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Archiv Nachrichten

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30.11.2021

Gefahr für Humboldt-Pinguine
Bettina Behrend von Rettet den Regenwald e.V. schreibt: "Es ist nicht das erste Mal, dass das Brutgebiet der Humboldt-Pinguine vor der Nordküste Chiles durch Hafen- und Bergbauprojekte bedroht wird. Seit über 20 Jahren gefährden Industrieprojekte wie Kohlekraftwerke, Bergwerke und Häfen das artenreiche Meeresgebiet. Jetzt erhielt wieder ein Bergbau- und Hafenprojekt, "Dominga", die Zulassung. Ökologen in Chile fordern, die Meeresregion "La Higuera-Isla Chañaral" endgültig zur strengen Schutzzone und das maritime Paradies zum UNESCO-Weltnaturerbe zu erklären. Bitte unterschreiben Sie die Petition und helfen Sie mit, sie in all Ihren Netzwerken zu verbreiten."
zur Petition

»Kill-Bill«-Vogel neu entdeckt
In den südamerikanischen Anden blieb eine Tangarenart lange wissenschaftlich unbeschrieben. Obwohl sie sehr auffällig ist und Beobachter an einen Hollywoodstar erinnerte.
Spektrum.de

Über 50 Prozent aller Schildkröten bedroht
Ein Team internationaler Wissenschaftler aus den USA, Frankreich, Australien und Deutschland, unter ihnen Senckenberger Uwe Fritz, hat heute die 9. Auflage des Atlas "Turtles of the World" veröffentlicht. In der Publikation finden sich nicht nur detaillierte Beschreibungen aller 357 Schildkrötenarten, sondern auch Informationen zum Gefährdungsstatus aller Arten sowie ein Vergleich ihrer heutigen und ursprünglichen Verbreitungsgebiete. Die Ergebnisse der Forscher rund um Erstautor Anders G.J. Rhodin sind alarmierend: Etwa die Hälfte der Schildkrötenarten sind vom Aussterben bedroht.
https://idw-online.de/de/news779338

Bürgerpreis: Steinkauzprojekt des NABU im Rems-Murr-Kreis belegt 2. Platz
Am 19.10.2021 wurde der Bürgerpreis der KSK Waiblingen vergeben. Das Steinkauzprojekt im Kreisverband Rems-Murr belegte dabei den zweiten Platz und erhielt ein Preisgeld von 2000 €. Das jahrelange Engagement zum Schutz dieses Streuobstwiesenbewohners wurde damit geehrt. Die Landesgeschäftstelle gratuliert zum Erfolg und bedankt sich für den tollen Einsatz!
Mehr beim NABU Rems-Murr

Warum immer noch Milliarden in die Fossilen fließen
Fossile Energie - und damit der Klimawandel - wird Jahr für Jahr mit Abermilliarden subventioniert. Das ist anerkanntermaßen schädlich, doch die meisten Regierungen drücken sich.
Spektrum.de

»Ein Greenwashing-Festival des globalen Nordens«
Von der Klimakonferenz ist Aktivistin Greta Thunberg nicht überzeugt. Tausende Demonstranten stimmen ihr zu, während Politiker hoffen, dass Zusagen eingehalten werden. Der Liveblog ...
Spektrum.de

Eine Tonne CO₂ aus der Luft filtern kostet tausend Kilowattstunden Energie
Das Zehntausend-Seelen-Dorf Hilwil bei Zürich ist eine Art Mekka für Klimaschutz-Bewegte: Schon seit 2017 betreibt dort die Firma Climeworks eine futuristisch anmutende Pilotanlage für "Direct Air Caputure" – und holt mit chemischen Filtern jährlich 900 Tonnen des wichtigsten Treibhausgases Kohlendioxid (CO₂) aus der Atmosphäre. Dass dies nicht nur imposant aussieht, sondern auch in großem Umfang sinnvoll sein könnte, belegt jetzt eine neue Studie unter Mitwirkung des Berliner Klimaforschungsinstituts MCC (Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change). Sie wurde in der renommierten Fachzeitschrift Nature Energy veröffentlicht.
https://idw-online.de/de/news778426

Neue Studie zur Biodiversität: Die Vielfalt ökologischer Funktionen auf Meeresinseln sinkt
Die Artenvielfalt von Ökosystemen hat sich weltweit unter dem Einfluss des Menschen stark verändert. Ein Forschungsteam mit Prof. Dr. Manuel Steinbauer von der Universität Bayreuth hat diese Prozesse am Beispiel von Vögeln auf Ozeaninseln untersucht. Die in "Science Advances" veröffentlichte Studie zeigt: Die Zahl gebietsfremder Arten, die sich neu ansiedeln, ist oft höher als die Zahl der unter anthropogenen Einflüssen ausgestorbenen Arten. Doch können die zugewanderten Arten die diversen ökologischen Funktionen ausgestorbener Arten nicht in vollem Umfang ersetzen. Einheimischer Artenschwund bewirkt daher langfristig eine Vereinheitlichung von Ökosystemen und ihrer Funktionen.
https://idw-online.de/de/news779325

Ein Beispiel konvergenter Evolution
Ein Team von Wissenschaftler:innen der Universitäten Münster, Mainz, Frankfurt und Regensburg präsentiert neue Forschungsergebnisse zur Genomevolution bei parasitischen Ameisen in der Fachzeitschrift Molecular Biology & Evolution. Die Arbeiterinnen sklavenhaltender Ameisen versorgen die Brut ihrer Königinnen nicht selbst und gehen auch nicht auf Nahrungssuche. Vielmehr übernehmen diese Tätigkeiten die Wirtsarbeiterinnen, also Ameisen einer anderen Art. Interessanterweise entwickelte sich dieses Verhalten mehrmals unabhängig, ausgehend von sozialen Vorfahren, und ist daher ein Beispiel sogenannter konvergenter Evolution.
https://idw-online.de/de/news779122

Naturvorlieben: Was Linke und Konservative in Deutschland unterscheidet
Forscher*innen des Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrum Frankfurt haben anhand von drei ländlichen Gegenden in Deutschland untersucht, ob verschiedene Weltanschauungen sich auf die Präferenzen für Ökosystemleistungen auswirken. Sie kommen in ihrer heute im Fachjournal "People and Nature" erschienenen Studie zu dem Schluss, dass Interessensgruppen, in denen eine individualistische, eher konservative Weltanschauung dominiert besonders Leistungen der Natur schätzen, welche der Versorgung dienen. Eher linke Interessensgruppen mit einem starken Gerechtigkeits- und Gemeinschaftssinn bevorzugen dagegen hauptsächlich kulturelle Ökosystemleistungen.
https://idw-online.de/de/news779090

Scientists react to UN climate deal
Scientists have expressed relief that the 26th United Nations Climate Change Conference of the Parties (COP26) reached an agreement that pledges further action to curb emissions, more frequent updates on progress and additional funding for low- and middle-income countries. But some left the meeting dissatisfied at the lack of stronger commitments to reduce emissions, and failure to agree to 'loss and damage' finance for countries that are vulnerable to climate change. "COP26 has closed the gap, but it has not solved the problem," says climate researcher Niklas Hoehne.
Nature

Retired medic discovers new dinosaur
Jeremy Lockwood, a retired physician and a current PhD candidate, spent years cataloguing every iguanodon bone found on the Isle of Wight using museum collections. In the process, he discovered a new species of dinosaur with a large, bulbous nose, named Brighstoneus simmondsi. A relative of the Iguanodon, the new herbivorous dinosaur had 28 teeth, was some 8 metres long and weighed about 900 kilograms. "This discovery made it one of the happiest days of lockdown," says Lockwood.
The Guardian

18.11.2021

Triumvirat leitet künftig die Geschicke des Balinger NABU
Die Balinger Gruppe des Naturschutzbunds (NABU), mit 580 Mitgliedern der stärkste Naturschutzverein in der Kreisstadt, wird nun von einem Sprecherteam geführt. In der Versammlung im Zollernschloss wurden Peter Faber, Klaus Gollmer und Karl-Eugen Maulbetsch zu Vorsitzenden gewählt.
Schwarzwälder Bote

Orchideen, Enzian und Silberdisteln breiten sich aus
Die vergangenen Wochen mit ihrer meist günstigen Witterung wurden von den Aktiven der Hechinger NABU-Gruppe für praktische Naturschutzarbeit genutzt. So wurde Anfang Oktober mit zehn Mann die Pflegefläche im Gewann Schafwasen gemäht und das Mähgut in die vom Betriebshof aufgestellten Container verbracht.
Schwarzwälder Bote

Pilz lockt Fliegenmännchen in tödliche Sexfalle
Weißer Staub um eine tote Fliege? Das sind die Spuren eines tödlichen Pilzes. Eigentlich sollten andere Fliegen ihm nicht zu nahekommen. Das Gegenteil ist der Fall, aber warum
Spektrum.de

Ohne chemischen Pflanzenschutz steigt die Vielfalt der blühenden Wildpflanzenarten auf den Äckern deutlich
Ein "alter Hut"? JKI-Studie analysiert erstmals langjährig konventionell und ökologisch bewirtschaftete Ackerflächen parallel zu solchen, auf denen nie Pflanzenschutzmittel eingesetzt wurden. Ergebnisse im Journal "Ecology und Evolution" veröffentlicht.
https://idw-online.de/de/news778308

Wie Insekten durch den Winter kommen
Ob im Kokon, im Pflanzenstängel oder mit "Frostschutzmittel" – Insekten haben verschiedene Strategien, um den Winter zu überstehen. Besonders wichtig ist, im Garten nicht zu sehr aufzuräumen, damit Überwinterungsplätze für Insekten erhalten bleiben.
Mehr beim NABU BW

Mit Rechen und Harke gegen Herbstlaub
Kaum fällt das Herbstlaub, ertönen sie in Park und Garten: Laubsauger oder -bläser. Doch die Geräte schaden Umwelt und Gesundheit. Sein Lärm und Schadstoffe stören den Naturhaushalt. Laub besser bis zum Frühjahr liegen lassen.
Mehr beim BUND BaWü

Wiedehopf und Mehlschwalbe haben den Schnabel vorn
Bei der zweiten öffentlichen Wahl des Jahresvogels von NABU und seinem bayerischen Partner LBV haben bisher bereits mehr als 85.000 Menschen abgestimmt. Zur Halbzeit der Vogelwahl liegen Wiedehopf und Mehlschwalbe vorn.
Mehr beim NABU BW

TU Berlin: Kernenergie keine Technologie zur Lösung der Klimakrise
Zu teuer, zu langsam, zu gefährlich, zu blockierend - internationales Team von Fachwissenschaftler*innen der Scientists for Future (S4F) veröffentlichten Studie zu Kernenergie / Forscher*innen der TU Berlin beteiligt
https://idw-online.de/de/news778409

Photovoltaik-Ausbau in Gefahr: Wirtschaftlichkeit muss gesteigert werden
Photovoltaik-Dachanlagen bis 100 Kilowattpeak können aktuell nur mit Eigenverbrauch wirtschaftlich betrieben werden. Wird der gesamte erzeugte Strom ins Netz eingespeist, lohnt sich also die Investition in Solarzellen nicht. Um einen finanziellen Anreiz für den Bau von Solaranlagen auf Dächern ohne Eigenverbrauchsmöglichkeit zu bieten, müsste der Vergütungssatz um etwa fünf Cent pro Kilowattstunde höher liegen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Öko-Instituts im Auftrag des Umweltbundesamtes.
https://idw-online.de/de/news778239

Wildbienen & Schmetterlinge im Siedlungsraum - neue Bewerbungsrunde im Projekt "Natur nah dran"
Kommunen, die ihre Grünflächen insekten- und vogelfreundlich umgestalten wollen, können sich bis 31. Dezember wieder bei "Natur nah dran" bewerben. Aktive können Ihre Kommunen gerne zum Mitmachen anregen und sich dazu vorher beim NABU-Landesverband melden. Unser Video zeigt, wie schön die Flächen sich entwickeln.
Mehr beim NABU BW

Bauern weltweit müssen sich schon innerhalb des nächsten Jahrzehnts auf neue Klimarealität einstellen
Neue Computersimulationen von NASA und PIK sagen tiefgreifende Veränderungen in den Anbaubedingungen und Erträgen der wichtigsten Kulturpflanzen schon in den nächsten 10 Jahren voraus, wenn sich die derzeitigen Trends der globalen Erwärmung fortsetzen. In den wichtigsten Kornkammern der Welt wird es viel schneller als bisher erwartet zu gravierenden Veränderungen kommen, so dass sich die Landwirte in aller Welt schon jetzt an die neuen klimatischen Gegebenheiten anpassen müssen. Bis Ende 2100 könnten die Maiserträge um fast ein Viertel zurückgehen, während die Weizenerträge möglicherweise weltweit um etwa 17 % steigen könnten.
https://idw-online.de/de/news778557

Super-GAU für Europas Energiewende: Stoppt das Greenwashing von Atomkraft und Gas!
Während in Berlin die Koalitionsverhandlungen laufen, bahnt sich in Europa eine fatale Weichenstellung an. Es geht um die Klimaneutralität und Nachhaltigkeit von Europas Energieversorgung. Konkret: Neue Atomkraft- und Gaskraftwerke sollen als “nachhaltige Investitionen” eingestuft werden. Damit würden Gas und Atomenergie nichts weniger als grün angestrichen und Geldschleusen für diese Energiequellen geöffnet werden. Eine Weichenstellung für einen klima- und energiepolitischen Irrweg!
Mehr bei Change.org

Auf dem Weg zu einer klima- und umweltfreundlicheren Landwirtschaft in Deutschland
Die Landwirtschaft in der Europäischen Union soll klima- und umweltfreundlicher werden. Dazu hat die EU in ihrer jüngsten Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) neben der Einkommensstützung der landwirtschaftlichen Betriebe ergänzende Ökoregelungen, sog. Eco-Schemes, eingeführt, die ab 2023 gelten sollen. Das Thünen-Institut hat während dieses Entwicklungsprozesses begleitend abgeschätzt, welche Kosten die Ökoregelungen in landwirtschaftlichen Betrieben hervorrufen und wie die Prämien für die einzelnen Regelungen ausgestaltet sein könnten. Die Ergebnisse sind jetzt veröffentlicht worden.
https://idw-online.de/de/news778091

Klimafaktor Wald: Schutzziele widersprechen sich
Die EU hat ein Klimapaket mit Namen "Fit for 55" aufgelegt, das auch den Wald betrifft. Das Problem: Die einzelnen Maßnahmen sollen CO2-Emissionen ausgleichen, widersprechen sich aber oder erreichen das Gegenteil. Dies zeigt die Analyse von Forstwissenschaftler Prof. Michael Köhl vom Centrum für Erdsystemforschung und Nachhaltigkeit (CEN) der Universität Hamburg.
https://idw-online.de/de/news778098

Bat voted New Zealand’s bird of the year
A bat has put the cat among the pigeons by winning bird of the year in New Zealand. The pekapeka-tou-roa (representing both Chalinolobus tuberculatus, the New Zealand long-tailed bat, and Mystacina tuberculata, the New Zealand lesser short-tailed bat) won the annual awareness-raising vote. The two species are the country’s only endemic land mammals, and won by a landslide. Conservation charity Forest & Bird is sanguine about the controversy over a bat winning a competition that celebrates birds. "It wouldn't be Bird of the Year without some scandal," says spokesperson Lissy Fehnker-Heather.
The New Zealand Herald

War has lasting impacts on bird life
Researchers in Australia have measured the toll of Sri Lanka’s 26-year civil war on bird-life, finding that birds living in former war zones are much warier of people than are those in areas that didn’t experience conflict, despite the war having ended in 2009. The scientists studied 157 bird species and found that those in areas that had not experienced armed conflict would allow people to get 25% closer to them before flying away than would birds that live in former war zones.
New Scientist

04.11.2021

Auf dem Hof in Winterlingen fühlen sich die Schwalben wohl
"Solche Ställe wie hier sind ideal für die Rauchschwalben", erklärt Mathias Stauß vom Albstädter NABU bei seinem Besuch im Stall von Berta und Heinz Blickle in Winterlingen. Er ist gekommen, um Blickles Hof mit der Plakette "Schwalbenfreundliches Haus" auszuzeichnen ...
Schwarzwälder Bote

Wildbienen & Schmetterlinge im Siedlungsraum - neue Bewerbungsrunde im Projekt "Natur nah dran"
Kommunen, die ihre Grünflächen insekten- und vogelfreundlich umgestalten wollen, können sich bis 31. Dezember wieder bei „Natur nah dran“ bewerben. Aktive können Ihre Kommunen gerne zum Mitmachen anregen und sich dazu vorher beim NABU-Landesverband melden. Unser Video zeigt, wie schön die Flächen sich entwickeln.
Mehr beim NABU BW

Wildbienen & Schmetterlinge im Siedlungsraum - neue Bewerbungsrunde im Projekt "Natur nah dran"
Kommunen, die ihre Grünflächen insekten- und vogelfreundlich umgestalten wollen, können sich bis 31. Dezember wieder bei „Natur nah dran“ bewerben. Aktive können Ihre Kommunen gerne zum Mitmachen anregen und sich dazu vorher beim NABU-Landesverband melden. Unser Video zeigt, wie schön die Flächen sich entwickeln.
Mehr beim NABU BW

Abholzung im südamerikanischen Gran Chaco entzieht traditionellen Bevölkerungsgruppen die Lebensgrundlage
Während Umweltzerstörungen durch tropische Entwaldung breite Aufmerksamkeit erfahren, bleiben die sozialen Auswirkungen oft im Verborgenen. Ein Hauptgrund: der Mangel an Daten darüber, wo Menschen in den Wäldern der Tropen und Subtropen leben. Eine Studie zeigt nun, wie diese Bevölkerungsgruppen und ihre Lebensgrundlagen kartiert werden können. Erstmals wurden mit Hilfe von Satellitenbildern menschliche Siedlungen innerhalb der Wälder des gesamten südamerikanischen Gran Chaco erfasst. Die Analysen zeigen, dass traditionell riesige Waldgebiete von Menschen genutzt werden. Wo die Landwirtschaft voranschreitet, kommt es zur "ökologischen Marginalisierung" traditioneller Bevölkerungsgruppen.
https://idw-online.de/de/news778208

Hunting led to more tuskless elephants
In Mozambique, the selective poaching of elephants with tusks has led to a higher number of females being born without them. During the country’s civil war, from the late 1970s to early 1990s, hunting annihilated the African savanna elephant (Loxodonta africana) population in Gorongosa National Park. Before the war, about 18.5% of females born there were naturally tuskless — a trait that made them undesirable to poachers. Among the 91 female elephants that have been born since the war, that fraction has risen to 33%.
More on nature.com

Recycled Li-ion batteries are as good as new
Lithium-ion batteries with recycled cathodes can be as good or better than ones that use freshly mined material. Researchers shredded old batteries and reclaimed a mixture of nickel, manganese and cobalt that is commonly used for the cathodes of electric car batteries. When tested with industry-standard methods, the recycled batteries could store as much energy as a conventional one, and could be charged and discharged more times before needing to be replaced.
More on IEEE Spectrum

28.10.2021

NABU Albstadt: Noch einmal richtig verausgaben ...
"Wir brauchen noch ca. 30 Leute" schreibt Mathias Stauß vom NABU Albstadt. Am Samstag ist eine größere Pflanzaktion in Truchtelfingen geplant – dort sind viele Helfer vonnöten.
Mehr beim NABU Albstadt

NABU Balingen: Arbeitseinsatz am Gartenschauprojekt
Und auch in Balingen ist Handarbeit angesagt – Peter Faber schreibt: Nachdem der Rohbau zu unserem NABU-Gartenschauprojekt "Insektenland Kräutersand" fertiggestellt ist, müssen noch die Feinarbeiten und Modellierungen gemacht werden. Wer Interesse an der Mitarbeit hat, möge sich bitte ▶ per Mail anmelden. Wir treffen uns am Samstag, den 23.Oktober um 9:00 Uhr vor dem Tor zum Bauhof der Stadt Balingen. Dieses ist vom neuen Kreisverkehr "Auf Jauchen" gegenüber dem Hobbyland Tenniscenter zu erreichen. Ein Zugang über die Hindenburgstraße ist nicht möglich. Wer hat, kann eigenes Werkzeug wie Schaufel, Hacke und Rechen sowie Arbeitshandschuhe mitbringen. Fragen dazu beantwortet Peter Faber unter der obigen Mailadresse.

Die Holz-Giganten des Königs Wilhelm I.
Interessante Fakten über den Wald und seine Bäume haben Interessierte bei einer Nabu-Führung im Wannental erfahren. Welche Nadelbäume stechen und welche nicht? Und woher stammen die Mammutbäume in dem heimischen Waldgebiet?
Schwarzwälder Bote

Kreuzotter soll im Raum Albstadt Lebensräume bekommen
Über das "albstrom regio"-Projekt der Albstadtwerke sind in den vergangenen Jahren schon zahlreiche Aktionen des Naturschutzbundes (NABU) für den Natur- und Artenschutz finanziert worden. Jetzt geht es um die Kreuzotter.
Schwarzwälder Bote

Das Geheimnis der alten Eiben ist gelüftet
Wieso stehen über Weilstetten Richtung Lochen so viele alte Eiben im Wald? Warum sind sie anderorts so selten? Heißt das Gewann nun "Riebenhau" oder "Rübenhau"? Diese Fragen beantwortete Revierförster Siegfried Geiger den 20 interessierten Teilnehmern der NABU-Exkursion am vergangenen Sonntag.
Schwarzwälder Bote

Youth Talks Biodiversity - wir waren mit dabei
Auf dem ersten kostenlosen und interaktiven Online-Event der Veranstaltungsreihe "Youth Talks Biodiversity" sprach Magdalene Trapp (Referentin für Biodiversitätspolitik beim NABU) mit Hannah Emde (Tierärztin, Autorin, Referentin und Gründerin von Nepada Wildlife) über die fundamentalen Basics: Was ist Biodiversität? Was hat sie mit uns Menschen zu tun? Wie kannst Du Dich für ihren Erhalt einsetzen? – Individuell und politisch.
Mehr bei der NAJU.de

Klimaschutz fängt in der Kita an
Das Klima-Kita Netzwerk ist ein seit 2017 vom Bundesumweltministerium im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative gefördertes Projekt, das zum Ziel hat zu zeigen, wie Klima- und Ressourcenschutz im Alltagshandeln von Kitas umgesetzt werden kann. Und zwar gemeinsam mit Kindern, pädagogischen Fachkräften und Eltern.
Mehr bei der NAJU.de

Otter sorgen für Seegras-Sex
Seeotter sind nicht nur niedlich, sie haben einen enormen Effekt auf ihr Ökosystem. Und manchmal sogar auf das Liebesleben der Pflanzen, um die sie herumschwimmen.
Spektrum.de

Insektensterben auf tropischen Inseln: Bayreuther Forscher untersuchen Folgen von Urbanisierung und Tourismus
Touristische Nutzung und eine Ausdehnung städtischer Siedlungsformen stehen in direktem Zusammenhang mit einem massiven Schwund von Insektenarten auf ozeanischen Inseln. Dies haben Wissenschaftler der Universität Bayreuth jetzt durch Forschungsarbeiten auf Malediven-Inseln herausgefunden. Auf Inseln mit fortschreitender Urbanisierung dokumentierten sie im Schnitt 48 Prozent weniger Insektenarten als auf unbewohnten Inseln, auf Touristeninseln sogar 66 Prozent weniger Insektenarten.
https://idw-online.de/de/news777611

Aktion borelii: Wunderbare Funde in Schloßböckelheim an der Nahe
Seit 20 Jahren pflegt die Arbeitsgemeinschaft einige faunistisch herausragende Flächen an den Nahe westlich von Bad Kreuznach. Mit fast 1300 nachgewiesenen Lepidopteren-Arten ist der Felsenberg Spitzenreiter in unserem Arbeitsgebiet. Bei goldenem Oktoberwetter wurde 2021 die "untere Pflegefläche" gründlich entbuscht. Ein wirklich ansprechender Bericht von der AG Rheinisch-Westfälischer Lepidopterologen e. V.
Mehr bei Melanargia

Insekten im Klima- und Landschaftswandel
Die Verstädterung scheint ein weiterer Schlüsselfaktor für das Insektensterben zu sein. Das zeigt eine Studie, in der erstmals die Auswirkungen von Klima und Landnutzung auf Insekten getrennt wurden.
https://idw-online.de/de/news777196

Wählen Sie den "Vogel des Jahres" 2022
Mehlschwalbe, Steinschmätzer, Wiedehopf, Feldsperling und Bluthänfling gehen bei der Wahl zum "Vogel des Jahres" ins Rennen. Bis zum 18. November 2021 können Sie für Ihren gefiederten Favoriten abstimmen.
Mehr beim NABU-BW.de

Projektionsbericht: Deutschland verfehlt Klimaziele
Mit den Klimaschutzmaßnahmen der Bundesregierung können die Treibhausgasemissionen in Deutschland um 49 Prozent bis 2030 und um 67 Prozent bis 2040 gegenüber 1990 sinken. Das Bundes-Klimaschutzgesetz schreibt jedoch Minderungsziele von 65 Prozent bis 2030 und 88 Prozent bis 2040 vor – Deutschland verfehlt damit seine Klimaschutzziele in den beiden kommenden Dekaden, sofern nicht zusätzliche Maßnahmen zur Senkung der klimaschädlichen Treibhausgasemissionen getroffen werden.
https://idw-online.de/de/news777747

"Angepasste Agroforstsysteme": Hochschule Rhein-Waal unterstützt regionale Landwirtschaft bei Zukunftsherausforderungen
"Angepasste Agroforstsysteme" – ein sperriger Begriff, hinter dem sich nicht weniger als die Zukunft der Landwirtschaft verbirgt. Die traditionelle Landwirtschaft und der herkömmliche Ackerbau stehen vor großen Herausforderungen: Nicht nur die Folgen des Klimawandels mit seinen extremer werdenden Wetterbedingungen macht den Landwirt*innen zu schaffen; auch die gesellschaftlichen Bedingungen, wie etwa staatliche Subventionen und gesellschaftliche Erwartungen an die Landwirtschaft, ändern sich.
https://idw-online.de/de/news777680

Artenvielfalt im Garten und auf dem Balkon fördern: neuer OPEN-vhb-Kurs der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf
Der neue, von Expert:innen der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT) und ihren Verbundprojektpartnerinnen konzipierte OPEN-vhb-Kurs "Lass es brummen" vermittelt fundiertes Wissen zum Thema Artenvielfalt sowie die notwendigen Grundlagen, um auf der eigenen Grünfläche Biodiversität zu fördern. Das Kursangebot ist kostenfrei und terminunabhängig im Online-Angebot der virtuellen Hochschule Bayern nutzbar.
https://idw-online.de/de/news777576

Nachhaltiger Ackerbau: Die eine Lösung gibt es nicht
Nachhaltige Landwirtschaft funktioniert nicht mit globalen Lösungsansätzen. Eine Metaanalyse der Universität Basel zeigt, dass der bisherige Fokus auf den pfluglosen Ackerbau nicht die gewünschten Ergebnisse bringt. Eine zukunftsfähige Landwirtschaft sollte stärker lokal und im Austausch mit den einheimischen Bäuerinnen und Bauern gedacht werden.
https://idw-online.de/de/news777496

Wunden des Regenwalds bleiben über 40 Jahre bestehen
Selbst wenn Regenwald nach einem Kahlschlag sich selbst überlassen wird, bleibt das Ökosystem gestört - womöglich dauerhaft. Das zeigen Untersuchungen in der Elfenbeinküste.
Spektrum.de

Wiedervernässte Moore sind neuartige Ökosysteme
Durch die Wiedervernässung von Mooren entstehen hydrologisch, geochemisch und auch in der Vegetation neuartige Ökosysteme. Diese müssen funktional anders bewertet werden, d.h. das Übertragung von Wissen über die Funktionsweise aus naturnahen Mooren nur eingeschränkt möglich ist. Das ist das Schlussfolgerung aus den Ergebnissen einer Studie, die in dem Artikel "Rewetting does not return drained fen peatlands to their old selves" in der aktuellen Ausgabe (September 2021) der Zeitschrift "Nature Communications" veröffentlicht wurde.
https://idw-online.de/de/news776988

Dienstwagen: Steuervorteile führen zu milliardenschwerer sozialer und ökologischer Schieflage
Förderung vor allem für Haushalte mit höheren Einkommen und für größere Autos mit höheren Emissionen / Staatshaushalt verliert drei bis sechs Milliarden Euro pro Jahr / Agora Verkehrswende und Öko-Institut plädieren für Ende der Verbrenner-Privilegien
https://idw-online.de/de/news777324

21.10.2021

Politischer Abschied: "Ein großes Stück Umweltgeschichte geschrieben"
Bei einem Festakt verabschieden politische Wegbegleiter*innen die ehemalige BUND-Landesvorsitzende Brigitte Dahlbender bei einem Festakt im Haus der Architekten verabschiedet. Nach 24 Jahren war Brigitte Dahlbender im Frühjahr 2021 in den Ruhestand gegangen und hatte damit ihr Amt als Landesvorsitzende niedergelegt.
Mehr beim BUND BaWü

Schnecken pflanzen sich mit gestohlenem Solarstrom fort
Es gibt Schnecken, die stehlen. Und zwar Fotosyntheseapparate von Algen. Schlundsackschnecken nutzen die Chloroplasten, um ihre eigene Eierproduktion zu steigern.
Mehr bei Spektrum.de

Sozialausgleich der CO2-Bepreisung
Die CO2-Bepreisung ist eine hocheffektive Maßnahme im Kampf gegen den Klimawandel. Allerdings muss die Bepreisung ergänzt werden durch einen breit angelegten Ausgleichsmechanismus, damit sie einkommensschwache Haushalte nicht überproportional belastet. Die beste Lösung wäre hierfür, mit den Einnahmen aus der CO2-Bepreisung zunächst die Steuern und Abgaben auf Strom zu reduzieren. Hierfür plädieren das RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung und das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) auf Basis einer neuen Analyse. Bei höheren CO2-Preisen sollten zusätzliche Einnahmen durch eine Pro-Kopf-Rückerstattung an die Bevölkerung zurückfließen.
https://idw-online.de/de/news777272

Klimaneutralität 2045 –der erste Modellvergleich für Deutschland
Um Deutschland in weniger als 25 Jahren klimaneutral zu machen, muss die nächste Bundesregierung sehr schnell sehr viel auf den Weg bringen. Das zeigt der Ariadne-Szenarienreport, der Transformationspfade zur Klimaneutralität 2045 erstmals im Modellvergleich ausbuchstabiert. Die Studie von mehr als 50 Forschenden aus mehr als 10 Instituten belegt: Die Stromerzeugung aus Wind und Sonne müsste bis 2030 etwa 50 % größer sein, als bislang angepeilt. Der Ausstieg aus der zunehmend unwirtschaftlichen Kohle würde auf einem Kurs zur Klimaneutralität bereits um 2030 erfolgen. Erhebliche zusätzliche Kraftanstrengungen sind notwendig, um die Sektorziele für Industrie, Gebäude und Verkehr zu erreichen.
https://idw-online.de/de/news777225

Electric vehicles must get lighter
Automakers must be incentivized to make their electric vehicles lighter so that they are cleaner and safer, argue three energy-policy researchers. Heavy cars with bulky batteries are more likely to kill people in a crash, and they generate more particulate pollution from tyre wear. More materials and energy are required to build these cars and propel them. Taxes based on vehicle weight, smaller batteries, lighter car frames and road-safety technologies can all help to push things in the right direction.
More on nature.com

The tenacious dream of nuclear fusion
Physicists have long nurtured the bold ambition of harnessing nuclear reactions of the type that power the Sun to produce abundant, clean energy. But are nuclear-fusion researchers the Wright brothers, whose first halting, 57-second flight heralded the future of human air travel? Or are they Icarus, whose ambitions probed the limits of possibility but ultimately failed? The urgent need to replace climate-destroying fossil fuels could give the field the funding boost it needs to finally find out for sure.
More on The New Yorker

15.10.2021

Im Reich von Flip und seinen winzigen Verwandten
An die 20 Teilnehmer konnte Klaus Gollmer, Heuschreckenexperte der NABU-Gruppe Balingen, bei Ostdorf begrüßen. Das spätsommerliche Wetter spielte mit und die Teilnehmer erfuhren viel über Artenreichtum und Verhalten der einheimischen Heuschrecken. Honigbiene Maja und ihre wilden Verwandten sind momentan in vieler Munde. Dass ihr Heuschreckenfreund Flip und seine Genossen vom Artenschwund ebenso betroffen sind, machte der NABU-Fachmann deutlich.
Schwarzwälder Bote

Traum vom Storch im Storchendorf
Zur Abschlussbesprechung der Arbeiten für Planung und Erstellung eines Storchennestes trafen sich noch einmal die Mitglieder der AG "Weißstorch für Weildorf". Dabei wurden bereits weitere Vorhaben besprochen.
Schwarzwälder Bote

EU Projekt zur Sammlung von Biodiversitätsdaten über europäische Schwebfliegenarten gestartet
Schwebfliegen werden häufig mit Bienen verwechselt, denen sie vom Aussehen her stark ähneln. Und ebenso wie diese gelten sie als eine der weltweit bedeutendsten Gruppe von Bestäubern. In dem EU-finanzierten Projekt Taxo-Fly unter der Leitung des finnischen Natur­kundemuseums Luomus der Universität Helsinki sollen jetzt taxonomische und ökologische Daten über die in Europa vorkommenden Schwebfliegenarten erhoben und auf einer Web­plattform gebündelt werden. Als Schwebefliegenspezialist gehört Dr. Ximo Mengual Sektions­leiter Diptera am Leibniz-Institut zur Analyse des Biodiversitätswandelns Museum Koenig (LIB Museum Koenig) in Bonn zum Kernteam Projekts, das eine Laufzeit von drei Jahren hat.
https://idw-online.de/de/news776863

Herr Hörren auf der Suche nach dem Feigen-Spreizflügelfalter
Ein neuer Schädling breitet sich in Europa von Süden nach Norden aus: Choreutis nemorana, der Feigenblätter zum Fressen gern hat. Käferforscher Thomas Hörren will ihn verfolgen.
Mehr bei Spektrum.de

BUND zur Klimaschutznovelle: "Fortschritte und Nachbesserungsbedarf"
Der Landtag Baden-Württemberg hat am 06.10. die Novelle des Klimaschutzgesetzes verabschiedet. Grundsätzlich lobt der BUND Baden-Württemberg, dass das Gesetz bereits sieben Monate nach der Landtagswahl überarbeitet wurde und dass dieses in vielen Punkten Verbesserungen gegenüber dem Gesetzestext von 2020 bringt. Bei zentralen Punkten sieht der Verband jedoch noch Nachbesserungsbedarf.
Mehr beim BUND BaWü

Das Artensterben stoppen! NABU fordert Notprogramm für die Natur
Das sechste Massensterben ist in vollem Gange, doch es scheint nur wenige zu interessieren. Es gibt keine Soforthilfen, keine Sondersendungen. Der NABU fordert die nächste Bundesregierung deshalb auf, unverzüglich ein Notprogramm gegen die Krise der Natur aufzulegen.
Mehr beim NABU BW

Was Chinas Kohleversprechen leisten kann
China will die Finanzierung von Kohlekraftwerken im Ausland einstellen – klingt gut. Doch die Emissionseinsparungen verglichen mit Emissionen aus inländischer Kohle sind gering.
Mehr bei Spektrum.de

Die private Energiewende: grüner Strom fürs Elektroauto
Wer ein Elektrofahrzeug anschafft, leistet zwar einen Beitrag zur Verkehrswende, trägt jedoch gleichzeitig dazu bei, dass der Strombedarf ansteigt. Diesen zusätzlichen Stromverbrauch mit erneuerbaren Energien oder Energiesparmaßnahmen auszugleichen, ist das Ziel eines Projektes des Öko-Instituts und des Büros Ö-quadrat im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative. Der Förderbescheid wurde heute in Freiburg von Rita Schwarzelühr-Sutter, parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit übergeben.
https://idw-online.de/de/news776069

Große Wassertiere durch den Verlust von frei fließenden Flüssen gefährdet
Der Verlust von frei fließenden Flüssen gefährdet die biologische Vielfalt – und die Fragmentierung von Flüssen dauert an: Mehr als 3.400 große Wasserkraftanlagen sind entweder geplant oder im Bau. Forschende unter Leitung des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) zeigen nun: Wenn alle beabsichtigten Staudämme gebaut werden, verlieren weltweit 19 Prozent der Flüsse mit über 500 Kilometern Länge, in denen große Tiere vorkommen, ihren Status als frei fließende Gewässer. Und ein weiteres Ergebnis ist: Fließgewässer, in denen Dämme geplant sind, beherbergen heute noch den höchsten Artenreichtum an großen Tieren.
https://idw-online.de/de/news776927

Eine Jacke aus einer Jacke aus einer Jacke ...
Herstellen, tragen, waschen, verbrennen: Dieser typische Lebenslauf von Kleidungsstücken, der die Umwelt belastet, soll in Zukunft verändert werden – hin zu kreislaufwirtschaftlichen Prinzipien mit Recycling. An einer Outdoor-Jacke aus PET-Flaschen und Recyclingmaterial haben Empa-Forschende untersucht, ob das Produkt tatsächlich hält, was die Idee verspricht.
https://idw-online.de/de/news776685

Spektrum.de: "Alle Umweltschutzziele wurden locker gerissen"
Gebrochene Versprechen und kaum ein Ziel erreicht: Der Spektrum.de-Kolumnist Ralf Stork sprach mit vier Umweltverbänden über die Bilanz der Bundesregierung und was jetzt zu tun ist.
Spektrum.de

Ungleich ist ungleich besser: Artenvielfalt ist der Motor der Ökosysteme
Die wichtigen Prozesse in einem Ökosystem funktionieren umso besser, desto höher die biologische Vielfalt ist. Eine vielfältige Umwelt fördert diesen positiven Effekt biologischer Vielfalt zusätzlich. Wenn weltweit immer mehr Land intensiv genutzt und damit homogener wird, könnte das diesen positiven Effekt abschwächen, berichten Wissenschaftler*innen des Senckenberg und der Universität Würzburg im Fachmagazin "Nature Ecology & Evolution". In der großangelegten Untersuchung am Kilimandscharo konnten die Forscher*innen nachweisen, dass insbesondere die Artenvielfalt die Leistung des Ökosystems fördert, der Artenumsatz entlang des Höhengradienten spielt hingegen eine geringere Rolle.
https://idw-online.de/de/news776185

Illegal Amazon mining hits record high
Indigenous territories, long a bulwark against deforestation in the Amazon, are under increasing threat in Brazil. An analysis of 36 years’ worth of satellite imagery shows that illicit mining operations on Indigenous lands and in other areas formally protected by law have hit a record high under the administration of President Jair Bolsonaro. These operations convert forests to desolate landscapes pockmarked by mining ponds, which researchers identified on a freely available archive of imagery captured by the US Landsat programme. "We will not give up," says José Gregorio Diaz Mirabal, a member of the Wakueni Kurripaco people of Venezuela and the elected leader of the Congress of Indigenous Organizations of the Amazon Basin. "Science supports us, and the world is waking up."
More on nature.com

08.10.2021

Naturschutzverbände beziehen Stellung
Wie auch schon in der Vergangenheit verstärkt beobachtet: Planungsbüros stellen kurz vor Urlaubsbeginn noch schnell die Unterlagen zusammen und ab dann läuft die Anhörungsfrist. Dass alle anderen dann auch in Urlaub gehen, ist nicht deren Problem. Mitunter gelingt wenigstens eine Fristverlängerung ...
Unsere Ehrenamtlichen haben nun seit Anfang August neun Stellungnahmen bearbeitet und jetzt sind diese auch online.
weitere Stellungnahmen

Ein Salamander ist schon eingezogen
In der neuen Pflanzung am Unteren Heubelsteinweg in Margrethausen regt sich Leben aller Art. Beim jüngsten Arbeitseinsatz haben die Einsatzkräfte der NABU-Gruppe Albstadt mit Unterstützung von Ortsvorsteher Thomas Bolkart und Ortschaftsrätin Claudia Heinemann die Schutznetze an den Gehölzen mit Eisenhaken im Boden verankert, so dass die gefräßigen Ziegen das nächste Mal nicht mehr so leicht fallen wird, die Gitter einfach anzuheben.
Mehr im Schwarzwälder Boten

Nürtinger Stadtwald attraktiv für die Mopsfledermaus
Im Nürtinger Stadtwald befindet sich ein Wald-Refugium, das mit seinen vielfältigen Strukturen scheinbar ein guter Lebensraum für die anspruchsvolle Mopsfledermaus ist. Das legen neueste akustische Nachweise nahe, die Revierleiter Richard Höhn und das Ausbildungsteam im Forstrevier Nürtingen mit speziellen Aufnahmegeräten vom NABU lieferten. Ein Forschungsteam soll nun NABU und Forst helfen, mögliche Quartiere der Mopsfledermaus bei Nürtingen aufzuspüren.
Mehr
Hierzu ein Kommentar:
Ob die Vorkommen in Haigerloch-Hart auch einmal eine solche Wertschätzung erfahren werden? Immerhin sind ja dort die Quartiere bekannt und die Vorkommen sogar von Hausabbrüchen bedroht. Ein Konzept zur dauerhaften Erhaltung der Kolonie gibt es u.W. leider noch nicht.

Ihre Lernfähigkeit erleichtert Tabakschwärmern die Wahl der Nektarquelle und des Eiablageplatzes
Max-Planck-Forscherinnen und -Forscher haben neue Erkenntnisse über die Lernfähigkeit von Tabakschwärmern gewonnen. Erlernte Düfte beeinflussen die Vorlieben der Falter für bestimmte Blüten und Wirtspflanzen. Dabei reicht ein einziges abgelegtes Ei auf einer Pflanze aus, um diese auch noch nach 24 Stunden als erste Wahl wieder zu besuchen. Riechzellen auf dem Saugrüssel spielen hingegen beim Lernen keine Rolle.
https://idw-online.de/de/news776396

Abgesang der Frösche
Weltweit verschwinden Frösche und andere Amphibien von unserem Planeten. Besonders eine Pilzepidemie hat ihnen in den vergangenen Jahrzehnten stark zugesetzt.
Spektrum.de

Durchsichtig mit winzigem Gehirn: Neue Fischart in Myanmar entdeckt
Senckenberg-Wissenschaftler Ralf Britz hat mit internationalen Kollegen eine neue Art aus der Fischgattung Danionella beschrieben. Aufgrund der fehlenden Schädeldecke und des transparenten Körpers ist das Gehirn der winzigen Fische im Lebendzustand sichtbar. Sie gelten daher als ideale Modellorganismen für neurophysiologische Forschung. Die Neuentdeckung wird heute im Fachjournal "Scientific Reports" vorgestellt.
https://idw-online.de/de/news776222

Verschollener Meeres-Hundertfüßer an der Nordseeküste entdeckt
Dem Bodentier-Experten Dr. Hans Reip gelangen jetzt an mehreren Orten in Schleswig-Holstein Nachweise des Meeres-Hundertfüßers Strigamia maritima, der in Deutschland lange als verschollen galt. Bei seiner Suche erhielt er unerwartet Hilfe von "Nachwuchswissenschaftlern" – der erste Fund gelang einem kleinen Jungen!
https://idw-online.de/de/news776205

Auf geht's in die Schwammerln - Tipps zum Pilzesammeln von Thomas Schmidt
In der Pilzsaison zieht es viele hinaus in den Wald, um ihrer Sammellust nach Essbarem zu frönen. Die Freude, schmackhafte Pilze zu sammeln und später daraus leckere Gerichte zu zaubern, bleibt ungetrübt, wenn einige wichtige Verhaltensregeln beachtet werden.
Mehr beim NABU

Zustimmung für Photovoltaik-Pflicht auf gewerblichen Dachflächen und Parkplätzen
In ihrer gemeinsamen Stellungnahme zur PV-Pflicht-Verordnung begrüßen BUND, Fridays for Future, LNV und NABU, dass eine Pflicht zur Nutzung von gewerblichen Dachflächen und Parkplätzen für Photovoltaikanlagen eingeführt werden soll.
Mehr beim LNV

Grasland in Gefahr
Graslandschaften sind weltweit Oasen biologischer Vielfalt und stellen eine Vielzahl von Leistungen für den Menschen bereit – darunter Nahrungsmittel, Wasserversorgung und die Speicherung von Kohlenstoff. Die Zukunft dieser Ökosysteme sieht jedoch düster aus, sollten keine Maßnahmen ergriffen werden, um die Degradierung der Grasländer aufzuhalten und ihre Renaturierung zu fördern. Ein internationales Expert*innenteam, unter der Leitung der Universität Manchester, schlägt in der kürzlich erschienenen Publikation eine Reihe von Strategien vor, um die weltweite Zerstörung von Graslandschaften zu stoppen und ihre Wiederherstellung zu fördern.
https://idw-online.de/de/news776128

30.09.2021

Ausgesetzt, eingewandert oder schon immer da? Mauereidechsen in Hechingen
Wer sich dafür interessiert, was am Wegesrand so kreucht und fleucht, der kann in Hechingen eine überraschende Entdeckung machen - nicht etwa in einem Naturschutzgebiet, sondern auf dem Parkplatz des Kaufland-Supermarktes in der Kaullastraße. Dort lebt in den granit­geschotterten und locker bepflanzten Abgrenzungen der Parkflächen eine kleine Population ...
Hechinger Stadtspiegel

AG Schmetterlinge: Neue Artnachweise für den Zollernalbkreis
Auf den Schmetterlings-Seiten konnten im vergangenen Monat gleich vier Arten für den Zollernalbkreis neu beschrieben werden – bei 15 Arten wurden Fotos ergänzt.
Mehr

Störche genießen die Aussicht vom Kirchendach
Ein ganz außergewöhnliches Bild bot sich am Freitagabend auf der Kirche St. Peter und Paul in Steinhofen. 16 Störchen haben es sich dort gemütlich gemacht. Anwohner Ingolf Gulde ist dies aufgefallen.
Mehr im Schwarzwälder Boten

Fledermaus-Nacht in Haigerloch
Wieder auf reges Interesse ist die Fledermausnacht mit dem Nabu-Experten Jörg-Andreas Reihle beim Zunftheim in Haigerloch gestoßen: Vor allem viele junge Fans der Flugsäuger hingen an den Lippen von Reihle, der gewohnt informativ und unterhaltsam zu Werke ging.
Schwarzwälder Bote
Hohenzollerische Zeitung

Zahl der Koalas sinkt rapide
Die verheerenden Waldbrände haben den Koalas zugesetzt. Doch die Lebensraumzerstörung geht weiter: durch Dürren, Hitzewellen und die Rodung ganzer Landstriche.
Spektrum.de

Taschenratten strahlen im Dunklen zurück
Die im Südosten der USA heimische Taschenratte lebt fast immer versteckt unter der Erde. Wenn sie angeleuchtet wird, strahlt sie zurück – und keiner weiß genau, warum.
Spektrum.de

Wo riesige Hundertfüßer jagen
Auf Phillip Island entsteht ein altes Ökosystem neu, auch dank riesiger Hundertfüßer, die hier die Spitze der Nahrungskette erobert haben. Ihre Lieblingsbeute: kleine Vögel.
Spektrum.de

Wählerische Wasserdrachen: Einheimische Kammmolche suchen gezielt die besten Fortpflanzungsgewässer aus
Kammmolche überraschten nun ein internationales Forscher*innenteam: Ihre Forschungsergebnisse zeigen erstmals, dass die vermeintlich ortstreuen Amphibien nicht nur häufiger wandern als bislang angenommen, sondern dabei gezielt in für sie geeignete Gewässer zur Fortpflanzung einwandern. Diese Erkenntnis ist nicht nur ein entscheidender Baustein für das Verständnis der Ökologie von Amphibien, sondern auch sehr bedeutsam für den angewandten Schutz stark bedrohter Amphibienarten.
https://idw-online.de/de/news775380

Auch LED tragen zum Insektenschwund bei
LED erfreuen sich zunehmender Beliebtheit als Energie sparende Leuchtmittel. Für Nachtfalter bedeuten sie nicht unbedingt eine Verbesserung.
Spektrum.de

Zwischen Frust und Freude: 50 Jahre LNV
Der Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg (LNV) feiert 2021 sein 50-jähriges Bestehen. 1971 in Stuttgart als "Aktionsgemeinschaft Natur- und Umweltschutz Baden-Württemberg e. V." gegründet, entwickelte sich der LNV schnell zum zentralen Ansprechpartner von Politik und Verwaltung. Seine exponierte Stellung ist seit 1976 auch im Landesnaturschutzgesetz verankert. Ziel war es von Anfang an, die Kompetenzen und Kräfte der Mitgliedsverbände zu bündeln und als Dachverband mit einer Stimme zu sprechen.
Mehr beim LNV

Klare Positionen zur Solarenergie im Land
NABU und BUND fordern, das große Potenzial der Solarenergie im Südwesten zu nutzen und durch eine an ökologischen Kriterien orientierte Gestaltung von Freiflächensolaranlagen Klima- und Naturschutz gemeinsam voranzubringen.
Mehr beim NABU BW

Ein Jahr Biodiversitätsgesetz in Baden-Württemberg: Nachbesserungsbedarf bei Streuobstwiesenschutz und Schottergartenverbot
Das vor einem Jahr verabschiedete Biodiversitätsgesetz war ein wichtiger Meilenstein, um den Arten- und Biotopschutz in Baden-Württemberg voranzubringen. Doch im Hinblick auf den Streuobstwiesenschutz und das Schottergartenverbot verfehlt das Gesetz seine Ziele.
Mehr beim NABU BW

Mitmach-Aktion: Licht aus – für unsere Insekten!
Wenn es Nacht wird, gehen überall die Lichter an: Straßenlaternen, Autoscheinwerfer, Leuchtreklame oder leuchtende Spots auf historische Gebäude und Denkmäler. Für nachtaktive Insekten können solche Lichtquellen zu Todesfallen werden. Sie verlieren ihren Orientierungssinn, verwechseln Tag und Nacht oder sogar Sommer und Winter. Der BUND will es genauer wissen – wo im Land gehen die Lichter nicht aus? Melden Sie uns beleuchtete Gebäude, die in öffentlicher Hand sind!
Mehr beim BUND BW

Meilenstein in der Energiewende: Wissenschaftler*innen der TU Dresden bauen einzigartigen Energiespeicher
In Boxberg/O.L. ist ein Rotationskinetischer Speicher (RKS) in Erstbetrieb gegangen, dessen Speicherkapazität seinesgleichen sucht. Nicht nur groß, sondern auch zukunftsorientiert ist die Entwicklung der Stiftungsprofessur für Baumaschinen der TU Dresden: Sie eignet sich, anders als andere Speicherlösungen, trotz ihres großen Speichervermögens für den dezentralen Einsatz in Windparks. Mit diesem Demonstrator erfolgte ein bedeutender Schritt dieser Technologie in Richtung Marktreife.
https://idw-online.de/de/news775968

Die meisten fossilen Brennstoffe müssen im Boden bleiben
Einer Modellrechnung zufolge muss die Förderung fossiler Energieträger drastisch gedrosselt werden, um letztlich den weltweiten CO2-Ausstoß zu verringern.
Spektrum.de

Die Bienen brauchen Ihre Stimme
Bienen, Schmetterlinge und alle anderen bestäubenden Insekten sind für uns überlebenwichtig – so wie für die Vielfalt der Natur. Dennoch sind heute zahlreiche Insekten-Arten vom Aussterben bedroht.
Um sie zu schützen, sammeln in ganz Europa zahlreiche engagierte Menschen Unterschriften für die Europäische Bürgerinitiative (EBI) "Bienen und Bauern retten". Sie fordern von der EU eine ökologische Landwirtschaft ohne synthetische Pestizide. Landwirtinnen und Landwirte sollen bei der Agrarwende unterstützt und artenreiche Biotope wiederhergestellt werden.
zur Petition

Erneute Gewalt gegen Umweltaktivisten in Rumänien
In den Karpaten wurden ein Waldschützer sowie zwei Journalisten von mutmaßlichen illegalen Holzfällern brutal verprügelt. Dies ist nicht der erste Fall von Gewalt gegen Menschen, die sich gegen die rumänische Holzmafia stellen.
Mehr bei euronatur.org

Donau-Drau-Mur-Region als Biosphärenpark anerkannt
Nun ist es offiziell: Entlang der drei Flüsse Donau, Drau und Mur liegt Europas größtes Flussschutzgebiet. Auf einer Länge von 700 Kilometern erstreckt es sich von Österreich über Slowenien, Kroatien und Ungarn bis nach Serbien.
Mehr bei euronatur.org

Artensterben auch in der Literatur
Die biologische Vielfalt nimmt in der westlich geprägten Literatur seit den 1830er Jahren kontinuierlich ab. Das ist das Ergebnis einer umfangreichen Studie, die von Leipziger Forschern geleitet wurde. Die Forscher haben dafür knapp 16.000 Werke untersucht, die zwischen 1705 und 1969 erschienen sind. Die Studie wurden in der Fachzeitschrift People and Nature veröffentlicht. Die Ergebnisse deuten die Forscher als Hinweis auf eine zunehmende Entfremdung des Menschen von der Natur.
https://idw-online.de/de/news775917

querFELDein-Podcast: Neue Folge zur Lichtverschmutzung
In Folge 7 des querFELDein-Podcasts ging es um das Thema Insektensterben und welche Rolle die Landwirtschaft dabei spielt. Dieses Mal widmen sich die Moderatoren Julia Lidauer und Johann Neubert der Lichtverschmutzung, welche ebenfalls mit dem Insektensterben im Zusammenhang steht.
https://idw-online.de/de/news775562

Zeit für eine umweltverträgliche Landwirtschaft: Umweltrechtler Köck plädiert für ein neues Landwirtschaftsgesetz
Die Landwirtschaft steht vor vielen Herausforderungen: Sie soll die Nahrungsmittelproduktion sichern und zugleich den Anforderungen der Gesellschaft an mehr Umwelt-, Natur- und Klimaschutz sowie dem Tierwohl gerecht werden. Das gelingt aber kaum. Nun kommt Bewegung in die Agrarpolitik: Ende Juni hat die Zukunftskommission Landwirtschaft ihre Vorschläge präsentiert, die ein „Weiter so“ ausschließen. Zudem hat die EU ihren Mitgliedstaaten mehr nationale Spielräume in der Agrarpolitik eingeräumt. UFZ-Umweltrechtler Prof. Wolfgang Köck sieht nun gute Voraussetzungen für ein neues Landwirtschaftsgesetz in Deutschland. Es soll für mehr Umweltverträglichkeit und Nachhaltigkeit sorgen.
https://idw-online.de/de/news774949

No major economy on track for Paris goals
None of the world’s major economies, including those in the G20 group, have a sufficient plan to meet their obligations under the Paris Agreement on climate change. The policy-analyst group Climate Action Tracker looked at the policies of 36 countries, plus the European Union, that are responsible for 80% of the world’s greenhouse-gas emissions. Only the Gambia’s climate action is compatible with the goal of limiting global warming to 1.5 ℃. Seven countries’ policies were almost good enough, including the United Kingdom. Russia and Singapore are among the nations whose policies were judged to be badly insufficient.
Read more on CNN

25.09.2021

Stürme lassen Seevögel verhungern
Im Winter landen immer wieder hunderte oder tausende abgemagerte Seevögel an Stränden Europas oder Nordamerikas. Schuld daran sind Stürme. Sie töten allerdings nicht direkt.
Spektrum.de

Kakapos haben gute Gene
Der neuseeländische Kakapo gehört zu den seltensten Vogelarten der Erde. Sein Erbgut ist aber noch erstaunlich vielfältig und gesund. Das macht Hoffnung.
Spektrum.de

Retten wir die letzten Okapis im Kongo vor den Goldsuchern
Bettina Behrend von Rettet den Regenwald e.V. schreibt: Okapis sind unverwechselbar: sie sehen aus wie kleine Giraffen, die Streifen wie Zebras haben. Allerdings sind sie sehr selten – und könnten bald gänzlich verschwunden sein. Eine beachtliche Population der Tiere lebt im Okapi Wildtierreservat in der Demokratischen Republik Kongo. Das Land ist das einzige, in dem es diese Tierart noch gibt. Doch grassierender Goldbergbau im Unesco-Welterbegebiet – namentlich durch die chinesische Firma Kimia – bereitet größte Sorge.
Mehr

Das Liebesleben des legendären "Kraken"
Ein Vaterschaftstest mit überraschendem Ausgang wirft Fragen über die Fortpflanzung der Riesenkalmare auf. Womöglich ist das Vorbild der mythischen Meeresmonster lebenslang treu.
Spektrum.de

Regen in Grönland weiteres Alarmsignal
Grönlands Eiskappe schmilzt weiter mit der Erderwärmung. Nun regnet es sogar im hohen Norden und in großer Höhe zur falschen Jahreszeit.
Spektrum.de

Kernenergie – keine Risikotechnologie?
Der Bericht des Joint Research Centre (JRC), der im Auftrag der Europäischen Kommission prüfen sollte, ob die Kernenergie keinen „signifikanten Schaden“ für Mensch und Umwelt verursachen kann, betrachtet wesentliche Risiken wie die Gefahr katastrophaler Unfälle sowie die Verbreitung von Kernwaffen nicht in der notwendigen Tiefe. Die Schlussfolgerung des JRC, nämlich dass die Kernenergie keinen erheblichen Schaden verursache und daher als „nachhaltige“ Technologie zur Bekämpfung des Klimawandels durch die EU gefördert werden könne, ist, wie die Analyse des Öko-Instituts zeigt, nicht zulässig.
https://idw-online.de/de/news775016

Bauteile aus Faserverbundkunststoff für E-Autos 30 Jahre lang wiederverwenden – Fraunhofer zeigt Prototyp
In E-Autos werden zukünftig mehr und mehr kohlenstofffaserverstärkte Kunststoffe verbaut. Aber was geschieht mit diesen Bauteilen, wenn sie ausrangiert werden? Die Antwort lautet bisher meist: Sie werden auf der Deponie entsorgt oder verbrannt. Um sie wirtschaftlich sinnvoll wiederzuverwenden, fehlt bisher die Technologie. Das wollen 20 Partner aus sieben Ländern ändern. Auf der Mailand Design Week vom 5. bis 10. September 2021 haben sie einen neuartigen Fahrzeugrahmen präsentiert, der sich 30 Jahre lang wiederverwenden lässt.
https://idw-online.de/de/news775677

Nur schnelles Handeln kann Landwirtschaft und Umweltschutz im Gran Chaco noch in Einklang bringen
Der Gran Chaco im Herzen Südamerikas hat sich in den letzten Jahrzehnten zu einem globalen Hotspot der Umweltzerstörung entwickelt. Hauptgrund für diese Entwicklung in der Trockenwaldregion, dreimal so groß wie Deutschland, ist die Rodung riesiger Flächen für die industrialisierte Landwirtschaft zur Produktion von Rindfleisch und Sojabohnen für internationale Märkte. Wie für viele andere Trockenwälder im globalen Süden stellt sich auch für den Gran Chaco die Frage, wie Landwirtschaft und Umweltschutz in Einklang gebracht werden können?
https://idw-online.de/de/news775599

Totholz im globalen Kohlenstoff-Kreislauf
Wie schnell totes Holz im Wald abgebaut wird, hängt vom Klima sowie von Pilzen und Insekten ab. Ein internationales Forschungsteam hat nun den jährlichen Beitrag von Totholz zum globalen Kohlenstoffkreislauf ermittelt und erstmals die Bedeutung von Insekten beim Holzabbau quantifiziert.
https://idw-online.de/de/news775059

Fossil fuels must be left in the ground
Almost all economically viable global coal reserves must remain untapped if we are to have a chance of hitting internationally agreed climate-change goals. An updated model suggests that for us to have a 50% chance of remaining below 1.5 °C degrees of global warming — the more aspirational goal of the 2015 Paris agreement — the world must not emit more than 580 gigatonnes of carbon dioxide before 2100. Under this scenario, 89% of coal reserves, 58% of oil reserves and 59% of gas reserves must remain unextracted. The model also assumes substantial use of carbon dioxide removal and carbon capture and storage, because if they aren’t included — or are included at a smaller scale — "that target is unfeasible", says environmental and energy economist Dan Welsby.
nature.com

China prepares to test thorium reactor
An experimental thorium-fuelled nuclear reactor is about to begin tests in China. Although thorium has been trialled in reactors before, China looks to be the first country to have a shot at commercializing the technology. The reactor has the potential to produce nuclear energy that is relatively safe and cheap, while also generating a much smaller amount of very long-lived radioactive waste than conventional reactors. Thorium itself is a waste product of the growing rare-earth mining industry and is much more plentiful than uranium.
nature.com

Hear a duck swear like an Australian
Wild musk ducks (Biziura lobata) learn to make high-pitched whistles from older members of their flock. But hatchlings raised in captivity can mimic sounds they hear around them, from their aviary door squeaking to a caretaker saying "You bloody fool". Recordings offer evidence that the Australian waterbirds might be part of a rare group of species, including parrots, whales, bats and people, that can learn to vocalize sounds from what they hear as infants.
New Scientist

Cannibal cane toads' rapid evolution
Invasive cane toads (Rhinella marina) in Australia have evolved a taste for their fellows, with tadpoles commonly devouring swathes of hatchlings. The behaviour evolved at a breakneck pace: in their native range in South America, the toads are far less cannibalistic, and they were introduced to Australia less than a hundred years ago. In 1935, farmers introduced the first 100 cane toads, and there are now well over 200 million of them — creating unusual competitive pressure from their own species. "These toads have gotten to the point where their own worst enemy is themselves," says invasive-species biologist Jayna DeVore.
Nature.com

20.09.2021

DDA: Retten Sie mit uns das Rebhuhn!
Die Bestände des Rebhuhns, früher ein häufiger Vogel unserer Agrarlandschaft, sind europaweit seit 1980 um 94 Prozent zurückgegangen. Auf der Roten Liste der Brutvögel Deutschlands wird das Rebhuhn inzwischen als stark gefährdet eingestuft. Untersuchungen zeigen, dass sich Schutzmaßnahmen für das Rebhuhn auf zahlreiche Arten der Agrarlandschaft positiv auswirken können. Maßnahmen, die dem Rebhuhn nutzen, leisten daher einen wichtigen Beitrag zur Wiederherstellung und Erhalt der Artenvielfalt in den Agrarlandschaften Deutschlands.
Mehr beim DDA

Kot fressen statt Winterschlaf halten
Ein Pfeifhase lieferte die Inspiration für Pikachu. Außerdem überlebt er in fast fünf Kilometer Höhe. Und das, obwohl die Tiere nicht versteckt überwintern können.
Spektrum.de

Erstes Opfer der Urbanisierung bestätigt
Vor rund 70 Jahren starb der Xerces-Bläuling aus. Er wurde Opfer der zunehmenden Bebauung in San Francisco.
Spektrum.de

Rätselhaftes Froschmassensterben sorgt Australier
Reihenweise finden Australier tote und sterbende Frösche in ihren Gärten und in der Natur. Die Ursache ist noch unbekannt. Steckt ein Pilz dahinter?
Spektrum.de

Klimawandel erschwert die Fischerei
Die Erderwärmung mindert vielerorts die Erträge des Fischfangs. Das bedroht die Nahrungsmittelversorgung – vor allem in tropischen Ländern.
Spektrum.de

Ein Windrad hinterm Gemüsebeet
Windkraftanlagen werden immer größer - aber nicht alle. Weltweit stellen sich immer mehr Menschen kleine Windturbinen hinters Eigenheim. Das Ziel: Unabhängigkeit. Funktioniert das?
Spektrum.de

09.09.2021

Naturschützer gegen Baugebiet "Wettegärten" in Weilen u.d.R.
(...) Seit dem 01.08.2020 ist das sog. Biodiversitäts-Stärkungsgesetz in Kraft. Dass die sich aus der Neufassung des § 22 (Biotopverbund) sowie der Einführung des § 33a (Streuobstschutz) NSchG ergebenden Konsequenzen in dieser am 29.04.2021 vorgelegten Planung noch nicht einmal erwähnt werden, stellt u.E. einen eklatanten Mangel dar. Deshalb ist die vorgelegte Planung aus Sicht der Natur- und Umweltschutzverbände grundsätzlich abzulehnen.
Stellungnahme (PDF)
weitere aktuelle Stellungnahmen

Michael Eick neuer Leiter der Umweltakademie
Michael Eick ist studierter Biologe und Geograf, hat unter anderem diese Fächer am Gymnasium unterrichtet und darüber hinaus in der Aus- und Fortbildung von Lehrkräften gewirkt. Mit Lehraufträgen an den Universitäten Hohenheim und Ulm, langjährigem ehrenamtlichen Engagement - darunter im Vorstand der NABU-Gruppe Fellbach und im NABU-Landesvorstand, im praktischen Naturschutz sowie gutachterlichen Tätigkeiten bringt er umfassende Erfahrungen aus unterschiedlichsten Bereichen für sein neues Amt in der Umweltakademie mit.
Mehr

Mahnendes "Schmetterlings-Thermometer"
Ein tierisches Zeichen des Klimawandels: Die Erwärmung treibt nicht nur die Anzeigen von Thermometern in die Höhe, sondern auch Schmetterlinge, berichten Forscher. Die Verbreitungsgebiete von Alpen-Tagfaltern haben sich innerhalb von 60 Jahren 300 Meter bergaufwärts verlagert, zeigt ihre Studie. Wie bei anderen Aspekten des Klimawandels sind auch in diesem Fall Anpassungsgrenzen in Sicht: Am Gipfel ist Schluss mit den Ausweichmöglichkeiten der Berg-Schmetterlinge.
Wissenschaft.de/

Kot fressen statt Winterschlaf halten
Ein Pfeifhase lieferte die Inspiration für Pikachu. Außerdem überlebt er in fast fünf Kilometer Höhe. Und das, obwohl die Tiere nicht versteckt überwintern können.
Spektrum.de

Körperfressende Korallenkrankheit breitet sich aus
Eine Krankheit bedroht Korallenriffe in der Karibik und im Golf von Mexiko. Wahrscheinlich werden die Erreger über Ballastwasser verschleppt.
Spektrum.de

Klimawandel erschwert die Fischerei
Die Erderwärmung mindert vielerorts die Erträge des Fischfangs. Das bedroht die Nahrungsmittelversorgung – vor allem in tropischen Ländern.
Spektrum.de

Climate change made heatwave more likely
The chance of temperatures in North America’s Pacific Northwest coming close to 50 °C has increased at least 150-fold since the end of the nineteenth century, found a rapid analysis conducted in response to last month’s heatwave. “This heatwave would have been virtually impossible without the influence of human-caused climate change,” says climate scientist Sjoukje Philip. "It was probably still a rare event, but if global warming might exceed two degrees, it might occur every five to ten years in the future." Canada’s highest-ever temperature — 49.6 ℃ — was recorded in Lytton, British Columbia, on 29 June. The next day, the village was almost completely destroyed by out-of-control wildfires.
nature.com

29.07.2021

Wiedehopf - Der Irokese unter den Vögeln ist zurück
Der Wiedehopf, der Irokese unter den Vögeln, ist zurück am Kaiserstuhl. Das ist auch der Verdienst des Ornithologen Christian Stange. Ein wirklich schöner Beitrag über den Wiedehopf und die Arbeit des NABU-Experten vom NABU Freiburg.
SWR-Fernsehen

Umweltfreundliches Verhalten von Schülerinnen und Schülern kann gefördert werden
Projekt zur Betreuung von Hummelvölkern an Schulen zeigt Möglichkeiten auf, hummel- und umweltfreundliche Handlungsabsichten von Schülerinnen und Schülern zu stärken
https://idw-online.de/de/news771843

Erstmals tödlicher Angriff von Schimpansen auf Gorillas beobachtet
Ein Forschungsteam der Universität Osnabrück und des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie aus Leipzig hat erstmals tödliche Angriffe von Schimpansen auf Gorillas in freier Wildbahn beobachtet. Die neuen Erkenntnisse sind unter dem Titel "Lethal coalitionary attacks of chimpanzees (Pan troglodytes troglodytes) on gorillas (Gorilla gorilla gorilla) in the wild" in der Fachzeitschrift Scientific Reports erschienen.
https://idw-online.de/de/news773002

Italienische Höhlensalamander in Deutschland?
Nicht-einheimische Arten zählen zu den Hauptproblemen für den Verlust der Artenvielfalt. Unter den Amphibien sind es vor allem einige nicht-einheimische Froschlurche (z.B. Aga-Kröte oder Afrikanischer Krallenfrosch), die großen negativen Einfluss auf fremde Ökosysteme nehmen können. Für Schwanzlurche, also Molche und Salamander, sind nur wenige Fälle bekannt, in denen diese in andere Ökosysteme verschleppt oder ausgesetzt wurden. Seit 2013 ist bekannt, dass es eine kleine Population von Höhlensalamandern im Weserbergland/Solling, Niedersachsen gibt. Jetzt ist die Art sowohl durch genetischen Nachweis als auch aufgrund des äußeren Erscheinungsbilds als Speleomantes italicus bestimmt.
https://idw-online.de/de/news772967

Was summt in Garten und Feld? Smartphone-App hilft, Wildbienen leichter zu bestimmen
Die meisten Menschen kennen Honigbienen. Wie viele unterschiedliche Wildbienenarten es gibt, wissen die Wenigsten. Eine neue Smartphone-App soll die Bestimmung der unterschiedlichen Arten erleichtern und so zum Schutz der bedrohten Bestäuber beitragen. Mit "Wildbienen Id BienABest" können Interessierte rund einhundert der häufigsten und auffälligsten Wildbienen in Deutschland identifizieren. Entwickelt wurde die kostenlose App innerhalb des Verbundprojekts "BienABest" des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI e.V.) und der Universität Ulm.
https://idw-online.de/de/news772936

Naturschutzverbände fordern deutlich mehr Tempo für Renaturierung der Fließgewässer
Es ist ein dickes Brett, das Baden-Württemberg beim Gewässerschutz bohren muss. "Wir sind meilenweit davon entfernt, die EU-Ziele zu erreichen. Das Umsetzungstempo muss jetzt im dritten Bewirtschaftungszyklus deutlich anziehen, damit wir eine Chance haben, alle Gewässer in einen guten Zustand zu überführen", sagt der NABU-Landesvorsitzende Johannes Enssle. Gemeinsam mit den Verbandsspitzen von BUND und LNV im Land hat er die kürzlich verschickte Stellungnahme der drei Naturschutzverbände NABU, BUND und LNV an das Land unterschrieben. Darin fordern die Verbände das Umweltministerium und die Regierungspräsidien auf, spürbar mehr Einsatz für die Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) zu zeigen.
Mehr beim Landesnaturschutzverband (LNV)

"UnternehmensNatur" lässt Firmengelände erblühen
Im Projekt "UnternehmensNatur" von NABU und Flächenagentur Baden-Württemberg werden Firmen beraten, wie sie ihre Betriebsgelände naturnah gestalten können. So entstehen in Städten und Industriegebieten wertvolle Lebensräume, die zum Erhalt der Artenvielfalt beitragen.
Mehr beim NABU BW

Schottergärten abmildern: So kommt wieder mehr Natur ins Beet
Es hat sich herumgesprochen: Schottergärten sind schlecht für die Biodiversität und unser Klima. Alle Landesbauordnungen geben deshalb vor, dass nicht bebaute Flächen zu begrünen und wasserdurchlässig zu gestalten sind. Doch was tun, wenn man schon einen Schottergarten hat und ihn ökologisch aufwerten möchte? Wir zeigen es.
Mehr beim NABU.de

Klimawandel erzeugt jedes Jahr 18 neue Gletscherseen
Die rasante Gletscherschmelze lässt sich an einem eindrücklichen Phänomen sichtbar machen: Überall in den Schweizer Alpen entstehen derzeit neue Gletscherseen.
Spektrum.de

Klasse und Masse – bei der Durchwachsenen Silphie stimmt alles
Mehrjährige Energiepflanzen bieten viele Vorteile für die Landwirtschaft: stabile Erträge ohne Erosionsrisiko oder Nährstoffauswaschung. Gleichzeitig tragen sie durch geringen Einsatz chemischer Pflanzenschutzmittel und unüblicher Pflege- und Erntezeiten zur biologischen Vielfalt in der Agrarlandschaft bei. Zu diesem Schluss kommen das Technologie- und Förderzentrum (TFZ) sowie die Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL), die in einem sechsjährigen Forschungsprojekt die Umweltparameter sowie das Ertragspotenzial von mehrjährigen Energiepflanzen untersucht hatten. Die Ergebnisse wurden jetzt im TFZ-Bericht Nr. 71 veröffentlicht.
https://idw-online.de/de/news772556

Pflanzenreste auf dem Feld verrotten zu lassen ist gut für das Klima
Im Boden verrottende Pflanzen sind nicht nur als Kompost wertvoll. Tatsächlich spielen Pflanzenreste eine entscheidende Rolle, wenn es darum geht, den Kohlenstoff im Boden zu halten, was für die Reduzierung der CO2-Emissionen des Planeten wichtig ist. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie von Forschenden der Technischen Universität München (TUM) und anderen Institutionen.
https://idw-online.de/de/news772436

Flutkatastrophe: "Wir brauchen eine gesellschaftliche Debatte über die nachhaltige Nutzung von Auen"
Bei der Ursachenforschung zu der aktuellen Flutkatastrophe im Westen Deutschlands sowie in den angrenzenden Ländern wird vor allem darüber diskutiert, inwieweit menschgemachter Klimawandel und Flächenversiegelung in den Einzugsgebieten die natürlichen Flutprozesse verstärkt. Prof. Dr. Christoph Zielhofer, Physischer Geograph an der Universität Leipzig, sieht allerdings noch eine andere Gefahr: Bei extremen Hochfluten spielen seiner Ansicht nach die baulichen Veränderungen in den Flussauen eine große Rolle. Dieser Aspekt komme in der Diskussion um die Ursachen der Flutkatastrophen bisher zu kurz.
https://idw-online.de/de/news773046

Regenwaldgebiete absorbieren kein Treibhausgas mehr
Die Amazonaswälder wirkten bisher dem Klimawandel entgegen. Doch das ändert sich gerade. Teile der Waldgebiete geben schon mehr Treibhausgase ab, als sie aufnehmen.
Spektrum.de

22.07.2021

Warum auch der NABU "Witzenhart" kritisiert
Die Hechinger NABU-Aktiven trafen sich im Klostergarten St. Luzen zum ersten Mal wieder persönlich. Sie warben für Streuobstbestände und übten Kritik an der Planung für "Witzenhart" in Sickingen.
Hohenzollerische Zeitung
Stellungnahme der Naturschutzverbände (PDF)

Singvögel mögen es süß
Der Mensch erkennt ohne Probleme süß schmeckende Lebensmittel. Vielen fleischfressenden Tieren jedoch fehlt diese Fähigkeit. Ob Vögel als Nachfahren fleischfressender Dinosaurier Süßes erkennen, war bislang unklar. Ein internationales Team um Maude Baldwin vom Max-Planck-Institut für Ornithologie hat nun gezeigt, dass Singvögel unabhängig von der primären Ernährungsweise Süßes erkennen und seit wann und auch wie die Singvögel-Vorfahren den umami Geschmacksrezeptor, der eigentlich auf Herzhaftes reagiert, zum Schmecken von Zucker nutzen. Diese Fähigkeit blieb den Singvögeln im Laufe der Evolution erhalten und beeinflusst die Ernährung von nahezu der Hälfte aller heute lebenden Vögel.
https://idw-online.de/de/news772200

Projektstart: Vogeldetektionssysteme auf dem Prüfstand
Am 1. Juni startete das Projekt "Durchführung von Leistungsnachweisen für Detektionssysteme zur Verminderung von Vogelkollisionen an Windenergieanlagen in Brandenburg", welches vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Energie des Landes Brandenburg (MWAE) gefördert wird. Dabei erprobt die Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) in Kooperation mit dem Kompetenzzentrum Naturschutz und Energiewende (KNE) sensorbasierte, automatische Vogeldetektionssysteme, die verhindern sollen, dass windenergiesensible Greif- und Großvogelarten mit Windenergieanlagen kollidieren.
https://idw-online.de/de/news772468

Schwärze verleiht Flügel
Viele Seevögel weisen dunkle Federn auf ihren Flügeln auf. Nun scheint klar, warum das so ist.
Spektrum.de

Muskeln schützen Seeotter vorm Frieren
Seeotter sind die kleinsten aller Meeressäugetiere. Der Kälte trotzen sie mit einem Trick: Ihre Muskeln arbeiten alles andere als energiesparend.
Spektrum.de

Nach dem Gipfel ist Schluss: Klimawandel bedroht Gebirgs-Schmetterlinge
Ein europäisches Team aus Bonn, Müncheberg und Salzburg hat die Verbreitung von Gebirgs-Schmetterlingen im österreichischen Bundesland Salzburg untersucht. Die Wissenschaftler zeigen in ihrer heute im Nature-Fachjournal "Scientific Reports" erschienenen Studie, dass die Gebirgs-Tagfalter in den letzten 60 Jahren im Schnitt um über 300 Meter in die Höhe gewandert sind. In niedrigeren Lagen verschwinden die Schmetterlinge und tauchen bergaufwärts wieder auf – die Forschenden sehen darin eine Reaktion auf die Klimaerwärmung und den Beginn einer grundlegenden Veränderung der Natur.
https://idw-online.de/de/news772736

Naturtipp: Der Kolibri, der ein Schmetterling ist
Viele nennen es auch Garten-Kolibri. Denn das Taubenschwänzchen (Macroglossum stellatarum) schwirrt gerne mit rund 80 Flügelschlägen pro Sekunde in unseren Gärten herum. So schafft es in einer Minute bis zu 150 Besuchen an Blüten. Dabei bleibt es wie ein kleiner Hubschrauber in der Luft vor der Blüte stehen, um mit seinem Rüssel Nektar zu saugen. Damit ist es anderen Schmetterlingen weit überlegen. Denn sie kommen durchschnittlich auf zehn bis 15 Flügelschlägen in der Sekunde.
Mehr beim BUND BaWue

Baden-Württemberg hinkt beim Vogelschutz hinterher
Die neue Rote Liste der Brutvögel Deutschlands zeigt Defizite im Vogelschutz in Baden-Württemberg auf. Viele Vogelarten sind hier um eine Gefährdungskategorie schlechter eingestuft als im Bundesdurchschnitt. Besonders bedroht sind die Feld- und Wiesenvögel.
Mehr beim NABU BW

Asiatischer Marienkäfer nach erstem Zählzeitraum des Insektensommers erstmals auf Platz eins
Im ersten Zählzeitraum des Insektensommers 2021 wurde der Asiatische Marienkäfer erstmals bundesweit am häufigsten gesichtet und verdrängt damit die Steinhummel auf den zweiten Platz. Dazu hat wohl insbesondere der kühle Frühling beigetragen.
Mehr beim NABU BW

Schub für die Windkraft: Studie plädiert für eine rechtzeitige Berücksichtigung von Umwelt- und Landschaftsschutz
Seit Jahren kommt der Ausbau der Windkraft nicht wie geplant voran. Das liegt laut einer Studie der TH OWL, die durch das Bundesamt für Naturschutz gefördert wurde, unter anderem daran, dass Natur- und Landschaftsschutz zu spät bei der Planung neuer Windkraftanlagen einbezogen werden. Laut der Studie sind aus Naturschutzsicht rund 3,6 Prozent der Fläche in Deutschland für die Nutzung von Windenergie geeignet.
https://idw-online.de/de/news771775

Unterschreiben Sie für die Agrarwende und Klimaschutz?
Sven Giegold & Martin Häusling schreiben: In Brüssel steht in diesen Wochen eine der wichtigsten Entscheidungen für den Klima- und Umweltschutz an: Es geht um die Zukunft der EU-Agrarpolitik. Konkret: Wird die Landwirtschaft die Klimakrise weiter anheizen oder zum Klimaschutz beitragen? Hinter den verschlossenen Türen des Rates der Mitgliedsländer hilft Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU), eine Agrarwende zugunsten des Klima- und Umweltschutzes zu blockieren.
zur Petitionsseite

EU-Rechnungshof wirft europäischer Agrarpolitik Versagen vor
100 Milliarden Euro flossen dem Namen nach in den Agrar-Klimaschutz. Gebracht hat das praktisch nichts, sagt die Prüfbehörde: Die Emissionen gingen kaum zurück.
Spektrum.de

15.07.2021

Rote Liste Brutvögel: Vogelsterben in Deutschland geht weiter
Wissenschaftler und Vogelschützer fordern wegen des dramatischen Rückgangs an Brutvögeln einen nationalen Rettungsplan
https://idw-online.de/de/news771379

Ambiente und gutes Essen: Wildbienen brauchen vielfältige Agrarlandschaften
Massentrachten wie Raps oder Ackerbohnen bieten wertvolle Nahrungsquellen für Bienen, die bei ihren Blütenbesuchen zur Bestäubung von Kultur- und Wildpflanzen beitragen. Doch nicht jede blühende Ackerkultur wird von denselben Bienen besucht. Ein Team der Universität Göttingen und des Julius Kühn-Instituts (JKI) in Braunschweig hat untersucht, wie sich die Lebensraumvielfalt der Agrarlandschaft und der Anbau verschiedener Massentrachten, das heißt blühender Kulturpflanzen, auf Wildbienen auswirken.
https://idw-online.de/de/news771752

Wildbienen brauchen Totholz im Wald
Wie viele Baumarten gibt es im Wald? Wie sind die Bäume verteilt? Wie hoch sind die einzelnen Baumkronen? Gibt es umgestürzte Bäume oder ausgehöhlte Baumstämme? Forstwissenschaftlerinnen und Forstwissenschaftler charakterisieren Wälder nach strukturellen Faktoren. „Strukturreichtum ist sehr wichtig für die Biodiversität in Wäldern. Aber forstlich genutzte Wälder sind im Allgemeinen strukturarm“, sagt Tristan Eckerter von der Professur für Naturschutz und Landschaftsökologie der Universität Freiburg.
https://idw-online.de/de/news771387

Eine Frage der Fairness: Klimaschutz bei Wohnen und Verkehr
Eine sozial gerechte Klimaschutzpolitik beim Wohnen und im Verkehr ist möglich. Dazu müssen Kosten und Belastungen für Haushalte mit niedrigem Einkommen geringgehalten oder umverteilt werden. So sollten etwa die Investitionen für energetische Sanierungen nicht zu untragbaren Mietsteigerungen führen und die höheren Heizkosten, die durch die neue CO2-Bespreisung entstehen, gerecht zwischen Mietenden und Vermietenden aufgeteilt werden.
https://idw-online.de/de/news771733

Dolphins learn their teammates' names
Male dolphins learn the signature whistles — unique 'names' given to dolphins by their mothers — of each member of their extensive, lifelong network of allies. The finding suggests that the cetaceans have a concept of team membership — a first in the animal kingdom. Scientists used underwater sound systems and drones to observe how dolphins responded to each other’s hails. The animals were quickest to heed the call of pals who had helped them in the past.
Science Magazine

Birds flown to Mexico to escape rising seas
Thirty-three black-footed albatrosses (Phoebastria nigripes) started new lives on Guadalupe Island in Mexico after being flown 6,000 kilometres from Midway Atoll near Hawaii. On Midway, they "were destined to drown", says conservation biologist Julio Hernández Montoya. The birds were flown on a commercial airline, as eggs or one-month-old chicks, in the first transfer of a seabird species between nations. Conservationists first restored Guadalupe Island to its lush natural state by removing invasive species, including nearly 50,000 goats and 1,500 feral cats.
Science Magazine

08.07.2021

Neue Süßwasserfischart
Eine neue Fischart wurde nach einem der renommiertesten Zoologen Syriens benannt, der am 16.2.2015 in den blutigen Konflikten in Syrien hinterlistig von einem Scharfschützen erschossen wurde: Dr. Adwan Shehab. 1967 geboren, studierte er an Universität Damaskus und promovierte im Jahr 1999. Er hinterließ seine Frau und vier Kinder. Nach zehn Jahren Syrienkrieg halten Zerstörung, Hunger und Leid weiter an. Die Sinnlosigkeit zeigt sich einerseits im Tod Shebabs, dessen internationale wissenschaftliche Expertise durch seine Ermordung einfach ausgelöscht wurde. Gleichzeitig macht uns die gesamte Tragödie Syriens fassungslos, die Tragödie eines Landes, das größtenteils in Trümmern liegt.
https://idw-online.de/de/news771726

Die Wüsten verlieren ihre Pflanzen
Längere Dürren und steigende Temperaturen setzen sogar den härtesten Pflanzen zu. Das trifft besonders die artenreiche Sonora-Wüste in Nordamerika.
Spektrum.de

Störche finden frisch gemähte Wiesen mit Hilfe ihrer Nase
Immer der Nase nach? Das galt bislang nur für manche Geier und Seevögel. Nun zeigt sich: Wenn der Bauer mäht, riecht ein Storch das noch über Kilometer hinweg.
Spektrum.de

Klimawandel schädigt Ozonschicht über der Arktis immer weiter
Trotz weltweitem FCKW-Verbot erholt sich die Ozonschicht über der Arktis nicht. Die globalen Emissionen von Treibhausgasen werden bis 2100 für weitere Ozonverluste sorgen
Spektrum.de

So funktioniert Klimamodellierung
Klimaneutralität heißt das Ziel und die Debatten über den Weg dorthin sind in vollem Gange. Um es zu erreichen, sind tiefgreifende Veränderungen notwendig. Warum dies wichtig ist, zeigen Klimasimulationen. Ohne sie bleibt Klimapolitik blind. Wie Klimamodelle funktionieren, erklärt das Deutsche Klima-Konsortium auf der neuen Website
https://www.klimasimulationen.de.
https://idw-online.de/de/news771195

Leaked report sends dire climate warning
The next Intergovernmental Panel of Climate Change (IPCC) report will deliver an unprecedented climate-change wake-up call, reports the AFP news agency. The leaked draft report, due to be released next year, says that global temperatures are already at 1.1 ℃ above levels in the mid-nineteenth century. Even if we meet the Paris climate agreement target of keeping temperatures below 1.5 ℃, "conditions will change beyond many organisms' ability to adapt". And if we continue on current trends, we are headed to break 3 ℃ — with serious, irreversible consequences. "The worst is yet to come, affecting our children’s and grandchildren’s lives much more than our own," the draft report states. "We need transformational change operating on processes and behaviours at all levels."
Yahoo.com

01.07.2021

Neue Zuchtberichte auf den Schmetterlingsseiten
Mitunter gibt es solche Geschichten, die irgendwo im Bereich zwischen "echt crazy" und "total bescheuert" angesiedelt sind. Eine davon ist die erfolgreiche Zucht von Eichen-Prozessionsspinnern. Aber auch die Entwicklung einer Meldenflureule wurde fotografisch dokumentiert:
Eichen-Prozessionsspinner (Thaumetopoea processionea) und
Meldenflureule (Anarta trifolii)

Neue Rote Liste der Brutvögel Deutschlands erschienen
Das Nationale Gremium Rote Liste Vögel hat in der bereits sechsten Fassung die aktuelle Rote Liste der Brutvögel Deutschlands der Öffentlichkeit vorgestellt. 43 Prozent der 259 regelmäßig in Deutschland brütenden heimischen Vogelarten mussten in die neue Rote Liste aufgenommen werden, inklusive der in Deutschland ausgestorbenen Brutvogelarten. Somit steht annähernd jede zweite Brutvogelart auf der neuen Roten Liste und ist somit bedroht.
"Besonders hervorzuheben ist, dass es vor allem in der höchsten Gefährdungskategorie 'Vom Aussterben bedroht' zu einem deutlichen Anstieg kam. Hier nahm die Artenzahl um über zehn Prozent gegenüber der vorherigen Fassung von 2015 zu, um Arten wie Raubwürger oder Knäkente", so DRV-Präsident Dr. Andreas von Lindeiner. Damit sind nun 33 oder knapp 13 Prozent der deutschen Brutvogelarten vom Aussterben bedroht.
Mehr beim DDA

Distelfalter trotzen der Sahara
Schmetterlingen, die aus ihrem afrikanischen Winterquartier gen Europa fliegen, gelingt es sogar die Sahara zu durchqueren. Unter bestimmten klimatischen Bedingungen.
Spektrum.de

Stickstoffüberschuss gefährdet Schmetterlinge
Stickstoff aus Landwirtschaft, Verkehrsabgasen und Industrie bringt Schmetterlinge in der Schweiz in Bedrängnis. Über die Luft lagert sich das Element in den Böden ab und verändert die Vegetation – zum Nachteil der Tagfalter, wie Forschende der Universität Basel feststellten.
https://idw-online.de/de/news770926

Libellen: Gewinner und Verlierer in Deutschland
In den letzten 35 Jahres hat sich die Verteilung der Libellenarten in Deutschland stark verändert. So wurden Rückgänge vor allem bei Arten an stehenden Gewässern verzeichnet. Zuwächse gab es hingegen bei Libellen, die an Fließgewässern leben und wärmere Temperaturen bevorzugen. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Studie unter Leitung des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv), der Friedrich-Schiller-Universität Jena (FSU) und des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ). Die Studie unterstreicht die Bedeutung von Bürgerwissenschaften und Naturkundegesellschaften für die Datenerhebung sowie von Naturschutzmaßnahmen zur Verbesserung der Biodiversität.
https://idw-online.de/de/news771010

Steinfliegen: Jugend beeinflusst Erwachsenenleben
Die Metamorphose führt bei Insekten meist zu völlig verschieden aussehenden Larven- und Erwachsenenstadien: Schmetterlinge unterscheiden sich etwa drastisch von ihren Jungstadien, den Raupen. Diese "Entkoppelung" der Lebensphasen ermöglicht eine Anpassung an völlig unterschiedliche Lebensräume. Forschende der Universität Bonn widerlegten nun diese gängige These der Evolutionsforschung bei Steinfliegen. Die Lebensweise der Jungtiere bestimmt hier grundsätzlich das Aussehen der erwachsenen Tiere. Dazu untersuchten die Forscher insgesamt 219 Insekten an hochauflösenden Teilchenbeschleunigern. Die Studie ist nun im Journal Proceedings of the Royal Society B erschienen.
https://idw-online.de/de/news770880

Pflanzen: Einmalige Datenbank zur Vegetation der Erde ist frei verfügbar
Es ist ein Datenschatz: Die globale Vegetationsdatenbank "sPlotOpen" ist ab sofort frei zugänglich. Darin versammelt sind Vegetationsaufnahmen von Pflanzen aus 114 Ländern, von allen Klimazonen der Erde. Erarbeitet wurde die Datenbank von einem internationalen Forschungsteam unter Leitung der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU), des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) und des französischen Centre national de la recherche scientifique (CNRS). Erstmals steht so Forschenden weltweit ein ausbalancierter, repräsentativer Datensatz zur Vegetation der Erde zur Verfügung, wie das Team in der Fachzeitschrift "Global Ecology & Biogeography" berichtet.
https://idw-online.de/de/news771160

Studie zeigt: E-Scooter-Sharing unterstützt urbane Verkehrswende
Treibhausgasbilanz von E-Rollern ist optimierbar und kann geringer als Emissionen von PKW, Motorrollern und ÖPNV ausfallen
https://idw-online.de/de/news770973

MCC: Höherer Spritpreis mit Rückerstattung pro Kopf ist die fairste Form von Klimaschutz im Verkehr
Die Inflation an der Zapfsäule erregt im Wahljahr die Gemüter in Deutschland: Muss die Klimapolitik im Verkehr wirklich zu immer höheren Steuern auf den Spritpreis führen, oder gibt es sozialverträglichere Mittel? In der Diskussion und zum Teil schon umgesetzt sind ja auch strengere Kraftstoff-Effizienz-Standards für Autobauer, Bonus- und Malus-Zahlungen, Kaufprämien für E-Mobile sowie Fahrverbote. Eine neue Studie berechnet für all dies präzise die Kosten, für 156.000 repräsentativ ausgewählte Haushalte.
https://idw-online.de/de/news770815

Was wir heute übers Klima wissen: aktuelle Fakten zum Klimawandel
Die Temperaturen steigen weltweit, Extremwetter nehmen zu, das Meereis geht dramatisch zurück – das Klima ist im Wandel. Mit Folgen für uns und unsere Umwelt. Was sind Ursachen für die Veränderungen? Wie zeigen sie sich? Und worauf müssen wir uns in Zukunft einstellen? Sechs namhafte Organisationen geben in einer aktualisierten Faktensammlung einen Überblick über Erkenntnisse, die in der Wissenschaft unumstritten sind.
https://idw-online.de/de/news770369

Climate-policy models need to get real
There is good news for decarbonizing the global economy: political support is at an all-time high, and most carbon emissions come from countries that have committed to reach ‘net zero’ by mid-century. But to plan how to get there, analysts use computer models that don’t recognize the difficult trade-offs faced by decision makers, argue ten climate-policy experts. They outline exactly how insights from political economy lead to 11 ways that models can better reflect social realities and possibilities.
nature.com

24.06.2021

Erfolgreiches Kiebitzprojekt in Gärtringen
Im Kiebitzprojekt der Gemeinde Gärtringen und der lokalen NABU-Gruppe wurde idealer Lebensraum für die bedrohten Kiebitze und ihre Jungvögel geschaffen. In wenigen Jahren ist hier die Zahl der Kiebitz-Brutpaare von null auf mehr als 20 gestiegen.
Mehr beim NABU BW

Junge Seeadler bleiben länger im elterlichen Revier als vermutet – die Horstschutz-Zeiträume greifen zu kurz
Seeadler reagieren sensibel auf Störungen durch den Menschen, weshalb in unmittelbarer Umgebung der Horste forst- und landwirtschaftliche Nutzungen beschränkt sind. Diese saisonalen Schutzzeiträume sind in Brandenburg (bis 31. August) und in Mecklenburg-Vorpommern (bis 31. Juli) jedoch zu kurz, wie eine neue wissenschaftliche Untersuchung des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) zeigt. Mittels detaillierten Bewegungsdaten von 24 juvenilen Seeadlern mit GPS-Sendern konnten sie nachvollziehen, wann diese flügge werden und wann sie das elterliche Revier verlassen: im Durchschnitt gut 10 beziehungsweise 23 Wochen nach dem Schlüpfen.
https://idw-online.de/de/news769956

Dramatische Veränderung der Brutvogelgemeinschaft
Im Bonner Stadtteil Dottendorf hat die Zahl der Brutvogelarten in den vergangenen 50 Jahren deutlich abgenommen. Viele Spezies wurden seltener oder sind lokal ausgestorben, wenige neue kamen hinzu, und ein paar Arten wurden deutlich häufiger. Ein Team von ehrenamtlichen Biologen, Förstern und Geographinnen der Ornithologischen Arbeitsgemeinschaft (OAG) Bonn am Museum Koenig und Forschern der Universität Bonn hat die Vergleichsuntersuchung durchgeführt, die sich auf eine Kartierung aus dem Jahr 1969 stützt. Die Ergebnisse sind nun im Fachjournal "Bird Study - The Journal of the British Trust for Ornithology" erschienen.
https://idw-online.de/de/news770797

In warmen Sommern geborene weibliche Bechsteinfledermäuse werden größer, sterben jedoch früher
Eine Langzeitstudie Greifswalder Forscher*innen zeigt einen neuen, unerwarteten Effekt des Klimawandels: In warmen Sommern geborene weibliche Bechsteinfledermäuse werden größer. Als ausgewachsene Tiere haben diese Weibchen jedoch eine höhere Sterblichkeit. Für die Studie wurden Tiere aus vier freilebenden Kolonien individuell markiert. Über einen Zeitraum von 24 Jahren wurden Daten zur Körpergröße und dem Überleben erhoben. Diese wurden in Bezug gesetzt zu den Sommertemperaturen im jeweiligen Geburtsjahr der Tiere. Die Ergebnisse der Studien sind in Proceedings of the Royal Society B (doi.org/10.1098/rspb.2021.0508) erschienen.
https://idw-online.de/de/news770104

"Zombie-Frosch" entdeckt
Senckenberg-Wissenschaftler*innen haben mit einem internationalen Team drei neue Froscharten aus dem nördlichen Amazonasgebiet beschrieben. Die zur Gattung Synapturanus gehörenden Tiere leben vergraben und sind daher noch nahezu unerforscht. Die Forschenden gehen davon aus, dass die Artenvielfalt dieser Gattung aus der Familie der Engmaulfrösche mindestens sechsmal höher ist, als bislang bekannt. Die Studie erscheint im "Zoologischen Anzeiger".
https://idw-online.de/de/news770160

Beim Insektensommer zählen wir, was zählt
Insekten beobachten, an einer bundesweiten Aktion teilnehmen und dabei noch die Natur vor der eigenen Haustür besser kennenlernen – all das vereint der "Insektensommer" und das in diesem Jahr schon zum vierten Mal. Der erste Zählzeitraum ist zwar schon zu Ende, aber Sie können noch bis zum 20. Juni Ihre Beobachtungen an uns melden. Vom 6. bis 15. August findet der nächste Zählzeitraum statt.
Mehr beim NABU

Kompensationsmaßnahmen: Dauer der Unterhaltungspflicht
Kompensationsmaßnahmen für dauerhaft bestehende Eingriffe müssen auch dauerhaft bestehen und unterhalten werden. Viele Akteure (Eingreifer, Maßnahmenträger, Kommunen) gehen davon aus, dass nach 25 Jahren die Unterhaltsverpflichtungen automatisch erlöschen. Dies ist definitiv falsch.
Mehr beim LNV BW

Bremsen sich Windparks gegenseitig aus?
Immer mehr Länder treiben den Ausbau von Windparks auf dem Meer voran. Werden diese Offshore-Windparks aber zu dicht nebeneinander errichtet, nehmen sie sich gegenseitig den Wind und damit die Stromausbeute weg. Dass die Verluste erheblich sein können, zeigt eine Studie des Helmholtz-Zentrums Hereon, die jetzt im Fachjournal Nature Scientific Reports erschienen ist.
https://idw-online.de/de/news770083

Nachhaltige Stromversorgung auf dem Land
Deutschland soll bis 2045 klimaneutral werden. So sieht es das neue Klimaschutzgesetz der Bundesregierung vor. Bis zum Jahr 2030 soll der Ausstoß von Treibhausgasen um 65 Prozent unter den Wert von 1990 sinken. Um dieses ehrgeizige Vorhaben umzusetzen, bedarf es vieler innovativer Ideen und Lösungen. Einen Beitrag leisten Forschende des Fraunhofer-Instituts für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF gemeinsam mit Partnern im Projekt RIGRID: Ziel ist die nachhaltige, kostengünstige und zuverlässige Stromversorgung in ländlichen Regionen.
https://idw-online.de/de/news769913

Kleingewässer in Agrarlandschaften stark mit Pestiziden belastet
Pestizide sichern die Erträge in der Landwirtschaft, indem sie schädliche Insekten, Pilze und Unkräuter bekämpfen. Sie gelangen aber auch in Bäche und schädigen die aquatischen Lebensgemeinschaften, die für den Erhalt der Artenvielfalt entscheidend sind, Teil des Nahrungsnetzes sind und die Selbstreinigung des Wassers unterstützen. In einem bundesweiten Monitoringprogramm haben Wissenschaftler*innen unter UFZ-Leitung gezeigt, dass die Grenzwerte für Pestizide zu hoch angesetzt sind und selbst diese in über 80 Prozent der Gewässer überschritten werden. Wie sie schreiben, kann der Verlust der Artenvielfalt nur gestoppt werden, wenn die Umweltrisikobewertung der Pestizide reformiert wird.
https://idw-online.de/de/news770715

RWE bekommt den Goldenen Geier für die dreisteste Umweltlüge
Aus dem DUH-Newsletter: Mit grünen Slogans wirbt RWE fürs eigene Unternehmen. Der Realitätscheck zeigt aber: RWE ist einer der größten CO2-Verursacher Europas. Der Konzern wehrt sich zudem massiv gegen den Kohleausstieg vor 2038. Schlimmer noch: Weiterhin werden ganze Dörfer für den Tagebau umgesiedelt. Gleichzeitig verklagt RWE die Niederlande, die richtigerweise einen Kohleausstieg für das Jahr 2030 beschlossen haben. RWE passt das überhaupt nicht, denn fast 80 % erwirtschaftet RWE über Erdgas und Kohle. Der Anteil der Erneuerbaren Energien macht hingegen nur etwa 20 % der Stromerzeugung aus. Damit heizt RWE das Klima weiter an. Alles Gründe warum 44 % der 25.000 Teilnehmenden finden, dass RWE den Goldenen Geier für die dreisteste Umweltlüge 2021 verdient hat.
zur Protestmail-Aktion

A cartoon guide to bioinformatics
Ed Himelblau was a cartoonist before he learnt to write code. Now, the geneticist hopes his drawings will help others who embrace bioinformatics later in their careers. "Most of my illustrations document biology laboratories and the people who work there," he says. "I thought they might be a good way to capture some of my experiences while learning this new skill, and that they might resonate with other experimental biologists trying to figure things out."
nature.com

17.06.2021

Zum Schutz von Amphibien zwei Teiche saniert
Die Teiche in der Nähe des Hauser Hofs sind bei Fröschen und Kröten ein begehrter Laichplatz. Damit das auch in Zukunft so bleibt, hat die Hechinger NABU-Gruppe hier einiges an Arbeit investiert. Doch diese ist nicht für die Ewigkeit.
Schwarzwälder Bote

Ansturm auf Wald, Wiesen und Äcker bleibt nicht ohne Folgen
Picknick auf blühender Weide, Getreidefelder als Spielwiese oder Radfahren querfeldein im Wald – auf Feld und Flur ist das Konfliktpotenzial derzeit hoch. Den meisten Freizeitsuchenden ist nicht bewusst, dass der Großteil der Gebiete in der Natur landwirtschaftliche Fläche ist, die zur Lebens- und Futtermittelproduktion dient. Hier gilt von März bis November ein gesetzliches Betretungsverbot. "Egal ob die Flächen eingezäunt sind oder nicht: Auf Wiesen und Äckern gilt ein Betretungsverbot für Menschen wie Hunde gleichermaßen – auch im Garten-, Obst- und Weinbau", erklärt Bauernpräsident Rukwied.
Mehr

Vertrauen bei Rabenvögeln
Rabenvögel benutzen soziale Informationen, um sich vor Täuschung durch Artgenossen aus Nachbarterritorien zu schützen.
https://idw-online.de/de/news769908

Gesang der Spottdrossel entschlüsselt
Was für ein Vogel! Dass die nordamerikanische Spottdrossel andere Vogelstimmen nachahmt, ist bekannt. Sie kopiert ihre Artgenossen jedoch nicht nur, sondern komponiert ihre eigenen Sounds in Anlehnung an deren Melodien. Ein interdisziplinäres Forschungsteam hat nun erstmals entschlüsselt, wie genau die Spottdrossel Imitationen aneinanderreiht. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler stellten fest, dass der Singvogel musikalischen Regeln folgt, die sich auch in menschlichen Musikstilen zeigen. Beispiele fanden sie unter anderem bei Beethoven und Kendrick Lamar.
https://idw-online.de/de/news769481

Nur wenige Schmetterlinge mögen das Stadtleben
Die sich stark ausbreitenden städtischen Lebensräume dürften langfristig einen Großteil von Schmetterlingsarten gefährden. Das melden Forschende in Global Change Biology. Nur Generalisten, die große Temperaturschwankungen tolerieren und sich von vielen verschiedenen Pflanzen ernähren, profitieren voraussichtlich von den menschlich geprägten Lebensräumen. Die Autoren empfehlen, zur Erhaltung der Artenvielfalt die Bedürfnisse von spezialisierten Schmetterlingsarten in der Städte- und Raumplanung zu berücksichtigen.
https://idw-online.de/de/news769702

Artenschützer feiern Nachwuchs von Tasmanischen Teufeln
Die Beutelteufel gab es nur noch auf Tasmanien, und dort starben sie oft an einem typischen Krebs. Nun vermehren sie sich auch auf dem australischen Festland.
Spektrum.de

Weniger Mähen und Blühinseln für Insekten schaffen
Naturnahe Wiesen stecken voller Leben, doch zu frühes und zu häufiges Mähen macht vielen Insekten das Leben schwer. Insektenfreundliche Wiesenpflege in Kommunen, Privatgärten und in der Landwirtschaft leistet einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt.
Mehr beim NABU BW

Euronatur aktuell: Verpasste Chancen für den Artenschutz
EuroNatur und Bankwatch haben gemeinsam mit nationalen Partnern einen Bericht zu den Biodiversitätsbemühungen von zehn Regierungen aus Mittel- und Osteuropa im Rahmen der EU-Aufbauprogramme veröffentlicht. Ziel des Berichts ist es, die Biodiversität in den untersuchten Ländern zu skizzieren und den dringenden Bedarf an Artenschutzmaßnahmen aufzuzeigen.
Euronatur.org

Kleine Wasserkraftwerke schaden mehr als sie nützen – Beispiel Rumänien
Eine Studie unter Leitung des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) zeigt am Beispiel Rumäniens, wie der Ausbau der Wasserkraft der EU-Umweltpolitik zuwiderläuft. Die Wasserkraft kollidiert mit der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie und der Wasserrahmenrichtlinie: Rund die Hälfte der Wasserkraftwerke in Rumänien liegt in Naturschutzgebieten. Dies sind überwiegend kleine Anlagen, die nur 3 % zur Stromerzeugung Rumäniens beitragen, die biologische Vielfalt jedoch stark bedrohen. Deshalb müsse die europäische Energiepolitik mit den Zielen der EU-Biodiversitätsstrategie abgestimmt werden, mahnen die Forschenden. Sonst wären die Ziele des EU Green Deals nicht erreichbar.
https://idw-online.de/de/news769705

Bäume sind kein Brennmaterial für Kraftwerke
Bettina Behrend von Rettet den Regenwald e. V. schreibt: Es klingt wie ein schlechter Scherz: Bei uns sollen Kraftwerke wie Tiefstack im Hamburger Hafen auf Biomasse umgerüstet und dort statt Kohle riesige Mengen Büsche und Bäume aus Namibia verfeuert werden. Damit wird zwar der versprochene Kohleausstieg realisiert, aber wichtige Lebensgrundlagen für die afrikanische Tier- und Pflanzenwelt zerstört und verbrannt! In den Savannen Namibias sollen schwere Maschinen die Büsche und Bäume roden und zerschreddern, um sie in 105 Biomasse-Industrie-Parks zu Pellets zu pressen und schließlich 10.000 Kilometer per Schiff zu uns zu transportieren.
zur Petition

Unstatistik des Monats: Die Liebe der Grünen-Wähler zum SUV
Die Mai-Unstatistik erfasst zwei häufige Fehler bei der Verwendung von Statistiken: die falsche Interpretation von bedingten Wahrscheinlichkeiten und der Repräsentativität von Stichproben. Sie erläutert dies anhand eines Artikels, laut dem eine Studie ergibt, dass die Anhänger der Partei Bündnis90/Die Grünen mehr als Anhänger anderer Parteien einen SUV fahren.
https://idw-online.de/de/news769681

Klage gegen die Klimaschutz-Fake-Stiftung eingereicht
Die Deutsche Umwelthilfe hat heute Klage gegen Manuela Schwesigs Stiftung eingereicht! Aber der Reihe nach: Vor einigen Tagen hat die "Stiftung Klima- und Umweltschutz MV" ihre Gründungsunterlagen auf ihrer Website veröffentlicht – ein Erfolg des öffentlichen Drucks, den ihr mit aufgebaut habt. Vielen Dank! Eine juristische Analyse belegt eindeutig, dass die Stiftung ...
Mehr bei change.org

Traffickers trawl journals for new species
Exotic-animal traders systematically review the scientific literature to target newly described and rediscovered reptile species. Researchers analysed the online reptile trade and found that some species are being sold within months of their first mention in a paper. The horror of seeing a gecko species he first described in 2013 quickly appear in online trade made taxonomist Yang Jianhuan decide to not publish the exact location of his latest find. "The colleagues of the older generation said I must publish. They say the tradition cannot be broken," says Yang. "I really understand both sides, but some scientists just have not yet realized that this problem is now very big."
news.Mongabay.com

Springwatch 21 auf BBC
Am Dienstag ist Springwatch 21 auf BBC 2 wieder gestartet. Über 3 Wochen lang gibt es insgesamt wieder 14 Stunden einheimisches wildlife vom feinsten, wissenschaftliche Erkenntnisse, Naturschutzprojekte, Bestandsaufnahmen, Tipps und live Kameras.
https://www.bbc.co.uk/programmes/b007qgm3
Auf dieser Seite gibt es wunderschöne Bilder, Clips , Tipps und eine watchlist - was man draußen im Frühling so alles sehen kann, wenn man mit offenen Augen herumläuft. Wenn man dann ein bisschen herum klickt, findet man noch viel mehr.

03.06.2021

Tag der Artenvielfalt
Die Hechinger NABU-Gruppe nutzt den internationalen Tag zur Erhaltung der Artenvielfalt, um auf das Thema aufmerksam zu machen.
Schwarzwälder Bote

NABU Balingen stattet weitere Kirche mit Dohlen-Nisthilfen aus
Mit charakteristischen "kjä"-Rufen umfliegen kleine Rabenvögel die Kirchtürme der Stadtkirche und der Heilig-Geist-Kirche. Akrobatisch halten sie sich an Mauervorsprüngen fest oder lassen sich auf dem Zeiger der Turmuhr nieder. Es handelt sich um Dohlen, für die der Nabu Balingen jetzt weitere Nistkästen aufgehängt hat.
Mehr im Zollern-Alb-Kurier

Mauersegler fliegen nicht nur schnell, sondern clever
Mauersegler schaffen es im Frühjahr rekordverdächtig rasch zu den Brutplätzen, ohne selbst ultraschnell fliegen zu müssen. Ein cleverer Flugplan hilft.
Spektrum.de

Palmölplantagen verändern das Sozialverhalten von Makaken
Der Regenwald wird in Teilen Südostasiens durch Palmölplantagen ersetzt. Das bringt weitreichende Probleme für die Natur mit sich, beispielsweise für Südliche Schweinsaffen, eine Makaken-Art aus Südostasien, die in den Regenwäldern Malaysias beheimatet ist. Durch die massive Rodung ihres Lebensraums weichen diese Primaten zur Nahrungssuche teilweise auf Palmöl-Monokulturen aus. Dies führt häufig zu Konflikten mit Farmern. Dabei dezimieren die Makaken die Palmölfrüchte vergleichsweise wenig. Ganz im Gegenteil: Sie können dem Palmölanbau sogar nützen, da sie erfolgreiche Jäger der massenhaft auf Plantagen vorkommenden Ratten, dem Hauptschädling der Palmölplantagen, sind.
https://idw-online.de/de/news769068

Riesige Mäuseplage sucht Australien heim
In New South Wales gefährdet eine gewaltige Mäuseplage die Ernte. Die Nager sollen mit Gift eingedämmt werden. Doch das bedroht die heimische Tierwelt.
Spektrum.de

Verarmte Flora in Wiesen und Wäldern gefährdet Insekten
Wo die pflanzliche Vielfalt zurückgeht, nimmt die Diversität der Insekten und damit die Biodiversität als Ganzes ab. Auf intensiv genutzten Wiesen und Weiden sowie in dunklen Buchenwäldern fehlen etwa auf wenige Pflanzenarten spezialisierte Insekten, da dort ihre Futterpflanzen nicht mehr vorkommen. Dies zeigt eine von der Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL koordinierte internationale Studie.
https://idw-online.de/de/news768795

Nebelwälder auf dem Rückzug
Die Welt verliert ihre tropischen Nebelwälder. In den vergangenen Jahren verzeichneten vor allem Afrika, Nord- und Südamerika große Verluste. Das bedroht zahlreiche Arten.
Spektrum.de

Blaumeise erholt, Haussperling und Amsel oben
Trotz Schmuddelwetter blieben viele Vogelfans der "Stunde der Gartenvögel" treu und haben am vergangenen Wochenende Vögel beobachtet und dem NABU gemeldet.
Mehr beim NABU

Projekt sorgt für blühende Gärten und mehr Vielfalt in Pflegeeinrichtungen
Im NABU-Projekt "Blühende Gärten - miteinander für mehr Vielfalt" wurden bereits sieben Einrichtungen der Evangelischen Heimstiftung naturnah umgestaltet. Dies kommt sowohl der Tierwelt als auch den Menschen vor Ort zugute.
Mehr beim NABU BW

Rathaus im Stühlinger: Monitoring bestätigt energetische Zielsetzung
Nach Fertigstellung des "Rathaus im Stühlinger" im Jahr 2017 hat das Fraunhofer ISE das Gebäude in den ersten Betriebsjahren detailliert vermessen und analysiert. Die gute Nachricht: die Zielwerte aus der Planung und die tatsächlichen Verbrauchsdaten stimmen weitgehend überein: Gebäude und Anlagentechnik sind hocheffizient, der Energieverbrauch zur Gebäudekonditionierung (Heizung, Lüftung, Beleuchtung, Trinkwassererwärmung) bilanziell wird fast vollständig durch lokale Nutzung erneuerbarer Energien gedeckt. Das Ziel – ein "Netto-Nullenergiegebäude" - ist damit erreicht.
https://idw-online.de/de/news768858

Geothermie: Potenziale für die Verringerung von CO₂-Emissionen
Geothermie kann als nachhaltige Energiequelle auch in Deutschland einen signifikanten Beitrag zur Senkung von CO₂-Emissionen leisten. Dies zeigt eine Fallstudie zum Kraftwerk Kirchstockach, die Wissenschaftler am Zentrum für Energietechnik (ZET) der Universität Bayreuth veröffentlicht haben.
https://idw-online.de/de/news768814

Einflüsse der Windenergienutzung auf Vögel (Update)
Seit dem Jahr 2000 sammelt die Staatliche Vogelschutzwarte Brandenburg bundesweit alle verfügbaren Informationen über Kollisionsopfer an Windkraftanlagen. Für Deutschland sind mittlerweile mehr als 4.500 Kollisionsopfer bei Vögeln und etwa 4.000 Fälle bei Fledermäusen dokumentiert. Trotz des heterogenen Inhaltes der Datenbank sind somit wissenschaftliche Auswertungen möglich – Hochrechnungen, Analysen zur Betroffenheit einzelner Arten und Altersklassen, Phänologie der Verluste, Auswirkungen einzelner Anlagentypen und Größenklassen, gebietsspezifische Unterschiede, sonstige Einflussfaktoren usw.
Mehr beim DDA

»Vögel gehören keinem Land«
Vogelschützer trotzen dem Nahost-Konflikt. Einer von ihnen: Yossi Leshem. Er sorgt mit Menschen aus Palästina dafür, dass Vögel sicher im Jordantal rasten können. Ein Gespräch
Spektrum.de

Birdrace 2021 – Beim Tag der Vogelartenvielfalt purzelten die Rekorde
Das Birdrace 2021 hat alle Erwartungen übertroffen: Es haben so viele Leute am Birdrace teilgenommen wie noch nie! Doch nicht nur das: Auch so ziemlich alle anderen bisherigen Birdrace-Rekorde wurden in den Schatten gestellt. Nach derzeitigem Stand (12.05.2021) wurden insgesamt 330 verschiedene Vogelarten entdeckt, darunter einige Überraschungen. Ein neuer Höchstwert wurde auch im Spendenrennen erreicht: Mehr als 60.000 Euro zugunsten von ornitho.de und ornitho.lu sind überwältigend!
Mehr beim DDA

Museum digital: Naturportal Südwest
Jetzt draußen Arten entdecken und mit dem Naturportal Südwest digital bestimmen und melden.
https://idw-online.de/de/news768583

Nature-based ways to cool the planet
Analyses of nature-based solutions often focus on how much carbon they can remove from the atmosphere. A new analysis explores how these solutions will affect global temperatures — a crucial metric as humanity attempts to limit global warming. It suggests that a nature-based strategy could reduce peak warming by an additional 0.3 °C under a scenario consistent with a 2 °C overall temperature rise by 2085. Climate-change policy analyst Cécile Girardin and seven colleagues explain how projects that manage, protect and restore ecosystems could offer climate, biodiversity and socio-economic benefits — if done properly, and soon.
Nature.com

26.05.2021

Landschaftspfleger auf vier Beinen
Mitte April haben die Schafe und Ziegen des Arbeitskreises "Harthauser Heide" ihr Winterquartier in Winterlingen gegen die Weidegebiete in Harthausen getauscht.
Schwarzwälder Bote

Verkehrslärm beeinträchtigt das Gesangslernen von Vögeln
Verkehrslärm führt bei Jungvögeln zu Ungenauigkeiten und Verzögerungen beim Erlernen ihres Gesangs. Die Jungvögel leiden auch unter einem unterdrückten Immunsystem, was ein Indikator für chronischen Stress ist. Die neue Studie von Forscher*innen des Max-Planck-Instituts für Ornithologie in Seewiesen zeigt, dass junge Zebrafinken genau wie Kinder besonders anfällig sind für die Auswirkungen von Lärm, weil er das Lernen in einer kritischen Entwicklungsphase beeinträchtigen kann.
https://idw-online.de/de/news768643

Forscher entdecken neue Nasenkröte am Straßenrand
Auf einer Expedition nach Peru im November 2019 entdeckten Forscher um Dr. Jörn Köhler, Zoologe am Hessischen Landesmuseum Darmstadt, eine neue Froschart aus der Gruppe der 'Nasenkröten'.
https://idw-online.de/de/news768887

Drei neue farbenfrohe Echsen aus Südostasien
Südostasien ist ein Hotspot der globalen Artenvielfalt. Immer wieder werden auch hier neue Arten entdeckt, was zeigt, dass die Biodiversität bei weitem noch nicht ausreichend erforscht ist. Ein internationales Team hat hier nun einen Artkomplex untersucht und dabei drei neue farbenfrohe Echsen-Arten erstmalig für die Wissenschaft beschrieben.
https://idw-online.de/de/news768862

Blauschillernd und golden – Juwelen der Lüfte
Mit dem Naturschutzprojekt LIFE helle Eifeltäler werden in den nächsten sieben Jahren grundlegende Schritte unternommen, um die Ziele der „Convention on Biological Diversity (CBD)“ zur Erhaltung der biologischen Vielfalt im Kreis Euskirchen langfristig zu erreichen. Zum Internationalen Tag der Biologischen Vielfalt am 22. Mai 2021 gibt die Biologischen Station im Kreis Euskirchen e.V. den Projektstart bekannt
Mehr bei der AG Rheinisch-Westfälischer Lepidopterologen e. V.

Verbreitungsgebiet des Annamitischen Streifenkaninchens in Vietnam größer als vermutet
Das Annamitische Streifenkaninchen ist ein nur in Vietnam und Laos einheimisches Nagetier feuchter, immergrüner Wälder. Die nachtaktiven Einzelgänger wurden erst in den 1990er Jahren wissenschaftlich beschrieben, die Wissenslücken über Ökologie und Verbreitung sind erheblich. Wissenschaftler*innen melden nun erste Nachweise der Art im Bidoup-Nui-Ba-Nationalpark im südlichen Troung-Son-Gebirge in Vietnam. Dies ist eine enorme Erweiterung des bisher bekannten Verbreitungsgebietes, ...
https://idw-online.de/de/news768943

Sozialparasitäre Lebensweise bei Ameisen führt zu Genverlust
Eine sozialparasitäre Lebensweise von Ameisen führt nicht nur zu einer Veränderung äußerlicher Merkmale, sondern auch zu einem Genverlust bei den Arten. Die Veränderungen deuten darauf hin, dass bei der Entstehung von Sozialparasitismus die gleichen evolutionsbiologischen Mechanismen wie bei der Entwicklung von nicht sozialem Parasitismus wirken.
https://idw-online.de/de/news768966

Voll das Leben: Insekten, Käfer und Vögel lieben Totholz
NABU-Appell: Astbruch und abgestorbene Stämme sinnvoll nutzen – Streuobstlücken neu bepflanzen
Streuobstwiesen sind artenreich wie kaum ein anderer vom Menschen gemachter Lebensraum. Auch aus abgestorbenen Bäumen kann hier wieder neues Leben entstehen. Totholz sollte daher nicht vom Grundstück entfernt werden.
Mehr beim NABU BW

Verlängerung des "Betonparagrafen"
Der NABU kritisiert die Zustimmung des Bundestags zur Verlängerung des §13b BauGB. Der "Betonparagraf" leistet dem Flächenverbrauch Vorschub und verhindert eine nachhaltige Siedlungsentwicklung. Dem muss sich die neue Landesregierung klar entgegenstellen.
Mehr beim NABU BW

Straßenbeleuchtung darf kein Insektenkiller sein
Zum Start der Insektensaison fordert der Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg (LNV) die Kommunen auf, Straßen naturverträglich zu beleuchten – wie es das Landesnaturschutzgesetz vorschreibt. Die Naturschützer monieren, dass sowohl Planungsbüros als auch amtliche Beratungs- und Förderstellen zu einseitig auf die Energieeinsparung achten und den Schutz von Insekten und anderen Tieren vernachlässigen.
Mehr beim LNV BW

Öko-Energie ohne Grenzen?
Auch eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft läuft nicht ohne Energie. Solaranlagen und Windfarmen, Gezeiten- und Erdwärmekraftwerke: Sie alle zweigen Energie aus Energieströmen ab, die zuvor seit Urzeiten unangetastet geblieben waren. Die Frage lautet daher: Welchen Anteil dieser Energieströme darf die Menschheit für ihre Zwecke nutzen, ohne dass das Energiesystem der Erde dabei Schaden nimmt? Empa-Forscher haben einen Ansatz entwickelt, um dies abschätzen zu können.
https://idw-online.de/de/news768609

Wasserstoff statt Elektrifizierung? Chancen und Risiken für Klimaziele
Wasserstoffbasierte Brennstoffe sollten vor allem in Sektoren wie der Luftfahrt oder industriellen Prozessen eingesetzt werden, die nicht elektrifiziert werden können. Ihre Herstellung ist zu ineffizient, zu kostspielig, und ihre Verfügbarkeit zu unsicher, um damit fossile Brennstoffe etwa in Autos oder beim Heizen von Gebäuden einzusetzen. Setzt man in erster Linie auf Wasserstoff statt Elektrifizierung und behält Verbrennungstechnologien bei, könnte eine Verlängerung der Abhängigkeit von fossilen Energien drohen.
https://idw-online.de/de/news768170

Wüstenbildung trieb Säugetiere aus Eurasien nach Afrika
Forscherteam des Senckenberg Centre an der Universität Tübingen rekonstruiert zehn Millionen Jahre Klimageschichte der Arabischen Halbinsel
https://idw-online.de/de/news768837

Wie nachhaltig sind digitale Plattformen für Lebensmittel und Mobilität?
Digitale Plattformen können Lösungen für Nachhaltigkeitsherausfor-derungen bieten. So erleichtern sie den Zugang zu nachhaltigen Lebensmitteln und zu Mobilität jenseits des eigenen Autos. Sie bieten alternative Absatzwege und Planungssicherheit für kleine Erzeugerinnen und Erzeuger von Nahrungsmitteln. Ländliche Regionen werden durch flexible und bedarfsgerechte Mobilitätsdienste attraktiver. Besonders nachhaltig – sowohl sozial als auch ökologisch – sind dabei solche Plattformen, die regional eingebettet sind.
https://idw-online.de/de/news768958

Baumartenvielfalt Schutz gegen Borkenkäferbefall?
In den vergangenen Jahren konnten es Försterinnen und Förster hautnah beobachten: Erst schwächt langanhalte Trockenheit die Bäume, dann greifen Borkenkäfer und andere Schädlinge an. Während gesunde Bäume die Eindringlinge mit Harz fernhalten, sind gestresste beinahe wehrlos. Die Freiburger Wissenschaftlerin Sylvie Berthelot und ihr Team von Forschenden aus der Fakultät für Umwelt und Natürliche Ressourcen und der Fakultät für Biologie untersuchen die Bedeutung von Baumdiversität auf den Borkenkäferbefall.
https://idw-online.de/de/news768894

21.05.2021

Schwalbenhaus Rangendingen – Update
Nun haben alle Nester "Hausnummern" erhalten und auch die Infotafel wurde angebracht. Die Schwalben können also kommen ...
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Und jetzt jammert man rum wegen der Kosten ...
Auch wenn es dir Überschrift suggeriert: Nicht "wegen Naturschutz" könnte sich die Erschließung des Baugebiets Ban II in Ratshausen verteuern und ggf. verzögern, sondern weil man unbedingt auch Flächen dafür in Anspruch nehmen will, für die ein hoher Ausgleichsbedarf besteht. Das hat also mehr mit Uneinsichtigkeit zu tun.
Zollern-Alb-Kurier

Mönchsgeier in Ungarn erschossen
In Ungarn wurde ein Mönchsgeier abgeschossen, der aus dem bulgarischen Wiederansiedlungsprogramm stammte, an dem sich auch EuroNatur beteiligt. Dies ist ein empfindlicher Schlag für das Projekt.
Mehr bei https://www.euronatur.org/

Kleiner Vogel fliegt in unbekannten Höhen
Mittelmeer und Sahara bedeuten für kleine Zugvögel lebensfeindliche Barrieren auf der Reise. Der Drosselrohrsänger quert sie in extremen Höhen.
Spektrum.de

Fleißiger als Bienen: Vögel und Fledermäuse bestäuben Pflanzen der Anden
Bestäuber wie Bienen, Schmetterlinge, Fledermäuse und Vögel haben maßgeblich zur Entstehung der großen Diversität an Blütenpflanzen beigetragen. Oft weisen dabei nah verwandte Pflanzenarten unterschiedliche Bestäubungssysteme auf. Beispielsweise kann eine Pflanzenart von Bienen, eine nahverwandte Art aber von Kolibris bestäubt werden. Wie es im Laufe der Evolution zu einem solchen Wechsel kommt, ist nach wie vor unklar. Ein Team um Agnes Dellinger und Jürg Schönenberger von der Universität Wien ist dieser Frage nun in einer neuen Studie in den Regenwäldern Süd- und Mittelamerikas nachgegangen.
https://idw-online.de/de/news768239

Afrikanische Wildhunde als Botschafter für das weltweit größte Naturschutzgebiet
Das weltweit größte Landschutzgebiet liegt im Süden Afrikas und umfasst 520'000 Quadratkilometer in fünf Ländern. Eine Studie der Universität Zürich ergab nun, dass der stark bedrohte afrikanische Wildhund auf seiner langen Wanderschaft meist innerhalb des Kavango-Zambezi-Schutzgebietes bleibt. Dessen Grenzen bestätigen somit die wichtigsten Wildkorridore zur Erhaltung dieser und weiterer bedrohten Tierarten.
https://idw-online.de/de/news768361

Giraffen-Genomik: Vier gewinnt
Umfassende Erbgut-Analysen bestätigen vier Arten von Giraffen mit insgesamt sieben Unterarten
https://idw-online.de/de/news768168

Rätselhafter Orientierungssinn von Fledermäusen lokalisiert – der sechste Sinn der Säugetiere liegt im Auge
Säugetiere sehen mit den Augen, hören mit den Ohren und riechen mit der Nase. Doch mit welchem Sinn oder Organ orientieren sie sich auf ihren Wanderungen, die mitunter weit über ihre lokalen Streifgebiete hinausführen und daher ein erweitertes Navigationsvermögen erfordern? Wissenschaftliche Versuche zeigen nun: Die Hornhaut (Cornea) der Augen ist der Ort eines solchen Sinnes bei wandernden Fledermäusen
https://idw-online.de/de/news768135

Die bizarren Schleichenlurche von São Tomé
Die Inseln von São Tomé sind so etwas wie der Galapagos vom Golf von Guinea. Eine Studie an speziellen Amphibien unterstreicht den Artenreichtum des Archipels.
Spektrum.de

Honigbienen fliegen auf Raps, Apfelblüten haben das Nachsehen
Rapsfelder ziehen Honigbienen magisch an. Sind die Felder direkt neben Apfelanlagen, fliegen die Insekten eher zu den gelben Blüten als zu den nahegelegenen Obstbäumen. Das zeigt eine neue. Dass die Apfelernte bei den untersuchten Apfelanlagen trotzdem stabil blieb, lag an Hummeln und anderen Wildbienen, die die Bestäubungslücke füllten
https://idw-online.de/de/news768157

Rudi Apel erhält das Bundesverdienstkreuz
Seit über 30 Jahren ist Rudi Apel Naturschützer mit Leib und Seele. Wie kein anderer steht er für die Aktion "Schwalbenfreundliches Haus", die den Erhalt der Lebensräume von Schwalben fördert. Für seinen Einsatz wurde ihm nun das Bundesverdienstkreuz verliehen. Herzlichen Glückwunsch und vielen Dank für deinen unermüdlichen Einsatz!
Mehr beim NABU BW

Strengere CO2-Bepreisung durch den EU Green Deal könnte bereits 2030 das Ende der Kohleverstromung in Europa bedeuten
Eine Verschärfung des EU-Emissionshandelssystems (EU ETS) im Einklang mit dem Green Deal der EU könnte die Dekarbonisierung des europäischen Stromsektors dramatisch beschleunigen - und wahrscheinlich ein Ende der Kohleverstromung herbeiführen. In einer neuen Studie zeigt ein Potsdamer Forschungsteam die erheblichen Veränderungen, die Europas Stromsystem durchlaufen wird, sobald das neu beschlossene Klimaziel von minus 55% zu einer Verknappung der ETS-Mengen führt. Höhere CO2-Preise, so zeigen die Autoren, sind nicht nur ein unvermeidlicher Schritt, um die Emissionen zu senken – sie werden auch viel schneller zu einem kostengünstigen, von erneuerbaren Energien geprägtem Stromsystem führen.
https://idw-online.de/de/news767575

Nuclear reactions smoulder in Chernobyl
Rising levels of neutrons from an inaccessible room at Chernobyl Nuclear Power Plant indicate that fission reactions are smouldering again at the site of the 1986 disaster. “It’s like the embers in a barbecue pit,” says nuclear-materials chemist Neil Hyatt. Entombed under concrete, the room contains some of the congealed lava that includes much of the reactor's uranium fuel. The mechanism driving the reaction, how it might develop and how to suppress it are all open questions.
Science Magazine

Giant wood moth spotted at Australian school
A giant moth with a wingspan measuring up to 25cm has been found at a Queensland school next to a rainforest. Builders found the giant wood moth, the heaviest moth in the world, while constructing new classrooms at Mount Cotton state school. Giant wood moths are found along the Queensland and New South Wales coast, according to the Queensland Museum. Females can weigh up to 30 grams and have a wingspan of up to 25cm. Males are half that size.
The Guardian

13.05.2021

Universität Tübingen steht zu Forschung an Krähenvögeln
Grundlagenforschung untersucht Vorgänge im Gehirn – Sämtliche Versuche nach umfassenden Prüfungen behördlich genehmigt
https://idw-online.de/de/news767979

Gelungener Mai-Streich in Weildorf
Leider viel zu häufig verdienen Streiche zum 1. Mai eher das Prädikat "Riesen-Sauerei", doch in Weildorf muss dieses Jahr wenigstens einer davon als gelungen bezeichnet werden.
Facebook NABU Haigerloch-Rangendingen

Forschung mit Rabenkrähen an der Universität Tübingen
Der NABU ist über den Spiegel-Artikel und die Tierversuche mit Rabenkrähen an der Universität Tübingen entsetzt. Hätte der NABU von diesen Versuchen gewusst, wäre keine lebende Rabenkrähe abgegeben worden.
Mehr beim NABU-BW

NABU erhofft sich "starken Rückenwind" für Klimaschutz
Von dem kürzlich bekannt gewordenen Beschluss des Bundesverfassungsgerichts zum Klimaschutz erhofft sich die Hechinger Nabu-Gruppe "starken Rückenwind für die Klimaschutz-Bewegung und auch ihre eigenen Bemühungen und Aktivitäten für mehr Klimaschutz und Nachhaltigkeit". Das wurde bei einer digitalen Konferenz deutlich.
Mehr beim SchwaBo Hechingen

NABU-Gartentipp: Ist das Unkraut, muss das weg?
Wenn jetzt die Tage wärmer werden, beginnt die Zeit intensiver Gartenpflege. Blumen- und Gemüsebeete werden auf Vordermann gebracht, schon hört man Rasenmäherlärm, der "Unkrautstecher" ist im Einsatz. Viele Gartenliebhaber bedenken dabei nicht, wie wichtig ihr Garten für Insekten und andere Kleinlebewesen ist und wie nützlich diese sind, meint der NABU Hechingen: Ein ständig kurz geschorener Rasen und ein rundum aufgeräumter Garten bietet keine Nahrungsgrundlage oder Unterschlupf.
Schwarzwälder Bote

Vögel in Deutschland aktuell: Rückblick auf den Winter 20/21
Der Winter 2020/2021 verlief verbreitet sehr sonnig und war außergewöhnlich schneereich. Der Februar zeichnete sich durch extreme Temperaturunterschiede aus. Diese wirkten sich auch auf die Vogelwelt aus. Für drei Arten haben wir uns dies genauer angeschaut. Die ornitho-Meldungen ziehender Kraniche im Februar 2021 zeigten ein Hin und Her als Reaktion auf die enormen Temperaturunterschiede ...
Mehr beim DDA

Klein und goldig, aber giftig
Sie sind klein wie ein Daumennagel, aber verfügen über ein potentes Toxin. Eine neu beschriebene Sattelkröte aus dem brasilianischen Regenwald hat es in sich.
Spektrum.de

Die Herrschaft der Inselgiganten
Aus Groß mach Klein, aus Klein mach Groß – Tiere, die auf Inseln leben, sind oft Miniaturen oder gigantische Versionen ihrer Festland-Pendants. Beispiel: die größte Echse der Welt.
Spektrum.de

Blattminierer an Schlangenknöterich – Antispilina ludwigi
Der Schlangenknöterich Bistorta officinalis ist Nahrungspflanze für eine Reihe seltener Schmetterlinge, insbesondere in nährstoffarmen und feuchten Graslandschaften in mitteleuropäischen Bergregionen. Über den Blauschillernden Feuerfalter Lycaena helle und den Randring-Perlmutterfalter Boloria eunomia ist viel bekannt. Jedoch leben auch höchst interessante Kleinschmetterlinge am Schlangenknöterich. So wurde beispielsweise der Knöterich-Erzglanzfalter Antispilina ludwigi kürzlich in den Ardennen in Belgien, ...
Mehr bei der AG Rheinisch-Westfälischer Lepidopterologen

Heiratsvermittlung bei Ameisen
Wie die Ameise Cardiocondyla elegans ihren Partner findet: Darüber berichten Wissenschaftler:innen der Universität Regensburg jetzt im renommierten Fachjournal Communications Biology.
https://idw-online.de/de/news767988

Ausgezeichnete Klimaaktivitäten als Blaupause für Kommunen
Online-Publikation und Videoclips über erfolgreiche Klimaschutz-Projekte in Kommunen laden zum Nachmachen ein.
https://idw-online.de/de/news767555

Auf der Kippe: Brasiliens Küstenregenwald
Senckenberg-Wissenschaftler Raffael Ernst hat gemeinsam mit brasilianischen Kolleg*innen den Einfluss der aktuellen Landnutzung auf die Vogel- und Amphibienwelt des Atlantischen Regenwalds im südöstlichen Brasilien untersucht. In ihrer Studie zeigt das Team, dass die Aufforstung mit Eukalyptus-Monokulturen zu einer Veränderung der Artenzusammensetzungen führt und gebietsfremde Arten begünstigt. Die bislang festgesetzten "kritischen Umweltschwellenwerte", nach denen es zu negativen Veränderung im Waldökosystem kommt, sind laut den Forschenden zu hoch angesetzt.
https://idw-online.de/de/news767913

Angeln 4.0: Was passiert, wenn Natur auf Technik trifft?
Auch beim Naturerlebnis Angeln hat der technische Fortschritt Einzug gehalten. Geräteinnovationen wie Echolote, Unterwasserkameras oder Drohnen erleichtern das Aufspüren und Fangen der Fische. Ein internationales Team hat in einer Studie zusammengefasst, wie sich technische Neuerungen auf das Angeln und auf die Fischpopulationen auswirken können. Innovationen erfreuen die Angler*innen, können aber den Fangdruck erhöhen und Konflikte verstärken.
https://idw-online.de/de/news767775

Baumplantagen tragen nur bedingt zum Schutz der Biodiversität bei
Künstlich angelegte Baumplantagen sollen helfen, den Verlust naturbelassener Wälder auszugleichen, tragen aber nur bedingt zum Schutz der Biodiversität bei. So beherbergen Plantagen weniger Käferarten als naturbelassene Altbestände und auch die Zahl der Tiere ist deutlich geringer. Das zeigt eine globale Analyse unter Leitung des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv), der Friedrich-Schiller-Universität Jena (FSU) und der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU), die im Fachmagazin Forest Ecology and Management veröffentlicht wurde.
https://idw-online.de/de/news767559

Why Choose Native Plants for Your Garden?
A permaculture garden designer explains the benefits of planting native species: As a permaculture garden designer, I do not always design exclusively with native plants. But native plants will almost always form the major part of my plans. There is a range of reasons why it can be a good idea to opt for native plants in your garden, and I would like to explore some of those reasons and talk briefly about why choosing native plants for your garden can be such a good idea.
treehugger.com

06.05.2021

Horb: "Dem Eichenprozessionsspinner wird vorgebeugt"
Die Stadt Horb veröffentlicht: "Um die Gefahr für Bürger*innen einzudämmen, werden auch dieses Jahr wieder befallene Bäume an stärker frequentierten Punkten präventiv gegen die weitere Ausbreitung des Eichenprozessionsspinners behandelt. Dazu wird ein selektiv wirkendes Mittel von unten in den frischen Blattaustrieb der betroffenen Eiche geblasen. Die an den frischen Blättern fressenden Raupen werden dadurch in Ihrer Entwicklung gehemmt."
Stadt Horb, Aktuelles vom 14.04.2021

Unser Kommentar: Abgesehen davon, dass nach der Spritzung nicht nur die "Übeltäter", sondern ALLE Schmetterlingsraupen in diesem Bereich sterben, was mehr ist als "in ihrer Entwicklung gehemmt", ist es dazu noch illegal: Das hierfür eingesetzte Mittel darf eben gerade nicht präventiv, sondern ausschließlich bei nachgewiesenem Befall und dringend erforderlichem Handeln im L1-/ L2-Larvenstadium angewandt werden. Ob da wohl die Gewerbeaufsicht einschreitet?

Rekordverdächtige Rotmilane: Ergebnisse der winterlichen Schlafplatzzählung 2021
Am ersten Januarwochenende wurden auch in diesem Jahr wieder europaweit Rotmilane in ihren Überwinterungsgebieten erfasst. Auch in Deutschland haben ehrenamtliche Kartierer*innen bekannte Schlafgebiete abgesucht und die Sammelplätze der Milane in den Abendstunden gezählt. Dabei wurden zahlreiche neue und bislang unbekannte Schlafplätze entdeckt und gleich mehrere Rekorde aufgestellt.
Mehr beim DDA

Rätsel um Grauwal vor Italien
Vor Italiens Küste schwimmt ein junger Grauwal - dabei leben die Tiere eigentlich im Pazifik. Hat die Erderwärmung einen Weg über Arktis und Atlantik geöffnet?
Spektrum.de

Stammtisch der Geparden
Geparden nutzen Hotspots, um Informationen auszutauschen. Wenn Farmer wissen, wo diese liegen, könnten sie Konflikte mit den Raubkatzen vermeiden.
Spektrum.de

Schlange überquert die Alpen
Ein Forschungsteam von den Senckenberg Naturhistorischen Sammlungen in Dresden und der Zoologischen Staatssammlung München hat das Auftreten der Italienischen Barrenringelnatter in Bayern untersucht. Anhand von über 1000 Proben zeigen sie, dass die erst kürzlich in Deutschland entdeckte Schlange sich nach der Eiszeit nach Norden ausgebreitet hat. Dabei haben die Nattern die – eigentlich als natürliche Barriere bekannten – Alpen erfolgreich überquert. Aufgehalten wurden sie erst, als sie in Südbayern auf die verwandte Ringelnatter stießen.
https://idw-online.de/de/news767167

Britische und irische Gärten – ein Winterparadies für Mönchsgrasmücken
Neuste Forschungsergebnisse einer internationalen Kooperation zwischen dem British Trust for Ornithology (BTO), der Universität Oxford und dem Max-Planck-Institut für Evolutionsbiologie, die in der Zeitschrift Global Change Biology veröffentlicht wurden, liefern weitere Hinweise dafür, wie wir die Natur durch kleine Veränderungen in unseren Gärten mitgestalten. Immer milder werdende Winter und ein reichhaltiges Angebot an Vogelfutter lassen Mönchsgrasmücken neue Zugrouten etablieren und führen möglicherweise auch zu Änderungen im Körperbau.
https://idw-online.de/de/news766712

Zeit für Schmetterlinge
In der großen Welt der Insekten sind Schmetterlinge wohl die beliebtesten Vertreter. Ihre Flugzeit hat nun begonnen, so dass sich das bunte Treiben der Tagfalter gut beobachten lässt. Je nach Corona-Situation können Sie Interessierte dazu einladen selbst auf Beobachtungstour zu gehen, oder aber geführte Exkursionen organisieren.
Mehr beim BUND

Hoher Preis macht Kohlendioxid-Entnahmen überflüssig
Kohlendioxid sollte man richtig - und das heißt - möglichst bald hoch bepreisen. Dann braucht es keine Kompensationsmechanismen, die das Gas aus der Atmosphäre ziehen.
Spektrum.de

"Naturschutz-App" in der Entwicklung: Naturschutzmaßnahmen in der Landwirtschaft digital vereinfachen
Wie lassen sich Naturschutzmaßnahmen wirksam und praktikabel in die landwirtschaftliche Praxis integrieren? In einem vom Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e. V. koordinierten Projekt wird gemeinsam mit weiteren Partnern eine App entwickelt, die Betriebe bei der Umsetzung ihrer Naturschutzmaßnahmen unterstützt und zugleich den Bürokratieaufwand für Landwirtinnen und Landwirte sowie Behörden verringert. In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Bauernverband (DBV), dem Thünen-Institut und der Hochschule Harz wird ein Prototyp der "NatApp" gerade von Landwirtschaft und Verwaltung in der Praxis getestet.
https://idw-online.de/de/news767377

US pledges to slash climate emissions
The United States has pledged to halve greenhouse-gas emissions by 2030, compared with 2005 levels, and aim for net-zero emissions by 2050. US President Joe Biden announced the commitment as he opened a virtual climate summit that is being attended by 40 world leaders. The target is roughly in line with recent commitments by the European Union and others. "There’s a long way to go, but I’m more optimistic than I was a few months ago," says climate analyst Bill Hare.
nature.com

29.04.2021

Neues vom Weißstorch in Weildorf?
Zwischenzeitlich ist er ja schon wieder weg, doch die kurzzeitige Anwesenheit eines Storchs in Weildorf hat den Weildorfern Hoffnung gemacht.
Schwarzwälder Bote

AG Schmetterlinge: Neuer Artnachweis für den Zollernalbkreis
Am einzigen warmen Abend hatten Mitarbeiter der AG Schmetterlinge neulich im Rammert bei Rangendingen den Leuchtturm aufgebaut, um Nachtfalter zu kartieren. Bei dieser Gelegenheit ist ein weiterer Neu-Nachweis für den Zollernalbkreis gelungen: Gleich 5 Falter vom Flechten-Graueulchen (Nola cicatricalis) kamen zum Licht geflogen. Es ist eine Art, die auf der Roten Liste unter Kategorie 1 (= vom Aussterben bedroht) geführt wird und von der es in ganz Baden-Württemberg nur wenige aktuelle Nachweise gibt.
http://www.naturschutzbuero-zollernalb.de/falter/n7_nolidae.htm#10430

Studien zu Graumullen: Stressfreies Leben als Queen und King
Warum sich mit eigenem Nachwuchs stressen, wenn man bequem bei Mama und Papa bleiben kann – so könnte es bei Graumullen sein. Ist es aber nicht: Tatsächlich werden die reproduktiven Tiere einer Familie – Queen und King genannt – wesentlich älter als ihre nicht-reproduktiven Nachkommen, die ihr Leben mit den Eltern verbringen. Ein Zoologen-Team der Universität Duisburg-Essen (UDE) hat nun einige mögliche Mechanismen aufgedeckt, die diesem Phänomen vermutlich zugrunde liegen.
https://idw-online.de/de/news766941

Invasive Arten: Waschbären und Marderhunde könnten sich in Europa noch stärker ausbreiten
Der aus Asien stammende Marderhund und der nordamerikanische Waschbär werden sich in Zukunft in Europa vermutlich noch weiter ausbreiten. Zu diesem Schluss kommen Wissenschaftler*innen des Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrums und der Goethe-Universität in einer soeben im Fachjournal ‚Mammal Review‘ veröffentlichten Studie. Das Team ermittelte Gebiete in Europa, in denen ein ähnliches Klima wie in den Heimatregionen der Tiere herrscht und die deshalb von ihnen noch besiedelt werden könnten. Der Marderhund wird als potentieller Reservoirwirt von Coronaviren (u.a. SARS-CoV-2) angenommen; zudem gelten er und der Waschbär in der Europäischen Union als invasive Arten.
https://idw-online.de/de/news766828

Alpine Pflanzen verlieren zunehmend weißen "Schutzmantel"
Die Schneedecke in den Alpen ist seit den 1960er-Jahren jedes Jahrzehnt fast drei Tage früher geschmolzen. Dieser Trend ist temperaturbedingt und kann nicht durch stärkeren Schneefall kompensiert werden. Bis Ende Jahrhundert könnte die Schneedecke auf 2500 Meter sogar einen Monat früher weg sein als heute, wie Simulationen von Umweltwissenschaftlerinnen der Universität Basel zeigen.
https://idw-online.de/de/news766913

Ist das Unkraut oder kann das weg?
Blühende Wildpflanzen sind bei zahlreichen Insekten als Nahrungsquelle beliebt. Wer beim Anblick wild gewachsener Pflanzen nicht direkt zum Unkrautstecher greift, leistet daher einen wichtigen Beitrag zur Artenvielfalt.
Mehr beim NABU BW

LNV-Vorsitzender Dr. Gerhard Bronner im Amt bestätigt
Die Delegierten der LNV-Mitgliedsverbände bestätigten am 10. April 2021 einstimmig Dr. Gerhard Bronner als Vorsitzenden des Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg (LNV). Als stellvertretende Vorsitzende wurden Thomas Dietz und Tilman Preuss erneut gewählt. Bestätigt wurde auch die LNV-Schatzmeisterin Regina Schmidt-Kühner und die drei Beisitzer Stefan Frey, der Präsident des Schwäbischen Albvereins Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß und Reinhart Sosat. Als neue LNV-Mitglieder wurden die Vereine "Naturnahe Weidelandschaften e. V." und "Auerhuhn im Schwarzwald e. V." aufgenommen. Der Dachverband LNV vertritt damit 36 Natur- und Umweltschutzvereine in Baden-Württemberg mit insgesamt rund 540.000 Mitgliedern.
Mehr beim LNV

Natur-Objekte des Jahres 2021
Wieder stellt der LNV eine Liste der Natur-Objekte des Jahres 2021 zusammen. Hiermit soll auf wertvoll und bedrohte Arten aufmerksam gemacht werden, oder auch auf umstrittene Arten. Es werden auch Böden, Landschaften, Alleen und vieles andere ausgezeichnet.
Mehr beim LNV

Schaufenster Bioökonomie: Industriepflanzen machen unproduktives Ackerland rentabel
Europäisches Projekt mit Beteiligung der Uni Hohenheim erforscht, wie unrentable Äcker mit nachwachsenden Rohstoffen nachhaltig und wertschöpfend genutzt werden können.
https://idw-online.de/de/news766222

Nur ein Bruchteil der Landoberfläche ist ökologisch intakt
Die Artenvielfalt ist in den letzten 500 Jahren stark geschrumpft. Nur wenige Gebiete auf der Erde sind heute noch intakt. Die Anzahl ließe sich aber erhöhen.
Spektrum.de

Bedeutung der biologischen Vielfalt für die Landwirtschaft wird unterschiedlich wahrgenommen
Länderübergreifende Umfrage zeigt: Akteure aus Wissenschaft und Praxis haben stark abweichende Einschätzungen zur Biodiversität und bevorzugen unterschiedliche Informationsquellen
https://idw-online.de/de/news766184

Japan to release Fukushima water
The Japanese government has announced the controversial decision to release more than one million tonnes of water from the Fukushima Daiichi nuclear power plant into the Pacific Ocean, after filtering it to remove radioactive contaminants. The government argues that the water release is necessary to press ahead with decommissioning the plant, where three reactors melted down after the 2011 Tōhoku earthquake and tsunami, and says that similarly filtered water is routinely released from nuclear plants around the world. But neighbouring countries oppose the move and have raised safety concerns.
SkyNews

Ant portraits put a spotlight on tiny marvels
A new collection of photographs illustrates the striking diversity of ants — from the inquisitive gaze of West Africa’s Dorylus mayri to the spiky armour of the Daceton armigerum in South America. We share our world with at least 15,000 species of ants. Whole ecosystems are built around these insects, and many species, from plants to beetles to birds, are “ant obligates” whose survival depends entirely on their relationships with ant colonies. The portraits by photographer Eduard Florin Niga take an intimate look at the often overlooked complexity of these tiny marvels. "To answer the question posed by an ant’s form is to begin to untangle the intricate relationships that scaffold our world," writes entomologist Eleanor Spicer Rice.
The New York Times

22.04.2021

Neues auf den Schmetterlingsseiten
Friedemann Treuz ist derzeit äußerst aktiv: Er "schraubt" seine Fotos zusammen und stellt sie dann auch gleich für die weitere Verarbeitung zur Verfügung. So konnten jetzt zwei neue Zuchtberichte fertiggestellt werden:
Die Hellbraune Staubeule (Hoplodrina ambigua) und
der Große Gabelschwanz (Cerura vinula)
sind nun in sämtlichen Entwicklungsschritten vom Ei zum fertigen Falter zu bestaunen.

Handys für Hummel, Biene und Co.
Bis 2019 wurde für das NABU-Projekt "Alte Handys für die Havel" gesammelt. Seither fließt das Geld in den NABU-Insektenschutzfonds.
Mehr beim NABU
Übers Naturschutzbüro sammeln wir seit 2007 und seither konnten wir schon knapp 3.000 Altgeräte für die Projekte zur Verfügung stellen.
Mehr auf unserer Seite

Kultureller Fortschritt bei Kohlmeisen
Forschende der Universität Konstanz und des Max-Planck-Instituts für Verhaltensbiologie haben herausgefunden, dass Vogelpopulationen offenbar durch Zuwanderung in der Lage sind, sich kulturell anzupassen und dadurch effizienter zu werden.
https://idw-online.de/de/news766348

Geiersterben erreicht Europa
Das Medikament Diclofenac tötete Millionen Geier in Südasien. Jetzt wurde der erste Fall in Europa bekannt. Trotz Warnungen hat die EU die Arznei frei gegeben.
Spektrum.de

Das Trommeln des Königs
Etwa einmal am Tag richten sich Gorillas auf und schlagen sich auf die Brust. Biologen haben nun herausgefunden, was sie damit anderen Affen verraten.
Spektrum.de

Bedrohte Lemuren: "Unser Verhalten entscheidet, welche Arten überleben werden – und welche nicht
Ein madagassisch-deutsches Forschungsteam untersucht Lemuren in den Regenwäldern Madagaskars. Das Fingertier oder Aye-aye gilt als Unheilsbringer. Der Biologe Dr. Torsten Richter von der Universität Hildesheim und der Hildesheimer Doktorand Dominik Schüßler zeigen in einer Untersuchung am Beispiel des Aye-aye hingegen, wie Bildungsarbeit dazubeitragen kann, bedrohte Tierarten zu schützen. Das Überleben vieler Tierarten – gerade auch solcher, die als problematisch wahrgenommen werden – hängt ab vom Umgang und von der Akzeptanz der Menschen, die mit den Tieren zusammenleben. Biologen der Universität Hildesheim erforschen Lebensräume, die sich bedrohte Tierarten und Menschen teilen.
https://idw-online.de/de/news766532

Ein weiteres neues Chamäleon aus der Bale-Region in Äthiopien
Einmal mehr wird die Bedeutung des Bale-Gebirges in Äthiopien als einzigartiger Hotspot der Artenvielfalt aufgezeigt: Eine neue Chamäleon-Art, die an den Nordhängen dieses bemerkenswerten afromontanen Plateaus zu finden ist, wurde von den Zoologen Thore Koppetsch, Benjamin Wipfler, Zoologisches Forschungsmuseum Alexander Koenig – Leibniz-Institut für Biodiversität der Tiere in Bonn, sowie dem tschechischen Chamäleon-Experten Petr Nečas entdeckt.
https://idw-online.de/de/news766418

Pollenwespe produziert Seide, um ihre Nester in Wüstengebieten zu verfestigen
Eine neue Forschungsarbeit von Wissenschaftlerinnen des NHM Wien in Kooperation mit dem Naturkundemuseum Stuttgart über die Pollenwespen-Gattung Quartinia beschreibt die Fähigkeit der Weibchen, ihre Nester durch den Einsatz von selbst produzierter Seide als Bindemittel im Sand zu bauen und so in Wüstengebieten zu überleben. Die Quartinia-Arten kommen vor allem rund um das Mittelmeer und im südlichen Afrika vor und verbinden beim Nestbau Sandkörner und Seidenfäden miteinander. So stabilisieren sie ihre Nester und können sogar in losem Sand nisten.
https://idw-online.de/de/news766416

Wintereinbruch im Garten
Der Winter ist gerade zurück im Land: mit Wind, Schneeflocken und Nachtfrost. Doch keine Sorge, die heimische Vogelwelt kommt mit Wetterkapriolen meist gut zurecht. Vögel sind flexibel und mobil und weichen in schneefreie Bereiche aus.
Mehr beim NABU BW

Beleuchtung außerörtlicher Radwege
Der erfreulicherweise zunehmende Fahrradverkehr lässt den Ruf nach Beleuchtung auch außerorts lauter werden. Beleuchtung hat jedoch schädliche Effekte auf nachtaktive Tierarten wie Insekten und Fledermäuse. Außerorts soll deshalb so wenig zusätzliche Beleuchtung wie möglich installiert werden. Schutzgebiete und ihre Umgebung sind grundsätzlich auszunehmen. Ganz besondere Rücksicht ist auf Gewässer zu nehmen und auf Flugstraßen von Fledermäusen. Deshalb muss bei der Planung immer Naturschutz-Sachverstand einbezogen werden.
Mehr beim LNV

Weidebasierte Milchproduktion kann hohe Milchleistung mit sehr niedrigen Methanemissionen verbinden
Ist die Milch von weidenden Kühen besser für das Klima als Milch von Kühen in Stallhaltung? Dieser Frage haben sich Forschende der Agrar- und Ernährungswissenschaftlichen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) gewidmet. Die Resultate der Forschungsarbeit haben sie in der internationalen Fachzeitschrift Agriculture publiziert.
https://idw-online.de/de/news766175

Biodiversität kann sich positiv auf mentale Gesundheit auswirken
In Regionen mit einer höheren Vielfalt an Pflanzen- und Vogelarten geht es den Menschen, die dort leben, besser. So lassen sich die Ergebnisse einer Studie unter Leitung des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv), des Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrums (SBiK-F) und der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel zusammenfassen, die im Fachmagazin Landscape and Urban Planning veröffentlicht wurde. Den Forschenden zufolge profitiert insbesondere die mentale Gesundheit von einem größeren Artenreichtum, ein direkter Einfluss auf die physische Gesundheit lässt sich hingegen nicht nachweisen.
https://idw-online.de/de/news766102

Keine Kreditgarantien für Bauxitminen in Guinea
Bettina Behrend von Rettet den Regenwald e.V. schreibt: Aluminium hat für viele ein glänzendes Image. Leider stimmt das nicht für die Umwelt und nicht für die Menschen in Guinea. Dort wird jetzt die Sangaredi-Mine erweitert. Sie beraubt mehr als 500 Menschen ihrer Lebensgrundlagen, deren reich verzierte Häuser einst inmitten großer Bäume standen. Doch für den Tagebau wurden die Einwohner zwangsweise umgesiedelt und ihre Äcker vernichtet. Ihnen droht die Verelendung.
Deutschland trägt mit einer Kreditgarantie von 293 Millionen US-Dollar für die Erweiterung der Bauxitmine trägt die Bundesregierung zu Landraub, Umweltzerstörung und Menschenrechtsverletzungen bei.
Weitere Infos und eine Petition

Biodiversität, Klimawandel und Gesundheitsdaten: Wissenschaftsakademien legen drei Stellungnahmen für G7-Gipfel vor
Wie lässt sich der Verlust der Artenvielfalt umkehren, wodurch sinkt der Nettoausstoß von Treibhausgasen auf Null und wie können Gesundheitsdaten im Krisenfall datenschutzkonform international ausgetauscht und genutzt werden? Zu diesen Fragen haben die Wissenschaftsakademien der G7-Staaten heute drei Stellungnahmen veröffentlicht. Die Akademien rufen die Regierungen dazu auf, sich beim diesjährigen G7-Gipfel im Juni in Cornwall/Vereinigtes Königreich mit diesen Themenbereichen zu befassen und zeigen dazu Handlungsoptionen auf. Die Stellungnahmen wurden unter Federführung der britischen Royal Society und unter Beteiligung der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina erarbeitet.
https://idw-online.de/de/news766033

Höhere ausgebrachte Toxizität gefährdet Pflanzen und Insekten
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Koblenz-Landau haben nachgewiesen, dass die in der Landwirtschaft ausgebrachte Giftigkeit von Pestizide für Pflanzen und Insekten erheblich zugenommen hat. In einem Artikel, der in der aktuellen Ausgabe der amerikanischen Fachzeitschrift Science erscheint, zeigen die Autoren außerdem, dass dieser Anstieg auch bei genetisch veränderten Nutzpflanzen zutrifft, die eigentlich die Pestizidbelastung für die Umwelt reduzieren sollten.
https://idw-online.de/de/news766253

15.04.2021

Neue eierlegende Säugetierart in Australien entdeckt
Man geht davon aus, dass die weltweite Biodiversität zu großen Teilen noch unerforscht ist. Dass Forscher*innen neue Säugetiere entdecken, kommt jedoch selten vor. Ein Wissenschaftsteam des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) hat nun jedoch eine neue Säugetierart in Australien entdeckt. Die Entdecker*innen gaben ihm den wissenschaftlichen Namen Ovolepus paschii.
https://idw-online.de/de/news765972
Anmerkung: Auf idw-online.de wurde diese Meldung zwar schon am 31.04. veröffentlicht, doch z.B. techbriefly.com brachte die Meldung pünktlich zum 01.04. - siehe
https://techbriefly.com/forum/topic/australia-new-egg-laying-mammal-discovered/

Kaninchen, die Handstände machen
Die Sauteur-d'Alfort-Kaninchen laufen im Handstand, statt zu hoppeln. Nun ist bekannt, warum. Damit verraten die akrobatischen Tiere so einiges über die Bewegung von Säugetieren.
Spektrum.de

Grizzlybären laufen ungern bergauf
Und doch fühlen sich die Petze auf gut passierbaren Wanderwegen wohler als an steilen Hängen. Warum, ist nun bekannt.
Spektrum.de

Effektive Beutejagd in der Tiefsee
Ein internationales Forscherteam hat untersucht, warum Delfine und Wale rekordverdächtige Tauchgänge in mehrere Kilometer Tiefe durchführen. Erstmals konnten sie das Jagdverhalten mit der vorhandenen Beute in den Jagdgebieten in Verbindung bringen. Die Studie von Wissenschaftler*innen aus den Niederlanden und Deutschland unter Beteiligung des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel ist jetzt in der Fachzeitschrift Science Advances erschienen.
https://idw-online.de/de/news766126

Wildbestäuber nehmen rund um Bienenkästen ab
Konkurrenz zwischen Honigbienen und den übrigen auf Pollen und Nektar angewiesenen Wirbellosengruppen ist seit langem Thema im Naturschutz! Allerdings war die Datengrundlage dazu bisher eher schwach. Neue Studien aus den Niederlanden sorgen hier für Abhilfe, und es gibt konkrete Empfehlungen für die Nutzung von Heide-Gebieten durch Imkerei.
http://www.ag-rh-w-lepidopterologen.de

Zu heiß für Sechsbeiner
Selbst in offensichtlich unberührten Tropenwäldern scheint es einen schleichenden Verlust an Insekten zu geben. Steckt der Klimawandel dahinter?
Spektrum.de

Verbände: Aufnahme von Streuobst als Kulturerbe muss Startsignal sein
Die Umwelt- und Naturschutzverbände NABU, BUND und LNV in Baden-Württemberg freuen sich mit dem Verein Hochstamm Deutschland über die Anerkennung des Streuobstanbaus als Immaterielles Kulturerbe. "Die Würdigung kommt zur richtigen Zeit. Sie ist ein toller Erfolg für alle 1,3 Millionen Unterstützerinnen und Unterstützer des Antrags und eine Steilvorlage für die künftige Landesregierung, dem Streuobstanbau noch deutlich mehr Engagement zu widmen", sind sich die drei Verbände einig.
Mehr beim LNV

Lebensräume wiederherstellen - jetzt!
Wer etwas durcheinander bringt, räumt es wieder auf – so lautet die Regel zuhause. Leider ist es bei der Beschädigung und Zerstörung von natürlichen Lebensräumen bislang nicht so. In ganz Europa gibt es trockengelegte Moore, kanalisierte Bäche und verbaute Flüsse. Das muss sich ändern: mit einem EU-weiten Gesetz, das die Renaturierung von Lebensräumen verbindlich regelt. Bis zum 5. April können Sie genau das einfordern bei der Bürger*innenbefragung der EU-Kommission.
Jetzt Renaturierungsgesetz fordern!

Die Vogelwahl wurde beendet: Das Rotkehlchen ist Vogel des Jahres 2021
Das Rotkehlchen ist der erste öffentlich gewählte Vogel des Jahres. Es hat mit 59.267 Stimmen vor Rauchschwalbe und Kiebitz das Rennen um den Titel gemacht. Insgesamt über 455.000 Menschen beteiligten sich an der Wahl. Das Rotkehlchen trägt nun zum zweiten Mal den Titel.
Mehr beim NABU

Fraunhofer Hydrogen Lab Görlitz Wegbereiter für die Wasserstoffwirtschaft
Die Entwicklung zukunftsfähiger und nachhaltiger Wasserstofftechnologien ist entscheidend für das Gelingen der Energiewende. Denn mit Wasserstoff werden Mobilität, Industrie oder Wärmeerzeugung CO2-neutral – und er ermöglicht die Verbindung der Energiekreisläufe dieser Sektoren. Das Fraunhofer Hydrogen Lab auf dem Innovationscampus Görlitz (HLG) stellt dafür künftig eine einzigartige Forschungsinfrastruktur bereit und bündelt die Kompetenzen des Fraunhofer-Instituts für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU und des Fraunhofer-Instituts für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen IMWS. Heute hat das HLG auf virtuellem Weg den Förderbescheid erhalten.
https://idw-online.de/de/news766271

Retten Sie das größte Naturschutzgebiet der Welt!
Ina-Maria Shikongo und die Deutsche Umwelthilfe schreiben: Aus reiner Profitgier gefährdet die kanadische Firma ReconAfrica mit seinen Ölbohrungen das größte grenzüberschreitende Naturschutzgebiet der Erde, zu dem auch das einzigartige Okavango-Delta gehört. Die Bohrpläne drohen nicht nur das sensible Ökosystem eines der größten und tierreichsten Feuchtgebiete Afrikas zu zerstören, sondern würden sich auch unmittelbar auf das Leben der dort lebenden San auswirken. Wir müssen JETZT schnell handeln und diesen Irrsinn sofort stoppen, um das größte Naturschutzgebiet der Erde und Heimat der San zu schützen!
Petition bei change.org

Bitcoins als Gefahr für den Klimaschutz
Hält der Run auf Kryptowährungen an, verschlingen sie bald so viel Strom wie mittelgroße EU-Staaten. Chinesische Forscher schlagen nun Gegenmaßnahmen vor.
Spektrum.de

Wie viel Gift darf's denn sein?
Experten sind sich einig: Der Insektenschutz braucht den großen Wurf. Doch die Bundesregierung macht lieber Trippelschritte. Was vom Insektenschutzgesetz zu erwarten ist.
Spektrum.de

See our ocean’s tiniest deep-sea creatures
A collaboration between underwater photographers and marine biologists is revealing the secret lives of our oceans’ tiniest animals. Every night, larval fish travel from the deep sea’s inky void towards the surface, where photographers snap stunning images of the delicate creatures. Normally, marine biologists see these animals only after they’ve been funneled through collection devices that often squash their fragile bodies into goo. Some scientists say the images, paired with DNA from collected larvae, have the potential to revolutionize the study of larval fishes’ behavior and anatomy. "The photographs can open up an entirely new research area to understand why they have these features and what they use them for," says marine biologist Luiz Rocha.
The New York Times

08.04.2021

Naturschutzverbände lenken im Streit um Harter Baugebiet ein
Auf ausdrückliche Bitte des NABU Haigerloch-Rangendingen haben die Naturschutzverbände im Zollernalbkreis nun ihre konsequente Ablehnung des Baugebiets "Hinter den Gärten II" in Haigerloch-Hart aufgegeben und signalisiert, dass sie unter gewissen Bedingungen bereit seien, die Planung am Ende mit zu tragen.
Weitere Infos (Download der aktuellen Stellungnahme als PDF ganz unten)

Solaroffensive statt Schneckentempo!
Machen Sie jetzt mit und fordern Sie Herrn Kretschmann und die Vorsitzenden der möglichen Koalitionspartner Thomas Strobl (CDU), Andreas Stoch (SPD) und Michael Theurer (FDP) auf, ein starkes Maßnahmenpaket für die Solarenergie im Koalitionsvertrag zu verankern! (Grafik: Umweltinstitut München e.V.)
Mehr beim BUND

Monitoring häufiger Brutvögel startet in die neue Saison
Heckenbraunellen, Meisen und Zaunkönige trällern; in dem einen oder anderen Busch hat sogar schon eine Goldammer vorsichtig ihr Lied angestimmt - die neue Kartiersaison steht vor der Tür!
Seit 1989 werden die Bestandsentwicklungen aller häufigen Brutvogelarten mithilfe standardisierter Methoden überwacht und seit 2004 finden die Erfassungen auf bundesweit repräsentativen, 1x1 km-großen Probeflächen statt, auf denen zwischen März und Juni vier Begehungen entlang einer ca. drei km langen Route durchgeführt werden.
Mehr beim DDA

Digitalunterricht: Escape Game für Bio zu Hause
Lehramtsstudierende verbringen normalerweise ein Semester an einer Schule, üben dort zu unterrichten und lernen den Berufsalltag kennen. Im Corona-Jahr war damit plötzlich Schluss. Kimberly Althoff, Studentin der Biologie der Ruhr-Universität Bochum, hat sich trotzdem nicht aufhalten lassen: Sie entwickelte zusammen mit ihrer Dozentin Dr. Nina Minkley ein Escape Game für Biologie in der Oberstufe, das unterhaltsam Wissen über Enzyme und ihre Funktionen vermittelt. Schülerinnen und Schüler können das Rätselspiel zu Hause lösen, sodass Lehrende es im Distanzunterricht oder begleitend zum Präsenzunterricht nutzen können. Das Spiel ist online frei verfügbar.
https://idw-online.de/de/news765709

Naturtagebuch: Mit Manfred Mistkäfer die Natur entdecken
Welche Lieblingsspeise haben eigentlich Schnecken? Wachsen Blätter an Ästen immer an der gleichen Stelle wieder nach? Gute Fragen! Und wie sich jeder denken kann, bedarf es ganz schön viel geduldiger Forscherarbeit, um darauf eine Antwort zu finden.
Mehr bei der BUNDjugend

Fitte Zugvögel: Gezielter Schutz der Brustmuskulatur
Einem Schutzmechanismus von Zugvögeln ist nun ein europäisches Forschungsteam unter Leitung der Vetmeduni Vienna (Konrad-Lorenz-Institut für Vergleichende Verhaltensforschung) auf die Spur gekommen. Demnach sind Wachteln in der Lage, ihre Brustmuskeln bei ihren Wanderungsflügen gezielt vor oxidativem Stress zu schützen. Die ForscherInnen gehen davon aus, dass dieser Mechanismus ein wesentlicher Grund dafür ist, dass die Zugvögel ihre weiten Flüge überhaupt erfolgreich bewältigen können.
https://idw-online.de/de/news765884

Brachvögel sind immer pünktlich
Ein Team vom Forschungs- und Technologiezentrum Westküste (FTZ) der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) hat in einer neuen Studie mit Hightechgeräten die Zugwege und das Zugverhalten von Brachvögeln aus dem deutschen Wattenmeer entschlüsselt. Ihre Erkenntnisse: Hin- und Rückflug finden jedes Jahr zur gleichen Zeit statt. Ist das Wetter schlecht und der Rückenwind fehlt, fliegen die Vögel einfach in größere Höhen und nutzen dort den Jetstream.
https://idw-online.de/de/news765584

Adler sterben durch bakterielles Nervengift
Seit über 25 Jahren sterben Vögel an amerikanischen Seen. Dahinter stecken Bakterien, die ein Nervengift produzieren. Das Baumaterial dazu liefert ihnen wohl der Mensch.
Spektrum.de

Zirpende Vielfalt
Frankfurt, 30.03.2021. Heute erscheint das Bestimmungsbuch "A Field Guide to Bushcrickets, Wetas and Raspy Crickets of Tanzania and Kenya". Autorin und Senckenberg-Wissenschaftlerin Dr. Claudia Hemp behandelt in dem neuen Senckenberg-Buch 270 Heuschreckenarten aus Tansania und Kenia. Über 1100 Fotografien, 45 Bestimmungsschlüssel, über 60 Verbreitungskarten und eine DVD mit Gesängen geben einen beeindruckenden Überblick in die enorme Vielfalt dieser interessanten Insektengruppe in Ostafrika.
https://idw-online.de/de/news765950

Veränderungen in der Vogelwelt genauer und früher erkennen
Die Artenvielfalt nimmt dramatisch ab – besonders in der Agrarlandschaft. Um stark zurückgehende Arten frühzeitig zu identifizieren und Schutzmaßnahmen entwickeln zu können, sind verlässliche Daten zur Häufigkeit von Tier- und Pflanzenarten von entscheidender Bedeutung. Am Beispiel der Vogelwelt haben Forscherinnen und Forscher nun überprüft, inwieweit Erhebungsdaten von Hobby-Vogelkundlern Ergebnisse aus Monitoring-Programmen sinnvoll ergänzen können.
Im Rahmen des vom DDA koordinierten Brutvogel-Monitorings wird seit 1990 alljährlich die Häufigkeit der Vögel in Deutschland auf über 1700 Probeflächen von je einem Quadratkilometer Größe nach festen Regeln erfasst.
Mehr beim DDA

Wanderungen österreichischer Mönchsgrasmücken enträtselt
Die Mönchsgrasmücke (Sylvia atricapilla) ist in Europa – und auch in Österreich – eine der häufigsten Singvogelarten. In ihrem Verbreitungsgebiet zeigen die kleinen Vögel eine Vielzahl an unterschiedlichen Wanderungsstrategien. ExpertInnen der Österreichischen Vogelwarte untersuchten in Kooperation mit KollegInnen aus Deutschland diese Wanderungsstrategien mittels Geolokatoren, die am Körper der Vögel angebracht werden.
https://idw-online.de/de/news765347

Nagetiergifte in der Umwelt bedrohen Greifvogel-Bestände
Der vermehrte Einsatz von Chemikalien in vielen Bereichen unseres Lebens führte in den letzten Jahrzehnten zu einer Belastung von Wasser, Böden und (Wild-)tieren. Neben Pflanzenschutzmitteln sowie Human- und Veterinärarzneimitteln führten auch Nagetiergifte (Rodentizide) zu toxischen Effekten in Wildtieren.
https://idw-online.de/de/news765422

Verhängnisvolle Anziehungskraft
Wer abends in der Innenstadt in den Himmel sieht, kann nur noch die hellsten Sterne erkennen - zu hell sind Straßen- und Schaufensterbeleuchtung, die den Blick auf den Nachthimmel überstrahlen. Viel gravierender sind die Folgen dieser "Lichtverschmutzung" jedoch für nachtaktive Insekten. Angelockt vom Licht finden sie keine Partner mehr, legen keine Eier und können keine Pflanzen mehr bestäuben. "Lichtverschmutzung leistet vermutlich einen signifikanten Beitrag zum Insektensterben", sagt Dr. Gunnar Brehm von der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Der Biologe und sein Team haben gerade in der Fachzeitschrift "Insect Conservation and Diversity" eine neue Studie darüber veröffentlicht, in welch hohem Maße die Insekten durch Licht angelockt werden.
https://idw-online.de/de/news765122

Der NABU zeigt wie Renaturierung geht
Die Untere Havel ist eines der bedeutsamsten Feuchtgebiete Mitteleuropas. Auf 50 Flusskilometern renaturiert der NABU bis 2025 den verbauten Fluss und schafft so neue Naturparadiese. Das erfolgreiche Modell zeigt, wie überall in Europa angepackt werden muss.
Mehr beim NABU

Flächenfraß-Paragraph 13b BauGB kostet Steuerzahler 84 Millionen Euro
Weil durch den "Flächenfraß-Paragraf" 13b im Baugesetzbuch (BauGB) Kosten von den Bauherren auf die Gesellschaft abgewälzt wurden, muss der Steuerzahler alleine in Baden-Württemberg für rund 84 Millionen Euro aufkommen. Das rechnet der Landesnaturschutzverband (LNV) vor. Derzeit berät der Bundestag über die insbesondere von CDU und CSU angestrebte Neuaufnahme des §13b ins Baugesetzbuch.
Mehr beim LNV

"Wirtschaftsrat der CDU": mächtiges Lobbyforum und Klimaschutz-Bremser
Ein Klimabremser-Lobbyverband mitten im innersten Machtzirkel der CDU: Mit dem Wirtschaftsrat sitzt ein Lobbyverband für Unternehmen wie Daimler, Deutschen Bank und E.on im CDU-Parteivorstand und profitiert von exklusiven Zugängen zur einflussreichsten deutschen Regierungspartei. Mittendrin: Unser Albstädter MdB Thomas Bareiß ...
Mehr bei Lobbycontrol.de

Energiewende: Die Transformation
In Deutschland soll Strom einmal nur aus erneuerbarer Energie stammen. Vorher muss sich einiges im Strommarkt und den Netzen verändern.
Spektrum.de

Öko-Landbau und Bienengesundheit
Vielfältige Landschaften, Blühstreifen und ökologischer Landbau können sich positiv auf Bienen und andere Bestäuber in der Agrarlandschaft auswirken. Ein neues Forschungsprojekt der Universitäten Göttingen und Halle untersucht nun, welche Auswirkungen verschiedene Kombinationen dieser Maßnahmen auf die Diversität, Populationsentwicklung und Gesundheit von Bienen haben können.
https://idw-online.de/de/news766001

Weniger Ordnungswut, mehr Wildnis wagen
In Deutschland gibt es 15 Millionen Gärten. Eine riesige Fläche, die wir für die Natur nutzen können. Wir müssen nur toleranter für wilde Ecken werden, meint Daniel Lingenhöhl.
Spektrum.de

Wissenschaft für alle – kostenloser Online-Kurs zur Beobachtung wildlebender Säugetiere
Wer gern Tiere beobachtet, kann das europäische Forschungsprojekt MammalNet unterstützen. Ein Online-Kurs gibt Hilfestellungen.
https://idw-online.de/de/news764673

Bonobos adopt orphaned outsiders
Adoption is rare in the animal kingdom, but now researchers have witnessed bonobos taking care of orphaned infants from outside their own communities. Two females named Marie and Chio, who live in the Luo Scientific Reserve in the Democratic Republic of the Congo, took charge of infants who were unrelated to any female in their family group. Researchers sometimes attribute adoptions to females practicing maternal care or helping their kin and advancing their genes, but those ideas can’t explain these new observations. Seeing caretaking for unrelated infants “blew me away”, says ethologist Cat Hobaiter.
ScienceNews.org

Glow-in-the-dark sharks
Scientists have found three species of sharks living in the deep waters off the east coast of New Zealand that glow in the dark. Many marine animals can produce light through a process known as bioluminesce, but this is the first time that the phenomenon has been observed in the kitefin shark ( Dalatias licha), the blackbelly lanternshark ( Etmopterus lucifer) and the southern lanternshark ( Etmopterus granulosus). At a length of up to 180 centimetres, the kitefin the biggest luminous vertebrate known. The glowing underbellies could camouflage the sharks from predators from below, disguise them when approaching prey or help to illuminate the dark ocean floor.
The Guardian

01.04.2021

Warum Büffel für Vögel wichtig sind
Ein Buch über Vögel, das auch von Wasserbüffeln handelt? Dieter Haas entfaltet in der erweiterten Auflage seines ornithologischen Bodenseeführers Perspektiven, die über die Vogelkunde weit hinausgehen.
Schwarzwälder Bote

Bedrohter Singvogel verliert seine Lieder
In manchen Gebieten treffen Warzenhonigfresser so selten auf Artgenossen, dass sie ihre Lieder nicht mehr lernen können. Das könnte die Population noch weiter schrumpfen lassen.
Spektrum.de

Bei Hochwasser ziehen Jaguare in die Baumkronen um
Jaguare sind hervorragende Schwimmer. Dennoch bevorzugen sie in Teilen Amazoniens ein Leben im Trockenen. Und bleiben dann monatelang dem Boden fern.
Spektrum.de

Seeotter verschmähen Zombie-Seeigel
Seeotter fressen vermehrt Seeigel, seit diese sich zur Plage entwickelt haben. Trotzdem bleiben die Stachelhäuter ein Problem, denn die Otter sind wählerisch.
Spektrum.de

Hilfe für bedrohte Weihnachtsinsel-Echsen
Die bizarre Tierwelt der isolierten Weihnachtsinsel ist von vielen Seiten bedroht. Zwei von einem Bakterium attackierte Echsenarten könnten nun aber noch einmal davonkommen.
Spektrum.de

Wie Schlupfwespen Wirte für ihre Larven finden
Die Weibchen von Schlupfwespen erkennen den Geruch der Schmetterlingsraupen, in denen sie ihre Eier ablegen; überdies aber können sie lernen, chemische Stoffe als Wegweiser zu ihrem Opfer zu nutzen, welche die Planzen als Reaktion auf Raupenbefall abgeben.
Spektrum.de

Exotische Ameisen bedrohen die Artenvielfalt
Eingeschleppte Arten bedrohen viele Ökosysteme, und der Handel mit exotischen Haustieren verschlimmert das Problem. Ein unterschätztes Problem dabei: Ameisen.
Spektrum.de

Der Bartgeier soll heimkehren
Als Lämmergeier verleumdet wurde der Bartgeier in den Alpen ausgerottet. In den bayerischen Alpen soll dieses Jahr ein Auswilderungsprojekt beginnen, um die Art zurückzubringen.
Spektrum.de

Schlimmste Sommer-Trockenperiode der letzten zwei Jahrtausende
Ergebnisse von Baumringanalysen zeigen historisch außergewöhnliche Sommer-Trockenheit in den letzten Jahren – Ursache ist wahrscheinlich der vom Menschen verursachte Klimawandel
https://idw-online.de/de/news764964

25.03.2021

Leierschwänze täuschen ihre Partnerinnen, um Sex zu haben
Zeigt ein Leierschwanzweibchen bei der Balz kein Interesse, signalisiert das Männchen fälschlicherweise, dass Gefahr im Verzug ist. Der Trick klappt auch, wenn der Sex schon läuft.
Spektrum.de

Keas: Weniger Dominanz bringt den gewünschten Erfolg
Die vom Aussterben bedrohten neuseeländischen Keas sind eine große Papageienart und gelten als sehr intelligente Vögel – und sind deshalb für die Verhaltensforschung von großem Interesse. In einer soeben veröffentlichten Studie zeigte sich nun, dass Dominanz hinderlich für erfolgreiche Kooperationen ist. Sobald die höherrangigen Tiere dieses Verhalten aufgaben, stellte sich der Erfolg ein.
https://idw-online.de/de/news764970

Citizen-Science-Daten weisen Asiatischen Bambusbockkäfer in Europa nach
Der ursprünglich im gemäßigten und tropischen Südostasien beheimatete Asiatische Bambusbockkäfer kommt inzwischen auch in Europa in höherer Zahl vor. Die jüngsten Aufzeichnungen stammen von Bürgerwissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern.
https://idw-online.de/de/news764614

Fisch des Jahres: Thünen-Institut schaltet Herings-Dossier frei
Der Hering ist "Fisch des Jahres 2021". Aus diesem Anlass hat das Thünen-Institut viel Wissenswertes über den bekannten und wirtschaftlich bedeutenden Speisefisch in einem Online-Dossier zusammengestellt.
https://idw-online.de/de/news764593

Neues Buch mit Strahlkraft: Wie Deutschland in fünf Jahrzehnten Forschung das Solarzeitalter eingeläutet hat
> Umfassendes historisches und wissenschaftliches Kompendium zur Geschichte der Erforschung und Entwicklung der erneuerbaren Energien in Deutschland
> Autor Gerd Stadermann hat über 50 Gespräche mit Akteuren aus der Forschung und Entwicklung erneuerbarer Energien geführt, die gegen den Mainstream ihrer Zeit dem Solarzeitalter den Weg bereitet haben
> Nachschlagewerk für Institute, Journalisten, Politiker und Lobbyisten sowie Leseempfehlung für alle, die sich über die Zukunft der Energieversorgung auf der Erde Gedanken machen
https://idw-online.de/de/news764664

Klimawandel gefährdet den europäischen Wald
In den letzten Jahren haben die europäischen Wälder stark unter den extremen Klimabedingungen und deren Folgen gelitten. Weit mehr als die Hälfte der europäischen Walder ist potenziell durch Windwurf, Waldbrand, Insektenplage oder einer Kombination daraus gefährdet. Das ist das Ergebnis einer Studie eines Wissenschaftlerteams unter Beteiligung von Dr. Henrik Hartmann vom Max-Planck-Institut für Biogeochemie. Unter Verwendung von Satellitendaten und künstlicher Intelligenz untersuchten sie die Anfälligkeit gegenüber Störungen im Zeitraum zwischen 1979 und 2018.
https://idw-online.de/de/news763901

Petition: Kein Öl aus Afrikas Schatzkammer!
Bettina Behrend von Rettet den Regenwald e.V. schreibt: Namibias Natur und Tierwelt werden durch eine furchterregende Gier nach Erdöl bedroht. Die kanadische Firma ReconAfrica hat die Lizenz erhalten, im ökologisch sensiblen Kavango Becken nach Öl zu suchen. "Das Erdöl muss im Boden bleiben", fordert Ina Shikongo. Die Aktivistin von /Fridays for Future/ in Namibias Hauptstadt Windhoek kämpft gegen das Projekt, im Nordosten des Landes bisher nicht entdeckte Erdöl-Vorkommen auszubeuten. "Die Ölförderung wäre nicht nur eine Katastrophe für das Weltklima, das Wasser und die Tierwelt, sondern darüber hinaus für die örtliche Bevölkerung."
zur Petition

Why sea slugs cut off their own heads
Two species of sea slug, Elysia marginata and Elysia atroviridis, decapitate themselves — only to regrow a new body from the severed head. Researchers were astonished to observe slugs in captivity cutting off their own heads after their bodies became infected with parasites. Within 3 weeks, the heads regenerate a whole, parasite-free body, though the bodies never grow back new heads.
The New York Times

Why nuclear energy’s role is shrinking
Anniversaries of the Fukushima and Chernobyl disasters highlight the challenges of relying on nuclear power to cut net carbon emissions to zero. “Clearly, nuclear energy will be with us for some time,” argues a Nature editorial. “But it is not proving to be the solution it was once seen as for decarbonizing the world’s energy market.” Instead, the focus must be on renewable energies that are available to all nations and don’t involve national or international defence apparatus.
Nature.com

18.03.2021

Die Störche kommen zurück - Rückkehrer aus Spanien sind die Ersten
Jetzt kehren die ersten Weißstörche aus ihren Winterquartieren nach Baden-Württemberg zurück und bereiten ihre angestammte Wohnstatt für die Aufzucht der Jungen vor. Nachdem in Hechingen-Weilheim jetzt auch das Weibchen eingetroffen ist, warten die beiden neuen Nisthilfen in Hart und Weildorf bisher noch auf die erstmaligen Besiedlung.
Mehr beim NABU BW

NABU-Kreisverband veröffentlicht Jahresprogramm 2021
Welche Veranstaltungen tatsächlich stattfinden können, steht derzeit noch in den Sternen. Ungeachtet dessen haben die NABU-Gruppen im Zollernalbkreis wieder ein ansprechendes Programm vorgelegt, das nun auch als PDF zur Verfügung steht:
Programmheft 2021
Nur als PDF gibt's diesmal eine Zusammenstellung der Veranstaltungen, die sich besonders an Kinder bzw. an Familien richten:
Programm 2021 für Familien und Kinder

Jahresheft des NABU Haigerloch-Rangendingen
Auch der NABU Haigerloch-Rangendingen hat sein jährliches Mitglieder-Rundschreiben fertiggestellt und es ist ebenfalls als PDF zu haben:
Jahresheft 2021 NABU Haigerloch-Rangendingen

Oberdigisheim: Im Eimertaxi sicher über die Straße
Erdkröten, Grasfrösche, Lurche und Molche kehren im zeitigen Frühjahr zu ihrem "Geburtsort", dem Stausee, zurück. Dort wollen sie laichen. Ein gefährliches Unterfangen: Sie müssen dafür die K 7172 überqueren. Diese ist zwischen Oberdigisheim und Obernheim viel- und vor allem schnellbefahren. Einige Schilder weisen deshalb im Frühjahr auf die Krötenwanderung hin.
Schwarzwälder Bote

Laibetal Bad Imnau: Bäume geschnitten
Eine Radikalschnittkur erlebte jüngst das Gehölz im Bad Imnauer Laibetal. Das Forstamt Zollernalb, Außenstelle Hechingen und das Wasserwirtschaftsamt Reutlingen, entfernten bis zum Ende der Schnittperiode am 1. März vom Schneebruch beschädigte und umgeknickte Bäume, Hecken und Sträucher.
Schwarzwälder Bote

Schimpansenunterarten genetisch miteinander verknüpft
Ähnlich wie wir leben Schimpansen in verschiedenen Lebensräumen und haben eine große Verhaltensvielfalt. Im Gegensatz zum Menschen, dessen genetische Variation entlang eines Gradienten verläuft sind Schimpansen vier Unterarten zugeordnet, die durch geografische Barrieren wie Flüsse voneinander getrennt sind. Frühere Studien zur Populationsgeschichte der Schimpansen waren jedoch nur eingeschränkt aussagekräftig.
https://idw-online.de/de/news764330

Weibliche Schneeregenpfeifer sind keine Rabenmütter
Bei Schneeregenpfeifern haben die Weibchen die traditionellen Familienklischees überwunden. Sie verlassen oft die Familie, um mit einem neuen Partner ein Gelege zu beginnen. Die Männchen kümmern sich weiterhin um ihre Jungen, bis diese unabhängig sind. In einer Studie des Max-Planck-Instituts für Ornithologie fanden Forscher*innen nun heraus, dass das Verlassen des Nachwuchses häufig entweder unter schlechten Umweltbedingungen erfolgt oder wenn die Küken auch ohne das Weibchen eine gute Überlebenschance haben.
https://idw-online.de/de/news764496

Forschungsteam entdeckt neue Schlangenart
20 Zentimeter groß, auf der Insel Mayotte im Indischen Ozean beheimatet, die Verwandten 300 Kilometer entfernt: Ein internationales Team unter Leitung des Centrums für Naturkunde der Universität Hamburg hat nun erstmals die neue Schlangenart "Madatyphlops eudelini" beschrieben.
https://idw-online.de/de/news764462

25 neue Arten aus der Spinnen-Gattung Thunberga beschrieben
Senckenberg-Wissenschaftler Peter Jäger hat 25 neue Spinnenarten aus der Gattung Thunberga, benannt nach der schwedischen Klimaaktivistin Greta Thunberg, beschrieben. Drei der neu entdeckten Arten hat der Frankfurter Arachnologe Personen gewidmet, die ihn mit ihrem Engagement beeindrucken: Jyoti Kumari, Boyan Slat und Malala Yousafzai. Die im Fachjournal "Arachnology" publizierte Studie lässt Rückschlüsse auf die Verbreitung und das Liebesleben der Achtbeiner-Gattung zu.
https://idw-online.de/de/news764433

Landtagswahl 2021: Mehr Vielfalt im Land durch Landwirtschaft!
Agrarpolitische Forderungen der Landesverbände Landesjagdverband (LJV), BUND Baden-Württemberg, Landesnaturschutzverband (LNV), NABU Baden-Württemberg sowie Schwäbischer Albverein, Bodensee-Stiftung und Landesschafzuchtverband Baden-Württemberg zur Landtagswahl am 14. März 2021.
Mehr beim LNV

Mehr Wertschätzung für Weidetierhaltung
Angesichts der Bedeutung der extensiven Weidetierhaltung für den Arten- und Biotopschutz muss das arbeitsintensive Engagement von Weidetierhalterinnen und -haltern in vielen Schutzgebieten besser unterstützt und entlohnt werden.
Mehr beim NABU BW

Zum Start in die Gartensaison mehr blühende Vielfalt schaffen
Zum Tag des Artenschutzes am 3. März ruft der NABU Baden-Württemberg dazu auf, Gärten, Terrassen und Balkone zu Trittsteinen für die Artenvielfalt zu machen und beim Pflanzenkauf an Insekten und Vögel zu denken.
Mehr beim NABU BW

Harzer Gipskarst retten!
Am Rande des Harzes liegt das bedeutendste Gipskarstgebiet Europas. Aufgrund der Vielfalt an unterschiedlichen Lebensräumen ist sie ein wichtiges Refugium vieler bedrohter Pflanzen- und Tierarten. Orchideenreiche Wälder und feuchte Schluchten wechseln sich mit Kleingewässern und Mooren, seltenen Felsfluren, Trockenrasen, Streuobstwiesen und Höhlenbiotopen ab. Ein Kleinod des Naturschutzes – vor Zehntausenden von Jahren entstanden und einzigartig. Jetzt beabsichtigt Niedersachsen, weitere Gebiete für den Gipsabbau auszuweisen.
Weitere Infos und eine Petition beim BUND Niedersachsen

Biodiversität in Agrarlandschaften bestmöglich fördern
Forschende aus der Würzburger Biologie untersuchten in einer ungewöhnlich breiten und aufwändigen Studie die Artenvielfalt von Blühflächen, die im Rahmen von Agrarumweltprogrammen angelegt werden.
https://idw-online.de/de/news764170

The State of Britain's Larger Moths 2021 report is now available
This new report summarises current knowledge of the state of Britain’s c.900 species of larger moths, presenting analyses of long-term change based on millions of records gathered through the Rothamsted Insect Survey (RIS) and National Moth Recording Scheme (NMRS).
butterfly-conservation.org

Oldest-known wild bird has a new chick
A 70-year-old Laysan albatross with at least 30 offspring is a mother again. The Phoebastria immutabilis, dubbed ‘Wisdom’, nests on the Midway Atoll National Wildlife Refuge, alongside nearly 70% of all Laysan albatrosses. She was first ringed as an adult in 1956 by legendary ornithologist Chandler Robbins and is now the world’s oldest known banded bird in the wild.
The Guardian

11.03.2021

Neuer Tagfalter-Nachweis im Kreis: Mittlerer Perlmuttfalter
Weil sie auffallen, sind neue Tagfalter-Nachweise für das ganze Kreisgebiet sehr selten. So galt auch der Zollernalbkreis bisher als Fabriciana niobe-"frei", denn trotz intensiver Suche war ein Nachweis hier noch nicht gelungen. Durch Zufall sind wir jedoch Mitte Januar im naturgucker.de auf eine sehr interessante Beobachtung aus dem Jahr 2018 gestoßen ...
http://www.naturschutzbuero-zollernalb.de/falter/nymphalidae.htm#7206

Massenwanderung wird erwartet: Kröten sind wieder unterwegs
Unbeeindruckt von Corona-Pandemie, Lockdown und Versammlungsverbot machen sich die ersten Amphibien auf den Weg. Sobald die Nachttemperaturen plus fünf Grad und mehr erreichen, kommen Frösche, Kröten und Molche in Hochzeitsstimmung – so auch in Erzingen.
Schwarzwälder Bote

Wie Insekten Farben sehen
Insekten und ihre hochentwickelte Fähigkeit Farben zu sehen und zum Beispiel Blüten unterscheiden zu können, sind von zentraler Bedeutung für die Funktion vieler Ökosysteme. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler wissen jedoch noch nicht, wie die komplexe Sinnesleistung "Farbensehen" in dem kleinen Gehirn der Insekten zustande kommt. Ein Team um Dr. Christopher Schnaitmann und Prof. Dr. Dierk Reiff am Institut Biologie I der Fakultät für Biologie der Universität Freiburg stellt jetzt neue Erkenntnisse in der Zeitschrift "Current Biology" vor.
https://idw-online.de/de/news763967

Dramatische Jagdszenen zwischen Schwertwalen und Buckelwal gefilmt
Orcas sind agile Räuber, die selbst von Weißen Haien gefürchtet werden. Ein Video aus Australien zeigt, wie zwei Gruppen ein weit größeres Opfer erlegen wollten.
Spektrum.de

Gärten sind Oasen für Bestäuber
Wer in Ballungszentren etwas für Insekten tun möchte, kommt an privaten Gärten nicht vorbei: Sie sind überlebenswichtig für Bienen, Hummeln und andere Arten.
Spektrum.de

Die schönsten Geotope Deutschlands in 3D
Die Deutsche Geologische Gesellschaft – Geologische Vereinigung (DGGV) initiiert anlässlich ihres 175-jährigen Jubiläums im Jahr 2023 das Projekt "30 Geotope³". In dem Projekt werden Geotope und Aufschlüsse mithilfe von Drohnen, 360°-Kameras, Laserscannern und differentiellem GPS dreidimensional aufgenommen und monatlich zusammen mit ausführlichem Informationsmaterial online präsentiert. Die Serie startete am 15. Februar 2021 mit dem Teufelstisch im Dahner Felsenland in der Pfalz. Die Universität Greifswald liefert mit einem 3D-Modell der Wissower Klinken an der Kreideküste von Rügen im April 2021 den dritten Beitrag zum Projekt.
https://idw-online.de/de/news763591

Aussie ecosystems face 'existential threat'
Nineteen key Australian ecosystems are collapsing because of combined pressure from climate change and other human impacts, write ecologist Dana Bergstrom and three colleagues. From tropical savannahs to kelp forests, these ecosystems have changed in a substantial, negative way from their original state, and are unlikely to recover without a major course correction. "Evidence of their demise shows we’re exceeding planetary boundaries," write the researchers. They suggest a framework for positive actions — many of which build upon existing efforts — that can help to protect or restore ecosystems at local and global levels.
The Conversation

China doubles number of protected animals
China has doubled the number of endangered species on its List of Wild Animals Under State Priority Conservation. It is the first time any animals have been added to the list in 32 years. Many of the new protected species are birds. Wolves were also added to the list. Harming one of the 980 species on the updated list attracts hefty fines of up to 100,000 yuan (US$15,500). "The new list will be instrumental in guiding future research funding, much of which comes from the government," says Zhang Jinshuo, vice director of the National Zoological Museum of China.
SupChina.com

04.03.2021

Na so was: Der erste Storch ist da!
05.02.: Zur großen Freude aller Weilheimer: Der erste Storch ist schon wieder aus dem Wintergebiet zurück und wohlbehalten auf dem Weilheimer Kirchturm angekommen.
Hohenzollerische Zeitung

Baugebiet Ban II in Ratshausen: Naturschützer kritisieren neues Baugebiet
Paul Dannecker hat sich intensiv mit den Unterlagen für den Bebauungsplan Ban II befasst. Sein Fazit: Das Gebiet ist zu groß geplant und nimmt zu wenig Rücksicht auf das angrenzende Feuchtgebiet, in dem es seltene Vogelarten gibt.
Schwarzwälder Bote

Schaufenster Bioökonomie: Intelligenter Roboter hilft beim Erhalt von Streuobstwiesen
Projekt der Uni Hohenheim leistet Beitrag zur Pflege der wertvollen Biotope: Autonomer Roboter soll beim Schnitt von Obstbäumen helfen, damit diese gesund alt werden.
https://idw-online.de/de/news761840

Wie sich ein Schleimpilz erinnert
Sie sind kaum mehr als kriechender Schleim - doch sie lösen komplexe Aufgaben. Dabei hilft ihnen anscheinend eine Art Gedächtnis.
Spektrum.de

Artenentstehung ohne scharfe Trennung in isolierte Bestände
Damit sich eine neue Art bilden kann, müssen nach gängiger Lesart meist mehrere Bestände existierender Arten vorhanden sein, die voneinander getrennte Fortpflanzungsgemeinschaften bilden. Deren Isolation ermöglicht ein langsames Auseinanderentwickeln der Genome und dadurch die Bildung neuer Arten. Ein internationales Forschungsteam mit Beteiligung des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) und der Universität Haifa hat nun einen Fall der Artbildung innerhalb eines gemeinsamen Genpools rekonstruiert.
https://idw-online.de/de/news763267

Besendertes Rotmilan-Weibchen "Ingrid" tot in Frankreich aufgefunden
In der Gemeinde Champagnant, nordwestlich von Clermont-Ferrand im Zentrum Frankreichs gelegen, wurde Anfang Januar ein toter Rotmilan mit einem Telemetrie-Sender aufgefunden. Der Vogel konnte anhand der Seriennummer auf dem Sender identifiziert werden: Es handelt sich um den Patenvogel "Ingrid". Ingrid wurde 2015 durch den DDA und unsere Partner im Rahmen des Projekts "Rotmilan – Land zum Leben" in Nordsachsen besendert und ihre Flugrouten konnten bis zur letzten Senderauslesung 2019 verfolgt werden.
Mehr beim DDA

Naturschutzverbände für Streuobst als immaterielles Kulturerbe der UNESCO
Die drei Umwelt- und Naturschutzverbände LNV, NABU und BUND in Baden-Württemberg unterstützen den vom Verein Hochstamm Deutschland eingereichten Antrag auf Anerkennung des Streuobstanbaus als Immaterielles Kulturerbe durch die UNESCO.
Mehr beim NABU BW

Insektenschutzpaket liefert erste Ansätze
Nach langem Ringen hat das Bundeskabinett nun endlich ein Insektenschutzpaket verabschiedet. Der NABU begrüßt das Insektenschutzpaket als ersten Schritt in die richtige Richtung. Für eine erfolgreiche Umsetzung muss nun jedoch noch einiges getan werden.
Mehr beim NABU

LNV: Ja zu Freiflächensolaranlagen, Stromimporten und Windparks
Der Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg (LNV) hat ein neues Positions- und Forderungspapier zur Energie- und Klimawende veröffentlicht. Darin mahnt er insbesondere größere Fortschritte bei Energieeffizienz und -suffizienz an, lehnt Freiflächensolaranlagen nicht mehr generell ab und spricht sich für den Bau von Windrädern an den naturverträglichsten Standorten aus – etwa gebündelt in Windparks. Der LNV distanziert sich vom Ziel der Energieautarkie und zeigt sich offen für die Abscheidung von Kohlendioxid.
Mehr beim LNV

Campact: Altmaier schützt RWE
Yves Venedey schreibt über Campact: Die Kohle-, Öl- und Gaslobby hat eine Geheimwaffe: den Energiecharta-Vertrag. Er macht Milliardenklagen vor geheimen Schiedsgerichten möglich, sollte Deutschland den Klimaschutz endlich energisch angehen. Jetzt gibt es eine Chance, die Klagewelle zu stoppen: Frankreich und Spanien wollen, dass die EU-Staaten den Pakt kündigen – doch noch bremst Wirtschaftsminister Altmaier. (...) Bitte unterzeichnen auch Sie jetzt unseren Appell an Wirtschaftsminister Peter Altmaier – jede Stimme zählt.
Mehr bei Campact

MCC: Deutsche Politik redete Kohle jahrzehntelang schön
Dass der Treibhauseffekt die Lebensgrundlagen der Menschheit gefährdet, ist keine neue Erkenntnis: 1979 gab es die erste Weltklimakonferenz, 1986 ließ ein "Spiegel"-Titelbild den Kölner Dom im Meer versinken, und bereits 1993 ging Deutschland beim Kampf gegen die Erderhitzung die ersten Verpflichtungen ein, mit der Ratifizierung der Uno-Klimarahmenkonvention. Doch die mit Abstand klimaschädlichste Form der Stromerzeugung, das Verfeuern von Kohle, galt noch bis Mitte der 2000er-Jahre in der deutschen Politik als opportun.
https://idw-online.de/de/news762907

Petition unterschreiben: Schützt den Jaguar!
Markus Winkler vom WWF schreibt: um den Jaguar ranken sich seit Jahrhunderten fantastische Mythen. Auch heute noch ist er für uns und den Planeten sehr wichtig. Denn er ist eine sogenannten Indikator-Art: Wenn es den Jaguaren gut geht, geht es auch dem jeweiligen Ökosystem gut. Doch der Jaguar ist in größter Gefahr! Die Hälfte seines ursprünglichen Lebensraums von Nordamerika bis Argentinien hat er bereits verloren. In Uruguay und El Salvador ist er schon ausgestorben. Von den insgesamt 34 Populationen ist gerade mal eine einzige nicht bedroht.
Mehr beim WWF

Klöckner lässt gefährliches Pestizid weiter zu!
Sarah Wiener und die Deutsche Umwelthilfe schreiben: Landwirtschaftsministerin Klöckner hat sich wieder einmal auf die Seite der Agrarlobby gestellt und die Zulassung des Bienentoxischen Pestizids Acetamiprid verlängert. Das Neonicotinoid wirkt als Nervengift und ist eine große Gefahr für unsere Bienen! Wir müssen unseren Druck auf die Politik erhöhen, damit der Einsatz solcher gefährlichen Pestizide in blühende Pflanzen ...
Mehr bei Change.org

"Diese Art gibt es nicht in Kolumbien. Unmöglich"
Wenn Ornithologen detektivisch tätig werden: Im Wahlkampf sollte ein Video Ecuadors Präsidentschaftskandidaten Andrés Arauz in Verruf bringen. Es ist ein Fake, sagt ein Ornithologe. Vögel haben die Macher verpfiffen.
Spektrum.de

Intelligente Kamera soll Vogelschlag verhindern
Windkraft liefert saubere Energie, gefährdet aber auch große Vögel wie Adler. Neue Technologie soll den Konflikt entschärfen.
Spektrum.de

Wildlife trade severely threatens species
A new analysis suggests that wildlife trade is unlikely to ever be sustainable, despite some conservationists arguing that it can be in certain cases. Researchers compared 31 research papers charting the fate of individuals from 133 species of mammals, birds and reptiles to show that wildlife trade nearly always drives population declines, even in protected areas. Global wildlife trafficking generates an estimated US$5 billion–$20 billion a year, but has massively detrimental impacts on biodiversity.
Sciencemag.org

25.02.2021

Ein Kommentar: Endrunde zum Vogel des Jahres - Stadttaube liegt vorn!
Man stelle sich vor, eine Partei wie die CDU würde einen wesentlichen Markenkern ihres Programms in öffentlicher Abstimmung festlegen lassen und hierbei jede Stimme zählen, die von irgendeinem Computer auf der Welt aus abgegeben wurde. Undenkbar? Sicher! Doch der NABU und seine bayerische Partnerorganisation LBV machen derzeit genau das: Jeder Mensch, der über eine E-Mailadresse verfügt und einen Computer bedienen kann, darf mitbestimmen, wer zum "Vogel des Jahres 2021" ernannt wird. Nicht nur NABU-/ LBV-Mitglieder? Nein, alle! Wohin das führt, sieht man jetzt: In der Vorauswahl hat es doch tatsächlich die Stadttaube, ein verwildertes Haustier, auf Platz 1 in der Auswahl der letzten 10 geschafft. Dabei steht der Vogel des Jahres eigentlich und üblicherweise symbolisch für eine durch den Menschen gefährdete Art oder einen Lebensraum. Von einer Gefährdung der Stadttaube kann dabei wirklich nicht die Rede sein und auch die Großstadthäuser und Betonburgen der Innenstädte stehen ebenso wenig auf der Roten Liste wie große Plätze, auf denen z.B. Touristen die Überreste ihrer Fast-Food-Mahlzeiten wegwerfen.
Aber so haben sie's mit dieser Art der Abstimmung offenbar gewollt. Wer jetzt noch verhindern will, dass diese aus Naturschutzsicht völlig ungeeignete Art auf Platz 1 bleibt, der muss für die anderen 9 Arten stimmen. Und nachdem jede*r jedem Vogel maximal 1 Stimme geben kann, kann man immerhin 9 Stimmen abgeben. Und wer mehrere E-Mail-Adressen hat, kann das sogar mehrfach tun; denn es ist nur eine Bestätigung der Stimmabgabe erforderlich.
https://www.vogeldesjahres.de/index.html

Neue Schlangenart in Myanmar entdeckt
Senckenberg-Wissenschaftler Prof. Dr. Gunther Köhler hat zusammen mit einem internationalen Team der Universität East Yangon in Myanmar eine neue Wasserschlangenart entdeckt und erstmals beschrieben.
https://idw-online.de/de/news763094

Wüstenfische "under cover" – neu entdeckte Vielfalt auf der arabischen Halbinsel
Das Landschaftsbild des Oman ist geprägt durch ausgedehnte Wüstenlandschaften und karge, trockene Hochgebirgsketten. Hört man von neu entdeckten Süßwasserfischen, denken wohl die wenigsten an den Wüstenstaat im Südosten der arabischen Halbinsel. Studien des Naturhistorischen Museums Wien belegen nun, dass die Fisch-Vielfalt in dieser trockenen Region bisher unterschätzt wurde.
https://idw-online.de/de/news763243

Lernspiel "Klima-Ausreden" macht fit für Diskussionen
Die Studie war ein Bestseller der Forschungsliteratur: Sie erzeugte mehr als 2000 Twitter-Kommentare innerhalb weniger Tage, Übersetzungen der Kernaussagen in zahlreiche Sprachen und ein weit überdurchschnittliches Presseecho. Unter der Überschrift "Discourses of climate delay" hatte ein Forschungsteam unter Federführung des Berliner Klimaforschungsinstituts MCC (Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change) die aktuelle Klimaschutz-Diskussion analysiert und eine Typologie der Verzögerungsargumente erstellt. Jetzt hat die Arbeit, die 2020 in der Fachzeitschrift Global Sustainability erschien, einen innovativen Ableger: ein webgestütztes Lernspiel.
https://idw-online.de/de/news761068

Taubenfreunde haben romantische Vorstellungen
Der Vogel des Jahres wird online gewählt. Das sorgt für Trubel und Streit, vor allem um die Stadttaube. Vogelkenner Daniel Haag ordnet im Interview ein, was dahintersteckt.
Spektrum.de

Stoppen Sie den Agrar-Deal!
Appell: Europäische Politiker*innen planen, ein Todesurteil für die Natur zu unterzeichnen. Die letzten Verhandlungen über das große Landwirtschaftspaket laufen. Umweltschädigende Agrarkonzerne würden für die kommenden Jahre Milliarden erhalten. Ich fordere Sie dringend auf, dieses Abkommen zurückzuziehen und eine neue Agrarpolitik vorzuschlagen, die unserer Gesundheit und der Natur zugutekommt.
Appell unterzeichnen

18.02.2021

Zähler werden mehr – Vögel weniger
Die große Vogelzählaktion "Stunde der Wintervögel", die der NABU vom 8. bis 10. Januar veranstaltete, hat alle bisherigen Rekorde gebrochen – allerdings nur im Hinblick auf die Zahl der Vogelzähler. Dagegen kann bei vielen Vogelarten von Rekorden keine Rede sein: Hier setzt sich der Abwärtstrend der vergangenen Jahre kontinuierlich fort.
Karl-Otto Gauggel hat die Ergebnisse auch im Zollernalbkreis ausgewertet.
Schwarzwälder Bote

Vögel in Deutschland aktuell: Rückblick auf den Herbst 2020
Der Herbst 2020 wird als sonnenscheinreich, trocken und vor allem warm beschrieben. Besonders der Spätherbst zeichnete sich durch ungewöhnlich milde Witterung aus. Dies blieb nicht ohne Folgen für die Vogelwelt. Mehr als 1,8 Millionen Vogelbeobachtungen wurden in den Monaten September bis November bei ornitho.de gemeldet. Ein reicher Fundus, dem wir uns in Form verschiedener Auswertungen gewidmet haben.
Mehr beim DDA

Forschungsprojekt: Gedächtnis und Wahrnehmung bei Siebenschläfern
Seit Oktober liegt er im Tiefschlaf und ihn kann scheinbar nichts wecken. Seine innere Uhr jedoch tickt und gibt unaufhaltsam das nahende Ende des Winterschlafs vor. Der Siebenschläfer nutzt den Winterschlaf als Anpassungsmechanismus an die kalte, nahrungsarme Jahreszeit. Doch wie wirkt sich das monatelange Herunterfahren fast aller Stoffwechselprozesse auf die Erinnerung, räumliche Orientierung und Wahrnehmung der kleinen Nager aus? Ein ForscherInnenteam um Claudia Bieber, Institut für Wildtierkunde und Ökologie (FIWI) der Vetmeduni Vienna, widmet sich dieser Frage ...
https://idw-online.de/de/news762500

Weißbüschelaffen interpretieren Unterhaltungen zwischen Artgenossen
Weissbüschelaffen nehmen die Laut-Interaktionen zwischen ihren Artgenossen nicht nur als Aneinanderreihung von Rufen wahr, sondern als zusammenhängende Unterhaltungen. Zudem bewerten sie deren Inhalte. Dies zeigen Forschende der Universität Zürich, indem sie in ihrer Studie Thermografie mit Verhaltenspräferenzen der Affen kombinieren.
https://idw-online.de/de/news762431

Warum europäische Fledermäuse das White-Nose-Syndrom überleben
Millionen Pilzkrankheiten stellen eine große Bedrohung für Tiere dar, da sie zu signifikanten Bestandsrückgängen oder zum Aussterben von Arten führten. Das "White-Nose-Syndrom", ausgelöst vom kälteliebenden Pilz Pseudogymnoascus destructans, ist in Nordamerika eine wesentliche Todesursache bei winterschlafenden Fledermäusen. Europäische Fledermäuse hingegen überleben eine Infektion mit diesem Pilz. Um die Ursachen für diese Unterschiede zu finden, hat ein Wissenschaftlerteam unter der Leitung des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) die Immunabwehr von europäischen Mausohrfledermäusen auf den Pilz analysiert.
https://idw-online.de/de/news762408

Im Golf schwimmt ein neuer Großwal
Auch im Golf von Mexiko schwimmen Wale. Dass sich darunter eine wissenschaftlich bislang völlig unbekannte Art befinden könnte, überraschte die Wissenschaftler.
Spektrum.de

70 Prozent weniger Nashörner gewildert
Der WWF schreibt: 2014 wurden in Südafrika noch mehr als 1.200 Breit- und Spitzmaulnashörner gewildert, doch seit sechs Jahren sind die Zahlen kontinuierlich rückläufig. Auch die neuesten Erhebungen geben Grund zur Freude: Im vergangenen Jahr ist die Zahl der getöteten Nashörner um ein Drittel gesunken.
Mehr beim WWF

Bahamas: ausgestorbene Art mit den Galapagos-Schildkröten nahe verwandt
Senckenberg-Wissenschaftler Christian Kehlmaier und Uwe Fritz haben mit einem internationalen Team zehn nahezu vollständige mitochondriale Genome der ausgerotteten Riesenschildkröte Chelonoidis alburyorum von den Bahamas sequenziert und mit anderen Landschildkröten verglichen. Sie zeigen in ihrer heute im Fachjournal "Scientific Reports" erschienenen Studie, dass die Bahamas-Schildkröte eng mit der Galapagos-Riesenschildkröte verwandt war und dass es nur eine Schildkrötenart pro Inselgruppe gab. Die 15 morphologisch sehr unterschiedlichen Riesenschildkröten der Galapagos-Inseln gehören demnach alle zur selben Art – anders als bislang gedacht.
>> https://idw-online.de/de/news762759

Minimaikäfer aus China: 68% der Arten neu für die Wissenschaft
Wissenschaftler aus Bonn beschreiben in Zusammenarbeit mit chinesischen Forschern 152 neue Arten „Mini-Maikäfer“ der Gattung Maladera (Coleoptera: Scarabaeidae: Sericini) aus China. Viele dieser Arten wurden vor allem auch durch Hobbywissenschaftler gesammelt und befanden sich danach in verschiedenen Museen der Welt.
https://idw-online.de/de/news762559

Stoppt den Flächenfraß!
Jedes Jahr verliert Deutschland Grün- und Ackerland an zusätzliche Siedlungs- und Verkehrsflächen, die zusammen so groß sind wie Frankfurt am Main. Eigentlich wollte die Bundesregierung bis 2020 den Flächenverbrauch auf 30 Hektar pro Tag drücken, aber zur Zeit versiegeln wir eine Fläche von 60 Hektar täglich. Jetzt soll es noch schlimmer kommen, denn Bau- und Innenminister Seehofer will mit einer unverantwortlichen Gesetzesänderung die Ausweisung von Neubaugebieten beschleunigen. Schreiben Sie jetzt Ihrem Mitglied des Bundestags, um das Vorhaben zu stoppen.
Mehr beim NABU

Tricksereien bei den Nicotinoiden
Hier geht es ausnahmsweise nicht um Schmetterlinge, eher um Realsatire zum Thema Insektensterben. Das Bundesamt für Verbraucherschutz (BVL) hat kurz vor Weihnachten eine Notzulassung für Neonicotinoide im Rübenanbau erteilt – auf Antrag des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen. Ein Meinungsbeitrag ...
Arbeitsgemeinschaft Rheinisch-Westfälischer Lepidopterologen e. V.

Klimawandel spielte wichtige Rolle bei der Entstehung vom SARS-CoV-2?
Globale Treibhausgasemissionen haben im Laufe des letzten Jahrhunderts den wahrscheinlichen Ursprungsort von SARS-CoV-2 in Südchina zu einem Hotspot für Coronaviren gemacht, die von Fledermäusen übertragen werden. Klimatische Veränderungen in dieser Region haben das Wachstum von Waldgebieten befördert, die Fledermäusen geeignete Habitate bieten. Dies ist das Ergebnis einer neuen Studie von Wissenschaftlern der Universität Cambridge, des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) und der Universität Hawai'i-Manoa.
https://idw-online.de/de/news762503

Bad noise in the octopus’s garden
A cacophony of artificial noise is drowning the ocean’s natural soundscape to a degree that threatens marine animals’ ability to flourish and survive. Natural sound is key for ocean dwellers to navigate their underwater habitats and communicate with each other. Noise pollution from sources including shipping, construction and sonar surveys can hamper sea creatures’ delicate senses of hearing and orientation.
Ecowatch.com

Blue whales’ exhausting life in the fast lane
Endangered blue whales (Balaenoptera musculus) feeding in the Chilean Gulf of Ancud are forced to go to great lengths to avoid running into aquaculture vessels. Researchers tracked 15 blue whales over 4 years and found that their most important summer foraging and nursing ground is overrun with ships, putting the animals at risk of collisions and noise pollution. In the animation below, one whale (shown as a blue dot) circumvents up to 1,000 boats (red dots) over the course of a week. Almost all of the ships observed (89%) belonged to the region’s extensive salmon farming industry.
Independent

11.02.2021

Echt jetzt? Fundstück bei "Gärten des Grauens"
In einem Gewerbegebiet in Tübingen experimentiert man mit der neuesten Generation von Straßenbäumen - Bäume, die in ihrer rücksichtsvollen Bescheidenheit das eh schon knapp bemessene Trottoir nicht noch mit ihren grünen Baumscheiben besudeln.
https://www.facebook.com/GaertenDesGrauens/posts/1595463117508681
Allerdings (um kein Missverständnis auszulösen): Man kann Bäume so pflanzen - siehe
"Schwammstadtprinzip"
Technisch kriegt man so etwas also schon in Griff. Aber müssen es dann ausgerechnet Birken sein - und so dicht an die Gebäude gepflanzt?

Landesweite Artenkartierung (LAK)
2014 startete das Land Baden-Württemberg mit einer zweijährigen Pilotphase einer landesweiten Artenkartierung (LAK) der weiter verbreiteten Amphibien- und Reptilienarten. Inzwischen wurde das Projekt nach erfolgreicher Pilotphase bis einschließlich 2023 verlängert. Nun werden wieder Helfer gesucht ...
Landesanstalt für Umweltschutz

Wombats: Geheimnis der Würfelhäufchen gelüftet
Wombathäufchen haben eine augenfällige Besonderheit: Ihre Form entspricht der eines Würfels. Der besondere Darm der Tiere macht es möglich, berichten Forscher.
Spektrum.de

Hinweise auf erneutes Elefantensterben in Botswana
Abermals sind Forscher im Okavangodelta auf Elefanten-Kadaver gestoßen. Die toten Tiere zeigten ähnliche Anzeichen wie jene 330 Elefanten, die 2020 durch Zyanobakterien starben.
Spektrum.de

Invasive Bedrohung durch den Afrikanischen Krallenfrosch?
Ein internationales Forscherteam um die beiden Herpetologen Philipp Ginal und Dennis Rödder vom Zoologischen Forschungsmuseum Koenig – Leibniz-Institut für Biodiversität der Tiere (ZFMK, Museum Koenig) nutzen einen neuen Ansatz zur Abschätzung des invasiven Potenzials einer Art. In einem ganz neuen Licht muss danach die Bewertung des Invasionsrisikos des Krallenfroschs gesehen werden. Die neue Berechnung weist in Europa ein Gebiet von fast zwei Millionen km2 möglichen Lebensraums für den Afrikanischen Krallenfrosch aus. Das ist etwa das Doppelte der Fläche, die man bisher angenommen hatte.
https://idw-online.de/de/news761654

Blütenvielfalt könnte Insektizid-Effekte auf Wildbienen ausgleichen
Eine höhere Blühpflanzenvielfalt erhöht den Bruterfolg von Wildbienen und könnte helfen, negative Effekte von Insektiziden auszugleichen. Das haben Forschende der Universitäten Göttingen und Hohenheim sowie des Julius-Kühn-Instituts in einem groß angelegten Experiment festgestellt. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift Ecology Letters erschienen.
https://idw-online.de/de/news762372

Gemeinsam für den Insektenschutz: deutschlandweites Verbundprojekt
In den UNESCO-Biosphärenreservaten Mittelelbe, Bayerische Rhön, Schaalsee, Schorfheide-Chorin und Schwarzwald werden in den kommenden fünf Jahren Lebensbedingungen für Insekten verbessert: Dort erproben und evaluieren der WWF Deutschland, Nationale Naturlandschaften e.V., die Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) und das ZALF e.V. Maßnahmen zum besseren Insektenschutz gemeinsam mit Landwirten und Partnern der Biosphärenreservate und deren Verwaltungen. Am 28.01.2021 findet die virtuelle Auftaktveranstaltung zum Verbundprojekt "ROMMI – Biosphärenreservate als Modelllandschaften für den Insektenschutz" mit einem Grußwort von Bundesumweltministerin Svenja Schulze statt.
https://idw-online.de/de/news761694

Anpassung an Klimawandel: Fledermäuse versetzen Körper bei Hitze in eine Art Mini-Winterschlaf
Die steigenden Temperaturen durch den Klimawandel bedrohen das Leben zahlreicher Tierarten. Ein Forschungsteam des Fachbereichs Biologie der Universität Hamburg hat herausgefunden, dass manche Fledermäuse ihren Körper bei heißen Temperaturen in einen winterschlafähnlichen Zustand versetzen, um diesen vor Überhitzung zu schützen.
https://idw-online.de/de/news761093

Schmetterlinge lassen Rivalen abstinken
Nach dem Sex hinterlassen Schmetterlingsmännchen eine stark riechende Chemikalie. Das hält andere von ihren Weibchen ab. Der Duft: Blume.
Spektrum.de

Molluske des Jahres 2021: Der Große Argonaut
Der Große Argonaut (Argonauta argo) wurde zur "Molluske des Jahres 2021" im Rahmen eines besonderen "Weichtier-Wettbewerbs" gekürt. In einer öffentlichen Abstimmung konnten Interessierte zwei Wochen lang ihre Lieblingsmolluske wählen – insgesamt wurden fast 22.000 Stimmen abgegeben. Mit 36 Prozent setzte sich der Große Argonaut (Argonauta argo), ein pelagisch lebender Oktopus, gegen vier weitere Weichtiere durch und trägt jetzt den Titel "Molluske des Jahres 2021". Die Forschenden am LOEWE-Zentrum TBG werden nun sein gesamtes Genom entschlüsseln.
https://idw-online.de/de/news762226

Stromspeicher in Mehrfamilienhäusern gemeinsam nutzen
In Eigenheimen nimmt die Nutzung von Stromspeichern zu. Eigentümer*innen und Bewohner*innen von etwa 19 Millionen Mietwohnungen aber schauen derzeit nur zu. Wie sich mehrere Wohnparteien eines Mehrfamilienhauses eine Photovoltaikanlage und einen Stromspeicher teilen können, das beleuchtet das Forschungsprojekt MELANI.
https://idw-online.de/de/news762103

Mehr Elektroautos und vereinfachtes Laden essentiell für Klimaschutzziele
Im vergangenen Jahr waren die Zuwachszahlen im Bereich der Elektromobilität in Deutschland höher als jemals zuvor. Das enorme Wachstum ist vor allem der EU-Verordnung zur Flottenemissionsnorm zu verdanken. Die Elektromobilität hat damit einen wichtigen Schritt gemacht und gezeigt, dass sie das Potenzial hat, den Verbrennungsmotor bald zu verdrängen. Doch allein ein sehr hoher Marktanteil an Elektroautos genügt nicht, um die mittelfristigen deutschen Klimaschutzziele zu erreichen.
https://idw-online.de/de/news761962

Ramsar-Konvention zum Schutz der Feuchtgebiete seit 50 Jahren erfolgreich
Die sogenannte Ramsar-Konvention war 1971 ein Durchbruch für das internationale Naturschutzrecht. Insbesondere für den Erhalt von Seen, Sümpfen und Mooren als Lebensraum für Wasser- und Watvögel hat sich der völkerrechtliche Vertrag, der sich am 1.2.2021 zum 50ten Mal jährt, als sehr wirksam erwiesen.
https://idw-online.de/de/news762086

Gegen staatliches Greenwashing!
Luise, Theresia und Constantin via Change.org: Stellen Sie sich vor: Eine Klimaschutz-Stiftung, die extra für die Vollendung eines fossilen Mega-Projekts gegründet wird. Ins Leben gerufen von einer Landesregierung, die dann einen großen Teil der Kontrolle an einen fossilen Großkonzern abgibt. Hört sich das unglaublich an? Genau so macht es aber die Landesregierung von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig in Mecklenburg-Vorpommern."
Mehr Infos und eine Petition

Shark populations at the brink of collapse
Oceanic shark and ray populations have declined by more than 70% since 1970, mostly because of overfishing and bycatch. A first-of-its-kind global assessment of shark populations warns that extinctions will undermine ecosystems and jeopardize food security. It calls on governments to urgently intervene with evidence-based conservation policies. "There is a very small window to save these iconic creatures," says marine biologist Nathan Pacoureau.
The New York Times

How bats host many viruses and stay well
Evolution seems to have shaped the immune system of bats so that they have a unique ability to balance defence and tolerance of disease. This has resulted in the only flying mammal becoming an ideal reservoir host for viruses. In a technical (but very readable) overview, five researchers who study emerging infectious disease explore the exceptional abilities of bats and their ramifications for human health.
Nature

04.02.2021

Kegelrobben fressen Seehunde und ihresgleichen
Die ikonischen Tiere von Helgoland ernähren sich nicht nur von Fischen. Sie verspeisen auch größere Säuger und selbst Artgenossen - und hinterlassen spezifische Bisswunden.
Spektrum.de

Schmetterling als Waldanzeiger: Karpaten in der Eiszeit teilweise bewaldet
Senckenberg-Wissenschaftler haben die Rückzugsorte des Tagfalters Erebia aethiops während der letzten Eiszeit in Europa untersucht. In ihrer kürzlich im Fachjournal "Scientific Reports" erschienenen Studie zeigen sie, dass die Schmetterlinge mindestens fünf europäische Gebiete als eiszeitliche Refugium nutzten. Dieses Ergebnis führt zu der Annahme, dass diese Bereiche am Rand der Hochgebirge lokal sogar bewaldet waren und so den Schmetterlingen einen Lebensraum bieten konnten.
https://idw-online.de/de/news761012

Wie Pflanzen Abwehrgifte bilden ohne sich selbst zu schaden
In einer neuen Studie in Science klären Forschende des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie und der Universität Münster die Biosynthese und genaue Wirkungsweise von Diterpen-Glykosiden in wilden Tabakpflanzen auf. Diterpen-Glykoside dienen der Verteidigung gegenüber Fressfeinden. Die Abwehrstoffe greifen bestimmte Teile der Zellmembran an. Um sich selbst vor den eigenen Giften und der Zerstörung der Zellmembran zu schützen, speichern Tabakpflanzen die Abwehrstoffe in einer ungiftigen Form, die auf eine besondere Art und Weise gebildet wird. Selbsttoxizität und der Schutz davor scheinen bei der Evolution der pflanzlichen Abwehr eine größere Rolle zu spielen als bislang angenommen.
https://idw-online.de/de/news760942

Flächenverbrauch: Landes-Pressemitteilung missachtet grüne Positionen
Äußerst befremdet ist der Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg e. V. (LNV) über eine Pressemitteilung des Landes zum umstrittenen "Flächenfraß-Paragraphen 13b" des Baugesetzbuchs (BauGB). In der vom Wirtschaftsministerium verfassten Pressemitteilung wird der § 13b in den höchsten Tönen gelobt und seine Wiedereinführung gefordert. "Wir wissen, dass der grüne Teil der Landesregierung diese Regelung mit guten Gründen ablehnt und ich das Land deshalb bei der Abstimmung im Bundesrat enthalten hat." sagt LNV-Chef Dr. Gerhard Bronner. Deshalb sei es befremdlich, dass die Pressemitteilung auch unkommentiert auf einem vom Staatsministerium verantworteten Portal erscheint.
Mehr beim LNV

Spitzengespräch zu synthetischen Kraftstoffen
Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut hatte am 18. Januar im Rahmen eines Spitzengesprächs mit Vertreterinnen und Vertretern der baden-württembergischen Wirtschaft, Wissenschaft und von Verbänden über Chancen, Herausforderungen und Erwartungen mit Blick auf den Einsatz synthetischer Kraftstoffe diskutiert.
https://idw-online.de/de/news761379

Effektive Wohnraumnutzung schützt das Klima
Wohnen auf kleiner Fläche schont die Umwelt. Mit einer speziell konzipierten Orientierungsberatung können Kommunen eine Wohnraummobilisierung anstoßen. Indem Menschen beispielsweise ihre zu groß gewordenen Häuser in der Nachfamilienphase in mehrere Wohnungen umbauen oder in eine kleinere Wohnung ziehen, können vorhandene Wohnflächen nachhaltiger genutzt werden.
https://idw-online.de/de/news761584

Klimabedingtes Artensterben durch neu entdeckten Effekt abgeschwächt?
Klimaänderungen, die sich in kurzen Zeiträumen ereignen, beeinflussen die Biodiversität. Für eine realistische Einschätzung dieser Folgen ist es erforderlich, auch frühere, weit in die Erdgeschichte zurückreichende Temperaturentwicklungen einzubeziehen. Dies zeigen Forscher der Universität Bayreuth und der Universität Erlangen-Nürnberg in einem Beitrag für "Nature Ecology and Evolution". Das künftige klimabedingte Artensterben könnte demnach schwächer ausfallen, als es Prognosen befürchten lassen, die sich nur auf den aktuellen Trend der Erderwärmung stützen. Derzeit werden die Auswirkungen des Klimawandels durch Eingriffe des Menschen noch verstärkt.
https://idw-online.de/de/news761460

CO2-Bepreisung allein bringt technologischen Wandel kaum voran
Um die Ziele des Pariser Klimaabkommens zu erreichen, muss die Staatengemeinschaft bis 2050 klimaneutral wirtschaften. Für das wichtigste klimapolitische Instrument halten viele Regierungen und Fachleute die CO2-Bepreisung – auch Deutschland hat sie gerade für Verkehr und Wärme eingeführt. Eine Studie zeigt jedoch, dass deren Lenkungswirkung nicht so stark ist wie erhofft.
https://idw-online.de/de/news761329

Wie sicher sind mehrgeschossige Holzgebäude bei einem Brand?
Gebäude aus Holz liegen im Trend. Der nachwachsende Baustoff ist leicht, tragfähig, lässt sich vielfältig bearbeiten und verursacht bedeutend weniger Emissionen als anderes Baumaterial. Inzwischen entstehen bereits Holzhochhäuser, zum Beispiel in Hamburg, Berlin und Wien. Doch was passiert bei einem Hausbrand? Ein Forschungsteam unter Beteiligung der Technischen Universität Braunschweig will nun zeigen, dass mehrgeschossige Holzgebäude auch bei Feuer genauso sicher sind wie Gebäude aus Stahlbeton.
https://idw-online.de/de/news761227

Insects face 'death by a thousand cuts'
In the introduction to a special issue of PNAS that throws light on insect decline, ecologists do not mince words: "Nature is under siege," they write. "Most biologists agree that the world has entered its sixth mass extinction event." In a bid to provide a scientifically grounded assessment of insect population trends, the journal offers 11 papers that delve into every aspect of the issue.
One of the challenges is going beyond "the overwhelming sense that something sinister is afoot" and gathering clear, comprehensive data on insect abundances over time. There are only a handful of long-term monitoring studies of insect populations. So entomologists have turned to plumbing other historical data for signals of change.
PNAS

28.01.2021

Weißstorch-Projekt in Haigerloch-Weildorf
Wir hatten zwar über den Kreisverband bereits LPR-Mittel dafür beantragt, die Umsetzung des Projekts in Weildorf, zu dem wir den Narrenverein und den OGV mit ins Boot holen wollten, jedoch aus Kapazitäts-gründen auf 2021 verschieben wollen. Jetzt war diese Initiative natürlich ein "g'mähtes Wiesle" und wir sagten selbstverständlich zu, das alles gemeinsam zu planen und durchzuführen. In Corona-Zeiten natürlich alles nicht ganz so einfach ...
Mehr beim NABU Haigerloch-Rangendingen

NABU Mötzingen-Gäufelden: Der Steinkauz ist auf dem Rückzug
Der Bruterfolg der Steinkauz Population rund um Mötzingen ist im letzten Jahr zurück gegangen, obwohl zusätzliche Steinkauz-Röhren aufgehängt wurden. Rund 80 Röhren betreuen die Mötzinger Naturfreunde mittlerweile. Allerdings sei es schwierig, geeignete Standorte für neue Röhren zu finden, vermeldet Ralf Willers, Zweiter Vorsitzender des Naturschutzbundes in Mötzingen-Gäufelden.
Mehr in der Kreiszeitung Böblinger Bote

In Zukunft wird tagsüber gepumpt
Positives Beispiel: Höher aufgeständerte Freiflächen-Photovoltaikanlage nimmt Rücksicht auf Wanstschrecke und andere Wiesen-Arten. Erst jetzt haben wir diesen interessanten Artikel im SchwaBo Albstadt entdeckt.
Schwarzwälder Bote

Quantensensor der Vögel erstmals direkt beobachtet
Korrelierte Elektronen im Vogelauge detektieren selbst schwache Magnetfelder. Dass das tatsächlich funktioniert, haben nun zwei Forscher an Zellkulturen gezeigt.
Mehr bei Spektrum.de

Hoffnung für die seltenste Schildkröte der Welt
Lange kannte man nur noch ein letztes Männchen der legendären Jangtse-Riesenweichschildkröte. In einem vietnamesischen See fand man nun eine potenzielle Partnerin
Mehr bei Spektrum.de

Kiemenschlitzaal: Neue Fischgattung aus Indien beschrieben
Senckenberg-Wissenschaftler Ralf Britz hat gemeinsam mit internationalen Kolleg*innen eine neue Fischgattung beschrieben. Die zur Familie der Kiemenschlitzaale gehörenden, blinden Fische leben im südlichen Indien in unterirdischen Gewässern und sind rot gefärbt. Zusätzlich ordnete das Team drei weitere Fischarten der neuen Gattung zu. Die Studie erschien kürzlich im Fachjournal "Ichthyological Exploration of Freshwaters".
https://idw-online.de/de/news761235

Insektenschwund – Was macht Deutschland so speziell?
Man braucht die Windschutzscheibe nicht mehr zu reinigen, und kann an warmen Sommerabenden ungehemmt die Fenster der hell erleuchteten Zimmer offenlassen. Aber auch sonst fällt es jedem aufmerksamen Spaziergänger auf: Über die Feldwege rennen keine Laufkäfer mehr. Pterostichus und Amara sind weg.
Aber wie weit lässt sich dieses erschreckende Geschehen verallgemeinern? Betrifft es alle Insektengruppen? Auch die Wespen? Verschwinden die Insekten gleichermaßen auf Feld, Wiese und Wald, am Land und im Wasser? Ist die ganze Welt vom Insektenrückgang betroffen? Auf der Internetseite "Melanargia – Schmetterlinge und mehr!" der AG Rheinisch-Westfälischer Lepidopterologen e.V. erscheint aktuell ein Beitrag von Prof. Dr. Werner Kunz – sehr lesenswert.
Mehr

"Stunde der Wintervögel" bricht Mitmachrekord
Die Beteiligung an der "Stunde der Wintervögel", die vom 8. bis 10. Januar stattfand, hat bundesweit alle Rekorde gebrochen: Bis gestern meldeten bereits über 175.000 Vogelfreundinnen und -freunde ihre Ergebnisse an den NABU und seinen bayerischen Partner, den Landesbund für Vogelschutz (LBV). Gesichtet wurden bisher mehr als 4,2 Millionen Vögel aus über 112.000 Gärten. Die Zahlen werden weiter steigen, denn bis kommenden Montag kann noch nachgemeldet werden.
Mehr beim NABU

Zu oft im Verbrenner-Modus: Plug-in-Hybride gefährden Klimaziele im Verkehr
Der Boom der Elektroautos in Deutschland findet derzeit zu einem wesentlichen Teil bei großen Plug-in-Hybridfahrzeugen statt, von denen mehr als drei Viertel als Firmenwagen zugelassen sind. Da sie im täglichen Betrieb in der Regel überwiegend den Verbrennungsmotor nutzen, emittieren sie deutlich mehr CO2 als für die Berechnungen der deutschen Treibhausgasemissionen im Jahr 2030 bisher angenommen wurde. Das ist das Ergebnis einer Studie von ifeu - Institut für Energie- und Umweltforschung, Öko-Institut und "Transport & Environment" im Auftrag des Bundesumweltministeriums.
https://idw-online.de/de/news761033

Klimawandel: Anpassungsstrategien der Tierwelt nur teilweise ausreichend
Wie genau wirkt sich der Klimawandel auf die Tierwelt in ihren aktuellen Verbreitungsgebieten aus? Um mit Umweltschwankungen wie Klimawandel und der globalen Erderwärmung zurechtzukommen, nutzen Tiere unterschiedliche Strategien wie Winterschlaf oder Torpor sowie die Anpassung des Energiemanagements. Trotz verhaltensspezifischer und plastisch physiologischer Reaktionen wird der Klimawandel Auswirkungen auf die Tierwelt haben – das verdeutlicht das Editorial der aktuellen Ausgabe des Journals Frontiers in Physiology, welches von Sylvain Giroud von der Vetmeduni Wien und KollegInnen verfasst wurde.
https://idw-online.de/de/news761327

Electric eels hunt in packs
Electric eels (Electrophorus voltai) in Amazon rivers don’t just pack the strongest shock ever measured in a living animal. They also gang up to herd shoals of fish and deliver a coordinated death zap. "I was shocked," says biologist Douglas Bastos. "This behavior is unprecedented for electrical eels and also rare among freshwater fishes."
Science

21.01.2021

Schmetterlinge im Zollernalbkreis 2020
Während sich die Anzahl der "Neu-Nachweise" seit dem Beginn unserer Zählung im Jahr 2015 erwartungsgemäß ständig verringert hatte und im vergangenen Jahr nur noch 12 "neue" Arten hinzu kamen, brachte das Jahr 2020 in dieser Hinsicht einige Überraschungen: Insgesamt 24 Arten wurden erstmals auf unseren Falterseiten beschrieben und 13 davon waren sogar "echte" Neu-Nachweise, die vorher in der Landesdatenbank für unseren Raum noch nicht gelistet waren.
AG Schmetterlinge

NABU Haigerloch-Rangendingen: Zwei Naturschutzprojekte fast abgeschlossen
Ende November ist den Aktiven des NABU und ihren Projektpartnern ein wichtiger Schritt geglückt: Sowohl beim Weißstorch-Projekt in Weildorf als auch beim Schwalbenhaus in Rangendingen konnten die entscheidenden Montagen vorgenommen werden und bei Masten mit den darauf befindlichen Nisthilfen stehen ab sofort bereit. Zum Projekt in Rangendingen gibt's schon einen schönen Artikel im SchwaBo - bisher erst in der Druckausgabe. Doch auf der NABU-Internetseite ist er schon zu finden.
Aktuelles beim NABU Haigerloch-Rangendingen

Gegen den Vogeltod an Glasflächen
Die Stadt Ulm zog, nach Meldung des NABU Ulm und unzureichender Vermeidungsmaßnahmen der Firma Envola, vor das Verwaltungsgericht Sigmaringen. Anfang November 2020 brachte der Eigentümer ein Punktmuster auf die Spiegelflächen auf, das auch nach Auffassung des österreichischen Sachverständigen der "Wiener Umweltanwaltschaft" Unfälle mit Vögeln wirksam verhindern müsste
Mehr beim NABU Ulm / Neu-Ulm

Willkommen bei den Suffizienzdetektiven!
Die Deutsche Umwelthilfe führt derzeit den bundesweiten Wettbewerb "Einfach machen – Die Suffizienzdetektive" durch, in dem Schulklassen existierendes Wissen rund um das Thema "ressourcensparsame Lebens- und Freizeitgestaltung" auf positive Weise bearbeiten. Das Projekt richtet sich bundesweit an Schulen. Es adressiert insbesondere Lehrer*innen themennaher Fächer an Schulen der Sekundarstufe I (Klassen 5 bis 10), ...
https://suffizienzdetektive.de/

Who the Bug is - Workshops für Krabbeltierfans
Die Themen Insekten und Insektenschutz lassen dein Herz summen, aber du weißt nicht, wie du dich ihrer enormen Artenvielfalt nähern sollst? Dann bist du richtig bei unserer Workshop-Reihe zu verschiedenen Insektenordnungen. Gemeinsam beschäftigen wir uns mit ihren wichtigsten Merkmalen und den verschiedenen Herangehensweisen, sich mit Insekten auseinanderzusetzen, selbst weiter zu lernen und das gewonnene Wissen weiterzugeben.
Mehr bei der NAJU

Wochenende der Wasservögel im Zeichen der Corona-Pandemie
Am bevorstehenden Wochenende, dem 16./17. Januar, schultern wieder viele Tausend Beobachterinnen und Beobachter weltweit die Spektive, um im Rahmen des von Wetlands International organisierten International Waterbird Census (IWC) Wasservögel zu erfassen. Seit Ende der 1960er-Jahre werden alljährlich Mitte Januar in mehr als 25.000 Gebieten in über 100 Ländern auf allen Kontinenten die Wasservögel gezählt.
Das ehrenamtliche Engagement alleine zur Erfassung der durchziehenden und überwinternden Wasservögel beläuft sich auf rund 100.000 Stunden — jährlich!
Mehr beim DDA

Der große Lauschangriff - wie und was hören Fledermäuse?
Eine neue Studie, die in der Fachzeitschrift Proceedings of the Royal Society B veröffentlicht wurde, bietet die bislang umfassendste vergleichende Bewertung des Hörvermögens von Fledermäusen und untersucht den evolutionären Druck auf ihre sensorische Wahrnehmung. Wissenschaftlerinnen des Museums für Naturkunde Berlin untersuchten das Hörvermögen in Hoch- und Niederfrequenzbereichen, die jeweils relevant für Echoortung und Sozialrufe sind und zeigten, dass das Hörvermögen in beiden Frequenzbereichen gleich gut ist. Darüber erforschten die Wissenschaftlerinnen, dass sich Änderungen des Hörvermögens als Reaktion auf Frequenzänderungen der Echoortung und der Sozialrufe entwickelten.
https://idw-online.de/de/news760758

Die seltenste Pflanze der Welt
Selbst gut untersuchte Regionen wie die Hawaii-Inseln liefern noch Überraschungen. Von einem bislang unbekannten Gewächs fand man nur ein einziges Exemplar.
Mehr bei Spektrum.de

Das neue Gesicht der Antarktis
Die Antarktis könnte künftig ergrünen und von neuen Arten besiedelt werden. Andererseits dürften Spezies verschwinden.
https://idw-online.de/de/news760766

"Gäubahn": Kein Anschluss unter diesem Bürgermeister
Mit dröhnendem Schweigen reagiert der für Bau und Umwelt zuständige Stuttgarter Bürgermeister Peter Pätzold auf Gesprächswünsche zur geplanten Kappung der Gäubahn zwischen Stuttgart und Zürich. Der Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg (LNV) und der Fahrgastverband PRO BAHN hatten Bürgermeister Pätzold bereits Anfang September um ein Gespräch gebeten. Auch auf Nachfrage hörten die Verbände aus dem Rathaus dazu: nichts.
Mehr beim LNV

Regierung will Flächenfraß-Gesetz durchdrücken
Trotz aller Warnungen will die Bundesregierung den Schutz von unbebauten Flächen aufweichen. Die Gesetzesvorlage soll noch vor Weihnachten in den Bundestag kommen. Jetzt noch schnell mitmachen und gegen die Zubetonierung unserer Landschaft unterschreiben.
https://mitmachen.nabu.de/de/flaechenfrass

CO2-Bepreisung und Finanztransfers: Kleine Änderungen können große Wirkung haben für mehr Klimagerechtigkeit
Der weltweite Ausstoß von Treibhausgasen kann durch überraschend kleine Änderungen wohlbekannter politischer Maßnahmen auf faire und kosteneffiziente Weise reduziert werden. Dies zeigt ein Team von Ökonomen in einer quantitativen Studie, die jetzt in Nature veröffentlicht wurde. Differenzierte CO2-Preise in verschiedenen Ländern, kombiniert mit moderaten Finanztransfers von Industrieländern in Entwicklungsländer, würden dies leisten. Diese Veränderungen wären geeignet, so die Forscher, sowohl eine faire Lastenverteilung zu erreichen als auch die Gesamtkosten unter Kontrolle zu halten.
https://idw-online.de/de/news759446

Verzicht auf Silvesterfeuerwerk erspart der Umwelt Tausende Tonnen Kunststoffe
Pforzheimer Wirtschaftsingenieure präsentieren Forschungsergebnisse auf internationalem Abfallwirtschaftskongress
https://idw-online.de/de/news760910

Biodiversitäts-Kollaps im östlichen Mittelmeer
Ein internationales Forschungsteam unter der Leitung von Paolo G. Albano vom Institut für Paläontologie der Universität Wien hat den dramatischen Zusammenbruch der Biodiversität im östlichen Mittelmeerraum mit bis zu 95 Prozent der heimischen Arten beziffert. Die meisten heimischen Arten sterben regional aus, während sich eingeführte tropische Arten rasch vermehren. Die Studie wurde im Journal "Proceedings of the Royal Society B: Biological Sciences" veröffentlicht.
https://idw-online.de/de/news760732

Short-statured giraffes surprise scientists
Meet Nigel. At just 2.6 metres tall, the giraffe is significantly shorter than most members of his species, which typically measure about 5 metres. Scientists report that he is one of two adult giraffes identified with dwarfism, or skeletal dysplasia, which affects bone growth. Although skeletal dysplasia is observed in people and domestic animals such as dogs, the condition has been rarely documented in wild animals.
The New York Times

14.01.2021

Rabenvögel ziehen beim Hütchenspiel mit Menschenaffen gleich
Dass Rabenvögel erstaunlich schlau sind, weiß eigentlich jedes Kind. Bis jetzt hatten Forscher jedoch nur Einzelaspekte der kognitiven Fähigkeiten von Rabenvögeln untersucht und kaum etwas war über die kognitive Entwicklung bekannt. Eine neue Studie aus dem Institut für Kognitionswissenschaft der Universität Osnabrück unter der Leitung von Prof. Dr. Simone Pika hat diese Forschungslücke aufgegriffen und die physischen und sozialen Fähigkeiten von Kolkraben mit denen von Schimpansen und Orang-Utans verglichen. In der Fachzeitschrift Scientific Reports wurden die Ergebnisse nun unter dem Titel "Ravens parallel great apes in physical and social cognitive skills" veröffentlicht.
https://idw-online.de/de/news759786

Arno: Nur noch ein heimischer Fisch im Fluss
Senckenberg-Wissenschaftler haben gemeinsam mit Forschenden aus Italien das Ökosystem des Flusses Arno in Florenz über einen Zeitraum von 215 Jahren untersucht. Sie kommen zu dem Schluss, dass die ursprünglich in Italien heimischen Fischarten nahezu vollständig von nicht-heimischen Arten ersetzt wurden. Auch bei Schnecken, Muscheln und Krebstieren sind heute 70 Prozent der Arten eingewandert. In ihrer kürzlich im "Global Change Biology" erschienenen Studie zeigen die Wissenschaftler*innen, dass dieser Wechsel im Ökosystem durch den Menschen herbeigeführt wurde.
https://idw-online.de/de/news759564

Größtes Inventar aller bekannten Pflanzenarten erstellt
Forscher der Universität Leipzig und des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung haben die weltweit umfassendste Liste aller bekannten Pflanzenarten aufgestellt. Sie enthält 1.315.562 Namen von Gefäßpflanzen und erweitert so die Anzahl anerkannter Pflanzenarten und Unterarten um 70.000, was ca. 20 % entspricht. Der Datensatz wurde nun im Fachblatt Scientific Data veröffentlicht. Er ist das Ergebnis einer über zehn Jahre langen intensiven Recherchearbeit ...
Mehr bei www.uni-leipzig.de

Die Urahnen der fliegenden Monster
Pterosaurier waren die größten flugfähigen Lebewesen aller Zeiten. Sie beherrschten 150 Millionen Jahre den Himmel. Doch wer waren ihre Vorfahren?
Spektrum.de

Telemetriedaten von 600 Vögeln entschlüsseln Winterverbreitung des Rotmilans
Die Überwinterungsgebiete des Rotmilans liegen bekanntermaßen hauptsächlich auf der Iberischen Halbinsel und im südlichen Frankreich. Allerdings zeigen in den letzten Jahren winterliche Zählungen an Schlafplätzen auch in Mitteleuropa eine steigende Anzahl von überwinternden Rotmilanen. Die internationale Rotmilan-Winterzählung, bereits seit vielen Jahren durch die Ligue pour la Protection des Oiseaux (LPO) in Frankreich koordiniert wird, wird auch in diesem Jahr wieder Anfang Januar durchgeführt und in Deutschland durch die regionalen Koordinatoren des DDA und die Plattform ornitho.de unterstützt.
Mehr beim DDA

Über 100 Kornweihen am Federsee
Zurzeit sind prominente Gäste zu Besuch am Federsee: Kornweihen, seltene Greifvögel, die regelmäßig im Federseeried überwintern. Sie kommen aus dem hohen Norden hier her. Der Federsee ist der bedeutendste Überwinterungsplatz für Kornweihen im südlichen Mitteleuropa. Teilweise über 100 Tiere übernachten gemeinsam an traditionellen Schlafplätzen! Ausgewachsene Männchen sind grau mit schwarzen Flügelspitzen, Weibchen und Jungtiere braun. Beide sind an ihrem typischen weißen Bürzel leicht zu erkennen.
NABU-Naturschutzzentrum Federsee

Die Mai-Langhornbiene ist die Wildbiene des Jahres 2021
Die Männchen der Mai-Langhornbiene sehen mit ihren langen Antennen nicht nur auffällig aus, sie bieten Beobachter/-innen im Frühling eine interessante Flugshow: Sie patrouillieren im rasanten Flug an den Nahrungspflanzen und warten auf die Weibchen.
Mehr beim NABU

Die Dänische Eintagsfliege ist Insekt des Jahres 2021
Dieser Tage wurde die Dänische Eintagsfliege zum Insekt des Jahres 2021 gekürt. Das Kuratorium unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Thomas Schmitt, Senckenberg Deutsches Entomologisches Institut in Müncheberg und dem Schirmherr Axel Vogel, Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz des Landes Brandenburg, prämierte das Insekt aus einer Reihe von Vorschlägen. Anders als der Name vermuten lässt, umfasst der Lebenszyklus einer Eintagsfliege – von der im Wasser lebenden Larve bis zum Fluginsekt – im Schnitt zwei Jahre. Die erwachsenen Insekten leben dann jedoch nur noch zwei bis vier Tage.
http://idw-online.de/de/news758832

Ökostrom-Förderung: Europäische Länder sollten Reformen koordinieren
Gerade hat sich die Europäische Union auf strengere Klimaziele bis 2030 geeinigt, nun geht es an die Umsetzung. Was müssen die Länder dabei beachten? Eine Studie zeigt, wie wichtig es ist, dass sie ihre Reformen bei der Förderung von erneuerbaren Energien koordinieren. Sonst würden viele Investoren ihre Aktivitäten verlagern – in noch subventionierte Technologien oder in Länder, in denen Förderung noch vorhanden ist. Die Gesamtkosten des Erneuerbaren-Ausbaus würden dadurch steigen.
https://idw-online.de/de/news760080

Geschäftsmodelle für Bioenergiedörfer - Transferplattform zeigt Post-EEG-Perspektiven auf
Mit dem Portal https://energiewendedörfer.de stellen die Universität Kassel und die Georg-August-Universität Göttingen erste Ergebnisse aus dem Verbundprojekt „Innovative Konzepte und Geschäftsmodelle für zukunftsfähige Bioenergiedörfer - klimafreundlich, demokratisch, bürgernah“ vor. Insbesondere werden Konzepte für Bioenergie- bzw. Biogasanlagen entwickelt, die einen weiteren wirtschaftlichen Betrieb im Anschluss an die bisherige 20-jährige EEG-Phase ermöglichen können.
http://idw-online.de/de/news759145

2020 wird drittwärmstes Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen
Trotz Abkühlung durch das La-Niña-Ereignis im Pazifik war es 2020 im globalen Mittel viel zu warm. Insbesondere in Sibirien sind die Messergebnisse drastisch.
Mehr bei Spektrum.de

Bienengifte: Klöckner plant tödliche Ausnahme
Friederike Gravenhorst, Campaignerin bei Campact, schreibt: Unbemerkt von der Öffentlichkeit plant Agrarministerin Julia Klöckner (CDU), Bienengifte wie Neonikotinoide wieder zu erlauben – dabei sind die längst verboten. Um Proteste zu vermeiden, will Klöckner die Sondererlaubnis noch vor Weihnachten durchdrücken. Darum fordern wir mit einem Eil-Appell: Keine Ausnahmen für Bienenkiller, Frau Klöckner!
Mehr bei Campact

Vogelgrippe auf dem Vormarsch
Vor allem an der Westküste Schleswig-Holsteins werden in den letzten Wochen vermehrt tote Vögel gefunden. Bei vielen Millionen Vögeln, die das Wattenmeer alljährlich nutzen, sind verendete Tiere keine Seltenheit, doch in der aktuellen Dimension besorgniserregend. Grund ist der Ausbruch der Vogelgrippe, dem inzwischen viele Tausend Wildvögel zum Opfer gefallen sind.
Mehr beim DDA

Zeitliche Anbauvielfalt stabilisiert landwirtschaftliche Produktion
Die Ernährung rund um den Globus zu sichern, ist eine zentrale Herausforderung der Menschheit – insbesondere vor dem Hintergrund des bis zum Jahr 2050 prognostizierten Bevölkerungsanstiegs auf fast zehn Milliarden Menschen und der Auswirkungen des Klimawandels. Eine hohe Vielfalt an Anbaukulturen gilt in der Landwirtschaft als stabilisierender Faktor für die Ernährungssicherheit. Doch diese Diversität allein genügt nicht. Es kommt auch darauf an, dass Anbaukulturen sich in ihren zeitlichen Produktionsmustern unterscheiden, schreibt ein vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) koordiniertes Forscherteam in einem Beitrag für Nature.
https://idw-online.de/de/news759679

Deutschlandweite Studie über Fridays-for-Future-Aktive
Die Fridays-for-Future-Bewegung hat die Debatte über den Klimawandel geprägt– in Deutschland und weltweit. InnoSÜD-Wissenschaftler der Hochschulen Biberach und Neu-Ulm haben die Protestbewegung in Deutschland nun in einer Studie genauer untersucht. Wer engagiert sich in der Bewegung und was treibt die Aktivist*innen an? Was sind sie selbst bereit für den Klimaschutz aufzubringen? Und: Wie wirkt sich das auf ihr Verhältnis zur Politik aus? Dazu hat das Forscherteam von April bis Juni 2020 bundesweit über 750 Aktive in der Fridays-for-Future-Bewegung befragt. Es ist eine der ersten und die bislang größte Studie zum Thema in Deutschland.
https://idw-online.de/de/news759723

Mehr Vogelarten im Umfeld machen Menschen in Europa genauso zufrieden wie höheres Einkommen
Eine hohe biologische Vielfalt in der näheren Umgebung ist für die Lebenszufriedenheit genauso wichtig wie das Einkommen. Das berichten Wissenschaftler*innen aktuell in "Ecological Economics". Sie haben erstmals europaweit gezeigt, dass die individuelle Lebenszufriedenheit mit der Vielfalt der Vogelarten im Umfeld korreliert. Zehn Prozent mehr Vogelarten im Umfeld steigern die Lebenszufriedenheit der Europäer*innen demnach mindestens genauso stark wie ein vergleichbarer Einkommenszuwachs. Naturschutz sei daher eine Investition in menschliches Wohlbefinden, so die Forscher*innen.
http://idw-online.de/de/news759210

Was the cradle of life a puddle?
Living things depend on water, but it breaks down DNA and other key molecules. So how did the earliest cells deal with the water paradox? Emerging evidence has caused many researchers to abandon the idea that life emerged in the oceans and instead focus on land environments, in places that were alternately wet and dry. Some of the answers might lie in the distant Jezero Crater on Mars, where NASA’s Perseverance rover might find traces of just such a puddle of prebiotic chemistry.
nature.com

Rare lizard pollinator spotted in South Africa
Late one night, while downloading data from camera traps over beers, researchers in South Africa saw a Drakensberg crag lizard (Pseudocordylus subviridis) visiting a Guthriea capensis flower, commonly known as 'the hidden flower'. Over the next few days, they captured more footage of the lizards sticking their snouts deep into the flowers for nectar. The scientists had discovered the second known plant to use reptiles as its primary pollinator, and the first to do so in Africa. "A lot of science is a slog. But moments like this make it all worthwhile," says plant scientist Sandy-Lynn Steenhuisen.
The Guardian

17.12.2020

Neues vom Biber in Gruol
Wie nicht anders zu erwarten: Nachdem der Damm nicht nur einmal aus nicht in jedem Fall nachvollziehbaren Gründen verschwunden war, hat der Biber in Gruol seinen Damm jetzt so verstärkt, dass der Eingang zum Bau rechtzeitig vor dem Winter unter Wasser liegt. Ein Foto gibt's auf der Facebook-Seite des NABU Haigerloch-Rangendingen.
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Ein Nationalpark und seine Schwarzwälder
Der geplante Nationalpark Schwarzwald traf auf Widerstand in der Bevölkerung. Neue Ideen und Offenheit waren nötig, um die Bevölkerung mit dem neuen Schutzgebiet zu versöhnen.
Spektrum.de

Hohe Zahl ausgerotteter Vogelarten verleitet zu Fehleinschätzung evolutionärer Dynamik
Mit dem Verlust ihrer Flugfähigkeit haben sich Vögel im Laufe der Evolution an die einzigartigen Lebenswelten abgelegener ozeanischer Inseln angepasst. Seit der Mensch diese Inseln besiedelte, hat er jedoch die meisten flugunfähigen Vogelarten ausgerottet. Eine internationale Forschungsgruppe mit dem Bayreuther Ökologen Prof. Dr. Manuel Steinbauer hat das Ausmaß dieses Artenverlustes erstmals umfassend untersucht. Die in "Science Advances" veröffentlichte Studie zeigt, dass ein falsches Bild von der evolutionären Dynamik im Vogelreich entsteht, wenn die flugunfähig gewordenen, vom Menschen ausgerotteten Arten unbeachtet bleiben.
http://idw-online.de/de/news759557

Alpha-Tiere müssen sich der Mehrheit beugen, wenn sie Macht missbrauchen
Besitzen dominante Individuen ein Monopol über Ressourcen, entscheiden Geierperlhühner demokratisch
http://idw-online.de/de/news758704

Frierende Pandas setzen auf Pferdemistparfüm
Wenn ein Panda friert, dann kennt er nix: voll hinein in alles, was nach Pferdeäpfeln riecht. Was tut das Tier da nur?
Mehr bei Spektrum.de

Vogelmonitoring: Ein Rückblick auf die erste digitale Kartiersaison beim MhB
Wie sich die Bestände von Goldammer, Amsel und anderen weit verbreiteten Vogelarten entwickeln, wird seit 2004 durch das Monitoring häufiger Brutvögel (MhB) erfasst. Rund 1.300 Kartierer*innen beteiligen sich jedes Jahr ehrenamtlich an dem bundesweiten Monitoringprogramm. In diesem Jahr konnten die Kartierungen nun erstmals mit Smartphone oder Tablet durchgeführt werden. Rund 230 Ehrenamtliche nutzten dafür die "Kartier-Erweiterung" der App NaturaList und kartierten mehr als 300 Probeflächen.
Ein Beitrag in der Zeitschrift "Der Falke" blickt zurück auf diese erste digitale Saison.
Mehr beim DDA

Waschbär, Marderhund & Co: Gefahren invasiver und gebietsfremder Raubsäugerarten für Gesundheit und Ökologie
Waschbär, Marderhund, Mink und Goldschakal sind in Deutschland und Europa nicht heimisch, verbreiten sich aber immer stärker. Wie diese invasiven und gebietsfremden Arten die biologische Vielfalt bedrohen und welche Krankheiten sie auf Menschen oder Tiere übertragen können, untersucht jetzt das Forschungsverbundprojekt ZOWIAC "Zoonotische und wildtierökologische Auswirkungen invasiver Carnivoren" der Goethe-Universität Frankfurt und der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung.
http://idw-online.de/de/news759049

LNV-Info 3/2007, aktualisiert : Biber in Baden-Württemberg
Unser größtes heimisches Nagetier erobert seit seinem ersten Wiederauftreten in Baden-Württemberg um 1980 unaufhaltsam von vier Seiten unser Land ...
Mehr beim LNV

Neue Ausgabe "Seltene Vögel in Deutschland" erschienen
Die achte Ausgabe der Reihe "Seltene Vögel in Deutschland" liefert einen weiteren umfassenden Überblick über das Auftreten von Seltenheiten in Deutschland. Kernbeitrag des 76 Seiten umfassenden Heftes ist die Zusammenstellung der Nachweise seltener Vogelarten in Deutschland im Jahr 2018. Der erste Nachweis des Swinhoewellenläufers für Deutschland und der zweite deutsche Nachweis der Pazifiktrauerente bilden die Höhepunkte dieses Jahrgangs. (...) Die genannten und mehrere hundert weitere Nachweise werden detailliert und mit zahlreichen Fotos und ergänzenden Grafiken und Karten präsentiert.
Mehr beim DDA

"Libelle des Jahres" ist Klimamigrant
2019 ist die Wanderlibelle erstmals in Deutschland gesichtet worden. Eigentlich folgt sie den Monsunregen, doch die Klimakrise eröffnet ihr den Weg nach Mitteleuropa.
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Heimlichtuer des Jahres 2021: Das Glühwürmchen
Pottwale sehen Geräusche, Jesus-Echsen laufen über das Wasser und es gibt Spinnen, die ein Lasso um ihre Beute schwingen können – aber auch unsere heimische Natur steckt voller Arten mit außergewöhnlichen Fähigkeiten. Oft sind es unauffällige, unscheinbare Lebewesen, deren Besonderheiten man erst beim genauen Hinsehen wahrnimmt. Der BUND Baden-Württemberg und BUND Hessen küren deshalb gemeinsam zum ersten Mal den Heimlichtuer des Jahres. 2021 fiel die Wahl auf das Glühwürmchen. Selbst die besten Energiesparlampen können mit ihm nicht mithalten.
Mehr beim BUND

Schmelzende Arktis im Schnellvorlauf
Der tiefgefrorene Permafrostboden in der Arktis taut in erschreckendem Ausmaß. Das haben Forschenden des Alfred-Wegener-Instituts jetzt durch die Auswertung von Satellitenbildern eindrücklich bestätigt: Schmelzwasserseen in Alaska laufen reihenweise aus, weil der Boden immer weicher wird. Das Ausmaß des Seen-Kollapses war in der Saison 2017/2018 so extrem, wie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler es eigentlich erst für das Ende dieses Jahrhunderts erwartet hätten.
http://idw-online.de/de/news759051

Quarks & Co.: Laubbläser nerven! Aber es gibt Alternativen!
Laubbläser und Laubsauger sind wohl die Nervensägen schlechthin im Herbst. Angetrieben von einem Verbrennungsmotor können da leicht 110 Dezibel zusammen-kommen – schon ab 80 Dezibel Lautstärke drohen bleibende Hörschäden. Grenzwerte für den Krach? Fehlanzeige! Sie werden auf europäischer Ebene festgelegt – das kann noch bis 2025 dauern. Bis dahin gibt es drei Möglichkeiten, um den Lärm zu reduzieren: auf akkubetriebene Elektrogeräte umsteigen – die sind deutlich leiser. Für den privaten Gebrauch gut geeignet: die Harke – sie ist leise, schont den Geldbeutel und man spart auch noch Betriebskosten. Oder: Das Laub einfach liegenlassen. Denn es ist ein superguter Dünger für den Boden! Thomas Samboll aus dem Quarks-Team mit mehr Empfehlungen
DailyQuarks (7:42)

Dazu:
"Erst bunt dann ab – Laub im Herbst" – ein WDR 5 Quarks-Beitrag vom 23.10.17 | ▶ audio
"Darum ist Laub so wichtig für die Natur" – ein Quarks-Beitrag vom 08.11.20 | ▶ facebook

Fridays for Future gegen Fracking und Erdöl-Förderung in Namibia
Bettina Behrend von Rettet den Regenwald e.V. schreibt: Namibias Natur und Tierwelt werden durch eine furchterregende Gier nach Erdöl bedroht. Die kanadische Firma ReconAfrica hat die Lizenz erhalten, im ökologisch sensiblen Kavango Becken nach Öl zu suchen. Auch das berühmte Okavangodelta in Botswana ist in Gefahr.
Zur Petition

Bleischrot in Feuchtgebieten wird verboten
Das Blei aus dem Schrot verunreinigt Gewässer und tötet so jedes Jahr Millionen von Vögeln. Doch dem neuen Verbot fehlt es womöglich an Durchschlagskraft.
Mehr bei Spektrum.de

Global, regional, lokal – ornitho-Regioportal bei Citizen-Science-Tagung vorgestellt
"Artenvielfalt erleben – Wie Naturforschung vor der eigenen Haustür von interaktiven Webkarten profitiert" lautet der Name eines seit 2018 laufenden gemeinsamen Projekts des DDA mit Forschenden des Leibniz-Instituts für Länderkunde und des Leibniz-Instituts für Wissensmedien, in dessen Rahmen ein interaktives Auswerteortal für die Daten von ornitho.de entwickelt wurde. Dieses ist unter www.ornitho-regioportal.de verfügbar und wurde am vergangenen Freitag im Rahmen einer Online-Konferenz Vertreterinnen und Vertretern von Citizen-Science-Projekten, Online-Portalen, Fachgesellschaften und Naturschutzverbänden vorgestellt.
Mehr beim DDA

Muss der "Black Friday" grün werden?
Der "Black Friday" gilt als Gipfel der Rabattschlachten. Er verspricht die besten Schnäppchen und lockt mit Sonderangeboten. Doch die Kritik am achtlosen Konsum wächst. Immer mehr Initiativen protestieren gegen den Konsumrausch mit Gegenbewegungen. Der "Green Friday" will das Prinzip umdrehen: Auch die Umwelt soll von der Kauflust profitieren. "Unser Konsum ist nicht nachhaltig – wir brauchen ein Umdenken. Die planetaren Grenzen lassen keine Alternative zu", sagt Wirtschaftswissenschaftler Prof. Dr. René Fahr von der Universität Paderborn.
http://idw-online.de/de/news759086

Iconic Australian animals glow in the dark
Echidnas, wombats and bilbies are among the Australian mammals that glow under ultraviolet (UV) light. Scientists at the Western Australian Museum confirmed the effect in samples in their collection following the shock discovery last month of biofluorescence in platypuses (Ornithorhynchus anatinus). Many insects and sea creatures are known to be biofluorescent, but this trait has been identified in only a handful of mammals in the New World until now. "Their ears and tails shine bright like a diamond!" wrote the museum’s curator of mammalogy, Kenny Travouillon, of the sight of bilbies under UV light.
ABC News

Rescue Brazil’s burning Pantanal wetlands
Climate extremes, poor management and lax laws are making the Pantanal World Heritage Site prone to fierce fires. Researchers and governments must develop a plan to manage these risks together, argue climatologist Renata Libonati and four colleagues. "Neglecting the connections between climate, land use and fire management will make it impossible to restore the Pantanal to its former state, let alone protect the region in the future," they write.
Nature

Moth wings sport acoustic camouflage
Scales on the wings of moths form acoustic camouflage that hides the insects from the sonar of bats. Researchers examined the Chinese tusar moth (Antheraea pernyi) and Dactyloceras lucina, a large African moth. These species have no ears to hear approaching predators. Instead, they defend themselves using a dense array of tiny, thin scales that each resonate at a particular frequency. Together, the scales absorb at least three octaves of sound — the first known natural acoustic metamaterial. The intricate arrangement and structure of the scales could inspire ultrathin sound-absorbing materials: think sound-absorbing wallpaper instead of panels, say researchers.
Chemistryworld

'America's Amazon' faces destruction
Alabama has the most aquatic diversity of any US state. It has more species of flesh-eating pitcher plant than anywhere else on Earth. It is the home of the Mobile River Basin, "America’s Amazon, far and away the most biodiverse river network in North America", writes Alabamian journalist Ben Raines. But industry, urban growth and lax environmental regulation are putting this neglected wilderness at risk, argues Raines. "The rate of aquatic and terrestrial species extinctions in Alabama is roughly double that seen anywhere else in the continental United States," he writes.
Los Angeles Times

10.12.2020

Mini-Tukan lebte unter Dinosauriern
Vögel sind nicht nur die überlebenden Nachfahren der Dinos, sie lebten schon mitten unter ihnen. Ihr ganzer Artenreichtum wird erst langsam bekannt.
Mehr bei Spektrum.de

Ameisen tragen unerwartete Panzerung
Ein überraschendes Biomineral entdecken Fachleute auf dem Außenskelett von Blattschneiderameisen. Es stellt ein grundlegendes Merkmal der Insekten in Frage.
Mehr bei Spektrum.de

Weißwangengans ist Seevogel des Jahres 2021
Der Verein Jordsand hat die Weißwangengangs zum Seevogel des Jahres 2021 gekürt. Durch starke Schutzbemühungen und das Ende der intensiven Bejagung lassen sich heute wieder eindrucksvolle Ansammlungen von hunderttausenden dieser schönen Vögel an der beobachten. "Die Weißwangengans ist ein Symbol für erfolgreiche Naturschutzmaßnahmen und heute zugleich eine Attraktion für Touristen und Naturliebhaber an der Nordseeküste", sagt Dr. Steffen Gruber, Geschäftsführer des Vereins Jordsand.
Mehr beim DDA

Trottellumme gegen Vestas V174 – Der Kampf ums deutsche Meer hat begonnen
Die Bundesregierung will die Nutzung von Nord- und Ostsee neu regeln. Die Interessen von Reedereien, Fischern, Rohstoffkonzernen und Umweltschützern prallen aufeinander. Doch übertreibt es Deutschland mit dem Naturschutz, ziehen Projektplaner an eine investorenfreundlichere Küste.
Mehr in der welt.de

Juristischer Sieg für Rumäniens Wälder
Lange haben die rumänische Regierung und das staatliche Forstmanagement Romsilva Informationen über die Waldbestände im Land geheim gehalten, entgegen der Umweltinformationsrichtlinie der EU sowie der Aarhus Konvention. Unsere Partnerorganisation Agent Green musste bisher den Zugang zu relevanten Informationen in zahlreichen Gerichtsverfahren einklagen.
Mehr bei euronatur.org

Glimmer of hope for biodiversity
Estimates that half of global vertebrate populations have declined over the past five decades might be misleading. Researchers reanalysed data from the Living Planet Index, covering more than 14,000 animal populations. They found that overall estimates are skewed by terrible losses among some 3% of species, mostly among large animals and in the Indo-Pacific region. In some other places, especially northern and temperate regions, things are improving. "There are biodiversity problems. But it is not all declining worldwide nor hopeless," says ecologist Brian Leung. "Our efforts over the last few decades have not been wasted".
cosmosmagazine.com/

Butterfly conservation: Atlas of Britain and Ireland’s Larger Moths
Die Freund*innen vom Butterfly Conservation UK haben großartige Arbeit geleistet und können mittlerweile Daten aus ihrem Nachtfalter-Monitoring über eine Periode von nunmehr knapp 50 Jahren auswerten. Zoe Randle stellt im folgenden Video den Stand der aktuellen Auswertungen dar. Wie haben sich die Populationen in diesem Zeitraum entwickelt? Welche Arten zählen zu den Gewinnern, welche zu den Verlieren? Gibt es Ausdehnungen der Verbreitungsgebiete oder Veränderungen in den Phänologien? Welche Ursachen können ausgemacht werden?
Webinar-Mitschnitt auf Facebook in englischer Sprache (Dauer ca. 1 Stunde)

03.12.2020

Bunte Wiesen und Weiden - ein Modell gegen das Insektensterben
Der Verlust der biologischen Vielfalt, in der Öffentlichkeit vor allem als Bienen- und Insektensterben bekannt, sowie der voranschreitende Klimawandel erfordern einfache, naturbasierte Lösungen, die in der Fläche angewendet werden können. Dr. Philipp Unterweger, Biologe und Biodiversitätsplaner, hat in seinem Vortrag beim BUND in Reutlingen die Zusammenhänge zwischen artenreichen Grünflächen und den drängenden Problemen unserer Zeit dargestellt.
https://www.youtube.com/watch?v=IneIDXGkrsQ

Geplantes Baugebiet in Haigerloch-Hart: teils heftige Reaktionen
Nicht jedem ist es gegeben, mit abweichenden Ansichten sachbezogen umzugehen und auch hierzulande gibt es Leute, die mit persönlicher Verunglimpfung, Hetze und unwahren Behauptungen reagieren zu müssen glauben.
Wir hatten Stellung zu einem aus Naturschutzsicht auch rechtlich nicht haltbaren Bebauungsplanentwurf gemacht und damit ein mitunter "unterirdisches" Echo erzielt. Weil die Auseinandersetzung über Leserbriefe nicht immer das Mittel der Wahl ist, haben wir die Vorgänge jetzt dokumentiert und unsere Position dargestellt.
Mehr

Eine Fledermaus zeigt sich den Helfern
Die Mitglieder der IGNUK haben eine Nistkastenkontrolle und -Reinigung im Naturschutzgebiet Scharlenbachtal in Starzeln vorgenommen.
Schwarzwälder Bote

Massive Kritik an Flächenverbrauch
Wir hatten zur 5. Änderung des Regionalplans Stellung bezogen und hierbei besonders den immensen Flächenverbrauch kritisiert. Der Schwarzwälder Bote hat unsere Pressemitteilung aufgegriffen ...
Schwarzwälder Bote

Knochenfische, Korallen und aktive Tiere leiden unter Meerwassererwärmung
Forschende des Museums für Naturkunde Berlin und der Universität Erlangen-Nürnberg haben die Anfälligkeit von Tieren während rascher Erwärmungsphasen der Ozeane in den letzten 300 Millionen Jahren Erdgeschichte ermittelt und mit dem Aussterberisiko in Zeitintervallen ohne drastische Temperaturerhöhung des Meerwassers verglichen. Die mit Fossilien gewonnenen Ergebnisse geben einen Hinweis darauf, welche Meerestiere besonders empfindlich auf den Klimawandel reagieren.
http://idw-online.de/de/news758510

JKI-Forscher werten regionalen Langzeitdatensatz zu Insektenfängen aus
Ein standardisiertes Langzeit-Monitoring von Insekten in der Region Quedlinburg-Aschersleben zeigt: Zahl wichtiger Schadinsekten wie Blattläusen nimmt zu trotz allgemeinem Insektenrückgangs. Zwischenergebnisse sind jetzt in den DGaaE-Mitteilungen erschienen.
http://idw-online.de/de/news758292

Tierwanderungen: Wandern verkürzt das Leben
Alljährlich zwischen weit entfernten Plätzen zu wechseln, ist zehrend. Wandernde Tierarten leben daher nicht nur vergleichsweise kurz, auch sonst verläuft ihr Leben rascher.
Spektrum.de

Neue Affenart - kaum entdeckt, schon bedroht
Der Berg Popa in Myanmar gehört zu den großen Heiligtümern des Landes. Vor den Augen der Pilger existierte dort eine bislang unbekannte Affenart.
Spektrum.de

Mehr amtlicher Einsatz gegen Schottergärten!
Der Badische Landwirtschaftliche Hauptverband (BLHV), der Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg (LNV) und der NABU Baden-Württemberg fordern die Baurechtsbehörden auf, konsequent gegen Schottergärten vorzugehen. Das Land habe Schottergärten zwar im neuen Biodiversitäts-Stärkungsgesetz verboten. Auf den Grundstücken vor Ort ändere sich dadurch jedoch zunächst einmal gar nichts. Es sei nun an den Baurechtsämtern, die Eigentümer von Schottergärten systematisch anzuschreiben und sie aufzufordern, rechtswidrige Flächen zurückzubauen.
Mehr beim LNV

CO₂-Bepreisung kann soziales Gefälle verringern
Spätestens seit den Protestaktionen der "Gelbwesten" in Frankreich ist es ein Argument, auf das man gefasst sein muss: Ärmere Haushalte gäben prozentual mehr Geld für Energie aus und seien daher besonders betroffen, wenn der Staat mit seiner Klimapolitik Treibhausgas-Emissionen verteuert. Doch das entspricht nicht generell der Realität. In vielen Fällen kann eine CO₂-Bepreisung die Kluft zwischen Arm und Reich verringern, belegt eine Metastudie unter Führung des Berliner Klimaforschungsinstituts MCC (Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change) in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW).
http://idw-online.de/de/news757927

Deutschland ist schon zwei Grad wärmer
Klimaforscher Stefan Rahmstorf erläutert, warum es schon heute wärmer ist als oft angegeben. Die Erklärung ist überraschend einfach.
Spektrum.de

Vom Wegwerfprodukt zum Nährstofflieferanten - Biologisch abbaubare Folien für die Landwirtschaft
Schweift der Blick im Herbst über die abgeernteten Felder, dann gehört der Anblick von Silageballen dazu. Verpackt in Folie werden in den runden Ballen durch Milchsäuregärung Futtermittel für Rinder und Kühe hergestellt. Doch die häufig von Spaziergängern als Fotomotiv genutzten Ballen sind nicht sonderlich naturnah. Der Grund: Bislang werden die dafür verwendeten Folien nach der Nutzung entsorgt – ein Recycling ist schlicht nicht üblich und auch nur mit großem Aufwand möglich. Eine Machbarkeitsstudie am Institut für angewandte Biopolymerforschung (ibp) der Hochschule Hof unter Leitung von Prof. Dr. Michael Nase soll die Grundlage dafür legen, genau das dauerhaft zu ändern.
http://idw-online.de/de/news758414

Mikroplastik in der Todeszone des Mount Everest
Der Mount Everest ist die höchste Müllhalde der Welt. Im Unrat findet sich auch Mikroplastik. Bei einem Großteil handelt es sich um Partikel aus Polyester-Fasern von Bergsteigern.
Spektrum.de

Bird deaths down 70 percent after painting wind turbine blades
Something as simple as black paint could be the key to reducing the number of birds that are killed each year by wind turbines. According to a study conducted at a wind farm on the Norwegian archipelago of Smøla, changing the color of a single blade on a turbine from white to black resulted in a 70-percent drop in the number of bird deaths.
https://arstechnica.com/

 

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