenjagd ist illegal
In vielen europäischen Ländern ist die Jagd auf Finken untersagt, doch nicht auf Malta. Die Insel ist daher fast vogelfrei. Ein Urteil könnte das nun ändern. ▶▶ Mehr

Neue Leberegelschnecken erstmals in Europa gesichtet
In der Karibik verbreitet die Wasserschnecke Galba cubensis den Großen Leberegel. Jetzt ist sie erstmals auch in Europa aufgetaucht. ▶▶ Mehr

Klimaschutz: Weniger Lachgas aus der Landwirtschaft
Lachgas gehört mit Kohlendioxid und Methan zu den bedeutendsten Treibhausgasen: Es ist etwa 300-mal so klimaschädlich wie Kohlendioxid. In Deutschland ist überwiegend die Landwirtschaft für die Emissionen von Lachgas verantwortlich, vor allem bedingt durch den intensiven Einsatz von Stickstoffdünger. Die möglichen Folgen – mit Blick auf Nahrungsmittelproduktion und Klimawandel – wird eine neue Forschergruppe am Karlsruher Institut für Technologie untersuchen. Ziel des deutsch-französischen Programms ist es, die Klimaforschung im Anschluss an das Pariser Abkommen zu stärken. ▶▶ http://idw-online.de/de/news698280

BfN zeichnet Vorhaben zur Entwicklung von Klimawandel-Indikatoren aus
Aussagen über den Zustand von Natur und biologischer Vielfalt oder auch über das Ausmaß von Umweltbelastungen werden mit Hilfe von Indikatoren getroffen. Ein Indikator übersetzt komplexe Sachverhalte in messbare Größen und Zahlenwerte, die für die Öffentlichkeit verständlich sind und der Politikberatung dienen. ▶▶ Mehr

Jubiläum: 25 Jahre Michael-Otto-Institut im NABU
Das Michael-Otto-Institut im NABU (MOIN) und die Integrierte Station Eider-Treene-Sorge des Schleswig-Holsteinischen Landesamtes für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR) feierten am vergangenen Wochenende in Bergenhusen ihren 25. bzw. 20. Geburtstag. Die Jubiläumsfeier, die die tiefe Verwurzelung des Bergenhusener Naturschutzes in der Region verdeutlichen soll, stand ganz unter dem Motto "Gemeinsam in Bewegung". ▶▶ Mehr

CO2-Reduzierung: Bekommen wir noch die Kurve?
Der Anteil erneuerbarer Energien wächst rasant. Doch die Zeit, um den Kohlendioxid-ausstoß ausreichend zu drosseln, verrinnt ebenso schnell. Zu schnell? ▶▶ Mehr

28.06.2018

Nachtfalter-Leuchtabend in Schörzingen fällt aus
Ganz überraschend erreicht den NABU Oberes Schlichemtal das Verbot, den am Freitag 22.06. geplanten Nachtfalter-Leuchtabend auf der Deponie "Herrlewasen" in Schörzingen durchzuführen. In einem Telefonat mit Herbert Fuchs von der AG Schmetterlinge, der die Veranstaltung im Auftrag der NABU-Gruppe wissenschaftlich begleitet hätte, äußerte Bürgermeister Sprenger klar sein Verbot: "Auf gar keinen Fall – auch wenn ihr frühzeitig gefragt hättet. Ich bin schon mehrere Stunden mit der Staatsanwaltschaft dort herumgelaufen, da kommt mir niemand mehr drauf." Weil der als Ausweichplatz gedachte Plettenberg wegen des dortigen Sonnwendfeuers ebenfalls nicht in Frage kommt, haben wir uns schweren Herzens entschieden die Veranstaltung ganz abzusagen. Man kann nur hoffen, dass alle Interessenten auf diesem Weg erreicht werden können und niemand vergeblich eine lange Anreise antritt.
Weitere öffentliche Leuchtnächte im Jahr 2018 finden Sie ▶▶ hier.

Landratsamt genehmigt Sprengung im Plettenberg-Steinbruch mit Auflagen
Offenbar um Entschärfung des Konfliktes bemüht, hat die Firma Holcim eine erneute Sprengung in der KW 26 (25. Bis 29.06.) beantragt. Nach Rücksprache mit den zuständigen Fachleuten im Regierungspräsidium wird diese Sprengung nun unter bestimmten Auflagen genehmigt. So muss u.a. bis Ende Juli ein Sicherheitspuffer von 130m zum angenommenen Brutplatz der Heidelerche eingehalten werden.

Schwalben leiden unter Wohnungsnot
Zurückgekehrt aus ihren Winterquartieren in Afrika, kann man bei uns Mehl- und Rauchschwalben nun wieder akrobatisch durch die Lüfte jagen sehen. Doch ihre Bestände haben sich dramatisch verringert, wie auch die im Mai durchgeführte "Stunde der Gartenvögel" in erschreckender Weise verdeutlicht hat. Ursächlich hierfür dürften unter anderem der starke Rückgang der Insekten sowie fehlende Nistmöglichkeiten sein.
Der NABU Hechingen hat nun in einer Pressemitteilung auf die rechtliche Lage und die Schutzbemühungen der NABU-Gruppen im Kreis aufmerksam gemacht.
▶▶ Hohenzollerische Zeitung

Steinkauz-Projekt des NABU Haigerloch geht weiter
Schon etliche weitere Nisthilfen hat der NABU Haigerloch mit Unterstützung von Obstwiesenbesitzern in Trillfingen im Rahmen des 2017 begonnenen Hilfsprojekts aufgehängt. Nachdem möglichst immer drei zur Auswahl vorhanden sein sollten, kommt das eine ganze Menge zusammen. Zur Information für die Obstwiesenbesitzer und Interessierte haben die Aktiven jetzt einen Info-Flyer hergestellt.
▶▶ Hier gibt es nähere Infos und einen Link zum Download des Flyers als PDF.

Seegurken: die Staubsauger der Meere
Seegurken sind farblich eher unscheinbar, von schlichtem Körperbau und sicher keine Sympathieträger unter den Meeresbewohnern. Für die Meere sind sie aber von enormer Bedeutung, wie Wissenschaftler des Leibniz-Zentrums für Marine Tropenforschung (ZMT) kürzlich herausgefunden haben. Seegurken werden vor allem für den asiatischen Markt stark befischt. Die neue Studie der Forscher zeigt, wie groß die ökologischen Auswirkungen dieser Fischerei auf Küstenökosysteme wie Korallenriffe oder Seegraswiesen sein können.
▶▶ http://idw-online.de/de/news697509

Insektensterben durch Lichtverschmutzung
Schon lange bekannt, erneut bestätigt: Klimawandel, Pestizide und Landnutzungsänderungen allein können den Rückgang von Insektengemeinschaften in Deutschland nicht vollends erklären. WissenschaftlerInnen vom Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) haben nun festgestellt, dass die Regionen, die einen starken Rückgang an Fluginsekten verzeichnen, auch unter einer hohen Lichtverschmutzung leiden. Viele Studien weisen bereits darauf hin, dass künstliches Licht in der Nacht negative Auswirkungen auf Insekten hat und dass diesem Umstand künftig mehr Beachtung geschenkt werden sollte, wenn es an die Ursachenforschung für das Insektensterben geht. ▶▶ http://idw-online.de/de/news697819

Pikas: Knuffiger Pfeifhase erstmals gefilmt
Ganz im Westen Chinas lebt ein sehr seltener Säuger, der eine gute Plüschtiervorlage abgeben könnte. Erstmals konnte die Ili-Pfeifhase genannte Art gefilmt werden. ▶▶ Mehr

Nach Waldbrand: Die Quokkas kehren zurück
Ein Feuer vernichtete 2015 eine wichtige Zuflucht der letzten Festland-Quokkas. Nun erholt sich die Population wieder - auch dank intensiver Schutzmaßnahmen. ▶▶ Mehr

Botanik: Uralte Baobabs leiden unter mysteriösem Baumsterben
Die ältesten Affenbrotbäume Afrikas wachsen seit 2000 Jahren - und sterben jetzt offenbar nahezu gleichzeitig. Warum gerade jetzt? ▶▶ Mehr

Zukunft für den Nationalpark Senne
Naturschutzverbände in NRW wenden sich gegen die geplante Änderung im Landesentwicklungsplan, die Option zu streichen, nach Aufgabe des Truppenübungsplatzes Senne dort einen Nationalpark zu errichten. Die Naturschutzverbände rufen deshalb zu einer Unterschriftenaktion auf. ▶▶ Mehr

Im Blickpunkt: Der Wolf in BW – jetzt wird’s ernst!
Aus dem LNV-Infobrief Mai 2018: "Ein Wolf hat im Nordschwarzwald Schafe gerissen, insgesamt kamen 40 Tiere um, nachdem bisher nur Einzeltiere zu Wolfsopfern wurden. Der erste "Problemwolf"? Zuvor sind zwei Wölfe totgefahren und einer illegal erschossen worden. Landwirtschaftsminister Peter Hauk fordert Bejagen und Fallenstellen, sein Kollege Franz Untersteller aus dem Umweltministerium rät zu Gelassenheit. Fest steht, dass niemand befürchten muss, bei einem Waldspaziergang verspeist zu werden. In den rd. 20 Jahren Wolfspräsenz in Deutschland hatten wir noch keinen Wolfsangriff auf Menschen, wohl aber jährlich bis zu vier Tote durch Hunde bzw. 50.000 Verletzte durch Hundebisse." ▶▶ Mehr

Kein Obst und Gemüse auf Kosten der Seepferdchen
Reinhard Behrend von Rettet den Regenwald schreibt: "An der spanischen Mittelmeerküste stirbt ein einzigartiges Ökosystem, das Mar Menor. Die 20 Kilometer lange Lagune ist der Lebensraum von Seepferdchen *und vielen anderen Tieren.
Weil deutsche Handelsketten wie ALDI, EDEKA, LIDL und REWE immer weiter die Preise drücken, leiten Landwirte Abwässer in die Natur, um Kosten zu sparen und weiter im Geschäft zu bleiben.
Für unser billiges Obst und Gemüse aus dem Supermarkt sterben nun die Seepferdchen und viele andere Meeresbewohner."
Weitere Infos und eine Petition finden Sie ▶▶ hier.

Deutsche Unternehmen gefährden Umwelt und Menschenrechte
Deutsche Firmen sollten Produkte, die in der Europäischen Union wegen möglicher Gefahren für die Menschenrechte und die Umwelt nicht zugelassen sind, auch im Ausland nicht vertreiben. Eine aktuelle Fallstudie des Öko-Institut zeigt jedoch, dass deutsche Chemieunternehmen besonders gefährliche, in der EU verbotene Pestizide im Ausland anbieten. Ein anderes Beispiel zur Abwrackung von Schiffen belegt, dass deutsche Reedereien ihre Schiffe in Bangladesch entsorgen lassen, obwohl dies verboten ist. ▶▶ http://idw-online.de/de/news697549

21.06.2018

Schreiben der Naturschutzverbände an den Regionalverband vom 01.06.
Im Mai 2018 erhielten wir erstmals Kenntnis von dem Verdacht, dass die Heidelerche, ehemals Brutvogel auf der gesamten Plettenberg-Hochfläche und seit der letzten Abbauerweiterung verschwunden, sich wieder angesiedelt haben könnte. Weil sich der Verdacht erhärtete und damit als Brutvorkommen gewertet werden musste, hielten wir eine Information des Regionalverbandes für dringend erforderlich.
Nachdem jemand, der das Schreiben rein informell erhalten hatte, unser Schreiben völlig unautorisiert an die Presse weitergegeben hatte, brachten ZAK und SchwaBo noch vor der Sitzung jeweils einen Artikel. Wir hatten das erst im Zusammenhang mit einer Presseerklärung weitergeben wollen, doch da war es eben raus.
Wir haben nun unsere "Plettenberg-Seite" ergänzt und geben die Informationen jetzt "offiziell" an die Öffentlichkeit weiter. ▶▶ Plettenberg-Update

Plettenberg: Weg für neues Abbaugebiet geebnet
Die Erweiterung des Kalksteinabbaus auf dem Plettenberg hat auch die Mitglieder der Verbandsversammlung des Regionalverbands Neckar-Alb beschäftigt. Eine Mehrheit hat der Änderung des Regionalplans und der Freigabe neuer Abbauflächen zugestimmt.
Mehr im ▶▶ Schwarzwälder Boten.
Hierzu ein Kommentar:
Es ist unbestritten: Holcim bietet Arbeitsplätze und hilft bei der Finanzierung der Gemeinde-Aufgaben. Ebenso unbestritten ist, dass mit der Festlegung als Abbaugebiet noch keine Abbaugenehmigung erteilt ist – hierzu ist ein immissionschutzrechtliches Genehmigungs­verfahren erforderlich. Aber falsch ist, und dem muss man mit aller Deutlichkeit entgegen treten, dass "diese Eingriffe durch Maßnahmen auf Ausgleichsflächen kompensiert werden (können), so dass einem Abbau nichts entgegenstehe". Für eine Art, die nun damit begonnen hat, ihr ehemals ausgedehntes Brutareal auf der Hochfläche zurückzuerobern, ist der Eingriff in die Rest-Heideflächen auch durch einen verkleinerten Abbau nicht ausgleichbar. Ohne Heideflächen keine Brut! Dass Frau Adrian nun behauptet, die Wiederbesiedlung sei trotz Abbau und Sprengungen geschehen, zeugt wenigstens von fataler Unkenntnis der Brutbiologie und der Lebensraum­ansprüche einer Art, für die das Land Baden-Württemberg ein Sonder-Schutzprogramm aufgelegt hat. Aber Stimmung machen lässt sich damit allemal!
Es bleibt der schale Geschmack, dass sich das Märchen von der Ausgleichbarkeit seit dem allerersten Entwurf des Regionalplans vom Umfang und von der Bewertung her unverändert erhalten hat – obwohl das im Auftrag von Holcim untersuchende Fachbüro zwischenzeitlich nicht mehr umhin kommt, eine streng geschützte Art nach der anderen "neu" zu entdecken. Trotzdem stehen derart deutliche Rechts-Konflikte nicht einmal in der "allgemein verständlichen Zusammen­fassung" für die Mitglieder des Regionalverbandes drin ...

Giftige Kröte erobert Madagaskar
Die Schwarznarbenkröte aus Südostasien hat mit Hilfe der Menschen eine neue Heimat gefunden. Für die einzigartige Fauna der Insel ist das keine gute Nachricht. ▶▶ Mehr

Verschwinden eines Elternteils Hauptursache für Tod der ganzen Brut
Der Tod aller Küken in einem Nest hängt bei Blaumeisen fast immer mit dem plötzlichen und unwiderruflichen Verschwinden eines Elternteils zusammen. Peter Santema und Bart Kempenaers vom Max-Planck-Institut für Ornithologie in Seewiesen zeigen, dass der verbleibende Elternteil sich dann mehr anstrengt, um wenigstens einige der Küken durchzubringen, was bei zwei Dritteln der Nester auch gelingt. Alleinerziehende Männchen haben generell weniger Erfolg, was unter anderem daran liegen könnte, dass sie nicht brüten und daher die Küken nicht warmhalten können. ▶▶ http://idw-online.de/de/news697234

Seeregenpfeifer vom Mittelmeer brüten an der Nordsee
Biologen der Schutzstation Wattenmeer und des Michael-Otto-Instituts im NABU entdeckten an der nordfriesischen Wattenmeerküste kürzlich zwei Seeregenpfeifer-Weibchen aus dem Mittelmeerraum unter den einheimischen Artgenossen. Im Beltringharder Koog und in St.Peter-Ording waren den Forschern die aus Mallorca und Südfrankreich stammenden Vogelweibchen aufgefallen. ▶▶ Mehr

Soziale Intelligenz bei Raben
Raben wissen über die Beziehungen anderer Bescheid – und agieren strategisch Ein Aspekt sozialer Intelligenz ist die Fähigkeit, sowohl die eigenen Beziehungen als auch die anderer im Auge zu behalten. Diese Fähigkeit kennt man bei Primaten, und auch Kolkraben zeigen dieses Verhalten in Gefangenschaft. In ihrer aktuellen Studie dokumentieren VerhaltensbiologInnen um Georgine Szipl von der Universität Wien, dass wildlebende Raben bei der Futtersuche je nach Publikum unterschiedlich viele "Hilferufe" abgeben. Dies deutet auf ein komplexes Sozialsystem der Tiere hin. Die Ergebnisse dazu erscheinen aktuell im Fachjournal "Proceedings of the Royal Society B". ▶▶ http://idw-online.de/de/news696948

Wie funktioniert der Magnetsinn von Tieren?
Auf ihren oft mehrere tausend Kilometer langen Flügen navigieren Zugvögel erstaunlich präzise. Sie orientieren sich dabei am Sonnenstand, an den Sternen und am Erdmagnetfeld. Wie Vögel und andere Tiere das Magnetfeld eigentlich wahrnehmen und wie sie die entsprechenden Informationen im Gehirn verarbeiten, beschreibt Prof. Dr. Henrik Mouritsen von der Universität Oldenburg in der aktuellen Ausgabe des Fachmagazins "Nature". Der Neurobiologie, der dieses Thema seit mehr als 15 Jahren erforscht, fasst in seiner Übersichtsarbeit den Stand der Forschung zu Wanderungen im Tierreich und das Wissen über den Magnetsinn zusammen.
▶▶ http://idw-online.de/de/news697057

Film zur naturverträglichen Nutzung von Windenergie ist online!
Der Bau von Windrädern und der Schutz von Vögeln, Fledermäusen und Co. – geht das zusammen? Welche Konflikte es beim Ausbau der Windenergie geben kann, welche Lösungsmöglichkeiten es gibt und wie Dialog eine naturverträgliche Energiewende unterstützen kann, diese Fragen beantwortet das Video im Projekt "Dialogforum Erneuerbare Energien und Naturschutz". ▶▶ Mehr

NABU freut sich über Zählrekord im Land
Der NABU freut sich erneut über eine Rekordbeteiligung bei der Stunde der Gartenvögel dieses Jahr: "In Baden-Württemberg konnten wir mit 6.800 Menschen wieder zehn Prozent mehr Vogelfreundinnen und -freunde für das Zählen und Beobachten von Kohlmeise, Amsel und Star begeistern", freut sich Stefan Bosch, Ornithologe und Vogelschutzbeauftragter des NABU im Land. Rund 300 Zählorte (plus acht Prozent) und 10.000 Vögel kamen bei der 14. Stunde der Gartenvögel von Vatertag bis Muttertag hinzu. "Vom 10. bis 13. Mai haben dieses Mal 6.800 Menschen mit Fernglas und Zählkarte über 140.000 Vögel gehört und gesehen und ihre Beobachtungen aus mehr als 4.200 Gärten und Parks an den NABU gemeldet." ▶▶ Mehr

Lasst die Holzfäller nicht ins Welterbe Selous!
Reinhard Behrend von Rettet den Regenwald e. V. schreibt: "Sie kennen bestimmt dieses Afrika-Bild: weite Savannen, Herden von Büffeln und Antilopen, trottende Elefanten-Familien und im Schatten dösende Löwen. Die Serengeti ist so ein Ort, oder Selous, beides Tierparadiese in Tansania. Doch Selous ist bedroht! Wenn wir nicht schnell handeln, kreischen dort bald die Motorsägen. Mitten im Welterbe-Gebiet will Präsident Magufuli 2,6 Millionen Bäume fällen lassen, um Platz für einen sinnlosen Staudamm zu schaffen." Weitere Infos und eine Petition finden Sie ▶▶ hier.

Nonnen bewahren seltenen Lurch
Um die Bewahrung der Schöpfung geht es einigen mexikanischen Nonnen nur in zweiter Linie. Sie benötigen ein Sekret des Dumerils Querzahnmolchs für Hustensaft - zu dessen Glück.
▶▶ Mehr

10 großartige Erfolge des Naturschutzes
Costa Ricas Regenwälder, Wale oder der saubere Rhein - wenn die Menschheit will, kann sie die Umwelt auch bewahren. Hier werden zehn Beispiele aus aller Welt vorgestellt. ▶▶ Mehr

Energiewende: Wie bleibt unser Stromnetz stabil?
In Zukunft wird unser Stromnetz stärker belastet und deutlich flexibler werden müssen. Wie könnte das gelingen, mit Wind, Sonne und ohne stabilisierende Kohlekraftwerke? ▶▶ Mehr

Schützen Biberdämme vor Hochwassern?
Die Wissenschaftler Prof. Dr. Volker Zahner und Prof. Dr. Carsten Lorz vom Institut für Ökologie und Landschaft der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf erarbeiteten in dem Forschungsprojekt "Die Wirkung des Europäischen Bibers auf den natürlichen Wasserrückhalt an ausgewählten Fließgewässern Bayerns" die Grundlagen der hydraulischen und hydrologischen Wirkung von Biberdämmen bei Hochwasserereignissen in Europa. In dem damit in Verbindung stehenden Projekt "ProNaHo" des Lehrstuhls für Hydrologie und Flussgebietsmanagement der TU München erfolgt dann die prozessbasierte Modellierung. ▶▶ http://idw-online.de/de/news697082

14.06.2018

Hechingen-Weilheim: Fünf Jungstörche auf dem Turm
Von Drohnen massiv gestört und vermutlich der Unerfahrenheit des Paares und der Trockenheit geschuldet, war die Brut der im letzten Jahr erstmals nach 50 Jahren wieder auf der Weilheimer Kirche nistenden Weißstörche ums Leben gekommen. In diesem Jahr sitzen nun 5 Junge im Nest und man ist gespannt, wie viele von ihnen durchkommen werden und ob sie beringt werden können. Lesen Sie mehr im ▶▶ Schwarzwälder Boten.

In eigener Sache: Neue Datenschutz-Grundverordnung
Auch wenn wir keinerlei kommerzielle Ziele verfolgen, trifft die neue EU-DSGVO auch uns. Den Bezug des Newsletters hatten wir vorsorglich schon Anfang des Jahres umgestellt. Jetzt muss noch der Internetauftritt rechtssicher umgestaltet werden. Dazu gehört nach Auffassung etlicher Fachleute auch, dass auf jeder einzelnen Seite der Hinweis zum Datenschutz angebracht werden muss. Das können wir aber erst nach und nach leisten, doch ein Anfang wurde mit der entsprechenden Ergänzung der Haupt-Seiten gemacht. Ein Beispiel finden Sie ganz unten auf dieser Seite. Sollten Ihnen in der nächsten Zeit Fehler auffallen und irgendetwas nicht richtig funktionieren, bitten wir um entsprechende Mitteilung.

Halloweenstimmung im Frühling - Proteinreiche Nahrung für Vögel
Kahle, silbrig glänzende Bäume und Sträucher sorgen im ganzen Land seit kurzem verstärkt für Aufsehen bei Spaziergängerinnen und Spaziergängern, Hobbygärtnerinnen und Hobbygärtnern. Verantwortlich für das Phänomen der gespenstig anmutenden, wie in Seide gewickelten Bäume und Sträucher sind die zumeist harmlosen Gespinstmotten. Besonders beliebt ist das Pfaffenhütchen.
Fachleute gehen von keiner Gefahr aus, denn der Juni-Austrieb wird voraussichtlich alles wieder "in Ordnung" bringen. ▶▶ Mehr

Störche im Aufwind
Wissenschaftler können vorhersagen, welche Störche im Herbst nach Afrika ziehen und welche in Europa bleiben. ▶▶ http://idw-online.de/de/news696118

Einige Wüstentiere können dem Klimawandel besser trotzen als erwartet
Ökologen haben keinen Zweifel daran, dass der Klimawandel die Tiere und Pflanzen auf der Erde beeinflussen wird. Nur wie genau? Das ist oft schwer vorauszusagen. Es gibt bereits Hinweise darauf, dass manche Arten ihr Verbreitungsgebiet verschieben. Viel weniger ist dagegen darüber bekannt, wie einzelne Tiere und Populationen auf die Veränderungen reagieren. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des UFZ in Leipzig haben das nun bei nachtaktiven Wüstengeckos untersucht. Im Fachjournal Ecological Monographs kommen sie zu ermutigenden Erkenntnissen. Mit der Hitze allein werden die Tiere demnach wohl nicht so schnell Probleme bekommen. ▶▶ http://idw-online.de/de/news696270

Zahl freilebender Berggorillas steigt auf mehr als 1.000
Die jüngste Zählung der vom Aussterben bedrohten Berggorillas (Gorilla beringei beringei) im Gebiet um die Virunga-Vulkane ergab eine Zahl von mindestens 604 Individuen. Zusammen mit den 400 Tieren der einzigen anderen Population, die im Bwindi Impenetrable National Park in Uganda beheimatet ist, steigt damit die Gesamtzahl weltweit freilebender Berggorillas auf mehr als 1.000 Tiere. Der Zensus war ein Gemeinschaftsprojekt der Naturschutzbehörden dreier afrikanischer Länder, in denen Berggorillas leben, mehrerer nicht staatlicher Naturschutzorganisationen sowie des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie in Leipzig. ▶▶ http://idw-online.de/de/news696641

Gartenhummel bestäubt effizienter als Honigbiene
Der Anbau vieler Kulturpflanzen ist davon abhängig, dass sie bestäubt werden. Doch nicht alle Insekten sind dabei gleich effizient. Gartenhummeln sind mit ihren langen Rüsseln zuverlässige Bestäuber der Ackerbohne, während die kurzrüsseligen Hummelarten und Honigbienen weniger effektiv sind. Das haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Göttingen herausgefunden. Die Ergebnisse der Studie sind in der Fachzeitschrift Agriculture, Ecosystems & Environment erschienen. ▶▶ http://idw-online.de/de/news696711

NABU- Aktionspaket zum Insektensommer
Unter dem Motto "Zählen, was zählt" startet der NABU sein neues Citizen Science-Projekt "Insektensommer" – und ganz Baden-Württemberg kann mitmachen. Werden Sie Teil der Meldeaktion für Insekten! Das Aktionspaket zum Insektensommer bietet praktische Hilfen zur Bestimmung der kleinen Flug- und Krabbeltiere. ▶▶ Mehr

Eine Stunde lang Sechsbeiner beobachten und zählen
Mitmachaktion des NABU Baden-Württemberg: Was krabbelt denn da? Beobachten Sie die kleinen Flug- und Krabbeltiere in Ihrer Umgebung und werden Sie Teil unserer neuen Mitmachaktion. Der erste Beobachtungszeitraum ist vom 1. bis 10. Juni. ▶▶ Mehr

Der französische Biodiversitätsplan
Am 18. Mai hat das französische Ministerium für den ökologischen und solidarischen Wandel eine öffentliche Befragung für den Biodiversitätsplan gestartet. Bis zum 7. Juni können die Franzosen Ihre Meinungen zum Schutz der Biodiversität äußern und damit einen Beitrag zum Verfassen des zukünftigen Biodiversitätsplans leisten. ▶▶ http://idw-online.de/de/news696367

Naturserie "Springwatch" auf BBC
Brigitte Pfister aus Rosenfeld macht uns auf eine sehr interessante Sendereihe auf BBC aufmerksam (auf Englisch): Seit Montag wird wieder 3 Wochen lang 4 mal die Woche je 1 Stunde lang die dort sehr beliebte Naturdoku "springwatch" mit tollen Bildern, interessanten Berichten und wissenschaftlichen Beiträgen gesendet. Dieses Jahr beobachten sie u.a. Nester von Zaunkönig, Sumpfmeise, Blaumeise (11 Junge!), Rabe, Eulen und Mandarinente, deren Nest in einem Baumloch ist. Hier der Link zu den ▶▶ Videoclips.

07.06.2018

NABU Albstadt: Seltene Fauna in Wasser und Luft
Zwei Exkursionen in die Natur hat die NABU-Gruppe Albstadt unternommen. Gerhard Layh und Karl-Fidelis Gauggel führten eine kleine Gruppe zu zwei Stellen, von denen aus man bequem mit Fernglas und Spektiv Vögel beobachten kann, die an und auf dem Wasser leben. Und Dirk Mezger führte durch die Insektenwelt am Ochsenberg.
Einen Kurzbericht finden Sie im ▶▶ Schwarzwälder Boten.

BUND-RV Neckar-Alb: Wir sind umgezogen!
Barbara Lupp: "Der BUND Regionalverband Neckar-Alb hat eine neue, bunte (aber auch verwirrende?) Homepage, die für Smartphones und Tablets besser geeignet ist:
▶▶ http://www.bund-neckar-alb.de. Sie ist auch mangels personeller Kapazität noch nicht perfekt und wir sind für Fehlermeldungen dankbar. Hat jemand Zeit und Interesse, an Homepagestruktur- und Inhalt "mitzubasteln"? - Dann einfach eine Mail an bund.neckar-alb@bund.net schicken."

Wanderfalken verlassen ihre Kinderstube im Kirchturm
Die Wanderfalken im Nistkasten der Heiliggeistkirche in Heidelberg werden flügge. Die ersten Flugversuche kann man ▶▶ live per Webcam miterleben.

Adler schlägt Fuchs schlägt Kaninchen
Manchmal braucht man als Naturbeobachter Glück - so wie der Fotograf Kevin Ebi, der im San Juan Island National Historical Park eine einmalige Jagd beobachten konnte. ▶▶ Mehr

Wenn zwei Luchse Argumente austauschen
Einem Luchs in freier Wildbahn zu begegnen, ist seltenes Glück - gleich zwei dabei zu beobachten und zu filmen, wie sie sich anmaulen, ist unbezahlbar. ▶▶ Mehr

Die Phantomjagd der Virensucher
Wieder ist Ebola auf den Menschen übergesprungen. Und wieder wird man es Fledertieren in die Schuhe schieben. Dabei ist die Beweislage weit dürftiger, als viele meinen. ▶▶ Mehr

Wie Kojoten Amerika eroberten
Kojoten sind eine Ausnahme: Während viele große Fleischfresser seltener werden, breiten sie sich aus - bis hinein in Millionenstädte. ▶▶ Mehr

Dem Tapanuli-Orang-Utan droht der Tod
Reinhard Behrend von Rettet den Regenwald e.V. schreibt: "Der Tapanuli-Orang-Utan ist eine Sensation. Erst 2017 als eigene Art bestimmt, droht ihm kurz nach seiner Entdeckung schon der Tod. Nur 800 Tiere leben noch, versteckt in den Batang-Toru-Wäldern auf Sumatra. DNA-Analysen haben ergeben, dass sich der Tapanuli-Orang-Utan vor 670.000 Jahren von der Borneo-Primaten-Linie abgespalten hat und nicht vom Sumatra-Orang-Utan. Er steht daher eher dem Borneo-Orang-Utan nahe. Die Existenz des seltensten Primaten ist akut bedroht. China will nämlich einen Staudamm bauen ..."
▶▶ Hier finden Sie weitere Informationen und eine Petition.

31.05.2018

Nachtfalter-Leuchtnächte mit zum Teil recht "magerem" Ergebnis
Die Mitarbeiter der AG Schmetterlinge hatten zumeist ungünstige Witterungsverhältnisse erwischt und so blieben die Funde bei den ersten drei öffentlichen Nachtfalter-Leuchtnächten des Jahres 2018 zum Teil eindeutig hinter den Erwartungen zurück. Nur im Wald unterhalb der Rosenfelder Deponie, wohin man wegen des Windes umgezogen war, kam beim Anflug hinsichtlich Arten und Anzahl Freude auf. Waren in Hechingen und Starzeln nur 12 bzw. 17 Schmetterlingsarten aufgetaucht, so konnten die beiden Kinder in Rosenfeld stolze 46 bewundern. Wer mehr wissen will: Die folgenden Links führen zu den entsprechenden Beobachtungsgebieten im Naturgucker.de, dort muss dann noch "Beobachtungen" ausgewählt werden. Teilweise sind auch Fotos der Falter veröffentlicht.
▶▶ Hechingen Streuobstgebiet (12 Arten) ▶▶ Rosenfeld Nähe Deponie Lerchenbühl (46 Arten) ▶▶ Starzeln zwischen Sportplatz und NSG Nähberg (17 Arten)

NABU-Veranstaltungen in der Presse
Selten haben Redakteur*innen ausreichend Zeit, neben ihren vielen anderen Aufgaben auch noch NABU-Führungen oder Vorträge zu besuchen. In der Presse kommt also in der Regel nur dann etwas, wenn die veranstaltende Gruppe jemanden findet, die/der ein Foto macht und ein paar Zeilen schreibt. Unsere Lokalzeitungen nehmen solche Berichte dann auch immer gerne entgegen.
Aktuelle Berichte gab es nun beim ▶▶ NABU Albstadt und beim ▶▶ NABU Balingen

Biberbau zerstört
In der Ehestetter Talaue oberhalb der Eselsmühle haben Unbekannte in den frühen Morgenstunden des 27. April mit zwei Traktoren einen Biberbau und zwei Biberdämme zerstört. Lesen Sie weiter im ▶▶ Schwarzwälder Boten.

Genehmigte Zerstörung einer Hecke, um Trockenmauer bauen zu können?
Abstruser Vorgang bei Lehrensteinsfeld im Landkreis Heilbronn: Die Gemeinde muss für den Ausgleich eines Gewerbegebiets eine Trockenmauer bauen. Das Landratsamt ermöglicht mit einer Ausnahmegenehmigung, dass eine Hecke abgeholzt wird, damit dort die Trockenmauer errichtet werden kann. Dass dadurch ein Biotop zerstört wird, das auch Arten wie Neuntöter beherbergte, war angeblich nicht bekannt. ▶▶ Zeitungsbericht

Amphibien-Killer-Pilz stammt aus Asien
Der Pilz Batrachochytrium dendrobatidis, von Experten kurz „Bd“ genannt, dezimiert Amphibienbestände in der ganzen Welt. Unklar war bisher allerdings seine Herkunft. Ein internationales Forscherteam, in dem auch zwei UFZ-Wissenschaftler mitgearbeitet haben, hat nun eindeutig bestimmt, dass der Erreger ursprünglich aus Asien stammt. Von dort aus hat er sich weltweit verbreitet und etliche neue genetische Linien entwickelt. Dieser Prozess sei auch weiterhin im Gange und kann das Amphibiensterben sogar beschleunigen, warnen die Forscher im Fachjournal Science. Sie plädieren für ein Ende des internationalen Amphibienhandels, um die Verbreitung verschiedener Bd Linien zu unterbinden. ▶▶ http://idw-online.de/de/news694146

Ameisen: Auf Umwegen schneller ans Ziel
Ameisen nehmen nicht immer den kürzesten Weg, wenn sie es eilig haben. Ihr Navigationssystem bringt sie bisweilen schneller ans Ziel, indem es sie Umwege laufen lässt. ▶▶ http://idw-online.de/de/news695737

Online-Kartierung der Holzbienen
Die Blauschwarze Holzbiene ist eine der auffälligsten heimischen Wildbienen. In den 1980iger Jahren und davor in BW noch als stark gefährdet eingestuft (Rote Liste von 1989), konnte sie sich zwischenzeitlich wieder erholen und war im Jahr 2000 "nur noch" in der Vorwarnliste. Sie hatte davon profitiert, dass in vielen Streuobstwiesen infolge Nutzungsaufgabe der Gehölzschnitt unterblieb und alte Äste besondere bei Hochstämmen belassen wurden. Mit der Online-Kartierung will der AK Wildbienenkataster die Verbreitung der Art besser erfassen und nebenbei auch das Interesse für Wildbienen wecken.
Lesen Sie hier weiter: ▶▶ http://www.wildbienen-kataster.de/

BUND: Retten Sie unser Wasser!
Aus dem BUND-Newsletter: "Krebserregendes Nitrat im Trinkwasser, lebensbedrohliche Keime im Badesee, immer häufigere Hochwasser, Lebens¬räume von Tieren und Pflanzen: zerstört… Das ist heute beängstigende Realität. Unser Wasser geht den Bach runter und die Politik tut kaum etwas dagegen. Eigentlich haben wir starke EU-Gesetze, die unser Wasser schützen. Doch Deutschland setzt sie nicht vernünftig um. Und die anderen Länder auch nicht. Ein riesiger Skandal! Jetzt bahnt sich eine noch größere Katastrophe an: Die EU stellt den Wasserschutz auf den Prüfstand. Und das kann fatale Folgen haben. Unter dem Druck der mächtigen Lobby von Industrie und Agrarchemie könnten die Gesetze dramatisch abgeschwächt werden. Die Konzerne wollen ungehindert ihren Dreck einleiten. Das müssen wir verhindern! Und wer kann unser Wasser jetzt noch retten? Unsere neue Umweltministerin Svenja Schulze! Sie entscheidet bei einer wichtigen EU-Abstimmung am 20./21. September für Deutschland." ▶▶ Hier finden Sie weitere Infos und eine Protest-Möglichkeit.

Mauersegler und Mehlschwalbe bleiben Sorgenkinder
Bis Freitagmittag haben 6.500 Vogelfreundinnen und Vogelfreunde aus 4100 Gärten und Parks rund 150.000 Vögel gemeldet. Auf den Medaillenrängen ist gegenüber dem Vorjahr alles beim Alten. Seriensieger Haussperling führt klar vor Amsel und Kohlmeise. ▶▶ Mehr

Fotowettbewerb: Faszinierende Insekten
NABU und CEWE laden in einem gemeinsamen Fotowettbewerb dazu ein, die Faszination unserer Insekten in Bildern festzuhalten. Schicken Sie uns Ihre favorisierten Motive zu Insekten in Deutschland. ▶▶ Mehr

EU-Parlament darf dem Lobbydruck der Palmölindustrie nicht nachgeben
Gero Leson und die Deutsche Umwelthilfe schreiben über Change.org: " EU-Parlament, EU-Rat und Kommission scheinen in ihren Verhandlungen zur Erneuerbaren Energien-Richtlinie festgefahren zu sein. Insbesondere die Diskussionen auf EU-Ebene für ein Verbot von Palmöl in Biodiesel gehen weiter. Schreibt heute zum Tag der Artenvielfalt eure persönliche Protestmail an die wichtigen deutschen Mitglieder des Präsidiums des EU-Parlaments...". Weitere Infos und eine Petition finden Sie ▶▶ hier.

Unerwartete Rückkehr der FCKW
Die erste globale Umweltkrise der Menschheit galt eigentlich schon als erledigt. Spätestens im Jahr 2050, verkündete die Weltorganisation für Meteorologie 2014, werde das Ozonloch kein Thema mehr sein. Doch das war wohl zu voreilig: Einige der im vor fast 30 Jahren beschlossenen Montreal-Protokoll verbotenen Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) werden anscheinend seit einigen Jahren nachproduziert. ▶▶ Mehr

Hier waltet die Natur, nicht der Förster
Um den berühmten Königsstuhl auf der Insel Rügen erstrecken sich die »Alten Buchenwälder«, die seit 2011 zum UNESCO-Weltnaturerbe gehören. Ein Urwald entsteht. ▶▶ Mehr

Dem Nordpol wird gerade eingeheizt
Das Eis am Nordpol schmilzt im Moment wieder rapide dahin. Eine außergewöhnliche Wärmewelle treibt die Temperaturen in der Arktis deutlich nach oben. ▶▶ Mehr

24.05.2018

Mottenschau am Leuchtturm - Nachtfalternächte mit der AG Schmetterlinge
Die bunten Tagfalter sind für viele eine ausgesprochene Augenweide. Aber wieso sind auch Nachtfalter oft recht farbenfroh? Gleich mehrfach besteht für die interessierte Bevölkerung Gelegenheit, sich von den Mitarbeitern der AG Schmetterlinge im Zollernalbkreis in die Welt der Nachtfalter einführen zu lassen. So bieten die NABU-Gruppen im Kreis in Zusammenarbeit mit dem BUND und der AG Schmetterlinge im Jahr 2018 gleich 7 öffentliche Leuchtnächte an. Lesen Sie ▶▶ hier weiter.

Wölfe: Südwesten braucht effektiven Herdenschutz
Nach dem Wolfsriss in Bad Wildbad sind viele Menschen verunsichert. Ist es trotzdem wichtig, dass Wölfe nach Baden-Württemberg zurückkehren? Der NABU bezieht Stellung:
▶▶ https://baden-wuerttemberg.nabu.de/news/2018/mai/24360.html

Streuobstwiesen im Land sind gefährdeter Lebensraum
Streuobstwiesen bieten Naherholungsraum und Lebensraum für bedrohte und seltene Tiere und Pflanzen im Land. Schmetterlinge und Heuschrecken fühlen sich hier ebenso wohl wie Grünspecht und Gartenrotschwanz. Baden-Württemberg ist spitze beim Streuobstanbau. Die Wiesen im Südwesten bilden mit insgesamt rund 120.000 Hektar Fläche einen sehr großen Teil des Streuobstgebiets Europas, im Albvorland befindet sich mit 30.000 Hecktar sogar die größte zusammenhängende Fläche Europas. ▶▶ Mehr

Die Energie der Sonne naturverträglich nutzen
Damit sich Naturschutz und der Bau von Photovoltaik-Anlagen nicht ausschließen, ist die Standortwahl entscheidend. Wie Naturschutz und Sonnenenergie zusammenkommen und was es bei einem naturverträglichen Ausbau zu beachten gilt, darüber informierten NABU und BUND als Partner des Projekts "Dialogforum Erneuerbare Energien und Naturschutz" am Freitag beim Seminar "Photovoltaik-Freiflächenanlagen und Naturschutz" in Singen. ▶▶ Mehr

Unterstützen Sie die NABU-Petition für weniger Pestizide in BaWü
Mohnbiene, Ackerhummel, Feldlerche & Co. brauchen dringend Ihre Hilfe! Bitte unterstützen Sie mit Ihrer Stimme die Petition des NABU an den baden-württembergischen Landtag – für eine drastische Reduktion der in Baden-Württemberg eingesetzten Pestizidmenge. ▶▶ Mehr

NABU-Landesverband fordert vollständiges Verbot aller Neonikotinoide
Angesichts der anstehenden EU-Abstimmung ruft der NABU die Landesregierung zum Verzicht von Neonicotinoiden auf eigenen Flächen auf. ▶▶ Mehr

Die Mauersegler kommen zurück
Auf die Mauersegler ist Verlass. Ganz gleich, ob unser Winter lang und schneereich war oder kurz und mild: Jedes Jahr pünktlich Mitte April erreicht die Vorhut der schnittigen Flieger Deutschland und ab Anfang Mai sind wieder überall ihre schrillen Schreie zu hören. ▶▶ Mehr

Sommerboten auf Achse - das Schwalbenjahr im Überblick
Aus dem Newsletter des NABU-Bundesverbandes: Schwalben leben knapp die Hälfte des Jahres in unseren Breiten, die andere Hälfte überwintern sie südlich der Sahara. Anlässlich ihrer Rückkehr aus Afrika werfen wir einen Blick auf das Jahr der Sommerboten. ▶▶ mehr

Nestlé, stoppt den Wasser-Irrsinn!
Reinhard Behrend von Rettet den Regenwald e.V. schreibt: "Das Wasser von Vittel macht Schlagzeilen: Während der Konzern Nestlé in dem französischen Ort jährlich 750 Millionen Liter Wasser abzapft, sitzen die Einwohner bald auf dem Trockenen. Über eine Pipeline sollen sie dann mit Trinkwasser versorgt werden.
Schlimmer noch: Nestlé schädigt in Vittel das Grundwasser. Dauerhaft. Der Spiegel fällt um 30 Zentimeter im Jahr. Um 10 Meter ist er bereits abgesackt. 800 Millionen Liter Wasser fehlen jedes Jahr. Etwa so viel, wie Nestlé abpumpt." Hier geht's zur ▶▶ Petition.

Recycling von WEA zwischen Umweltsünde und neuem Ökostandard
Die erste Generation von Windenergieanlagen kommt in die Jahre: Nun muss entschieden werden, ob sie weiterbetrieben, erneuert oder zurückgebaut wird. Mit den Herausforderungen von nachhaltigem Repowering oder Rückbau und Recycling beschäftigen sich auch die Veolia Deutschland GmbH und das Institut für Integrierte Produktion Hannover (IPH) gGmbH. Auf einem Symposium auf der IFAT, der Weltleitmesse für Umwelttechnologie, diskutieren beide Unternehmen mit weiteren Projektentwicklern sowie Betreibern von Windenergieanlagen über die verschiedenen Möglichkeiten des Recyclings. ▶▶ http://idw-online.de/de/news694177

17.05.2018

Schwalbenhaus in Margrethausen: Viele Hände schaffen ein Zuhause
Am 21. April wurde im Beisein vieler Leute aus nah und fern das neue Schwalbenhaus in Margrethausen eingeweiht. Der ▶▶ Schwarzwälder Bote berichtete ...

Ausstellung Niels Keck Naturfotografie
Die Gemeindeverwaltung Bodelshausen schreibt: "Der Schüler Niels Keck stellt vom 20. April bis zum 9. Juni 2018 eindrucksvolle Tierfotografien in der Bücherei im FORUM aus. Zur Ausstellungseröffnung am Freitag, 20. April 2018 um 19:30 Uhr präsentiert er einen Naturfilm, den er selbst gedreht hat. Beim Dt. Jugend-Naturfilmpreis in Darß wurde Niels Keck bereits mehrmals ausgezeichnet. Zur Vernissage mit Filmvorführung im FORUM Bodelshausen laden wir Sie herzlich ein." ▶▶ Weitere Informationen

Bee's Inn - Kinder bauen Häuser für Wildbienen
Vom NABU: Bis Ende September 2018 sollen mindestens 500 Nisthilfen gebaut werden - für gefährdete Wildbienen. Hilf uns dabei und sichere dir dein Aktionspaket mit Bauanleitungen, Bestimmungskarte und Samenmischung. ▶▶ mehr beim NABU

Geniales Umweltbildungsmaterial zum Thema Wildbienen
Wildbienenschützer*innen aus der Schweiz haben großartiges Umweltbildungsmaterial entwickelt und stellen es im Internet kostenlos zur Verfügung. Über die Homepage ▶▶ http://www.wildbee.ch/erlebniswerkstatt hat man beispielsweise Zugriff auf ein vielseitiges E-Book mit Hintergrundwissen, Spielen, Vorlagen, Filmen etc. rund um das Leben und den Schutz von Wildbienen - außer für Lehrer*innen auch für alle Naturschutz-Kindergruppen sehr zu empfehlen.

Schwalben-Quiz: Wissen testen und gewinnen!
Der NABU Baden-Württemberg verlost 10 Schwalben-Aktionspakete inklusive Doppelnisthilfen für Mehlschwalben. Einfach die drei Quiz-Fragen richtig beantworten, Lösungswort eintragen und gewinnen! ▶▶ Mehr

Sonne satt, (fast) von den Bergen bis ins Watt – das Birdrace 2018
347 Teams waren bei fast überall herrlichem Frühlingswetter beim 15. bundesweiten Birdrace am Start – so viele wie nie zuvor. Mit "Oh ein Tag, so wunderschön wie heute …" lagen wir offenbar nicht ganz daneben: Nur der Wind trübte mancherorts das Vergnügen, vor allem (und wieder einmal!) in Teilen Süddeutschlands, wo bei bei den radelnden Teams teils "E-Bike-Feeling" aufkam und sich die Sonne nur sporadisch zeigte. Ansonsten lachte die Sonne über den 1.200 Teilnehmerinnen und Teilnehmern vom strahlend blauen Himmel. Damit herrschten sehr ähnliche und damit ungewöhnlich faire Bedingungen. ▶▶ Mehr

Klimawandel verschärft Dürren in Europa
Die globale Klimaerwärmung wird das Problem der Dürren in Europa verschärfen – Dürren werden länger dauern, mehr Flächen und damit mehr Menschen betreffen. Erwärmt sich die Erde um drei Grad Celsius, werden Extremereignisse wie die Dürre im Jahr 2003 künftig in weiten Teilen Europas der Normalzustand sein. Das schreibt ein von Wissenschaftlern des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) koordiniertes internationales Autorenteam im Wissenschaftsmagazin Nature Climate Change. Die Forscher haben erstmals beschrieben, wie sich ein globaler Temperaturanstieg von ein bis drei Grad Celsius europaweit auf die Ausbreitung und die Dauer von Dürren auswirken kann. ▶▶ http://idw-online.de/de/news693040

Alternativer Waldzustandbericht: Deutschlands Wäldern geht es schlecht
Zum Tag des Baumes 2018 am 25.04. veröffentlicht die Naturwald Akademie den alternativen Waldzustandsbericht. Dieser belegt, dass fast 90% der Waldfläche Deutschlands in einem naturschutzfachlich schlechten Zustand sind. Die letzten verbliebenen naturnahen Wälder sind kaum geschützt oder bereits vernichtet. Die Analyse der Wälder zeigt auch, dass sie für ein ökologisches Gleichgewicht zu jung sind. ▶▶ http://idw-online.de/de/news693070

Der DGB verkohlt uns
Campact schreibt: Der DGB-Vorstand will umschwenken – und sich gegen die deutschen Klimaziele wenden. Bei vielen Gewerkschaftern sorgt das für großen Unmut. Sie wissen, dass eigentlich Erneuerbare Energien die Arbeitsplätze der Zukunft bringen. Auch Verdi-Mitglied Oliver Wagner kann es nicht fassen. Er streitet nun mit einer Petition dafür, dass sich der DGB konsequent für den Klimaschutz einsetzt.
Wenn Sie Gewerkschaftsmitglied sind, dann unterzeichnen Sie bitte den ▶▶ Appell.
Wenn Sie kein Gewerkschaftsmitglied sind, bitten Sie ein Mitglied darum: ▶▶ hier

So viel Kohlendioxid entsteht durchs Reisen
Der globale Tourismus leistet womöglich einen deutlich größeren Beitrag zum Kohlendioxidausstoß als bislang angenommen, entdeckten Forscher nun. ▶▶ Mehr

Artenvielfalt und Artensterben
Noch ist die Biodiversität nicht in ihrem gesamten Ausmaß bekannt, und doch fegt wohl schon die sechste große Aussterbewelle in der Erdgeschichte durch ihre Reihen. ▶▶ Mehr

10.05.2018

Heidelberg: Die Wanderfalkenwebcam ist online!
Von Anfang März bis Ende Mai kann man die Wanderfalken in Heidelberg live über drei Webcams beim Brüten und Aufziehen des Nachwuchses beobachten, ohne sie zu stören.
▶▶ Mehr

Vom diffusen Mikroplastik zum massiven Bauschutt
BUND-Aktive haben mehrere Fälle im Landkreis Heilbronn aufgedeckt, in denen in großem Stil un- oder schlecht sortierter Bauschutt beim Forstwegebau entsorgt wurde. Ob das an mangelnden Vorschriften liegt oder ob es sich um ein Vollzugsdefizit handelt, ist noch nicht definitiv geklärt. Ähnliche Fälle gab es bzw. gibt es leider auch in anderen Landkreisen. Parallel zu Aktivitäten über Behörden, die Umweltmeldestelle und die Presse wurde deshalb über Campact eine Petition gestartet:
▶▶ https://weact.campact.de/petitions/keine-abfalldeponien-in-deutschlands-waldern

Knuffige Kängururatte nach Jahrzehnten wiederentdeckt
Mehr als 30 Jahre galt sie als verschollen und als Opfer der Landwirtschaft. Doch die San-Quintin-Kängururatte hat überlebt. ▶▶ Mehr

Umweltkriminalität: Unglaublicher Fund auf Madagaskar
Einen nicht ganz alltäglichen Fall von Kriminalität gibt es auf Madagaskar: Schmuggler horteten mehrere tausend Schildkröten. Übler Geruch enttarnte sie. ▶▶ Mehr

Gespitzte Ohren: Wie Fledermäuse verschiedene Hörereignisse gleichzeitig auswerten
Fledermäuse können nicht nur die Information der Echos ihrer Ultraschalllaute zur Beutesuche nutzen, sondern gleichzeitig auch akustische Signale, die von der Beute selbst ausgehen. Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Ornithologie in Seewiesen zeigen in einer neuen Studie, dass Große Hufeisennasen solche kombinierten Hörereignisse nutzen, um die begrenzte Reichweite der Echoortungslaute deutlich zu vergrößern. ▶▶ http://idw-online.de/de/news693443

ILN Bühl: 30 Jahre im Einsatz für Mensch und Natur
Die Bilanz der vergangenen 30 Jahre kann sich sehen lassen: Sie reicht von der Projektskizze zum ersten Nationalpark des Landes über den Einsatz für eine zeitgemäße Jagd bis hin zu Luchspfad. ▶▶ Mehr

BUND-Kommentar: Landesregierung muss Klimaschutz vorantreiben
Die Treibhausgas-Emissionen in Baden-Württemberg sind laut einer ersten Schätzung des Statistischen Landesamts 2016 das zweite Jahr in Folge gestiegen. Die Landesregierung ist nun gefordert, den Klimaschutz wirksam voranzutreiben. ▶▶ Mehr

"Straw Wars"
Aus dem NABU-Newsletter: Wer von euch hat Plastikstrohhalme zu Hause? Ich muss es ja zugeben – ja ich habe noch Altbestände in meiner Küche. Ein Paket stammt aus einem bekannten Möbelkaufhaus, das sie in Riesenpackungen vertreibt. Doch wann benutze ich die schon mal? Eigentlich nur bei Partys in Cocktails. Natürlich habe ich auch Papierstrohhalme, wer die jedoch schon mal benutzt hat, weiß, dass sie sich schnell auflösen. Nicht sehr angenehm. ▶▶ zum NABU-Blog

Film ab: Bio-Was? Biotopverbund im Film kurz erklärt
Der BUND erklärt: Warum Bienen, Schmetterlinge und Wildkatzen verbundene Lebensräume brauchen. Und wie aus Naturinseln eine neue Heimat für Feldhasen, Schmetterlingen und Kröten entstehen kann. ▶▶ Film ansehen

Biologische Vielfalt von grünlanddominierten Kulturlandschaften unter der Lupe
Die abnehmende Biodiversität in unseren Ökosystemen ist ein wachsendes Thema in den Medien. Die nationale Biodiversitätsstrategie und die bayerischen Strategie zum Erhalt und zur Steigerung der biologischen Vielfalt haben sich zum Ziel gesetzt, gerade außerhalb von Schutzgebieten besonders artenreiche Bereiche zu erhalten und sinnvoll miteinander zu verbinden. Die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf untersucht in einem dreijährigen vom Freistaat Bayern geförderten Forschungsprojekt, welche Lebensräume in grünlanddominierten Landschaften besonders artenreich sind, welche Vielfalt an Arten und Vegetationstypen vorhanden ist und was mehrjährige Naturschutzmaßnahmen bewirken können.
▶▶ http://idw-online.de/de/news692891

Kein Freihandel für Palmöl in der EU!
Reinhard Behrend von Rettet den Regenwald e-V. schreibt: "Umweltgruppen aus Indonesien und Europa sind alarmiert. Vor den Verhandlungen über ein Freihandels-abkommen zwischen den beiden Partnern setzte Indonesien offenbar die EU-Delegation unter Druck. Nicht nur ärgert sich Indonesien über europäische Ansätze, in den nächsten Jahrzehnten weniger Palmöl als Kraftstoff einzusetzen. Indonesien hat auch vor der WTO gegen Handelsbarrieren geklagt. Indonesien schlägt sogar vor, gegen Palmöl-Kritiker vorzugehen. Minister Luhut Panjaitan wirbt derzeit in Europas Hauptstädten plus Brüssel dafür, dass die EU weiterhin Palmöl aus Indonesien kauft. Der Mann - ein Ex-General - ist dabei nicht zimperlich." Lesen Sie ▶▶ hier weiter.

Ohne Erneuerbare wird das nichts!
Chris Methmann und Lisa Lehmann von Campact schreiben: "Das schmerzt sehr! Schon wieder drischt die CDU auf den Klimaschutz ein: Erst schlägt Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) einen Kohleausstieg im Schneckentempo vor. Dann poltern Unionspolitiker gegen die Besteuerung des Klimakillers CO2. Und jetzt will die Union auch noch den wichtigen, zusätzlichen Ausbau der Erneuerbaren Energien lahmlegen.
Erst letzte Woche schmiss Altmaier ein Sonderprogramm für den Ausbau von Sonne und Wind aus einem Gesetzesvorschlag.[4] Das Brisante daran: Die Koalition wollte eigentlich genau mit diesem Programm das Klimaschutzziel 2020 zumindest teilweise retten. Verschleppt Altmaier das jetzt, ist es endgültig aus mit dem Klimaziel."
▶▶ Hier können Sie weiterlesen und einen Appell unterzeichnen.

Größter Elektrolaster der Welt nimmt Arbeit auf
Der Muldenkipper «eDumper» ist das größte Elektrofahrzeug der Welt und steht ab dem 20. April in einem Steinbruch in Péry im Berner Jura im Einsatz. Zusammen mit Industriepartnern haben die Berner Fachhochschule BFH, die NTB Interstaatliche Hochschule für Technik Buchs und die Empa den umweltfreundlichen Laster entwickelt. ▶▶ http://idw-online.de/de/news692879

03.05.2018

Schwalbenschutz verkehrt?
In einer Kleinstadt im Hohenzollerischen erhielt ein Hausbesitzer den amtlichen Auftrag, für die unerlaubte Entfernung von Schwalbennestern eine festgelegte Anzahl von Nisthilfen als Ersatz anzubringen. Bei der Umsetzung hatte er leider kein "glückliches Händchen". Es ist zu hoffen, dass das bis zur Rückkehr der Schwalben korrigiert ist.
▶▶ https://naturgucker.de/?verein=zollernalb&bild=-1946113097

Eine mächtige Branche: Zementindustrie
In einem diesbezüglichen Vorstoß des Balinger AfD-Abgeordneten Stefan Herre wird auf eine Internetquelle verwiesen, der folgendes zu entnehmen ist: "Fast alle deutsche Zementwerke verbrennen Abfall, um auf billige Weise ihren enormen Energiehunger zu stillen. Bürger in der Nähe der Anlagen sind besorgt und wollen, dass sie die modernsten Schadstofffilter verwenden. Auch das Land Baden-Württemberg befürwortete den Einsatz solcher Technologien – konnte sich jedoch gegen den Widerstand der Industrie nicht durchsetzen."
Weitere Informationen unter ▶▶ correctiv.org.

Raben legen "Geld" zurück
Raben – die gefiederten Primaten – sind erstaunlich intelligente Vögel. Schwedische Wissenschaftler haben herausgefunden, dass sie nicht nur Nahrungsbrocken für die nächsten Tage verstecken, sondern sie planen noch einen Schritt weiter! ▶▶ weiter im birdnet.de

Europas Fledermäuse überleben Krankheit, die in Nordamerika ein Massensterben auslöst
In Nordamerika sind in den vergangenen zehn Jahren mehr als sechs Millionen Fledermäuse in ihren Winterquartieren am Weißnasensyndrom verstorben. Auslöser für das Massensterben ist ein Pilz. Fledermausforscher der Universität Greifswald haben herausgefunden, dass die Sterbe­rate in den Winterquartieren der europäischen Fledermäuse dagegen sehr gering ist und nicht in Zusammenhang mit der Pilzerkrankung steht. Die Wissenschaftler vermuten, dass sich die europäischen Fledermäuse seit langem an den Pilz angepasst haben und dieser versehentlich aus Europa nach Nordamerika verschleppt wurde. Ihre aktuellen Forschungs­ergebnisse haben sie in der Fachzeitschrift Mammal Review veröffentlicht. ▶▶ http://idw-online.de/de/news692671

Milane kennen lernen!
Jetzt im zeitigen Frühjahr kreisen die Milane wieder über das Land. Milane sind imposante Greifvogel mit langen Flügeln und Schwänzen. Da sie nicht versteckt im Wald leben, sondern sich oft segelnd und im Wind surfend in der freien Landschaft sehen lassen, sind sie vielen Menschen bekannt. Manchmal ist es allerdings nicht einfach, die beiden heimischen Arten auseinander zu halten. ▶▶ weiter im birdnet.de

Stärkere Belege für Abschwächung des Golfstromsystems
Die als Golfstromsystem bekannte Umwälzströmung im Atlantik – eines der wichtigsten Wärmetransportsysteme der Erde, das warmes Wasser nach Norden und kaltes Wasser nach Süden pumpt – ist heute schwächer als je zuvor in den vergangenen 1000 Jahren. Temperaturdaten von der Meeresoberfläche liefern neue Belege dafür, dass sich diese große Ozeanzirkulation seit Mitte des 20. Jahrhunderts um etwa 15 Prozent verlangsamt hat. Das zeigt eine Studie, die jetzt von einem internationalen Wissenschaftlerteam in der renommierten Fachzeitschrift Nature veröffentlicht wurde. Der vom Menschen verursachte Klimawandel ist der Hauptverdächtige für diese beunruhigenden Beobachtungen.
▶▶ http://idw-online.de/de/news692148

19.04.2018

Naturschutzverbände beziehen Stellung zum Gesteinsabbau am Plettenberg
Wenngleich der Antrag auf Gesteinsabbau am Plettenberg noch nicht vorliegt und das immissions­schutzrechtliche Verfahren noch nicht angelaufen ist, waren die Naturschutzverbände zur Stellung­nahme zum Regionalplan-Änderungsverfahren aufgerufen, in dem u.a. die Umwandlung des seitherigen VRG "Rohstoffsicherung" im Bereich des Steinbruchs am Plettenberg teilweise in ein erweitertes Vorranggebiet "Abbau oberflächennaher Rohstoffe" vorgesehen ist. Wie schon in der Vergangenheit lehnen die Naturschutzverbände im Zollernalbkreis das Vorhaben ab. Ein Zitat aus der Stellungnahme: "Die nun für die Ausweisung als VRG Gesteinsabbau vorgesehene Fläche ist der letzte Rest eines ehemals ausgedehnten Biotopverbund trockener Biotope, der trotz seiner hohen naturschutzfachlichen Wertigkeit (= bis zum Abbau regelmäßig besetzter Brutplatz der Heidelerche) in früheren Verfahren preisgegeben wurde. Dass die geringere Wertigkeit der Rest-Fläche nun als Argument dienen soll, einen weiteren Abbau "naturverträglicher" erscheinen zu lassen, ist schwer zu ertragen."
Die ganze Stellungnahme finden Sie ▶▶ hier.

Schwäbischer Albverein Dotternhausen: Anzeige ist ein Affront
Der Schwäbische Albverein Dotternhausen hat seine Hauptversammlung im Sportheim abgehalten. Vertrauensfrau Ilse Ringwald ging dabei auf die Anzeige wegen der Pflegemaßnahme der Wacholderheide ein. Auch Bürgermeisterin Monique Adrian führte aus, die Wacholderheide benötige Pflege und zeigte sich tief betroffen über die Anzeige: Die Maßnahme sei mit dem Landratsamt abgesprochen worden. Würden den Helfern solche Steine in den Weg gelegt, werde das ehrenamtliche Engagement zurückgehen. Lesen Sie mehr im ▶▶ Schwarzwälder Bote
Hierzu ein Kommentar: Bei der Rodungsaktion im November waren auch in unserem Newsletter wegen des Zusammenhangs mit dem Streit um den Plettenberg-Abbau sowohl Umfang als auch Zeitpunkt der Maßnahme kritisiert worden. Sich nun einfach "jammernd" hinzustellen und zu behaupten, das sei doch alles im Detail mit dem Landratsamt abgesprochen gewesen, grenzt schon an Unbelehrbarkeit. Denn es ist einfach nicht wahr! Es wäre zu wünschen, das Landratsamt könnte dies einmal klarstellen. Man mag von den Aktivitäten der Bürgerinitiative genervt sein - das berechtigt jedoch nicht dazu, sich Recht und Wahrheit so hinzubiegen, wie man es gerade braucht.

Plakette Schwalbenfreundliches Haus in Bisingen vergeben
Die NABU-Gruppe Bisingen-Grosselfingen hat – rechtzeitig vor der Rückkehr der Schwalben – ein Gasthaus mit der Plakette "Schwalbenfreundliches Haus" ausgezeichnet. Der Eigentümer hatte extra die zwei vorhandenen Nester um weitere Nisthilfen ergänzt, damit die Auszeichnung mit dem hübschen Schildchen möglich wurde. Wir drücken die Daumen, dass die neuen Nester schon in diesem Jahr bezogen werden! ▶▶ Zeitungsbericht

Weilheim: Die Störche sind wieder da
Weilheim hat sein Storchen-Paar wieder. Nachdem der erste der beiden schon am Donnerstag eingetroffen war, kam am Freitag nun auch der zweite Langschnäbler wieder auf dem Kirchturm an. ▶▶ Mehr

Eine Heimat für Mauersegler
Karl-Otto Gauggel und Gerhard Pfaff aus Harthausen schaffen Nistkästen für eine Vogelart, die in Bedrängnis ist. Sie hoffen, dass sie bald bewohnt werden.
Mehr im ▶▶ https://www.zak.de/artikel/details/412771/Hartahusen-Eine-Heimat-fuer-Mauersegler

80 Jahre Naturschutzgebiet: Der Schatz am Mindelsee
Das Naturschutzgebiet Mindelsee gehört zu den wichtigsten Hotspots der Artenvielfalt in Baden-Württemberg: Schilfflächen und Streuweisen, Trockenrasen und naturnahe Nadel- und Laubwälder – die strukturreichen Lebensräume rund um den See beheimaten einen seltenen Schatz an Pflanzen- und Tierarten. 2.000 Tierarten leben hier. ▶▶ Mehr

Wenn Feinde zu Helfern werden
Der Feind meines Feindes ist mein Freund. Dass dieses Prinzip auch für Krabbenspinnen und Blütenpflanzen gilt, zeigen nun UZH-Forschende. Die Spinnen fressen oder vertreiben zwar nützliche Bestäuberinsekten wie Bienen. Sie werden von der Pflanze aber mit einem Duftstoff zu Hilfe gerufen, sobald Fraßinsekten die Blüten befallen. ▶▶ http://idw-online.de/de/news692175

Warum manche Käfer Alkohol mögen
Der Ambrosiakäfer sucht gezielt nach Alkohol. Nun haben Forscher herausgefunden, warum er das tut: Es liegt an seinem ausgeklügelten landwirtschaftlichen System. Mit Alkohol als "Unkrautvernichter" optimiert der Käfer seine Ernte. ▶▶ http://idw-online.de/de/news691878

Die Hauptstadt der Nachtigallen kann von allen erforscht werden
Ein Citizen Science Projekt als Beispiel: Singt die heimische Nachtigall in Dialekten, gibt es regionale Unterschiede? Welche Brutstätten bevorzugt sie und welche Sehnsüchte verbinden Menschen mit dem Nachtigall-Gesang? Das Museum für Naturkunde Berlin (MfN) will diesen Fragen gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürger in der kommenden Nachtigallsaison zwischen Mai und Juli in dem Bürgerforschungs-Projekt "Forschungsfall Nachtigall" nachgehen, die gewonnenen Daten wissenschaftlich bearbeiten und Antworten auf gesellschaftliche Herausforderungen geben. ▶▶ http://idw-online.de/de/news692242

Verhaltensforschung: Schlaue Lemuren bekommen die meiste Zuneigung
Schlaue Lemuren haben mehr Freunde. Und dafür müssen sie nicht viel mehr tun, als allen zu zeigen, wie clever sie sind. ▶▶ Mehr

Insektensterben: Die dunkle Seite des Lichts
Ein altbekanntes Problem, erneut erforscht: Immer mehr Kunstlicht erhellt die Nacht. Welche Folgen das hat, sollen nun Studien ergründen. Schon jetzt weiß man: Die Insekten trifft es am härtesten. ▶▶ Mehr

Insektensterben - Petition von Dr. Robert Trusch und der Deutsche Umwelthilfe
Leider stehen heutzutage schon ein Drittel aller Schmetterlingsarten Deutschlands auf der Roten Liste! Schuld daran sind die intensive Landwirtschaft, Überdüngung und Pestizide – vor allem Neonikotinoide, die unsere Schmetterlinge vergiften. Deshalb starte ich gemeinsam mit der Deutschen Umwelthilfe diese Petition. Wir fordern die Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner auf, endlich etwas gegen das Sterben der Schmetterlinge zu unternehmen. Bitte unterstützt diese Petition mit eurer Stimme! ▶▶ zur Petition

Miombo-Wald vor gigantischem Zellstoffprojekt retten!
Reinhard Behrend von Rettet den Regenwald e.V. schreibt: "Eine Handvoll Jobs und säckeweise Cash für einen Konzern – oder intakter Wald, der Tausenden Einheimischen eine Lebensgrundlage und ungezählten Tieren einen Lebensraum bietet? Die Antwort dürfte klar sein, wenn man das Herz am rechten Fleck hat: Wir müssen den Wald bewahren. Doch in Mosambik droht das Gegenteil: Für ein gigantisches Zellstoffprojekt soll artenreicher Miombo-Wald gerodet werden. Die Firma Portucel will riesige Eukalyptus-Plantagen anlegen – mit Geld von der Weltbank." ▶▶ zur Petition

12.04.2018

Stau der Zugvögel in der Bodenseeregion
Nach dem Kälteeinbruch und der aktuellen Phase mit wärmeren Temperaturen löst sich der Stau der Zugvögel in der Bodenseeregion auf. Sibirische Kälte hatte die Vögel auf der Durchreise zu ihren Brutgebieten zu einem längeren Aufenthalt am Bodensee gezwungen. ▶▶ Mehr

Ausbau Photovoltaik-Freiflächenanlagen
Mit der Freiflächenöffnungsverordnung von 2017 will die Landesregierung die Rahmenbedingungen für baden-württembergische Projekte bei den bundesweiten Ausschreibungen für Photovoltaik-Freiflächenanlagen deutlich verbessern. Damit neue Solarparks natur-, landschafts- und landwirtschaftsverträglich ausgebaut werden, hat das UM jetzt Hinweise für die kommunale Bauleitplanung herausgegeben. Den Trägern der Bauleitplanung kommt eine aktive und lenkende Rolle beim Ausbau der Freiflächen-PV zu. ▶▶ Mehr

Silberreiher im deutschen Winter: woher und warum?
Seit Jahren nimmt die Zahl der weißen Reiher im Winterhalbjahr in unseren Breiten zu. Fast immer sind es Silberreiher, die elegant über die Wiesen schreiten, wie angenagelt auf Mäuse warten oder auf gewölbten Flügeln mit ruhigem Flug durch die Flussaue rudern. Was machen die hier? Und woher kommen sie? ▶▶ weiter im birdnet.de

Märzrätsel: Alle da?
Lange mussten wir warten! In Zeiträumen, in denen in anderen Jahren schon Rauchschwalben über das Land fliegen, herrscht 2018 hier eiskalter Wind, Bodenfrost, Schnee und Zugstau. Aber jetzt geht's los. Da kommen Fragen und Übungen zu den frühen Kündern des Frühlings gerade richtig (auch wenn wir jetzt schon April haben) ... ▶▶ weiter im birdnet.de

Seevögel als Verlierer des Klimawandels
Keine Anpassung der Brutzeiten an veränderte Bedingungen – Gießener Wildbiologe Johannes Lang erforscht Falkenraubmöwen auf Grönland. ▶▶ http://idw-online.de/de/news691738

Biodiversität: In Frankreich schwinden die Vogelbestände auf dem Land mit rasanter Geschwindigkeit
Der katastrophale Rückgang von einem Drittel der Vogelarten in Landwirtschaftsgebieten innerhalb von 15 Jahren in Frankreich sei auf die landwirtschaftliche Praxis zurückzuführen, so die Ergebnisse der neuesten Studien des französischen Forschungsinstituts CNRS [1] und des Museums für Naturkunde. ▶▶ http://idw-online.de/de/news691553

Mehr Wildbienenarten nach 20 Jahren im Botanischen Garten München durch Klimaerwärmung
Mindestens 106 Wildbienenarten kommen im Botanischen Garten München-Nymphenburg vor, eine Zahl, die sich in den letzten Jahren durch das Hinzukommen von 15 wärmeliebenden Arten erhöht hat. ▶▶ http://idw-online.de/de/news691266

Pestizide machen Bienen das Lernen schwer
Wissenschaftlerinnen der Universität Würzburg haben den Einfluss eines neuen Pestizids auf die Honigbiene untersucht. Hoch dosiert zeigt es einen negativen Einfluss auf die Geschmacks­wahrnehmung und das Lernvermögen der Tiere. ▶▶ http://idw-online.de/de/news691567

Bäume wachsen in artenreicher Nachbarschaft deutlich besser als in Nachbarschaft zur gleichen Art
Ein wohl seit jeher besonders faszinierendes Themenfeld der Ökologie ist die Erforschung des Zusammenlebens von Pflanzen, insbesondere dann, wenn sich diese den größten und langlebigsten Organismen unseres Planeten, den Bäumen, widmet.
▶▶ http://idw-online.de/de/news691219

Geier: Ausgehungert und vergiftet
Die Odyssee des Gänsegeiers Gypsi durch Deutschland und Europa zeigt, warum die majestätischen Greifvögel nicht längst wieder bei uns heimisch geworden sind. ▶▶ Mehr

Hilfe, wir ersticken im Plastik: Die EU muss handeln!
Reinhard Behrend von Rettet den Regenwald e.V. schreibt: "PET-Flaschen, Obst- und Gemüseverpackung, Kleidung: Unser Alltag steckt voller Kunststoff. Entsprechend groß ist der Berg aus Plastikmüll – europaweit werden nur 30 Prozent recycelt. Wir fordern: Schluss mit dem Plastikwahn!" ▶▶ Zur Petition

Stand-by von Windturbinen bei schwachem Wind reduziert Kollisionsrisiko von Fledermäusen
Die zunehmende Nutzung von Windkraftanlagen stellt für Vögel und Fledermäuse ein Risiko dar. Schweizer Forschende unter der Leitung der Universität Bern konnten nun anhand des Flugprofils von Fledermäusen zeigen, dass das Nichtanschalten von Windturbinen bei niedrigen Windgeschwindigkeiten das Kollisionsrisiko von Fledermäusen mit den Rotoren um 95% reduziert. Diese Maßnahme ist einfach umsetzbar und würde nur einen marginalen Verlust der Stromproduktion bedeuten. ▶▶ http://idw-online.de/de/news691225

Vorbildliche Praxisbeispiele für kommunalen Klimaschutz veröffentlicht
Im Wettbewerb "Klimaaktive Kommune 2017" wurden neun "Ausgezeichnete Praxisbeispiele" prämiert. Die guten Beispiele sind in einer Online-Publikation dokumentiert.
▶▶ http://idw-online.de/de/news691488

Sanitärhiebe im Wald: oft vorgeschobener Grund für Holzernte
Umfangreiche Holzeinschläge in geschützten Wäldern nehmen weltweit zu. Als "Sanitärhiebe" sollen sie etwa sturmgeschädigte Waldflächen vor Borkenkäferbefall schützen. Jedoch wird dieses Instrument laut einer Würzburger Studie viel zu häufig angewendet.
▶▶ http://idw-online.de/de/news691344

Stromgestehungskosten: Photovoltaik und Onshore-Wind sind günstigste Technologien in Deutschland
Forscher des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE haben heute die vierte Auflage ihrer Studie zu den Gestehungskosten für Strom aus erneuerbaren Energien vorgelegt. Darin analysieren sie die aktuellen Kosten und prognostizieren die weitere Entwicklung auf Basis von technologiespezifischen Lernraten und Marktszenarien bis zum Jahr 2035.
▶▶ http://idw-online.de/de/news691157

"Aufforderung zur Kriminalität"
Die NRW-Landesregierung hat die Stabsstelle gegen Umweltkriminalität zerschlagen. Eine Maßnahme, der Wirtschaft das Leben zu erleichtern, kommentiert Jürgen Döschner, der als Umwelt- und Energieexperte für ARD und WDR arbeitet. ▶▶ Mehr

Petition "Weideprämie auch für Schäfer – jetzt!"
Sven de Vries ist einer der wenigen Wanderschäfer, die es in Deutschland noch gibt. Denn ihre Existenz ist bedroht! Deshalb fordert er mit hunderten Schäfer*innen bei der Demonstration vor dem Landwirtschaftsministerium in Berlin die Einführung einer Weidetierprämie. Knapp 100.000 Menschen haben sich seiner Petition bisher bereits angeschlossen. Er bittet auch Sie darum zu unterschreiben, damit die Politik versteht, wie wichtig die Schäferei - eine der letzen artgerechten Nutztierhaltungen - ist! ▶▶ Zur Petition

Billigfleisch macht Bauern platt – weitere Petition
Campact schreibt: "Das neue TTIP steht kurz vor Abschluss: Mercosur, das Handelsabkommen mit Lateinamerika. Mit ihm kommt massenhaft Billigfleisch in die EU. Kleine Höfe sterben, die EU-Landwirt/innen gehen pleite. Stoppen Sie jetzt Mercosur – mit Ihrer Unterschrift!" ▶▶ Zur Petition

05.04.2018

Ergänzungsmaterial zur Aktion "Erlebter Frühling"
Die NAJU ruft auch 2018 wieder bundesweit kleine Naturforscher/-innen dazu auf, Frühlingsboten vor der eigenen Haustür zu entdecken. Online gibt es passendes Zusatzmaterial wie Forscher­karten, Bauanleitungen und Aktionsvorschläge zu den diesjährigen Frühlingsarten. ▶▶ Mehr

Erlebter Frühling: Der Wettbewerb für kleine Naturforscher*innen
Raus aus dem Haus, rein in die Natur: So lautet das Motto des bundesweiten Kinderwettbewerbs "Erlebter Frühling". Jedes Jahr wählt die Naturschutzjugend vier Frühlingsboten. Das sind solche Tier- und Pflanzenarten, die mit ihrem Auftreten charakteristisch für den Beginn des Frühlings sind. Kinder von drei bis zwölf Jahren sind aufgerufen, die Frühlingsboten vor der Haustür zu suchen und zu erforschen. In diesem Jahr sind die Frühlingsboten die Honigbiene, der Apfelbaum, die Zwerg­fledermaus und der Star, der vom NABU zum Vogel des Jahres 2018 gewählt worden ist. ▶▶ Mehr

Naturtagebuch: Kleine Naturforscher*innen auf der Pirsch
In jedem Jahr veranstaltet die BUNDjugend den Bundeswettbewerb Naturtagebuch, bei dem Kinder zwischen 8 und 12 Jahren in ganz Deutschland mitmachen können - auf eigene Faust, zusammen mit Freund*innen oder mit der ganzen Schulklasse.
Weitere Informationen unter ▶▶ http://www.bundjugend.de/projekt/naturtagebuch/

Keine Hoffnung mehr für das Nördliche Breitmaulnashorn
Es hat sich abgezeichnet, nun ist es offiziell: Das letzte Männchen der beinahe ausgestorbenen Unterart kann den Fortbestand der Population nicht sichern. ▶▶ Mehr

Verhaltensforschung: Auch verschiedene Fledermausarten lernen voneinander
Fledermäuse schauen sich artübergreifend Tricks von anderen ab. Eine unerwartete Kooperation, die vermutlich das Überleben der Flugsäuger sichert. ▶▶ Mehr

Schelladler Tõnn auf Frühjahrstour durch Deutschland
Über Schelladler Tõnn muss man unter Vogelkundlern nicht mehr viele Worte verlieren. Der berühmte in Estland besenderte Schelladler fasziniert europäische Vogelbeobachter bereits seit 2008. Zweimal jährlich überfliegt der Adler beim Wechsel zwischen Brut- und Überwinterungsgebiet viele Länder Europas. Die Sichtbeobachtungen sind dennoch bislang rar. ▶▶ Mehr

Mehr Nachhaltigkeit bei der Bioenergie
Bioenergie hat viele Vorteile. Sie kann (fast) überall erzeugt werden, ist speicherbar und kann so Verbrauchsschwankungen ausgleichen. Sie ist vielseitig und lässt sich als Strom, Wärme und Kraftstoff nutzen. Zunehmend werden jedoch auch ihre Schattenseiten sichtbar. Bioenergie tritt in Konkurrenz zur landwirtschaftlichen Nahrungsproduktion, führt zu erhöhten Agrarimporten (mit Folgen in den Herkunftsländern), kann zur Intensivierung und Monotonisierung der Feldflur führen und tritt im Wald in Konkurrenz zu stofflicher Nutzung und zu Biodiversitätszielen.
Der LNV hat sich in der Vergangenheit für den Ausbau der Bioenergienutzung ausgesprochen, allerdings auch auf ihre Grenzen hingewiesen. Nun wurden die Positionen überprüft und aktualisiert. Lesen Sie ▶▶ hier weiter.

30.03.2018

Aktionsjahr der Artenvielfalt ist eröffnet
Der Fachbereich Naturschutz hat die ökologisch sinnvolle Pflege kommunaler Grünflächen in den Mittelpunkt eines Informationsnachmittags gestellt. Zahlreiche Mitarbeiter der Städte und Gemeinden folgten der Einladung. Der Umweltbeauftragte der Stadt Bad Saulgau, Thomas Lehenherr, und Stadtgärtner Jens Wehner berichteten über ihre Erfahrungen zum modifizierten Grünkonzept. Das Thema "Arten- und Insektensterben" wird das Landratsamt im Rahmen eines "Aktionsjahres der Artenvielfalt" mit verschiedenen Veranstaltungen aufgreifen.
Die Präsentation der Vertreter der Stadt Bad Saulgau können Sie ▶▶ hier downloaden.

Attraktive Schmetterlingsraupen züchten? Ein Update ...
Unlängst hatten wir Sie auf einen interessanten Zucht-Bericht auf den Seiten der AG Schmetter­linge hingewiesen. Zwischenzeitlich sind weitere vier Berichte veröffentlicht worden und außer dem Schlehenspinner können Sie nun auch die Entwicklung vom Schwalbenschwanz, der Kupferglucke, der Kleinen Pappelglucke und vom Pergament-Zahnspinner betrachten - fast immer vom Ei zum fertigen Falter. Die Links dazu finden Sie ▶▶ hier - in der letzten Tabellenzeile unter "Zuchtberichte".

"Neue" Atomenergie - eine Lösung auf der Suche nach Alternativen?
Im Zusammenhang mit ihrem Kampf gegen bereits genehmigte und noch nicht einmal konkret geplante Windenergieanlagen im Zollernalbkreis haben verschiedene Herren, verbunden mit teils drastischen Vorwürfen, immer wieder Atomreaktoren der neuen Generation ins Spiel gebracht. Als Stichworte sind hier "Thorium-Reaktoren" und die "Dual-Fluid-Technologie" gefallen.
▶▶ Leserbrief Michael Thorwart
▶▶ Leserbrief Rudolf Seuffer
Natürlich haben wir von der Arbeitsgemeinschaft der Naturschutzverbände im Kreis keine Ahnung davon und diese theoretische Diskussion geht aus unserer Sicht auch an der Frage vorbei, ob eine bestimmte Anlage aus Naturschutzgründen errichtet werden darf oder nicht. Aber es gibt andere, die sich damit beschäftigt haben, so dass nicht ausschließlich die bereits genannten Werbe-Plattformen im Stile des unsäglichen Films "Unser Freund das Atom" aus dem Jahr 1957 betrachtet werden müssen. Zwei Quellen sollen deshalb als ergänzende Lektüre zur Meinungsbildung ausdrücklich empfohlen werden:
▶▶ http://www.bund-rvso.de/thorium-reaktor-fluessigsalz-klein.html - eine Seite des BUND Regionalverbandes Südlicher Oberrhein; schwer zu lesen, aber sicherlich umfassend aufbereitet und interessant
▶▶ https://energiestiftung.ch/files/energiestiftung/publikationen/pdf/2017_Oeko-Institut_Gen_IV.pdf - eine Studie des Ökoinstitut Darmstadt im Auftrag der Schweizerischen Energie-Stiftung

Steinkauz-Projekt des NABU Haigerloch in der Presse
Auch die Lokalpresse hat über die Aktion des NABU Haigerloch berichtet. Lesen Sie weiter
▶▶ Hohenzollerische Zeitung (nur begrenzt kostenlos lesbar)
▶▶ Schwarzwälder Bote

"Pestizidfreie Kommune": 181 Städte und Gemeinden gegen Glyphosat
Zum Tag des Artenschutzes am 03. März 2018 zieht der BUND eine erste positive Zwischenbilanz des Projekts "Pestizidfreie Kommune". Auf einer interaktiven Karte können sich Kommunen eintragen bzw. eintragen lassen, die auf Glyphosat und andere Pestizide bei der Pflege ihrer Grün- und Freiflächen verzichten. Die interaktive Karte mit pestizidfreien Kommunen und weitere Informationen, darunter eine Beschlussvorlage für den Gemeinderat, gibt es im Internet unter:
▶▶ https://www.bund.net/umweltgifte/pestizide/pestizidfreie-kommune/

Spurenstoffe in Gewässern
Bis zu 70.000 Chemikalien kommen täglich zum Einsatz. Viele dieser in Massen eingesetzten Stoffe verbreiten sich in kleinsten, aber wirksamen Mengen als Spurenstoffe in der Natur und bleiben dort über lange Zeit erhalten. Spurenstoffe können sich gegenseitig beeinflussen und in ihrer Wirkung verstärken. Sie schädigen Organismen wie Fische und Insekten und reichern sich in Nahrungsketten an. Lesen Sie weiter beim ▶▶ Landesnaturschutzverband

Vorbildlich: Eislingen verbietet Einsatz von Glyphosat und Neonics auf Eigentumsflächen der Stadt
Der gemeinsamen Initiative von drei lokalen Vereinen ist es zu verdanken, dass der Gemeinderat von Eislingen/Fils (Landkreis Göppingen) beschlossen hat: "Grundsätzlich werden auf allen verpachteten städtischen landwirtschaftlichen Flächen der Einsatz von glyphosathaltigen Herbiziden sowie Insektizide mit Neonikotinoide als Bestandteil ausgeschlossen". Aber nicht nur das: Der Gemeinderat verabschiedete ein "Kommunales Maßnahmenpaket zur Förderung der Artenvielfalt in Eislingen/Fils", das 2018 immerhin 25.000 € umfasst. Eine vorbildliche Aktion, die hoffentlich viele Kommunen im Land ebenfalls zum Handeln anregt.
▶▶ Zeitungsbericht und ▶▶ Sitzungsvorlage Gemeinderat

Wie Mopsfledermäuse Nachtfalter austricksen
Im evolutionären Wettstreit zwischen insektenfressenden Fledermäusen und ihrer Beute haben viele Nachtfalter Ohren entwickelt. Damit hören sie die Echoortungslaute jagender Fledermäuse und können mit schnellen Ausweichmanövern vermeiden, gefressen zu werden. Dies kontern Mops­fledermäuse damit, auf ihren nächtlichen Streifzügen besonders leise zu rufen, um dadurch möglichst spät von den Faltern gehört zu werden. Durch Lautaufnahmen von jagenden Mopsfleder­mäusen haben Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Ornithologie in Seewiesen heraus­gefunden, dass sie sogar zunehmend noch leiser rufen und so unerkannt bleiben, wenn sie sich fliegend an einen ahnungslosen Nachtfalter heran pirschen.
▶▶ http://idw-online.de/de/news690585

Insektensterben sorgt für Nahrungsmangel
Viele Vögel sind auf fette Insektenbeute angewiesen. Doch was passiert, wenn diese zunehmend fehlt? Eine Studie findet einen weiteren Beleg für das Insektensterben. ▶▶ Mehr

Auch Pythons kennen Mutterliebe
Von wegen kaltblütig: Afrikanische Felsenpythons kümmern sich um ihren Nachwuchs. Auch wenn die Bilder wimmelnder Schlangenleiber manchen vielleicht erschrecken. ▶▶ Mehr

Kolibri-Gezwitscher: Mit Hochfrequenz durch den Regenwald
Im Stimmengewirr des brasilianischen Regenwalds funken kleine Schwarzkolibris sozusagen auf eigenem Kanal: Ihre Rufe sind für andere Vögel unhörbar. ▶▶ Mehr

Was ein "Haa" über eine Futterstelle verrät
Wenn Kolkraben (Corvus corax) an einer Futterstelle auf Probleme stoßen, äußern sie spezielle Futter-assoziierte Laute, um Angehörige derselben Art zu Hilfe zu rufen. Laut einer Studie von Wissenschaftler*innen der Universität Wien und der Universität Cambridge beinhalten diese Rufe Hinweise über das Alter und Geschlecht des rufenden Raben. Das fanden die VerhaltensbiologInnen mit Hilfe der Analyse von Frequenz, Rufdauer und Lautstärke der Laute heraus. Die Ergebnisse dazu erscheinen aktuell im Fachjournal "Frontiers in Zoology".
▶▶ http://idw-online.de/de/news690612

Ökologische Gefahren der zunehmenden Landnutzung in Ostafrika
Die Berge in Ostafrika sind bis heute Schatzkammern der Biodiversität. Aber ihre Ökosysteme sind möglicherweise stärker bedroht als bisher wahrgenommen. Dr. Andreas Hemp und Dr. Claudia Hemp von der Universität Bayreuth haben entdeckt, dass der Kilimanjaro sich immer mehr zu einer "ökologischen Insel" entwickelt. Landwirtschaft und Wohnungsbau haben die natürliche Vegetation beseitigt, die früher als Brücke in das Umland diente und die heutige Artenvielfalt ermöglicht hat. ▶▶ http://idw-online.de/de/news690792

22.03.2018

Schutzprojekt im Landkreis Tübingen stellt Konzept zur Gehölzpflege vor
Das Heckenpflegekonzept des zur Rettung des Rebhuhns gemeinsam initiierten Projekts vom NABU-Vogelschutzzentrum Mössingen, der Initiative Artenvielfalt Neckartal (IAN) und des Verein VIELFALT e. V. im Landkreis Tübingen zeigt Erfolge. ▶▶ Mehr

Ministerpräsident Kretschmann lobt NABU Horb für die Landschaftspflege
Hohen Besuch bekam unsere NABU-Gruppe Horb: Winfried Kretschmann machte Station im Naturschutzhaus der Gruppe und ließ sich über die ehrenamtliche Naturschutzarbeit informieren. Beispielsweise pflegen die Horber seit Jahren das Naturschutzgebiet ▶▶ Kuglerhang, einen Steilhang, der für seinen Orchideenreichtum weithin bekannt ist. Der Landesvater lobte die Arbeit der Ehrenamtlichen: „So, wie man für den Wirtschaftsstandort überzeugte Unternehmer braucht, braucht man für den Naturschutz engagierte Menschen.“ ▶▶ Zeitungsbericht

Städtische Laufkäfer sind erkundungsfreudiger als ihre Artgenossen auf dem Land
Die zunehmende Verstädterung verändert und fragmentiert Lebensräume wildlebender Tiere: Wenn Wälder und Parks wie grüne Inseln im Betonmeer liegen, verschwinden deren tierische Bewohner oder passen sich mit Verhaltensänderungen an. Das gilt auch für versteckter lebende Tiere wie Käfer, wie eine Studie von Dr. Wiebke Schütt und Dr. Claudia Drees sowie sechs Studierenden vom Biozentrum Grindel der Universität Hamburg zeigt. Das Ergebnis: Stadtkäfer sind erkundigungsfreudiger als ihre Artgenossen auf dem Land. ▶▶ http://idw-online.de/de/news690406

Forscher identifizieren genetische Basis von Raubzügen bei Ameisen
Einige Ameisenarten überfallen Wirtsarten und integrieren deren Nachkommen in ihre eigene Kolonie, um sich Vorteile zu verschaffen. Forscher der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung und der Universität Mainz haben entdeckt, dass diese Raubzüge bei nah verwandten Temnothorax-Ameisenarten jeweils durch unterschiedliche Gene gesteuert werden. Das spricht dafür, dass die Evolution nah verwandter Arten durch Veränderungen im Erbgut ein zufälliger Prozess ist, auf dem viele Wege zum gleichen Ziel führen. Darüberhinaus haben die Forschenden bei den Sklavenhalter-Ameisen zwei spezifische "Angriffsgene" identifiziert.
▶▶ http://idw-online.de/de/news690369

Für Schneehasen wird es mit dem Klimawandel eng in den Alpen
Wenn sich das Klima erwärmt, werden die Lebensräume für den Schneehasen in den Schweizer Alpen kleiner und zerstückelter. Damit dürften die Bestände schrumpfen, legt eine Studie unter Leitung der Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL und der Universität Bern nahe. ▶▶ http://idw-online.de/de/news690749

Kurzvideo zum naturverträglichen Verteilnetzausbau
Die Anpassung der Stromverteilnetze (bis 110 kV) an die neuen Gegebenheiten der Erneuerbaren Energien ist eine Kernaufgabe der Energiewende. Der Netzausbau kann jedoch negative Auswirkungen auf Natur und Umwelt haben. Durch frühzeitigen Einbezug von örtlichen Naturschützer*innen sowie durch sorgfältige Planung können die Folgen auf Natur und Arten reduziert und in einigen Fällen auch vermieden werden. Wie ein möglichst naturverträglicher Verteilnetzausbau umgesetzt werden kann, zeigt das Kurzvideo ▶▶ "Naturverträglicher Verteilnetzausbau" des ▶▶ "Dialogforums Erneuerbare Energien und Naturschutz".

NABU-Kranich-Projekt in Afrika verzeichnet Erfolge
Kenia will den Grauen Kronenkranich besser schützen und hat den größten Süßwassersee im Norden des ostafrikanischen Landes zum Schutzgebiet erklärt. Der 43,3 qm große Lake Ol’Bolossat wurde bereits 2008 von Nature Kenya, dem nationalen Partner des NABU in Kenia, als "Important Bird Area" ausgewiesen und ist zudem eines der wichtigsten Brutgebiete für den Grauen Kronenkranich in Kenia. "Das ist ein großer Erfolg für den NABU und die ganze Region. Der NABU ist seit 2014 in der Region aktiv und tritt seitdem für die Anerkennung der Fläche als Schutzgebiet ein", sagt NABU-Vizepräsident Thomas Tennhardt. ▶▶ Mehr

Auch eine dezentrale Energiewende braucht Netzausbau
Gemeinsame Pressemitteilung von Öko-Institut, Renewables Grid Initiative und Germanwatch.
▶▶ http://idw-online.de/de/news690721

Globaler Konflikt: Agrarproduktion vs. Artenvielfalt
Eine gezielte Landnutzungsplanung könnte den Konflikt zwischen landwirtschaftlicher Produktion und Naturschutz mindern. Wissenschaftler der Universität Göttingen, des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv), des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) und der Universität Münster haben weltweite Datensätze ausgewertet – einerseits zur Verbreitung und zu den ökologischen Anforderungen tausender Tierarten, anderseits zur landwirtschaftlichen Produktion der weltweit wichtigsten Feldfrüchte. ▶▶ http://idw-online.de/de/news690308

15.03.2018

Erhalt von Feld- und Wegerandstreifen – rechtliche Aspekte
Deutschland hat sich wie die anderen Vertragsstaaten der vereinten Nationen in der Biodiversitäts-Konvention verpflichtet, den weiteren Verlust an biologischer Vielfalt zu stoppen. Entsprechend fordert das BNatSchG, dass als Grundsatz der guten fachlichen Praxis die zur Vernetzung von Biotopen erforderlichen Landschaftselemente zu erhalten und nach Möglichkeit zu vermehren sind. Welche Bedeutung hierbei der Erhaltung und Pflege von Feld- und Wegerandstreifen zukommt, wird in einem Übersichtsbeitrag von IDUR dargestellt. Der Beitrag steht zum Download bereit. ▶▶ Mehr

Nachtfalter besitzen spezialisierte Hirnstrukturen für Futtersuche und Eiablage
Die Suche nach Nahrungsquellen ist im Riechhirn von Tabakschwärmern mit anderen Gehirnarealen verknüpft als die Suche nach einem geeigneten Eiablageplatz. Dies hat ein Forscherteam des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie in Jena jetzt nachweisen können. Die Wissenschaftler haben in ihrer Studie 80 ökologisch relevante Umgebungsdüfte von Tabakschwärmern untersucht und herausgefunden, wo diese Düfte im Gehirn der Nachtfalter verarbeitet werden. Dabei wurde deutlich, dass bestimmte Areale im Riechhirn der Insekten die Suche nach Nahrung, andere Bereiche dagegen die Eiablage steuern. ▶▶ http://idw-online.de/de/news689864

Fortpflanzung unter Spinnen - Das Geschenk macht's
Auf Partnersuche gehen die Männchen der Listspinne stets mit einem Präsent. Das spielt für ihren Erfolg eine größere Rolle als bislang gedacht. ▶▶ http://idw-online.de/de/news690103

"Winterschläfer-Nachzügler" wachsen schneller, vertrauen auf Powernapping und haben mehr Sex
Junge Winterschläfer müssen viel Energie in das Wachstum und den Fettaufbau vor dem ersten Winter investieren. Nachzügler könnten dabei einen zeitlichen Nachteil haben. Das kompensieren sie aber, indem sie schneller wachsen und häufiger ein Powernapping einlegen. Das zeigte nun eine Studie der Vetmeduni Vienna an Gartenschläfern. Sie pflanzen sich außerdem häufiger fort als früher geborene Tiere. Der Preis könnte allerdings eine geringere Lebenserwartung sein.
▶▶ http://idw-online.de/de/news690152

Insektensterben - Wissenschaftler sind sich einig: Die Zeit zum Handeln ist jetzt
Im Rahmen einer Anhörung im Sächsischen Landtag am 2. März 2018 zu den Ursachen des Insektensterbens und möglichen Gegenmaßnahmen wurden unter anderem Wissenschaftler von iDiv, der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung und dem UFZ gehört. Einhellig betonten sie die Notwendigkeit, zügig zu handeln. Nach Aussage der Wissenschaftler sind sowohl Ausmaß und Tragweite des Insektenschwunds als auch dessen wesentliche Ursachen unbestritten.
▶▶ http://idw-online.de/de/news690335

Dieselkonzerne verstärken ihre Kampagne gegen die DUH
Jürgen Resch von der Deutschen Umwelthilfe schreibt: "Wegen unseres Erfolgs lässt die Automobilindustrie nichts aus, uns zu diskreditieren. Und verstärkt aktuell die Kampagne zur Diffamierung und Schädigung der DUH sowie zur Abschreckung mancher langjähriger Sponsoren." Den ganzen Brief finden Sie ▶▶ hier.

Jetzt mitmachen: Platzverweis für Bienengifte!
Das Umweltinstitut München schreibt: "Der massenhafte Einsatz von Pestiziden bedroht unsere Bienen und andere Insekten: Um durchschnittlich 76 Prozent ist der Insektenbestand seit 1989 in Deutschland zurückgegangen. Damit wird das Insektensterben auch eine Gefahr für uns Menschen. Es ist also höchste Zeit, den Einsatz der Gifte zurückzudrängen. Und dazu öffnet sich gerade ein politisches Handlungsfenster ..." ▶▶ Hier geht's weiter.

08.03.2018

Attraktive Schmetterlingsraupen züchten?
Wie es eben mitunter geschieht: Friedemann Treuz holt Futter für die Raupen aus einer Zucht des Großen Gabelschwanzes (Cerura vinula) und entdeckt dann auf einem Weiden-Blatt ein kleines "Würmchen" in Häutungsruhe - vermutlich von L2 nach L3. Weil er es erst zuhause entdeckt, wird es natürlich weiter gezüchtet, auch wenn das eigentlich nicht geplant war. Hätte er es schon beim Einsammeln entdeckt, wäre es vermutlich draußen geblieben. Lesen Sie ▶▶ hier weiter.

Königspinguine müssen bald umziehen
Über 70 Prozent der weltweiten Kolonien der Königspinguine könnten bald Teil der Vergangenheit sein, da die Klimaerwärmung die Vögel zwingt in südlichere Gebiete umzuziehen. Zu diesem Schluss kommt die Studie eines Forschungsteams um den Evolutionsbiologen Emiliano Trucchi. Die ForscherInnen haben die Veränderungen der Populationsgröße in den letzten 50.000 Jahren durch Genomanalysen rekonstruiert. Die Ergebnisse erscheinen in der aktuellen Ausgabe der renommierten Fachzeitschrift Nature Climate Change. ▶▶ http://idw-online.de/de/news689812

Die Ahnen der Przewalski-Pferde
Das Erbgut der ältesten bekannten Hauspferde, die vor 5500 Jahren auf den Steppen Zentralasiens weideten, enthüllt überraschende Zusammenhänge. ▶▶ Mehr

Warum macht Blut Vampire satt?
Blut ist zwar ein besonderer Saft, satt macht er aber nicht so schnell - dafür jedoch krank. Was tun, wenn man als Gemeiner Vampir trotzdem überleben will? ▶▶ Mehr

Der Fisch mit der Augenlampe
Forscherinnen und Forscher der Universität Tübingen entdecken erstmals bei tagaktiven Meeresbewohnern die Voraussetzungen für eine aktive Ortung mittels Licht.
▶▶ http://idw-online.de/de/news689541

Wechselkröten zeigen: Arten mit vielfachen Genomen haben lediglich entfernt verwandte Vorfahren
Die meisten Wirbeltiere haben zwei Chromosomensätze, einen von der Mutter und einen vom Vater – auch wir Menschen sind diploid. Viel seltener ist die Polyploidie, also der Besitz von drei oder mehr Chromosomensätzen. Um die Entstehung neuer Wirbeltierarten zu erforschen, studieren EvolutionsbiologInnen Wechselkröten – diese können diploid oder polyploid sein. Dr. Matthias Stöck vom Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei und ForscherInnen der Universität Lausanne und des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung haben einen Stammbaum für die eurasischen Wechselkrötenarten vorgelegt: Die polyploiden Arten stammen von Elternlinien mit sehr geringem Verwandtschaftsgrad ab. ▶▶ http://idw-online.de/de/news689449

Ausgezeichnet! Elf neue Biobauern
"Gemeinsam Boden gut machen" - unter diesem Motto fördern NABU und Alnatura auch in diesem Jahr wieder Landwirte bei der Umstellung auf ökologische Landwirtschaft. Weitere 4.134 Hektar bleiben damit zukünftig pestizidfrei. Auch aus Baden-Württemberg sind 2 Höfe dabei: Milchvieh Stefan Hofer aus Wangen im Allgäu und der Birkhof Rosenberg Rudolf Schips. Herzlichen Glückwunsch! ▶▶ Mehr

Mehr EU-Geld zur Rettung der Artenvielfalt nötig
Anlässlich des Auftaktes der Verhandlungen zum künftigen EU-Haushalt haben Anhänger von über 130 Umweltschutzorganisationen in Brüssel für eine bessere Förderung von Maßnahmen zum Schutz der Natur protestiert. ▶▶ Mehr

Richtfest im neuen NABU-Bodenseezentrum
Geschafft - der NABU hat den fertigen Rohbau des neuen NABU-Bodenseezentrums auf der Baustelle in Göldern eingeweiht. Für die Finanzierung der interaktiven Ausstellung sucht der NABU noch Unterstützerinnen und Unterstützer. ▶▶ Mehr

NABU mahnt zu sensiblem Umgang mit Höhlenbäumen
Momentan ist wieder Fäll- und Rodungszeit. Sobald es trocken und schneefrei ist, legen viele mit den Arbeiten los, um die Bäume vor der Brutsaison rechtzeitig zurück zu schneiden. Was gilt es dabei zu beachten? Lesen Sie ▶▶ hier weiter.

Wo das Meer sich völlig wandelt
Der Arktische Ozean wird in seinen Eigenschaften dem Atlantik immer ähnlicher. Das stellt ein auf eisigen Gewässern gründendes Nahrungsnetz vollkommen auf den Kopf. ▶▶ Mehr

Handle nachhaltig und rede darüber
Neuer Wegweiser hilft kleinen und mittleren Unternehmen, soziale und ökologische Ziele zu erreichen. ▶▶ http://idw-online.de/de/news689441

01.03.2018

NABU Hechingen und Haigerloch veröffentlichen Jahresheft 2018
Wie jedes Jahr legen die NABU-Gruppen Hechingen und Haigerloch ein "Jahresheft" auf, das einerseits Berichte über die Tätigkeiten des vergangenen Jahres aber auch Informationen über die Planungen des aktuellen Jahres und weitere interessierende Themen enthält.
▶▶ Jahresprogramm 2018 NABU Hechingen
▶▶ Info 2018 NABU Haigerloch

"Natur nah dran" 2018: auch Hechingen erhält Förderung
Hechingen hat sich für die Teilnahme am NABU-Projekt "Natur nah dran" beworben und wurde ausgewählt. Im Rahmen Projekts legen Städte und Gemeinden Blühflächen an, um die biologische Vielfalt zu fördern und das Insektensterben einzudämmen. Gefördert wird das Projekt durch das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg sowie im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie des Landes. Jede teilnehmende Kommune erhält eine Zuwendung in Höhe von 50 % der zuwendungsfähigen Ausgaben, maximal 15.000 Euro. Weitere Informationen finden Sie hier: ▶▶ http://www.naturnahdran.de

Verein zur Förderung naturnaher Weidelandschaften gegründet
Es kommt Bewegung in die Angelegenheit - auf fachlich fundierter Grundlage: Der Verein zur Förderung naturnaher Weidelandschaften Süddeutschlands setzt sich dafür ein, die großflächige und extensive Beweidung, z.B. in Form der "Wilden Weiden", als zentrale Strategie für den Schutz von Natur und Landschaft wieder in Politik und Gesellschaft zu verankern. Am 19./20. April findet die erste Fachtagung in Kappel-Grafenhausen statt. Mehr unter ▶▶ http://www.weidelandschaften.org/

Wilde Nachbarn
Bürger können ihre Beobachtungen von Wildtieren in Städten und Dörfern Baden-Württembergs in einem Web-Portal melden.
>▶▶ http://idw-online.de/de/news688943

Naturschutzverbände für Rücknahme der Zoogenehmigung in Triberg
Die Naturschutzverbände im Schwarzwald-Baar-Kreis haben das Landratsamt Schwarzwald-Baar-Kreis und das Regierungspräsidium Freiburg dazu aufgefordert, die Zoogenehmigung für den “Greif- und Eulenparkpark Triberg” vom 13.3.2017 zurückzunehmen. Diese entspricht weder der aktuellen Rechtslage noch zeitgemäßen fachlichen Standards. Alternativ fordern sie, die notwendigen “hohen Anforderung” in der Zoogenehmigung zu verankern. ▶▶ Mehr

Turmfalken: Gesünder lebt es sich am Stadtrand
Turmfalken stehen im Fokus einer Forschungskooperation zwischen der Universität Wien und dem Naturhistorischem Museum. In einer neuen Publikation in "PlosOne" beschäftigt sich Petra Sumasgutner von der Universität Wien mit dem Parasitenbefall und dem Immunsystem von jungen Turmfalken. Die ForscherInnen gehen darin den Fragen nach, wie sich die Brutplätze der Innenstadt von denen der Außenbezirke unterscheiden und ob die Ernährung der Turmfalken einen Einfluss auf die Fitness der Jungvögel hat.
▶▶ http://idw-online.de/de/news688925

Stammbaum der Tagfalter erstmalig umfassend neu aufgestellt
Ein internationales Wissenschaftlerteam unter der Federführung von Dr. Marianne Espeland, Zoologisches Forschungsmuseum Alexander Koenig – Leibniz-Institut für Biodiversität der Tiere in Bonn, überarbeitet mit einer großen Datenmenge an genomischen Informationen den Stammbaum der Tagfalter. Die neuen Erkenntnisse zeigen: Die mutualistischen Wechselbeziehung zwischen Schmetterlingen und Ameisen sind in der Evolution drei Mal unabhängig entstanden: ein Mal bei den Bläulingen (Familie Lycaenidae) und zwei Mal bei den Würfelfaltern (Riodinidae). Bisher dachte man, dieses Phänomen sei maximal zwei Mal aufgetreten.
▶▶ http://idw-online.de/de/news689315

Marmorkrebs-Klone übernahmen Madagaskar in nur einem Jahrzehnt
Der Marmorkrebs ist deutscher Exportschlager: Er entstand in den 1990er Jahren im Aquarium, brach aus, brachte ohne Sex Millionen Klone hervor und übernahm weltweit Ökosysteme. ▶▶ Mehr

Erfolgreich überleben ohne Sex
Sie vermehren sich durch Jungfernzeugung; ihre Nachkommen sind hundertprozentige Klone der Mutter. Nach den gängigen Theorien müsste der Amazonenkärpfling deshalb längst ausgestorben sein. Warum das nicht so ist, zeigt eine neue Studie.
▶▶ http://idw-online.de/de/news689055

Netflix gefährdet Brüllaffen – Wir fordern Stopp!
Reinhard Behrend von Rettet den Regenwald schreibt: "Schon der reißerische Titel der Netflix-Serie lässt Böses ahnen: "72 Dangerous Animals: Latin America". Für Netflix scheint die Natur gefährlich, sogar tödlich. Dabei bringt die Serie ganz konkret Primaten in Lebensgefahr! Brüllaffen werden von Netflix als Überträger von Gelbfieber gebrandmarkt. Wissenschaftler kämpfen seit Jahren gegen diesen Mythos." Lesen Sie ▶▶ hier weiter.

Keine Militärbasis auf das Schildkröten-Atoll
Eine weitere Mitteilung von Rettet den Regenwald: "Das Seychellen-Atoll Aldabra ist ein Paradies: Riesenschildkröten, seltene Vögel, eine ungewöhnliche Vielfalt an Fischen und Korallen. Doch die Natur ist bedroht, sollte Indien auf der Insel Assumption Soldaten stationieren. Bislang ist es ein Segen für die Natur, dass das Atoll isoliert im Indischen Ozean liegt. Mit der Einsamkeit ist es vorbei, falls eine Militärbasis gebaut wird. ▶▶ Mehr

Windpotenzialbestimmung mit LiDAR: Projekt LiMeS entwickelt neue Methoden
Die Laser-Technologie »LiDAR« ermöglicht die Messung von Windgeschwindigkeiten in großen Höhen vom Boden aus. Das Fraunhofer Institut für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik (IEE) (ehemals Fraunhofer IWES) in Kassel entwickelt nun neue Methoden, mit denen die Ergebnisse von Messkampagnen verbessert und der Zeitaufwand weiter verringert werden können. Partner sind Universitäten, Windparkplaner und -gutachter, Strömungsmechaniker und eine Bank. Das 2017 begonnene Forschungsvorhaben LiMeS wird ab Mitte 2019 erste Ergebnisse präsentieren. ▶▶ http://idw-online.de/de/news689183

Entwaldung in den Tropen
Die Tropenwälder rund um den Globus beherbergen eine große Artenvielfalt und sind ein wichtiger Kohlenstoffspeicher. Doch nach wie vor werden sie durch Abholzungen weiter zerschnitten und damit gefährdet. Wissenschaftler des UFZ haben nun aus der Physik eine Methode abgeleitet, mit der sich die Fragmentierung erstmals auf globaler Ebene erklären und mathematisch beschreiben lässt. Dabei zeigte sich u.a., dass sich die Tropenwälder aller drei Kontinente nahe an einem kritischen Punkt befinden, ab dem die Anzahl der Fragmente stark ansteigen wird. Dies wird schwerwiegende Folgen für die Biodiversität und die Kohlenstoffspeicherung haben, schreiben die Forscher im Wissenschaftsjournal Nature. ▶▶ http://idw-online.de/de/news689208

22.02.2018

Steinkauz-Projekt in Haigerloch
Vor einigen Jahren schon verweilte nachweislich ein Steinkauz über mehrere Wochen im Dorf und konnte tagsüber in der Giebel-Öffnung einer Scheune in der Bahnhofstraße beobachtet werden. Danach wurden über die Jahre hinweg vereinzelt Steinkauz-Rufe von verschiedenen Dorfbewohnern gehört. So hörte auch ich wieder Mitte März vergangenen Jahres ein kurzes aber deutliches "Guhhk" (Balzruf) im Bereich Bachgasse ...        Weiter geht's ▶▶ hier

NABU-Gruppen veröffentlichen Veranstaltungsprogramm
Das Programmheft ist fertig gedruckt und die NABU-Mitglieder im Zollernalbkreis erhalten die Information über die Veranstaltungen der Gruppen im Zollernalbkreis in den nächsten Wochen mit ihren örtlichen Rundschreiben bzw. den Einladungen zur jeweiligen Mitgliederversammlung als "Papier-Exemplar". Wer sich schon vorab informieren will (oder noch nicht NABU-Mitglied ist), findet das Heft hier als ▶▶ PDF zum Download.

NABU: Bericht von der Bodensee-Exkursion am 28.01.
Am 28. Januar 2018 stand wieder die traditionelle Winterexkursion an den Bodensee zur Wasservogelbeobachtung auf dem Programm. Weil der Wasserstand extrem hoch war, standen sämtliche Schlickflächen unter Wasser und auch die Spundwand im Hafen von Moos war nahezu komplett vom Wasser überspült. ▶▶ https://www.nabu-zollernalb.de/bilder-berichte/bodensee-28-01-2018/

Widerspruch gegen Genehmigung der Windenergieanlagen Winterlingen
Die Naturschutzinitiative e.V. hat gegen die durch das Landratsamt Zollernalbkreis erteilte immissions­schutzrechtliche Teilgenehmigung zur Errichtung und zum Betrieb von vier Windkraft­anlagen auf der Gemarkung Winterlingen Widerspruch eingelegt. Begründet wird das unter anderem mit 16 Rotmilan-Paaren, die nach Aussage des Vereins dort brüten sollen und aufgrund eines aus ihrer Sicht mangelhaften Artenschutzgutachtens nicht berücksichtigt wurden. Man darf gespannt sein, wie das Landratsamt damit umgehen wird.
Mehr im ▶▶ Schwarzwälder Boten

Kampf den Einwanderern?
Weltweit werden immer mehr Pflanzen und Tiere in neue Regionen eingeführt. Vielerorts gilt das als ökologisches Problem. Sollten Naturschützer mehr Toleranz an den Tag legen? ▶▶ Mehr

Krähen überlisten Giftkröten
Agakröten gehören zu den unbeliebtesten Tieren in Australien: Die eingeschleppten Lurche breiten sich aus und sind giftig. Doch Krähen lernen, sie zu besiegen. ▶▶ Mehr

Geringe Hybridisierungsrate bei deutschen Wildkatzen
Senckenberg-Forschende habe in einer groß angelegten Studie gezeigt, dass sich Wildkatzen in Deutschland nur sehr selten mit Hauskatzen paaren. Das Wissenschaftlerteam untersuchte über 1000 "genetische Fingerabdrücke" der Katzen und zeigt in der kürzlich im Fachjournal "Ecology and Evolution" erschienenen Studie, dass nur etwa drei Prozent der untersuchten Wildkatzen deutliche Spuren von Hauskatzen-DNA im Erbgut tragen. ▶▶ http://idw-online.de/de/news688916

Insektensterben: Auch häufige Arten werden selten
Senckenberg-Wissenschaftler konnten gemeinsam mit Kollegen der Technischen Universität München nachweisen, dass derzeit weit verbreiteten Insekten zukünftig ein hoher Artenverlust droht. Als Gründe für den Rückgang dieser "Generalisten" nennt das Forscherteam eine Verinselung von Lebensräumen sowie die Intensivierung der Landwirtschaft. Auch die genetische Diversität der untersuchten Schmetterlingsarten wird laut der heute im Fachjournal "Biological Conservation" veröffentlichten Studie zukünftig stark abnehmen – die Insekten reagieren in Folge sensibler auf Umweltveränderungen. ▶▶ http://idw-online.de/de/news688484

Die Stunde der Wintervögel 2018 bricht alle Rekorde
Mehr Meldungen, mehr Teilnehmer, mehr Vögel. Noch werden die letzten postalisch eingegangenen Meldebögen in die Datenbank eingetragen. Doch schon jetzt steht fest, dass die achte bundesweite Stunde der Wintervögel alle Rekorde gebrochen hat. ▶▶ Mehr

Unterschätzte Gefahr: Mikroplastik auf dem Trockenen
Kleinste Plastikteilchen stellen auch für Lebewesen an Land eine Bedrohung dar und könnten dort sogar schädlicher wirken als in Meeren. Forschende vom Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) und Berliner KollegInnen warnen: Die Auswirkungen von Mikroplastik in Böden, Sedimenten und Binnengewässern könnten terrestrische Ökosysteme auf der ganzen Welt dauerhaft negativ beeinflussen. ▶▶ http://idw-online.de/de/news688648

Auferstanden aus Mondlandschaften
Braunkohle hinterlässt verwüstete Landschaften? Ja - aber wenn man die Natur lässt, entwickelt sich daraus eine vielfältige Wildnis.
▶▶ Mehr

Thementag: Sonnenhaus ohne großen Speicher
Das Institut für Solarenergieforschung GmbH (ISFH) hat für den Einfamilienhausbereich ein Konzept für die direkte solarthermische Raumheizung entwickelt. Es wurde an einem Demonstrationsobjekt erprobt und liefert ein im Vergleich zu herkömmlichen Sonnenhäusern höheren solarthermischen Ertrag bei geringeren Investitionskosten.
Das Konzept wurde auf einem Thementag am ISFH vorgestellt. Nach der Veranstaltung waren sich die Besucher einig, dass für die Energiewende im Bereich der Gebäudeheizung und Warmwasserversorgung der vermehrte Einsatz von Solarthermieanlagen dringend erforderlich ist. ▶▶ http://idw-online.de/de/news689086

Einfluss steigender Kohlendioxid-Werte auf den Meeresgrund
Die Speicherung von Kohlendioxid (CO2) tief unter dem Meeresgrund ist eine Möglichkeit, der steigenden CO2-Konzentration in der Atmosphäre entgegenzuwirken. Aber was passiert, wenn solche Speicherstätten undicht werden und CO2 am Meeresboden austritt? Antworten auf diese Frage liefert nun eine Studie, die sich mit der Auswirkung von CO2-Austritten auf die Bewohner sandiger Meeresböden beschäftigt. ▶▶ http://idw-online.de/de/news688627

15.02.2018

Naturschützer freuen sich über weitere Maßnahmen zur Biotopvernetzung
Pressemitteilung vom 17.01.2018: "Der Landesnaturschutzverband (LNV) begrüßt das Engagement der Stadt Albstadt für den Biotopverbund ausdrücklich. Beispielhaft wird anlässlich des heutigen Spatenstichs „Wacholderheidenpflege“ gezeigt, wie eine „grüne Infrastruktur“ geschaffen werden kann. Diese ist landesweit nötig, um das Überleben der Arten zu sichern, etwa durch Wanderungs­möglichkeiten, die auch im Zusammenhang mit dem Klimawandel wichtig sind."
▶▶ Mehr

Naturschutzverbände loben Wettbewerb zu Bio-Musterregionen
Mit dem Wettbewerb "Bio-Musterregionen" will das baden-württembergische Landwirtschaftsministerium (MLR) "Bio" und "Regio" besser vernetzen, regionale Kreisläufe stärken und einen Ideenwettbewerb für Vermarktungswege anstoßen. Die Natur- und Umweltschutz­organisationen NABU, BUND und LNV bewerten die Initiative des MLR positiv.
Lesen Sie ▶▶ hier weiter.

Zahlreiche Greif- und Rabenvögel in Serbien vergiftet
Kürzlich wurde ein seltener Kaiseradler im Norden Serbiens vergiftet aufgefunden – ein ausgelegter Fleischköder wurde dem Adler zum Verhängnis. Bei der Suche nach dem besenderten Tier machten die Vogelschützer weitere grausige Funde. Mehr bei ▶▶ https://www.euronatur.org/

Der Traum im Fliegen: Vögel schlafen im Flug
Erstmals ist es gelungen zu erforschen, dass und wie Vögel im Flug schlafen können. Ein internationales Forscherteam unter Leitung von Niels Rattenborg vom Max-Planck-Institut für Ornithologie in Seewiesen hat durch Messungen der Gehirnaktivität bei Fregattvögeln herausgefunden, dass diese beim Fliegen mit beiden Gehirnhälften gleichzeitig oder nur mit einer Hälfte schlafen. ▶▶ Weiter im birdnet.de

Forscher erstellen Bestimmungsschlüssel für invasive Käferarten
Gefahr erkannt, Gefahr gebannt: Universität Hohenheim und LTZ Augustenberg untersuchen Asiatischen Laubholzbockkäfer und andere eingeschleppte potenzielle Schadinsekten - ein Werkstattbericht. ▶▶ http://idw-online.de/de/news688367

Gleich und gleich gesellt sich gern – auch bei Fröschen!
In einer kürzlich veröffentlichten Studie zeigen Carolin Dittrich, Mark-Oliver Rödel (Museum für Natur­kunde Berlin) und Kollegen, dass die Partnerwahl bei einer der häufigsten Froscharten Europas, dem Europäischen Grasfrosch Rana temporaria, viel komplexer ist als bisher ange­nommen. Die Wissenschaftler*innen fanden heraus, dass brütende Froschpaare sich eher bilden, wenn sie eine ähnliche Körpergröße aufweisen. Die Studie steht stellvertretend für die Arbeit und Aufgabe des Museums für Naturkunde Berlin: Forschung vertiefen, Erkenntnisse vermitteln und gesellschaftliche Veränderungsprozesse für Natur anstoßen.
▶▶ http://idw-online.de/de/news687408

Gericht beendet behördlichen Blindflug und gibt Naturschutz Recht
NABU und LNV fordern Abbau der gestoppten Windkraftanlage im Kreis Schwäbisch Hall
Der Verwaltungsgerichtshof Mannheim (VGH) hat in zweiter Instanz in allen Punkten den Eilantrag der Naturschutzverbände LNV und NABU gegen Bau und Betrieb der Windkraftanlage Orlach 6 bei Braunsbach vom Dezember 2016 bestätigt. Das Gericht wies jetzt die Beschwerden des Landes, vertreten durch das Landratsamt Schwäbisch Hall als Genehmigungsbehörde, und des Anlagenbetreibers als Beigeladenem gegen das erstinstanzliche Urteil des Verwaltungsgerichts Stuttgart vom 15. März 2017 zurück. "Das Windrad wurde mitten in das Brutgebiet von vier geschützten Greifvogelarten gebaut und hätte nicht genehmigt werden dürfen. Die Betreiber sollten es daher schleunigst abbauen und andernorts einsetzen", fordern die Vorsitzenden von NABU und LNV. ▶▶ https://baden-wuerttemberg.nabu.de/news/2018/januar/23763.html

Fernsehtipp: Planet Wissen: Ausgezwitschert - Wo sind unsere Vögel hin?
Droht ein stiller Frühling? Manche Vogelarten sind kaum noch zu hören. Ihre Bestände schrumpfen seit Jahrzehnten, einige der heimischen Vogelarten sind bereits ganz verschwunden, genau wie ihre natürlichen Lebensräume. Es ist ein schleichender Prozess - aber ist er auch unaufhaltsam? Fest steht: Ohne ein Umdenken wird es künftig im Frühling immer stiller werden. Und nicht nur das. Ohne Vögel und ohne Insekten verlieren auch Menschen die Lebensgrundlage. Die Sendung, an der auch Dr. Stefan Bosch, ehrenamtlicher Fachbeauftragter für Ornithologie des NABU, mitgewirkt hat, kommt am 09. Februar 2018 um 11:15 Uhr im SWR-Fernsehen. ▶▶ Mehr

Glyphosat contra biologische Vielfalt: Empfehlungen des BfN
Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) weist auf die gravierenden Risiken glyphosathaltiger Pflanzenschutzmittel für die biologische Vielfalt hin und empfiehlt die Anwendung in Deutschland so schnell wie möglich zu beenden. Die nach der Entscheidung der Wiederzulassung von Glyphosat in Europa zu treffenden Regelungen zum Umgang mit glyphosathaltigen Pflanzenschutzmitteln in Deutschland stehen mit der Konstituierung der entsprechenden Fachausschüsse nun auf der Agenda des Bundestages. Zudem ist am 2. Februar eine Debatte des Bundesrates geplant. Das BfN hat dazu Empfehlungen in einem Positionspapier veröffentlicht.
▶▶ http://idw-online.de/de/news688442

Ozon-Belastung: Diese Regionen sind weltweit am stärksten betroffen
Weit oben schützt es vor gefährlicher UV-Strahlung, in den unteren Luftschichten schadet es der Gesundheit. Ein internationales Wissenschaftler-Team aus 14 Forschungseinrichtungen hat den bislang umfassendsten Bericht darüber vorgelegt, wie sich die bodennahen Ozon-Konzentrationen global in den letzten 15 Jahren entwickelt haben. Es ist die erste Studie dieser Art, die sich auf alle weltweit verfügbaren Messdaten von insgesamt über 4.800 Messstationen stützt.
▶▶ http://idw-online.de/de/news688725

Ressourcen: Planetare Grenzen auf Länder heruntergebrochen
Kein Land der Welt schafft es derzeit, die Grundbedürfnisse seiner Bürger zu erfüllen und dabei den Ressourcenverbrauch auf einem nachhaltigen Niveau zu halten. Das ist das Ergebnis neuester Forschungen unter Beteiligung des Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC). Die von der University of Leeds geleitete Studie "A good life for all within planetary boundaries" hat die nationale Ressourcen-Nutzung in insgesamt 151 Ländern bestimmt und wurde nun im renommierten Fachmagazin Nature Sustainability veröffentlicht.
▶▶ http://idw-online.de/de/news688718

Stand der französischen Forschung im Bereich Energiespeicherung: Batterien
Die rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen in Frankreich wirken sich begünstigend auf die Forschung im Bereich Energie aus. So besitzt die Energiespeicherung oberste Priorität unter den sieben Schwerpunktthemen der Kommission "Innovation 2030", die Teil des Projektes Nouvelle France Industrielle ist, bei dem es darum geht, mit 34 Aktionsplänen die Position der französischen Industrie auf den Weltmärkten zu stärken. ▶▶ http://idw-online.de/de/news688184

08.02.2018

AG Schmetterlinge mit neuem Programm
Sieben Nachfalter-Leuchtnächte, drei Exkursionen zu tagaktiven Schmetterlingen und anderen Insekten und ein Vortrag finden sich im jetzt vorgestellten Programm 2018 der AG Schmetterlinge im Zollernalbkreis. Weil die Arbeitsgemeinschaft einen "losen Zusammenschluss" von Hobby-Entomologen darstellt, sind alle Veranstaltungen Kooperationsangebote von Naturschutzverbänden wie BUND, IGNUK und NABU und sind deshalb auch in deren Programmen zu finden. Wer sich näher mit den Schmetterlingen beschäftigen möchte, findet also ein Angebot. Daneben gibt es vier Stammtische, wo man sich in lockerer Runde zum Meinungsaustausch treffen kann. Näheres finden Sie hier: ▶▶ http://www.naturschutzbuero-zollernalb.de/schmetterlinge/jahr2018.htm

NABU sammelt: "Handys für die Havel"
Weil der Such-Algorithmus der Sammelstellen-Datenbank beim NABU-Bundesverband den Suchern im Zollernalbkreis aus den PLZ-Bereichen 724* immer einen Streich gespielt und die Sammelstelle im Naturschutzbüro nur bei der Suche mit PLZ 723* ausgegeben hatte, wurden nun zusätzliche "offizielle" Sammelstellen eingerichtet und weitergemeldet, bei denen Sie Ihre alten Handys abgeben und die Sammelaktion des NABU Zollernalb unterstützen können: In Hechingen, Haigerloch, Rangendingen und Ebingen stehen nun ebenfalls Sammel-Kisten bereit. Nähere Infos unter ▶▶ http://www.naturschutz-zollernalb.de/diverses/handys.htm

Lieber Fett als Zucker - Vögel im Winter
Die kalte Jahreszeit stellt Vögel, die nicht in den warmen Süden fliegen, vor Herausforderungen bei der Nahrungssuche: Viele Futterquellen sind gar nicht oder nur unzureichend vorhanden, erschwerend kommt womöglich eine Schneedecke hinzu. Um den gefiederten Tieren zu helfen, richten viele Menschen zusätzliche Futterstellen ein. Aber welche Nahrung bevorzugen einheimische Vögel, wie Kohlmeisen, im Winter? Und inwiefern beeinflussen etwa das Wetter oder der Waldtyp die Futterwahl? ▶▶ weiter im birdnet.de

Wo Menschen sind, laufen Tiere weniger weit
Säugetiere bewegen sich in Gebieten, die stark vom Menschen geprägt sind, deutlich weniger als ihre Verwandten in der Wildnis. Sie legten nur zwischen der Hälfte und einem Drittel der üblichen Strecken zurück. Das schreibt ein internationales Team, unter Leitung von Forschenden des Senckenberg und der Goethe-Universität, in der Titelgeschichte des Fachmagazins "Science". Die bisher umfassendste Studie zu diesem Thema basiert auf 57 Säugetierarten, deren Bewegungen per GPS verfolgt wurden. Die Autoren weisen darauf hin, dass die von ihnen festgestellte Entwicklung weitreichende Konsequenzen für die Ökosysteme und damit letztlich auch für den Menschen haben könnte. ▶▶ http://idw-online.de/de/news687933

Warum sterben Eulen rund um Marihuana-Felder?
Kalifornien hat Marihuana legalisiert, dennoch sprießen illegale Plantagen in den Wäldern. Und diese fordern tierische Opfer. ▶▶ Mehr

Paarbindung mit gewissen Vorzügen- Waldrapp: Positiver Effekt
Die Brutsaison ist für Waldrapp-Eltern sehr herausfordernd, wodurch das Immunsystem der Vögel zusätzlich belastet ist und damit ein erhöhtes Infektionsrisiko besteht. Gute soziale Beziehungen könnten jedoch stressverringernd wirken. Das hat ein Team der Konrad Lorenz Forschungsstelle (KLF) der Universität Wien um Verena Pühringer-Sturmayr gemeinsam mit der Anglia Ruskin University (Cambridge) und der Veterinärmedizinischen Universität Wien herausgefunden. Die ForscherInnen begleiteten die Waldrappe während und außerhalb der Brutzeit und untersuchten die Stresshormone der Tiere. ▶▶ http://idw-online.de/de/news688297

Alpenflora der ungleichen Geschwindigkeiten
"Flucht nach oben", also die Besiedelung immer höherer Lagen, ist eine typische Reaktion von Gebirgspflanzen auf den Klimawandel. Ein Team von ÖkologInnen der Universität Wien um Sabine Rumpf und Stefan Dullinger hat nun gemeinsam mit Schweizer KollegInnen Daten gesammelt, die ein vollständigeres Bild der Reaktion von Alpenpflanzen auf Klimaveränderungen ergeben. Die wichtigsten Trends: Die Verbreitungsschwerpunkte verschieben sich generell nach oben und viele Arten werden innerhalb ihres Verbreitungsgebietes häufiger. Allerdings reagieren Pflanzen in tieferen Lagen schneller und dürften daher die hochalpine Flora zunehmend unter Konkurrenzdruck bringen. ▶▶ http://idw-online.de/de/news688206

Kohle-Ausstieg: Ankündigen von CO2-Bepreisung führt zu Divestment
Die Umsetzung des Pariser Klima-Abkommens wird bei Investoren auf der einen Seite und Eignern von fossilen Brennstoffen auf der anderen Seite gegensätzliche Reaktionen auslösen. Manche befürchten, entschiedene politische Maßnahmen zur CO2-Reduktion könnten – ein 'grünes Paradox' – eben diese Emissionen in die Höhe treiben: die Eigner fossiler Brennstoffe beschleunigen deren Ausbeutung, um noch maximale Profite zu erzielen, bevor die neuen Regeln greifen. Andererseits könnten aber Investoren auch ihr Geld aus der Kohle-Industrie abziehen, um einem Wertverlust ihrer Investitionen zuvor zu kommen. ▶▶ http://idw-online.de/de/news688205

Stoppt das Abschlachten der Elefanten für Biodiesel
Reinhard Behrend von Rettet den Regenwald e.V. schreibt: "Ende Dezember wurde in der Provinz Aceh in Indonesien eine trächtige Elefantenkuh auf einer Palmölplantage vergiftet aufgefunden. Weil der Regenwald für immer neue Palmölplantagen weichen muss, suchen die Tiere auf den Ölpalmpflanzungen nach Futter. Mindestens 11 Elefanten starben 2017 allein in Aceh, die meisten wurden von Menschen getötet." Lesen Sie ▶▶ hier weiter.

Windräder, Windkraft, Vögel, Fledermäuse & Vogelschlag - ein Vergleich
Ein komplexes, schwieriges Thema, bei dem es keine "einfachen" Antworten gibt. Aber wir haben da eine sehr interessante Seite gefunden, die wir trotz der etwas unübersichtlichen Darstellung für inhaltlich gut und damit für sehr lesenswert halten:
▶▶ http://www.bund-rvso.de/windenergie-windraeder-voegel-fledermaeuse.html

01.02.2018

Albstadt wird zum Öko-Vorbild
Axel Mayer hat zwei Hüte auf: Als Grün- und Umweltplaner der Stadt weiß er, warum Albstadt jetzt Modellgemeinde ist im landesweiten Modellprojekt für den Biotopverbund – als Alb-Guide weiß er, welche Projekte vordringlich wären. Lesen Sie weiter im ▶▶ https://www.schwarzwaelder-bote.de/

Natur ist Lebensgrundlage der Menschheit
Auch aus dem Zollernalbkreis war eine kleine Abordnung gekommen. Der Neujahrsempfang der Landesregierung stand in diesem Jahr unter dem Motto "Natur und Umwelt". Ministerpräsident Winfried Kretschmann zeigte sich besorgt über den Rückgang der Tier- und Pflanzenarten. Für die Landesregierung seien der Erhalt und die Förderung der biologischen Vielfalt zentrale Anliegen.
▶▶ Mehr

42. Naturschutztage mit Besucher/-innen-Rekord
Ministerpräsident Kretschmann erteilt Aquakulturen im Bodensee klare Absage Die 42. Naturschutztage am Bodensee sind zu Ende gegangen. 1.400 Naturschützerinnen und Naturschützer haben sich an den vier Tagen in 40 Vorträgen, Workshops und Exkursionen über den Schutz von Umwelt und Natur im Milchwerk Radolfzell informiert. ▶▶ Mehr

Genbänkle: Hobbygärtner im Südwesten wollen alte Sorten verbreiten
Klaus Langs Lehrgarten in Wolfegg (Kreis Ravensburg) ist ein Wunderland an skurrilen Pflanzen, die kaum einer kennt – und die ein Gemüse-Weltbild in wenigen Minuten erschüttern können. Denn viele der Pflanzen, die so exotisch wirken, waren vor wenigen Generationen noch Alltag auf den Feldern und in den Küchen im Südwesten – sie verschwanden mit der Rationalisierung der Landwirtschaft. Doch es tut sich etwas in den Gärten im Ländle: Vor einigen Jahren sorgte Lang mit dem Fund von Alblinsen-Samen in der Genbank von St. Petersburg für Furore. Heute wird die lange verschollene Sorte wieder von 80 Bauern auf der Alb kultiviert. Die Saatgutliste von Klaus Lang können Sie ▶▶ hier downloaden.
Nun hat sich wieder etwas bewegt: Ein Netz aus Hobbygärtnern will alte Gemüsesorten im Land wiederbeleben und hat hierzu einen Verein gegründet: ▶▶ http://www.genbaenkle.de/. Ihr Kampf für die Vielfalt ist durchaus politisch gemeint. Lesen Sie weiter in der ▶▶ Hohenzollerischen Zeitung.
Übrigens: Wenn Sie sich auch für winterharte Stauden sowie Duft- Heil- und Gewürzkräuter interessieren, sind Sie bei ▶▶ Ingrid Wagner in Leidringen gut aufgehoben. Dort werden die angebotenen Sorten größtenteils selbst vermehrt und in torffreiem Biosubstrat kultiviert.

Vogelmonitoring leicht gemacht: Erfassung der Brutvögel wird digitalisiert
Naturbegeisterte beobachten zur Brutzeit Vögel, erfassen sie im Smartphone oder Tablet und bereits kurz nach Ende der Brutsaison liegen wissenschaftlich belastbare Angaben zu überregionalen Bestandsveränderungen gegenüber den Vorjahren vor. Noch ist das Zukunftsmusik. Mit einem neuen Forschungsvorhaben will der Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA), zusammen mit Expertinnen und Experten aus der Schweiz, diesem Ziel näher rücken und die Voraussetzungen dafür schaffen. ▶▶ http://idw-online.de/de/news687831

Forschungsteam entschlüsselt Evolution von Nachtfaltern
Die Bergregenwälder der tropischen Anden sind eine der artenreichsten Regionen auf unserem Planeten. Warum gerade dort so viele Arten leben und wie und wann sie entstanden sind, ist in der Fachwelt umstritten und für die meisten Tiergruppen noch völlig ungeklärt. Ein internationales Forschungsteam um Patrick Strutzenberger von der Universität Wien sowie Kooperationspartnern aus Deutschland und Tschechien ist der Evolution einer artenreichen Gattung von Nachtfaltern auf die Spur gegangen und hat herausgefunden, warum diese evolutionär so erfolgreich sind. Die Ergebnisse dazu sind kürzlich im Fachjournal "PLoS One" erschienen.
▶▶ http://idw-online.de/de/news687913

Paradiesvögel protzen mit dem schwärzesten Schwarz
Tanzende Paradiesvögel haben nicht nur die eindrucksvollsten Moves bei der Brautwerbung, sondern profitieren auch vom Superschwarz ihrer Federn. Mehr Kontrast geht nicht! ▶▶ Mehr

Winter-Fotorätsel Enten
Die Enten sind im Winter in ihren Prachtkleidern, bis auf wenige Ausnahmen, eigentlich ganz gut auseinanderzuhalten. Jedenfalls so lange sie sich wie im Bestimmungsbuch von der Seite zeigen, das Licht gut ist und sie nicht gerade irgendwelche Verrenkungen machen oder gar schlafen. Das birdnet-Fotorätsel versucht nun, interessierte Vogelgucker mit zehn Entenfotos aufs Glatteis zu führen. Die Antworten werden anschließend kommentiert. Nur Mut! Weiter im ▶▶ birdnet.de

Schwäne bestimmen! So geht's!
Und gleich noch etwas aus dem Reich der Entenvögel: Sing- und Zwergschwäne kommen im Winter in ähnlichen oder oft auch gleichen Lebensräumen vor. Manchmal ist es gar nicht so einfach sie zu unterscheiden. Bei schlechter Sicht oder großer Distanz zu den Vögeln, muss man manchmal Geduld haben, um die entscheidenden Merkmale zu erkennen. Das gilt im Übrigen auch für die Unterscheidung vom Höckerschwan. ▶▶ Video anschauen

Der Fleck macht's: Weiden- & Sumpfmeisen erkennen
Und noch ein weiterer Bestimmungstipp: Weiden-und Sumpfmeise werden häufig als Zwillingsarten bezeichnet. Sie sind kaum zu unterscheiden, vor allem, wenn sie schweigen. Ein Bestimmungstipp des British Trust of Ornithology (BTO) wird hier weitergegeben: ▶▶ birdnet.de

Älteste Schmetterlinge durchstreiften bereits Jurassic Park
Forscher haben die bislang ältesten fossilen Überreste von Schmetterlingen gefunden. Die Flügel- und Körperschuppen, die in Niedersachsen entdeckt wurden, sind mindestens 201 Millionen Jahre alt. Diese alten Fossilien werfen ein neues Licht auf die Evolution dieser Insektenordnung, teilte das Stuttgarter Naturkundemuseum mit. Lesen Sie weiter in der ▶▶ http://www.zeit.de/

Klarheit über die Ursachen des Artensterbens
Deutschland ist zu grün, meint Prof. Werner Kunz von der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Er vertritt in seinem Vortrag die provokante These, dass wir mehr Ödland und gestörte Landschaften brauchen, wenn wir das Aussterben besonders bedrohter Arten verhindern wollen. Unter dem Motto "Rettet die Wiesen – Landwirtschaft und Artenschutz" hatte die Deutsche Wildtier Stiftung am 10. November 2017 über 100 Expertinnen und Experten nach Berlin eingeladen. Den äußerst sehenswerten Vortrag von Werner Kunz gibt's hier:
▶▶ https://www.youtube.com/watch?v=NWArqSuL5C4

Neuer Biotopverbundfilm des BUND BW
Der BUND hat einen neuen Biotopverbund-Erklärfilm (3:15 Minuten) erstellt. Denn viele Menschen können ja mit dem Begriff nicht wirklich etwas anfangen. Er wurde erstmals bei den Naturschutztagen am Bodensee am vergangenen Wochenende gezeigt und hat dort Anklang gefunden: Auf Youtube unter ▶▶ https://kurzlink.de/biotopverbund

Der Nutzen der Natur für den Menschen wird unterschätzt
Ausreichende Nahrung, sauberes Wasser und reine Luft gehören zu den wertvollsten und bekanntesten Leistungen der Natur für den Menschen. Sie wird deshalb hauptsächlich als Quelle von Dienstleistungen und Rohstoffen betrachtet. 30 internationale Experten haben jetzt in einem in der weltweit renommierten Wissenschaftszeitschrift Science erschienenen Artikel dafür plädiert, Politik und Entscheidungsträger stärker für die gesamte Bandbreite des Nutzens der Natur für den Menschen zu sensibilisieren. Eine der Autorinnen ist Professorin Dr. Berta Martin-Lopez von der Leuphana Universität Lüneburg. ▶▶ http://idw-online.de/de/news687781

Afrikanische Schweinepest: Die falsche Sau durchs Dorf treiben
Die Afrikanische Schweinepest ängstigt Deutschlands Schweinehalter - zu Recht. Dennoch wird sich das Problem nicht durch massenhaften Wildschweinabschuss lösen lassen. ▶▶ Mehr

Neuerscheinung: Klimaschutz kommunal umsetzen
Welchen Beitrag zum Klimaschutz können Städte und Gemeinden leisten? Welche kommunalen Institutionen, Akteure und Verfahren spielen eine Rolle? Welche Handlungsfelder und Ansätze tun sich auf? Mit diesen Fragen befasst sich der Sammelband "Klimaschutz kommunal umsetzen" des Ecological Research Network. 14 Beiträge beschreiben und analysieren darin, wie auf kommunaler Ebene die Umsetzung des Pariser UN-Klimaabkommens weiter vorangebracht werden kann.
▶▶ http://idw-online.de/de/news687465

Ausgesummt?
Campact schreibt: "Bienenkiller endlich verbieten! Uns sterben die Bienen weg. Schuld daran: Pestizide wie Neonikotinoide. Die EU will sie jetzt zwar verbieten. Aber CSU-Agrarminister Schmidt könnte schon wieder zuschlagen – und wie bei Glyphosat ein Verbot im Alleingang verhindern. Eine zweite Unverschämtheit dieser Art lassen wir nicht zu. Überzeugen Sie die SPD: Das Verbot muss in den Koalitionsvertrag!"
Weitere Infos und eine Möglichkeit zum Unterschreiben finden Sie ▶▶ hier

25.01.2018

Visualisierung des Vogelzugs – EuroBirdPortal mit neuem Online-Viewer
Der neue Online-Viewer des EuroBirdPortal (EBP) zeigt die Verbreitung von insgesamt 105 ausgewählten Vogelarten für weite Teile Europas rund ums Jahr. Im EBP werden durch eine Partnerschaft von derzeit 81 Organisationen Vogelbeobachtungen von Online-Portalen aus 29 Ländern Europas zusammengeführt. In Deutschland ist ornitho.de Partner des EBP. ▶▶ Mehr

Klimawandel lässt Flüsse über die Ufer treten: Anpassung nötig
Veränderte Regenfälle als Folge der globalen Erwärmung werden das Risiko von Überschwemmungen an Flüssen vielerorts stark erhöhen. Schon heute gehören derartige Fluten zu den häufigsten und verheerendsten Naturkatastrophen. Wissenschaftler haben jetzt die bis in die 2040er Jahre nötige Erhöhung des Hochwasserschutzes in allen Teilen der Welt berechnet, bis hinunter zu einzelnen Regionen und Städten. Sie stellen fest, dass der Anpassungsbedarf in den USA, in Teilen Indiens und Afrikas, in Indonesien und in Mitteleuropa einschließlich Deutschland am größten ist. Ohne Gegenmaßnahmen wären viele Millionen Menschen von schweren Überschwemmungen bedroht. ▶▶ http://idw-online.de/de/news687164

18.01.2018

NABU-Albguides mit neuer Führung
Jahresbilanz haben die Mitglieder des Arbeitskreises Alb-Guides Zollernalb im Gasthaus Schalksburg in Laufen gezogen. Schriftführerin Sabine Froemel hatte in ihrem Bericht diverse Außenauftritte wie auf der Tourismusmesse CMT und beim Geoparkfest in Sontheim an der Brenz vermerkt – die Alb-Guides bewarben die Wanderregion Zollernalb aber auch bei Heimspielen wie dem Schäferfest in Albstadt. Lesen Sie weiter im ▶▶ Schwarzwälder Boten.

Über den Wandel der Kulturlandschaft
Professor Peter Poschlod, Inhaber des Lehrstuhls für Ökologie und Naturschutzbiologie an der Universität Regensburg, erklärt, was sich im Umgang mit unseren Lebensräumen ändern muss und welche Rolle Landwirtschaft und Naturschutz spielen können und sollen. Lesen Sie ▶▶ hier weiter.

Schmetterlinge im Winter - mit Frostschutz in die Winterstarre
Die kalte und nahrungsarme Jahreszeit stellt an die hier überwinternden Tierarten hohe Anforderungen. Auch Schmetterlinge haben verschiedene Strategien entwickelt, den Winter zu überstehen. Immerhin 6 der 129 in NRW lebenden Arten überdauern als Falter. ▶▶ Mehr

Wisente: Die Rückkehr der großen Rinder ist möglich
Deutschland hat genug Platz, um Wisente wieder anzusiedeln. Das ist eine der zentralen Kernaussagen einer neuen WWF-Studie zu den europäischen Verwandten der Bisons. Besonders geeignet sind der Müritz-Nationalpark mit der Mecklenburgischen Seenplatte, die Region Cottbus-Spreewald-Guben, der Harz und der Pfälzer Wald. Auch Schwarzwald, Spessart, Bayerischer und Thüringer Wald, sowie die deutschen Alpen und die Region rund um Celle/Hermannsburg kämen als Lebensraum für die großen Wiederkäuer in Frage. ▶▶ Mehr

Ist öko zu unmännlich?
Männer tun sich mit Umweltschutz oft schwerer als Frauen. Ein Grund: Naturbewusstes Verhalten kratzt offenbar am männlichen Selbstbild. Lesen Sie ▶▶ hier weiter.

Nachgefragt: Welche Rolle spielen Naturkundemuseen? Und wie?
Sammeln, Bewahren, Erforschen und Vermitteln: Die klassischen Aufgaben der naturkundlichen Sammlungen finden nach wie vor große Anerkennung. Das zeigen Wissenschaftler/innen des Zoologischen Forschungsmuseums Alexander Koenig, Leibniz-Institut für Biodiversität der Tiere in Bonn, anhand einer Umfrage unter Wissenschaftler/innen und Student/innen. Die im Bonner Zoological Bulletin erschienene Veröffentlichung macht deutlich, dass die Qualität der Durchführung dieser Arbeiten als hochwertig gilt. So haben naturkundliche Sammlungen an ihrer Faszination wenig verloren. Kritik gibt es hinsichtlich der Vermittlung molekularer Methoden und Proben oder der Digitalisierung von Daten und Objekten. ▶▶ http://idw-online.de/de/news686410

Regionaler Klimawandel: Trocken im Südwesten, feucht im Nordosten
Führende Klimaforscher in Deutschland, darunter Forscher der Uni Hohenheim, stellen erstmals aktuelle belastbare Klimaprojektionen für Deutschland und die Flusseinzugsgebiete vor.
▶▶ http://idw-online.de/de/news685954

11.01.2018

Foto: Klaus FrankeJochen Nill ist tot
Wir haben die traurige Nachricht erhalten, dass Jochen Nill, langjähriger Vorsitzender beim NABU Mössingen und unermüdlicher Naturschutz-Arbeiter, wichtiger Helfer beim Aufbau des NABU-Vogelschutz­zentrums, nach langer Krankheit verstorben ist. Wir werden ihn in guter Erinnerung behalten und verneigen uns vor seiner Lebensleistung.

Rätsel-Adventskalender Schmetterlinge 2017
Nachdem auf den Schmetterlingsseiten des Naturschutzbüros schon 2012 ein "Rätsel"-Adventskalender erschienen und 2015 neu aufgelegt worden war, der Bestimmungsübungen zu ein paar einheimischen Nachtfalterarten enthielt, war 2016 ein neuer Kalender erschienen, der auf den Seiten der AG Schmetterlinge im Zollernalbkreis veröffentlicht wurde. Diesen haben wir nun pünktlich zum 01. Dezember wieder aufgelegt.
Der Schwerpunkt liegt auf Bläulingen, Schecken- und Perlmuttfaltern - allesamt Arten, bei denen wenig Geübte immer wieder Bestimmungsschwierigkeiten haben. Wenn der "Falter des Tages" nicht auf Anhieb richtig erkannt wird, gelangt man zu einer Hilfeseite mit weiteren Bestimmungshinweisen und Tipps - und der Möglichkeit, das Rätsel auflösen zu lassen. Aber wie beim echten Adventskalender kann man erst am 1. Dezember beginnen. Dafür gibt's eine "Zugabe" für den 25. Dezember.
▶▶ http://www.naturschutzbuero-zollernalb.de/schmetterlinge/advent2017.htm

Pestizid-Toleranz macht Amphibien anfälliger
Frösche und Kröten können sich an erhöhte Pestizid-Belastungen anpassen – das ist die gute Nachricht. Die schlechte Nachricht aber: Diese Anpassung fordert ihren Preis. Denn durch sie werden die Amphibien anfälliger für Parasiten und für tödliche Virenerkrankungen, wie eine Studie nun enthüllt. ▶▶ Mehr bei natur.de

"Irrweg Pestizide" - Informationen für Laien und Fachkundige
Wie sicher können wir sein, dass das Wichtigste, was der Mensch zum Leben braucht, auch in Zukunft ausreichend verfügbar ist? Kann man sich auf die beruhigende Behauptung der Agrarindustrie verlassen [...]? ▶▶ Mehr

Flop für Umwelt und Steuerzahler
Die jetzt von der EU-Kommission veröffentlichten Pläne für die künftige Gestaltung der Agrarpolitik legen den Fokus allein auf Handel, Digitalisierung und Intensivierung - ungeachtet einer fatalen Umweltbilanz. ▶▶ Mehr

Gutachten zur Umweltverwaltung: FDP ist auf dem Holzweg
Der LNV, Dachverband von 33 Naturschutzverbänden in BW, hält die Kritik der FDP am geplanten Stellenaufwuchs in der Umweltverwaltung für nicht nachvollziehbar. In der Studie wurde eine im Bundesländervergleich miserable Personalausstattung der Umweltverwaltung in BW belegt. Deshalb hat die Landesregierung einen Stellenaufwuchs im niedrigen dreistelligen Bereich beschlossen.
"Wenn die Parteizugehörigkeit eines von mehreren Autoren das einzige Argument der FDP gegen die Studie ist, so ist das ein Armutszeugnis für der FDP", kritisiert Bronner. Die Naturschützer weisen darauf hin, dass für Insider die Ergebnisse der Studie keine Überraschung waren. Die Studie habe das Offensichtliche mit Zahlen untermauert, so der LNV.
▶▶ Mehr

Ackern gegen das Artensterben
Insektensterben? Vogelsterben? Ein Modellprojekt versucht, konventionelle Landwirtschaft und Artenvielfalt unter einen Hut zu bringen – mit beachtlichem Erfolg. ▶▶ Mehr

Klimawandel begünstigt Methanfreisetzung aus Gewässern
Es ist ein Teufelskreis: Infolge des Klimawandels und steigender Temperaturen tritt immer mehr Methan aus Binnengewässern auf der ganzen Welt aus. Die Freisetzung des Treibhausgases Methan wiederum führt zu einem weiteren Temperaturanstieg und einer Beschleunigung des Klimawandels. WissenschaftlerInnen vom Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) waren an einer niederländischen Studie beteiligt, die einen deutlichen Zusammenhang zwischen Temperaturanstieg und Methanemissionen aus Gewässern zeigt. Ein Temperaturanstieg von nur einem Grad Celsius steigert die Methanfreisetzung um sechs bis 20 Prozent.
▶▶ http://idw-online.de/de/news685072

Konsum ist der Flaschenhals für nachhaltige Entwicklung
Von der Beseitigung der Armut bis hin zur Gleichstellung der Geschlechter oder Maßnahmen zum Klimaschutz - positive Wechselwirkungen zwischen den meisten Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals, kurz SDGs) können Fortschritte befördern. Doch es gibt auch Zielkonflikte, die ein Hindernis für die erfolgreiche Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele für 2030 sein können. Das ist das Ergebnis einer neuen, umfassenden Analyse eines Teams von Wissenschaftlern des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK). Ein Flaschenhals ist der verantwortungsbewusste Konsum, wie Daten der letzten Jahrzehnte zeigen. ▶▶ http://idw-online.de/de/news685527

Lichtverschmutzung: Die gescheiterte LED-Revolution
Die Umstellung auf LED in der Außenbeleuchtung soll Energiekosten sparen - und vielleicht sogar helfen, den Sternenhimmel zurückzubringen. Doch es ist leider anders. ▶▶ Mehr

21.12.2017

Lebensgrundlagen gemeinsam erhalten!
Die NABU-Landesvertreterversammlung hat in Stuttgart einen eindringlichen Appell an die Landesregierung gerichtet, sich in Berlin und Brüssel für einen Kurswechsel in der EU-Agrar­politik und für die Erhaltung unserer Lebensgrundlagen einzusetzen. Lesen Sie ▶▶ hier weiter.

Meeressäuger: Stirbt der Nordkaper als erster Großwal aus?
Der Atlantische Nordkaper hat ein verheerendes Jahr hinter sich. Für den kleinen Bestand sind die Verluste katastrophal. Experten warnen vor dem Aussterben. ▶▶ Mehr

Jagdgeheimnis des Madagaskarhabichts enttarnt
Die Lebensweise der extrem versteckt lebenden Habichte in Madagaskar ist nur schwer zu erforschen. Da muss ein Hightech-Ansatz her, meinten Forscher. ▶▶ Mehr

NABU: Wildvogelhandel minus 90 Prozent
Eine Studie belegt, so der NABU, dass der weltweite Handel mit Wildvögeln um rund 90 Prozent zurückgegangen ist, nachdem die Europäische Union im Jahr 2005 den Import von Wildvögeln verboten hat. Für dieses Verbot hatte sich der NABU gemeinsam mit seiner Dachorganisation BildLife International eingesetzt. ▶▶ Weiter im birdnet.de

Dramatischer Rückgang bei Amphibien
Eine Langzeitstudie Salzburger Forscher belegt enorme Verluste bei der Grasfroschpopulation in Österreich. ▶▶ Mehr bei derstandard.at

Insekt des Jahres 2018: Die Skorpionsfliege
Die Gemeine Skorpionsfliege Panorpa communis wurde zum Insekt des Jahres 2018 gekürt. Das Kuratorium unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Thomas Schmitt, Senckenberg Deutsches Entomologisches Institut in Müncheberg, prämierte das harmlose Insekt mit dem gefährlichen Namen aus einer Reihe von Vorschlägen. Die Skorpionsfliege ist in Europa weit verbreitet, aber dennoch kaum bekannt. Unter anderem zeichnet sich diese Schnabelfliegenart durch einen komplizierten Akt in ihrem Liebesleben aus. Die Schirmherrschaft der Auszeichnung übernahm der saarländische Minister für Umwelt und Verbraucherschutz. ▶▶ http://idw-online.de/de/news685973

Der Grasfrosch – Lurch des Jahres 2018
Die Deutsche Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde (DGHT) und ihre Partnerorganisationen haben den Grasfrosch (Rana temporaria) zum Lurch des Jahres 2018 ernannt. ▶▶ https://www.dght.de/grasfrosch

Die Zwerglibelle ist "Libelle des Jahres 2018"
Der BUND und die Gesellschaft der deutschsprachigen Odonatologen (GdO) haben die Zwerglibelle (Nehalennia speciosa) zur "Libelle des Jahres 2018" gekürt. Der Umweltverband und die Libellenkundler geben damit zum siebten Mal in Folge die "Libelle des Jahres" bekannt, um auf die Vielfalt der Arten und ihre Bedrohung aufmerksam zu machen. Von den 80 heimischen Libellenarten stehen neben der Zwerglibelle 48 Arten auf der Roten Liste gefährdeter Insekten. ▶▶ Mehr

Die Gelbbindige Furchenbiene ist "Wildbiene des Jahres 2018"
Beim Blütenbesuch sind die Weibchen der Gelbbindigen Furchenbiene mit ihren rund 14 Millimetern Körpergröße und den markanten ockergelben Querstreifen auf dem Hinterleib kaum zu übersehen. Die etwa gleich großen Männchen sind schlanker und tragen sehr lange schwarze Fühler.
▶▶ https://www.nabu.de/news/2017/12/23600.html

Tier des Jahres 2018 – die Wildkatze
Die Europäische Wildkatze wurde von der Deutschen Wildtier Stiftung zum "Tier des Jahres 2018" ernannt. Wildkatzen sind keineswegs verwilderte Hauskatzen! Sie unterscheidet sich schon optisch: alle haben eine gelblich-graue Unterwolle, einen stumpf endenden Schwanz mit zwei bis drei schwarzen Ringen und eine fleischfarbene Nase. Wildkatzen (Felis silvestris) sind – im Gegensatz zu ihren domestizierten Verwandten – außerdem selten. "Die streng geschützte Art ist auf Schutzmaßnahmen und den Erhalt naturnaher Wälder sowie hecken- und gehölzreiche Kulturlandschaften angewiesen", sagt Malte Götz. ▶▶ https://idw-online.de/de/news685768

Uralter Vogel mit Übergrößen-Frack - Neuer fossiler Riesenpinguin entdeckt
Senckenberg-Wissenschaftler Dr. Gerald Mayr hat gemeinsam mit einem neuseeländischen Team eine bisher unbekannte fossile Riesenpinguinart beschrieben. Aus den Knochenfunden lässt sich ableiten, dass der Pinguin zu Lebzeiten eine Größe von mehr als 1,7 Metern und ein Körpergewicht von etwa 100 Kilogramm erreichte. In ihrer Studie zeigen die Forscher, dass "Gigantismus" keine Seltenheit bei frühen Pinguinen war und sich vermutlich als Folge der Flugunfähigkeit dieser Vögel entwickelte. ▶▶ http://idw-online.de/de/news686031

14.12.2017

AG Schmetterlinge im Dienste der Wissenschaft: Fund-Nachweise
Neben der Unterstützung der Naturschutzbehörden hat sich die AG Schmetterlinge auch das Ziel gesetzt, das Wissen über Schmetterlings-Vorkommen landesweit zu unterstützen. Jetzt wurden erstmals Ergebnisse des Jahres 2015 veröffentlicht: Insgesamt 42 Arten konnten neu auf den Schmetterlings-Seiten beschrieben werden. Von 28 Arten fanden sich laut InsectIS bereits einzelne ältere Nachweise aus dem Zollernalbkreis. Doch 14 Arten waren tatsächlich "neu".
Update vom 23.11.: Jetzt sind auch die Ergebnisse der Jahre 2016 und 2017 online. ▶▶ Mehr

Kritik an Rodungen auf dem Plettenberg
Heftiger Protest gegen eine vom Schwäbischen Albverein Dotternhausen auf dem Plettenberg durchgeführte Aktion hatte zu einer Anzeige geführt. "Erst nach Abschluss des gesamten Verfahrens steht fest, ob bei der Rodung gegen naturschutzrechtliche Bestimmungen verstoßen worden ist", teilte das Landratsamt nach einer Begehung auf dem Plettenberg mit.
Der ▶▶ Schwarzwälder Bote berichtete.
Hierzu ein kurzer Kommentar:
Man kann bei Pflegemaßnahmen immer unterschiedlicher Meinung sein und allen kann man es ohnedies nie recht machen. Doch was man verlangen muss, ist in diesem Fall zweierlei: Erstens eine auf fachlicher Grundlage erstellte Planung und die dazu gehörenden behördlichen Genehmi­gungen und zweitens Fingerspitzengefühl. Zumindest letzteres haben die Verantwortlichen auf jeden Fall deutlich vermissen lassen. Wenn ich nicht möchte, dass ich als Teil einer "Verschwörung" betrachtet werde, dann achte ich peinlich genau darauf, wann und was ich tue und wie ich hierbei die Öffentlichkeit mitnehme.

36 Millionen Euro für den Artenschutz
Baden-Württemberg übernimmt Verantwortung dafür, die Artenvielfalt zu erhalten und zu fördern. Die Landesregierung sieht die Stärkung der biologischen Vielfalt als dringendste Aufgabe der Umwelt-, Naturschutz- und Landwirtschaftspolitik. Für das heute vom Ministerrat beschlossene Sonder­programm stehen in den kommenden beiden Jahren rund 36 Millionen Euro zur Verfügung. Lesen Sie ▶▶ hier weiter.

Sonderprogramm Ökologie ist Meilenstein für den Naturschutz
NABU, BUND und LNV loben Landregierung, fordern aber klare Ziele für die Pestizidreduktion.
▶▶ Mehr

EU-Agrarpolitik versagt bei eigenen Zielen
Der mit rund 60 Milliarden Euro im Jahr größte Posten des EU-Haushalts, die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP), ist ineffizient und überwiegend umweltschädlich. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue internationale Studie, die am 21. November 2017 in Brüssel vorgestellt wurde. ▶▶ Mehr

Längere Krummschnäbel wegen eingewanderter Riesenschnecke
In Südamerika beobachten Biologen einen Evolutionsprozess im Zeitraffer: Greifvögel verändern sich rasch, weil ein besonders leckerer Neuankömmling sonst kaum zu fressen ist. ▶▶ Mehr

Mit Rotmilan-Patenschaft den Artenschutz fördern
Gibt es einen persönlicheren Weg als die Faszination für Vögel durch eine Patenschaft zum Ausdruck zu bringen? Im Rahmen des Artenschutzprojektes „Land zum Leben“ werden seit 2014 Rotmilane in Deutschland mithilfe von Satellitensendern erforscht. Dieses Projekt können Sie maßgeblich durch eine Patenschaft unterstützen und bekommen gleichzeitig ganz besondere Einblicke in das Leben der imposanten Greifvögel. ▶▶ http://www.dda-web.de/rotmilanpaten

Maisschädling schlägt Mais mit dessen eigenen Waffen
Der Maiswurzelbohrer ist auch in Deutschland weiter auf dem Vormarsch. Warum Versuche, dem Ernteschädling biologisch mit Hilfe von insektenpathogenen Fadenwürmern zu Leibe zu rücken, bisher fehlschlugen, erklärt eine erstaunliche Verteidigungsstrategie, die jetzt ein Team von Forschern der Universität Bern und des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie in Jena entschlüsselt hat: Die Larven des Käfers können Abwehrstoffe, die Maispflanzen über ihre Wurzeln abgeben, in ungiftiger Form speichern, um die Gifte bei Bedarf zu aktivieren und zum Schutz vor ihren eigenen Feinden einzusetzen. ▶▶ http://idw-online.de/de/news685381

Neue Zeckenart in Deutschland entdeckt: Überträgt sie Viren?
DZIF-Wissenschaftler in München untersuchen die Ausbreitung der Frühsommer-Meningo­enzephalitis – FSME – in Deutschland und stoßen dabei auf einen neuen möglichen Überträger der gefürchteten Hirnhautentzündung: die Zeckenart namens Ixodes inopinatus.
▶▶ http://idw-online.de/de/news685586

Zugvogel sein lohnt sich
Schätzungen zufolge leben allein in Europa mehr als anderthalb Milliarden Singvögel. Etwa die Hälfte davon bricht im Herbst in nicht einmal einem Dutzend Nächten in Richtung Süden auf. Dort ist es zwar wärmer, und es gibt ausreichend Nahrung. Der Flug dorthin ist jedoch entbehrungsreich und gefährlich. Lohnt sich der Aufwand für Zugvögel also überhaupt?
Mehr unter ▶▶ https://hpd.de/artikel/zugvogel-sein-lohnt-sich-15018

07.12.2017

Neues Hotel für Schwalben in Täbingen eröffnet
Ortschaftsrat, Firmen, Feuerwehr, Vereine und "auswärtige Fremdkräfte" waren aktiv: An mehreren Wochenenden und teilweise auch wochentags haben sich an einem Großprojekt beteiligt: am Bau eines Schwalbenhotels. Ortschaftsrat, Firmen, Feuerwehr, Vereine und "auswärtige Fremdkräfte" waren aktiv: An mehreren Wochenenden und teilweise auch wochentags haben sich an einem Großprojekt beteiligt: am Bau eines Schwalbenhotels. Der ▶▶ Schwarzwälder Bote berichtete.

Südwesten 2017 weniger von Amselsterben betroffen
"Dieses Jahr ist Baden-Württemberg vom Usutu-Virus weitestgehend verschont geblieben, zugleich hat sich das Virus weiter in Deutschland ausgebreitet", sagt NABU-Vogelschutzexperte Stefan Bosch. "Im Südwesten wurden 2017 nur 14 Amseln positiv getestet, bei 128 gemeldeten Verdachtsfällen. Damit liegt Baden-Württemberg an dritter Stelle nach Nordrhein-Westfalen, wo mit 590 Meldungen 40 Prozent aller Verdachtsfälle auftraten." ▶▶ Mehr

Stahlblaue Vogelspinne entdeckt
Der Regenwald Guayanas gehört zu den letzten weißen Flecken der Erde. Eine Expedition entdeckte dort zahlreiche neue Arten. Darunter einen bemerkenswerten Achtbeiner. ▶▶ Mehr

Wüstenameisen lassen sich nicht in die Irre führen
Wüstenameisen der Art Cataglyphis fortis merken sich sichtbare oder riechbare Orientierungspunkte nur dann, wenn diese ausschließlich an ihrem Nesteingang vorkommen. Wie Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für chemische Ökologie jetzt herausfanden, prägen sich die Tiere Landmarken oder Gerüche nicht als Nesthinweise ein, wenn diese mehrfach im Gelände zu sehen oder zu riechen sind. Ameisen können die Aussagekraft solcher Orientierungshilfen also einordnen und lassen sich von Hinweisen, die nicht eindeutig sind, nicht täuschen.
▶▶ http://idw-online.de/de/news684842

26 neue Zwergfrösche aus Madagaskar
Madagaskar ist für seine einzigartige Biodiversität bekannt. 319 Arten von Fröschen sind aus dem Inselstaat vor der Ostküste Afrikas offiziell bekannt, also beschrieben und mit einem wissenschaftlichen Namen versehen. Genetische und andere Untersuchungen haben allerdings gezeigt, dass dort mindestens 200 weitere Arten auf ihre wissenschaftliche Bearbeitung warten. Ein internationales Autorenteam hat jetzt 26 neue Arten von Zwergfröschen der Gattung Stumpffia in einer einzigen Arbeit beschrieben (Vertebrate Zoology 67: 271-398), darunter einige der kleinsten Amphibien der Welt. ▶▶ http://idw-online.de/de/news685062

NABU: Land muss ökologische Schulden abbauen
Die Steuerschätzung für die kommenden vier Haushaltsjahre steht an: Angesichts des zu erwartenden Einnahmeplus betont der NABU-Landesvorsitzende Johannes Enssle die Notwendigkeit auch den ökologischen Schuldenberg abzubauen.
▶▶ https://baden-wuerttemberg.nabu.de/news/2017/november/23398.html

Entwicklung der Vogelwelt Brandenburgs
Der NABU Brandenburg zeigt sich empört darüber, dass das Agrar- und Umweltministerium Brandenburg in seiner Pressemeldung zur Großen Anfrage im Landtag "Entwicklung der Vogelwelt in Brandenburg" die intensive Landwirtschaft als Hauptverursacher für den Rückgang der meisten Vogelarten in unserem Bundesland nicht klar benennt. Dabei sind die Arten der Offenlandschaften seit Jahren rückgängig.
▶▶ https://brandenburg.nabu.de/tiere-und-pflanzen/voegel/forschung/23292.html

Fehlen die Rohstoffe für die E-Mobilität?
Scheitert die Elektroauto-Zukunft daran, dass uns die Rohstoffe fehlen? Kaum, meinen Experten - aber ein paar Weichen sollten schon jetzt dringend gestellt werden. ▶▶ Mehr

Über 500 Jahre alt und jetzt gefällt - beendet den Kahlschlag in Kanada
Reinhard Behrend von Rettet den Regenwald e. V. schreibt: "Es sind märchenhafte Wälder: der Boden von Moos überzogen. Dicke, knorrige Nadelbäume; 60, 70, ja 80 Meter hoch. Wölfe und Bären, im Dauerregen.
Die Wälder an Kanadas Westküste verschlagen Besuchern den Atem. Wäre da nicht der Lärm der Motorsägen und schweren Maschinen der Waldarbeiter. Auf Vancouver Island arbeiten sie besonders effektiv: 90 Prozent der Urwaldriesen haben sie bereits gefällt. 10.000 Hektar Wald pro Jahr – das ist das zerstörerische Pensum der Lumberjacks.
Der frisch gewählte Premier der Provinz British Columbia, John Horgan, muss handeln. Bitte fordern Sie von ihm, beherzt für die Märchenwälder zu kämpfen." ▶▶ Zur Petition

Töten, um zu forschen?
Biologen und Naturschützer streiten erbittert darüber, ob Wissenschaftler unbedingt Exemplare von Tieren für zoologische Museen sammeln müssen - auch wenn es sich dabei um seltene Arten handelt. ▶▶ http://www.spektrum.de/news/toeten-um-zu-forschen/1337271

Klimaschutz durch Hochmoorschutz – max.moor macht‘s möglich
Trotz Verfassungsauftrag ist heute erst ein kleiner Teil der unter Schutz stehenden Moore renaturiert. Die immer noch zahlreichen trockengelegten Hochmoore in der Schweiz stossen jährlich geschätzte 19‘000 Tonnen CO2 aus. Wären hingegen alle Moore wieder vernässt, wäre dieser CO2-Ausstoss gestoppt. Der an der Eidg. Forschungsanstalt WSL entwickelte Ansatz max.moor ermöglicht, CO2-Emissionen zugunsten von Hochmoorrenaturierungen zu kompensieren. ▶▶ http://idw-online.de/de/news685201

30.11.2017

52 Jahre für den schnellsten Vogel der Welt
Die Arbeitsgemeinschaft Wanderfalkenschutz im NABU, BAG Wanderfalkenschutz, kann zusammen mit dem NABU-Landesverband Baden-Württemberg eine Erfolgsmeldung verbuchen: Es ist gelungen, die Ausrottung des Wanderfalken in Deutschland zu verhindern. 1965 gab es nur noch rund 50 Wanderfalken-Revierpaare in Baden-Württemberg. 1975 waren es noch 50 in ganz Deutschland davon 30 Paare in Baden-Württemberg und 13 in Bayern. Im Jahr 2003 waren es stolze 294 Revierpaare in Baden-Württemberg. Nach diesem Allzeithoch nimmt der Bestand kontinuierlich ab. In diesem Jahr wurden 239 Revierpaare beobachtet und registriert. ▶▶ Mehr

Schüler werden zu Forschern
Ein europaweites Citizen-Science-Projekt in der Biologie braucht die Unterstützung von Schulklassen. ▶▶ http://idw-online.de/de/news681593

NaWiT AS: Neues Online-Portal für modernen Sachunterricht
Neues Internetportal (▶▶ http://nawitas.uni-koeln.de) für die Weiterentwicklung des Sachunterrichts mit den Schwerpunkten Naturwissenschaften und Technik geht heute online – Gezielte Förderung des MINT-Nachwuchses ▶▶ http://idw-online.de/de/news681583

Umweltforschung: Das Schweigen der Hummeln
Getreide, Kartoffeln, Tomaten – viele Nutzpflanzen sind, nicht nur für einen hohen Ertrag, auf die Bestäubung durch Insekten angewiesen. Dass Pestizide das Bestäubungsverhalten von Hummeln beeinträchtigen, haben Forscherinnen und Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) und der University of Stirling herausgefunden. Ihre Ergebnisse stellen sie in der Fachzeitschrift Scientific Reports vor. ▶▶ http://idw-online.de/de/news684652

BirdLife-Studie offenbart Ausmaß von Vogelverfolgung in Europa
Noch immer werden in Deutschland zwischen 53.000 und 146.000 Vögel jedes Jahr illegal getötet. Im Vergleich zur geschätzten Gesamtzahl von 12 bis 38 Millionen illegal getöteter Vögel pro Jahr in Europa, Nordafrika und dem Nahen Osten, ist die deutsche Zahl zwar gering, verglichen mit den 0,2 bis 1,1 Millionen für Europa ohne den Mittelmeerraum und den Kaukasus jedoch sehr hoch.
Lesen Sie ▶▶ hier weiter.

Insektensterben in Deutschland bestätigt
Seit dem Sommer 2017 macht der Begriff des "Insektensterbens" die Runde - welches vielfach schlicht bezweifelt wird. Eine neue Studie stellt jedoch drastische Rückgänge fest. ▶▶ Mehr

Entwicklung der Vogelwelt Brandenburgs
Der NABU Brandenburg zeigt sich empört darüber, dass das Agrar- und Umweltministerium Brandenburg in seiner Pressemeldung zur Großen Anfrage im Landtag "Entwicklung der Vogelwelt in Brandenburg" die intensive Landwirtschaft als Hauptverursacher für den Rückgang der meisten Vogelarten in unserem Bundesland nicht klar benennt. Dabei sind die Arten der Offenlandschaften seit Jahren rückgängig.
▶▶ https://brandenburg.nabu.de/tiere-und-pflanzen/voegel/forschung/23292.html

Großer Fuchs ist Schmetterling des Jahres 2018
Die BUND NRW Naturschutzstiftung hat gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft Rheinisch-Westfälischer Lepidopterologen e.V. den "Großen Fuchs" (Nymphalis polychloros) zum Schmetterling des Jahres 2018 gekürt. Mit der Auszeichnung möchte die Stiftung auf die schlechte Überlebensprognose der Schmetterlingsart aufmerksam machen. ▶▶ Mehr

Dreistachliger Stichling ist Fisch des Jahres 2018
Der Dreistachlige Stichling ist Fisch des Jahres 2018. Gewählt wurde er vom Deutschen Angelfischerverband (DAFV) gemeinsam mit dem Bundesamt für Naturschutz (BfN) und in Abstimmung mit dem Verband Deutscher Sporttaucher (VDST). Mit dem Dreistachligen Stichling (Gasterosteus aculeatus) fällt die Wahl auf eine besondere Kleinfischart, die vor allem aufgrund ihres charakteristischen Aussehens und einzigartigen Brutverhaltens zu den bekanntesten heimischen Fischarten gehört. ▶▶ Mehr

Abfall sinnvoll vermeiden
Jeder Deutsche verursachte 2015 durchschnittlich 454 Kilogramm Haushaltsabfälle. Damit liegt Deutschland – insbesondere bei Verpackungsabfällen – deutlich über dem Durchschnitt der Europäischen Union. Selbst wenn der Großteil des Abfalls recycelt wird, genügt das allein nicht. Doch wie lässt sich Abfall am besten vermeiden? Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Wuppertal Instituts geben vor diesem Hintergrund im neuen "in brief" Empfehlungen für politische Rahmenbedingungen. ▶▶ http://idw-online.de/de/news685035

Kartenmaterial liefert Argumente zur Rettung der letzten Urwälder Europas
In einer Gemeinschaftsstudie appelliert Forscherteam der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) an lokale Akteure, bedrohte Waldbestände vor illegaler Holzgewinnung zu schützen. ▶▶ http://idw-online.de/de/news684702

23.11.2017

Streuobst-Aktionstag in Hechingen
Die Pflanzung eines Streuobstbaumes markierte den Auftakt zu einer großen Nachpflanzungs-Aktion im November. Doch dann ging's erst einmal zur Sache, denn die Idylle auf der Fläche beim Weihergelände trügt. Wer den Blick über die Wiese schweifen lässt, erkennt rasch: Viele von ihnen sind in einem schlechten Zustand, manche sogar schon abgestorben.
Lesen Sie weiter im ▶▶ Schwarzwälder Boten

DNA-Barcoding: Feldwespen in Europa erstmalig umfassend bearbeitet
Wissenschaftlern der Zoologischen Staatsammlung München (SNSB-ZSM) ist es gelungen, die Feldwespen von Europa und dem Mittelmeerraum vollständig zu revidieren und die Verwandtschaftsbeziehungen zwischen den Arten aufzuklären. Dabei setzten sie erstmalig auf die sogenannte integrative Taxonomie, in dem sie die klassischen Methoden der morphologischen Untersuchung mit modernen Methoden des DNA-Barcoding kombinierten. Im Rahmen dieser Untersuchung konnten die Forscher außerdem eine für die Wissenschaft neue Art aus Marokko identifizieren. In dieser bisher gut untersuchten Wespengattung ist dies eine kleine Sensation.
▶▶ http://idw-online.de/de/news684211

Der Wildesel kehrt zurück in die Steppen Kasachstans
Zum ersten Mal in mehr als einem Jahrhundert durchstreifen Kulane - oder Asiatische Wildesel - jetzt die zentralen Steppen von Kasachstan. TierärztInnen der Abteilung für Conservation Medicine der Vetmeduni Vienna leisteten technische Unterstützung bei der Übersiedlung der ersten neun Tiere. ▶▶ http://idw-online.de/de/news684528

NABU: Hallo Jamaika: Neue Agrarpolitik jetzt!
Insekten und Vögel retten, Landwirtschaft eine Zukunft geben! Setzen Sie sich für eine neue Landwirtschaft ein und schreiben Sie an die Parteispitzen von CDU, CSU, FDP und Bündnis 90/Die Grünen! Insektensterben, Lebensmittelskandale, Bauernhöfe vor dem Aus – so kann es nicht weitergehen. ▶▶ https://www.nabu.de/landingpages/23338.html

Wir müssen den Lebensraum der Koalas schützen
Reinhard Behrend von Rettet den Regenwald e.V. schreibt: "Australiens Koalas brauchen unsere Hilfe. Ihr Lebensraum wird rasend schnell zerstört. Zugleich gehen die Wälder und Savannen verloren, wo Kasuaren – große, flugunfähige Laufvögel - und fast 100 bedrohte Tierarten leben.
Die Zahl der Koalas ist innerhalb von 5 Jahren von 100.000 auf 40.000 Tiere eingebrochen. Mitschuld daran sind lasche Gesetze: Für Rodungen ist im Bundesstaat Queensland oft keinerlei Genehmigung nötig. Landbesitzer können einfach zur Motorsäge greifen und müssen lediglich die Behörden informieren.
Am 25. November wird in Queensland gewählt. Wenn wir jetzt internationalen Druck aufbauen, können wir - gemeinsam mit australischen Naturschützern - etwas bewegen. Bitte beteiligen Sie sich an der Petition." ▶▶ Petition

Die Wiederbewalder
Vor 20 Jahren begann ein bizarres Experiment - das bald in Vergessenheit geriet. Heute zeigt sich: Es war ein Turbo für die Wiederherstellung eines Ökosystems. Ein Lehrstück? ▶▶ Mehr

Gutes und Neues: Erste Molkerei verbietet Einsatz von Glyphosat!
Die Politik hadert - doch der bayerische Mittelstand handelt: Als erste Molkerei in Deutschland verbietet Berchtesgadener Land seinen Zulieferern den Einsatz von Glyphosat. Derweil schlägt die EU-Kommission eine fünfjährige Verlängerung der Zulassung vor. ▶▶ Mehr

16.11.2017

Dauerbrenner Fels-Verkehrssicherung
Barbara Lup vom BUND Regionalverband schreibt: "Nach einem konstruktiv verlaufenden Ortstermin mit der Straßenbaubehörde des LK Reutlingen an der Sirchinger Steige verfassten die Naturschutzverbände eine Stellungnahme zu den geplanten Maßnahmen. ▶▶ Mehr

Handys für die Havel
Unlängst gingen wieder zwei Kisten mit insgesamt 265 Handys auf die Reise zum Recycler. Auch wenn es zwischenzeitlich "nur" noch EUR 1,60 pro Handy gibt, werden auf diese Weise weitere EUR 424,00 für das Havel-Projekt zur Verfügung gestellt. ▶▶ Mehr

Fledermäuse und Hermann-Hesse-Bahn: Alles lag schon auf dem Tisch
Sind bei der Planung der Hermann-Hesse-Bahn vier wertvolle Jahre ungenützt verstrichen? Ein ehemaliger Mitarbeiter des Regierungspräsidiums (RP) Karlsruhe legt diesen Schluss nahe. "Wenn man gewusst hätte, wie viel Zeit – auch hier sind ja erhebliche Kosten angefallen – gewonnen worden wäre, wenn man den Vorschlag damals mutig geprüft hätte, wäre die Maßnahme wohl nicht abgelehnt worden." Lesen Sie weiter im ▶▶ Schwarzwälder Boten.

Neue Orang-Utan-Art entdeckt
... und wohl schon bald wieder weg: Die auf Sumatra neu identifizierte Art ist kurz vor dem Aussterben. ▶▶ Mehr

Warum Vogel-Singles anderen bei der Brutaufzucht unterstützen
Bei etwa neun Prozent aller Vogelarten erhalten Elterntiere Unterstützung bei der Brutaufzucht durch Artgenossen. Nur in etwa zehn Prozent der Fälle davon sind die Helfer Verwandte. Was bewegt sie dazu, fragt Sjouke Kingma von der Universität Groningen in einem Aufsatz der Zeitschrift "Nature Communications". Er nahm 44 Vogelarten genauer unter die Lupe. ▶▶ Mehr

Fataler Insektenstaubsauger: Uferbeleuchtung
WissenschaftlerInnen vom Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) haben nachgewiesen, dass künstliche Beleuchtung in der Nähe von Gewässern die Zahl und Gemeinschaften von Insekten und Spinnen stark beeinflusst. Wie ein Staubsauger entziehen sie den benachbarten Ökosystemen fliegende Insekten. Profiteure sind räuberische Insekten und Spinnen, für die die vielen desorientierten Wasserinsekten ein Festmahl sind.
▶▶ http://idw-online.de/de/news683646

Zahl der Vogelbrutpaare dramatisch zurückgegangen
Im Vergleich zu 1998 brüteten 2009 12,7 Millionen Vogelpaare weniger in Deutschland. Betroffen sind vor allem "Allerweltsvögel". ▶▶ Mehr

Insekten- und Vogelsterben hängen direkt zusammen
Nach NABU-Einschätzung gibt es einen direkten Zusammenhang zwischen dem Vogelsterben und dem massiven Insektenrückgang. ▶▶ Mehr

Star ist "Vogel des Jahres 2018"
Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) und sein bayerischer Partner LBV, Landesbund für Vogelschutz, haben den Star (Sturnus vulgaris) zum "Vogel des Jahres 2018" gewählt. Der schillernde Singvogel löst den Waldkauz ab. ▶▶ Mehr

Ein starkes Argument für die Begrenzung des Klimawandels
Im November endet der deutsche Forschungsverbund zur Ozeanversauerung BIOACID (Biological Impacts of Ocean Acidification) nach acht Jahren intensiver wissenschaftlicher Tätigkeit. Die Experimente und Analysen, die mehr als 250 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von 20 deutschen Forschungsinstitutionen durchgeführt haben, belegen: Ozeanversauerung und -erwärmung, kombiniert mit anderen Umweltfaktoren, beeinträchtigen das Leben im Meer und gefährden für Menschen wichtige Ökosystemleistungen. Eine Broschüre fasst die Hauptergebnisse des Projekts für Entscheidungsträger und die Öffentlichkeit zusammen. BIOACID-Mitglieder besuchen auch die Weltklimakonferenz COP23 in Bonn. ▶▶ http://idw-online.de/de/news683504

Vollbremsung fürs Klima?
Neue Regierung, neues Glück beim Klimaschutz? Was Deutschlands bisher schlechte Emissions­bilanz in konkreten Zahlen bedeutet, erklärt Klimaforscher Stefan Rahmstorf. ▶▶ Mehr

Forscher untersuchen Pflanzenkohle als Basis für Natur-Langzeitdünger
Geomikrobiologen der Universität Tübingen klären Mechanismus der Nitratspeicherung bei der Kompostierung auf. ▶▶ http://idw-online.de/de/news683071

09.11.2017

Neues Schwalbenhaus in Schörzingen: Eine neue Heimat für gefährdete Vögel
Am 29. September wurde das vierte Schwalbenhaus-Projekt des NABU Zollernalb in Schörzingen eingeweiht. Der ▶▶ Schwarzwälder Bote berichtete.

Über zwölf Millionen Vogelbrutpaare weniger
Deutschland hat in nur zwölf Jahren rund 12,7 Millionen Vogelbrutpaare verloren – das entspricht einem Minus von 15 Prozent. Wie eine Auswertung des NABU zeigt, gibt es die stärksten Rückgänge beim Star, dem frisch gekürten Vogel des Jahres 2018. ▶▶ Mehr

Wolf reißt Schafe bei Heilbronn
Gen-Untersuchungen zeigen, dass im Kreis Heilbronn ein Wolf drei Schafe gerissen hat. Das ist der erste nachgewiesene Wolfs-Nutzttierriss in Baden-Württemberg seit über 100 Jahren.
▶▶ https://baden-wuerttemberg.nabu.de/news/2017/oktober/23317.html

"Schotten dicht" im Hinterzartener Hochmoor
Vor vier Jahren begann das NABU-Projekt "Moore mit Stern". Mit Unterstützung einer zweckgebundenen Spende der Daimler AG sollen zwei Moore renaturiert werden. Das Teilprojekt in Hinterzarten wurde jetzt erfolgreich abgeschlossen. ▶▶ mehr

Spinnefeind: Angst vor Schlangen und Spinnen ist in uns angelegt
Schlangen und Spinnen - bei vielen Menschen rufen sie Angst und Ekel hervor. Auch in den Industrieländern ist die Furcht vor diesen Tieren weit verbreitet, obwohl dort kaum einer mit ihnen in Kontakt kommt. Bisher war umstritten, ob diese Abneigung angeboren oder erlernt ist. Wissenschaftlerinnen am Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften (MPI CBS) in Leipzig und der Uppsala University haben nun herausgefunden, dass sie in uns angelegt ist: Bereits sechs Monate alte Babys reagieren gestresst beim Anblick dieser Tiere – lange bevor sie diese Reaktion gelernt haben könnten. ▶▶ http://idw-online.de/de/news683132

Rasche Umweltveränderungen begünstigen Artensterben
Interaktionen zwischen Arten spielen eine Schlüsselrolle für die Biodiversität. Ein Forscherteam mit UZH-Beteiligung zeigt erstmals, dass die Koevolution von Arten innerhalb komplexer Netzwerke nicht nur direkt durch ihre Partner, sondern auch indirekt durch weitere Arten beeinflusst wird. Dies verlangsamt die Anpassungsfähigkeit artenreicher Ökosysteme an sich verändernde Umweltbedingungen. Die raschen Klimaveränderungen dürften daher das Risiko des Artensterbens erhöhen. ▶▶ http://idw-online.de/de/news683028

Spitzmäuse schrumpfen im Winter und wachsen im Sommer
Bei Waldspitzmäusen schrumpft der Schädel im Winter um bis zu 15 Prozent, um dann im Frühjahr wieder um bis zu neun Prozent zu wachsen. Die Tiere verlieren insgesamt fast ein Fünftel ihres Körpergewichts über den Winter, verdoppeln ihr Gewicht dann aber im Frühjahr wieder. Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Ornithologie in Radolfzell und Seewiesen haben herausgefunden, dass nicht nur die Knochen, sondern auch Organe und sogar das Gehirn abgebaut werden. Vermutlich sichert die Schrumpfung den Tieren mit ihrem hohen Stoffwechsel das Überleben in den kargen Wintermonaten. ▶▶ http://idw-online.de/de/news683186

Ein Requiem für den Schweinswal
Manche behaupten, er wäre eine Erfindung der Umweltschützer: der Vaquita, von dem es nur noch rund 30 Exemplare gibt. Er hat die Forschung vor große Rätsel gestellt. ▶▶ Mehr

Klimawandelbedingtes Aussterben von Arten kann kaum verhindert werden
Tier- und Pflanzenarten versuchen sich durch Änderung ihrer Verbreitungsgebiete dem Klimawandel anzupassen. Intensiv vom Menschen genutzte Landschaften lassen solche Anpassungen aber immer weniger zu. Eine Forschergruppe des Departments für Botanik und Biodiversitätsforschung der Universität Wien und des Umweltbundesamtes hat nun erstmals nachgewiesen, dass Maßnahmen wie die Rückwandlung von Land in naturnahe Lebensräume wichtig sind, ihrer Wirksamkeit aber zumindest in Mitteleuropa klare Grenzen gesetzt sind. Insbesondere das regionale Aussterben eines Teils der untersuchten Arten lässt sich auch mit beträchtlichem Aufwand kaum verhindern. ▶▶ http://idw-online.de/de/news682402

Für Schmetterlingsbeobachter/innen: Admirale melden
Er ist ein Federgewicht und erreicht eine Flügelspannweite von gerademal wenigen Zentimetern. Und trotzdem überquert er Gebirge und Meere, trotzt er Wind und Wetter. Die Rede ist vom Admiral, dem Wanderfalter mit den unverkennbaren, weiß gefleckten und rot gebänderten schwarzen Flügeln. Ein Team der Universität Bern in der Schweiz untersucht die Wanderung des Admirals nun mit Hilfe von Bürgerbeobachtungen und ruft zum Mitmachen auf. Nähere Infos gibt's hier zum ▶▶ Download

Effiziente Forststrukturen zum Aufbau klimastabiler Wälder notwendig
Der sich abzeichnende Klimawandel muss die Waldbehandlung in den nächsten Jahren bestimmen. Der LNV begrüßt daher, dass Forst-Minister Peter Hauk in seiner heutigen Pressemeldung zum Waldzustandsbericht 2017 auf die Entwicklung klimastabiler Mischwälder setzt. ▶▶ Mehr

BUND-Kommentar zum EnBW Planungsstopp Pumpspeicherwerk Atdorf
"Dass die EnBW AG davon abgekommen ist, das Pumpspeicherwerk Atdorf inmitten streng geschützter Natur zu bauen, ist eine gute Nachricht für Mensch, Umwelt und Natur vor Ort. Durch den Bau des PSW Atdorf hätten viele sehr seltene Tiere und Pflanzen ihren Lebensraum unwiederbringlich verloren", so Sylvia Pilarsky-Grosch, Landesgeschäftsführerin des BUND Baden-Württemberg. ▶▶ Mehr

Windenergie in Baden-Württemberg
Die Arbeitskreise des Landesnaturschutzverbandes hatten im September 2017 eine Email der "Initiative Vernunftkraft BW" mit einem offenen Brief zum LNV-Faktencheck Windenergie und Energiewende (LNV-Info 2/2017) sowie einer entsprechenden Pressemitteilung als Anhang erhalten. Der Landesnaturschutzverband hat nun ebenfalls in Form eines Offenen Briefes eine Klarstellung verfasst. ▶▶ Mehr

Petition: Kein Palmöl in den Tank!
Gero Leson schreibt: "Der Biodiesel in Europa besteht bis zu 25 Prozent aus Palmöl. Unzählige Hektar Regenwald mussten deshalb schon Ölpalm-Plantagen weichen, vor allem in Indonesien und Malaysia. Dies raubt viel zu vielen Tier- und Pflanzenarten die Lebensgrundlage und führt zu massiven Emissionen von Klimagasen. Deshalb starte ich diese Petition, gemeinsam mit der Deutschen Umwelthilfe, BOS Deutschland und OroVerde – die Tropenwaldstiftung. Wir fordern die neue Bundesregierung und die Europäische Kommission auf: Schützen Sie die Regenwälder und ihre Bewohner und stoppen Sie endlich die Beimischung von Palmöl in Kraftstoffen!" Zur Petition geht's ▶▶ hier.

Trumps Angriff auf den Naturschutz stoppen!
Reinhard Behrend von Rettet den Regenwald e.V. schreibt: "Noch können Meeresschildkröten durch die Korallen im Pazifik gleiten, leuchtend rote Soldatenfische ihre Bahnen ziehen und Riffhaie sich ungestört im Wasser tummeln.
Bisher sind die Tiere und ihr Lebensraum vor menschlichen Eingriffen geschützt. Sie leben in einem Meeresschutzgebiet, das aus Tausenden von Korallenriffen, Atollen und tropischen Inseln besteht. Die Pacific Remote Islands sind ein "Nationales Monument" der USA im Pazifik. Mit fast 1,3 Millionen Quadratkilometern ist es gut dreimal so groß wie die Ostsee.
US-Präsident Trump möchte nun zehn solcher Nationalen Monumente verkleinern und zur Ausbeutung freigeben, damit die Agrar-, Fisch-, Bergbau-, Holz- und Ölindustrie die Naturschätze plündern kann." ▶▶ Hier geht's zur Petition.

Petition "Ban Vet Diclofenac"
Seit langem bekannt ist, dass der Einsatz von Diclofenac die Geier in Asien an den Rand des Aussterbens gebracht hat. Nun hat sich eine Initiative gebildet, die den Einsatz des Stoffes in der Tiermedizin in Europa künftig verbieten will. Es gibt Alternativen – nur der politische Wille fehlt:
▶▶ Bitte unterschreiben (weitere Infos, Seite auf Englisch)

26.10.2017

Monitoring-Bericht zum Klimaschutzgesetz Baden-Württemberg
Das Umweltministerium und die LUBW haben gemeinsam den ersten Monitoring-Bericht zum Klimaschutzgesetz Baden-Württemberg vorgestellt. Der Bericht beschreibt die wesentlichen Folgen des Klimawandels sowie die Umsetzung und Wirkung wichtiger Anpassungsmaßnahmen.
▶▶ Download und Bestellmöglichkeit

Australien: Katzen töten eine Million Vögel pro Tag
Katzen besiedeln fast ganz Australien. Das hat Folgen für die einheimische Tierwelt. Eine neue Studie zeigt, wie vielen Vögeln verwilderte Hauskatzen jeden Tag den Garaus machen. ▶▶ Mehr

Menschenaffen wissen, wenn sie etwas nicht wissen
Schimpansen und Orang-Utans suchen nach Informationen, um Wissenslücken zu schließen.
▶▶ http://idw-online.de/de/news680726

Wie Zugvögel das Längengrad-Problem lösen
Den Längengrad zu bestimmen, war über Jahrhunderte für Seefahrer eine große Herausforderung. Erst im 18. Jahrhundert konnten die Menschen ihre Ost-West-Position durch zwei sehr genaue Uhren, eine auf Ortszeit und eine auf Heimatzeit, ermitteln. Zugvögel finden aber ihren Weg, ohne zwei Uhren zu besitzen. Nun zeigen Prof. Dr. Henrik Mouritsen von der Universität Oldenburg und ein internationales Wissenschaftlerteam im Fachmagazin Current Biology: Teichrohrsänger (Acrocephalus scirpaceus) ermitteln ihre Ost-West-Position, in dem Sie den Winkel wahrnehmen, mit dem der magnetische Nordpol vom geografischen Nordpol abweicht.
▶▶ http://idw-online.de/de/news679887

Der Kakadu hat (k)einen Haken: Schlaue Vögel biegen sich ihre Werkzeuge zurecht
Goffin-Kakadus benötigen in der freien Natur keine Werkzeuge. In Experimenten hat sich jedoch gezeigt, dass diese indonesische Kakadu-Art sehr wohl geschickt genug ist, solche einzusetzen. KognitionsbiologInnen der Universität Wien sowie der Veterinärmedizinischen Universität Wien um Isabelle Laumer und Alice Auersperg haben die Fähigkeit dieser Vögel, Werkzeug zu benutzen, untersucht und nachgewiesen, dass die Tiere verblüffenderweise Hakenwerkzeuge (sowie in einem weiteren Test Stoßwerkzeuge) herstellen, ohne jemals zuvor Haken gesehen oder benutzt zu haben. ▶▶ http://idw-online.de/de/news680451

Glasfassaden – Fallen für Fledermäuse
Eine glatte, senkrechte Fläche wird von Fledermäusen bis kurz vor der Kollision wie ein freier Flugweg wahrgenommen. Die glatte Oberfläche reflektiert die Ultraschalllaute von der sich nähernden Fledermaus weg und ist so für die Tiere unhörbar. In Zeiten von Gebäuden mit Glasfassaden ein fataler Irrtum. Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Ornithologie in Seewiesen haben in Experimenten und im Freiland das Flug- und Echoortungsverhalten dreier Fledermausarten untersucht, die versuchten, durch eine glatte senkrechte Fläche zu fliegen. Die Anzahl der Laute und die Zeit, die sie vor der Oberfläche verbrachten, beeinflusste dabei die Wahrscheinlichkeit einer Kollision. ▶▶ http://idw-online.de/de/news680639

NABU-Jahresbericht 2016
2016 war für den NABU ein ereignisreiches Jahr: Die Wahl eines neuen Vorsitzenden, erstmals mehr als 90 000 Mitglieder und ein solider Haushalt sind Thema im Jahresbericht. ▶▶ Mehr

Keine Bebauung auf Kosten von Natur und Umwelt
Durch die Änderung des Baurechts können Städte und Gemeinden Flächen, die ökologisch besonders wertvoll sind, schnell und unkompliziert in Wohnbauland umwandeln - ohne Überprüfung der Umweltauswirkungen. Dies verstößt gegen geltendes EU-Recht. ▶▶ Mehr

Petition: Unsere heimische Natur stirbt - Aufschrei jetzt!
Für eine weitere Petition bittet Valentin Gutekunst um Unterstützung. Er fordert u.a. ein sofortiges und endgültiges Verbot von Pestiziden wie Neonicotinoiden und Glyphosat, eine umfangreiche und dauerhafte staatliche Beobachtung (Monitoring) der biologischen Vielfalt sowie • Anreize für Landwirte, Teile ihres Landes zur Förderung der biologischen Vielfalt zu verwenden. Weitere Forderungen sowie Informationen finden Sie ▶▶ hier.

Preisgünstige Batterien aus Abfall-Graphit
Lithium-Ionen-Akkus sind brennbar, und der Preis für den Rohstoff steigt. Gibt es Alternativen? Ja: Forscher der Empa und der ETH haben vielversprechende Ansätze entdeckt, wie man Batterien aus Abfall-Graphit und Schrott-Metallen herstellen könnte. ▶▶ http://idw-online.de/de/news682596

19.10.2017

Neu entdeckte kolumbianische Schildkröte benötigt Schutz
Senckenberg-Wissenschaftler haben gemeinsam mit kolumbianischen Kollegen eine neue Schildkröten-Art in Kolumbien entdeckt. Die neue Spezies gehört zur Gattung der auffällig gefärbten Schmuckschildkröten und ist erstaunlicherweise mit Arten verwandt, die in mehreren Tausend Kilometer Entfernung vorkommen. In ihrer heute im Fachjournal "Journal of Zoological Systematics and Evolutionary Research" erschienenen Arbeit plädieren die Wissenschaftler für ein umfassendes Schutzkonzept für die neue Art, da sie besonders durch die Zerstörung ihres Lebensraumes und die Nutzung als Fastenspeise bedroht ist. ▶▶ http://idw-online.de/de/news682354

Baumhummer: Comeback der Riesenzigarre
Der Baumhummer gehört zu den schwersten Insekten der Erde - und zu den seltensten. Sein Überleben hing von einem einzigen Busch ab. Nun wurde seine Herkunft eindeutig geklärt.
▶▶ Mehr

Wie starb Celia Lois Hollingworth?
Das Schicksal einer 63-jährigen Engländerin, die am 21. September in Griechenland unweit des für seine reiche Wasservogelwelt bekannten Nationalparks Nestosdelta zu Tode kam, gibt Rätsel auf. Aufgrund von Bisswunden stehen neben verwilderten Hunden auch Wölfe unter Verdacht. Beweise gibt es keine. ▶▶ Mehr

Das NABU-Zugvogelquiz - das NABU-Wissensquiz zum Birdwatch
Vor allem im Frühling und im Herbst können wir den Vogelzug am Himmel beobachten. Aber warum ziehen Vögel zum Überwintern überhaupt in den Süden, welche Arten ziehen nachts, welche im Schwarm oder allein? Testen Sie Ihr Wissen in unserem NABU-Quiz! ▶▶ Mehr

Neonikotinoide: Bitterer Honig für Bienen
Neonikotinoide gelten vielen als Auslöser für den Rückgang der Bienen. Eine Analyse von Honig zeigt: Die Insektizide belasten Bienen weltweit. ▶▶ Mehr

Warum wird uns die Natur immer fremder?
Der Drang der Menschen ins Grüne nimmt ab, das Wissen über Natur ebenso. Sind allein die neuen Medien daran schuld? ▶▶ Mehr

Großer Batteriespeicher im Feldtest
Die kontinuierliche Stabilität des Stromnetzes zu gewährleisten, wird für die Netzbetreiber technisch zunehmend anspruchsvoller. Eine Möglichkeit sind große Batteriespeicher, um zeitweise Schwankungen zwischen Stromangebot und -nachfrage auszugleichen. Das neue BINE-Projektinfo "Modularer Batteriespeicher liefert Regelenergie" (12/2017) stellt den Großspeicher M5Bat in Aachen vor. Dort wird im großtechnischen Maßstab das Zusammenspiel von fünf unterschiedlichen Batteriesystemen auf Basis von Lithium-Ionen oder Blei untersucht. Die Anlage nimmt am regulären Handel im Strommarkt für Systemdienstleistungen teil. Nach einjährigem Betrieb liegen jetzt die ersten Ergebnisse vor. ▶▶ http://idw-online.de/de/news682159

12.10.2017

Neue Stellungnahmen der Naturschutzverbände im Zollernalbkreis
Winterlingen, Ratshausen, Burladingen, Naturpark, Schömberg - in jedem Jahr dasselbe: Ausgerechnet in der Urlaubszeit landen eine ganze Reihe von Verfahren zur Stellungnahme auf unserem Schreibtisch. Dabei sind wir im Gegensatz zu Behörden eben nicht durchgehend besetzt. Glücklicherweise räumen uns die meisten Stellen großzügig Fristverlängerungen ein. Unsere aktuellen Meinungsäußerungen finden Sie ▶▶ hier.

Forderung: Daimler-Werkserweiterung nicht in den Rheinauen
Bei einem Gespräch zu den geplanten Umgehungsstraßen in Rastatt mit dem Oberbürgermeister der Stadt und einem Vertreter der Daimler AG haben die Vorsitzenden der Naturschutzverbände LNV, BUND und NABU klar verdeutlicht, dass sie eine Erweiterung des Werksgeländes nach Süden sowie die geplanten Umgehungsstraßen ablehnen. „Zwar haben wir Verständnis für den Wunsch nach Arbeitsplatz- und Standortsicherung, doch gleichzeitig lehnen wir eine Erweiterung des Werksgeländes mitten in bislang unberührte Natur sowie die geplanten Umgehungsstraßen ab“ so die Verbandsspitzen Brigitte Dahlbender (BUND), Johannes Enssle (NABU) und Gerhard Bronner (LNV). ▶▶ http://lnv-bw.de/daimler-werkserweiterung-nicht-in-den-rheinauen/

Junge Schreiadler brauchen Altvögel, um das Winterquartier zu erreichen
Mit Hilfe von modernen Satellitensendern hat wurden neue Erkenntnisse über das Zugverhalten der Schreiadler herausgefunden. Die Ergebnisse zeigen, dass abziehende Jungvögel, die grundsätzlich ohne ihre Eltern in das Winterquartier aufbrechen, unterwegs auf die Erfahrung von Altvögeln angewiesen sind, um die beste Route über den Bosporus um das Mittelmeer herum zu finden.
▶▶ Mehr

Wildkatzen-Population in Nordhessen erforscht
Seit einigen Jahren streifen wieder Luchse durch die Wälder im Norden Hessens. Diese Wälder sind auch die angestammte Heimat der Europäischen Wildkatze. In einem gemeinsamen Forschungsprojekt der Universität Göttingen und des hessischen Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) soll nun die Wildkatzen-Population in Nordhessen untersucht werden. ▶▶ http://idw-online.de/de/news679092

Blattkäfer: Schon winzige Pestizid-Dosis beeinträchtigt Fortpflanzung
Die Zahl der Insekten in Deutschland geht stark zurück – allein in Nordrhein-Westfalen innerhalb eines Vierteljahrhunderts um drei Viertel. Welche Rolle Pestizide dabei spielen und wie schon geringe Spuren Käfer langfristig schädigen, zeigen Biologinnen und Biologen der Universität Bielefeld in einer neuen Studie. Ein Ergebnis: Blattkäfer legen etwa 35 Prozent weniger Eier, wenn sie mit einem häufig eingesetzten Pyrethroid in Berührung kommen. Auch zeigten die Forschenden, dass weibliche Nachkommen durch das Gift Missbildungen entwickeln.
▶▶ http://idw-online.de/de/news678837

Erhalt von Flussauen ist Hochwasser- und Artenschutz
Die Verschlammung von Flüssen und Bächen führt zu Problemen für Fische, Muscheln und andere Gewässerlebewesen, weil ihre Lebensräume schwinden. Doch nicht allein intensive Landwirtschaft und Erosion vernichten diese Lebensräume. Eine Studie von Wissenschaftlern der Technischen Universität München (TUM) widerlegt diese weitverbreitete Ansicht. Um die im Gewässergrund lebenden Arten zu retten – und die Menschen vor drohendem verheerendem Hochwasser zu schützen – brauchen Flüsse wieder mehr Raum, Vielfalt und Freiheit.
▶▶ http://idw-online.de/de/news681810

Pilotprojekt zur CO2-Speicherung erfolgreich beendet
Nach 13 Jahren erfolgreicher Forschungsarbeit geht das Projekt Ketzin jetzt zu Ende. In der Stadt an der Havel hat das Deutsche GeoForschungsZentrum GFZ erforscht, ob sich Kohlenstoffdioxid (CO2) sicher und dauerhaft im Untergrund speichern lässt und wie es sich in der Tiefe verhält. Dazu wurden mehr als 67.000 Tonnen CO2 zwischen 2008 und 2013 über eine Bohrung in einen so genannten Speicherhorizont gepumpt. Dort, in rund 630 Metern Tiefe, befindet sich poröser Sandstein, der von salzhaltigem Grundwasser durchzogen ist – ein "saliner Aquifer".
▶▶ http://idw-online.de/de/news681000

Wenn drei Tonnen Wildschwein verrotten
Welche Folgen hat es für ein Ökosystem, wenn plötzlich tausende Tiere an Ort und Stelle verenden? Unerschütterliche Forscher haben es getestet. Da flossen die Maden in Strömen.
▶▶ Mehr

05.10.2017

Rotmilan als Würstchendieb
Grillen? Nicht immer eine ungefährliche Angelegenheit – zumindest nicht wenn man in Mössingen wohnt. Dort geht nämlich ein gefiederter Gourmet-Dieb um. Präferierte Beute: Bratwürstchen. Warum der dort ansässige Rotmilan so Menschen- und Grillgutfreundlich ist, erklärt Daniel Schmidt-Rothmund vom NABU Vogelschutzzentrum Mössingen in der SWR Landesschau aktuell Baden-Württemberg. ▶▶ Mehr

Windenergie: Gutachten-Check belegt Mängel
NABU, BUND und LNV haben das Ergebnis ihres Qualitäts-Checks von Windenergie-Gutachten vorgestellt. Dabei hat sich bestätigt, dass die Gutachten teilweise in erheblichem Umfang methodische Mängel aufweisen. ▶▶ Mehr

Frankreich: Fliegt der Ortolan von der Speisekarte?
Der französische Minister für Ökologie, Nicolas Hulot, hat sich verpflichtet, den massenhaften Fang des Ortolans in seinem Land ein Ende zu setzen! Das teilt Birdlife International mit. In Frankreich werden Ortolane entgegen dem EU-Recht massenhaft gefangen, geblendet, gemästet und in Cognac ertränkt. Hauptsächlich dieses grausame Gebaren der Feinschmecker hat seit 1980 die Ortolanzahlen in Europa um 84% reduziert! Weiterlesen im ▶▶ birdnet.de

Fledermäuse wählen optimales Reisewetter
Windstärke, Windgeschwindigkeit und Luftdruck sind für den Großen Abendsegler Zeichen zum Aufbruch in seine Sommergebiete. ▶▶ http://idw-online.de/de/news681424

Ewig junge Ohren? Schleiereulen werden im Alter nicht schwerhörig
Mit zunehmendem Alter werden alle Menschen irgendwann schwerhörig. Denn die Haarsinneszellen und Nervenverbindungen im Innenohr gehen unwiederbringlich verloren. Von Vögeln hingegen ist bekannt, dass sie die entsprechenden Zellen neu bilden können. Ob dies auch bei alten Tieren der Fall ist, ist bisher jedoch kaum untersucht. Ein Team um die Zoologin Dr. Ulrike Langemann von der Universität Oldenburg zeigt nun, dass Schleiereulen mit zunehmendem Alter nicht schwerhörig werden. Ihre Ergebnisse haben die Forscher im Fachmagazin "Proceedings of the Royal Society B" veröffentlicht. ▶▶ http://idw-online.de/de/news681419

Wildpilze in Teilen Bayerns nach wie vor belastet
Mehr als drei Jahrzehnte nach dem Reaktorunfall von Tschernobyl sind einige Wildpilzarten in Teilen Bayerns nach wie vor stark mit radioaktivem Cäsium-137 belastet. Das belegen Messergebnisse, die das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) veröffentlicht hat. Mit Hilfe des jährlich aktualisierten Berichts können sich Pilzsammler über die Belastung mit Cäsium-137 informieren. Die zusätzliche Strahlenbelastung durch Wildpilze ist vergleichsweise gering, sofern sie in üblichen Mengen verzehrt werden. Für Wildpilze, die im Lebensmittelhandel angeboten werden, gilt ein Grenzwert. ▶▶ http://idw-online.de/de/news681743

Die Schmetterlinge fliegen nicht mehr
Vom sommerlichen Brummen und Summen auf den Wiesen ist nur ein schwaches Echo geblieben. Die Insekten sind verstummt. Umso lauter schlägt der Kirchheimer Vogelkundler Wulf Gatter Alarm. Der Wissenschaftler führt an seiner Beobachtungsstation am Randecker Maar nicht nur Buch über die alljährlich nach Süden fliegenden Vögel, sondern dokumentiert auch seit dem Jahr 1972 den herbstlichen Zug der Schmetterlinge und Schwebfliegen. "Was wir hier am Albrand feststellen, ist eine dramatische Entwicklung", sagt er. Noch dramatischer sei allerdings, dass das Sterben offensichtlich niemanden interessiere. Mehr in der ▶▶ Stuttgarter Zeitung

Bauernverband beklagt Umweltauflagen
Der NABU sieht in der vom Deutschen Bauernverband veröffentlichten Studie zu den angeblichen Kosten europäischer Umweltauflagen reine Augenwischerei. Die Agrarlobby versucht damit die milliardenschweren Pauschalsubventionen zu rechtfertigen. ▶▶ Mehr

Bilanz 2017: keine gute Brutsaison für Deutschlands Weißstörche
6.300 Storchenpaare gab es in diesem Jahr in Deutschland. Eigentlich eine stabile Zahl gegenüber 2016. Doch starke Regenfälle und Kälte machten den Störchen zu schaffen: Sie konnten deutlich weniger Junge aufziehen und insgesamt flogen weniger Störche zum Überwintern in den Süden. ▶▶ Mehr

Biomasse - Ein wichtiger Pfeiler in der Energiewende
Biomasse hat in der Schweiz ein großes Potenzial für die zukünftige Wärme-, Strom- und Treibstoffproduktion, das bei weitem noch nicht ausgeschöpft wird. Denn die aus Holz, Hofdünger und Abfall gewonnene Energie lässt sich speichern und in Zeiten ohne Sonneneinstrahlung oder Wind einsetzen. Forschende der Eidg. Forschungsanstalt WSL haben nun erstmals umfassend abgeschätzt, wie groß das Potenzial für Energie aus Biomasse in der Schweiz ist.
▶▶ http://idw-online.de/de/news680111

Artenvielfalt und Profit in der Landwirtschaft
Agrarökologen der Universität Göttingen haben die traditionell großräumige Landwirtschaft im Osten mit der kleinräumigen Landwirtschaft im Westen Deutschlands sowohl ökologisch als auch ökonomisch verglichen. Dabei konnten sie zeigen, dass kleine Äcker höhere Kosten verursachen, aber die Biodiversität ähnlich stark fördern wie der ökologische Landbau. Dagegen ist die Umstellung zum Öko-Landbau in beiden Landschaftstypen mit einer Verdopplung des Gewinns verbunden. ▶▶ http://idw-online.de/de/news679708

29.09.2017

NABU-Ausstellung "Nachhaltiger Konsum" in Hechingen
Am letzten Freitag wurde die jährliche Ausstellung des NABU Hechingen im Rathaus eröffnet - gemeinsam mit dem Ersten Beigeordneten Philipp Hahn und unter anderen vielen anwesenden Gemeinderäten. Gemeinderätin Almut Petersen von der Bunten Liste hat einen äußerst beeindruckenden Einführungsvortrag gehalten. Weitere Informationen und eine Download-Möglichkeit finden Sie hier:
▶▶ https://www.nabu-zollernalb.de/nabu-gruppen-im-kreis/nabu-hechingen/aktuelles/

Buchsbaumzünsler endgültig im Zollernalbkreis angekommen?
Im vergangenen Jahr berichteten wir von der Erstbeobachtung des eingeschleppten Zünslers im Landkreis. Jetzt, ein Jahr später, gibt's ein Update mit weiteren Beobachtungen. Mehr darüber im verlinkten Artikel.
▶▶ http://www.naturschutzbuero-zollernalb.de/berichte/bbz/perspectalis.htm#update

Neues Ranking: Welche eingeschleppten Arten stören uns am meisten?
Durch den Menschen eingeschleppte invasive Arten können in ihrer neuen Heimat große Schäden verursachen. Sie können nicht "nur" zum Aussterben heimischer Arten beitragen und Ökosysteme schädigen, sondern auch die Gesundheit und die Lebensumstände des Menschen direkt beeinträchtigen. Ein internationales Forscherteam hat nun ein Einstufungssystem entwickelt, das aufzeigt, welche eingeschleppten Arten uns das Leben besonders schwer machen und eingedämmt werden sollten. ▶▶ http://idw-online.de/de/news678981

Lichtverschmutzung bedroht die Bestäubung
Künstliches Licht stört nachtaktive Insekten beim Bestäuben von Pflanzen und reduziert die Anzahl produzierter Samen und Früchte. Dieser Verlust der nächtlichen Bestäubungsleistung kann auch durch tagaktive Bestäuber nicht kompensiert werden. Pflanzen werden dadurch in ihrer Fortpflanzung beeinträchtigt, wie Ökologinnen und Ökologen der Universität Bern erstmals nachweisen konnten. ▶▶ http://idw-online.de/de/news679024

Klimaerwärmung ist schuld am Rückgang der Braunbären in Europa
Die Klimaerwärmung ist verantwortlich dafür, dass der Bestand der Braunbären in Europa seit dem Ende der letzten Eiszeit dramatisch geschrumpft ist. Steigende Wintertemperaturen während der letzten 12.000 Jahre haben die Fortpflanzungsrate der Braunbären verringert und zu deren Verschwinden beigetragen, berichtet eine internationale Forschergruppe, darunter ein Senckenberg-Wissenschaftler, im Fachblatt „Scientific Reports“. Die Klimaerwärmung hat dem Braunbären zudem indirekt geschadet: größere Flächen wurden für den Ackerbau nutzbar, was den Lebensraum der Tiere zusätzlich verkleinerte. ▶▶ http://idw-online.de/de/news680586

Klimawandel live: Ein wärmeliebender Falter erobert die Nordsee
Als der Karstweißling vor zehn Jahren nördlich der Alpen gefunden wurde, galt dies bereits als kleine Sensation. In nur einem Jahrzehnt hat sich der wärmeliebende Tagfalter bis zur Nordsee verbreitet. Ein spektakuläres Beispiel eines bekannten Phänomens: Der Klimawandel verändert unsere Fauna und Flora. Dass die Schmetterlinge ihr Territorium aber derart explosionsartig erweitert haben, sei einzigartig, sagt der Schmetterlingskenner Hans-Peter Wymann vom Naturhistorischen Museum Bern. ▶▶ http://idw-online.de/de/news678912

Freizeitaktivitäten im Wald reduzieren Vielfalt und Häufigkeit von Vögeln
Freizeitaktivitäten finden oft draußen in der Natur statt und tangieren die Lebensräume und deren Bewohner. Viele Freizeitaktivitäten benötigen zudem gewisse Infrastrukturen von Wanderwegen bis zu Skiliften, welche teilweise die Habitate der Arten stark verändern. Eine der häufigsten Infrastrukturen sind Wege und Straßen. Durch ihren Bau geht Fläche verloren, und das Habitat wird z.B. über veränderte Lichtverhältnisse oder beeinträchtigten Wasserhaushalt unmittelbar sowie in der nahen Umgebung verändert. Außerdem zerschneiden Wege Lebensräume in kleinere Fragmente mit Folgen für die Tierwelt. ▶▶ Mehr

Der Wald von Bialowieza ist unser Welterbe! Schützen wir ihn!
Reinhard Behrend von Rettet den Regenwald e.V. schreibt: "Rücksichtsloser geht es nicht: Polens Regierung rodet weiter im Wald von Bialowieza – trotz EU-Protest, trotz EuGH-Urteil, trotz Unesco-Warnung. Mehr als hundert Jahre alte Bäume sind dem Irrsinn bereits zum Opfer gefallen. Jetzt reicht's! Die Regierung muss kapieren, dass sie wachsame Bürger aus vielen Ländern gegen sich hat. 130.000 Naturfreunde haben bereits ihre Stimme erhoben und unsere Petition unterzeichnet. Jede zusätzliche Unterschrift hilft, den Wald von Bialowieza zu erhalten." ▶▶ zur Petition

Samsung, raus aus dem Regenwald!
Ein weiteres Schreiben von Reinhard Behrend erreicht uns: "Samsung verdient Geld mit Smartphones – und viele von uns nutzen ein solches. Was kaum jemand weiß: Samsung verdient auch an Regenwaldvernichtung. Der Konzern investiert in Palmöl-Plantagen, für die in Papua Wälder zerstört werden. Seit Juni 2017 ist Samsung in einem Joint Venture mit der Korindo-Gruppe liiert – für Palmöl. Korindo, ein südkoreanisch-indonesisches Unternehmen, holzt seit Jahrzehnten Regenwald in Papua, aber auch auf den Molukken und Borneo ab. Mehr als 50.000 Hektar Primärwald hat Korindo gnadenlos zerstört. Samsung muss auf seine Geschäftspartner einwirken, keinen Regenwald zu vernichten und die Indigenen-Rechte zu achten! Kein Business mit Korindo! ▶▶ zur Petition

Artenvielfalt entschleunigt den Bauern
Wenn man den Einsatz von Landwirten für den Naturschutz honoriert, sind diese offen für Maßnahmen, die ihren Betrieb weniger effizient machen. Brandenburger Wissenschaftler lösen einen scheinbar unüberwindlichen Gegensatz auf, indem sie sich die richtigen Partner suchen.
▶▶ Mehr

Software-Update illegal: Prof. Dr. Martin Führ zum "Diesel-Gipfel"
Auf dem "Diesel-Gipfel" am Mittwoch, 2. August, haben das Bundesumweltministerium und das Bundesverkehrsministerium gemeinsam mit der Automobilindustrie über konkrete Maßnahmen zur Reduzierung der Emissionen bei Diesel-Pkw gesprochen. Laut Presseberichten war man sich bereits vorher einig: Die Auto-Hersteller sollen per Software-Update nachrüsten. Dies wäre eine "Verabredung zum illegalen Tun", schreibt Prof. Dr. Martin Führ in einer Stellungnahme. Der Umweltrechtler ist Professor am Fachbereich Gesellschaftswissenschaften der Hochschule Darmstadt (h_da). Die Stellungnahme ergänzt Führs Gutachten für den Untersuchungsausschuss des Bundestags zum Abgas-Skandal.
▶▶ http://idw-online.de/de/news679072

21.09.2017

Gänsegeier "Gypsi" im Donautal ausgewildert
Vor etwas mehr als einem Jahr war ein Gänsegeier in die Rotoren einer thüringischen Windkraftanlage hineingeflogen und danach mit schwer ramponierten Schwungfedern und halbverhungert in die Rennsteig-Falknerei im Thüringer Wald gebracht worden. Dort wurde er unter behördlicher Aufsicht gesund gepflegt. Jetzt erfolgte im Beisein von Dieter Haas von der Geierschutz-Initiative die Freilassung des Geiers in Hausen im Tal.
▶▶ Bericht im Schwarzwälder Boten
▶▶ kurze Sendung im SWR

In eigener Sache: Newsletter-Bestellungen
Aufgrund der Mitteilung eines befreundeten Rechtsanwalts, der uns auf die Anpassungen im Datenschutzrecht aufmerksam gemacht hat, haben wir das Verfahren der Newsletter-Bestellungen neu geregelt: Künftig wird das über einen entsprechenden Button hier oben in der rechten Spalte "automatisch" geführt. Aber auch "normale" Bestellungen per E-Mail sind möglich – in dem Fall wird nur noch eine "Bestätigungs-"-Mail abgefragt.

Schweizer Fischadler aus Sachsen-Anhalt
Wie siedelt man Greifvögel da an, wo sie ausgerottet wurden? Sie kehren eigentlich zum Brüten immer an ihren Geburtsplatz zurück. Fischadler aus Deutschland sollen mit Hilfe von Daniel Schmidt-Rothmund vom NABU-Vogelschutzzentrum Mössingen nun Schweizer werden. ▶▶ Mehr

Doch keine Plastik fressenden Raupen
Zu früh gefreut: Ein sensationelles Forschungsergebnis vom April 2017 hat sich als vermutlich voreilig erwiesen. Eine Arbeitsgruppe um Till Opatz von der Universität Mainz versuchte eine Untersuchung eines spanischen Teams zu reproduzieren, nach der die Raupen der Wachsmotte Galleria mellonella Plastiktüten aus Polyethylen verdauen können. Dabei erhärtete die deutsche Arbeitsgruppe bestehende Zweifel an den Daten der Originalpublikation, laut denen der Versuchsaufbau das Abbauprodukt Ethylenglykol freisetzen sollte. ▶▶ Mehr

Serengetis Tierwelt weiß nicht mehr wohin
Die berühmte Tierwanderung in Ostafrika ist in Gefahr. Jedes Jahr folgen rund zwei Millionen Huftiere, weit über die Hälfe davon Gnus, dem Regen von der südlichen Serengeti nordwärts bis in den Massai-Mara-Park. Doch verändertes Wetter, invasive Pflanzen und vor allem der Mensch bringen das Ritual nun aus dem Gleichgewicht. ▶▶ Mehr

Brasilien: 47.000 Quadratkilometer Regenwald extrem bedroht
Reinhard Behrend von Rettet den Regenwald e.V. schreibt: "In Brasilien will Präsident Temer riesige Regenwaldgebiete zur Abholzung durch die Agrar- und Bergbauindustrie freigeben. Er opfert artenreiche Schutzgebiete, um sich mit Hilfe der Wirtschaftsvertreter im Amt zu halten und Verfahren wegen massiver Korruption zu entgehen.
Ein Amtsenthebungsverfahren im Parlament Anfang August 2017 soll er abgeschmettert haben, indem er den Abgeordneten Geldgeschenke in Milliardenhöhe versprach. Mit der mächtigen Agrarfraktion und den Abgeordneten der Bergbauindustrie vereinbarte er die Lockerung der Umweltgesetze und Aufhebung der Schutzgebiete.
Nun löst er seine Abmachungen ein, damit Holzfirmen, Bergbaugesellschaften und Agrarunternehmen ungehindert Geschäfte machen können. Bitte unterzeichnen Sie unsere Petition für den Erhalt der brasilianischen Regenwälder."
▶▶ zur Petition

13.09.2017

Windenergieanlagen in Winterlingen
Heftige Kritik von Seiten der Bürgerinitiativen hatten sich die Naturschutzverbände im Zollernalbkreis eingehandelt, weil sie das Artenschutz-Gutachten zur geplanten Windenergieanlage in Winterlingen zwar als nicht in allen Teilen mit den Vorgaben übereinstimmend bezeichnet hatten, diese Abweichungen jedoch nicht für entscheidungsrelevant hielten. Aus diesem Grund hatten sie das Vorhaben als mit den gesetzlichen Vorschriften übereinstimmend bezeichnet und keine grundsätzlichen Einwände erhoben.
Der Gemeinderat von Bitz hatte daraufhin ein Gegengutachten in Auftrag gegeben, dieses stützt nun jedoch die Sichtweise und findet ebenfalls keine Hinderungsgründe.
▶▶ http://www.zollern-alb-kurier.de/

Dass es auch anders gehen kann, zeigt die Entwicklung bei Kettenacker: Dort hat ein weiterer Rotmilan einen Horst gebaut und damit besteht völlig zurecht keine Möglichkeit mehr auf Genehmigung. ▶▶ http://www.zollern-alb-kurier.de/

Rückblick: Grillabend mit Mottenschau am 28. Juli
Die letzte öffentliche Nachtfalter-Leuchtnacht des Jahres unter Leitung der AG Schmetterlinge fand zwischen Hossingen und Meßstetten statt. Veranstalter war der NABU Albstadt, nachdem der Schwäbische Albverein Hossingen aus unerfindlichen Gründen und kurzfristig nichts mehr damit zu tun haben wollte. Obwohl es recht windig war, wurden insgesamt 240 Falter von 65 Arten registriert. ▶▶ http://www.naturgucker.de/?verein=zollernalb&gebiet=-1963630815

Plettenberg - zwischen Rohstoffabbau und Naturschutz
Heftigstes Kopfschütteln haben die Vorgänge der letzten Tage um die Entscheidung über den weiteren Rohstoffabbau auf dem Plettenberg auch unter den Naturschutzverbänden verursacht, so dass man sich veranlasst sah, ein weiteres Mal mit einer Erklärung zur Position an die Öffentlichkeit zu gehen. Jetzt ist der Tagesordnungspunkt überraschend von der Tagesordnung für die heutige Sitzung des Gemeinderats in Dotternhausen verschwunden. Inhaltlich hat sich jedoch nichts geändert.
▶▶ http://www.naturschutzbuero-zollernalb.de/Meinung/plettenberg/plettenberg.htm

Gewerbegebiete: Flächensparen durch Mehrfachnutzung
(LNV-Pressemitteilung vom 28.7.2017):
Der Landesnaturschutzverband (LNV) kritisiert den verschwenderischen Flächenverbrauch in Gewerbegebieten durch ebenerdige Parkplätze und ungenutzte Dachflächen. Parkhäuser statt Großparkplätzen könnten den Flächenverbrauch reduzieren und weitere Gewerbeflächen verfügbar machen. ▶▶ Mehr

Daimler will Werk in Rastatt erweitern - NABU fürchtet um Naturjuwel
Der Rastatter Gemeinderat hat in seiner Sitzung am 13.7.2017 auf den Wunsch des Automobilkonzerns Daimler nach einer Erweiterung seines Rastatter Werks um ein Zentrum für E-Mobilität reagiert und wird eine Machbarkeitsstudie auf den Weg bringen. ▶▶ Mehr

Bartgeier "Durzon" geschwächt aufgegriffen
Der besenderte junge Bartgeier, der sich für einige Tage in Deutschland aufhielt (vgl. DDA-News vom 24.07.2017), wurde inzwischen eingefangen. Naturschützer haben den Vogel am 24. Juli völlig durchnässt in der Nähe seines letzten Schlafplatzes (der zuletzt georteten Position) finden können. Er war flugfähig, doch offenbar so geschwächt, dass er es nicht aus eigener Kraft über die Baumwipfel der Lichtung hinweg schaffte. ▶▶ Mehr

Kappenammer und Brillengrasmücke –neue Brutvogelarten in Deutschland
In der Vogelwelt kommt es laufend zu Veränderungen von Arealen und Beständen. Einige Arten werden immer seltener, andere zeigen – oft dank intensiver Schutzmaßnahmen – positive Trends. Hin und wieder gelingen auch Brutnachweise von Arten, deren Hauptverbreitungsgebiete eigentlich hunderte Kilometer entfernt liegen. Es kann sich dabei um Einzelfälle oder Vorreiter einer Arealausweitung handeln. Die möglichen Ursachen sind vielfältig und meist kaum zu klären. In Deutschland gelangen 2017 zwei bemerkenswerte Brutnachweise von Arten, die vermutlich kaum jemand als potenzielle neue Brutvogelart auf der Rechnung hatte. ▶▶ Mehr

Nebelwälder: Schreivogelart nach 60 Jahren wiederentdeckt
Ameisenpittas sind notorisch schwierig zu beobachten: Sie verstecken sich in dichtem Unterholz steiler Berghänge. Eine Art entzog sich so jahrzehntelang der Wissenschaft. ▶▶ Mehr

Sommer-Blütenpracht: vom Mohr zur Möhre
Im Hochsommer gehört die Wilde Möhre zu den auffälligsten und häufigsten Blumen am Wegesrand. Bei Insekten ist die Möhre sehr beliebt. Wildbienen, Wanzen, Käfer und Fliegen aller Art besuchen die Blüten und die Raupen des Schwalbenschwanzes fressen sich am Möhrenkraut satt. ▶▶ Mehr

Den Bock nicht zum Gärtner machen!
Pestizide haben im Garten nichts zu suchen. Doch leider werden nach wie vor jährlich tausende von Tonnen davon durch Hobbygärtner verspritzt. Machen Sie mit bei der NABU-Meldeaktion! ▶▶ Mehr

Frösche im Kühlschrank, Schwalben in Schutzhaft
Kuriose Anrufe ist der NABU gewohnt. Doch es werden immer mehr. Und das zeigt, dass das Wissen über die Natur ständig abnimmt. Die Folge ist eine fast schon unglaubliche Vermenschlichung – stets gut gemeint –, die Tiere schlimmstenfalls das Leben kosten kann.
▶▶ Mehr

LNV-Infobrief Juli 2017: Im Blickpunkt: Abbremsen!
Kennen Sie das treffendste Argument der Gegner eines allgemeinen Tempolimits? Bei höheren Geschwindigkeiten sei man kürzere Zeit auf der Autobahn und verbrauche deshalb weniger Sprit. Nun ja, manchmal ist das Diskussionsniveau etwas höher. Interessant ist aber die Frage, inwieweit Geschwindigkeit generell ein Hemmnis für mehr Nachhaltigkeit ist. Beim Auto führt sie höherem Verbrauch, weiteren Fahrtstrecken und Fehlsteuerungen bei der Fahrzeugentwicklung.
▶▶ weiterlesen

Petition für sauberes Wasser aus Kohle-Tagebauen
Aus dem NABU-Newsletter: "Im Namen einer sicheren Energieversorgung fräsen sich Schaufelradbagger zum Schaden für Mensch und Natur durch die Kulturlandschaft der deutschen Braunkohle-Reviere - damit muss endlich Schluss sein. Nehmen Sie an unserer Petition teil!"
▶▶ Mehr

NABU-Stiftung sichert Schreiadlerland in Brandenburg
Im Juli 2017 konnte die NABU-Stiftung 55 Hektar Land im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin kaufen. Damit leistet die Stiftung und ihr EU-Life Projektpartner einen wichtigen Beitrag für den Schutz der letzten Schreiadler in Deutschland. ▶▶ Mehr

Gemeinsam für mehr Wildnis - Wildnis-Wegweiser veröffentlicht
In der NABU-Broschüre "Wir für Wildnis" erhält der Leser viele gute Gründe, warum Wildnisgebiete für die Natur und den Menschen von so großer Bedeutung sind. Herausgeber ist die Initiative "Wildnis in Deutschland", die unter anderem von NABU und NABU-Stiftung getragen wird.
▶▶ Mehr

Unterwegs mit einem Schmetterlingszähler
Wer Schmetterlinge mag und sich für den Naturschutz nützlich machen möchte, kann beim Projekt Tagfalter-Monitoring Schmetterlinge zählen. WDR-Reporter Burkhardt Weiß war dabei. ▶▶ Mehr

Minderung der Feinstaubemissionen bei Verbrennung von Holzpellets um 50%
Die Umwelt dankt: Das Institut für Umwelttechnik und Energiewirtschaft (IUE) der Technischen Universität Hamburg (TUHH) erzielte einen wesentlichen Fortschritt bei Minderung der Feinstaubemissionen einer Verbrennung biogener Festbrennstoffe. Das zeigen die Ergebnisse eines wissenschaftlichen Projekts zur Herstellung und Verbrennung von Holzpellets.
▶▶ http://idw-online.de/de/news678612

Gasmotor-Wärmepumpe beheizt Wohnanlage in München
Eine Wohnanlage aus der Nachkriegszeit im Münchner Stadtteil Haidhausen sollte energetisch saniert werden und ein neues, CO2-neutrales Energiekonzept erhalten. Im Zentrum des Heizsystems steht eine Gasmotor-Wärmepumpe, die das Grundwasser als Wärmequelle erschließt. Das neue BINE-Projektinfo "Gasmotor-Wärmepumpe versorgt sanierte Wohnanlage" (09/2017) stellt den Prototypen der Wärmepumpe, das Konzept des Heizsystems, ein Verfahren für den energieeffizienten Legionellenschutz und das Sanierungsprojekt insgesamt vor. Eine für den mitteleuropäischen Markt taugliche, seriengefertigte Gasmotor-Wärmepumpe existierte zum Planungszeitpunkt nicht. ▶▶ http://idw-online.de/de/news678594

Der Alpenplan soll nicht den Partikularinteressen geopfert werden!
Wolfgang Pfäffl hat über Campact eine Initiative gestartet, mit deren Hilfe die geplante Änderung der Zonierung des Alpenplans und damit eine denkbare Skigebietsverbindung Balderschwang – Grasgehren verhindert werden soll. Ein Beispiel für die Konsequenzen: Die geplante Skischaukel am Riedberger Horn verläuft mitten durch eines der größten Vorkommen des Birkhuhns in Bayern. Der Bau von Lift und Piste bedroht diese streng geschützte Vogelart ganz massiv.
Lesen Sie ▶▶ hier weiter.

Vorsicht, Trinkwasser!
Seit Jahrzehnten gelangen nicht abbaubare Perfluorcarbone in die Umwelt. Es gibt Indizien für mögliche Gesundheitsgefahren, doch das tatsächliche Risiko ist schwer zu beziffern. ▶▶ Mehr

Hendricks: Eine naturverträgliche Energiewende ist möglich
Eine komplett erneuerbare Energieversorgung in Deutschland ist im Einklang mit der Natur möglich. Damit das gelingt, müssen fünf Leitlinien beachtet werden, die Bundesumweltministerin Barbara Hendricks heute in Berlin vorgestellt hat. Zu den zentralen Elementen gehören ambitionierte Effizienzmaßnahmen und ein stärkerer Ausbau gebäudenaher Anlagen wie Solarmodulen auf Dächern und Fassaden oder Wärmepumpen. ▶▶ http://idw-online.de/de/news676980

03.08.2017

Wir berichteten: Storchenbabys in Weilheim sind tot
Im Newsletter vom 28. Juni berichteten wir vom Tod der drei Weilheimer Jungstörche. Der Schwarzwälder Bote hat dies aufgegriffen und am 30.06. einen Artikel u.a. in seiner Online-Ausgabe veröffentlicht. Nun erdreistet sich doch tatsächlich jemand und behauptet (natürlich juristisch unverfänglich als Frage formuliert), der NABU sei Windkraftbefürworter auf der Hohwacht und habe deshalb vielleicht etwas mit dem Tod der Störche zu tun. Auch wenn wir auf Entgegnungen in der Regel verzichten, war in dem Fall eine Antwort erforderlich. ▶▶ Schwarzwälder Bote Online

Wiesenorchideen überraschen Bayreuther Forscher
Wiesenorchideen, die im vollen Sonnenlicht durch Photosynthese ausreichend Nährstoffe für sich produzieren könnten, gehen oft zusätzlich eine Symbiose mit Pilzen ein, um ihren Nährstoffbedarf zu decken. Sie erzeugen nur einen Teil des benötigten Kohlenstoffs selbst und beziehen den anderen Teil von Pilzen, mit denen ihre Wurzeln unterirdische Netzwerke bilden. Dies haben Wissenschaftler der Universität Bayreuth zusammen mit Forschungspartnern in Großbritannien jetzt herausgefunden. Im Journal of Ecology stellen sie ihre unerwarteten Erkenntnisse vor.
▶▶ http://idw-online.de/de/news678685

Massives Artensterben an Schwedens Küste
Das erste Mal seit den 1930er Jahren wurde eine Bestandsaufnahme der Nordseebewohner unternommen. Die Ergebnisse sind erschreckend. ▶▶ Mehr

Lupinen beim Trinken zugeschaut: 3D-Aufnahmen vom Wassertransport
Wie Lupinen mit ihren Wurzeln Wasser aus dem Boden ziehen, haben Wissenschaftler der Universität Potsdam an der Berliner Neutronenquelle BER II erstmals in 3D fotografiert. Dafür verbesserten sie zusammen mit Kollegen vom Helmholtz-Zentrum Berlin die Zeitauflösung der Neutronentomografie gleich um mehr als das Hundertfache: Alle zehn Sekunden erstellten sie eine detaillierte 3D-Aufnahme. Die Ergebnisse liefern neue Erkenntnisse über die Wechselwirkungen zwischen Wurzeln und Böden und wurden in „Scientific Reports“ veröffentlicht.
▶▶ http://idw-online.de/de/news678725

Aldi und Lidl sollen den Jaguar-Wald nicht zu Holzkohle machen
Reinhard Behrend von Rettet den Regenwald e.V. schreibt: "Die tropischen Trockenwälder des Chaco in Paraguay verschwinden in rasendem Tempo – schneller als jedes andere Waldgebiet der Erde. Die Jahrhunderte alten Quebracho-Bäume werden in qualmenden Meilern zu Holzkohle verwandelt, die in Supermärkten in Europa und den USA verkauft wird. Deutschland allein importiert 20.000 Säcke Holzkohle aus Paraguay pro Tag.
Die Abholzungen vernichten einzigartige Urwaldgebiete, die der Lebensraum von Jaguaren, Gürteltieren und vielen gefährdeten Tier- und Pflanzenarten sind. Auch eines der letzten indigenen Völker, das in Isolation von der industrialisierten Welt lebt, ist bedroht. Ohne den Wald können die Ayoreo nicht überleben." Zur Petition geht's ▶▶ hier.

26.07.2017

NABU-Aktion "Schwalbenfreundliches Haus"
Die NABU-Gruppen Balingen und Haigerloch (wir berichteten) haben in den vergangenen Tagen mehrere Gebäude bzw. Hausbesitzer ausgezeichnet, die sich um den Schutz der Schwalben verdient gemacht haben. Die Aktion wird fortgesetzt.
▶▶ Gruppe Balingen
▶▶ Gruppe Haigerloch

Erneut erfolgreiche Nachtfalter-Leuchtnacht
Auf Einladung des NABU Rosenfeld hat die AG Schmetterlinge an der Fischermühle im Stunzachtal eine weitere Veranstaltung zum Thema "Grillabend mit Mottenschau" durchgeführt. Obwohl es relativ kühl und recht windig war, sind wieder über 70 Arten angeflogen, darunter mit Graphiphora augur erneut eine Art, von der es bei uns seither noch keinen aktuellen Nachweis gab. Mehr beim Naturgucker-Link unter
▶▶ http://www.naturgucker.de/?verein=zollernalb&gebiet=-1799698286
Interessieren Sie sich für Neuigkeiten auf den Falterseiten? Dann finden Sie diese immer hier in der rechten Spalte unter "zuletzt bearbeitete Seiten".

Gottesanbeterin bitte melden! Neue Meldeplattform der LUBW
Die Europäische Gottesanbeterin rückt in den Fokus des aktuellen Meldeaufrufes der LUBW Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg. Neben Feuersalamander, Laubfrosch, Hirschkäfer und Weinbergschnecke können Bürgerinnen und Bürger das Insekt des Jahres 2017 ab sofort über die neue Meldeplattform der LUBW erfassen. Jede Sichtung hilft, einen fundierten Überblick über die Verbreitung der Art zu erhalten. Sichtungen aus den letzten Jahren sind ebenfalls relevant und sollten gemeldet werden, wenn sie beispielsweise mit Fotos belegt werden können. Anhand der Daten können zum Beispiel die Auswirkungen des Klimawandels beobachtet. Zur Meldeplattform führt ▶▶ http://www.gottesanbeterin-bw.de/

Luchs muss aus Baden-Württemberg zurück nach Rheinland-Pfalz
Weil ein ausgewilderter Luchs den Vorstellungen seiner menschlichen Betreuer/-innen nicht gefolgt und einfach nach Baden-Württemberg eingewandert ist, wurde er wieder eingefangen und zurücktransportiert… ▶▶ Zeitungsbericht

Fledermauszug auf breiter Front
Nutzen (fern-)wandernde Fledermausarten bestimmte Zugrouten oder Rastgebiete und lassen sich diese identifizieren? Bevorzugen sie bestimmte Landschaftsstrukturen wie Flusstäler oder Bergkämme? Kenntnisse darüber sind wichtig, vor allem wenn es um Bau und Genehmigung von Windkraftanlagen geht. Diesen Fragen hat sich daher ein Forschungsprojekt des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) gewidmet. Jetzt liegen die Ergebnisse vor.
▶▶ http://idw-online.de/de/news677248

Klimawandel bedroht heimische Bienenarten
Mit dem Klimawandel ändern sich Blütezeiten von Pflanzen und der Zeitpunkt, zu dem Bienen schlüpfen – mit bisweilen fatalen Folgen für die Bienen. Das konnten Ökologen der Uni Würzburg in einer neuen Studie zeigen. ▶▶ http://idw-online.de/de/news677399

Wie man Raupen dazu anstiftet, sich selbst zu fressen
Von wegen hilflos ausgeliefert: Harmlose Pflanzen können hungrige Raupen in den Kannibalismus treiben. Am Ende fressen die Schädlinge sich selbst. ▶▶ Mehr

Gefährliche Gigaliner stoppen! Keine Riesen-Lkw auf unseren Straßen!
Im Alleingang hat Bundesverkehrsminister Dobrindt die 25 Meter langen Gigaliner zugelassen. Meinungsumfragen zeigen, dass drei Viertel aller Deutschen keine Gigaliner wollen. Auf welchen Straßen sie fahren dürfen, entscheiden die Länder. Schon jetzt umfasst das Gigaliner-Netz 11.600 Kilometer, und es werden immer mehr. Der BUND schreibt: "Fordern Sie deshalb Ihren Landesverkehrsminister auf: Streichen Sie die Gigaliner-Strecken!" ▶▶ Mehr

LNV-Info 2/2017: Faktencheck Windenergie - Energiewende ja – aber wie?
Der Klimawandel stellt eine massive Bedrohung unserer Lebensgrundlagen dar und lässt sich in Form von Dürren, Überschwemmungen, Wetterextremen auch in Baden-Württemberg beobachten. Für einen wirksamen Klimaschutz muss unser Energieversorgungssystem ohne Kohle, Öl und Erdgas auskommen, die Kohlendioxid-Emissionen müssen drastisch reduziert werden. Aber auch die Kernenergie ist keine geeignete Alternativ-Technologie sondern birgt nicht beherrschbare Risiken. ▶▶ weiterlesen

Gewürztraminer: Glyphosat zur Unkrautbekämpfung hat Folgen für den Most
Schlechte Nachrichten für Weinbauern, die Glyphosat verwenden: Das Unkrautvertilgungsmittel kann sich negativ auf die Qualität des Mosts auswirken. Zu diesem Schluss sind Forscher der Fakultät für Naturwissenschaften und Technik der Freien Universität Bozen gekommen, die die Vergärung von Gewürztraminer-Trauben studiert haben. ▶▶ http://idw-online.de/de/news677106

China soll den Schildschnabel nicht ausrotten!
Reinhard Behrend von Rettet den Regenwald e.V. schreibt: "Der Schildschnabel ist ein besonders prächtiger Vogel. Sein imposantes, massives Horn macht ihn einzigartig. Doch die Jagd nach dem "roten Elfenbein" hat ihn an den Rand des Aussterbens gebracht.
Auf der Roten Liste wird die Art seit 2015 als "critically endangered" geführt. Auf Sumatra, wo der Schildschnabel einst allgegenwärtig war, er sie bereits völlig ausgelöscht, schreiben die Experten.
Ursache für den Niedergang sind die grassierende Jagd und die Zerstörung des Habitats in den Tieflandregenwäldern, etwa für Palmölplantagen. Den Vögeln droht eine doppelte Gefahr: Sie verlieren ihren Kopf an Elfenbeinschnitzer und ihre Heimat für Supermarktprodukte.
Die Jagd in Indonesien und Malaysia und der Schmuggel nach China müssen bekämpft werden, um das Überleben der Art zu sichern. Bitte unterstützen Sie diese Forderung mit Ihrer Unterschrift."
▶▶ zur Petition

Naturschützer beklagen Angriffe auf Adlerhorste
In der Uckermark häufen sich die Angriffe aus Adlerhorste. Er wird vermutet, dass die Tiere vertrieben werden sollen, um Windräder in den Gebieten bauen zu können. Deswegen fordern Umweltschützer, den Schutzstatus von verlassenen Nestern zu verlängern.
Lesen Sie weiter beim ▶▶ https://www.rbb-online.de/

20.07.2017

Erneut erfolgreiche Nachtfalter-Leuchtnacht
Auf Einladung des NABU Rosenfeld hat die AG Schmetterlinge an der Fischermühle im Stunzachtal eine weitere Veranstaltung zum Thema "Grillabend mit Mottenschau" durchgeführt. Obwohl es relativ kühl und recht windig war, sind wieder über 70 Arten angeflogen, darunter mit Graphiphora augur erneut eine Art, von der es bei uns seither noch keinen aktuellen Nachweis gab. Mehr beim Naturgucker-Link unter
▶▶ http://www.naturgucker.de/?verein=zollernalb&gebiet=-1799698286
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Luchs muss aus Baden-Württemberg zurück nach Rheinland-Pfalz
Weil ein ausgewilderter Luchs den Vorstellungen seiner menschlichen Betreuer/-innen nicht gefolgt und einfach nach Baden-Württemberg eingewandert ist, wurde er wieder eingefangen und zurücktransportiert… ▶▶ Zeitungsbericht

LNV-Info 2/2017: Faktencheck Windenergie - Energiewende ja – aber wie?
Der Klimawandel stellt eine massive Bedrohung unserer Lebensgrundlagen dar und lässt sich in Form von Dürren, Überschwemmungen, Wetterextremen auch in Baden-Württemberg beobachten. Für einen wirksamen Klimaschutz muss unser Energieversorgungssystem ohne Kohle, Öl und Erdgas auskommen, die Kohlendioxid-Emissionen müssen drastisch reduziert werden. Aber auch die Kernenergie ist keine geeignete Alternativ-Technologie sondern birgt nicht beherrschbare Risiken. ▶▶ weiterlesen

China soll den Schildschnabel nicht ausrotten!
Reinhard Behrend von Rettet den Regenwald e.V. schreibt: "Der Schildschnabel ist ein besonders prächtiger Vogel. Sein imposantes, massives Horn macht ihn einzigartig. Doch die Jagd nach dem "roten Elfenbein" hat ihn an den Rand des Aussterbens gebracht.
Auf der Roten Liste wird die Art seit 2015 als "critically endangered" geführt. Auf Sumatra, wo der Schildschnabel einst allgegenwärtig war, er sie bereits völlig ausgelöscht, schreiben die Experten.
Ursache für den Niedergang sind die grassierende Jagd und die Zerstörung des Habitats in den Tieflandregenwäldern, etwa für Palmölplantagen. Den Vögeln droht eine doppelte Gefahr: Sie verlieren ihren Kopf an Elfenbeinschnitzer und ihre Heimat für Supermarktprodukte.
Die Jagd in Indonesien und Malaysia und der Schmuggel nach China müssen bekämpft werden, um das Überleben der Art zu sichern. Bitte unterstützen Sie diese Forderung mit Ihrer Unterschrift."
▶▶ zur Petition

Naturschützer beklagen Angriffe auf Adlerhorste
In der Uckermark häufen sich die Angriffe aus Adlerhorste. Er wird vermutet, dass die Tiere vertrieben werden sollen, um Windräder in den Gebieten bauen zu können. Deswegen fordern Umweltschützer, den Schutzstatus von verlassenen Nestern zu verlängern.
Lesen Sie weiter beim ▶▶ https://www.rbb-online.de/

13.07.2017

Weilheimer Jungstörche tot
Alle hatten sich gefreut, als ein Storchenpaar nach über 70 Jahren auf dem Weilheimer Kirchturm wieder ein Nest gebaut hatte. Und das Brüten war erfolgreich, denn drei Jungstörche waren geschlüpft. Doch in der vergangenen Woche muss irgendetwas passiert sein: Plötzlich tauchten die Storchen-Eltern auf der Kirche in Haigerloch-Stetten auf und sogar im Eyachtal bei Bad Imnau wurden sie gesehen. Am vergangenen Mittwoch dann die traurige Nachricht: Die drei Jungen waren tot - überhitzt, verdurstet, was auch immer.
Man kann nur spekulieren, woran es gelegen hat: Vielleicht war es die Unerfahrenheit der im Elsass bzw. am Federsee beringten Störche. Aber man kann sicher sagen, dass die Foto-Drohnen, die immer wieder den Kirchturm hinauf geschickt worden waren oder der Mensch, der die Alt-Störche ständig bei der Nahrungssuche mit dem Auto verfolgte, um vielleicht noch ein besseres Foto zu kriegen, ihren Teil dazu beigetragen haben, dass den Elternvögeln schließlich der Brutpflege-Trieb abhanden kam und sie nicht mehr den schützenden Schatten spenden konnten. Unser Kommentar: In jedem Fall gehören solche Leute angezeigt.

Der Schwarzwald im Klimawandel
Weißtannen und Douglasien könnten langfristig die Fichte ersetzen, weil sie besser an Trockenzeiten angepasst sind. ▶▶ http://idw-online.de/de/news677434

Naturfilm zeigt die zauberhafte Federseenatur
Am 6. Juli erscheint ein 60-minütiges Filmporträt von Sabine Häring über die Tier- und Pflanzenwelt des größten Moores in Süddeutschland. Entstanden ist eine Liebeserklärung an den Federsee, der während der 150 Drehtage zur zweiten Heimat der Tierfilmerin geworden ist.
▶▶ weitere Informationen

Wolf bei Überlingen beobachtet
Vor zwei Tagen wurde in der Gegend von Überlingen am Bodensee ein Wolf beobachtet. Zu diesem Ergebnis kommt die vom Umweltministerium mit dem Wolfsmonitoring betraute Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt (FVA) in Freiburg nach Auswertung eines Fotos, das eine Privatperson nordöstlich von Überlingen am Mittwoch gegen 17:30 Uhr aufgenommen hat. Der aktuelle Aufenthaltsort des – vermutlich noch jungen – Wolfs ist nicht bekannt. ▶▶ Mehr

Jungvögel nicht mitnehmen
Tschilpen, Piepen und Rufen, wohin man hört: In Nistkästen, Hecken und Gebüschen ziehen derzeit unzählige Vögel ihre Jungen groß. Der NABU bittet, einsam und hilflos wirkende Jungvögel nicht aufzunehmen, sondern sie in der freien Natur zu belassen.
▶▶ http://www.nabu-bw.de/tiere-und-pflanzen/voegel/beratung-information/jungvoegel.html

Neue Papageienart entdeckt
Ein Ornithologe entdeckt auf der Halbinsel Yukatan Papageien, die sich von anderen verwandten Papageienarten unterscheiden. Was hat es mit dieser neuen Art auf sich? ▶▶ mehr

Hat Harry Potter Indonesiens Eulen verflucht?
Die Popularität des Zauberlehrlings und seiner Eule Hedwig könnte den Schwarzhandel mit den Tieren massiv befördert haben. Darauf deutet zumindest eine Studie aus Indonesien hin. ▶▶ mehr

Kakadus trommeln perfekten Beat
Wenn Vögel singen, geht es eigentlich immer um das eine. Ist das bei den laut und rhythmisch trommelnden Palmkakadus auch so? ▶▶ mehr

Von polygamen Weibchen und alleinerziehenden Männchen
Von polygamen Weibchen und alleinerziehenden Männchen Verhaltensforschende der Universität Bielefeld untersuchen Regenpfeifer Regenpfeifer-Männchen setzen sich in der Wildnis erfolgreicher durch als die Weibchen: Verhaltensforschende der Universität Bielefeld haben untersucht, wie sich über die Lebens-spanne des Regenpfeifers das Geschlechterverhältnis entwickelt. Welche Folgen der Männerüberschuss für die Aufzucht der Küken hat, stellen sie im Forschungsjournal "Proceedings of the National Academy of Sciences" vor. ▶▶ http://idw-online.de/de/news676939

LNV begrüßt mehr Geld für den Naturschutz
Der Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg (LNV), Dachverband von 33 Naturschutzvereinen im Land, freut sich über die Initiative der grünen Landtagsfraktion, in den kommenden vier Jahren 160 Millionen Euro zusätzlich für den Naturschutz bereit zu stellen. "Auf dieses Signal haben wir gewartet", so LNV Chef Gerhard Bronner. "Wir hoffen, dass der Vorschlag von allen Landtagsfraktionen unterstützt wird." ▶▶ weiterlesen

Kaufen Sie ein Stück Zauberwald! Retten wir den Zwergschnäpper im Stobbertal
(aus dem Newsletter des NABU-Bundesverbands) In alten Wäldern mit knorrigen Bäumen finden viele Vögel einen Lebensraum. Wie der seltene Zwergschnäpper im Stobbertal. Dort haben wir jetzt die Gelegenheit, zehn Hektar Land zu kaufen. Helfen Sie mit und unterstützen Sie uns mit Ihrer Spende. ▶▶ mehr

Solarenergie und Naturschutz
In weiten Teilen Baden-Württembergs können nun auf Acker- und Wiesenflächen Solaranlagen errichtet werden. Um Konflikte zu vermeiden, fordert der BUND einheitliche Vorgaben für die Planungsbehörden. Lesen Sie ▶▶ hier weiter.

Artenschwund Top-Thema im Heute-Journal
Aus Anlass des Deutschen Bauerntages 2017 hat das ZDF in seiner Ausgabe vom 28.06. den Artenschwund in der Agrarlandschaft zum Topthema gemacht. Den entsprechenden Videobeitrag finden Sie unter hier: ▶▶ https://www.zdf.de/nachrichten/.

So funktioniert Grünlandbewirtschaftung ohne Artenschwund
Intensive Bewirtschaftung von Grünland ist schlecht für die Artenvielfalt. Doch eine Studie vom Lehrstuhl für Terrestrische Ökologie der Technischen Universität München (TUM) sorgt für Hoffnung: Werden unterschiedliche Formen von Bewirtschaftungen innerhalb einer Region optimal verteilt, kann dies zu mehr Ertrag führen ohne Insektenarten zu verlieren. Im besten Fall finden sogar mehr Arten den für sie optimalen Lebensraum. Entscheidend ist, dass die Bewirtschaftung auf Landschaftsebene geplant wird. ▶▶ http://idw-online.de/de/news677187

Gorilla-Wald mit norwegischem Geld abholzen? Nein Danke!
Reinhard Behrend von Rettet den Regenwald e.-V. schreibt: "Die norwegische Regierung prüft, den industriellen Holzeinschlag im Regenwald der Demokratischen Republik Kongo zu finanzieren. 20 Millionen Hektar Urwald sollen dort an die Holzindustrie vergeben werden. Umgerechnet 16 Millionen Euro will Norwegen für das Projekt beisteuern.
Der Holzeinschlag ist eine der Hauptursachen der globalen Waldvernichtung. Das Geschäft mit Tropenhölzern zerstört die Lebensgrundlagen von Mensch und Tier – und heizt den Klimawandel an.
Norwegen ist mit der Ausbeutung der Erdöl- und Gasvorkommen im Nordatlantik und der arktischen See zu einem der reichsten Länder der Erde aufgestiegen. Die Verbrennung fossiler Energien verursacht maßgeblich den weltweiten Klimawandel. Während Norwegen jedes Jahr Milliarden Euro von der Erdöl- und Gasindustrie scheffelt, leiden die Länder in den Tropen ganz besonders unter dem hauptsächlich von den Industrienationen verursachten Klimawandel. Bitte unterzeichnen Sie die Petition an die norwegische Regierung." ▶▶ zur Petition

06.07.2017

"Grillabend mit Mottenschau": Plettenberg erweist sich als äußerst interessant
Der NABU Oberes Schlichemtal hatte eingeladen und eine Handvoll Leute waren zum Grillen mit anschließendem Nachtfalter-Leuchten gekommen. In bewährter Manier von Bernhard Schlude, Dirk Mezger und Herbert Fuchs von der AG Schmetterlinge geleitet, hatten die Besucher*innen nahezu alle Hände voll zu tun, um immer wieder neu am "Leuchtturm" aufgetauchte Falter in Gläser zu verfrachten und den Spezialisten zum Bestimmen auf die Tische an der Grillstelle zu bringen. Die "magische Zahl" 100 Arten wurde knapp unterschritten, doch mit sechs "neuen" Arten für die Nachtfalter-Seiten war die "Ausbeute" überaus erfolgreich. Am Ende des Leuchtabends gegen 02:30 Uhr wurden die Falter wieder freigelassen und konnten wieder vom Licht unbehelligt von dannen fliegen. Wer die Artenliste und auch einige Fotos anschauen will:
https://naturgucker.de/?verein=zollernalb&gebiet=534484672

Neues vom Gleitaar
Nachdem er sich vier Wochen lang im Bereich der Seewiesen bei Hart aufgehalten hatte, wurde der Vogel nun offenbar am 17. Juni zum letzten Mal gesehen. Wir haben ein kleines Update zum Bericht auf unserer Website geschrieben:
http://naturschutzbuero-zollernalb.de/berichte/gleitaar/gleitaar.htm

NABU Haigerloch ehrt Schwalbenfreunde
Mit Ivo Lavetti in Stetten, der Firma Kälte-Henne und Gustav Schmoll in Owingen hat der NABU Haigerloch heute drei Vorbilder in Sachen Mehlschwalben ausgezeichnet. Am prostuhl.com-Firmengebäude von Ivo Lavetti in Stetten sind alljährlich rund 100 Schwalbenpaare in Naturnestern zugange. Damit ist das vermutlich die größte Kolonie im Zollernalbkreis. Eine ähnlich große Zahl von Nestern befindet sich am ehemaligen Betriebsgebäude Edele in der Owinger Römerstaße, das seit Jahren der Firma Kälte-Henne gehört. Die dritte Auszeichnung ging an Gustav Schmoll, der sich im Neubaugebiet als "Schwalben-Botschafter" betätigt hat, so dass dort nun ebenfalls Dutzende Schwalben unterwegs sind. ▶▶ https://www.facebook.com/NABU-Haigerloch
▶▶ https://www.nabu-zollernalb.de/projekte/artenschutz/schwalbenfreundliches-haus/

Schwalbenhaus in Zimmern u.d.B. angenommen
Am 24. April hat der NABU den neuen Schwalbenturm in Zimmern u.d.B. offiziell eingeweiht. Wie uns Herr Schneider von der AG Zimmern im NABU Oberes Schlichemtal nun mitteilt, wird er bereits heftig beflogen. Damit hat sich nun bereits beim zweiten der drei bisher erstellten Schwalbenhäuser der Erfolg schon im ersten Jahr eingestellt.
▶▶ https://www.nabu-zollernalb.de/projekte/artenschutz/schwalbenschutz/

Wie bringen wir unsere Insekten zurück?
In vielen Regionen Europas warnen Wissenschaftler vor einem Rückgang der Insekten. Doch es gibt durchaus Möglichkeiten, die krabbelnde Vielfalt zurückzuholen. Mehr

Schwertwale nutzen Fischtrawler als Fastfood-Kette
Vor der Küste Alaskas wird die Fischerei regional stark erschwert. Ganze Schwertwal-Schulen stibitzen Fische von den Langleinen der Fischer. Mehr

LNV begrüßt Ideen zur künftigen Agrarförderung
Bei seiner Rede beim Landesbauerntag in Fellbach rechnete Minister Peter Hauk mit Kürzungen bei der künftigen Agrarförderung der EU. Umso wichtiger sei es, dafür zu sorgen, dass die Existenz der für Baden-Württemberg typischen mittelgroßen Familienbetriebe gesichert wird. Wichtiger ist den Naturschützern die Umschichtung von Mitteln weg von pauschalen Flächenzahlungen hin zu gezielter Förderung von gesellschaftlichen und Naturschutzleistungen. weiterlesen

EU-Abgeordnete stimmen für Pestizid-Verbot
Die NABU-Protestaktion an die EU-Abgeordneten war erfolgreich: Das Europäische Parlament hat sich mit knapper Mehrheit für ein Pestizidverbot auf Ökologischen Vorrangflächen ausgesprochen. Die Wünsche der Bürger nach einer umfassenden Reform der EU-Agrarpolitik tragen also erste Früchte. ▶▶ Mehr

Elefanten-Haut für China! Perverse Wilderei stoppen!
Reinhard Behrend von Rettet den Regenwald e.V. schreibt: "Die Bilder sind schwer zu ertragen: In Myanmar werden zig Elefanten gewildert und gehäutet. Bullen, Kühe, Kälber – Wilderer töten offenbar jeden Elefanten, den sie kriegen können. Geht es so weiter, sind die 2.000 Tiere im Land bald ausgerottet.
Die meisten Käufer getrockneter Elefantenhaut kommen aus China. Salbe aus der Haut soll gegen Ekzeme, Pickel und Verdauungsprobleme helfen. Begehrt sind zudem Armbänder und sonstiger Schmuck aus Elefantenhaut.
In Myanmar und China ist der Handel mit Elefantenprodukten zwar verboten, die Verbote werden aber oft nicht befolgt. Verstöße werden selten bestraft. Bitte fordern Sie von Myanmars moralischer Autorität Aung San Suu Kyi, sich für den Schutz der Elefanten zu engagieren. Bitte fordern Sie von Chinas Präsident Xi Jinping den Handel mit Elfenbeinprodukten zu beenden."
zur Petition

29.06.2017

Weißstorch in Weilheim brütet erfolgreich
Wie im April in der Zeitung zu lesen war, hat sich auf der Kirche in Hechingen-Weilheim ein Storchenpaar angesiedelt und unter großen Mühen ein Nest in dem seit alters dort vorhandenen "Storchenrad" gebaut. Damit ist der Weißstorch, der zum letzten Mal vor 75 Jahren an genau derselben Stelle gebrütet hat, wieder als Brutvogel in den Zollernalbkreis zurückgekehrt. Nun sitzen drei Jungvögel im Nest und man kann gespannt sein, ob sie auch alle erfolgreich ausfliegen werden. Lesen Sie den Artikel vom 17. April im ▶▶ Schwarzwälder Boten

Windenergieanlagen und Artenschutz
Durch das Artenschutzrecht sind die besonders geschützten und streng geschützten Arten auch außerhalb von Schutzgebieten geschützt. Bei Eingriffen, die die Europäischen Vogelarten (oder z.B. auch Fledermausarten) betreffen, ist deshalb eine spezielle artenschutzrechtliche Prüfung (saP) durchzuführen. Wann und in welchem Umfang solche Untersuchungen für künftig vielleicht geplante Anlagen im Bereich des VRG "Hohwacht" durchzuführen sind, hat der NABU Zollernalb auf seiner Internetseite genauer dargestellt. Auch die im Fokus stehenden potenziell betroffenen Vogelarten werden vorgestellt. Lesen Sie ▶▶ hier weiter.

Wieder mehr Störche auf der Ostalb
Der positive Bestandstrend beim Weißstorch in Baden-Württemberg scheint ungebrochen. Erfreulicherweise werden auch auf der Ostalb wieder mehr Störche festgestellt als in den letzten Jahrzehnten. Helmut Vaas vom NABU Ellwangen wurde von der Schwäbischen Zeitung dazu befragt ▶▶ Zeitungsbericht

Ulmer Doktorand entdeckt für ausgestorben erklärte Froschart in Costa Rica
In Costa Rica ist dem Ulmer Doktoranden Randall Jiménez ein spektakulärer Fund geglückt: Er hat ein Exemplar des für ausgestorben erklärten Rotbauchfrosches (Craugastor escoces) entdeckt. Das Weibchen wird nun an der Universidad de Costa Rica untersucht – mit dem Ziel, die Wiederansiedlung der Froschart zu ermöglichen. Angesichts des weltweiten Amphibiensterbens gibt die Wiederentdeckung Hoffnung: Rund ein Drittel der Arten gelten als vom Aussterben bedroht. Dementsprechend groß waren die Freude und das Medienecho in Mittelamerika.
▶▶ http://idw-online.de/de/news676640

Lichtverschmutzung verwirrt Nachtfalter
Der Flug nachtaktiver Falter wird von den Mondphasen beeinflusst. Bei Vollmond scheinen Nachtfalter weniger anfällig für künstliche Lichtquellen zu sein als bei Neumond. Ob das tatsächlich so ist, untersucht die Biologin Jacqueline Degen im Rahmen eines neuen Forschungsvorhabens am Biozentrum Würzburg. ▶▶ http://idw-online.de/de/news676674

Domestikation: Wie Katzen die Welt eroberten
Die Domestikation der Falbkatze zur Hauskatze fand sowohl in Ägypten als auch im Nahen Osten statt – und beide Linien haben ihre Spuren im Erbgut der europäischen Hauskatzen hinterlassen, wie eine neue Studie zeigt. ▶▶ http://idw-online.de/de/news676721

Rettet den Wald der Wisente - stoppt die Holzfäller im Bialowieza-Urwald!
Reinhard Behrend von Rettet den Regenwald e.V. schreibt: "Dichte Wälder wie der in Bialowieza haben einst halb Europa überzogen, heute ist er einer der letzten Urwälder Europas. Die Unesco hat Bialowieza, wo 900 Wisente leben, längst zum Welterbe geadelt. Doch Polens nationalkonservative Regierung zerstört dieses Erbe.
Mit großen Maschinen fällen Waldarbeiter sogar 150 Jahre alte Fichten. Selbst die Brutzeit der Vögel ignorieren sie. "Es macht mich sauer, wie einige Vandalen, Barbaren, den Wald zerstören können", sagt der Biologe Tomasz Wesolowski:. "Irgendwann kollabiert der Wald komplett und ist für immer verloren." Bevor das passiert, müssen wir den Frevel am Wald stoppen! Polnische Aktivisten blockieren immer wieder die Maschinen der Holzfäller. Jetzt brauchen sie unsere Unterstützung. Wir müssen politischen Druck machen! In Polen, bei der EU und bei der Unesco. Eine Petition ist dazu unser wirksamstes Mittel. Bitte unterschreiben Sie!"
▶▶ https://www.regenwald.org/petitionen/1100/bialowieza-urwald-erhalten-holzfaeller-stoppen?mtu=250677604&t=3386

Bundesamt für Naturschutz legt Agrar-Report zur biologischen Vielfalt vor
Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) stellt erstmals einen umfassenden Agrar-Report zur biologischen Vielfalt vor und zeigt in seiner Analyse, dass sich die Situation der biologischen Vielfalt in der Agrarlandschaft deutlich verschlechtert hat. "Diese Entwicklung muss für uns alle alarmierend sein", erklärt BfN-Präsidentin Prof. Beate Jessel. "Wir brauchen deshalb dringend eine Kehrtwende in der Agrarpolitik." ▶▶ http://www.dda-web.de/#2017_06_20_bundesamt_fuumlr_n

Wuppertal Institut legt Fahrplan für die Energiewende im Ruhrgebiet vor
Eine weitere Umgestaltung der Energieinfrastrukturen und vor allem eine verstärkte regionale Koordination sind essentiell für eine erfolgreiche Energiewende im Ruhrgebiet. Das Projekt "Energiewende Ruhr" zeigt den Weg zu einer strategischen Weiterentwicklung in der Region auf. Die nötigen Schritte für eine Energiewende müssen nun die Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger in den Ruhrgebietsstädten gehen. ▶▶ http://idw-online.de/de/news676708

BfN-Präsidentin fordert Kehrtwende in der Agrarpolitik
Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) stellt heute erstmals einen umfassenden Agrar-Report zur biologischen Vielfalt vor. Das BfN zeigt in seiner Analyse, dass sich die Situation der biologischen Vielfalt in der Agrarlandschaft deutlich verschlechtert hat. "Diese Entwicklung muss für uns alle alarmierend sein", erklärt BfN-Präsidentin Prof. Beate Jessel. "Wir brauchen deshalb dringend eine Kehrtwende in der Agrarpolitik." ▶▶ http://idw-online.de/de/news676689

Wettbewerb: Sechsbeinige Gartenschönheiten gesucht
Um interessante Naturbeobachtungen erleben zu können, muss man gar nicht weit "ins Grüne" gehen. Auch im Garten tummeln sich faszinierende Arten. Wer sich etwas näher mit ihnen beschäftigt, kann nun am "Swarovski Optik Beobachterpreis" von NABU und naturgucker.de teilnehmen. ▶▶ Mehr

Das Passivhaus – Beitrag zur Energiewende
Barbara Lupp vom BUND-Regionalverband macht uns auf einen interessanten Vortrag aufmerksam. Sie schreibt: "Erfahren Sie alles rund um das Thema Passivhaus im Vortrag von Prof. Dr. Feist am Donnerstag, den 22.6.2017, um 18:30 Uhr, im Vortragssaal in der Begegnungsstätte Hirsch, Hirschgasse 9, in Tübingen!" Mehr Informationen unter
▶▶ www.umweltzentrum-tuebingen.de/downloads/Flyer%20Passivhaus.pdf

22.06.2017

Waldweide: Licht ist Trumpf im Biotop
16 Rinder weiden seit Kurzem im Waldbiotop Wolfental. Forstdirektor Hermann Schmidt hofft, dass sie genug zu fressen haben und gleichzeitig etwas zum Artenschutz beitragen. Wie das geht, zeigte er unlängst Förstern aus dem Zollernalbkreis.
Lesen Sie weiter beim ▶▶ http://www.schwarzwaelder-bote.de

NABU fordert mehr Einsatz gegen den Pestizideinsatz in der Landwirtschaft
"Geht es mit dem Gifteinsatz in der Landwirtschaft so weiter, ist der stumme Frühling auch bei uns schon bald die bittere Realität", warnt der NABU-Landesvorsitzende Johannes Enssle. "Pestizide zerstören unsere Natur. Sie sind eine der Hauptursachen für den Rückgang der Artenvielfalt in unserer Agrarlandschaft." Der von der grünen Bundestagsfraktion veröffentlichte Plan zur Reduktion des Pestizideinsatzes auf deutschen Äckern weise daher in die absolut richtige Richtung und solle von der Bundesregierung schleunigst aufgegriffen werden. Doch nicht nur die Bundesregierung ist aus Sicht der Naturschützerinnen und Naturschützer in der Pflicht: "Auch die grün-schwarze Landesregierung in Baden-Württemberg kann und muss mehr tun", fordert Enssle. ▶▶ Mehr

Schlaue Vögel: Auch Raben sind nachtragend
Kolkraben sind nicht nur im Umgang mit ihren Artgenossen gewitzt: Sie meiden auch Menschen, die sie schon einmal über den Tisch gezogen haben, zeigt eine neue Studie.
Lesen Sie ▶▶ hier weiter.

Neobiota: Inseln und Küstenregionen am meisten gefährdet
Die Verteilung von Neobiota, nicht-heimischer Arten, auf verschiedene Regionen der Erde ist höchst unterschiedlich. Wo sich die globalen Hotspots für eingebürgerte, nicht heimische Arten befinden, war allerdings bislang unklar. Ein internationales Forschungsteam unter Mitwirkung des Ökologen Prof. Dr. Mark van Kleunen von der Universität Konstanz legt nun erstmals eine Analyse dieser Hotspots vor: Demnach finden sich die meisten Neobiota auf Inseln und in Küstenregionen.
▶▶ http://idw-online.de/de/news676167

Die Kultur der Vögel (Buchtipp)
Die Vögel sind in der Kognitionsforschung heute, was gestern die Bonobos waren. Immer neue Untersuchungen beschäftigen sich mit ihren erstaunlichen mentalen Fähigkeiten. Die Biologin und seit ihrer Kinderzeit Vogelbeobachterin Jennifer Ackerman, die für den "Scientific American" und das "New York Times Magazin" schreibt, näherte sich ihnen in "Die Genies der Lüfte. Die erstaunlichen Fähigkeiten der Vögel" auf eine sehr persönliche Weise.
▶▶ https://hpd.de/artikel/kultur-voegel-14524

Darüber freuen wir uns (aus dem aktuellen BUND-Newsletter)
Unsere Europäische Bürgerinitiative gegen Glyphosat nähert sich mit großen Schritten der Millionengrenze! Damit haben wir eine reelle Chance, dem meistgespritzten Pestizid der Welt den Garaus zu machen – darüber freuen wir uns wirklich sehr und sagen herzlich "Danke" an alle, die mitgemacht haben. Und auch an diejenigen im Voraus, die jetzt noch schnell unterschreiben!
▶▶ Hier unterschreiben

Rekordbeteiligung bei NABU-Aktion "Stunde der Gartenvögel" im Südwesten
Die "Stunde der Gartenvögel" wird immer beliebter, allein in Baden-Württemberg haben über 6.000 Vogelfreund*innen bei der 13. Auflage der NABU-Aktion mitgemacht. "Bei den Ergebnissen gibt es dagegen Licht und Schatten", fasst Stefan Bosch, Fachbeauftragter für Ornithologie und Vogelschutz beim NABU Baden-Württemberg, zusammen. Zwar sind Mehl- und Rauchschwalbe nach einer kontinuierlichen Abwärtsentwicklung in den vergangenen Jahren erstmals wieder im Aufwind. Dagegen haben andere Arten wie Kohl- und Blaumeise mit teils massiven Bestandsverlusten zu kämpfen. Auch die Mauersegler befinden sich im Südwesten, entgegen dem Bundestrend, ... ▶▶ Mehr

Leitfaden zur Energiewende für Kommunen und Stadtwerke
Der Strategieleitfaden »Akzente setzen durch Energieausgleich: Flexibilisierung der Energieversorgung« informiert kommunale Fachplaner und Fachplanerinnen sowie lokale Energieversorger über die Chancen von Energieausgleich und unterstützt sie bei der Planung von eigenen Konzepten vor Ort mit konkreten Anregungen und Hilfestellungen. Der kostenfrei erhältliche Leitfaden für Kommunen und Stadtwerke fasst zentrale Ergebnisse des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Forschungsprojekts »Akzente – Gesellschaftliche Akzeptanz von Energieausgleichsoptionen und ihre Bedeutung bei der Transformation des Energiesystems« zusammen. ▶▶ http://idw-online.de/de/news675577

15.06.2017

2.000 Euro-Spende ermöglicht NABU Horb den Kauf eines "Blütentraums"
Ein botanisches Kleinod konnte unsere NABU-Gruppe Horb vor Kurzem erwerben. Eine außergewöhnlich arten-, blütenreiche Wiese, die über Jahrzehnte extensiv genutzt worden war
(▶▶ Zeitungsbericht). Ermöglicht hat den Kauf die Bäckerei Saur. Diese verkauft seit neuem Papiertragetaschen an die Kunden und spendete den Erlös der NABU-Gruppe für ein Naturschutzprojekt.

Stellungnahme zum Entwurf des Teilregionalplans Windkraft 2017
Die Naturschutzverbände der Kreise Reutlingen und Zollernalb haben ihre Stellungnahme zum Entwurf der Planung des Regionalverbands Neckar-Alb abgegeben. Das Bestreben des Regionalverbands, mit der Ausweisung von Vorranggebieten für Standorte regionalbedeutsamer Windkraftanlagen seinen Beitrag zur Energiewende zu leisten, wird grundsätzlich begrüßt. Sie sind davon überzeugt, dass es möglich ist durch konsequente Beachtung der Vorgaben zum Schutz von Natur und Landschaft zu einer verträglichen Nutzung regenerativer Energien zu kommen. Skeptisch sind die Verbände allerdings hinsichtlich einer Genehmigungsfähigkeit künftiger Anlagen im Bereich des "Hohwacht" zwischen Grosselfingen, Haigerloch und Rangendingen.
Die ganze Stellungnahme finden Sie ▶▶ hier.

Achtung Ablenkung! Künstliches Licht beeinflusst migrierende Fledermäuse
Migrierende Fledermäuse werden durch künstliches Licht von ihrer nächtlichen Flugroute abgelenkt. Aber nicht, weil sich an der Lichtquelle vermehrt Insekten tummeln – sondern weil das Licht selbst sie anzieht. Dies fand ein Forscherteam um Christian Voigt vom Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin bei einer Studie mit grünem Laser-Licht heraus.
▶▶ http://idw-online.de/de/news675725

Gelegenheit macht Seitensprünge - Studie zum Brutverhalten von Nachtigallen
Unter dem Nachwuchs von Nachtigallen wird einer Studie zufolge etwa jedes fünfte Küken fremdgezeugt, es stammt also von einem anderen als dem sozialen Vater, der sich an der Jungenaufzucht beteiligt. Wie die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern unter Leitung von Dr. Conny Landgraf von der Freien Universität Berlin und dem Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung erstmals nachwiesen, korrelierte die Wahrscheinlichkeit, ein oder mehrere Fremdküken im Nest zu haben, stark mit der Anzahl direkter Nachbarn.
▶▶ http://idw-online.de/de/news675787

Ist Naturschutz der Bundeskanzlerin egal?
Vor zehn Jahren wurde die "Nationale Strategie zur biologischen Vielfalt" vom Kabinett unter Angela Merkel verabschiedet. Seitdem hat sich die biologische Vielfalt aber verschlechtert statt verbessert - auch weil Bundesministerien ständig querschießen. ▶▶ Mehr

Schwalbenfreundliches Haus - heißen Sie unsere Sommerboten willkommen!
Schwalben finden leider immer weniger geeignete Lebensräume und Nistmöglichkeiten. Helfen Sie den beliebten Sommerboten und machen Sie ihr Haus schwalbenfreundlich. Oder haben Sie schon Schwalben an Haus und Hof? Dann bewerben Sie sich um eine NABU-Plakette für Ihr Haus.
▶▶ Mehr ...

08.06.2017

Neuer Vorstand beim NABU Rosenfeld
Eine Veränderung an der Spitze hat sich in der NABU-Gruppe Rosenfeld bei der Mitgliederversammlung vollzogen: Bei der Mitgliederversammlung am 18. Mai wurden Christa Hanser, Beat Dippon und Marie Holler für die nächsten vier Jahre als Sprecher gewählt. Lesen Sie weiter im ▶▶ Zollern-Alb-Kurier.

Lehrbienenstand des Vereins Mellifera an der Fischermühle in neuem Glanz
Der Bienenerlebnisgarten Lagd (alter Name für Bienenstand) freut sich nun auf kleine und große Besucher. Zehn Infotafeln mit großformatigen Fotos informieren über die faszinierende Welt der Bienen und machen Lust auf mehr. Lesen Sie weiter beim ▶▶ Schwarzwälder Boten.

Der weiße Greif aus den Haigerlocher "Seewiesen"
Am Samstag, 20. Mai 2017, dreht Hans Hermann vom NABU Haigerloch eine seiner "üblichen" Runden und kommt bei der Gelegenheit auch durch die "Seewiesen", eine dieser regelmäßig auftauchenden Geländesenken in der welligen Landschaft der Oberen Gäue zwischen Neckar- und Eyachtal im Zollernalbkreis. "Huch, was ist denn das für ein weißer Turmfalke?" schießt es ihm durch den Kopf, als er den Vogel in einer lang gezogenen Hecke oberhalb des Seggensumpfs sitzen sieht. Lesen Sie ▶▶ hier weiter.

VRG Windkraft "Hohwacht": Planentwurf unvollständig und fehlerhaft?
Auch wenn der NABU Zollernalb die Veröffentlichungen der Bürgerinitiative in der Regel nicht kommentiert, wird am Beispiel des Rotmilans einmalig eine Ausnahme gemacht: Die Bürgerinitiative kritisiert, dass für den Bereich des VRG "Hohwacht" keine Untersuchungen über das Vogel-Vorkommen durchgeführt worden seien. Damit sei die Planung rechtsfehlerhaft. Das ist allerdings so nicht richtig.
▶▶ https://www.nabu-zollernalb.de/windenergie-in-haigerloch/argumente-hinterfragt/

Weg für effektiven Herdenschutz frei machen
Landesschafzuchtverband (LSV) und NABU sind angesichts der Äußerungen von Landwirtschaftsminister Hauk zum Herdenschutz besorgt über die Perspektiven der Schäferei.
▶▶ https://baden-wuerttemberg.nabu.de/news/2017/april/22357.html

Meeresverschmutzung: Toter Schwertwal war chemische Bombe
Lulu, einer der letzten britischen Schwertwale, starb in Fangleinen. In ihrem Körper schlummerten aber auch Gifte, die sie zum am stärksten kontaminierten Wal der Erde machten.
▶▶ http://www.spektrum.de/news/toter-schwertwal-war-chemische-bombe/1455243

Geckos kommunizieren überraschend flexibel
Zum ersten Mal wurde bei einem Reptil gezeigt, dass es seine Rufe an sich ändernde Umweltbedingungen anpassen kann, wie man es von den komplexen Kommunikationssystemen von Vögeln und Säugetieren kennt. Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Ornithologie in Seewiesen fanden beim Tokeh, einem nachtaktiven Gecko heraus, dass die Rufdauer in einer lauten Umgebung zunimmt. Die Lautstärke der Rufe änderte sich nicht; bei Umgebungslärm produzierten die Tiere jedoch mehr lautere Silbenanteile als in ruhiger Umgebung. Vokale Plastizität ist vermutlich aus der Notwendigkeit heraus entstanden, beim Kommunizieren auch gehört werden zu müssen, und das mehrmals unabhängig voneinander im Tierreich.
▶▶ http://idw-online.de/de/news675397

"BienABest": Neues Projekt soll Arten und Bestäubungsleistung sichern
Mehr als die Hälfte der 561 Wildbienenarten stehen in Deutschland bereits auf der Roten Liste. Das Projekt "BienABest" soll helfen, dem Bienensterben Einhalt zu gebieten und die Bestäubungsleistung nachhaltig zu sichern. Das sechsjährige Projekt, in fachlicher Begleitung des Bundesamtes für Naturschutz (BfN), wird aus Mitteln des Bundesprogramms Biologische Vielfalt des Bundesumweltministeriums gefördert. ▶▶ http://idw-online.de/de/news675363

Die Regeln der Paviane
Konstanzer Biologen ermitteln die Regeln, mit denen Paviane ihre Gruppenbewegung koordinieren. ▶▶ http://idw-online.de/de/news675506

Rotmilan-Paar wird von Windbauern vertrieben
Wegen des Verstoßes gegen geltendes Naturschutzrecht hat der NABU gegen einen Betreiber und den Flächenverpächter eines Windenergieparks im nordhessischen Landkreis Waldeck-Frankenberg Anzeige erstattet. NABU-Mitglieder hatten den Betreiber und den Flächenverpächter dabei erwischt, wie sie die Ansiedlung eines Rotmilan-Brutpaars in der Nähe ihrer Windenergieanlagen durch massive Störung zu verhindern versuchten.
▶▶ http://www.birdnet-news.de/?PartnerID=2&beitrag=1151

Erkenntnisse zur Entstehung von Artenvielfalt auf Inseln vertieft
In einer neuen Studie, die jetzt in Current Biology veröffentlicht wurde, hinterfragt ein Team aus Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern u.a. aus dem Museum für Naturkunde Berlin, die vor 50 Jahren aufgestellte Theorie zur Inselbiogeographie. Hauptforschungsfrage dabei war, ob die Artenvielfalt auf Inseln über längere Zeiträume konstant bleibt. Mittels DNA-Analyse und Fossildaten von Vögeln auf der Macaronesischen Inselgruppen im Atlantik konnte diese einflussreiche Theorie nun erstmals bestätigt werden. ▶▶ http://idw-online.de/de/news674928

Angriff der Bulldozer auf den Schimpansen-Wald stoppen!
Reinhard Behrend von Rettet den Regenwald schreibt: "In den Wäldern von Bugoma in Uganda leben 500 Schimpansen. Ihr Lebensraum ist in Gefahr: Die Firma Hoima Sugar will den Wald in eine Zuckerrohrplantage umwandeln. Die Einwohner der Region kämpfen für die Natur und gegen die Zerstörung ihrer Heimat. Bitte unterstützen Sie die Forderung der Umweltschützer: Der Wald muss erhalten werden!" Zur Petition geht's hier: ▶▶ https://www.regenwald.org/petitionen/1092/

"Wir wollen keine Ananas im Nationalpark!"
Reinhard Behrend von Rettet den Regenwald schreibt: "Wo der Naturschützer Odey Oyama steht, sollte dichter Regenwald wachsen. Das Gebiet gehört zum Cross River Nationalpark in Nigeria, einem besonders artenreichen Fleckchen Erde. Der Park schützt den Lebensraum von Stummelaffen, Mandrills und Waldelefanten. Mit einigem Erfolg: Während Nigeria fast seinen gesamten Wald verloren hat, konnte er sich hier halten. Doch die Firma Dangote hat Regenwaldflächen gerodet, um Ananas-Plantagen anzulegen. Odey wirft der Firma vor, gegen nigerianisches Gesetz zu verstoßen. "Die Plantagen müssen raus aus dem Nationalpark!", fordert er. Bitte unterstützen Sie Odey Oyama mit Ihrer Unterschrift."
Zur Petition: ▶▶ https://www.regenwald.org/petitionen/1095/

01.06.2017

Klimawandel: Eisbären weichen immer öfter auf Vogeleier als Nahrung aus
Wie ein Team des Norwegischen Polarinstituts herausfand, verschmähen Eisbären offenbar zunehmend Meerestiere und weichen auf Vogeleier als Nahrung aus. Die Wissenschaftler zeichneten die Bewegungen von 67 Eisbären und 60 Ringelrobben vor und nach einem unerwarteten Rückgang der Meereisfläche im Jahr 2006 auf, der die Küstenlinie von Spitzbergen veränderte. Grund scheint das Abschmelzen des Nordpols zu sein. Die Veränderung der Küstenlinie macht die Robbenjagd für den Prädator immer schwieriger. Einfacher sind da die Eier der arktischen Weißwangengänse zu erreichen. ▶▶ http://www.dda-web.de/#2017_05_16_folgen_des_klimawand

Zusammenhang zwischen dem Aussterberisiko von Amphibien und ihrem Lebensraum hat sich umgedreht
Amphibien sind heute die am stärksten gefährdeten Landwirbeltiere. Der Gefährdungsgrad einer Art ist nicht zufällig, sondern wird unter anderem durch deren morphologische und ökologische Eigenschaften bestimmt. So finden sich besonders viele gefährdete Amphibienarten unter denen, die Fließgewässer benötigen. Forscher vom Museum für Naturkunde Berlin konnten mit Daten fossiler Arten nun zeigen, dass sich dieser Zusammenhang zwischen Lebensraum und Aussterberisiko im Laufe der Erdgeschichte umgedreht hat, die heute gefährdeten Fließgewässerbewohner waren früher die Gewinner. Einer der Gründe könnte der Mensch und sein Einfluss auf Ökosysteme sein. ▶▶ Link: http://idw-online.de/de/news674603

Geiersterben kostet Indien Milliarden
Nur etwa vier Prozent der drei ehemals häufigsten Geierarten Indiens haben das große Sterben überlebt. 80 Millionen Geier drehten in den Jahren vor der Massenvergiftung ihre Bahnen über Indien und erbrachten kostenlos wertvolle Leistungen im Gesundheitswesen Indiens. Haben die Menschen daraus gelernt? Sieht nicht so aus... ▶▶ http://www.birdnet-news.de/?PartnerID=2&beitrag=1123

Endlich erklärt: Grasmücken!
Jetzt kommen sie wieder. Die Grasmücken. Sie gelten als schwer zu beobachten und auch als schwer zu unterscheiden. Gerade Einsteiger tun sich oft schwer mit ihnen und verzichten auf den "zweiten Blick". Birdnet.de stellt jetzt ausführlich die fünf Arten vor, die sich in Mitteleuropa regelmäßig beobachten lassen. Und: Auch auf ihre Gesänge wird eingegangen.
▶▶ http://www.birdnet-news.de/?PartnerID=2&beitrag=1126

Magazin der Internationalen Arbeitsgruppe zum Schutz des Braunkehlchens
WhinCHAT lautet der Name des neuen, digitalen Magazins der Internationalen Arbeitsgruppe zum Schutz des Braunkehlchens. Die erste Ausgabe der frei verfügbaren Online-Zeitschrift umfasst rund 100 Seiten und enthält Beiträge aus acht Ländern Europas, die sich schwerpunktmäßig mit Bestandsentwicklungen und Schutzmaßnahmen beschäftigen. Die Beiträge sind teils deutsch-, teils englischsprachig. Weitere Informationen unter ▶▶ https://braunkehlchen.jimdo.com/

NABU-Sommerakademie - Fortbildungsangebot für ehrenamtlich Engagierte
Der NABU Baden-Württemberg bietet am 01. und 02. Juli wieder in Kooperation mit der Evangelischen Akademie Bad Boll Ehrenamtlichen eine Sommerakademie an. An zwei Tagen werden fünf spannende Workshops zu ganz unterschiedlichen Themen geboten. Das vorläufige Programm und weitere Infos erhalten Sie ▶▶ hier.

24.05.2017

Der Wanderfalke – knapp dem Aussterben entronnen
Der Wanderfalke ist in den 60er- bis 80er-Jahren knapp dem Aussterben entronnen – auch in Baden-Württemberg. Zwar erholte sich die Population, doch der Großfalke leidet noch immer unter denselben Problemen wie damals. Pestizide, vor allem quecksilber¬haltige und chlorhaltige Kohlenwasserstoffe wie DDT, brachten den Wanderfalken Mitte des vergangenen Jahrhunderts an den Rand des Aussterbens. Als Jäger am Ende der Nahrungskette war der Wanderfalke von der Vergiftung mit Pestiziden besonders betroffen, da er durch seine Beutetiere große Mengen des Giftes aufnahm. Die Schadstoffe sammelten sich im Körper der Tiere an. Weibliche Falken legten in der Folge Eier mit dünnen, brüchigen Eischalen. Viele Eier zerbrachen, der Bruterfolg sank.
Weitere Informationen beim ▶▶ NABU-BW.

Studie zu Blaumeisen: Erst riechen, dann betteln
Blaumeisen können den Geruch anderer Jungtiere wahrnehmen und daraufhin ihr Bettelverhalten anpassen. Das ist das Ergebnis der neuesten Studie von Dr. Barbara Caspers und Dr. Peter Korsten von der Universität Bielefeld, die heute, am 12. Mai, im Journal "Functional Ecology" veröffentlicht wird. Die Verhaltensbiologin Caspers erforscht als Freigeist-Fellow, gefördert von der Volkswagen-Stiftung, in ihrem Projekt "Der Geruch der Verwandtschaft – wie entsteht er, wie riecht er" zurzeit das Geruchsverhalten verschiedener Tiere. ▶▶ http://idw-online.de/de/news674559

Kakadus passen auf ihre Werkzeuge auf
Nur wenige Tierarten so wie Neukaledonische Krähen oder einige Primaten können Werkzeuge benutzen. Noch weniger können sie sich selbst herstellen. Eine Vogelart, der Goffin-Kakadu schafft es dagegen, sich diese beiden Fähigkeiten ohne Erbanlagen selbst beizubringen. Forschende der Vetmeduni Vienna und der Universität Wien zeigten nun, dass die schlaue Papageienart ein weiteres Talent beim Umgang mit Werkzeugen hat. Die Studie wurde im Fachjournal Animal Behaviour veröffentlicht. ▶▶ http://idw-online.de/de/news674684

Wie lange noch? Alarmierender Rückgang bei Vögeln in Deutschland und Europa
Eine Kleine Anfrage der Grünen im Bundestag bestätigt Beobachtungen zum Rückgang der Feldvögel - Verlust von Nahrung und Lebensraum
▶▶ http://www.birdnet-news.de/?PartnerID=2&beitrag=1146

4 gewinnt: neue Ameisenarten
Senckenberg-Wissenschaftler haben die aus dem Mittelmeerraum stammende Ameise Tapinoma nigerrimum untersucht, die dort und zunehmend auch nördlich der Alpen als Invasionsameise auftritt. Die großangelegte Studie zeigt, dass es sich dabei nicht um eine sondern vier eigenständige Arten handelt. Sie stehen in direkter Konkurrenz zu anderen Ameisenarten. Die Studie wurde kürzlich im Fachmagazin "Myrmecological News" veröffentlicht.
▶▶ http://idw-online.de/de/news674184

Sonderausgabe "Natur und Landschaft": Naturschutzarbeit in Deutschland 2016
Einen informativen Überblick über die Naturschutzarbeit in Deutschland bietet die aktuelle Sonderausgabe der Fachzeitschrift "Natur und Landschaft", die vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) herausgegeben wird. Die für Naturschutz und Landschaftspflege zuständigen Institutionen in Deutschland präsentieren in diesem Themenheft ihre Arbeitsschwerpunkte für das Jahr 2016: das Bundesumweltministerium, das Bundesamt für Naturschutz, die für Naturschutz zuständigen Landesämter, die Bund/ Länderarbeitsgemeinschaft Naturschutz, Landschaftspflege und Erholung (LANA), die Länderarbeitsgemeinschaft der Vogelschutzwarten (LAG VSW), Bildungsstätten im Natur- und Umweltschutz sowie zahlreiche Naturschutzverbände und Stiftungen. Auch der DDA ist wie in jedem Jahr vertreten und berichtet über die Arbeit des Vereins.
▶▶ http://www.dda-web.de/#2017_05_09_sonderausgabe_bdquo

Methanquellen vor Spitzbergen verringern Treibhauseffekt
Große Mengen des Treibhausgases Methan sind in den Meeresböden der Arktis eingeschlossen. Tritt es aus und gelangt bis in die Atmosphäre, verstärkt es dort den Treibhauseffekt, so die gängige Meinung. Ein internationales Forschungsteam mit Beteiligung des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel hat jetzt aber herausgefunden, dass Methanquellen am Meeresboden vor Spitzbergen nicht notwendigerweise diesen Effekt haben, sondern der Atmosphäre effektiv sogar Treibhausgase entziehen können. Die Studie erscheint heute in der Fachzeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America (PNAS).
▶▶ http://idw-online.de/de/news674215

Wann rechnet sich ein E-Auto? Online-Kostenrechner jetzt verfügbar
Die Elektromobilität ist angesichts von Dieselskandal und der Diskussion um Fahrverbote in aller Munde. Dennoch fehlt Verbrauchern bisher die Möglichkeit, konkret und individuell auszurechnen, welche Vorteile ein Elektrofahrzeug im Vergleich zum konventionellen Pkw hinsichtlich Kosten und Umwelt hat. Vor diesem Hintergrund hat das Öko-Institut einen Onlinerechner entwickelt, der ab heute allen Interessierten kostenfrei zur Verfügung steht. ▶▶ http://idw-online.de/de/news674696

Wie stark stören Windenergieanlagen die Lebensräume unserer Vögel?
Auswirkungen von Windenergieanlagen (WEA) auf Vögel wurden in den vergangenen Jahren in vielfältiger Weise untersucht. Großflächige Untersuchungen zu den möglichen Auswirkungen des bereits realisierten Ausbaustands des Windenergiesektors auf windkraftsensitive Arten fehlen jedoch bislang weitgehend. Im Rahmen einer Studie hat sich der DDA nun mit der Überlagerung der Brutzeithabitate ausgewählter Vogelarten mit Risiken, die von der Windkraftnutzung ausgehen, beschäftigt.
Um die von WEA ausgehenden Risiken für Vögel abzuschwächen, wurden in Deutschland durch die Länderarbeitsgemeinschaft der Vogelwarten (LAG VSW) Abstandsempfehlungen definiert. Diese wurden genutzt, um die Überlagerung von Brutzeitlebensräumen mit windkraftinduzierten Risiken als auch die potenziell beeinflussten Populationsanteile windkraftsensibler Arten abzuschätzen. ▶▶ http://www.dda-web.de/#2017_05_02_neue_studie_des_dda:

18.05.2017

Verändern Windkraftanlagen das Kleinklima im "Dreiländereck"?
In der Zeitung war der Einwand eines Landwirts zu lesen, wonach Windräder angeblich das Mikroklima verändern und er seine Felder nicht mehr wie bisher bewirtschaften können werde. Es stellt sich zwar erneut die Frage, ob solche Diskussionen schon zum jetzigen Zeitpunkt geführt werden müssen, wo noch kein einziges Windrad geplant ist, aber auch diesem Einwand geht der NABU Zollernalb auf seiner Website nach:
▶▶ https://www.nabu-zollernalb.de/windenergie-in-haigerloch/argumente-hinterfragt/

Unsere Meinung: Bebauungsplan "Am Pfaffenberg" in Burladingen-Melchingen
Die "Achillesferse" generell und hier insbesondere im Hinblick auf den besonders umfangreichen Ausgleichsbedarf ist die Kontrolle der Durchführung und der dauerhaften Erhaltung. Die verbindliche Festsetzung einer Überprüfung ist grundsätzlich zu begrüßen. Probleme bestehen allerdings im Detail. ▶▶ Mehr

NABU erstellt weiteres Schwalbenhaus in Zimmern u.d.B.
Auf der Grundlage einer Spende der Volksbank Hohenzollern konnte mithilfe von Spenden und Zuschüssen der Naturschutzbehörden der Bau von "Schwalben-Hotels" und weitere Schwalben-Nisthilfenprojekte möglich werden. Das dritte Projekt wurde nun dieser Tage in Zimmern u.d.B. der Öffentlichkeit vorgestellt.
▶▶ https://www.nabu-zollernalb.de/projekte/artenschutz/schwalbenschutz/

Finanzierung des Naturschutzes in BW - Engpässe trotz Mittelzuwachs
Seit 5 Jahren erlebt der Landeshaushalt von BW einen früher für undenkbar gehaltenen Zuwachs an Naturschutzmitteln. Bis Ende der Legislaturperiode ist eine Steigerung von früher jährlich 30 Mio. € auf dann 90 Mio. € jährlich vorgesehen. Wie passt das mit Finanzierungslücken etwa bei der Bewilligung von Landschaftspflegemitteln 2016 zusammen? Das LNV-Info 1/2017 erläutert die Hintergründe, schildert überproportionale Einsparungen im Naturschutzhaushalt und zeigt Lösungsmöglichkeiten. ▶▶ weiterlesen

Lebewesen - nicht Pflanze, nicht Tier: Ganz schön schlaue Schleimpilze
Forscher aus Göttingen und den USA finden Grundlage für komplexes Verhalten im Schleimpilz: Trotz fehlendem Nervensystem ermöglicht ein einfaches Feedback dem Schleimpilz den kürzesten Weg durch ein Labyrinth zu finden. Dazu verschickt der Schleimpilz Informationen mit der Strömung in seinem Adernetzwerk und verstärkt diese Strömung dabei.
▶▶ http://idw-online.de/de/news673948

04.05.2017

Erhöhte Waldbrandgefahr im "Dreiländereck"?
Nachdem kürzlich im Kreis Plön ein Windrad abgebrannt ist, sehen manche schon die Wälder im Dreiländereck in Gefahr. Natürlich können technische Anlagen brennen und das ist nicht das erste Windrad, das brennt. Es stellt sich jedoch die Frage, ob solche Diskussionen schon zum jetzigen Zeitpunkt geführt werden müssen, wo noch kein Windrad geplant ist. Auch das thematisiert der NABU Zollernalb auf seiner Website:
▶▶ https://www.nabu-zollernalb.de/windenergie-in-haigerloch/argumente-hinterfragt/

Elefantenbullen reagieren auf unbekannte Weibchen stärker
Die KognitionsbiologInnen Angela Stöger und Anton Baotic von der Universität Wien erforschen die Kommunikation von Elefanten. Im Speziellen untersuchen sie, wie Elefantenbullen vokalisieren – diese gelten im Gegensatz zu den Weibchen als schweigsame Zuhörer. In der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift "Scientific Reports" konnten sie zeigen, dass Elefantenbullen die Laute von unbekannten Weibchen viel attraktiver und anziehender fanden als jene von vertrauten Weibchen: Möglicherweise eine evolutionäre Anpassung, um Inzucht zu vermeiden.
▶▶ http://idw-online.de/de/news673063

Bären: Wenn jeder mit jedem kann
Senckenberg-Wissenschaftler haben mit Hilfe mehrerer zoologischer Gärten das komplette Erbgut von vier Bärenarten sequenziert. Damit liegen erstmalig die vollständigen Genome aller Bärenarten vor. Die Analyse des Forscherteams zeigt, dass ein Genfluss zwischen den meisten Bärenarten möglich ist. In der nun im Fachjournal "Nature Scientific Reports" erschienenen Studie stellen die Wissenschaftler daher auch das bisherige Artenkonzept für Bären in Frage.
▶▶ http://idw-online.de/de/news673057

Erstes Wanderfalken-Küken geschlüpft
In diesem Jahr können alle den Wanderfalken in der Heilig-Geist-Kirche in Heidelberg via Internet beim Brüten und der Aufzucht der Jungen zuschauen. Vor wenigen Tagen ist das erste Küken geschlüpft - schauen Sie mal, ob Sie es entdecken können. ▶▶ Zur Webcam

Schutz der Meere: Dringender Appell an die Mitglieder des Bundestags
Der 17. Mai könnte zum Schicksalstag für die Arten in Nord- und Ostsee werden. Fordern Sie die Abgeordneten des Bundestags auf, an diesem Tag für den Schutz unserer Meere zu stimmen! Lesen Sie ▶▶ hier weiter.

10 Jahre NABU-Aktion "Lebensraum Kirchturm": Baden-Württembergs Gotteshäuser besonders gastfreundlich
Vor zehn Jahren ist die Aktion "Lebensraum Kirchturm" gestartet. Mittlerweile hat der NABU über 1.000 Kirchen ausgezeichnet – dafür, dass sie ihren Turm für Falken, Fledermäuse & Co. öffnen und so dringend benötigten Wohn- und Lebensraum für diese bedrohten Arten schaffen. Stolze 212 der besonders gastfreundlichen Kirchen liegen in Baden-Württemberg, das damit bundesweit mit Abstand den ersten Platz belegt. „Wir freuen uns sehr, dass die Kirchen und die NABU-Gruppen im Land sich damit so erfolgreich für Wanderfalken, Große Mausohren und viele andere Arten einsetzen“, sagt der NABU-Landesvorsitzende Johannes Enssle.
▶▶ http://www.nabu-bw.de/lebensraumkirchturm

LivingLand-Initiative und EU-Konsultation - Umfrage zur EU-Agrarpolitik
Die EU-Agrarpolitik ist reformbedürftig und verhindert weder das Arten- noch das Höfesterben. Große Umweltverbände haben nun die Initiative LivingLand ins Leben gerufen und fordern einen grundlegenden Wandel. LivingLand informiert auch über die aktuelle EU-Konsultation zur EU-Agrarpolitik. Bis zum 2. Mai können EU-Bürger/innen ihr Votum über die Verteilung von aktuell 60 Milliarden Euro Agrar-Subventionen abgeben, die bisher zum großen Teil nach dem "Gießkannenprinzip" verteilt werden. Das hat eine verheerende Umweltbilanz. Der LNV unterstützt die Initiative. Lesen Sie hier weiter: ▶▶ http://www.living-land.de/

Bedenkenloses Spiel mit der Sicherheit belgischer Atomreaktoren
Aus dem Newsletter des Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V.(SFV): "Die zwei vorgeschädigten belgischen Atomreaktoren Tihange 2 und Doel 3 sind wegen tausender Fehlstellen in ihren Reaktordruckgefäßen zu Beginn des Jahres 2015 gleichzeitig abgeschaltet worden. Doch dann - obwohl die Schäden nicht beseitigt werden konnten - wurden die vorgeschädigten Reaktoren mit Erlaubnis der belgischen Atomaufsicht Ende 2015 wieder in Betrieb genommen. Ein himmelschreiendes Versagen der Verantwortlichen! Selbst ausgewiesene Anhänger der Atomtechnik sind fassungslos!"
Ein von der NRW-Landesregierung in Auftrag gegebenes Gutachten enthält nun einige "Ungereimtheiten", weshalb der SFV einen Offenen Brief an den zuständigen Minister geschrieben hat. Lesen Sie ▶▶ hier weiter.

27.04.2017

Modellprojekt "naturverträgliche Felssicherung an Straßen"
Das langjährige Engagement des BUND und anderer Naturschutzverbände für den Schutz der Felsbiotope im Biosphärengebiet trägt erste Früchte. Die BSG-Geschäftsstelle hat das oben genannte Modellprojekt ins Leben gerufen um der Praxis "erst die Räumung/ Sprengung planen, dann unter Zeitdruck versuchen, dem Arten-und Biotopschutz gerecht zu werden" eine bessere Verkehrssicherungsstrategie entgegenzusetzen. Im Projekt sind neben den Naturschutzverbänden auch Straßenbaubehörden vertreten.
▶▶ http://www.bund-neckar-alb.de/positionen/verkehrssicherung-versus-felsenschutz/

Wildes Herz: Städtische Wildschweine bevorzugen natürliche Nahrung
Anders als vermutet kommen Wildschweine nicht nach Berlin, um dort Mülleimer zu plündern oder andere Nahrungsquellen aus menschlicher Herkunft zu nutzen. Im Gegenteil, auch Stadtschweine ernähren sich vorzugsweise von natürlichen Ressourcen. Das ist das überraschende Ergebnis einer Studie des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (IZW), die von National Geographic und der Stiftung Naturschutz Berlin unterstützt wurde. Die ForscherInnen untersuchten Mägen von 247 Wildschweinen aus Berlin und dem Umland. Die Forschungsergebnisse wurden jetzt in der wissenschaftlichen Zeitschrift "PLOS ONE" veröffentlicht.
▶▶ http://idw-online.de/de/news672882

Schwalben leiden unter Insektenmangel und Klimawandel
Was bei den Pflanzen die Apfelblüte, ist bei den Vögel das Erscheinen der Schwalben: Kommen die schnittigen Flieger aus Afrika, hält der Frühling endgültig Einzug. Leider nehmen die Schwalbenbestände von Jahr zu Jahr ab. ▶▶ Mehr

Dringend: Ein Schutzgebiet für Pinguine in Chile
Reinhard Behrend von Rettet den Regenwald schreibt: "Die bedrohten Humboldt-Pinguine tauchen in der Meeresregion "La Higuera-Isla Chañaral" nach Anchovis und Sardellen. Sie machen den Ozean in Nordchile zu einem faszinierenden Hotspot der Artenvielfalt - gemeinsam mit Walen und Delfinen. Seit Jahrzehnten steht das Überleben dieses Paradieses auf der Kippe. Immer wieder gefährden Industrieprojekte wie Kohlekraftwerke, Bergwerke und Häfen das wertvolle Ökosystem. Eine Katastrophe für die Natur!
Jetzt scheint sich der Wind endlich zu Gunsten der Pinguine gedreht zu haben. Die Regional-Regierung hat sich gegen die umweltzerstörerischen Pläne des Minenunternehmens /Andes Iron/ ausgesprochen. Bitte lassen Sie diesen Traum der Pinguine wahr werden und unterschreiben Sie unsere Petition." Mehr unter ▶▶ https://www.regenwald.org/petitionen/1085/

Paradiese in Gefahr: Studierende forschen zu Plastikmüll in den Meeren
Selbst ein entlegenes Atoll bleibt von der Verschmutzung der Meere durch Plastikmüll nicht verschont. Master-Studierende und Wissenschaftler der Uni Bayreuth haben auf einer Insel im Indischen Ozean angespültes Treibgut analysiert und Bedenkliches herausgefunden.
▶▶ http://idw-online.de/de/news672901

20.04.2017

Windenergie: Erbebengefahr im Hohenzollerngraben
"Die Erdbebengefahr im Hohenzollerngraben wird immer größer und in 40 bis 50 Jahren könnte ein großes Beben ein Windrad zum Bersten bringen. Dann läuft das ganze Getriebeöl ins Grundwasser und gefährdet die Trinkwasserversorgung der Starzel-Eyach-Gruppe." - Unter anderen war dieser Einwand eines Mitbürgers in der Zeitung zu lesen. Aber stimmt das auch? Der NABU fühlt einigen der in der Diskussion zu hörenden Argumenten nach und nach auf den Zahn.
▶▶ https://www.nabu-zollernalb.de/windenergie-in-haigerloch/argumente-hinterfragt/

Fischadler erhalten Horst am Oberrhein — Filmbeitrag im SWR-Fernsehen
Fischadler bei uns im Südwesten? Das wäre eine Sensation. Daniel Schmidt-Rothmund vom NABU-Vogelschutzzentrum hat ihnen am Oberrhein einen Brutplatz geschaffen. Damit sollen die ausgerotteten Großvögel aus anderen Regionen angelockt werden. Das SWR hat vor wenigen Tagen in der Sendung „natürlich!“ einen kleinen, feinen Filmbeitrag gesendet.
▶▶ zum Film in der ARD-Mediathek

Was Spinnen alles erbeuten können
Vogelspinnen erbeuten, anders als ihr Name suggeriert, nur selten Vögel oder andere, größere Wirbeltiere. Selbst die mächtige Goliathspinne jagt meistens Insekten und andere Wirbellose. Erstmals wurde jedoch belegt, dass sie Schlangen erbeuten können.
▶▶ www.spektrum.de/news/was-spinnen-alles-erbeuten-koennen/1446329

Frühlingsgefühle bei den Wildkatzen
Der Baldriangeruch ähnelt dem Paarungsduft der Wildkatzen so sehr, dass wir ihnen damit hoffentlich wieder auf die Spur kommen. Derzeit ist der BUND wieder mit Lockstöcken und Wildtierkameras hinter der Wildkatze her, u.a. in der Lüneburger Heide und Südbrandenburg. Um ihre Verbreitung zu bestimmen, nutzen die Expert*innen, darunter viele Ehrenamtliche, die sog. Lockstock-Methode. ▶▶ Mehr zum Thema

"Bienenkonferenz" spart Ursachen des Insektensterbens aus
Der NABU, der Deutsche Berufs- und Erwerbsimkerbund (DBIB) und die Aurelia-Stiftung fordern von Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt mehr Glaubwürdigkeit beim Einsatz für Honigbienen und andere Wildbestäuber. Das Bundeslandwirtschaftsministerium sendet mit der „Internationalen Bienenkonferenz“, die heute und morgen in Berlin stattfindet, zwar ein richtiges Signal, indem die „Bedeutung der Biene und die Verbesserung ihrer Lebensbedingungen“ zum Thema gemacht wird. Nicht nachvollziehbar ist, warum die intensive Landwirtschaft, die für den desolaten Zustand von Honigbienen und anderen Insekten maßgeblich verantwortlich ist, weitgehend ausgespart wird.
Mehr unter ▶▶ https://www.nabu.de/presse/pressemitteilungen/

Wenn aus friedlichem Miteinander Konkurrenz wird - Klimawandel
Biologen sind sich einig darüber, dass der Klimawandel nicht nur mehr Hitzewellen und Überflutungen verursacht, sondern auch die biologische Vielfalt verringert. Die spezifischen Prozesse, die letztlich zum Verlust von Arten führen, sind jedoch noch wenig erforscht. Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig und der Universität Leipzig haben nun in einem verblüffenden Experiment eine der möglichen Ursachen für den Artenverlust durch Klimawandel gefunden.
▶▶ Link: http://idw-online.de/de/news671060

Französisch-Guayana: Keine Goldmine in den Regenwald!
Reinhard Behrend von Rettet den Regenwald e.V. schreibt: "Es ist ein industrielles Monster, das unberührten Regenwald verschlingt: Die Regierung in Paris ist dabei, eine 190 Quadratkilometer große Gold-Konzession in Französisch-Guayana zu vergeben. Ein 2,5 Kilometern langer Tagebau würde sich dann in Montagne d’Or durch den Amazonas-Regenwald fressen. Die Goldextraktion verschlänge 20 Prozent von Französisch-Guayanas jährlichem Stromverbrauch. Das größte Risiko geht vom Damm aus, der Millionen Tonnen cyanidhaltigen Schlamm aufstauen soll.
Genehmigt Frankreich die geplante Ressourcenausbeutung, würde ein Präzedenzfall für weitere, zerstörerische Großprojekte geschaffen - gegen die Umwelt und gegen die Bevölkerung. Bitte unterstützen sie unsere Petition für den Regenwald und gegen die Goldmine."
▶▶ https://www.regenwald.org/petitionen/1084/

Die Dämonen eines Gewässers
Der Kivu-See im ruandischen Grenzgebiet verbirgt einen brenzligen Schatz: Gewaltige Mengen von Methan könnten dem Land Energiesicherheit bescheren - oder eine Katastrophe auslösen.
▶▶ http://www.spektrum.de/news/die-daemonen-eines-gewaessers/1440984

Gemeinsam für einen Wandel in der Agrarpolitik – gemeinsam für LivingLand
Die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) der EU ist gescheitert. Sie verhindert weder Arten- noch Höfesterben. Setzt ein Landwirt sich besonders für Naturschutz, Ernährung oder Gesellschaft ein, wird das aber kaum belohnt. 60 Mrd. € Steuergelder werden derzeit jährlich für Agrarsubventionen in der EU ausgegeben und sollen ab 2021 neu verteilt werden. Landwirte, Verbraucher und Natur haben eine bessere Landwirtschaftspolitik verdient.
▶▶ http://www.dda-web.de/#2017_03_27_gemeinsam_fuumlr_e

13.04.2017

Windenergie-Planung des Regionalverbandes
Natürlich haben Sie's gemerkt: Die Sondermeldung zur Ansteckungsgefahr durch einen kranken Windenergieanlagen-Servicetechniker waren "fake news" und dem Datum vom 1. April geschuldet. Nichtsdestotrotz fallen bei den um ihre Gesundheit besorgten Mitmenschen mitunter Argumente auf fruchtbaren Boden, die fast ebenso weit hergeholt erscheinen mögen. Der NABU bemüht sich im Rahmen seiner Internet-Information zur Windenenergie-Planung des Regionalverbandes darum, einen Teil solcher Argumente zu hinterfragen und soweit möglich auch Antworten darauf zu finden: ▶▶ https://www.nabu-zollernalb.de/windenergie-in-haigerloch/argumente-hinterfragt/

Einzigartiger Fischfund in Süddeutschland
Höhlen bieten extrem angepassten Tierarten einen speziellen Lebensraum. Hobbyforscher fanden nun Europas einzigen bislang bekannte Höhlenfisch-Art in einem deutschen Karstsystem.
▶▶ http://www.spektrum.de/news/einzigartiger-fischfund-in-sueddeutschland/1445373

Rotmilan stoppt Windrad - Eilantrag von Naturschützern erfolgreich
Weil es unweit eines Brutwaldes für den geschützten Rotmilan steht, darf ein Windrad bei Braunsbach (Kreis SHA) derzeit nicht betrieben werden. Der Landesnaturschutzverband (LNV) und der Naturschutzbund (NABU) setzten beim Verwaltungsgericht Stuttgart einen Stopp für die kürzlich erst gebaute Anlage durch. Es bestünden "ernstliche Zweifel" an der vom Landratsamt erteilten Baugenehmigung für das Windrad, teilte das Gericht am Mittwoch mit. (Az: 13 K 9193/16) Lesen Sie weiter z.B. in den ▶▶ Stuttgarter Nachrichten.

Ökologische Netzwerke sollen Braunbären helfen
Der Erhalt der Braunbären hängt von Strategien ab, die die Ausbreitung der Tiere und den Austausch zwischen Teilpopulationen ermöglichen, aber auch Konflikte mit Menschen verringern. Daher untersucht ein europäisches Forscherteam mit Beteiligung der Universität Göttingen im Rahmen des Projekts „Bear Connect“, inwieweit ökologische Netzwerke Landschaften funktional miteinander verbinden und Nachhaltigkeit erhalten können. Von den durch die EU bewilligten rund 1,45 Millionen Euro erhält die Universität Göttingen in den kommenden drei Jahren etwa 270.000 Euro. ▶▶ http://idw-online.de/de/news670838

Elefantendrama nahm glücklichen Ausgang
Eine Elefantenherde bleibt im Schlamm eines Bombentrichters stecken. Doch dann eilen Dorfbewohner und Naturschützer zur Hilfe.
▶▶ http://www.spektrum.de/news/elefantendrama-nahm-gluecklichen-ausgang/1444967

Rauchschwalben als Brutvögel in Südamerika – Bemerkenswerte Anpassungen
Schwalben sind bis auf die Antarktis auf allen Kontinenten vertreten und stehen weltweit als ausgeprägte Zugvögel für den Wechsel der Jahreszeiten. Die in Nordamerika weit verbreitete Unterart erythrogaster verbringt den Winter vorwiegend im fast 20.000 Kilometer entfernten Argentinien. Vor rund 35 Jahren siedelten sich plötzlich einige dieser Vögel in der Nähe von Buenos Aires an und gründeten rund 7000 Kilometer von den nächsten Vorkommen entfernt eine neue Population. Inzwischen hat diese Gründerpopulation ihr Areal erfolgreich um mehr als 500 Kilometer erweitert. Bruten auf der anderen Halbkugel sind auch von weiteren Schwalbenarten bekannt, wie z.B. der ebenfalls in Nordamerika verbreiteten Fahlstirnschwalbe. Die Rauchschwalbe ist jedoch die bislang einzige dieser Arten, die sich erfolgreich etablieren konnte.
▶▶ http://www.dda-web.de/#2017_03_30_rauchschwalben_als_b

Kaminofen-Prototyp "Pellwood": Schornsteinfegermessung bestätigt niedrigste Emissionswerte
Rund 30 Prozent der energiebedingten schadhaften Emissionen wie Staub, Ruß und Kohlenmonoxid stammen aus zumeist privat betriebenen Kaminöfen. Dies belastet nicht nur die Umwelt, sondern auch die menschliche Gesundheit. Eine neuartige am DBFZ entwickelte Kombination aus Scheitholzkaminofen und Pelletbrenner stößt nahezu keine Luftschadstoffe mehr aus. Dies wurde in einer unabhängigen Messung durch einen Bezirksschornsteinfeger bestätigt. ▶▶ http://idw-online.de/de/news670888

Der neue Solarbrief 1/17 ist online
Der Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V. teilt mit: "Der neue Solarbrief kann unter
▶▶ http://www.sfv.de/solarbr/2017_1.htm als pdf-Datei kostenfrei abgerufen werden. Themen sind u.a. Behandelt werden u.a. zwei Umfrageergebnisse von Emnid zu den Themen "höchster Vorrang für die Energiewende" und "Regionaler Speicherausbau statt Höchstspannungsleitungen" sowie das Bürokratiemonster EEG."

Neuer Glyphosat-Report: Gekaufte Wissenschaft
Aus dem aktuellen BUND-Newsletter: "Monsanto und andere Hersteller von Glyphosat haben die wissenschaftlichen Belege für die Gesundheitsgefahren durch das Ackergift seit Jahren vertuscht. Das beleuchtet und belegt die Studie "Gekaufte Wissenschaft", die wir gemeinsam mit der Bürgerinitiative gegen Glyphosat heute veröffentlicht haben."
▶▶ http://newsletter.bund.net/go/4/24H17LTE-24DF6H8U-24G5ZASU-9O8FOG.html

06.04.2017

Der NABU trauert um Richard Schneider
Völlig unerwartet ist Richard Schneider, der stellvertretende Leiter des NABU-Vogelschutzzentrums Mössingen, vergangenen Sonntag im Alter von 54 Jahren verstorben. Richard Schneider hat sich mit größter Hingabe für den Naturschutz eingesetzt. Mit seinem freundlichen Wesen, seiner Leidenschaft und seiner immensen Fachkompetenz hat er viele Menschen für seine Herzens­themen begeistert. Er war maßgeblich an Aufbau und Weiterentwicklung des NABU-Vogelschutz­zentrums Mössingen beteiligt. Das bleibt gleichermaßen unvergessen wie sein großes ehren­amtliches Engagement beim NABU Rottenburg, im Kreis Tübingen und weit darüber hinaus. Wir verlieren mit Richard Schneider einen überaus geschätzten Kollegen und lieben Menschen. Unser Mitgefühl gilt allen Angehörigen. Die Beisetzung findet am Donnerstag, 23.03.2017 um 14 Uhr auf dem Klausen-Friedhof, Schadenweilerstraße, Rottenburg am Neckar statt.

Windenergieanlagen im Raum Haigerloch
Der NABU Haigerloch bekennt sich zur naturverträglichen Energiewende und betrachtet die Windenergie als ein bedeutendes Element bei der Energieerzeugung aus erneuerbarer Energiequellen sowie als Beitrag zum Klimaschutz. Das bedeutet aber nicht, dass Windenergie­anlagen überall an jedem Ort befürwortet werden, denn der NABU vertritt als Verein in erster Linie die Interessen von Natur und Umwelt und dieser Satzungszweck hat, trotz aller Differenzen im Detail, Vorrang vor anderen Interessen - mögen diese noch so berechtigt sein.
Nachdem zwar noch keine Anlagenplanungen auf dem Tisch liegen, die zunehmenden Anfragen aus der Bevölkerung jedoch eine Positionierung erforderte, hat sich der NABU Haigerloch anlässlich seiner Mitgliederversammlung ausführlich mit der Thematik befasst. Das dort beschlossene Vorgehen wird jetzt - mit weiteren Informationen - auf einer Internetseite dargestellt.
▶▶ Hier geht's weiter.

Keine Felchenmast am Bodensee
Der NABU und 31 weitere Organisationen und Verbände aus Deutschland, Schweiz und Österreich lehnen eine Felchenmast im Bodensee ab und haben dies gemeinsam in einem offenen Brief an Landwirtschaftsminister Peter Hauk kundgetan.
Weitere Informationen finden Sie hier: ▶▶ http://nabu-bw.de/news/2017/maerz/22127.html

Wanderfalkenwebcams
Der schnellste Vogel der Welt war 2017 im Ländle besonders schnell: Im Nistkasten auf dem Turm der Heiliggeistkirche Heidelberg wird bereits gebrütet. Über drei Webcams kann man bei uns den Vögeln live beim Brüten und Aufziehen des Nachwuchses zuschauen, ohne sie zu stören. Rund einen Monat dauert es noch, bis die Jungen schlüpfen. ▶▶ zu den Webcams

Wenn Raben an einem Strang ziehen
Gefiederte Affen – "feathered apes" – nennt Nathan Emery gern die Einsteins unter den Vögeln: die Raben, Saatkrähen, Häher und Elstern, die, so entdeckt man Stück für Stück, alles das können, was man bisher nur Bonobo & Co. zutraute. Mit "Bird Brain", zuerst durch die Princeton University Press veröffentlicht, schrieb er ein packendes und konzises Kompendium der ornithologischen Kognitionsforschung der letzten 25 Jahre.
▶▶ https://hpd.de/artikel/wenn-raben-an-einem-strang-ziehen-14224

Und nochmals Raben: "Junggesellen" leben in dynamischen sozialen Gruppen
Kolkraben haben erstaunliche kognitive Fähigkeiten beim Umgang mit Artgenossen – diese sind durchaus vergleichbar mit vielen Affenarten, bei denen die Entstehung ihrer sozialen Intelligenz mit ihrem Gruppenleben in Zusammenhang gebracht wird. In einer internationalen Zusammenarbeit hat ein Team um den Kognitionsbiologen Thomas Bugnyar von der Universität Wien nun erstmalig das Gruppenleben nicht-brütender Kolkraben genauer untersucht, um die Evolution der Intelligenz von Kolkraben besser zu verstehen. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift "Scientific Reports" veröffentlicht. ▶▶ http://idw-online.de/de/news670146

Warum stürzen sich junge Trottellummen die Klippen hinunter?
Auf Helgoland lässt sich im Juni in der Abenddämmerung an Deutschlands einzigem Brutplatz der Trottellumme ein beeindruckendes Schauspiel beobachten: Der sogenannte Lummensprung. Die etwa drei Wochen alten und noch flugunfähigen Jungtiere springen dabei von den bis zu 40 Meter hohen Felsvorsprüngen ins Meer bzw. vielfach auf den steinigen Boden vor den Felsen. Dank ihrer dicken Fettschicht überleben die meisten Jungvögel diesen Sturz, einige kommen jedoch auch dabei um. Doch warum gehen die Tiere dieses Risiko ein und verbleiben nicht in der Kolonie, bis sie ausreichend flugfähig sind? ▶▶ http://www.dda-web.de/#2017_03_29_warum_stuumlrzen_s

Weißstorch: Überwinterung in Europa bringt Vorteile
Umweltveränderungen und die globale Klimaerwärmung stellen die Anpassungsmöglich¬keiten vieler Zugvögel auf die Probe. Für eine Reihe von Vogelarten hat sich in den letzten Jahren gezeigt, dass diese weiter nördlich und damit näher an ihren Brutgebieten überwintern, so auch der Weißstorch. Um mehr über dieses Phänomen herauszufinden, hat ein internationales Wissenschaftler-Team GPS-Daten von insgesamt 54 jungen Weißstörchen derselben Brutpopulation analysiert und deren Überlebenswahrschein¬lichkeit ermittelt sowie das Verhalten während des Winters studiert. Alle sechs besenderten Störche, die ein Winterquartier in Europa wählten, überlebten. Bei den 48 in den traditionellen Gebieten in Afrika überwinternden Vögeln überlebten hingegen lediglich 38 %. ▶▶ http://www.dda-web.de/#2017_03_29_weiszligstorch:_u

Monitoring frühe Falter
Bei naturgucker.de findet in diesem Jahr wieder das Monitoring "Frühe Falter" statt. Es ist bereits die dritte Saison, in der dieses Projekt durchgeführt wird. Das Augenmerk des Monitorings "Frühe Falter" ist auf den Admiral, den Zitronenfalter, den Aurorafalter und den Trauermantel gerichtet und auch wenn ein "Kleiner Fuchs" über den Weg fliegt, sollte er gemeldet werden. Beobachtungen dieser Tiere im März, April und Mai sind für das Monitoring besonders wichtig. Wer sich beteiligen möchte, kann auf ▶▶ http://www.naturgucker.de/nabu_fruehe-falter seine Beobachtungen eingeben. Dort reicht ein Klick auf das grüne Fernglas-Symbol, und schon öffnet sich ein Formular, in dem es Bilder der fünf Schmetterlingsarten gibt.

Die ToxFox-App und die Giftfrage: Scann jetzt. Kauf schlau.
Der BUND hat die ToxFox-App entwickelt, damit Verbraucher*innen Produkte scannen können und direkt eine Info über giftige oder hormonell wirksame Inhaltsstoffe bekommen. Ist das Produkt noch nicht erfasst, kann per "Giftfrage" eine Mail an den Hersteller geschickt werden. Dieser muss innerhalb von 45 Tagen Auskunft über Giftstoffe geben.
▶▶ ToxFox-App für iOS herunterladen
▶▶ ToxFox-App für Android herunterladen

Geld für mehr Radverkehr ist gut angelegt
LNV-Pressemitteilung vom 24.03.2017: "Der Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg e.V. (LNV) begrüßt nachdrücklich die von Verkehrsminister Winfried Hermann MdL vorgestellten Initiativen zur Förderung des Radverkehrs. Die Landesregierung sei damit auf dem richtigen Weg. Das gegen den Radverkehr gelegentlich vorgebrachte Argument, Baden-Württemberg sei als Mittelgebirgsland nur begrenzt für den Radverkehr geeignet, ist historisch und technisch widerlegt . Bis in die 1950er Jahre war das Fahrrad neben Bus und Bahn das wichtigste Nahverkehrsmittel." ▶▶ http://lnv-bw.de/geld-fuer-mehr-radverkehr-ist-gut-angelegt/

Keine Sackgassen für Erdkröte, Dachs und Hirsch
Der NABU Baden-Württemberg begrüßt das vom Bundesamt für Naturschutz vorgestellte "Bundeskonzept Grüne Infrastruktur". "Die Wiedervernetzung unserer Landschaft ist gesetzlich verankert und muss daher Priorität haben. Es kann nicht nur darum gehen, dass wir Menschen gut von A nach B kommen", betont der NABU-Landesvorsitzende Johannes Enssle.
Lesen Sie ▶▶ hier weiter.

NABU und LNV: Gerichtsentscheid mit Signalwirkung
Zur heutigen Verkündung des Verwaltungsgerichts Stuttgarts zur Entscheidung vom 15. März sehen sich die beiden klagenden Naturschutzverbände NABU und LNV bestätigt: "Das Gericht bestätigt unsere Auffassung, dass dieses Windrad von der Genehmigungsbehörde so nicht hätte genehmigt werden dürfen und es einer Umweltverträglichkeitsprüfung bedurft hätte", sagen die beiden Vorsitzenden Johannes Enssle (NABU) und Gerhard Bronner (LNV). Das Gericht hat entschieden, dass die Anlage in Braunsbach derzeit nicht betrieben werden darf. "Dieser Gerichtsentscheid hat Signalwirkung für ähnliche Infrastrukturprojekte im Land." Die Natur- und Umweltschutzverbände fordern, dass bei Infrastrukturprojekten wie Windenergieanlagen grundsätzlich eine Umwelt­verträglichkeitsprüfung (UVP) durchgeführt werden muss, wenn negative Umweltauswirkungen nicht auszuschließen sind. "Wir unterstützen die Energiewende und den Ausbau der Windkraft. Aber die gesetzlichen Naturschutzvorgaben müssen strikt eingehalten werden", stellt Bronner klar.
NABU und LNV hatten bereits vor knapp einem Jahr und damit vor dem Bau der Anlage Wider­spruch eingelegt, auf den die Behörden jedoch nicht reagiert und den Bau zugelassen hatten. "Weil die Mühlen der Verwaltung zu langsam mahlen, muss die nun bereits gebaute Windmühle still stehen. Das ist tragisch. Und es zeigt uns, dass beim Artenschutz sauber gearbeitet werden muss", betont Enssle. Wie es mit der Anlage weitergeht, ist noch unklar.
Hintergrund:
LNV und NABU Baden-Württemberg haben Mitte Dezember einen Eilantrag beim Verwaltungs­gericht Stuttgart eingereicht, um die Genehmigung für die Inbetriebnahme eines bereits errichteten Windrades in Braunsbach im Kreis Schwäbisch Hall auszusetzen. Grund dafür ist, dass die Anlage mitten in den Brutrevieren von vier streng geschützten, windkraftsensiblen Greifvogelarten steht – unter anderem in einem Dichtezentrum des Rotmilans, wo besonders viele dieser Vögel brüten. Weitere Informationen: ▶▶ www.NABU-BW.de/news/2017/januar/21879.html

Mangelhafte Qualität von Artenschutzgutachten?
NABU und BUND wollen die artenschutzrechtlichen Gutachten überprüfen, auf deren Basis die Verwaltungen Ende 2016 weit über 100 Windenergieanlagen in Baden-Württemberg genehmigt haben. Lesen Sie hier weiter: ▶▶ http://nabu-bw.de/news/2017/maerz/22168.html

Wie retten wir die Sonnenwärme in den Winter?
Nicht nur beim elektrischen Strom, auch bei der Wärmeenergie sind Speicher ein zentrales Problem beim Umstellen auf eine nachhaltige Energieversorgung.
▶▶ http://www.spektrum.de/news/innovative-waermespeicher/1440940

Holzplantage bedroht tausend Orang-Utans
Reinhard Behrend von Rettet den Regenwald e.V. schreibt: "Mehr als tausend Orang-Utans leben in Sungai Putris artenreichen Sumpfwäldern auf Borneo. Erst vor zehn Jahren haben Wissenschaftler sie entdeckt und beschrieben. Die Einheimischen wussten natürlich von ihnen. Diese große Population der Menschenaffen ist ein Hoffnungsschimmer für das Überleben der stark bedrohten Primaten." ▶▶ https://www.regenwald.org/petitionen/1093/

Europäische Bürgerinitiative gegen Glyphosat
Der BUND Naturschutz ruft zur Teilnahme an der Europäischen Bürgerinitiative gegen Glyphosat mit einer Online-Aktion unter ▶▶ www.aktion.bund.net/.
Die Krebsforschungsagentur der Weltgesundheitsorganisation hat es als "wahrscheinlich krebserregend beim Menschen" eingestuft. Gemeinsam könnten die VerbraucherInnen jetzt ein starkes Zeichen gegen das meistgespritzte Pestizid der Welt setzen und fordern: "Keine Wiederzulassung für Glyphosat und transparentere Zulassungsverfahren für Pestizide in der EU!"
Für die Europäische Bürgerinitiative gegen Glyphosat müssen europaweit in den kommenden Monaten mindestens eine Millionen Unterschriften gesammelt werden.

Winfried Kretschmann will für CETA stimmen?
Ludwig und Nils, beide 15 Jahre alt, schreiben auf change.org: "Wir sind enttäuscht. Der einzige "grüne" Ministerpräsident Winfried Kretschmann aus Baden-Württemberg wird dem umstrittenen Freihandelsabkommen CETA im Bundesrat voraussichtlich seine Zustimmung geben. Doch grün ist an CETA gar nichts. Das Handelsabkommen zwischen Kanada und der EU schafft Sonderrechte für Konzerne, öffnet Tür und Tor für Gentechnik und Fracking und verwässert den Umwelt- und Verbraucherschutz.
Wir fordern Winfried Kretschmann dazu auf, CETA im Bundesrat abzulehnen. Bitte helfen Sie und unterschreiben Sie unsere Petition!" ▶▶ zur Petition

30.03.2017

Preis des Zwiefalter Naturfonds für zwei Gruppen im Zollernalbkreis
Die Brauerei Zwiefalter Klosterbräu honoriert den ehrenamtlichen Einsatz für Natur- und Umwelt­schutz im Bereich der Schwäbischen Alb mit jährlich 3.000 Euro. In diesem Jahr prämiert der Zwiefalter Naturfonds sechs Umwelt- und Naturschutzprojekte, darunter zwei aus dem Zollernalbkreis: die Albvereinsgruppe Bisingen für ihren Einsatz bei der Pflege des Naturschutz­gebietes Zollerhalde sowie die Vogelfreunde Hausen für ihr Schwalbenhaus.
Die ▶▶ Hohenzollerische Zeitung berichtete ...

Auch bei Keas ist Lachen ansteckend
Neuseelands Bergpapageien gelten als verspielte Clowns, die Touristen auch Streiche spielen. Eine Studie zeigt: Wenn sie in Spiellaune sind, steckt das Artgenossen an.
▶▶ http://www.spektrum.de/news/auch-bei-keas-ist-lachen-ansteckend/1442217

Exemplare der Fischart Kessler-Grundel erstmals in der Elbe festgestellt
Ein Forschungsteam unter Leitung von Prof. Dr. Ralf Thiel vom Centrum für Naturkunde der Universität Hamburg hat bestätigt, dass erstmals Individuen der Fischart Kessler-Grundel (Ponticola kessleri) in der Elbe erfasst wurden. Es ist die nördlichste Sichtung bisher. Den Nachweis haben die Wissenschaftler in der aktuellen Ausgabe des Journals "BioInvasions Records" veröffentlicht. ▶▶ http://idw-online.de/de/news669196

Vogelzug bei Wiesenweihen stark windabhängig
Für den Vogelzug über große Distanzen haben sich unterschiedliche Zugstrategien entwickelt. Werden große Strecken besser möglichst schnell zurückgelegt oder sind häufige Zwischenstationen eine günstigere Vorgehensweise? Um herauszufinden inwiefern sich der Ablauf des Zuges der Wiesenweihe räumlich und saisonal sowie bei besonderen Windbedingungen verändert, haben niederländische Wissenschaftler die GPS-Daten besenderter Wiesenweihen ausgewertet. ▶▶ Mehr

NABU fordert Anstalt des öffentlichen Rechts für Staatswald
Aufgrund der heutigen Entscheidung des OLG Düsseldorf zum Kartellverfahren gegen den Staatsforstbetrieb ForstBW fordert der NABU die grün-schwarze Landesregierung auf, schnell zu handeln und eine Anstalt des öffentlichen Rechts für den Staatswald zu gründen. Lesen Sie hier weiter: ▶▶ http://nabu-bw.de/news/2017/maerz/22140.html

Zucht oder Raubbau – woher stammen Froschschenkel in den Supermärkten?
Froschschenkel verbinden die meisten mit französischen Feinschmeckerrestaurants oder mit exotischen Urlaubszielen, man findet sie aber auch in Berliner Supermärkten. Der jährliche Verzehr von ca. 500 Millionen Fröschen kann sich dramatisch auswirken. Frösche sind nicht nur wichtige Nahrung für viele Vögel und Säugetiere, sie vertilgen auch Unmengen an Gliedertieren. Dadurch tragen sie maßgeblich zur Kontrolle von Schadinsekten in der Landwirtschaft oder auch von Krankheitsüberträgern bei. Um zu überprüfen ob das Fleisch in Berliner Supermärkten von wildlebenden Fröschen oder von Farmen stammt, hat ein Forscherteam des Museums für Naturkunde Berlin nun eine ungewöhnliche Methode angewandt.
▶▶ http://idw-online.de/de/news669792

Monitoring-Programme unterschätzen den Einfluss des Menschen
Ob Orchideen oder Säugetiere, Insekten oder Schnecken: Viele Tiere und Pflanzen stehen inzwischen unter ständiger Beobachtung. Akribisch erfassen Wissenschaftler und engagierte Mitbürger ihre Verbreitungsgebiete, zählen ihre Bestände, dokumentieren jede Zu- oder Abnahme. Leider reichen die Daten nicht sehr weit zurück in die Vergangenheit. Deshalb können Ökologen nur schwer beurteilen, wie viel biologische Vielfalt durch die moderne Zivilisation tatsächlich verloren gegangen ist. Wahrscheinlich werde der Einfluss des Menschen auf die Biodiversität stark unterschätzt, warnt ein internationales Forscherteam unter Leitung des UFZ in einer neuen Studie im Fachjournal Scientific Reports. ▶▶ http://idw-online.de/de/news669676

23.03.2017

Zwergschnepfe: Kollision mit Straßenfahrzeug
Eine junge Waldschnepfe wurde Mitte Januar dem Vogelschutzzentrum Mössingen gemeldet. Die Mitarbeiter waren von Anfang an skeptisch… ein Jungvogel zu dieser Jahreszeit? Als dann eine Frau aus Tübingen diesen angeblichen Jungvogel vorbeibrachte, stellte sich schnell heraus, dass es sich keinesfalls um eine Wald- sondern um eine Zwergschnepfe handelte. ▶▶ mehr

Naturtagebuch: Preisträgerin aus dem Landkreis Tübingen
Die Kinder sammeln, zeichnen und pressen Wildblumen, basteln Nistkästen, beobachten die Entwicklung von Entenküken, untersuchen unter dem Mikroskop das Leben in einem Wasser­tropfen oder erleben das Verstreichen der Jahreszeiten am Lieblingssee, in der Kulturlandschaft oder im Wald. Jedes Jahr begleiten für den Wettbewerb der BUNDjugend Baden-Württemberg junge Naturforscher*innen im Alter von 8 bis 12 Jahren ein Tier, eine Pflanze oder ein Biotop. Ihre Beobachtungen und Erkenntnisse dokumentieren sie in ihren ▶▶ Naturtagebüchern.

Elefanten - die schlaflosen Riesen
Elefanten sind die neuen Rekordhalter im Wachbleiben - und belegen damit einmal mehr: je größer der Körper, desto geringer das Schlafbedürfnis.
▶▶ http://www.spektrum.de/news/elefanten-nur-zwei-stunden-pro-nacht/1440498

Der Kahlgesichtige Saki lebt noch
Während der letzten Jahrzehnte tauchten nur wenige Exemplare des rätselhaften Affen auf - alle waren tot. Einer Expedition gelang jetzt der Nachweis lebender Tiere.
▶▶ http://www.spektrum.de/news/der-kahlgesichtige-saki-lebt-noch/1440464

Lanzettblättrige Glockenblume als eigene und bedrohte Art identifiziert
Senckenberg-Wissenschaftler haben den Artstatus der Lanzettblättrigen Glockenblume untersucht. In ihrer kürzlich im Fachjournal "AoB Plants" veröffentlichten Studie kommen sie zu dem Schluss, dass es sich bei der Pflanze um eine eigene Art handelt, die zudem bedroht ist. Die Pflanze ist nur in zwei Gebieten Deutschlands – im hessischen Taunus und im Pfälzer Wald – zu finden und könnte in Zukunft von verwandten Arten verdrängt werden.
▶▶ http://idw-online.de/de/news668704

Einmaliger Anblick: Erstmals True-Wal unter Wasser gefilmt
True-Wale (Mesoplodon mirus) verstehen es normalerweise meisterlich, sich vor den Blicken neugieriger Forscher zu verbergen. Die Meeressäuger aus der Familie der Schnabelwale wagen sich nur selten in Küstennähe und verbringen rund 90 Prozent ihrer Zeit unter Wasser. Sie können in beachtliche Tiefen tauchen und selbst drei Kilometer unter der Wasseroberfläche noch auf Nahrungssuche gehen. Vieles über sie liegt daher bislang noch im Dunkeln.
▶▶ http://www.spektrum.de/alias/bilder-der-woche/seltener-true-wal-erstmals-gefilmt/1440660

Stromnetzplanung für die Ostsee fragwürdig
Die Offshore-Windkraft gilt als wichtige regenerative Energiequelle. Doch Bau, Betrieb und Netzanbindung von Offshore-Windkraftanlagen gefährden Meeressäuger und Vögel erheblich. Ihr Ausbau in der Ostsee muss daher auf ein Minimum beschränkt werden. ▶▶ mehr

Naturschutz und Tourismus – Ein mögliches Erfolgsmodell auf der Insel Usedom
Naturschutz und Renaturierungsmaßnahmen sind für den Tourismus eine besonders nachhaltige Entwicklungsmöglichkeit. Der umweltverträgliche Tourismus auf der Insel Usedom könnte ein Erfolgsmodell werden. 2016 waren erstmals über 1 Mio. Besucher zu Gast.
▶▶ http://idw-online.de/de/news668786

Das Comeback der Gartenstadt
Was können Stadtplaner aus der mehr als 100 Jahre alten Idee der Gartenstadt lernen? Eine vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) veröffentlichte Forschungsarbeit reflektiert die Entwicklung von Gartenstädten, stellt Fallbeispiele vor und zeigt, wie sich die Gartenstadtidee neu interpretieren lässt. ▶▶ http://idw-online.de/de/news668775

Gemeinsam für den Artenschutz: Vom Feld bis an die Ladentheke
Rund 28.000 Tier- und Pflanzenarten gelten weltweit als gefährdet. Ein Problem, das uns zunehmend auch auf den heimischen Wiesen und Feldern begegnet. Denn wo der Mensch das Land intensiv bearbeitet, bleibt weniger Platz für Ackerwildkräuter, Feldvögel und Insekten. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Leibniz-Zentrums für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e.V. verbinden im Modellprojekt »Landwirtschaft für Artenvielfalt« jetzt die Wettbewerbsfähigkeit der Landwirte mit dem Naturschutz und erhalten hierbei Unterstützung von einem der größten Lebensmittelhändler Deutschlands. ▶▶ http://idw-online.de/de/news668924

16.03.2017

Stellungnahme zum BP Martinstraße II und Flächennutzungsplan in Hechingen
"Erneut zeigt sich, dass die auf langfristige Geltung ausgerichteten Flächennutzungs¬planungen mit ihrer Festlegung der zukünftigen (baulichen) Entwicklung häufig nur so lange Beachtung finden, wie nicht dringende Bebauungswünsche an die Kommunen herangetragen werden." Ein solcher Satz könnte sich in vielen Stellungnahmen zu derartigen Vorhaben wieder finden. Die Naturschutzverbände waren im vorgezogenen Verfahren beteiligt worden und der NABU Hechingen hat stellvertretend für sie zur Planung in Hechingen Stellung bezogen. Man darf gespannt sein, in welchem Umfang die Anregungen aufgegriffen werden.
Die ganze Stellungnahme finden Sie ▶▶ hier.

Wie wichtig ist der ländliche Raum? NABU: Für Naturnahe Landwirtschaft
"Jetzt gilt es Farbe zu bekennen: Steht Grün-Schwarz in Baden-Württemberg für eine nachhaltige Förderung des ländlichen Raums oder für die Verteilung von Steuermillionen nach dem Gießkannenprinzip?", fragt der NABU-Landesvorsitzende Johannes Enssle mit Blick auf eine Bundesratsinitiative, über die am Montag (20.2.17) in Berlin beraten wird. Demnach sollen bundesweit 15 statt bislang 4,5 Prozent der Mittel aus der ersten in die zweite Säule der Agrarförderung verschoben werden, um bäuerliche Familienbetriebe und die nachhaltige Entwicklung im ländlichen Raum zu stärken. Niedersachsen und Schleswig-Holstein haben den Antrag eingebracht. ▶▶ Mehr

Im Blickpunkt: Photovoltaik auf Freiflächen
Solarstromproduktion auf Grünland und Ackerflächen? In den vergangen Jahren hatte sich der Gesetzgeber im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) noch dagegen ausgesprochen. Freiflächenanlagen waren nur in wenigen Fällen erlaubt, beispielsweise auf Konversionsflächen oder auf Seitenrandstraßen entlang von Autobahnen. Doch mit der jüngsten Reform des EEG könnten die engen Vorgaben zur Flächenkulisse bei der Förderung von Solarstrom aufgeweicht werden. Über eine Öffnungsklausel im EEG 2017 werden die Länder ermächtigt, Acker- und Grünlandflächen in benachteiligten Gebieten für Freiflächenanlagen zu öffnen. Aus Naturschutzsicht muss man das allerdings kritisch sehen. Der LNV bezieht Position: ▶▶ http://lnv-bw.de/lnv-infobrief-februar-2017/

Insekten lieben Sturmflächen
Auf Waldflächen, die durch Stürme verwüstet wurden, gibt es rund doppelt so viele Insektenarten wie in unversehrten Wäldern, wie eine Studie der Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL aufzeigt. Denn viele gefährdete Waldinsekten profitieren von den offenen Waldflächen, welche die Stürme hinterlassen. ▶▶ http://idw-online.de/de/news668820

Warum sind Pandas eigentlich schwarz-weiß?
Warum der Große Panda so anders als die meisten seiner Säugetierverwandten gefärbt ist, gibt seit jeher Rätsel auf. Im Gespräch sind neben der Tarnung auch Thermoregulation oder Kommunikation mit Artgenossen. Nun sind Wissenschaftler um Theodore Stankowich von der California State University dieser Frage nachgegangen, indem sie Fellzeichnung von 195 Tierarten, darunter 39 Bären, mit Lebensweise und -raum der Tiere in Beziehung gesetzt haben.
▶▶ www.spektrum.de/news/warum-sind-pandas-eigentlich-schwarz-weiss/1440139

In MV verschwinden immer mehr Greifvogelhorste
Der Ausbau der Windkraft sorgt in Mecklenburg-Vorpommern für Konflikte. Vielerorts haben sich Bürgerinitiativen gegründet, die nicht wollen, dass in der Nähe ihrer Dörfer und Städte neue Windparks gebaut werden. Die Windräder beeinträchtigen aber auch die Natur. So dürfen in unmittelbarer Nähe zu Horsten streng geschützter Greifvögel eigentlich keine Windkraftanlagen gebaut werden. Es gibt aber offenbar Menschen, die Nester der Vögel zerstören, damit Windräder genehmigt und gebaut werden können. Lesen Sie weiter beim ▶▶ http://www.ndr.de/

Der junge Bartgeier von Anfang 2017
Eine interessante Geschichte: Durch Zufall entdeckt Dieter Höftmann Mitte Januar in Rheinland-Pfalz nahe der luxemburgischen Grenze einen offensichtlich unberingten jungen Bartgeier, der auf der Leitplanke am Straßenrand sitzt - mitten im Winter. Damit nicht genug: Einen Monat später taucht offenbar derselbe Geier im Kreis Bitburg-Prün und wenige Tage später bei Marburg auf. Die ganze bisher bekannte Geschichte finden Sie ▶▶ hier.

Wir brauchen unser Land – keine Ölpalmen!
Reinhard Behrend von Rettet den Regenwald e.V. schreibt: "Die Regierung der Philippinen will auf den Inseln Palawan und Mindanao den großflächigen Anbau von Ölpalmen vorantreiben und holt vor allem malaysische Investoren ins Land. Doch diese Entwicklung zerstört nicht nur die letzten Urwälder, sondern auch die traditionelle Lebensweise und die Kultur der Ureinwohner – und die Zukunft ihrer Kinder." Lesen Sie ▶▶ hier weiter.

Als Shell noch vor dem Klimawandel warnte
1991 war noch keine Lobbyarbeit angesagt: In einem Lehrfilm erklärte der Ölkonzern minutiös die Dramatik des zu erwartenden Klimawandels. Diesen Film haben Journalisten des niederländischen Magazins "De Correspondent" und des britischen "The Guardian" ausfindig gemacht. Darin warnte das Unternehmen vor den dramatischen Auswirkungen des durch steigende CO2-Konzentrationen ausgelösten Klimawandels.
▶▶ http://www.spektrum.de/news/als-shell-noch-vor-dem-klimawandel-warnte/1440151

Mikroplastik in der Umwelt: Von der Nanoforschung lernen
Plastik und Mikroplastik – also zu kleinen Partikeln zerriebener Kunststoff – sind heute als Abfallprodukte in der Umwelt weit verbreitet. Die Forschung beginnt erst ihren Einfluss auf die Ökosysteme zu verstehen. Umwelt-GeowissenschaftlerInnen um Thilo Hofmann von der Universität Wien haben nun gezeigt, was man aus der Nanoforschung für die Analyse und Expositionsbewertung von Mikroplastik lernen kann und welche Fehler nicht wiederholt werden sollten. Ihre Studie erschien jetzt als Feature in der renommierten Fachzeitschrift "Environmental Science & Technology". ▶▶ http://idw-online.de/de/news669080

Erfolg! Die BayernLB steigt aus
Linda Neddermann von Campact schreibt: "Das hat gesessen – und wie! Die Bayerische Landesbank steckt kein weiteres Geld in die Fracking-Pipeline in North-Dakota. Den ursprünglichen Kredit müsse die Bank aus vertragsrechtlichen Gründen zwar auszahlen, werde dann aber aus der Finanzierung aussteigen, teilte Vorstandschef Dr. Johannes-Jörg Riegler mit. Das bedeutet: Die Anschlussfinanzierung für die "Trump-Pipeline" fällt weg. Ein toller Erfolg! Leider gibt es einen Wermutstropfen: Der Ausstieg der Bayerischen Landesbank wird den Pipeline-Bau wohl nur erschweren, nicht stoppen …" ▶▶ http://www.br.de/nachrichten/bayernlb-dakota-access-100.html

09.03.2017

Mit den Alb-Guides 2017 unterwegs auf der Zollernalb
Die NABU-Alb-Guides haben ihr neues Programm vorgelegt. Auf 41 individuell gestalteten Touren führen Sie die Alb-Guides in die einzigartige Natur der Zollernalb. Die Touren laden zum Wandern und Entdecken eines der schönsten Fleckchen in Baden-Württemberg ein.
Die Broschüre gibt's kostenlos (gegen Portoersatz) ▶▶ hier

Bürgerentscheid: Dotternhausener akzeptieren Abbaugrenzen nicht
Das aus Sicht des Naturschutzes zunächst positive Ergebnis des Bürgerentscheids in Dotternhausen wird zu Recht nicht als Ohrfeige für den Gemeinderat oder die Firma Holcim aufgefasst. Aus unserer Sicht ist der Wunsch dieser deutlichen Mehrheit als Verpflichtung zu sehen, sich von scheinbar unausweichlichen "Automatismen" zu lösen und im Sinne der Abstimmung einen möglichst großen Teil der Plettenberg-Hochfläche erhalten zu helfen. Die Naturschutzverbände im Zollernalbkreis sind bereit, an einer Kompromissfindung mitzuarbeiten.
Mehr zum Bürgerentscheid finden Sie unter anderem ▶▶ hier im Zollern-Alb-Kurier aber auch anderswo in der Tagespresse.

Warum sterben Komodowarane nicht am eigenen Speichel?
Komodowarane sind gefürchtete Jäger: Mit ihren Bissen und Bakterien in ihrem Speichel infizieren sie ihre Beute tödlich. Sie selbst bleiben aber gesund. Warum? Lesen Sie ▶▶ hier weiter.

Räuber und Beute – Wissenschaftler untersuchen Interaktionsverhalten von Wolf und Rotwild
Erstmalig gelang es Wildbiologen in Deutschland Rotwild und Wolf im selben Gebiet mit GPS- Halsbandsendern auszustatten. Die Wissenschaftler vom Fachgebiet für Wildbiologie, Wildtiermanagement & Jagdbetriebskunde (FWWJ) der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) können somit das unmittelbare Interaktionsverhalten des Raubtieres und seiner potentiellen Beutetiere untersuchen. Die Wildtiere leben auf der rund 2.600 Hektar großen Naturerbefläche "Glücksburger Heide" im Landkreis Wittenberg.
▶▶ Link: http://idw-online.de/de/news668396

NABU und Alnatura verleihen Förderpreis an 18 neue Bio-Bauern
"Gemeinsam Boden gut machen": Um den Wechsel von konventioneller auf biologische Landwirtschaft zu erleichtern, unterstützen der NABU und Alnatura 18 Landwirte mit 430.000 Euro Fördergeld. Neue Bewerbungen sind ab März möglich. ▶▶ Mehr

Keine leichtfertige Bebauung von Ackerflächen!
Wird das Baugesetzbuch wie geplant geändert, könnten künftig Ackerflächen schnell und unkompliziert in Wohnbauland umgewandelt werden. Mögliche negative Umweltauswirkungen müssten dabei nicht geprüft werden. Der NABU lehnt diese Regelung des Gesetzentwurfs vollständig ab. ▶▶ Mehr

Über 1.000 Kirchtürme sind Wohnzimmer für Dohle, Turmfalke und Co
Vor wenigen Tagen wurde die 1.000er Marke geknackt: Inzwischen bieten über 1.000 Kirchen in Deutschland ihre Türme bedrohten Vögeln und Fledermäusen als Unterschlupf an. Seit nunmehr 10 Jahren läuft die NABU-Aktion "Lebensraum Kirchturm". Spitzenreiter bei der "Wohnraum­beschaffung" ist Baden-Württemberg mit über 212 ausgezeichneten Kirchen, gefolgt von Thüringen mit 150 und Niedersachsen mit 140 artgerechten Kirchtürmen. ▶▶ Mehr

Die Eisente – Seevogel des Jahres 2017
Besorgt blicken derzeit die Meeresnaturschützer und Vogelkundler auf eine Entenart, die in der Öffentlichkeit kaum bekannt ist, aber gerade erst zum Seevogel des Jahres 2017 erklärt wurde - die Eisente. Diese mittelgroße, wunderschön gezeichnete Ente brütet in den arktischen und subarktischen Tundren Skandinaviens und Sibiriens und überwintert in großen Zahlen in der Ostsee. In den deutschen Meeresgebieten, insbesondere in der Pommerschen Bucht, findet sie eines ihrer wichtigsten Überwinterungsgebiete. Durchschnittlich wurden im deutschen Teil der Ostsee große Winterbestände von 350.000 Eisenten ermittelt. Das entspricht mit 22 Prozent einem erheblichen Anteil des westsibirischen-nordeuropäischen Gesamtbestands. ▶▶ Mehr

Mit Strom vorankommen
Verbrennungsmotoren sind im Automobilsektor nicht länger das Maß aller Dinge. Elektrische Antriebe haben begonnen, sich auf dem Markt zu etablieren. Das neue BINE-Themeninfo "Elektromobilität" (I/2017) stellt aktuelle Forschungsergebnisse zu Technik und Wirtschaftlichkeit vor. Im Mittelpunkt stehen dabei die Batterie- und Brennstoffzellentechnik, verwendete Materialien und die Auswirkungen einer wachsenden Elektromobilität für das Stromnetz.
▶▶ Link: http://idw-online.de/de/news668259

02.03.2017

BUNDjugend befasst sich mit Energiewende
Mit der dezentralen Energiewende hat sich die BUND-Jugend im Jugendhaus Insel befasst. Lara Herter stellte die Energieversorgung in Deutschlands dar. Der ▶▶ Schwarzwälder Bote berichtete.

Sind Elstern und Katzen die Ursache für den Vogelmangel?
Die vorläufigen Ergebnisse der NABU-Mitmachaktion "Stunde der Wintervögel" zeigen bei verschiedenen Vogelarten einen massiven Bestandsrückgang. Stefan Bosch, Fachbeauftragter für Ornithologie und Vogelschutz des NABU Baden-Württemberg, plädiert dafür, diese Zahlen differenziert zu betrachten und sich nicht zu vorschnellen Deutungen und Schlussfolgerungen verleiten zu lassen. ▶▶ https://baden-wuerttemberg.nabu.de/news/2017/januar/21878.html

NABU legt Programm für Kinder vor
Schneller als das gesamte Programm der NABU-Gruppen im Kreis ist das "Kinder-Programm" bereits online gegangen. Die Rosenfelder "Rosenkäfer" hatten schon im Januar mit "Tierspuren im Schnee" losgelegt. Näheres zu den Veranstaltungen für Kinder finden Sie ▶▶ hier.

gmi4kids: Wiener Pflanzenforscher präsentieren Website für Kids
Nach Botanic Quest, einer informativen Handy-Schnitzeljagd für Schüler durch den Botanischen Garten, präsentiert das Gregor Mendel Institut ein weiteres Online-Angebot für Kinder: Mit gmi4kids.com können Schülerinnen und Schüler das im Biologie-Unterricht erworbene Wissen spielerisch vertiefen. Die Spiele zu den Themen Wurzeln, Blätter und Bestäuben sollen auch die Arbeit der Lehrerinnen und Lehrer unterstützen. ▶▶ http://idw-online.de/de/news666366

Zugverhalten junger Kuckucke erstmals im Detail verfolgt
Die Bestände von Zugvogelarten gehen in vielen Teilen der Welt stark zurück. Ein solcher Bestandseinbruch wurde auch beim Kuckuck in Großbritannien registriert. Die Ergebnisse einer 2016 veröffentlichten Telemetriestudie mit adulten Kuckucken ergab, dass die Bestandsrückgänge offenbar mit der gewählten Zugroute zusammenhängen. Die Mortalitätsrate während des Zuges bis zur Überwindung der Sahara war bei den Westziehern signifikant höher als bei nach Südosten über Italien oder den Balkan ziehenden Vögeln. Die Kenntnis der Variabilität im Zugverhalten einzelner Arten ist wichtig, um die Gründe für Populationsrückgänge bei Zugvogelarten erkennen und Schutzmaßnahmen ergreifen zu können. ▶▶ Mehr

Internationale Studie zum Bestandsrückgang der Tafelente in Europa
Ein internationales Team von 29 Wissenschaftlern hat unter Mitarbeit des DDA im Magazin Wildfowl eine umfassende Studie zur Bestandsentwicklung der Tafelente in Europa und den möglichen Gründen für die in fast allen Ländern beobachteten Rückgänge veröffentlicht. ▶▶ Mehr

Mauersegler bleiben ihren Reisezielen in Afrika treu
Der Biologe Arndt Wellbrock von der Universität Siegen beobachtet seit fast fünf Jahren das Zugverhalten von Mauerseglern. Er hat unter anderem herausgefunden, dass die Vögel immer wieder dieselben Überwinterungsgebiete anfliegen. Seine Erkenntnisse hat er jetzt im "Journal of Avian Biology" einem internationalen Fachpublikum vorgestellt.
Link: ▶▶ http://idw-online.de/de/news668045

Zuhause im Fußabdruck - Mikrohabitate in Elefanten-Spuren untersucht
Senckenberg-Wissenschaftler haben gemeinsam mit internationalen Kollegen erstmalig die Fußspuren von Elefanten als Lebensraum für aquatische Tiere untersucht. Sie zeigen in ihrer kürzlich im Fachjournal "African Journal of Ecology" veröffentlichten Studie, dass sich in den Spuren der Dickhäuter bis zu 61 verschiedene Tierarten aus 27 Familien befinden. Innerhalb von fünf Tagen besiedelten bereits 410 Organismen die wassergefüllten Fußabdrücke. Die Wissenschaftler legen dar, dass Elefanten so einen bisher unbeachteten Beitrag als "Ökosystem-Ingenieure" leisten. Link: ▶▶ http://idw-online.de/de/news667927

Mehr Schutz für Fledermäuse im Wald beim Bau von Windrädern
In Deutschland gibt es 25 Fledermausarten; sie alle sind nach dem Bundesnaturschutzgesetz besonders und streng geschützt, viele sind darüber hinaus stark gefährdet. Fast alle Arten sind auf den Wald als Lebensraum angewiesen. Die fortschreitende Errichtung und der Betrieb von Windenergieanlagen in Wäldern stellen für Fledermäuse jedoch eine Gefahr dar.
▶▶ Link: http://idw-online.de/de/news667562

Mehr als ein Viertel der europäischen Heuschrecken sind bedroht
Die Europäische Rote Liste zeigt, dass 25,7 Prozent der Heuschrecken gefährdet sind. Damit sind sie die Insektengruppe mit der höchsten Gefährdung in Europa. Die wichtigsten Gefährdungsursachen sind die Intensivierung der Landwirtschaft, die ansteigende Zahl von Feuern im Mittelmeerraum sowie Urbanisierung und touristische Erschließung von Küsten und Gebirgen. Für einige Arten war jedoch die Datenlage nicht ausreichend, um eine Einstufung in das Gefährdungssystem der IUCN vornehmen zu können. ▶▶ Link: http://idw-online.de/de/news667312

NABU-Umfrage: Deutsche wollen eine andere Agrarpolitik
Deutschlands Bürger wünschen sich eine neue Förderpolitik für die Landwirtschaft. Dies zeigt eine neue vom NABU beim Meinungsforschungsinstitut forsa in Auftrag gegebene repräsentative Umfrage. Demnach unterstützen nur neun Prozent der Befragten das derzeitige System, wonach Landwirte überwiegend pauschal Gelder von der EU erhalten: Je größer ein Betrieb, desto mehr Förderung bekommen sie. Die überwiegende Mehrheit der Befragten (78 Prozent) hingegen würde eine Politik bevorzugen, die Fördergelder an die Erbringung konkreter gesellschaftlicher Leistungen koppelt, beispielsweise für den Umweltschutz. ▶▶ Mehr

EU-Kommission holt Agrarpolitik aus der Lobby-Nische
Agrarkommissar Hogan startet EU-weite Bürgerbefragung zu künftiger Ausrichtung Bis Anfang Mai können EU-Bürger ihr Votum zur künftigen Verteilung der aktuell 60 Milliarden Euro Agrar-Subventionen abgeben. Für den NABU ist klar, wohin es gehen muss. Er fordert einen grundlegenden Wandel in der Agrar- und Ernährungspolitik.
Weitere Informationen beim ▶▶ https://www.nabu.de/

Mit neuartigem Energiespeicherkonzept aus der Forschung in die Wirtschaft
Ein Wissenschaftlerteam vom Oldenburger Energieforschungszentrum NEXT ENERGY hat ein besonders kostengünstiges Energiespeicherkonzept auf Basis der Vanadium-Redox-Flow-Technologie entwickelt, das sich speziell für die Anwendung im gewerblichen Bereich sowie für landwirtschaftliche Betriebe eignet. Es zeichnet sich durch besonders hohe Sicherheit und Langlebigkeit aus. Aus dem EXIST-Forschungstransfer "ResiFlow" heraus wird mit Unterstützung von Investoren die Serienfertigung angestrebt. Einen Prototyp, der das generelle Konzept demonstriert, präsentiert das Team vom 14. bis zum 16. März 2017 in Düsseldorf auf der Messe Energy Storage Europe. Link: ▶▶ http://idw-online.de/de/news668227

Kein illegales Holz in die EU
Reinhard Behrend von Rettet den Regenwald e.V. schreibt: "Liberia beherbergt einen einmaligen Naturschatz: vom Aussterben bedrohte Westafrikanische Schimpansen. In dem kleinen Land wächst mehr als ein Drittel des Upper Guinean Rainforest. Der Artenreichtum ist überwältigend. Doch die Bevölkerung ist bitterarm. Um die Armut zu bekämpfen, setzt die Regierung auf den Holzexport. Dadurch droht jedoch die ungezügelte Plünderung der Regenwälder. Laut einer neuen Studie sind alle großen Holzkonzessionen Liberias illegal. Derzeit verhandelt die EU mit Liberia über ein Holzhandelsabkommen. Damit würde Europa Holz ohne weitere Prüfung importieren, wenn Liberia die Legalität garantiert. Dass dies funktioniert, ist zweifelhaft. Vielmehr ist zu befürchten, dass illegale Konzessionen auf dem Papier für legal erklärt werden. Bitte fordern Sie von der EU, kein Holz von Liberias illegalen Konzessionen zu importiert." Zur Petition geht's ▶▶ hier.

Gericht bremst Elbvertiefung aus
Es gibt weiterhin kein grünes Licht für die geplante Elbvertiefung. Das Bundesverwaltungsgericht (BVwG) in Leipzig hat verkündet, dass der vorliegende Planfeststellungsbeschluss zur Elbvertiefung rechtswidrig ist und nicht vollzogen werden kann. Das Gericht folgt damit überwiegend einer vom WWF unterstützen Klage der Umweltverbände BUND und NABU. "Den Behörden ist es erneut nicht gelungen, eine rechtskonforme Planung für die geplante Elbvertiefung vorzulegen – und dies nach zehn Jahren Verfahrensdauer. Die Planungsbehörden wären gut beraten, das Umweltrecht endlich ernst zu nehmen", kommentieren die Verbände.
Weitere Informationen gibt's z.B. beim ▶▶ NABU Hamburg

Der lange Arm der Agrarlobby – Hendricks stampft "Neue Bauernregeln" ein
Der NABU bedauert das abrupte Ende der viel beachteten Informationskampagne "Neue Bauernregeln" des Bundesumweltministeriums. Die Bauernregeln von Ministerin Hendricks waren auf massive Proteste gestoßen, vor allem aus Reihen des Bauernverbandes. Auch Agrarminister Schmidt hatte einen Stopp der Kampagne gefordert.
▶▶ https://www.nabu.de/news/2017/02/21991.html

23.02.2017

Wasservogel-Exkursion des NABU an den Bodensee
Bei sonnigen Himmel, aber noch kalten Frühtemperaturen machten wir uns gemeinsam auf den Weg. Umso erfreuter waren wir, dass sich an diesem Tag ein Wetterwechsel ankündigte und später am Tag neben dem sonnigen Wetter auch noch angenehme Temperaturen herrschten ...
Auf der Seite des NABU-Kreisverbands wurde jetzt ein Exkursionsbericht veröffentlicht:
▶▶ https://www.nabu-zollernalb.de/bilder-berichte/bodensee-29-01-2017/

Aufbruch von Zugvögeln nach einem Zwischenstopp ist hormongesteuert
Bei ihren langen Reisen pausieren Zugvögel. Der Zweck, Rast und Fressen, ist schlüssig. Bislang war jedoch unklar, welche Körpersignale den Weiterflug auslösen. Ein Team um Forschende der Vetmeduni Vienna identifizierte nun erstmals ein Hormon, den bekannten Appetitregler Ghrelin, als Signalgeber für das Vogelhirn. Bei "vollgefressenen" Gartengrasmücken, einer Singvogelart, war das Hormon in hoher Konzentration nachweisbar. Zusätzlich verabreicht, steigerte es den höchst aktiven Zustand der Zugunruhe und zügelte den Appetit, Die Ergebnisse, veröffentlicht im Fachjournal PNAS, bestätigen die hormonelle Steuerung von Zugvögeln und könnten auch menschliche Essstörungen erklären. ▶▶ Link: http://idw-online.de/de/news667542

Der NABU ruft zur Meldung von Kiebitzen auf
Der NABU ruft ab sofort dazu auf, gesichtete Kiebitze über die Naturbeobachtungs-Webseiten Ornitho.de oder NABU-naturgucker.de zu melden. Mit der Aktion will der NABU mehr über die gefährdete Art erfahren. Mehr beim ▶▶ https://www.nabu.de/

16.02.2017

Die ersten Veranstaltungsprogramme sind fertig
Die Naturschutzverbände im Kreis basteln fleißig an ihren Veranstaltungsprogrammen und sobald wir von der Veröffentlichung Kenntnis erhalten, werden wir sie hier verlinken. Die meisten sind zwar noch in der Endredaktion, doch einzelne sind schon im Internet zugänglich:
▶▶ AG Schmetterlinge im Zollernalbkreis
▶▶ Bund Naturschutz Alb-Neckar, Albstadt (BNAN)
▶▶ BUND Zollernalb
▶▶ IGNUK
▶▶ NABU Zollernalb (bis einschließlich März)
▶▶ Sonnenenergie Zollernalb

Vorträge der Naturschutztage 2017 jetzt im Internet abrufbar
Wer an den Naturschutztagen am Bodensee teilgenommen hat möchte sich vielleicht die Folien des ein oder anderen Vortrags nochmal genauer ansehen. Aber auch wer nicht teilnehmen konnte wird in der Fülle der Themen sicherlich Interessantes finden (Windkraft und Artenschutz, Vogelschlag an Glasflächen, Verantwortungsarten, Arktis, Regenwälder, Nachhaltige Wirtschaft…). Wie in den Vorjahren haben einige Vortragende ihre Präsentationen oder ihr Vortragsskript zur Verfügung gestellt.
Zu den Dateien, die jetzt zum Download stehen, gelangen Sie, indem Sie ▶▶ hier klicken.

Insektensterben: Offener Brief an MP Kretschmann, Minister Untersteller und Hauk
Kurz vor Weihnachten wurde vom Freiburger Entomologischen Arbeitskreis ein offener Brief zum Thema Insektensterben an Ministerpräsident Kretschmann und die Minister Untersteller und Hauk verschickt.
Dieser Brief wird von vielen Naturschutzorganisationen und auch der AG Schmetterlinge im Zollernalbkreis unterstützt. In der ▶▶ Badischen Zeitung ist ein lesenswerter Artikel dazu erschienen und der BUND Südlicher Oberrhein hat das Ganze gut aufbereitet:
▶▶ http://www.bund-rvso.de/insektensterben-offener-brief.html

Vogel entpuppt sich als Frosch
Meldung von der ▶▶ Naturgucker-Facebook-Seite: "Dass sich Kaulquappen in Frösche verwandeln, haben wir (hoffentlich) bereits in der Schule gelernt. In Indien hat sich kürzlich aber ein Vogel in einen Frosch verwandelt – irgendwie zumindest. An der Westküste des Subkontinents kann man viele Tierstimmen hören und eine davon hatte man bislang einem dort lebenden Eisvogel, dem Braunliest (Halcyon smyrnensis), zugeschrieben. Doch dann sah der einheimische Förster C. R. Naik bei einer seiner Erkundungsrunden einen Frosch, der diese Rufe von sich gab. Zum Glück war er geistesgegenwärtig und fertigte mit seinem Handy eine Tonaufnahme an."
Mehr dazu unter ▶▶ http://www.birdlife.org/asia/news/frog-mistaken-for-bird (Englisch).

Petition "Rettet die Schwarzstörche im Eiterbachtal!"
Ein furchtbarer Neujahrsbeginn für die letzten Schwarzstörche im Odenwald! Wie wenig inzwischen der Schutz streng geschützter Tierarten bei der Genehmigung von Windkraftanlagen in Hessen zählt, wurde am letzten Werktag des Jahres 2016 deutlich: Das Regierungspräsidium Darmstadt hat am 30.12.2016 den Bau von Windkraftanlagen inmitten eines der entlegensten Waldgebiete des Naturparks Odenwald genehmigt - obwohl im Projektgebiet Schwarzstörche brüten und leben.
Natürlich sind vom Bau der Windkraftanlagen nicht nur Schwarzstörche betroffen: Während die Gutachter der Darmstädter Entega im Projektgebiet kaum eine relevante Tierart zu finden vermochten legte der NABU eine Liste vor die sich wie das "Who is Who" der bedrohten Arten: Uhu, Mopsfledermaus, Wespenbussard, Habicht, Rotmilan, Schwarzmilan u.v.m. sind von dem Vorhaben bedroht. Vor der Genehmigung wurden dem Regierungspräsidium Darmstadt über 50 betroffene Horste von gefährdeten Arten gemeldet.
Weitere Details zur Petition finden Sie ▶▶ hier.

Johannes Enssle im Gespräch über den Vogel des Jahres
Der Waldkauz ist der Vogel des Jahres 2017. NABU-Landesvorsitzender Johannes Enssle spricht im Interview darüber, warum der Waldkauz wichtig für die Natur ist, seine eigenen Erlebnisse mit dem Tier und was jeder Einzelne für seinen Schutz tun kann. ▶▶ Mehr

Wildtiere im Zirkus verbieten
Über Change.org erreicht uns die folgende Petition von Holger Friedrich: "Strahlende Kinderaugen - mit genau dieser Argumentation versuchen Zirkusbetriebe Erwachsene emotional zu erreichen. Und tatsächlich ist es so, dass Kinder die Auftritte von Wildtieren meist mit großer Spannung verfolgen. Das Leben der Tiere hinter den Kulissen, die Dressurmethoden, meist winzige Gehege/ Käfige und die nie enden wollenden Transporte von einem Veranstaltungsort zum anderen, entzieht sich ihrer Kenntnis. Zirkus JA, Wildtiere NEIN. Auch Clowns und Akrobaten lassen Kinderaugen strahlen."
Aus diesem Grund ist nun ein Wildtierverbot in der Diskussion. Gegen ein drohendes Wildtierverbot im Zirkus regt sich jedoch massiver Widerstand." Weitere Informationen gibt's bei ▶▶ change.org.

Sat1 Sendung "Norberts Zoo" stoppen!
Eine weitere Petition, diesmal von Ruth Stolzewski, erreicht uns: "Am 01.02. startete Sat1 eine vierteilige Dokusoap mit dem Titel "Norberts Zoo" über die "größte Zoohandlung der Welt" Zoo Zajac in Duisburg. "Zoo Zajac" steht schon seit Jahren in der Kritik von Tierfreunden. In dieser Zoohandlung werden nicht nur exotische Tiere mit hohen Ansprüchen an ihre Haltung - wie z.B. Faultiere und Affen - verkauft, sondern auch Hundewelpen. Tiere sind keine Ware! Exotische Tiere haben in deutschen Wohnzimmern nichts verloren!"
Aus diesem Grund soll nun erreicht werden, dass die Sendung abgesetzt wird. Weitere Informationen erhalten Sie bei ▶▶ change.org.

Sie kämpfen für uns alle! Bitte unterschreibt: Holzfäller raus aus dem Wald!
Reinhard Behrend von Rettet den Regenwald e.V. schreibt: "Im Norden Malaysias lebt das friedfertige Volk der Temiar im Einklang mit der Natur. Doch jetzt ist ein Kampf ums Land entbrannt. Holzfäller dringen immer tiefer in den Wald vor. Sie ignorieren, dass die Temiar dort seit vielen Generationen siedeln. Die Temiar wehren sich jetzt und bewachen ihr Land. Dazu haben sie mehrere Barrikaden errichtet. Sie haben Schlagbäume aufgestellt, Hütten gebaut, Plakate aufgehängt. Hunderte Männer, Frauen und Kinder protestieren gemeinsam und lassen nur Einheimische passieren." Weitere Infos und eine Petition finden Sie ▶▶ hier.

Europäische Bürgerinitiative gegen Glyphosat gestartet
Nehle Hoffer vom BUND schreibt: "Glyphosat ist der Hauptwirkstoff im Monsanto-Produkt "Roundup". Es wird auf fast 40 Prozent der deutschen Äcker eingesetzt und ist laut Krebsagentur der Weltgesundheitsorganisation wahrscheinlich krebserregend. Es ist einer der Hauptverursacher des Artensterbens in unserer Agrarlandschaft, nimmt Wildbienen, Insekten und Vögeln die Nahrungsrundlage.
Doch die Chemieindustrie, allen voran Monsanto, lobbyiert massiv und setzt alles daran, Glyphosat auf dem Markt zu behalten. Spätestens Ende 2017 steht dieses Thema wieder auf der Tagesordnung in Berlin und Brüssel. Im vergangenen Jahr konnten wir durch unseren Protest die geplante Wiederzulassung für weitere 15 Jahre vorerst verhindern.
Für die EBI gegen Glyphosat wollen wir mindestens eine Million Unterschriften sammeln. Wir haben uns dafür mit mehr als 20 Umwelt-, Naturschutz- und Gesundheitsorganisationen aus Europa zusammengeschlossen und fordern: Stoppt Glyphosat!"
Hier geht's weiter: ▶▶ http://newsletter.bund.net/

Landwirtschaft der Zukunft
Die Landwirtschaft in Deutschland ernährt uns alle. Doch die heutige Art, die Äcker zu bestellen und Tiere zu halten, hat schwerwiegende Folgen für die Umwelt. Wie kann es anders gehen? Mit einer Landwirtschaft der Zukunft! Das Umweltbundesamt hat zu diesem Thema einen sehenswerten Kurzfilm veröffentlicht.
▶▶ https://www.facebook.com/umweltbundesamt.de/videos/1551086394904894/

Die BayernLB hilft Trump - stoppen wir das!
Campact schreibt: "US-Präsident Trump macht Schluss mit dem Klimaschutz und hebt den Baustopp für eine riesige Öl-Pipeline auf, die Barack Obama nach massiven Protesten der Umweltbewegung gerade erst gestoppt hatte. Doch wir können ihn ausbremsen: Die Bayerische Landesbank gehört zu den größten Finanziers des Projekts. Sie muss jetzt den Geldhahn abdrehen! Unterzeichnen Sie unseren Appell!"
Hier geht's weiter: ▶▶ https://www.campact.de/

09.02.2017

Zwergschwäne offenbar mit mäßigem Bruterfolg 2016
Die Erfassung des Jungvogelanteils beim Zwergschwan am ersten Dezember-Wochenende ergab unter 2.998 nach Alter differenzierten Individuen einen Jungvogelanteil von 10,5 % in Deutschland. Der Jungvogelanteil bei uns lag in den letzten Jahren durchweg höher als auf Populationsebene. Es ist deshalb davon auszugehen, dass dieser in Nordwesteuropa unter 10 % lag und damit eher gering ausfiel. Darauf deuten auch die noch vorläufigen Zahlen aus den weiter westlich gelegenen Ländern. Lesen Sie hier weiter: ▶▶ http://www.dda-web.de/#2017_02_01_zwergschwaumlne_of

Tier des Jahres 2017: die Haselmaus
Sie ist klein. Ausgesprochen klein. Und lebt am Rand der Gesellschaft – genauer: am Waldrand. Schon ihr Name ist eine reine Angabe. Tier des Jahres ist sie trotzdem geworden, die Haselmaus.
▶▶ https://idw-online.de/de/news665417

Gottesanbeterin ist "Insekt des Jahres"
Seit 1999 küren Forscher das "Insekt des Jahres". Diesmal fiel die Wahl auf die Gottesanbeterin – eine Gewinnerin des Klimawandels. Sie wird in der Artenschutzverordnung als 'besonders geschützte Art' geführt und wird in der 'Roten Liste der Geradflügler Deutschlands' in die Gruppe 3 ('gefährdet') eingruppiert. Mehr Infos unter ▶▶ http://www.insektenbox.de/sonsti/gemgot.htm

Schmetterling des Jahres 2017: Goldene Acht
Die BUND NRW Naturschutzstiftung und die Arbeitsgemeinschaft Rheinisch-Westfälischer Lepidopterologen haben die "Goldene Acht" (Colias hyale) zum Schmetterling des Jahres 2017 gekürt, um auf den Rückgang des Falters aufmerksam zu machen. Seine Raupen ernähren sich von Luzerne und Klee und brauchen naturnahe blütenreiche Wiesen oder Weiden. Mit der Intensivierung der Landwirtschaft schwindet der Lebensraum der Goldenen Acht zusehends.
▶▶ http://www.bund-nrw-naturschutzstiftung.de/

Reptil des Jahres 2017: Die Blindschleiche
Die beinlosen Echsen, die trotz Namen und Aussehen weder blind noch Schlangen sind, zählen zu den häufigsten Kriechtieren unserer Heimat und sind in weiten Teilen Mitteleuropas fast flächendeckend verbreitet. Die verbliebenen Lebensräume unserer Kulturlandschaft besiedelt die Blindschleiche in relativ gesunden Beständen – so scheint es zumindest, denn unter allen einheimischen Reptilien ist sie tatsächlich die Art, deren Biologie am wenigsten erforscht ist.
▶▶ http://www.feldherpetologie.de/lurch-reptil-des-jahres/

Alte Wälder nehmen bei Klimaschwankungen stabiler Kohlendioxid auf
Wälder nehmen kontinuierlich Kohlendioxid (CO₂) auf, das wichtigste Treibhausgas der Atmosphäre. Bedingt durch Klimaschwankungen variiert diese Aufnahme allerdings von Jahr zu Jahr. Denn während manche Wälder recht konstant CO₂ umsetzen, reagieren andere eher wechselhaft und instabil gegenüber Klimaänderungen. Ein Forscherteam unter Leitung des Max-Planck-Instituts für Biogeochemie in Jena fand nun zwei wesentliche Faktoren, die hierbei eine Rolle spielen: Je älter die Waldbestände und je größer deren Artenvielfalt, desto konstanter und stabiler ist ihre Fähigkeit, CO₂ aufzunehmen. Die Ergebnisse beruhen auf Datensätzen von 50 weltweit verteilten Wäldern unterschiedlicher Klimazonen.
▶▶ http://idw-online.de/de/news667054

Pflanzen riechen anders, wenn sie von exotischen Tieren gefressen werden
Wenn sie von Insekten befallen sind, verströmen viele Pflanzen Gerüche um die Feinde der Pflanzenfresser anzulocken. Eine neue Studie, die in der wissenschaftlichen Fachzeitschrift New Phytologist veröffentlicht wurde, enthüllt, dass sich die Zusammensetzung dieser Gerüche je nach Art des Pflanzenfressers ändert. Zur Überraschung der beteiligten Forscher können einheimische Pflanzen sogar erkennen, wenn nicht-einheimische Insekten sich an ihnen gütlich tun. In diesem Fall sondern sie eine ganz spezifische Duftnote ab. ▶▶ http://idw-online.de/de/news667226

02.02.2017

Bayerns Ortolane sollen nicht auf Tellern landen!
Der LBV begrüßt die Entscheidung der Europäischen Kommission, Frankreich wegen der unzureichenden Umsetzung der EU-Naturschutzrichtlinien zu verklagen. Seit vielen Jahren tolerieren die Behörden dort den illegalen Fang des Ortolans.
Lesen Sie hier weiter: ▶▶ http://naturwerke.net/?PartnerID=2&beitrag=952

Jahresvogel: Waldkauz heult schon im Januar
Noch ist es still im Winterwald. Ab und zu perlt ein Rotkehlchen oder ein Zaunkönig singt. Nur nachts wird es richtig laut: Die Balz der Waldkäuze ist jetzt im vollen Gange!
▶▶ http://naturwerke.net/?PartnerID=2&beitrag=60

Flächenverbrauch: Eindämmen statt anheizen
NABU und BUND in Baden-Württemberg appellieren an die Landesregierung, den Flächenverbrauch bis 2020 auf maximal drei Hektar pro Tag einzudämmen. Ziel müsse sein, bis 2025 die Netto-Null zu erreichen. Aktuellen Bestrebungen, im Baurecht naturschutzrechtliche Auflagen zu schwächen, um Freiflächen schneller bebauen zu können, erteilten sie im Rahmen einer Pressekonferenz bei den "Naturschutztagen am Bodensee" in Radolfzell eine klare Absage. Lesen Sie hier weiter: ▶▶ https://baden-wuerttemberg.nabu.de/news/2017/21788.html

Im Blickpunkt: Schutz des Landschaftsbildes (aus dem aktuellen LNV-Infobrief)
Luxus oder Notwendigkeit? In Planungsverfahren müssen vielerlei Belange berücksichtigt, dutzende Interessensträger angehört werden. Es gibt „harte“ Ausschluss- und „weiche“ Abwägungs-Kriterien, die Machbarkeit und Ort eines Projektes bestimmen können. Naturschutzbelange waren lange Zeit überwiegend weiche Kriterien. Das hat sich erst durch die EU-Naturschutzrichtlinien geändert: nach EU-Recht geschützte Arten und Lebensräume werden heute sehr ernst genommen. Auf der Stecke bleibt häufig der Belang des "Landschaftsbildes". Lesen Sie hier weiter: ▶▶ http://lnv-bw.de/lnv-infobrief-dezember-2016/

Grüne Dächer binden Feinstaub, produzieren Frischluft und sind schön anzusehen
Eignet sich das eigene Haus für eine Dachbegrünung? Was bringt es für das städtische Klima? Das erste intelligente Gründachkataster Deutschlands betrachtet nicht nur die allgemeine Eignung eines Dachs für die Bepflanzung, sondern macht auch Angaben zur Feinstaubabsorption, CO2-Bindung und Frischluftproduktion. Es gibt zudem Pflanzempfehlungen für den jeweiligen Standort in Abhängigkeit von Dachneigung, Besonnung und Substrathöhe. Auch Vorlieben zu den Pflanzen wie die Farbe können berücksichtigt werden. ▶▶ http://idw-online.de/de/news666646

Kann das "Greening" grüner werden?
"Greening" nennt sich ein Instrument, mit dem die EU den Artenschwund in der Agrarlandschaft stoppen will. Das Prinzip ist einfach: Landwirte bekommen Geld dafür, dass sie auf ihren Flächen bestimmte Maßnahmen zum Schutz von Flora und Fauna umsetzen. Wissenschaftler des UFZ, der Universität Göttingen und weiterer Forschungsinstitute haben nun untersucht, wie effektiv dieses Instrument ist. Sie kommen dabei zu einem ernüchternden Ergebnis: Die Maßnahmen bringen oft wenig für die Artenvielfalt, für die Landwirte sind sie zum Teil schlecht umsetzbar und die Steuerzahler kosten sie trotzdem viel Geld. Es gibt aber Möglichkeiten, die Situation für alle Seiten zu verbessern. ▶▶ http://idw-online.de/de/news666133

Erste "Rote Liste" gefährdeter Lebensräume in Europa
Rote Listen von Tier- und Pflanzenarten haben sich im Naturschutz sehr bewährt. Wie es um die Gefährdung ganzer Lebensräume durch den Menschen bestellt ist, stand bislang jedoch viel weniger im Fokus der Wissenschaft. Ein internationales ForscherInnenteam unter Beteiligung von Franz Essl und David Paternoster vom Department für Botanik und Biodiversitätsforschung der Universität Wien veröffentlicht nun erstmals eine Europäische Rote Liste, in der die Gefährdungs­situation von 490 Lebensräumen in 35 Ländern Europas bewertet wurde. Die Ergebnisse sind ernüchternd: Mehr als ein Drittel aller Lebensräume in Europa sind gefährdet.
▶▶ http://idw-online.de/de/news666365

Beleuchten – aber richtig: Forscher veröffentlichen Empfehlungen für die Außenbeleuchtung
Lichterketten, Straßenlaternen und Werbedisplays: Gerade im Dezember erhellen wir die dunkle Jahreszeit mit Außenbeleuchtung. Dass diese uns nicht nur in eine weihnachtliche Stimmung versetzt, sondern auch negative Folgen für Mensch und Natur haben kann, ist bereits länger bekannt. Ein internationales Forscherteam, das vier Jahre lang im Rahmen des europäischen "Verlust der Nacht"-Netzwerks zusammengearbeitet hat, hat nun praktische Leitlinien für die Außenbeleuchtung veröffentlicht. Sie sollen dazu beitragen, Licht in unseren Städten künftig nachhaltiger einzusetzen – zum Wohle von Mensch und Umwelt.
▶▶ http://idw-online.de/de/news665320

26.01.2017

Landratsamt schützt letztes Vorkommen der Augenwurz auf dem Lochen
Dieser Tage wurde wieder über die aus Naturschutzgründen verordnete Teil-Sperrung des Aussichtspunkts am Lochenfelsen berichtet. Für nähere Informationen weisen wir auf die Veröffentlichungen in der örtlichen Presse hin:
▶▶ Hohenzollerische Zeitung
▶▶ Schwarzwälder Bote

Aus dem NABU-Vogelschutzzentrum: Schlechte Zeiten für Greifvögel
Greifvögel haben es schwer – nicht zuletzt, weil wir Menschen es den imposanten Flugkünstlern schwer machen. Das bestätigen jetzt aktuelle Zahlen aus dem NABU-Vogelschutzzentrum in Mössingen.
Auch 2016 waren wieder Mäusebussarde, Sperber und Rotmilane unter den gefiederten Patienten, die Daniel Schmidt-Rothmund und sein Team aufgenommen haben. Insgesamt wurden 2016 rund 170 Greifvögel und Falken eingeliefert.
Darunter waren 28, die verletzt an Straßenrändern gefunden wurden, also sicher oder mit hoher Wahrscheinlichkeit mit Autos kollidiert waren. Zwei sind vermutlich von Zügen erfasst worden, einer sogar von einem Segelflugzeug. Fünf Greifvogelpatienten sind sicher oder höchstwahrscheinlich gegen Glasflächen geflogen, weitere sind gegen Stromleitungen geprallt oder haben sich in Maschendrahtzäunen verfangen. Ein Mäusebussard wurde durch einen gezielten Schuss tödlich verletzt. Weitere Infos unter ▶▶ https://baden-wuerttemberg.nabu.de/news/2016/21713.html

Billionen Insekten migrieren jährlich über unseren Köpfen
Eine gewaltige Zahl diverser Insekten verlagert offenbar saisonbedingt ihren Lebensmittelpunkt von Nord nach Süd und umgekehrt. Das zeigen Radarmessungen über ein Jahrzehnt. Lesen Sie hier weiter: ▶▶ http://www.spektrum.de/

Acht europäische Länder im Kampf gegen den Asiatischen Laubholzbockkäfer
In acht europäischen Ländern wurde der für viele Laubbäume gefährliche Asiatische Laubholzbockkäfer bisher nachgewiesen. Erstmals in Europa gelang es nun in der Stadt Winterthur (Schweiz), einen so großen Käferbefall bereits nach vier Jahren zu tilgen, andernorts dauerte dies bisher mehr als zehn Jahre. Das Erfolgsrezept: konsequente Käferbekämpfung, gut koordinierte Kontrollmaßnahmen und aktive Information an die Bevölkerung, wie eine ALB-Spezialistin der Eidgenössischen Forschungsanstalt WSL in der Fachzeitschrift 'Wald und Holz' schreibt.
▶▶ http://idw-online.de/de/news665923

Speed Dating: Graubruststrandläufer balzen auf tausenden von Kilometern
Nach einer Reise um den halben Globus aus den Überwinterungsgebieten fliegen männliche Graubruststrandläufer oft noch viele tausend Kilometer weiter durch das Brutgebiet in der Arktis. Bart Kempenaers und Mihai Valcu vom Max-Planck-Institut für Ornithologie in Seewiesen zufolge besuchen sie innerhalb von vier Wochen bis zu 24 Nistplatzorte, um dort vermutlich Weibchen zu umwerben und ihre Chancen zu erhöhen, sich fortzupflanzen.
▶▶ http://idw-online.de/de/news665944

Schreiadlerhorst gerettet: NABU-Stiftung kauft Wald bei Templin
In den weiten und dünn besiedelten Landschaften Nordostdeutschlands gibt es sie noch - die kleinen scheuen und vom Aussterben bedrohten Schreiadler. Denn hier finden sie geeignete Nahrungsgebiete und Brutplätze, wo sie vom Menschen ungestört ihre Jungen aufzuziehen können. Im November konnte die NABU-Stiftung Nationales Naturerbe einen der letzten 22 Schreiadlerhorste Brandenburgs sichern, indem sie ein 1,86 Hektar großes Waldstück bei Templin erwarb. Lesen Sie hier weiter: ▶▶ https://naturerbe.nabu.de/news/2016/3/21684.html

Bildschirmhintergründe - kostenlos zum Download
Aus dem Newsletter des NABU-Bundesverbandes: "Verschönern Sie sich die Arbeit am Computer mit faszinierenden Vogelbildern und richten Sie sich Ihr Hintergrundbild neu ein. Es gibt sieben Wintervogelmotive in verschiedensten Auflösungen zur Auswahl. Viel Freude mit den schönen Motiven!" ▶▶ mehr

"Für 3.500 Dollar pro Hektar inklusive Rodung hätten wir Wald kaufen können"
Bisher wurde in der globalen Klimadiskussion hauptsächlich auf die Abholzung von tropischen Feuchtwäldern geschaut. Dass die Vernichtung von tropischen Trockenwäldern ebenso klimawirksam ist, ist bisher nur wenig bekannt. Am Beispiel des südamerikanischen Gran Chaco zeigt Matthias Baumann, Post Doc an der Humboldt-Universität zu Berlin (HU), wie die Abholzung des Waldes und der Ersatz durch Weide- und Sojaflächen die CO2-Emmissionen beeinflussen. Seine Studie "Carbon Emissions from Agricultural Expansion and Intensification in the Chaco" (2016) wurde im Fachmagazin Global Change Biology veröffentlicht. Im Interview mit der HU-Pressestelle erläutert Matthias Baumann die Ergebnisse.
▶▶ http://idw-online.de/de/news665957

 

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