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Archiv Nachrichten

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29.07.2021

Wiedehopf - Der Irokese unter den Vögeln ist zurück
Der Wiedehopf, der Irokese unter den Vögeln, ist zurück am Kaiserstuhl. Das ist auch der Verdienst des Ornithologen Christian Stange. Ein wirklich schöner Beitrag über den Wiedehopf und die Arbeit des NABU-Experten vom NABU Freiburg.
SWR-Fernsehen

Umweltfreundliches Verhalten von Schülerinnen und Schülern kann gefördert werden
Projekt zur Betreuung von Hummelvölkern an Schulen zeigt Möglichkeiten auf, hummel- und umweltfreundliche Handlungsabsichten von Schülerinnen und Schülern zu stärken
https://idw-online.de/de/news771843

Erstmals tödlicher Angriff von Schimpansen auf Gorillas beobachtet
Ein Forschungsteam der Universität Osnabrück und des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie aus Leipzig hat erstmals tödliche Angriffe von Schimpansen auf Gorillas in freier Wildbahn beobachtet. Die neuen Erkenntnisse sind unter dem Titel "Lethal coalitionary attacks of chimpanzees (Pan troglodytes troglodytes) on gorillas (Gorilla gorilla gorilla) in the wild" in der Fachzeitschrift Scientific Reports erschienen.
https://idw-online.de/de/news773002

Italienische Höhlensalamander in Deutschland?
Nicht-einheimische Arten zählen zu den Hauptproblemen für den Verlust der Artenvielfalt. Unter den Amphibien sind es vor allem einige nicht-einheimische Froschlurche (z.B. Aga-Kröte oder Afrikanischer Krallenfrosch), die großen negativen Einfluss auf fremde Ökosysteme nehmen können. Für Schwanzlurche, also Molche und Salamander, sind nur wenige Fälle bekannt, in denen diese in andere Ökosysteme verschleppt oder ausgesetzt wurden. Seit 2013 ist bekannt, dass es eine kleine Population von Höhlensalamandern im Weserbergland/Solling, Niedersachsen gibt. Jetzt ist die Art sowohl durch genetischen Nachweis als auch aufgrund des äußeren Erscheinungsbilds als Speleomantes italicus bestimmt.
https://idw-online.de/de/news772967

Was summt in Garten und Feld? Smartphone-App hilft, Wildbienen leichter zu bestimmen
Die meisten Menschen kennen Honigbienen. Wie viele unterschiedliche Wildbienenarten es gibt, wissen die Wenigsten. Eine neue Smartphone-App soll die Bestimmung der unterschiedlichen Arten erleichtern und so zum Schutz der bedrohten Bestäuber beitragen. Mit "Wildbienen Id BienABest" können Interessierte rund einhundert der häufigsten und auffälligsten Wildbienen in Deutschland identifizieren. Entwickelt wurde die kostenlose App innerhalb des Verbundprojekts "BienABest" des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI e.V.) und der Universität Ulm.
https://idw-online.de/de/news772936

Naturschutzverbände fordern deutlich mehr Tempo für Renaturierung der Fließgewässer
Es ist ein dickes Brett, das Baden-Württemberg beim Gewässerschutz bohren muss. "Wir sind meilenweit davon entfernt, die EU-Ziele zu erreichen. Das Umsetzungstempo muss jetzt im dritten Bewirtschaftungszyklus deutlich anziehen, damit wir eine Chance haben, alle Gewässer in einen guten Zustand zu überführen", sagt der NABU-Landesvorsitzende Johannes Enssle. Gemeinsam mit den Verbandsspitzen von BUND und LNV im Land hat er die kürzlich verschickte Stellungnahme der drei Naturschutzverbände NABU, BUND und LNV an das Land unterschrieben. Darin fordern die Verbände das Umweltministerium und die Regierungspräsidien auf, spürbar mehr Einsatz für die Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) zu zeigen.
Mehr beim Landesnaturschutzverband (LNV)

"UnternehmensNatur" lässt Firmengelände erblühen
Im Projekt "UnternehmensNatur" von NABU und Flächenagentur Baden-Württemberg werden Firmen beraten, wie sie ihre Betriebsgelände naturnah gestalten können. So entstehen in Städten und Industriegebieten wertvolle Lebensräume, die zum Erhalt der Artenvielfalt beitragen.
Mehr beim NABU BW

Schottergärten abmildern: So kommt wieder mehr Natur ins Beet
Es hat sich herumgesprochen: Schottergärten sind schlecht für die Biodiversität und unser Klima. Alle Landesbauordnungen geben deshalb vor, dass nicht bebaute Flächen zu begrünen und wasserdurchlässig zu gestalten sind. Doch was tun, wenn man schon einen Schottergarten hat und ihn ökologisch aufwerten möchte? Wir zeigen es.
Mehr beim NABU.de

Klimawandel erzeugt jedes Jahr 18 neue Gletscherseen
Die rasante Gletscherschmelze lässt sich an einem eindrücklichen Phänomen sichtbar machen: Überall in den Schweizer Alpen entstehen derzeit neue Gletscherseen.
Spektrum.de

Klasse und Masse – bei der Durchwachsenen Silphie stimmt alles
Mehrjährige Energiepflanzen bieten viele Vorteile für die Landwirtschaft: stabile Erträge ohne Erosionsrisiko oder Nährstoffauswaschung. Gleichzeitig tragen sie durch geringen Einsatz chemischer Pflanzenschutzmittel und unüblicher Pflege- und Erntezeiten zur biologischen Vielfalt in der Agrarlandschaft bei. Zu diesem Schluss kommen das Technologie- und Förderzentrum (TFZ) sowie die Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL), die in einem sechsjährigen Forschungsprojekt die Umweltparameter sowie das Ertragspotenzial von mehrjährigen Energiepflanzen untersucht hatten. Die Ergebnisse wurden jetzt im TFZ-Bericht Nr. 71 veröffentlicht.
https://idw-online.de/de/news772556

Pflanzenreste auf dem Feld verrotten zu lassen ist gut für das Klima
Im Boden verrottende Pflanzen sind nicht nur als Kompost wertvoll. Tatsächlich spielen Pflanzenreste eine entscheidende Rolle, wenn es darum geht, den Kohlenstoff im Boden zu halten, was für die Reduzierung der CO2-Emissionen des Planeten wichtig ist. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie von Forschenden der Technischen Universität München (TUM) und anderen Institutionen.
https://idw-online.de/de/news772436

Flutkatastrophe: "Wir brauchen eine gesellschaftliche Debatte über die nachhaltige Nutzung von Auen"
Bei der Ursachenforschung zu der aktuellen Flutkatastrophe im Westen Deutschlands sowie in den angrenzenden Ländern wird vor allem darüber diskutiert, inwieweit menschgemachter Klimawandel und Flächenversiegelung in den Einzugsgebieten die natürlichen Flutprozesse verstärkt. Prof. Dr. Christoph Zielhofer, Physischer Geograph an der Universität Leipzig, sieht allerdings noch eine andere Gefahr: Bei extremen Hochfluten spielen seiner Ansicht nach die baulichen Veränderungen in den Flussauen eine große Rolle. Dieser Aspekt komme in der Diskussion um die Ursachen der Flutkatastrophen bisher zu kurz.
https://idw-online.de/de/news773046

Regenwaldgebiete absorbieren kein Treibhausgas mehr
Die Amazonaswälder wirkten bisher dem Klimawandel entgegen. Doch das ändert sich gerade. Teile der Waldgebiete geben schon mehr Treibhausgase ab, als sie aufnehmen.
Spektrum.de

22.07.2021

Warum auch der NABU "Witzenhart" kritisiert
Die Hechinger NABU-Aktiven trafen sich im Klostergarten St. Luzen zum ersten Mal wieder persönlich. Sie warben für Streuobstbestände und übten Kritik an der Planung für "Witzenhart" in Sickingen.
Hohenzollerische Zeitung
Stellungnahme der Naturschutzverbände (PDF)

Singvögel mögen es süß
Der Mensch erkennt ohne Probleme süß schmeckende Lebensmittel. Vielen fleischfressenden Tieren jedoch fehlt diese Fähigkeit. Ob Vögel als Nachfahren fleischfressender Dinosaurier Süßes erkennen, war bislang unklar. Ein internationales Team um Maude Baldwin vom Max-Planck-Institut für Ornithologie hat nun gezeigt, dass Singvögel unabhängig von der primären Ernährungsweise Süßes erkennen und seit wann und auch wie die Singvögel-Vorfahren den umami Geschmacksrezeptor, der eigentlich auf Herzhaftes reagiert, zum Schmecken von Zucker nutzen. Diese Fähigkeit blieb den Singvögeln im Laufe der Evolution erhalten und beeinflusst die Ernährung von nahezu der Hälfte aller heute lebenden Vögel.
https://idw-online.de/de/news772200

Projektstart: Vogeldetektionssysteme auf dem Prüfstand
Am 1. Juni startete das Projekt "Durchführung von Leistungsnachweisen für Detektionssysteme zur Verminderung von Vogelkollisionen an Windenergieanlagen in Brandenburg", welches vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Energie des Landes Brandenburg (MWAE) gefördert wird. Dabei erprobt die Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) in Kooperation mit dem Kompetenzzentrum Naturschutz und Energiewende (KNE) sensorbasierte, automatische Vogeldetektionssysteme, die verhindern sollen, dass windenergiesensible Greif- und Großvogelarten mit Windenergieanlagen kollidieren.
https://idw-online.de/de/news772468

Schwärze verleiht Flügel
Viele Seevögel weisen dunkle Federn auf ihren Flügeln auf. Nun scheint klar, warum das so ist.
Spektrum.de

Muskeln schützen Seeotter vorm Frieren
Seeotter sind die kleinsten aller Meeressäugetiere. Der Kälte trotzen sie mit einem Trick: Ihre Muskeln arbeiten alles andere als energiesparend.
Spektrum.de

Nach dem Gipfel ist Schluss: Klimawandel bedroht Gebirgs-Schmetterlinge
Ein europäisches Team aus Bonn, Müncheberg und Salzburg hat die Verbreitung von Gebirgs-Schmetterlingen im österreichischen Bundesland Salzburg untersucht. Die Wissenschaftler zeigen in ihrer heute im Nature-Fachjournal "Scientific Reports" erschienenen Studie, dass die Gebirgs-Tagfalter in den letzten 60 Jahren im Schnitt um über 300 Meter in die Höhe gewandert sind. In niedrigeren Lagen verschwinden die Schmetterlinge und tauchen bergaufwärts wieder auf – die Forschenden sehen darin eine Reaktion auf die Klimaerwärmung und den Beginn einer grundlegenden Veränderung der Natur.
https://idw-online.de/de/news772736

Naturtipp: Der Kolibri, der ein Schmetterling ist
Viele nennen es auch Garten-Kolibri. Denn das Taubenschwänzchen (Macroglossum stellatarum) schwirrt gerne mit rund 80 Flügelschlägen pro Sekunde in unseren Gärten herum. So schafft es in einer Minute bis zu 150 Besuchen an Blüten. Dabei bleibt es wie ein kleiner Hubschrauber in der Luft vor der Blüte stehen, um mit seinem Rüssel Nektar zu saugen. Damit ist es anderen Schmetterlingen weit überlegen. Denn sie kommen durchschnittlich auf zehn bis 15 Flügelschlägen in der Sekunde.
Mehr beim BUND BaWue

Baden-Württemberg hinkt beim Vogelschutz hinterher
Die neue Rote Liste der Brutvögel Deutschlands zeigt Defizite im Vogelschutz in Baden-Württemberg auf. Viele Vogelarten sind hier um eine Gefährdungskategorie schlechter eingestuft als im Bundesdurchschnitt. Besonders bedroht sind die Feld- und Wiesenvögel.
Mehr beim NABU BW

Asiatischer Marienkäfer nach erstem Zählzeitraum des Insektensommers erstmals auf Platz eins
Im ersten Zählzeitraum des Insektensommers 2021 wurde der Asiatische Marienkäfer erstmals bundesweit am häufigsten gesichtet und verdrängt damit die Steinhummel auf den zweiten Platz. Dazu hat wohl insbesondere der kühle Frühling beigetragen.
Mehr beim NABU BW

Schub für die Windkraft: Studie plädiert für eine rechtzeitige Berücksichtigung von Umwelt- und Landschaftsschutz
Seit Jahren kommt der Ausbau der Windkraft nicht wie geplant voran. Das liegt laut einer Studie der TH OWL, die durch das Bundesamt für Naturschutz gefördert wurde, unter anderem daran, dass Natur- und Landschaftsschutz zu spät bei der Planung neuer Windkraftanlagen einbezogen werden. Laut der Studie sind aus Naturschutzsicht rund 3,6 Prozent der Fläche in Deutschland für die Nutzung von Windenergie geeignet.
https://idw-online.de/de/news771775

Unterschreiben Sie für die Agrarwende und Klimaschutz?
Sven Giegold & Martin Häusling schreiben: In Brüssel steht in diesen Wochen eine der wichtigsten Entscheidungen für den Klima- und Umweltschutz an: Es geht um die Zukunft der EU-Agrarpolitik. Konkret: Wird die Landwirtschaft die Klimakrise weiter anheizen oder zum Klimaschutz beitragen? Hinter den verschlossenen Türen des Rates der Mitgliedsländer hilft Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU), eine Agrarwende zugunsten des Klima- und Umweltschutzes zu blockieren.
zur Petitionsseite

EU-Rechnungshof wirft europäischer Agrarpolitik Versagen vor
100 Milliarden Euro flossen dem Namen nach in den Agrar-Klimaschutz. Gebracht hat das praktisch nichts, sagt die Prüfbehörde: Die Emissionen gingen kaum zurück.
Spektrum.de

15.07.2021

Rote Liste Brutvögel: Vogelsterben in Deutschland geht weiter
Wissenschaftler und Vogelschützer fordern wegen des dramatischen Rückgangs an Brutvögeln einen nationalen Rettungsplan
https://idw-online.de/de/news771379

Ambiente und gutes Essen: Wildbienen brauchen vielfältige Agrarlandschaften
Massentrachten wie Raps oder Ackerbohnen bieten wertvolle Nahrungsquellen für Bienen, die bei ihren Blütenbesuchen zur Bestäubung von Kultur- und Wildpflanzen beitragen. Doch nicht jede blühende Ackerkultur wird von denselben Bienen besucht. Ein Team der Universität Göttingen und des Julius Kühn-Instituts (JKI) in Braunschweig hat untersucht, wie sich die Lebensraumvielfalt der Agrarlandschaft und der Anbau verschiedener Massentrachten, das heißt blühender Kulturpflanzen, auf Wildbienen auswirken.
https://idw-online.de/de/news771752

Wildbienen brauchen Totholz im Wald
Wie viele Baumarten gibt es im Wald? Wie sind die Bäume verteilt? Wie hoch sind die einzelnen Baumkronen? Gibt es umgestürzte Bäume oder ausgehöhlte Baumstämme? Forstwissenschaftlerinnen und Forstwissenschaftler charakterisieren Wälder nach strukturellen Faktoren. „Strukturreichtum ist sehr wichtig für die Biodiversität in Wäldern. Aber forstlich genutzte Wälder sind im Allgemeinen strukturarm“, sagt Tristan Eckerter von der Professur für Naturschutz und Landschaftsökologie der Universität Freiburg.
https://idw-online.de/de/news771387

Eine Frage der Fairness: Klimaschutz bei Wohnen und Verkehr
Eine sozial gerechte Klimaschutzpolitik beim Wohnen und im Verkehr ist möglich. Dazu müssen Kosten und Belastungen für Haushalte mit niedrigem Einkommen geringgehalten oder umverteilt werden. So sollten etwa die Investitionen für energetische Sanierungen nicht zu untragbaren Mietsteigerungen führen und die höheren Heizkosten, die durch die neue CO2-Bespreisung entstehen, gerecht zwischen Mietenden und Vermietenden aufgeteilt werden.
https://idw-online.de/de/news771733

Dolphins learn their teammates' names
Male dolphins learn the signature whistles — unique 'names' given to dolphins by their mothers — of each member of their extensive, lifelong network of allies. The finding suggests that the cetaceans have a concept of team membership — a first in the animal kingdom. Scientists used underwater sound systems and drones to observe how dolphins responded to each other’s hails. The animals were quickest to heed the call of pals who had helped them in the past.
Science Magazine

Birds flown to Mexico to escape rising seas
Thirty-three black-footed albatrosses (Phoebastria nigripes) started new lives on Guadalupe Island in Mexico after being flown 6,000 kilometres from Midway Atoll near Hawaii. On Midway, they "were destined to drown", says conservation biologist Julio Hernández Montoya. The birds were flown on a commercial airline, as eggs or one-month-old chicks, in the first transfer of a seabird species between nations. Conservationists first restored Guadalupe Island to its lush natural state by removing invasive species, including nearly 50,000 goats and 1,500 feral cats.
Science Magazine

08.07.2021

Neue Süßwasserfischart
Eine neue Fischart wurde nach einem der renommiertesten Zoologen Syriens benannt, der am 16.2.2015 in den blutigen Konflikten in Syrien hinterlistig von einem Scharfschützen erschossen wurde: Dr. Adwan Shehab. 1967 geboren, studierte er an Universität Damaskus und promovierte im Jahr 1999. Er hinterließ seine Frau und vier Kinder. Nach zehn Jahren Syrienkrieg halten Zerstörung, Hunger und Leid weiter an. Die Sinnlosigkeit zeigt sich einerseits im Tod Shebabs, dessen internationale wissenschaftliche Expertise durch seine Ermordung einfach ausgelöscht wurde. Gleichzeitig macht uns die gesamte Tragödie Syriens fassungslos, die Tragödie eines Landes, das größtenteils in Trümmern liegt.
https://idw-online.de/de/news771726

Die Wüsten verlieren ihre Pflanzen
Längere Dürren und steigende Temperaturen setzen sogar den härtesten Pflanzen zu. Das trifft besonders die artenreiche Sonora-Wüste in Nordamerika.
Spektrum.de

Störche finden frisch gemähte Wiesen mit Hilfe ihrer Nase
Immer der Nase nach? Das galt bislang nur für manche Geier und Seevögel. Nun zeigt sich: Wenn der Bauer mäht, riecht ein Storch das noch über Kilometer hinweg.
Spektrum.de

Klimawandel schädigt Ozonschicht über der Arktis immer weiter
Trotz weltweitem FCKW-Verbot erholt sich die Ozonschicht über der Arktis nicht. Die globalen Emissionen von Treibhausgasen werden bis 2100 für weitere Ozonverluste sorgen
Spektrum.de

So funktioniert Klimamodellierung
Klimaneutralität heißt das Ziel und die Debatten über den Weg dorthin sind in vollem Gange. Um es zu erreichen, sind tiefgreifende Veränderungen notwendig. Warum dies wichtig ist, zeigen Klimasimulationen. Ohne sie bleibt Klimapolitik blind. Wie Klimamodelle funktionieren, erklärt das Deutsche Klima-Konsortium auf der neuen Website
https://www.klimasimulationen.de.
https://idw-online.de/de/news771195

Leaked report sends dire climate warning
The next Intergovernmental Panel of Climate Change (IPCC) report will deliver an unprecedented climate-change wake-up call, reports the AFP news agency. The leaked draft report, due to be released next year, says that global temperatures are already at 1.1 ℃ above levels in the mid-nineteenth century. Even if we meet the Paris climate agreement target of keeping temperatures below 1.5 ℃, "conditions will change beyond many organisms' ability to adapt". And if we continue on current trends, we are headed to break 3 ℃ — with serious, irreversible consequences. "The worst is yet to come, affecting our children’s and grandchildren’s lives much more than our own," the draft report states. "We need transformational change operating on processes and behaviours at all levels."
Yahoo.com

01.07.2021

Neue Zuchtberichte auf den Schmetterlingsseiten
Mitunter gibt es solche Geschichten, die irgendwo im Bereich zwischen "echt crazy" und "total bescheuert" angesiedelt sind. Eine davon ist die erfolgreiche Zucht von Eichen-Prozessionsspinnern. Aber auch die Entwicklung einer Meldenflureule wurde fotografisch dokumentiert:
Eichen-Prozessionsspinner (Thaumetopoea processionea) und
Meldenflureule (Anarta trifolii)

Neue Rote Liste der Brutvögel Deutschlands erschienen
Das Nationale Gremium Rote Liste Vögel hat in der bereits sechsten Fassung die aktuelle Rote Liste der Brutvögel Deutschlands der Öffentlichkeit vorgestellt. 43 Prozent der 259 regelmäßig in Deutschland brütenden heimischen Vogelarten mussten in die neue Rote Liste aufgenommen werden, inklusive der in Deutschland ausgestorbenen Brutvogelarten. Somit steht annähernd jede zweite Brutvogelart auf der neuen Roten Liste und ist somit bedroht.
"Besonders hervorzuheben ist, dass es vor allem in der höchsten Gefährdungskategorie 'Vom Aussterben bedroht' zu einem deutlichen Anstieg kam. Hier nahm die Artenzahl um über zehn Prozent gegenüber der vorherigen Fassung von 2015 zu, um Arten wie Raubwürger oder Knäkente", so DRV-Präsident Dr. Andreas von Lindeiner. Damit sind nun 33 oder knapp 13 Prozent der deutschen Brutvogelarten vom Aussterben bedroht.
Mehr beim DDA

Distelfalter trotzen der Sahara
Schmetterlingen, die aus ihrem afrikanischen Winterquartier gen Europa fliegen, gelingt es sogar die Sahara zu durchqueren. Unter bestimmten klimatischen Bedingungen.
Spektrum.de

Stickstoffüberschuss gefährdet Schmetterlinge
Stickstoff aus Landwirtschaft, Verkehrsabgasen und Industrie bringt Schmetterlinge in der Schweiz in Bedrängnis. Über die Luft lagert sich das Element in den Böden ab und verändert die Vegetation – zum Nachteil der Tagfalter, wie Forschende der Universität Basel feststellten.
https://idw-online.de/de/news770926

Libellen: Gewinner und Verlierer in Deutschland
In den letzten 35 Jahres hat sich die Verteilung der Libellenarten in Deutschland stark verändert. So wurden Rückgänge vor allem bei Arten an stehenden Gewässern verzeichnet. Zuwächse gab es hingegen bei Libellen, die an Fließgewässern leben und wärmere Temperaturen bevorzugen. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Studie unter Leitung des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv), der Friedrich-Schiller-Universität Jena (FSU) und des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ). Die Studie unterstreicht die Bedeutung von Bürgerwissenschaften und Naturkundegesellschaften für die Datenerhebung sowie von Naturschutzmaßnahmen zur Verbesserung der Biodiversität.
https://idw-online.de/de/news771010

Steinfliegen: Jugend beeinflusst Erwachsenenleben
Die Metamorphose führt bei Insekten meist zu völlig verschieden aussehenden Larven- und Erwachsenenstadien: Schmetterlinge unterscheiden sich etwa drastisch von ihren Jungstadien, den Raupen. Diese "Entkoppelung" der Lebensphasen ermöglicht eine Anpassung an völlig unterschiedliche Lebensräume. Forschende der Universität Bonn widerlegten nun diese gängige These der Evolutionsforschung bei Steinfliegen. Die Lebensweise der Jungtiere bestimmt hier grundsätzlich das Aussehen der erwachsenen Tiere. Dazu untersuchten die Forscher insgesamt 219 Insekten an hochauflösenden Teilchenbeschleunigern. Die Studie ist nun im Journal Proceedings of the Royal Society B erschienen.
https://idw-online.de/de/news770880

Pflanzen: Einmalige Datenbank zur Vegetation der Erde ist frei verfügbar
Es ist ein Datenschatz: Die globale Vegetationsdatenbank "sPlotOpen" ist ab sofort frei zugänglich. Darin versammelt sind Vegetationsaufnahmen von Pflanzen aus 114 Ländern, von allen Klimazonen der Erde. Erarbeitet wurde die Datenbank von einem internationalen Forschungsteam unter Leitung der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU), des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) und des französischen Centre national de la recherche scientifique (CNRS). Erstmals steht so Forschenden weltweit ein ausbalancierter, repräsentativer Datensatz zur Vegetation der Erde zur Verfügung, wie das Team in der Fachzeitschrift "Global Ecology & Biogeography" berichtet.
https://idw-online.de/de/news771160

Studie zeigt: E-Scooter-Sharing unterstützt urbane Verkehrswende
Treibhausgasbilanz von E-Rollern ist optimierbar und kann geringer als Emissionen von PKW, Motorrollern und ÖPNV ausfallen
https://idw-online.de/de/news770973

MCC: Höherer Spritpreis mit Rückerstattung pro Kopf ist die fairste Form von Klimaschutz im Verkehr
Die Inflation an der Zapfsäule erregt im Wahljahr die Gemüter in Deutschland: Muss die Klimapolitik im Verkehr wirklich zu immer höheren Steuern auf den Spritpreis führen, oder gibt es sozialverträglichere Mittel? In der Diskussion und zum Teil schon umgesetzt sind ja auch strengere Kraftstoff-Effizienz-Standards für Autobauer, Bonus- und Malus-Zahlungen, Kaufprämien für E-Mobile sowie Fahrverbote. Eine neue Studie berechnet für all dies präzise die Kosten, für 156.000 repräsentativ ausgewählte Haushalte.
https://idw-online.de/de/news770815

Was wir heute übers Klima wissen: aktuelle Fakten zum Klimawandel
Die Temperaturen steigen weltweit, Extremwetter nehmen zu, das Meereis geht dramatisch zurück – das Klima ist im Wandel. Mit Folgen für uns und unsere Umwelt. Was sind Ursachen für die Veränderungen? Wie zeigen sie sich? Und worauf müssen wir uns in Zukunft einstellen? Sechs namhafte Organisationen geben in einer aktualisierten Faktensammlung einen Überblick über Erkenntnisse, die in der Wissenschaft unumstritten sind.
https://idw-online.de/de/news770369

Climate-policy models need to get real
There is good news for decarbonizing the global economy: political support is at an all-time high, and most carbon emissions come from countries that have committed to reach ‘net zero’ by mid-century. But to plan how to get there, analysts use computer models that don’t recognize the difficult trade-offs faced by decision makers, argue ten climate-policy experts. They outline exactly how insights from political economy lead to 11 ways that models can better reflect social realities and possibilities.
nature.com

24.06.2021

Erfolgreiches Kiebitzprojekt in Gärtringen
Im Kiebitzprojekt der Gemeinde Gärtringen und der lokalen NABU-Gruppe wurde idealer Lebensraum für die bedrohten Kiebitze und ihre Jungvögel geschaffen. In wenigen Jahren ist hier die Zahl der Kiebitz-Brutpaare von null auf mehr als 20 gestiegen.
Mehr beim NABU BW

Junge Seeadler bleiben länger im elterlichen Revier als vermutet – die Horstschutz-Zeiträume greifen zu kurz
Seeadler reagieren sensibel auf Störungen durch den Menschen, weshalb in unmittelbarer Umgebung der Horste forst- und landwirtschaftliche Nutzungen beschränkt sind. Diese saisonalen Schutzzeiträume sind in Brandenburg (bis 31. August) und in Mecklenburg-Vorpommern (bis 31. Juli) jedoch zu kurz, wie eine neue wissenschaftliche Untersuchung des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) zeigt. Mittels detaillierten Bewegungsdaten von 24 juvenilen Seeadlern mit GPS-Sendern konnten sie nachvollziehen, wann diese flügge werden und wann sie das elterliche Revier verlassen: im Durchschnitt gut 10 beziehungsweise 23 Wochen nach dem Schlüpfen.
https://idw-online.de/de/news769956

Dramatische Veränderung der Brutvogelgemeinschaft
Im Bonner Stadtteil Dottendorf hat die Zahl der Brutvogelarten in den vergangenen 50 Jahren deutlich abgenommen. Viele Spezies wurden seltener oder sind lokal ausgestorben, wenige neue kamen hinzu, und ein paar Arten wurden deutlich häufiger. Ein Team von ehrenamtlichen Biologen, Förstern und Geographinnen der Ornithologischen Arbeitsgemeinschaft (OAG) Bonn am Museum Koenig und Forschern der Universität Bonn hat die Vergleichsuntersuchung durchgeführt, die sich auf eine Kartierung aus dem Jahr 1969 stützt. Die Ergebnisse sind nun im Fachjournal "Bird Study - The Journal of the British Trust for Ornithology" erschienen.
https://idw-online.de/de/news770797

In warmen Sommern geborene weibliche Bechsteinfledermäuse werden größer, sterben jedoch früher
Eine Langzeitstudie Greifswalder Forscher*innen zeigt einen neuen, unerwarteten Effekt des Klimawandels: In warmen Sommern geborene weibliche Bechsteinfledermäuse werden größer. Als ausgewachsene Tiere haben diese Weibchen jedoch eine höhere Sterblichkeit. Für die Studie wurden Tiere aus vier freilebenden Kolonien individuell markiert. Über einen Zeitraum von 24 Jahren wurden Daten zur Körpergröße und dem Überleben erhoben. Diese wurden in Bezug gesetzt zu den Sommertemperaturen im jeweiligen Geburtsjahr der Tiere. Die Ergebnisse der Studien sind in Proceedings of the Royal Society B (doi.org/10.1098/rspb.2021.0508) erschienen.
https://idw-online.de/de/news770104

"Zombie-Frosch" entdeckt
Senckenberg-Wissenschaftler*innen haben mit einem internationalen Team drei neue Froscharten aus dem nördlichen Amazonasgebiet beschrieben. Die zur Gattung Synapturanus gehörenden Tiere leben vergraben und sind daher noch nahezu unerforscht. Die Forschenden gehen davon aus, dass die Artenvielfalt dieser Gattung aus der Familie der Engmaulfrösche mindestens sechsmal höher ist, als bislang bekannt. Die Studie erscheint im "Zoologischen Anzeiger".
https://idw-online.de/de/news770160

Beim Insektensommer zählen wir, was zählt
Insekten beobachten, an einer bundesweiten Aktion teilnehmen und dabei noch die Natur vor der eigenen Haustür besser kennenlernen – all das vereint der "Insektensommer" und das in diesem Jahr schon zum vierten Mal. Der erste Zählzeitraum ist zwar schon zu Ende, aber Sie können noch bis zum 20. Juni Ihre Beobachtungen an uns melden. Vom 6. bis 15. August findet der nächste Zählzeitraum statt.
Mehr beim NABU

Kompensationsmaßnahmen: Dauer der Unterhaltungspflicht
Kompensationsmaßnahmen für dauerhaft bestehende Eingriffe müssen auch dauerhaft bestehen und unterhalten werden. Viele Akteure (Eingreifer, Maßnahmenträger, Kommunen) gehen davon aus, dass nach 25 Jahren die Unterhaltsverpflichtungen automatisch erlöschen. Dies ist definitiv falsch.
Mehr beim LNV BW

Bremsen sich Windparks gegenseitig aus?
Immer mehr Länder treiben den Ausbau von Windparks auf dem Meer voran. Werden diese Offshore-Windparks aber zu dicht nebeneinander errichtet, nehmen sie sich gegenseitig den Wind und damit die Stromausbeute weg. Dass die Verluste erheblich sein können, zeigt eine Studie des Helmholtz-Zentrums Hereon, die jetzt im Fachjournal Nature Scientific Reports erschienen ist.
https://idw-online.de/de/news770083

Nachhaltige Stromversorgung auf dem Land
Deutschland soll bis 2045 klimaneutral werden. So sieht es das neue Klimaschutzgesetz der Bundesregierung vor. Bis zum Jahr 2030 soll der Ausstoß von Treibhausgasen um 65 Prozent unter den Wert von 1990 sinken. Um dieses ehrgeizige Vorhaben umzusetzen, bedarf es vieler innovativer Ideen und Lösungen. Einen Beitrag leisten Forschende des Fraunhofer-Instituts für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF gemeinsam mit Partnern im Projekt RIGRID: Ziel ist die nachhaltige, kostengünstige und zuverlässige Stromversorgung in ländlichen Regionen.
https://idw-online.de/de/news769913

Kleingewässer in Agrarlandschaften stark mit Pestiziden belastet
Pestizide sichern die Erträge in der Landwirtschaft, indem sie schädliche Insekten, Pilze und Unkräuter bekämpfen. Sie gelangen aber auch in Bäche und schädigen die aquatischen Lebensgemeinschaften, die für den Erhalt der Artenvielfalt entscheidend sind, Teil des Nahrungsnetzes sind und die Selbstreinigung des Wassers unterstützen. In einem bundesweiten Monitoringprogramm haben Wissenschaftler*innen unter UFZ-Leitung gezeigt, dass die Grenzwerte für Pestizide zu hoch angesetzt sind und selbst diese in über 80 Prozent der Gewässer überschritten werden. Wie sie schreiben, kann der Verlust der Artenvielfalt nur gestoppt werden, wenn die Umweltrisikobewertung der Pestizide reformiert wird.
https://idw-online.de/de/news770715

RWE bekommt den Goldenen Geier für die dreisteste Umweltlüge
Aus dem DUH-Newsletter: Mit grünen Slogans wirbt RWE fürs eigene Unternehmen. Der Realitätscheck zeigt aber: RWE ist einer der größten CO2-Verursacher Europas. Der Konzern wehrt sich zudem massiv gegen den Kohleausstieg vor 2038. Schlimmer noch: Weiterhin werden ganze Dörfer für den Tagebau umgesiedelt. Gleichzeitig verklagt RWE die Niederlande, die richtigerweise einen Kohleausstieg für das Jahr 2030 beschlossen haben. RWE passt das überhaupt nicht, denn fast 80 % erwirtschaftet RWE über Erdgas und Kohle. Der Anteil der Erneuerbaren Energien macht hingegen nur etwa 20 % der Stromerzeugung aus. Damit heizt RWE das Klima weiter an. Alles Gründe warum 44 % der 25.000 Teilnehmenden finden, dass RWE den Goldenen Geier für die dreisteste Umweltlüge 2021 verdient hat.
zur Protestmail-Aktion

A cartoon guide to bioinformatics
Ed Himelblau was a cartoonist before he learnt to write code. Now, the geneticist hopes his drawings will help others who embrace bioinformatics later in their careers. "Most of my illustrations document biology laboratories and the people who work there," he says. "I thought they might be a good way to capture some of my experiences while learning this new skill, and that they might resonate with other experimental biologists trying to figure things out."
nature.com

17.06.2021

Zum Schutz von Amphibien zwei Teiche saniert
Die Teiche in der Nähe des Hauser Hofs sind bei Fröschen und Kröten ein begehrter Laichplatz. Damit das auch in Zukunft so bleibt, hat die Hechinger NABU-Gruppe hier einiges an Arbeit investiert. Doch diese ist nicht für die Ewigkeit.
Schwarzwälder Bote

Ansturm auf Wald, Wiesen und Äcker bleibt nicht ohne Folgen
Picknick auf blühender Weide, Getreidefelder als Spielwiese oder Radfahren querfeldein im Wald – auf Feld und Flur ist das Konfliktpotenzial derzeit hoch. Den meisten Freizeitsuchenden ist nicht bewusst, dass der Großteil der Gebiete in der Natur landwirtschaftliche Fläche ist, die zur Lebens- und Futtermittelproduktion dient. Hier gilt von März bis November ein gesetzliches Betretungsverbot. "Egal ob die Flächen eingezäunt sind oder nicht: Auf Wiesen und Äckern gilt ein Betretungsverbot für Menschen wie Hunde gleichermaßen – auch im Garten-, Obst- und Weinbau", erklärt Bauernpräsident Rukwied.
Mehr

Vertrauen bei Rabenvögeln
Rabenvögel benutzen soziale Informationen, um sich vor Täuschung durch Artgenossen aus Nachbarterritorien zu schützen.
https://idw-online.de/de/news769908

Gesang der Spottdrossel entschlüsselt
Was für ein Vogel! Dass die nordamerikanische Spottdrossel andere Vogelstimmen nachahmt, ist bekannt. Sie kopiert ihre Artgenossen jedoch nicht nur, sondern komponiert ihre eigenen Sounds in Anlehnung an deren Melodien. Ein interdisziplinäres Forschungsteam hat nun erstmals entschlüsselt, wie genau die Spottdrossel Imitationen aneinanderreiht. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler stellten fest, dass der Singvogel musikalischen Regeln folgt, die sich auch in menschlichen Musikstilen zeigen. Beispiele fanden sie unter anderem bei Beethoven und Kendrick Lamar.
https://idw-online.de/de/news769481

Nur wenige Schmetterlinge mögen das Stadtleben
Die sich stark ausbreitenden städtischen Lebensräume dürften langfristig einen Großteil von Schmetterlingsarten gefährden. Das melden Forschende in Global Change Biology. Nur Generalisten, die große Temperaturschwankungen tolerieren und sich von vielen verschiedenen Pflanzen ernähren, profitieren voraussichtlich von den menschlich geprägten Lebensräumen. Die Autoren empfehlen, zur Erhaltung der Artenvielfalt die Bedürfnisse von spezialisierten Schmetterlingsarten in der Städte- und Raumplanung zu berücksichtigen.
https://idw-online.de/de/news769702

Artenschützer feiern Nachwuchs von Tasmanischen Teufeln
Die Beutelteufel gab es nur noch auf Tasmanien, und dort starben sie oft an einem typischen Krebs. Nun vermehren sie sich auch auf dem australischen Festland.
Spektrum.de

Weniger Mähen und Blühinseln für Insekten schaffen
Naturnahe Wiesen stecken voller Leben, doch zu frühes und zu häufiges Mähen macht vielen Insekten das Leben schwer. Insektenfreundliche Wiesenpflege in Kommunen, Privatgärten und in der Landwirtschaft leistet einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt.
Mehr beim NABU BW

Euronatur aktuell: Verpasste Chancen für den Artenschutz
EuroNatur und Bankwatch haben gemeinsam mit nationalen Partnern einen Bericht zu den Biodiversitätsbemühungen von zehn Regierungen aus Mittel- und Osteuropa im Rahmen der EU-Aufbauprogramme veröffentlicht. Ziel des Berichts ist es, die Biodiversität in den untersuchten Ländern zu skizzieren und den dringenden Bedarf an Artenschutzmaßnahmen aufzuzeigen.
Euronatur.org

Kleine Wasserkraftwerke schaden mehr als sie nützen – Beispiel Rumänien
Eine Studie unter Leitung des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) zeigt am Beispiel Rumäniens, wie der Ausbau der Wasserkraft der EU-Umweltpolitik zuwiderläuft. Die Wasserkraft kollidiert mit der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie und der Wasserrahmenrichtlinie: Rund die Hälfte der Wasserkraftwerke in Rumänien liegt in Naturschutzgebieten. Dies sind überwiegend kleine Anlagen, die nur 3 % zur Stromerzeugung Rumäniens beitragen, die biologische Vielfalt jedoch stark bedrohen. Deshalb müsse die europäische Energiepolitik mit den Zielen der EU-Biodiversitätsstrategie abgestimmt werden, mahnen die Forschenden. Sonst wären die Ziele des EU Green Deals nicht erreichbar.
https://idw-online.de/de/news769705

Bäume sind kein Brennmaterial für Kraftwerke
Bettina Behrend von Rettet den Regenwald e. V. schreibt: Es klingt wie ein schlechter Scherz: Bei uns sollen Kraftwerke wie Tiefstack im Hamburger Hafen auf Biomasse umgerüstet und dort statt Kohle riesige Mengen Büsche und Bäume aus Namibia verfeuert werden. Damit wird zwar der versprochene Kohleausstieg realisiert, aber wichtige Lebensgrundlagen für die afrikanische Tier- und Pflanzenwelt zerstört und verbrannt! In den Savannen Namibias sollen schwere Maschinen die Büsche und Bäume roden und zerschreddern, um sie in 105 Biomasse-Industrie-Parks zu Pellets zu pressen und schließlich 10.000 Kilometer per Schiff zu uns zu transportieren.
zur Petition

Unstatistik des Monats: Die Liebe der Grünen-Wähler zum SUV
Die Mai-Unstatistik erfasst zwei häufige Fehler bei der Verwendung von Statistiken: die falsche Interpretation von bedingten Wahrscheinlichkeiten und der Repräsentativität von Stichproben. Sie erläutert dies anhand eines Artikels, laut dem eine Studie ergibt, dass die Anhänger der Partei Bündnis90/Die Grünen mehr als Anhänger anderer Parteien einen SUV fahren.
https://idw-online.de/de/news769681

Klage gegen die Klimaschutz-Fake-Stiftung eingereicht
Die Deutsche Umwelthilfe hat heute Klage gegen Manuela Schwesigs Stiftung eingereicht! Aber der Reihe nach: Vor einigen Tagen hat die "Stiftung Klima- und Umweltschutz MV" ihre Gründungsunterlagen auf ihrer Website veröffentlicht – ein Erfolg des öffentlichen Drucks, den ihr mit aufgebaut habt. Vielen Dank! Eine juristische Analyse belegt eindeutig, dass die Stiftung ...
Mehr bei change.org

Traffickers trawl journals for new species
Exotic-animal traders systematically review the scientific literature to target newly described and rediscovered reptile species. Researchers analysed the online reptile trade and found that some species are being sold within months of their first mention in a paper. The horror of seeing a gecko species he first described in 2013 quickly appear in online trade made taxonomist Yang Jianhuan decide to not publish the exact location of his latest find. "The colleagues of the older generation said I must publish. They say the tradition cannot be broken," says Yang. "I really understand both sides, but some scientists just have not yet realized that this problem is now very big."
news.Mongabay.com

Springwatch 21 auf BBC
Am Dienstag ist Springwatch 21 auf BBC 2 wieder gestartet. Über 3 Wochen lang gibt es insgesamt wieder 14 Stunden einheimisches wildlife vom feinsten, wissenschaftliche Erkenntnisse, Naturschutzprojekte, Bestandsaufnahmen, Tipps und live Kameras.
https://www.bbc.co.uk/programmes/b007qgm3
Auf dieser Seite gibt es wunderschöne Bilder, Clips , Tipps und eine watchlist - was man draußen im Frühling so alles sehen kann, wenn man mit offenen Augen herumläuft. Wenn man dann ein bisschen herum klickt, findet man noch viel mehr.

03.06.2021

Tag der Artenvielfalt
Die Hechinger NABU-Gruppe nutzt den internationalen Tag zur Erhaltung der Artenvielfalt, um auf das Thema aufmerksam zu machen.
Schwarzwälder Bote

NABU Balingen stattet weitere Kirche mit Dohlen-Nisthilfen aus
Mit charakteristischen "kjä"-Rufen umfliegen kleine Rabenvögel die Kirchtürme der Stadtkirche und der Heilig-Geist-Kirche. Akrobatisch halten sie sich an Mauervorsprüngen fest oder lassen sich auf dem Zeiger der Turmuhr nieder. Es handelt sich um Dohlen, für die der Nabu Balingen jetzt weitere Nistkästen aufgehängt hat.
Mehr im Zollern-Alb-Kurier

Mauersegler fliegen nicht nur schnell, sondern clever
Mauersegler schaffen es im Frühjahr rekordverdächtig rasch zu den Brutplätzen, ohne selbst ultraschnell fliegen zu müssen. Ein cleverer Flugplan hilft.
Spektrum.de

Palmölplantagen verändern das Sozialverhalten von Makaken
Der Regenwald wird in Teilen Südostasiens durch Palmölplantagen ersetzt. Das bringt weitreichende Probleme für die Natur mit sich, beispielsweise für Südliche Schweinsaffen, eine Makaken-Art aus Südostasien, die in den Regenwäldern Malaysias beheimatet ist. Durch die massive Rodung ihres Lebensraums weichen diese Primaten zur Nahrungssuche teilweise auf Palmöl-Monokulturen aus. Dies führt häufig zu Konflikten mit Farmern. Dabei dezimieren die Makaken die Palmölfrüchte vergleichsweise wenig. Ganz im Gegenteil: Sie können dem Palmölanbau sogar nützen, da sie erfolgreiche Jäger der massenhaft auf Plantagen vorkommenden Ratten, dem Hauptschädling der Palmölplantagen, sind.
https://idw-online.de/de/news769068

Riesige Mäuseplage sucht Australien heim
In New South Wales gefährdet eine gewaltige Mäuseplage die Ernte. Die Nager sollen mit Gift eingedämmt werden. Doch das bedroht die heimische Tierwelt.
Spektrum.de

Verarmte Flora in Wiesen und Wäldern gefährdet Insekten
Wo die pflanzliche Vielfalt zurückgeht, nimmt die Diversität der Insekten und damit die Biodiversität als Ganzes ab. Auf intensiv genutzten Wiesen und Weiden sowie in dunklen Buchenwäldern fehlen etwa auf wenige Pflanzenarten spezialisierte Insekten, da dort ihre Futterpflanzen nicht mehr vorkommen. Dies zeigt eine von der Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL koordinierte internationale Studie.
https://idw-online.de/de/news768795

Nebelwälder auf dem Rückzug
Die Welt verliert ihre tropischen Nebelwälder. In den vergangenen Jahren verzeichneten vor allem Afrika, Nord- und Südamerika große Verluste. Das bedroht zahlreiche Arten.
Spektrum.de

Blaumeise erholt, Haussperling und Amsel oben
Trotz Schmuddelwetter blieben viele Vogelfans der "Stunde der Gartenvögel" treu und haben am vergangenen Wochenende Vögel beobachtet und dem NABU gemeldet.
Mehr beim NABU

Projekt sorgt für blühende Gärten und mehr Vielfalt in Pflegeeinrichtungen
Im NABU-Projekt "Blühende Gärten - miteinander für mehr Vielfalt" wurden bereits sieben Einrichtungen der Evangelischen Heimstiftung naturnah umgestaltet. Dies kommt sowohl der Tierwelt als auch den Menschen vor Ort zugute.
Mehr beim NABU BW

Rathaus im Stühlinger: Monitoring bestätigt energetische Zielsetzung
Nach Fertigstellung des "Rathaus im Stühlinger" im Jahr 2017 hat das Fraunhofer ISE das Gebäude in den ersten Betriebsjahren detailliert vermessen und analysiert. Die gute Nachricht: die Zielwerte aus der Planung und die tatsächlichen Verbrauchsdaten stimmen weitgehend überein: Gebäude und Anlagentechnik sind hocheffizient, der Energieverbrauch zur Gebäudekonditionierung (Heizung, Lüftung, Beleuchtung, Trinkwassererwärmung) bilanziell wird fast vollständig durch lokale Nutzung erneuerbarer Energien gedeckt. Das Ziel – ein "Netto-Nullenergiegebäude" - ist damit erreicht.
https://idw-online.de/de/news768858

Geothermie: Potenziale für die Verringerung von CO₂-Emissionen
Geothermie kann als nachhaltige Energiequelle auch in Deutschland einen signifikanten Beitrag zur Senkung von CO₂-Emissionen leisten. Dies zeigt eine Fallstudie zum Kraftwerk Kirchstockach, die Wissenschaftler am Zentrum für Energietechnik (ZET) der Universität Bayreuth veröffentlicht haben.
https://idw-online.de/de/news768814

Einflüsse der Windenergienutzung auf Vögel (Update)
Seit dem Jahr 2000 sammelt die Staatliche Vogelschutzwarte Brandenburg bundesweit alle verfügbaren Informationen über Kollisionsopfer an Windkraftanlagen. Für Deutschland sind mittlerweile mehr als 4.500 Kollisionsopfer bei Vögeln und etwa 4.000 Fälle bei Fledermäusen dokumentiert. Trotz des heterogenen Inhaltes der Datenbank sind somit wissenschaftliche Auswertungen möglich – Hochrechnungen, Analysen zur Betroffenheit einzelner Arten und Altersklassen, Phänologie der Verluste, Auswirkungen einzelner Anlagentypen und Größenklassen, gebietsspezifische Unterschiede, sonstige Einflussfaktoren usw.
Mehr beim DDA

»Vögel gehören keinem Land«
Vogelschützer trotzen dem Nahost-Konflikt. Einer von ihnen: Yossi Leshem. Er sorgt mit Menschen aus Palästina dafür, dass Vögel sicher im Jordantal rasten können. Ein Gespräch
Spektrum.de

Birdrace 2021 – Beim Tag der Vogelartenvielfalt purzelten die Rekorde
Das Birdrace 2021 hat alle Erwartungen übertroffen: Es haben so viele Leute am Birdrace teilgenommen wie noch nie! Doch nicht nur das: Auch so ziemlich alle anderen bisherigen Birdrace-Rekorde wurden in den Schatten gestellt. Nach derzeitigem Stand (12.05.2021) wurden insgesamt 330 verschiedene Vogelarten entdeckt, darunter einige Überraschungen. Ein neuer Höchstwert wurde auch im Spendenrennen erreicht: Mehr als 60.000 Euro zugunsten von ornitho.de und ornitho.lu sind überwältigend!
Mehr beim DDA

Museum digital: Naturportal Südwest
Jetzt draußen Arten entdecken und mit dem Naturportal Südwest digital bestimmen und melden.
https://idw-online.de/de/news768583

Nature-based ways to cool the planet
Analyses of nature-based solutions often focus on how much carbon they can remove from the atmosphere. A new analysis explores how these solutions will affect global temperatures — a crucial metric as humanity attempts to limit global warming. It suggests that a nature-based strategy could reduce peak warming by an additional 0.3 °C under a scenario consistent with a 2 °C overall temperature rise by 2085. Climate-change policy analyst Cécile Girardin and seven colleagues explain how projects that manage, protect and restore ecosystems could offer climate, biodiversity and socio-economic benefits — if done properly, and soon.
Nature.com

26.05.2021

Landschaftspfleger auf vier Beinen
Mitte April haben die Schafe und Ziegen des Arbeitskreises "Harthauser Heide" ihr Winterquartier in Winterlingen gegen die Weidegebiete in Harthausen getauscht.
Schwarzwälder Bote

Verkehrslärm beeinträchtigt das Gesangslernen von Vögeln
Verkehrslärm führt bei Jungvögeln zu Ungenauigkeiten und Verzögerungen beim Erlernen ihres Gesangs. Die Jungvögel leiden auch unter einem unterdrückten Immunsystem, was ein Indikator für chronischen Stress ist. Die neue Studie von Forscher*innen des Max-Planck-Instituts für Ornithologie in Seewiesen zeigt, dass junge Zebrafinken genau wie Kinder besonders anfällig sind für die Auswirkungen von Lärm, weil er das Lernen in einer kritischen Entwicklungsphase beeinträchtigen kann.
https://idw-online.de/de/news768643

Forscher entdecken neue Nasenkröte am Straßenrand
Auf einer Expedition nach Peru im November 2019 entdeckten Forscher um Dr. Jörn Köhler, Zoologe am Hessischen Landesmuseum Darmstadt, eine neue Froschart aus der Gruppe der 'Nasenkröten'.
https://idw-online.de/de/news768887

Drei neue farbenfrohe Echsen aus Südostasien
Südostasien ist ein Hotspot der globalen Artenvielfalt. Immer wieder werden auch hier neue Arten entdeckt, was zeigt, dass die Biodiversität bei weitem noch nicht ausreichend erforscht ist. Ein internationales Team hat hier nun einen Artkomplex untersucht und dabei drei neue farbenfrohe Echsen-Arten erstmalig für die Wissenschaft beschrieben.
https://idw-online.de/de/news768862

Blauschillernd und golden – Juwelen der Lüfte
Mit dem Naturschutzprojekt LIFE helle Eifeltäler werden in den nächsten sieben Jahren grundlegende Schritte unternommen, um die Ziele der „Convention on Biological Diversity (CBD)“ zur Erhaltung der biologischen Vielfalt im Kreis Euskirchen langfristig zu erreichen. Zum Internationalen Tag der Biologischen Vielfalt am 22. Mai 2021 gibt die Biologischen Station im Kreis Euskirchen e.V. den Projektstart bekannt
Mehr bei der AG Rheinisch-Westfälischer Lepidopterologen e. V.

Verbreitungsgebiet des Annamitischen Streifenkaninchens in Vietnam größer als vermutet
Das Annamitische Streifenkaninchen ist ein nur in Vietnam und Laos einheimisches Nagetier feuchter, immergrüner Wälder. Die nachtaktiven Einzelgänger wurden erst in den 1990er Jahren wissenschaftlich beschrieben, die Wissenslücken über Ökologie und Verbreitung sind erheblich. Wissenschaftler*innen melden nun erste Nachweise der Art im Bidoup-Nui-Ba-Nationalpark im südlichen Troung-Son-Gebirge in Vietnam. Dies ist eine enorme Erweiterung des bisher bekannten Verbreitungsgebietes, ...
https://idw-online.de/de/news768943

Sozialparasitäre Lebensweise bei Ameisen führt zu Genverlust
Eine sozialparasitäre Lebensweise von Ameisen führt nicht nur zu einer Veränderung äußerlicher Merkmale, sondern auch zu einem Genverlust bei den Arten. Die Veränderungen deuten darauf hin, dass bei der Entstehung von Sozialparasitismus die gleichen evolutionsbiologischen Mechanismen wie bei der Entwicklung von nicht sozialem Parasitismus wirken.
https://idw-online.de/de/news768966

Voll das Leben: Insekten, Käfer und Vögel lieben Totholz
NABU-Appell: Astbruch und abgestorbene Stämme sinnvoll nutzen – Streuobstlücken neu bepflanzen
Streuobstwiesen sind artenreich wie kaum ein anderer vom Menschen gemachter Lebensraum. Auch aus abgestorbenen Bäumen kann hier wieder neues Leben entstehen. Totholz sollte daher nicht vom Grundstück entfernt werden.
Mehr beim NABU BW

Verlängerung des "Betonparagrafen"
Der NABU kritisiert die Zustimmung des Bundestags zur Verlängerung des §13b BauGB. Der "Betonparagraf" leistet dem Flächenverbrauch Vorschub und verhindert eine nachhaltige Siedlungsentwicklung. Dem muss sich die neue Landesregierung klar entgegenstellen.
Mehr beim NABU BW

Straßenbeleuchtung darf kein Insektenkiller sein
Zum Start der Insektensaison fordert der Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg (LNV) die Kommunen auf, Straßen naturverträglich zu beleuchten – wie es das Landesnaturschutzgesetz vorschreibt. Die Naturschützer monieren, dass sowohl Planungsbüros als auch amtliche Beratungs- und Förderstellen zu einseitig auf die Energieeinsparung achten und den Schutz von Insekten und anderen Tieren vernachlässigen.
Mehr beim LNV BW

Öko-Energie ohne Grenzen?
Auch eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft läuft nicht ohne Energie. Solaranlagen und Windfarmen, Gezeiten- und Erdwärmekraftwerke: Sie alle zweigen Energie aus Energieströmen ab, die zuvor seit Urzeiten unangetastet geblieben waren. Die Frage lautet daher: Welchen Anteil dieser Energieströme darf die Menschheit für ihre Zwecke nutzen, ohne dass das Energiesystem der Erde dabei Schaden nimmt? Empa-Forscher haben einen Ansatz entwickelt, um dies abschätzen zu können.
https://idw-online.de/de/news768609

Wasserstoff statt Elektrifizierung? Chancen und Risiken für Klimaziele
Wasserstoffbasierte Brennstoffe sollten vor allem in Sektoren wie der Luftfahrt oder industriellen Prozessen eingesetzt werden, die nicht elektrifiziert werden können. Ihre Herstellung ist zu ineffizient, zu kostspielig, und ihre Verfügbarkeit zu unsicher, um damit fossile Brennstoffe etwa in Autos oder beim Heizen von Gebäuden einzusetzen. Setzt man in erster Linie auf Wasserstoff statt Elektrifizierung und behält Verbrennungstechnologien bei, könnte eine Verlängerung der Abhängigkeit von fossilen Energien drohen.
https://idw-online.de/de/news768170

Wüstenbildung trieb Säugetiere aus Eurasien nach Afrika
Forscherteam des Senckenberg Centre an der Universität Tübingen rekonstruiert zehn Millionen Jahre Klimageschichte der Arabischen Halbinsel
https://idw-online.de/de/news768837

Wie nachhaltig sind digitale Plattformen für Lebensmittel und Mobilität?
Digitale Plattformen können Lösungen für Nachhaltigkeitsherausfor-derungen bieten. So erleichtern sie den Zugang zu nachhaltigen Lebensmitteln und zu Mobilität jenseits des eigenen Autos. Sie bieten alternative Absatzwege und Planungssicherheit für kleine Erzeugerinnen und Erzeuger von Nahrungsmitteln. Ländliche Regionen werden durch flexible und bedarfsgerechte Mobilitätsdienste attraktiver. Besonders nachhaltig – sowohl sozial als auch ökologisch – sind dabei solche Plattformen, die regional eingebettet sind.
https://idw-online.de/de/news768958

Baumartenvielfalt Schutz gegen Borkenkäferbefall?
In den vergangenen Jahren konnten es Försterinnen und Förster hautnah beobachten: Erst schwächt langanhalte Trockenheit die Bäume, dann greifen Borkenkäfer und andere Schädlinge an. Während gesunde Bäume die Eindringlinge mit Harz fernhalten, sind gestresste beinahe wehrlos. Die Freiburger Wissenschaftlerin Sylvie Berthelot und ihr Team von Forschenden aus der Fakultät für Umwelt und Natürliche Ressourcen und der Fakultät für Biologie untersuchen die Bedeutung von Baumdiversität auf den Borkenkäferbefall.
https://idw-online.de/de/news768894

21.05.2021

Schwalbenhaus Rangendingen – Update
Nun haben alle Nester "Hausnummern" erhalten und auch die Infotafel wurde angebracht. Die Schwalben können also kommen ...
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Und jetzt jammert man rum wegen der Kosten ...
Auch wenn es dir Überschrift suggeriert: Nicht "wegen Naturschutz" könnte sich die Erschließung des Baugebiets Ban II in Ratshausen verteuern und ggf. verzögern, sondern weil man unbedingt auch Flächen dafür in Anspruch nehmen will, für die ein hoher Ausgleichsbedarf besteht. Das hat also mehr mit Uneinsichtigkeit zu tun.
Zollern-Alb-Kurier

Mönchsgeier in Ungarn erschossen
In Ungarn wurde ein Mönchsgeier abgeschossen, der aus dem bulgarischen Wiederansiedlungsprogramm stammte, an dem sich auch EuroNatur beteiligt. Dies ist ein empfindlicher Schlag für das Projekt.
Mehr bei https://www.euronatur.org/

Kleiner Vogel fliegt in unbekannten Höhen
Mittelmeer und Sahara bedeuten für kleine Zugvögel lebensfeindliche Barrieren auf der Reise. Der Drosselrohrsänger quert sie in extremen Höhen.
Spektrum.de

Fleißiger als Bienen: Vögel und Fledermäuse bestäuben Pflanzen der Anden
Bestäuber wie Bienen, Schmetterlinge, Fledermäuse und Vögel haben maßgeblich zur Entstehung der großen Diversität an Blütenpflanzen beigetragen. Oft weisen dabei nah verwandte Pflanzenarten unterschiedliche Bestäubungssysteme auf. Beispielsweise kann eine Pflanzenart von Bienen, eine nahverwandte Art aber von Kolibris bestäubt werden. Wie es im Laufe der Evolution zu einem solchen Wechsel kommt, ist nach wie vor unklar. Ein Team um Agnes Dellinger und Jürg Schönenberger von der Universität Wien ist dieser Frage nun in einer neuen Studie in den Regenwäldern Süd- und Mittelamerikas nachgegangen.
https://idw-online.de/de/news768239

Afrikanische Wildhunde als Botschafter für das weltweit größte Naturschutzgebiet
Das weltweit größte Landschutzgebiet liegt im Süden Afrikas und umfasst 520'000 Quadratkilometer in fünf Ländern. Eine Studie der Universität Zürich ergab nun, dass der stark bedrohte afrikanische Wildhund auf seiner langen Wanderschaft meist innerhalb des Kavango-Zambezi-Schutzgebietes bleibt. Dessen Grenzen bestätigen somit die wichtigsten Wildkorridore zur Erhaltung dieser und weiterer bedrohten Tierarten.
https://idw-online.de/de/news768361

Giraffen-Genomik: Vier gewinnt
Umfassende Erbgut-Analysen bestätigen vier Arten von Giraffen mit insgesamt sieben Unterarten
https://idw-online.de/de/news768168

Rätselhafter Orientierungssinn von Fledermäusen lokalisiert – der sechste Sinn der Säugetiere liegt im Auge
Säugetiere sehen mit den Augen, hören mit den Ohren und riechen mit der Nase. Doch mit welchem Sinn oder Organ orientieren sie sich auf ihren Wanderungen, die mitunter weit über ihre lokalen Streifgebiete hinausführen und daher ein erweitertes Navigationsvermögen erfordern? Wissenschaftliche Versuche zeigen nun: Die Hornhaut (Cornea) der Augen ist der Ort eines solchen Sinnes bei wandernden Fledermäusen
https://idw-online.de/de/news768135

Die bizarren Schleichenlurche von São Tomé
Die Inseln von São Tomé sind so etwas wie der Galapagos vom Golf von Guinea. Eine Studie an speziellen Amphibien unterstreicht den Artenreichtum des Archipels.
Spektrum.de

Honigbienen fliegen auf Raps, Apfelblüten haben das Nachsehen
Rapsfelder ziehen Honigbienen magisch an. Sind die Felder direkt neben Apfelanlagen, fliegen die Insekten eher zu den gelben Blüten als zu den nahegelegenen Obstbäumen. Das zeigt eine neue. Dass die Apfelernte bei den untersuchten Apfelanlagen trotzdem stabil blieb, lag an Hummeln und anderen Wildbienen, die die Bestäubungslücke füllten
https://idw-online.de/de/news768157

Rudi Apel erhält das Bundesverdienstkreuz
Seit über 30 Jahren ist Rudi Apel Naturschützer mit Leib und Seele. Wie kein anderer steht er für die Aktion "Schwalbenfreundliches Haus", die den Erhalt der Lebensräume von Schwalben fördert. Für seinen Einsatz wurde ihm nun das Bundesverdienstkreuz verliehen. Herzlichen Glückwunsch und vielen Dank für deinen unermüdlichen Einsatz!
Mehr beim NABU BW

Strengere CO2-Bepreisung durch den EU Green Deal könnte bereits 2030 das Ende der Kohleverstromung in Europa bedeuten
Eine Verschärfung des EU-Emissionshandelssystems (EU ETS) im Einklang mit dem Green Deal der EU könnte die Dekarbonisierung des europäischen Stromsektors dramatisch beschleunigen - und wahrscheinlich ein Ende der Kohleverstromung herbeiführen. In einer neuen Studie zeigt ein Potsdamer Forschungsteam die erheblichen Veränderungen, die Europas Stromsystem durchlaufen wird, sobald das neu beschlossene Klimaziel von minus 55% zu einer Verknappung der ETS-Mengen führt. Höhere CO2-Preise, so zeigen die Autoren, sind nicht nur ein unvermeidlicher Schritt, um die Emissionen zu senken – sie werden auch viel schneller zu einem kostengünstigen, von erneuerbaren Energien geprägtem Stromsystem führen.
https://idw-online.de/de/news767575

Nuclear reactions smoulder in Chernobyl
Rising levels of neutrons from an inaccessible room at Chernobyl Nuclear Power Plant indicate that fission reactions are smouldering again at the site of the 1986 disaster. “It’s like the embers in a barbecue pit,” says nuclear-materials chemist Neil Hyatt. Entombed under concrete, the room contains some of the congealed lava that includes much of the reactor's uranium fuel. The mechanism driving the reaction, how it might develop and how to suppress it are all open questions.
Science Magazine

Giant wood moth spotted at Australian school
A giant moth with a wingspan measuring up to 25cm has been found at a Queensland school next to a rainforest. Builders found the giant wood moth, the heaviest moth in the world, while constructing new classrooms at Mount Cotton state school. Giant wood moths are found along the Queensland and New South Wales coast, according to the Queensland Museum. Females can weigh up to 30 grams and have a wingspan of up to 25cm. Males are half that size.
The Guardian

13.05.2021

Universität Tübingen steht zu Forschung an Krähenvögeln
Grundlagenforschung untersucht Vorgänge im Gehirn – Sämtliche Versuche nach umfassenden Prüfungen behördlich genehmigt
https://idw-online.de/de/news767979

Gelungener Mai-Streich in Weildorf
Leider viel zu häufig verdienen Streiche zum 1. Mai eher das Prädikat "Riesen-Sauerei", doch in Weildorf muss dieses Jahr wenigstens einer davon als gelungen bezeichnet werden.
Facebook NABU Haigerloch-Rangendingen

Forschung mit Rabenkrähen an der Universität Tübingen
Der NABU ist über den Spiegel-Artikel und die Tierversuche mit Rabenkrähen an der Universität Tübingen entsetzt. Hätte der NABU von diesen Versuchen gewusst, wäre keine lebende Rabenkrähe abgegeben worden.
Mehr beim NABU-BW

NABU erhofft sich "starken Rückenwind" für Klimaschutz
Von dem kürzlich bekannt gewordenen Beschluss des Bundesverfassungsgerichts zum Klimaschutz erhofft sich die Hechinger Nabu-Gruppe "starken Rückenwind für die Klimaschutz-Bewegung und auch ihre eigenen Bemühungen und Aktivitäten für mehr Klimaschutz und Nachhaltigkeit". Das wurde bei einer digitalen Konferenz deutlich.
Mehr beim SchwaBo Hechingen

NABU-Gartentipp: Ist das Unkraut, muss das weg?
Wenn jetzt die Tage wärmer werden, beginnt die Zeit intensiver Gartenpflege. Blumen- und Gemüsebeete werden auf Vordermann gebracht, schon hört man Rasenmäherlärm, der "Unkrautstecher" ist im Einsatz. Viele Gartenliebhaber bedenken dabei nicht, wie wichtig ihr Garten für Insekten und andere Kleinlebewesen ist und wie nützlich diese sind, meint der NABU Hechingen: Ein ständig kurz geschorener Rasen und ein rundum aufgeräumter Garten bietet keine Nahrungsgrundlage oder Unterschlupf.
Schwarzwälder Bote

Vögel in Deutschland aktuell: Rückblick auf den Winter 20/21
Der Winter 2020/2021 verlief verbreitet sehr sonnig und war außergewöhnlich schneereich. Der Februar zeichnete sich durch extreme Temperaturunterschiede aus. Diese wirkten sich auch auf die Vogelwelt aus. Für drei Arten haben wir uns dies genauer angeschaut. Die ornitho-Meldungen ziehender Kraniche im Februar 2021 zeigten ein Hin und Her als Reaktion auf die enormen Temperaturunterschiede ...
Mehr beim DDA

Klein und goldig, aber giftig
Sie sind klein wie ein Daumennagel, aber verfügen über ein potentes Toxin. Eine neu beschriebene Sattelkröte aus dem brasilianischen Regenwald hat es in sich.
Spektrum.de

Die Herrschaft der Inselgiganten
Aus Groß mach Klein, aus Klein mach Groß – Tiere, die auf Inseln leben, sind oft Miniaturen oder gigantische Versionen ihrer Festland-Pendants. Beispiel: die größte Echse der Welt.
Spektrum.de

Blattminierer an Schlangenknöterich – Antispilina ludwigi
Der Schlangenknöterich Bistorta officinalis ist Nahrungspflanze für eine Reihe seltener Schmetterlinge, insbesondere in nährstoffarmen und feuchten Graslandschaften in mitteleuropäischen Bergregionen. Über den Blauschillernden Feuerfalter Lycaena helle und den Randring-Perlmutterfalter Boloria eunomia ist viel bekannt. Jedoch leben auch höchst interessante Kleinschmetterlinge am Schlangenknöterich. So wurde beispielsweise der Knöterich-Erzglanzfalter Antispilina ludwigi kürzlich in den Ardennen in Belgien, ...
Mehr bei der AG Rheinisch-Westfälischer Lepidopterologen

Heiratsvermittlung bei Ameisen
Wie die Ameise Cardiocondyla elegans ihren Partner findet: Darüber berichten Wissenschaftler:innen der Universität Regensburg jetzt im renommierten Fachjournal Communications Biology.
https://idw-online.de/de/news767988

Ausgezeichnete Klimaaktivitäten als Blaupause für Kommunen
Online-Publikation und Videoclips über erfolgreiche Klimaschutz-Projekte in Kommunen laden zum Nachmachen ein.
https://idw-online.de/de/news767555

Auf der Kippe: Brasiliens Küstenregenwald
Senckenberg-Wissenschaftler Raffael Ernst hat gemeinsam mit brasilianischen Kolleg*innen den Einfluss der aktuellen Landnutzung auf die Vogel- und Amphibienwelt des Atlantischen Regenwalds im südöstlichen Brasilien untersucht. In ihrer Studie zeigt das Team, dass die Aufforstung mit Eukalyptus-Monokulturen zu einer Veränderung der Artenzusammensetzungen führt und gebietsfremde Arten begünstigt. Die bislang festgesetzten "kritischen Umweltschwellenwerte", nach denen es zu negativen Veränderung im Waldökosystem kommt, sind laut den Forschenden zu hoch angesetzt.
https://idw-online.de/de/news767913

Angeln 4.0: Was passiert, wenn Natur auf Technik trifft?
Auch beim Naturerlebnis Angeln hat der technische Fortschritt Einzug gehalten. Geräteinnovationen wie Echolote, Unterwasserkameras oder Drohnen erleichtern das Aufspüren und Fangen der Fische. Ein internationales Team hat in einer Studie zusammengefasst, wie sich technische Neuerungen auf das Angeln und auf die Fischpopulationen auswirken können. Innovationen erfreuen die Angler*innen, können aber den Fangdruck erhöhen und Konflikte verstärken.
https://idw-online.de/de/news767775

Baumplantagen tragen nur bedingt zum Schutz der Biodiversität bei
Künstlich angelegte Baumplantagen sollen helfen, den Verlust naturbelassener Wälder auszugleichen, tragen aber nur bedingt zum Schutz der Biodiversität bei. So beherbergen Plantagen weniger Käferarten als naturbelassene Altbestände und auch die Zahl der Tiere ist deutlich geringer. Das zeigt eine globale Analyse unter Leitung des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv), der Friedrich-Schiller-Universität Jena (FSU) und der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU), die im Fachmagazin Forest Ecology and Management veröffentlicht wurde.
https://idw-online.de/de/news767559

Why Choose Native Plants for Your Garden?
A permaculture garden designer explains the benefits of planting native species: As a permaculture garden designer, I do not always design exclusively with native plants. But native plants will almost always form the major part of my plans. There is a range of reasons why it can be a good idea to opt for native plants in your garden, and I would like to explore some of those reasons and talk briefly about why choosing native plants for your garden can be such a good idea.
treehugger.com

06.05.2021

Horb: "Dem Eichenprozessionsspinner wird vorgebeugt"
Die Stadt Horb veröffentlicht: "Um die Gefahr für Bürger*innen einzudämmen, werden auch dieses Jahr wieder befallene Bäume an stärker frequentierten Punkten präventiv gegen die weitere Ausbreitung des Eichenprozessionsspinners behandelt. Dazu wird ein selektiv wirkendes Mittel von unten in den frischen Blattaustrieb der betroffenen Eiche geblasen. Die an den frischen Blättern fressenden Raupen werden dadurch in Ihrer Entwicklung gehemmt."
Stadt Horb, Aktuelles vom 14.04.2021

Unser Kommentar: Abgesehen davon, dass nach der Spritzung nicht nur die "Übeltäter", sondern ALLE Schmetterlingsraupen in diesem Bereich sterben, was mehr ist als "in ihrer Entwicklung gehemmt", ist es dazu noch illegal: Das hierfür eingesetzte Mittel darf eben gerade nicht präventiv, sondern ausschließlich bei nachgewiesenem Befall und dringend erforderlichem Handeln im L1-/ L2-Larvenstadium angewandt werden. Ob da wohl die Gewerbeaufsicht einschreitet?

Rekordverdächtige Rotmilane: Ergebnisse der winterlichen Schlafplatzzählung 2021
Am ersten Januarwochenende wurden auch in diesem Jahr wieder europaweit Rotmilane in ihren Überwinterungsgebieten erfasst. Auch in Deutschland haben ehrenamtliche Kartierer*innen bekannte Schlafgebiete abgesucht und die Sammelplätze der Milane in den Abendstunden gezählt. Dabei wurden zahlreiche neue und bislang unbekannte Schlafplätze entdeckt und gleich mehrere Rekorde aufgestellt.
Mehr beim DDA

Rätsel um Grauwal vor Italien
Vor Italiens Küste schwimmt ein junger Grauwal - dabei leben die Tiere eigentlich im Pazifik. Hat die Erderwärmung einen Weg über Arktis und Atlantik geöffnet?
Spektrum.de

Stammtisch der Geparden
Geparden nutzen Hotspots, um Informationen auszutauschen. Wenn Farmer wissen, wo diese liegen, könnten sie Konflikte mit den Raubkatzen vermeiden.
Spektrum.de

Schlange überquert die Alpen
Ein Forschungsteam von den Senckenberg Naturhistorischen Sammlungen in Dresden und der Zoologischen Staatssammlung München hat das Auftreten der Italienischen Barrenringelnatter in Bayern untersucht. Anhand von über 1000 Proben zeigen sie, dass die erst kürzlich in Deutschland entdeckte Schlange sich nach der Eiszeit nach Norden ausgebreitet hat. Dabei haben die Nattern die – eigentlich als natürliche Barriere bekannten – Alpen erfolgreich überquert. Aufgehalten wurden sie erst, als sie in Südbayern auf die verwandte Ringelnatter stießen.
https://idw-online.de/de/news767167

Britische und irische Gärten – ein Winterparadies für Mönchsgrasmücken
Neuste Forschungsergebnisse einer internationalen Kooperation zwischen dem British Trust for Ornithology (BTO), der Universität Oxford und dem Max-Planck-Institut für Evolutionsbiologie, die in der Zeitschrift Global Change Biology veröffentlicht wurden, liefern weitere Hinweise dafür, wie wir die Natur durch kleine Veränderungen in unseren Gärten mitgestalten. Immer milder werdende Winter und ein reichhaltiges Angebot an Vogelfutter lassen Mönchsgrasmücken neue Zugrouten etablieren und führen möglicherweise auch zu Änderungen im Körperbau.
https://idw-online.de/de/news766712

Zeit für Schmetterlinge
In der großen Welt der Insekten sind Schmetterlinge wohl die beliebtesten Vertreter. Ihre Flugzeit hat nun begonnen, so dass sich das bunte Treiben der Tagfalter gut beobachten lässt. Je nach Corona-Situation können Sie Interessierte dazu einladen selbst auf Beobachtungstour zu gehen, oder aber geführte Exkursionen organisieren.
Mehr beim BUND

Hoher Preis macht Kohlendioxid-Entnahmen überflüssig
Kohlendioxid sollte man richtig - und das heißt - möglichst bald hoch bepreisen. Dann braucht es keine Kompensationsmechanismen, die das Gas aus der Atmosphäre ziehen.
Spektrum.de

"Naturschutz-App" in der Entwicklung: Naturschutzmaßnahmen in der Landwirtschaft digital vereinfachen
Wie lassen sich Naturschutzmaßnahmen wirksam und praktikabel in die landwirtschaftliche Praxis integrieren? In einem vom Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e. V. koordinierten Projekt wird gemeinsam mit weiteren Partnern eine App entwickelt, die Betriebe bei der Umsetzung ihrer Naturschutzmaßnahmen unterstützt und zugleich den Bürokratieaufwand für Landwirtinnen und Landwirte sowie Behörden verringert. In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Bauernverband (DBV), dem Thünen-Institut und der Hochschule Harz wird ein Prototyp der "NatApp" gerade von Landwirtschaft und Verwaltung in der Praxis getestet.
https://idw-online.de/de/news767377

US pledges to slash climate emissions
The United States has pledged to halve greenhouse-gas emissions by 2030, compared with 2005 levels, and aim for net-zero emissions by 2050. US President Joe Biden announced the commitment as he opened a virtual climate summit that is being attended by 40 world leaders. The target is roughly in line with recent commitments by the European Union and others. "There’s a long way to go, but I’m more optimistic than I was a few months ago," says climate analyst Bill Hare.
nature.com

29.04.2021

Neues vom Weißstorch in Weildorf?
Zwischenzeitlich ist er ja schon wieder weg, doch die kurzzeitige Anwesenheit eines Storchs in Weildorf hat den Weildorfern Hoffnung gemacht.
Schwarzwälder Bote

AG Schmetterlinge: Neuer Artnachweis für den Zollernalbkreis
Am einzigen warmen Abend hatten Mitarbeiter der AG Schmetterlinge neulich im Rammert bei Rangendingen den Leuchtturm aufgebaut, um Nachtfalter zu kartieren. Bei dieser Gelegenheit ist ein weiterer Neu-Nachweis für den Zollernalbkreis gelungen: Gleich 5 Falter vom Flechten-Graueulchen (Nola cicatricalis) kamen zum Licht geflogen. Es ist eine Art, die auf der Roten Liste unter Kategorie 1 (= vom Aussterben bedroht) geführt wird und von der es in ganz Baden-Württemberg nur wenige aktuelle Nachweise gibt.
http://www.naturschutzbuero-zollernalb.de/falter/n7_nolidae.htm#10430

Studien zu Graumullen: Stressfreies Leben als Queen und King
Warum sich mit eigenem Nachwuchs stressen, wenn man bequem bei Mama und Papa bleiben kann – so könnte es bei Graumullen sein. Ist es aber nicht: Tatsächlich werden die reproduktiven Tiere einer Familie – Queen und King genannt – wesentlich älter als ihre nicht-reproduktiven Nachkommen, die ihr Leben mit den Eltern verbringen. Ein Zoologen-Team der Universität Duisburg-Essen (UDE) hat nun einige mögliche Mechanismen aufgedeckt, die diesem Phänomen vermutlich zugrunde liegen.
https://idw-online.de/de/news766941

Invasive Arten: Waschbären und Marderhunde könnten sich in Europa noch stärker ausbreiten
Der aus Asien stammende Marderhund und der nordamerikanische Waschbär werden sich in Zukunft in Europa vermutlich noch weiter ausbreiten. Zu diesem Schluss kommen Wissenschaftler*innen des Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrums und der Goethe-Universität in einer soeben im Fachjournal ‚Mammal Review‘ veröffentlichten Studie. Das Team ermittelte Gebiete in Europa, in denen ein ähnliches Klima wie in den Heimatregionen der Tiere herrscht und die deshalb von ihnen noch besiedelt werden könnten. Der Marderhund wird als potentieller Reservoirwirt von Coronaviren (u.a. SARS-CoV-2) angenommen; zudem gelten er und der Waschbär in der Europäischen Union als invasive Arten.
https://idw-online.de/de/news766828

Alpine Pflanzen verlieren zunehmend weißen "Schutzmantel"
Die Schneedecke in den Alpen ist seit den 1960er-Jahren jedes Jahrzehnt fast drei Tage früher geschmolzen. Dieser Trend ist temperaturbedingt und kann nicht durch stärkeren Schneefall kompensiert werden. Bis Ende Jahrhundert könnte die Schneedecke auf 2500 Meter sogar einen Monat früher weg sein als heute, wie Simulationen von Umweltwissenschaftlerinnen der Universität Basel zeigen.
https://idw-online.de/de/news766913

Ist das Unkraut oder kann das weg?
Blühende Wildpflanzen sind bei zahlreichen Insekten als Nahrungsquelle beliebt. Wer beim Anblick wild gewachsener Pflanzen nicht direkt zum Unkrautstecher greift, leistet daher einen wichtigen Beitrag zur Artenvielfalt.
Mehr beim NABU BW

LNV-Vorsitzender Dr. Gerhard Bronner im Amt bestätigt
Die Delegierten der LNV-Mitgliedsverbände bestätigten am 10. April 2021 einstimmig Dr. Gerhard Bronner als Vorsitzenden des Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg (LNV). Als stellvertretende Vorsitzende wurden Thomas Dietz und Tilman Preuss erneut gewählt. Bestätigt wurde auch die LNV-Schatzmeisterin Regina Schmidt-Kühner und die drei Beisitzer Stefan Frey, der Präsident des Schwäbischen Albvereins Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß und Reinhart Sosat. Als neue LNV-Mitglieder wurden die Vereine "Naturnahe Weidelandschaften e. V." und "Auerhuhn im Schwarzwald e. V." aufgenommen. Der Dachverband LNV vertritt damit 36 Natur- und Umweltschutzvereine in Baden-Württemberg mit insgesamt rund 540.000 Mitgliedern.
Mehr beim LNV

Natur-Objekte des Jahres 2021
Wieder stellt der LNV eine Liste der Natur-Objekte des Jahres 2021 zusammen. Hiermit soll auf wertvoll und bedrohte Arten aufmerksam gemacht werden, oder auch auf umstrittene Arten. Es werden auch Böden, Landschaften, Alleen und vieles andere ausgezeichnet.
Mehr beim LNV

Schaufenster Bioökonomie: Industriepflanzen machen unproduktives Ackerland rentabel
Europäisches Projekt mit Beteiligung der Uni Hohenheim erforscht, wie unrentable Äcker mit nachwachsenden Rohstoffen nachhaltig und wertschöpfend genutzt werden können.
https://idw-online.de/de/news766222

Nur ein Bruchteil der Landoberfläche ist ökologisch intakt
Die Artenvielfalt ist in den letzten 500 Jahren stark geschrumpft. Nur wenige Gebiete auf der Erde sind heute noch intakt. Die Anzahl ließe sich aber erhöhen.
Spektrum.de

Bedeutung der biologischen Vielfalt für die Landwirtschaft wird unterschiedlich wahrgenommen
Länderübergreifende Umfrage zeigt: Akteure aus Wissenschaft und Praxis haben stark abweichende Einschätzungen zur Biodiversität und bevorzugen unterschiedliche Informationsquellen
https://idw-online.de/de/news766184

Japan to release Fukushima water
The Japanese government has announced the controversial decision to release more than one million tonnes of water from the Fukushima Daiichi nuclear power plant into the Pacific Ocean, after filtering it to remove radioactive contaminants. The government argues that the water release is necessary to press ahead with decommissioning the plant, where three reactors melted down after the 2011 Tōhoku earthquake and tsunami, and says that similarly filtered water is routinely released from nuclear plants around the world. But neighbouring countries oppose the move and have raised safety concerns.
SkyNews

Ant portraits put a spotlight on tiny marvels
A new collection of photographs illustrates the striking diversity of ants — from the inquisitive gaze of West Africa’s Dorylus mayri to the spiky armour of the Daceton armigerum in South America. We share our world with at least 15,000 species of ants. Whole ecosystems are built around these insects, and many species, from plants to beetles to birds, are “ant obligates” whose survival depends entirely on their relationships with ant colonies. The portraits by photographer Eduard Florin Niga take an intimate look at the often overlooked complexity of these tiny marvels. "To answer the question posed by an ant’s form is to begin to untangle the intricate relationships that scaffold our world," writes entomologist Eleanor Spicer Rice.
The New York Times

22.04.2021

Neues auf den Schmetterlingsseiten
Friedemann Treuz ist derzeit äußerst aktiv: Er "schraubt" seine Fotos zusammen und stellt sie dann auch gleich für die weitere Verarbeitung zur Verfügung. So konnten jetzt zwei neue Zuchtberichte fertiggestellt werden:
Die Hellbraune Staubeule (Hoplodrina ambigua) und
der Große Gabelschwanz (Cerura vinula)
sind nun in sämtlichen Entwicklungsschritten vom Ei zum fertigen Falter zu bestaunen.

Handys für Hummel, Biene und Co.
Bis 2019 wurde für das NABU-Projekt "Alte Handys für die Havel" gesammelt. Seither fließt das Geld in den NABU-Insektenschutzfonds.
Mehr beim NABU
Übers Naturschutzbüro sammeln wir seit 2007 und seither konnten wir schon knapp 3.000 Altgeräte für die Projekte zur Verfügung stellen.
Mehr auf unserer Seite

Kultureller Fortschritt bei Kohlmeisen
Forschende der Universität Konstanz und des Max-Planck-Instituts für Verhaltensbiologie haben herausgefunden, dass Vogelpopulationen offenbar durch Zuwanderung in der Lage sind, sich kulturell anzupassen und dadurch effizienter zu werden.
https://idw-online.de/de/news766348

Geiersterben erreicht Europa
Das Medikament Diclofenac tötete Millionen Geier in Südasien. Jetzt wurde der erste Fall in Europa bekannt. Trotz Warnungen hat die EU die Arznei frei gegeben.
Spektrum.de

Das Trommeln des Königs
Etwa einmal am Tag richten sich Gorillas auf und schlagen sich auf die Brust. Biologen haben nun herausgefunden, was sie damit anderen Affen verraten.
Spektrum.de

Bedrohte Lemuren: "Unser Verhalten entscheidet, welche Arten überleben werden – und welche nicht
Ein madagassisch-deutsches Forschungsteam untersucht Lemuren in den Regenwäldern Madagaskars. Das Fingertier oder Aye-aye gilt als Unheilsbringer. Der Biologe Dr. Torsten Richter von der Universität Hildesheim und der Hildesheimer Doktorand Dominik Schüßler zeigen in einer Untersuchung am Beispiel des Aye-aye hingegen, wie Bildungsarbeit dazubeitragen kann, bedrohte Tierarten zu schützen. Das Überleben vieler Tierarten – gerade auch solcher, die als problematisch wahrgenommen werden – hängt ab vom Umgang und von der Akzeptanz der Menschen, die mit den Tieren zusammenleben. Biologen der Universität Hildesheim erforschen Lebensräume, die sich bedrohte Tierarten und Menschen teilen.
https://idw-online.de/de/news766532

Ein weiteres neues Chamäleon aus der Bale-Region in Äthiopien
Einmal mehr wird die Bedeutung des Bale-Gebirges in Äthiopien als einzigartiger Hotspot der Artenvielfalt aufgezeigt: Eine neue Chamäleon-Art, die an den Nordhängen dieses bemerkenswerten afromontanen Plateaus zu finden ist, wurde von den Zoologen Thore Koppetsch, Benjamin Wipfler, Zoologisches Forschungsmuseum Alexander Koenig – Leibniz-Institut für Biodiversität der Tiere in Bonn, sowie dem tschechischen Chamäleon-Experten Petr Nečas entdeckt.
https://idw-online.de/de/news766418

Pollenwespe produziert Seide, um ihre Nester in Wüstengebieten zu verfestigen
Eine neue Forschungsarbeit von Wissenschaftlerinnen des NHM Wien in Kooperation mit dem Naturkundemuseum Stuttgart über die Pollenwespen-Gattung Quartinia beschreibt die Fähigkeit der Weibchen, ihre Nester durch den Einsatz von selbst produzierter Seide als Bindemittel im Sand zu bauen und so in Wüstengebieten zu überleben. Die Quartinia-Arten kommen vor allem rund um das Mittelmeer und im südlichen Afrika vor und verbinden beim Nestbau Sandkörner und Seidenfäden miteinander. So stabilisieren sie ihre Nester und können sogar in losem Sand nisten.
https://idw-online.de/de/news766416

Wintereinbruch im Garten
Der Winter ist gerade zurück im Land: mit Wind, Schneeflocken und Nachtfrost. Doch keine Sorge, die heimische Vogelwelt kommt mit Wetterkapriolen meist gut zurecht. Vögel sind flexibel und mobil und weichen in schneefreie Bereiche aus.
Mehr beim NABU BW

Beleuchtung außerörtlicher Radwege
Der erfreulicherweise zunehmende Fahrradverkehr lässt den Ruf nach Beleuchtung auch außerorts lauter werden. Beleuchtung hat jedoch schädliche Effekte auf nachtaktive Tierarten wie Insekten und Fledermäuse. Außerorts soll deshalb so wenig zusätzliche Beleuchtung wie möglich installiert werden. Schutzgebiete und ihre Umgebung sind grundsätzlich auszunehmen. Ganz besondere Rücksicht ist auf Gewässer zu nehmen und auf Flugstraßen von Fledermäusen. Deshalb muss bei der Planung immer Naturschutz-Sachverstand einbezogen werden.
Mehr beim LNV

Weidebasierte Milchproduktion kann hohe Milchleistung mit sehr niedrigen Methanemissionen verbinden
Ist die Milch von weidenden Kühen besser für das Klima als Milch von Kühen in Stallhaltung? Dieser Frage haben sich Forschende der Agrar- und Ernährungswissenschaftlichen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) gewidmet. Die Resultate der Forschungsarbeit haben sie in der internationalen Fachzeitschrift Agriculture publiziert.
https://idw-online.de/de/news766175

Biodiversität kann sich positiv auf mentale Gesundheit auswirken
In Regionen mit einer höheren Vielfalt an Pflanzen- und Vogelarten geht es den Menschen, die dort leben, besser. So lassen sich die Ergebnisse einer Studie unter Leitung des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv), des Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrums (SBiK-F) und der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel zusammenfassen, die im Fachmagazin Landscape and Urban Planning veröffentlicht wurde. Den Forschenden zufolge profitiert insbesondere die mentale Gesundheit von einem größeren Artenreichtum, ein direkter Einfluss auf die physische Gesundheit lässt sich hingegen nicht nachweisen.
https://idw-online.de/de/news766102

Keine Kreditgarantien für Bauxitminen in Guinea
Bettina Behrend von Rettet den Regenwald e.V. schreibt: Aluminium hat für viele ein glänzendes Image. Leider stimmt das nicht für die Umwelt und nicht für die Menschen in Guinea. Dort wird jetzt die Sangaredi-Mine erweitert. Sie beraubt mehr als 500 Menschen ihrer Lebensgrundlagen, deren reich verzierte Häuser einst inmitten großer Bäume standen. Doch für den Tagebau wurden die Einwohner zwangsweise umgesiedelt und ihre Äcker vernichtet. Ihnen droht die Verelendung.
Deutschland trägt mit einer Kreditgarantie von 293 Millionen US-Dollar für die Erweiterung der Bauxitmine trägt die Bundesregierung zu Landraub, Umweltzerstörung und Menschenrechtsverletzungen bei.
Weitere Infos und eine Petition

Biodiversität, Klimawandel und Gesundheitsdaten: Wissenschaftsakademien legen drei Stellungnahmen für G7-Gipfel vor
Wie lässt sich der Verlust der Artenvielfalt umkehren, wodurch sinkt der Nettoausstoß von Treibhausgasen auf Null und wie können Gesundheitsdaten im Krisenfall datenschutzkonform international ausgetauscht und genutzt werden? Zu diesen Fragen haben die Wissenschaftsakademien der G7-Staaten heute drei Stellungnahmen veröffentlicht. Die Akademien rufen die Regierungen dazu auf, sich beim diesjährigen G7-Gipfel im Juni in Cornwall/Vereinigtes Königreich mit diesen Themenbereichen zu befassen und zeigen dazu Handlungsoptionen auf. Die Stellungnahmen wurden unter Federführung der britischen Royal Society und unter Beteiligung der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina erarbeitet.
https://idw-online.de/de/news766033

Höhere ausgebrachte Toxizität gefährdet Pflanzen und Insekten
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Koblenz-Landau haben nachgewiesen, dass die in der Landwirtschaft ausgebrachte Giftigkeit von Pestizide für Pflanzen und Insekten erheblich zugenommen hat. In einem Artikel, der in der aktuellen Ausgabe der amerikanischen Fachzeitschrift Science erscheint, zeigen die Autoren außerdem, dass dieser Anstieg auch bei genetisch veränderten Nutzpflanzen zutrifft, die eigentlich die Pestizidbelastung für die Umwelt reduzieren sollten.
https://idw-online.de/de/news766253

15.04.2021

Neue eierlegende Säugetierart in Australien entdeckt
Man geht davon aus, dass die weltweite Biodiversität zu großen Teilen noch unerforscht ist. Dass Forscher*innen neue Säugetiere entdecken, kommt jedoch selten vor. Ein Wissenschaftsteam des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) hat nun jedoch eine neue Säugetierart in Australien entdeckt. Die Entdecker*innen gaben ihm den wissenschaftlichen Namen Ovolepus paschii.
https://idw-online.de/de/news765972
Anmerkung: Auf idw-online.de wurde diese Meldung zwar schon am 31.04. veröffentlicht, doch z.B. techbriefly.com brachte die Meldung pünktlich zum 01.04. - siehe
https://techbriefly.com/forum/topic/australia-new-egg-laying-mammal-discovered/

Kaninchen, die Handstände machen
Die Sauteur-d'Alfort-Kaninchen laufen im Handstand, statt zu hoppeln. Nun ist bekannt, warum. Damit verraten die akrobatischen Tiere so einiges über die Bewegung von Säugetieren.
Spektrum.de

Grizzlybären laufen ungern bergauf
Und doch fühlen sich die Petze auf gut passierbaren Wanderwegen wohler als an steilen Hängen. Warum, ist nun bekannt.
Spektrum.de

Effektive Beutejagd in der Tiefsee
Ein internationales Forscherteam hat untersucht, warum Delfine und Wale rekordverdächtige Tauchgänge in mehrere Kilometer Tiefe durchführen. Erstmals konnten sie das Jagdverhalten mit der vorhandenen Beute in den Jagdgebieten in Verbindung bringen. Die Studie von Wissenschaftler*innen aus den Niederlanden und Deutschland unter Beteiligung des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel ist jetzt in der Fachzeitschrift Science Advances erschienen.
https://idw-online.de/de/news766126

Wildbestäuber nehmen rund um Bienenkästen ab
Konkurrenz zwischen Honigbienen und den übrigen auf Pollen und Nektar angewiesenen Wirbellosengruppen ist seit langem Thema im Naturschutz! Allerdings war die Datengrundlage dazu bisher eher schwach. Neue Studien aus den Niederlanden sorgen hier für Abhilfe, und es gibt konkrete Empfehlungen für die Nutzung von Heide-Gebieten durch Imkerei.
http://www.ag-rh-w-lepidopterologen.de

Zu heiß für Sechsbeiner
Selbst in offensichtlich unberührten Tropenwäldern scheint es einen schleichenden Verlust an Insekten zu geben. Steckt der Klimawandel dahinter?
Spektrum.de

Verbände: Aufnahme von Streuobst als Kulturerbe muss Startsignal sein
Die Umwelt- und Naturschutzverbände NABU, BUND und LNV in Baden-Württemberg freuen sich mit dem Verein Hochstamm Deutschland über die Anerkennung des Streuobstanbaus als Immaterielles Kulturerbe. "Die Würdigung kommt zur richtigen Zeit. Sie ist ein toller Erfolg für alle 1,3 Millionen Unterstützerinnen und Unterstützer des Antrags und eine Steilvorlage für die künftige Landesregierung, dem Streuobstanbau noch deutlich mehr Engagement zu widmen", sind sich die drei Verbände einig.
Mehr beim LNV

Lebensräume wiederherstellen - jetzt!
Wer etwas durcheinander bringt, räumt es wieder auf – so lautet die Regel zuhause. Leider ist es bei der Beschädigung und Zerstörung von natürlichen Lebensräumen bislang nicht so. In ganz Europa gibt es trockengelegte Moore, kanalisierte Bäche und verbaute Flüsse. Das muss sich ändern: mit einem EU-weiten Gesetz, das die Renaturierung von Lebensräumen verbindlich regelt. Bis zum 5. April können Sie genau das einfordern bei der Bürger*innenbefragung der EU-Kommission.
Jetzt Renaturierungsgesetz fordern!

Die Vogelwahl wurde beendet: Das Rotkehlchen ist Vogel des Jahres 2021
Das Rotkehlchen ist der erste öffentlich gewählte Vogel des Jahres. Es hat mit 59.267 Stimmen vor Rauchschwalbe und Kiebitz das Rennen um den Titel gemacht. Insgesamt über 455.000 Menschen beteiligten sich an der Wahl. Das Rotkehlchen trägt nun zum zweiten Mal den Titel.
Mehr beim NABU

Fraunhofer Hydrogen Lab Görlitz Wegbereiter für die Wasserstoffwirtschaft
Die Entwicklung zukunftsfähiger und nachhaltiger Wasserstofftechnologien ist entscheidend für das Gelingen der Energiewende. Denn mit Wasserstoff werden Mobilität, Industrie oder Wärmeerzeugung CO2-neutral – und er ermöglicht die Verbindung der Energiekreisläufe dieser Sektoren. Das Fraunhofer Hydrogen Lab auf dem Innovationscampus Görlitz (HLG) stellt dafür künftig eine einzigartige Forschungsinfrastruktur bereit und bündelt die Kompetenzen des Fraunhofer-Instituts für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU und des Fraunhofer-Instituts für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen IMWS. Heute hat das HLG auf virtuellem Weg den Förderbescheid erhalten.
https://idw-online.de/de/news766271

Retten Sie das größte Naturschutzgebiet der Welt!
Ina-Maria Shikongo und die Deutsche Umwelthilfe schreiben: Aus reiner Profitgier gefährdet die kanadische Firma ReconAfrica mit seinen Ölbohrungen das größte grenzüberschreitende Naturschutzgebiet der Erde, zu dem auch das einzigartige Okavango-Delta gehört. Die Bohrpläne drohen nicht nur das sensible Ökosystem eines der größten und tierreichsten Feuchtgebiete Afrikas zu zerstören, sondern würden sich auch unmittelbar auf das Leben der dort lebenden San auswirken. Wir müssen JETZT schnell handeln und diesen Irrsinn sofort stoppen, um das größte Naturschutzgebiet der Erde und Heimat der San zu schützen!
Petition bei change.org

Bitcoins als Gefahr für den Klimaschutz
Hält der Run auf Kryptowährungen an, verschlingen sie bald so viel Strom wie mittelgroße EU-Staaten. Chinesische Forscher schlagen nun Gegenmaßnahmen vor.
Spektrum.de

Wie viel Gift darf's denn sein?
Experten sind sich einig: Der Insektenschutz braucht den großen Wurf. Doch die Bundesregierung macht lieber Trippelschritte. Was vom Insektenschutzgesetz zu erwarten ist.
Spektrum.de

See our ocean’s tiniest deep-sea creatures
A collaboration between underwater photographers and marine biologists is revealing the secret lives of our oceans’ tiniest animals. Every night, larval fish travel from the deep sea’s inky void towards the surface, where photographers snap stunning images of the delicate creatures. Normally, marine biologists see these animals only after they’ve been funneled through collection devices that often squash their fragile bodies into goo. Some scientists say the images, paired with DNA from collected larvae, have the potential to revolutionize the study of larval fishes’ behavior and anatomy. "The photographs can open up an entirely new research area to understand why they have these features and what they use them for," says marine biologist Luiz Rocha.
The New York Times

08.04.2021

Naturschutzverbände lenken im Streit um Harter Baugebiet ein
Auf ausdrückliche Bitte des NABU Haigerloch-Rangendingen haben die Naturschutzverbände im Zollernalbkreis nun ihre konsequente Ablehnung des Baugebiets "Hinter den Gärten II" in Haigerloch-Hart aufgegeben und signalisiert, dass sie unter gewissen Bedingungen bereit seien, die Planung am Ende mit zu tragen.
Weitere Infos (Download der aktuellen Stellungnahme als PDF ganz unten)

Solaroffensive statt Schneckentempo!
Machen Sie jetzt mit und fordern Sie Herrn Kretschmann und die Vorsitzenden der möglichen Koalitionspartner Thomas Strobl (CDU), Andreas Stoch (SPD) und Michael Theurer (FDP) auf, ein starkes Maßnahmenpaket für die Solarenergie im Koalitionsvertrag zu verankern! (Grafik: Umweltinstitut München e.V.)
Mehr beim BUND

Monitoring häufiger Brutvögel startet in die neue Saison
Heckenbraunellen, Meisen und Zaunkönige trällern; in dem einen oder anderen Busch hat sogar schon eine Goldammer vorsichtig ihr Lied angestimmt - die neue Kartiersaison steht vor der Tür!
Seit 1989 werden die Bestandsentwicklungen aller häufigen Brutvogelarten mithilfe standardisierter Methoden überwacht und seit 2004 finden die Erfassungen auf bundesweit repräsentativen, 1x1 km-großen Probeflächen statt, auf denen zwischen März und Juni vier Begehungen entlang einer ca. drei km langen Route durchgeführt werden.
Mehr beim DDA

Digitalunterricht: Escape Game für Bio zu Hause
Lehramtsstudierende verbringen normalerweise ein Semester an einer Schule, üben dort zu unterrichten und lernen den Berufsalltag kennen. Im Corona-Jahr war damit plötzlich Schluss. Kimberly Althoff, Studentin der Biologie der Ruhr-Universität Bochum, hat sich trotzdem nicht aufhalten lassen: Sie entwickelte zusammen mit ihrer Dozentin Dr. Nina Minkley ein Escape Game für Biologie in der Oberstufe, das unterhaltsam Wissen über Enzyme und ihre Funktionen vermittelt. Schülerinnen und Schüler können das Rätselspiel zu Hause lösen, sodass Lehrende es im Distanzunterricht oder begleitend zum Präsenzunterricht nutzen können. Das Spiel ist online frei verfügbar.
https://idw-online.de/de/news765709

Naturtagebuch: Mit Manfred Mistkäfer die Natur entdecken
Welche Lieblingsspeise haben eigentlich Schnecken? Wachsen Blätter an Ästen immer an der gleichen Stelle wieder nach? Gute Fragen! Und wie sich jeder denken kann, bedarf es ganz schön viel geduldiger Forscherarbeit, um darauf eine Antwort zu finden.
Mehr bei der BUNDjugend

Fitte Zugvögel: Gezielter Schutz der Brustmuskulatur
Einem Schutzmechanismus von Zugvögeln ist nun ein europäisches Forschungsteam unter Leitung der Vetmeduni Vienna (Konrad-Lorenz-Institut für Vergleichende Verhaltensforschung) auf die Spur gekommen. Demnach sind Wachteln in der Lage, ihre Brustmuskeln bei ihren Wanderungsflügen gezielt vor oxidativem Stress zu schützen. Die ForscherInnen gehen davon aus, dass dieser Mechanismus ein wesentlicher Grund dafür ist, dass die Zugvögel ihre weiten Flüge überhaupt erfolgreich bewältigen können.
https://idw-online.de/de/news765884

Brachvögel sind immer pünktlich
Ein Team vom Forschungs- und Technologiezentrum Westküste (FTZ) der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) hat in einer neuen Studie mit Hightechgeräten die Zugwege und das Zugverhalten von Brachvögeln aus dem deutschen Wattenmeer entschlüsselt. Ihre Erkenntnisse: Hin- und Rückflug finden jedes Jahr zur gleichen Zeit statt. Ist das Wetter schlecht und der Rückenwind fehlt, fliegen die Vögel einfach in größere Höhen und nutzen dort den Jetstream.
https://idw-online.de/de/news765584

Adler sterben durch bakterielles Nervengift
Seit über 25 Jahren sterben Vögel an amerikanischen Seen. Dahinter stecken Bakterien, die ein Nervengift produzieren. Das Baumaterial dazu liefert ihnen wohl der Mensch.
Spektrum.de

Zirpende Vielfalt
Frankfurt, 30.03.2021. Heute erscheint das Bestimmungsbuch "A Field Guide to Bushcrickets, Wetas and Raspy Crickets of Tanzania and Kenya". Autorin und Senckenberg-Wissenschaftlerin Dr. Claudia Hemp behandelt in dem neuen Senckenberg-Buch 270 Heuschreckenarten aus Tansania und Kenia. Über 1100 Fotografien, 45 Bestimmungsschlüssel, über 60 Verbreitungskarten und eine DVD mit Gesängen geben einen beeindruckenden Überblick in die enorme Vielfalt dieser interessanten Insektengruppe in Ostafrika.
https://idw-online.de/de/news765950

Veränderungen in der Vogelwelt genauer und früher erkennen
Die Artenvielfalt nimmt dramatisch ab – besonders in der Agrarlandschaft. Um stark zurückgehende Arten frühzeitig zu identifizieren und Schutzmaßnahmen entwickeln zu können, sind verlässliche Daten zur Häufigkeit von Tier- und Pflanzenarten von entscheidender Bedeutung. Am Beispiel der Vogelwelt haben Forscherinnen und Forscher nun überprüft, inwieweit Erhebungsdaten von Hobby-Vogelkundlern Ergebnisse aus Monitoring-Programmen sinnvoll ergänzen können.
Im Rahmen des vom DDA koordinierten Brutvogel-Monitorings wird seit 1990 alljährlich die Häufigkeit der Vögel in Deutschland auf über 1700 Probeflächen von je einem Quadratkilometer Größe nach festen Regeln erfasst.
Mehr beim DDA

Wanderungen österreichischer Mönchsgrasmücken enträtselt
Die Mönchsgrasmücke (Sylvia atricapilla) ist in Europa – und auch in Österreich – eine der häufigsten Singvogelarten. In ihrem Verbreitungsgebiet zeigen die kleinen Vögel eine Vielzahl an unterschiedlichen Wanderungsstrategien. ExpertInnen der Österreichischen Vogelwarte untersuchten in Kooperation mit KollegInnen aus Deutschland diese Wanderungsstrategien mittels Geolokatoren, die am Körper der Vögel angebracht werden.
https://idw-online.de/de/news765347

Nagetiergifte in der Umwelt bedrohen Greifvogel-Bestände
Der vermehrte Einsatz von Chemikalien in vielen Bereichen unseres Lebens führte in den letzten Jahrzehnten zu einer Belastung von Wasser, Böden und (Wild-)tieren. Neben Pflanzenschutzmitteln sowie Human- und Veterinärarzneimitteln führten auch Nagetiergifte (Rodentizide) zu toxischen Effekten in Wildtieren.
https://idw-online.de/de/news765422

Verhängnisvolle Anziehungskraft
Wer abends in der Innenstadt in den Himmel sieht, kann nur noch die hellsten Sterne erkennen - zu hell sind Straßen- und Schaufensterbeleuchtung, die den Blick auf den Nachthimmel überstrahlen. Viel gravierender sind die Folgen dieser "Lichtverschmutzung" jedoch für nachtaktive Insekten. Angelockt vom Licht finden sie keine Partner mehr, legen keine Eier und können keine Pflanzen mehr bestäuben. "Lichtverschmutzung leistet vermutlich einen signifikanten Beitrag zum Insektensterben", sagt Dr. Gunnar Brehm von der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Der Biologe und sein Team haben gerade in der Fachzeitschrift "Insect Conservation and Diversity" eine neue Studie darüber veröffentlicht, in welch hohem Maße die Insekten durch Licht angelockt werden.
https://idw-online.de/de/news765122

Der NABU zeigt wie Renaturierung geht
Die Untere Havel ist eines der bedeutsamsten Feuchtgebiete Mitteleuropas. Auf 50 Flusskilometern renaturiert der NABU bis 2025 den verbauten Fluss und schafft so neue Naturparadiese. Das erfolgreiche Modell zeigt, wie überall in Europa angepackt werden muss.
Mehr beim NABU

Flächenfraß-Paragraph 13b BauGB kostet Steuerzahler 84 Millionen Euro
Weil durch den "Flächenfraß-Paragraf" 13b im Baugesetzbuch (BauGB) Kosten von den Bauherren auf die Gesellschaft abgewälzt wurden, muss der Steuerzahler alleine in Baden-Württemberg für rund 84 Millionen Euro aufkommen. Das rechnet der Landesnaturschutzverband (LNV) vor. Derzeit berät der Bundestag über die insbesondere von CDU und CSU angestrebte Neuaufnahme des §13b ins Baugesetzbuch.
Mehr beim LNV

"Wirtschaftsrat der CDU": mächtiges Lobbyforum und Klimaschutz-Bremser
Ein Klimabremser-Lobbyverband mitten im innersten Machtzirkel der CDU: Mit dem Wirtschaftsrat sitzt ein Lobbyverband für Unternehmen wie Daimler, Deutschen Bank und E.on im CDU-Parteivorstand und profitiert von exklusiven Zugängen zur einflussreichsten deutschen Regierungspartei. Mittendrin: Unser Albstädter MdB Thomas Bareiß ...
Mehr bei Lobbycontrol.de

Energiewende: Die Transformation
In Deutschland soll Strom einmal nur aus erneuerbarer Energie stammen. Vorher muss sich einiges im Strommarkt und den Netzen verändern.
Spektrum.de

Öko-Landbau und Bienengesundheit
Vielfältige Landschaften, Blühstreifen und ökologischer Landbau können sich positiv auf Bienen und andere Bestäuber in der Agrarlandschaft auswirken. Ein neues Forschungsprojekt der Universitäten Göttingen und Halle untersucht nun, welche Auswirkungen verschiedene Kombinationen dieser Maßnahmen auf die Diversität, Populationsentwicklung und Gesundheit von Bienen haben können.
https://idw-online.de/de/news766001

Weniger Ordnungswut, mehr Wildnis wagen
In Deutschland gibt es 15 Millionen Gärten. Eine riesige Fläche, die wir für die Natur nutzen können. Wir müssen nur toleranter für wilde Ecken werden, meint Daniel Lingenhöhl.
Spektrum.de

Wissenschaft für alle – kostenloser Online-Kurs zur Beobachtung wildlebender Säugetiere
Wer gern Tiere beobachtet, kann das europäische Forschungsprojekt MammalNet unterstützen. Ein Online-Kurs gibt Hilfestellungen.
https://idw-online.de/de/news764673

Bonobos adopt orphaned outsiders
Adoption is rare in the animal kingdom, but now researchers have witnessed bonobos taking care of orphaned infants from outside their own communities. Two females named Marie and Chio, who live in the Luo Scientific Reserve in the Democratic Republic of the Congo, took charge of infants who were unrelated to any female in their family group. Researchers sometimes attribute adoptions to females practicing maternal care or helping their kin and advancing their genes, but those ideas can’t explain these new observations. Seeing caretaking for unrelated infants “blew me away”, says ethologist Cat Hobaiter.
ScienceNews.org

Glow-in-the-dark sharks
Scientists have found three species of sharks living in the deep waters off the east coast of New Zealand that glow in the dark. Many marine animals can produce light through a process known as bioluminesce, but this is the first time that the phenomenon has been observed in the kitefin shark ( Dalatias licha), the blackbelly lanternshark ( Etmopterus lucifer) and the southern lanternshark ( Etmopterus granulosus). At a length of up to 180 centimetres, the kitefin the biggest luminous vertebrate known. The glowing underbellies could camouflage the sharks from predators from below, disguise them when approaching prey or help to illuminate the dark ocean floor.
The Guardian

01.04.2021

Warum Büffel für Vögel wichtig sind
Ein Buch über Vögel, das auch von Wasserbüffeln handelt? Dieter Haas entfaltet in der erweiterten Auflage seines ornithologischen Bodenseeführers Perspektiven, die über die Vogelkunde weit hinausgehen.
Schwarzwälder Bote

Bedrohter Singvogel verliert seine Lieder
In manchen Gebieten treffen Warzenhonigfresser so selten auf Artgenossen, dass sie ihre Lieder nicht mehr lernen können. Das könnte die Population noch weiter schrumpfen lassen.
Spektrum.de

Bei Hochwasser ziehen Jaguare in die Baumkronen um
Jaguare sind hervorragende Schwimmer. Dennoch bevorzugen sie in Teilen Amazoniens ein Leben im Trockenen. Und bleiben dann monatelang dem Boden fern.
Spektrum.de

Seeotter verschmähen Zombie-Seeigel
Seeotter fressen vermehrt Seeigel, seit diese sich zur Plage entwickelt haben. Trotzdem bleiben die Stachelhäuter ein Problem, denn die Otter sind wählerisch.
Spektrum.de

Hilfe für bedrohte Weihnachtsinsel-Echsen
Die bizarre Tierwelt der isolierten Weihnachtsinsel ist von vielen Seiten bedroht. Zwei von einem Bakterium attackierte Echsenarten könnten nun aber noch einmal davonkommen.
Spektrum.de

Wie Schlupfwespen Wirte für ihre Larven finden
Die Weibchen von Schlupfwespen erkennen den Geruch der Schmetterlingsraupen, in denen sie ihre Eier ablegen; überdies aber können sie lernen, chemische Stoffe als Wegweiser zu ihrem Opfer zu nutzen, welche die Planzen als Reaktion auf Raupenbefall abgeben.
Spektrum.de

Exotische Ameisen bedrohen die Artenvielfalt
Eingeschleppte Arten bedrohen viele Ökosysteme, und der Handel mit exotischen Haustieren verschlimmert das Problem. Ein unterschätztes Problem dabei: Ameisen.
Spektrum.de

Der Bartgeier soll heimkehren
Als Lämmergeier verleumdet wurde der Bartgeier in den Alpen ausgerottet. In den bayerischen Alpen soll dieses Jahr ein Auswilderungsprojekt beginnen, um die Art zurückzubringen.
Spektrum.de

Schlimmste Sommer-Trockenperiode der letzten zwei Jahrtausende
Ergebnisse von Baumringanalysen zeigen historisch außergewöhnliche Sommer-Trockenheit in den letzten Jahren – Ursache ist wahrscheinlich der vom Menschen verursachte Klimawandel
https://idw-online.de/de/news764964

25.03.2021

Leierschwänze täuschen ihre Partnerinnen, um Sex zu haben
Zeigt ein Leierschwanzweibchen bei der Balz kein Interesse, signalisiert das Männchen fälschlicherweise, dass Gefahr im Verzug ist. Der Trick klappt auch, wenn der Sex schon läuft.
Spektrum.de

Keas: Weniger Dominanz bringt den gewünschten Erfolg
Die vom Aussterben bedrohten neuseeländischen Keas sind eine große Papageienart und gelten als sehr intelligente Vögel – und sind deshalb für die Verhaltensforschung von großem Interesse. In einer soeben veröffentlichten Studie zeigte sich nun, dass Dominanz hinderlich für erfolgreiche Kooperationen ist. Sobald die höherrangigen Tiere dieses Verhalten aufgaben, stellte sich der Erfolg ein.
https://idw-online.de/de/news764970

Citizen-Science-Daten weisen Asiatischen Bambusbockkäfer in Europa nach
Der ursprünglich im gemäßigten und tropischen Südostasien beheimatete Asiatische Bambusbockkäfer kommt inzwischen auch in Europa in höherer Zahl vor. Die jüngsten Aufzeichnungen stammen von Bürgerwissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern.
https://idw-online.de/de/news764614

Fisch des Jahres: Thünen-Institut schaltet Herings-Dossier frei
Der Hering ist "Fisch des Jahres 2021". Aus diesem Anlass hat das Thünen-Institut viel Wissenswertes über den bekannten und wirtschaftlich bedeutenden Speisefisch in einem Online-Dossier zusammengestellt.
https://idw-online.de/de/news764593

Neues Buch mit Strahlkraft: Wie Deutschland in fünf Jahrzehnten Forschung das Solarzeitalter eingeläutet hat
> Umfassendes historisches und wissenschaftliches Kompendium zur Geschichte der Erforschung und Entwicklung der erneuerbaren Energien in Deutschland
> Autor Gerd Stadermann hat über 50 Gespräche mit Akteuren aus der Forschung und Entwicklung erneuerbarer Energien geführt, die gegen den Mainstream ihrer Zeit dem Solarzeitalter den Weg bereitet haben
> Nachschlagewerk für Institute, Journalisten, Politiker und Lobbyisten sowie Leseempfehlung für alle, die sich über die Zukunft der Energieversorgung auf der Erde Gedanken machen
https://idw-online.de/de/news764664

Klimawandel gefährdet den europäischen Wald
In den letzten Jahren haben die europäischen Wälder stark unter den extremen Klimabedingungen und deren Folgen gelitten. Weit mehr als die Hälfte der europäischen Walder ist potenziell durch Windwurf, Waldbrand, Insektenplage oder einer Kombination daraus gefährdet. Das ist das Ergebnis einer Studie eines Wissenschaftlerteams unter Beteiligung von Dr. Henrik Hartmann vom Max-Planck-Institut für Biogeochemie. Unter Verwendung von Satellitendaten und künstlicher Intelligenz untersuchten sie die Anfälligkeit gegenüber Störungen im Zeitraum zwischen 1979 und 2018.
https://idw-online.de/de/news763901

Petition: Kein Öl aus Afrikas Schatzkammer!
Bettina Behrend von Rettet den Regenwald e.V. schreibt: Namibias Natur und Tierwelt werden durch eine furchterregende Gier nach Erdöl bedroht. Die kanadische Firma ReconAfrica hat die Lizenz erhalten, im ökologisch sensiblen Kavango Becken nach Öl zu suchen. "Das Erdöl muss im Boden bleiben", fordert Ina Shikongo. Die Aktivistin von /Fridays for Future/ in Namibias Hauptstadt Windhoek kämpft gegen das Projekt, im Nordosten des Landes bisher nicht entdeckte Erdöl-Vorkommen auszubeuten. "Die Ölförderung wäre nicht nur eine Katastrophe für das Weltklima, das Wasser und die Tierwelt, sondern darüber hinaus für die örtliche Bevölkerung."
zur Petition

Why sea slugs cut off their own heads
Two species of sea slug, Elysia marginata and Elysia atroviridis, decapitate themselves — only to regrow a new body from the severed head. Researchers were astonished to observe slugs in captivity cutting off their own heads after their bodies became infected with parasites. Within 3 weeks, the heads regenerate a whole, parasite-free body, though the bodies never grow back new heads.
The New York Times

Why nuclear energy’s role is shrinking
Anniversaries of the Fukushima and Chernobyl disasters highlight the challenges of relying on nuclear power to cut net carbon emissions to zero. “Clearly, nuclear energy will be with us for some time,” argues a Nature editorial. “But it is not proving to be the solution it was once seen as for decarbonizing the world’s energy market.” Instead, the focus must be on renewable energies that are available to all nations and don’t involve national or international defence apparatus.
Nature.com

18.03.2021

Die Störche kommen zurück - Rückkehrer aus Spanien sind die Ersten
Jetzt kehren die ersten Weißstörche aus ihren Winterquartieren nach Baden-Württemberg zurück und bereiten ihre angestammte Wohnstatt für die Aufzucht der Jungen vor. Nachdem in Hechingen-Weilheim jetzt auch das Weibchen eingetroffen ist, warten die beiden neuen Nisthilfen in Hart und Weildorf bisher noch auf die erstmaligen Besiedlung.
Mehr beim NABU BW

NABU-Kreisverband veröffentlicht Jahresprogramm 2021
Welche Veranstaltungen tatsächlich stattfinden können, steht derzeit noch in den Sternen. Ungeachtet dessen haben die NABU-Gruppen im Zollernalbkreis wieder ein ansprechendes Programm vorgelegt, das nun auch als PDF zur Verfügung steht:
Programmheft 2021
Nur als PDF gibt's diesmal eine Zusammenstellung der Veranstaltungen, die sich besonders an Kinder bzw. an Familien richten:
Programm 2021 für Familien und Kinder

Jahresheft des NABU Haigerloch-Rangendingen
Auch der NABU Haigerloch-Rangendingen hat sein jährliches Mitglieder-Rundschreiben fertiggestellt und es ist ebenfalls als PDF zu haben:
Jahresheft 2021 NABU Haigerloch-Rangendingen

Oberdigisheim: Im Eimertaxi sicher über die Straße
Erdkröten, Grasfrösche, Lurche und Molche kehren im zeitigen Frühjahr zu ihrem "Geburtsort", dem Stausee, zurück. Dort wollen sie laichen. Ein gefährliches Unterfangen: Sie müssen dafür die K 7172 überqueren. Diese ist zwischen Oberdigisheim und Obernheim viel- und vor allem schnellbefahren. Einige Schilder weisen deshalb im Frühjahr auf die Krötenwanderung hin.
Schwarzwälder Bote

Laibetal Bad Imnau: Bäume geschnitten
Eine Radikalschnittkur erlebte jüngst das Gehölz im Bad Imnauer Laibetal. Das Forstamt Zollernalb, Außenstelle Hechingen und das Wasserwirtschaftsamt Reutlingen, entfernten bis zum Ende der Schnittperiode am 1. März vom Schneebruch beschädigte und umgeknickte Bäume, Hecken und Sträucher.
Schwarzwälder Bote

Schimpansenunterarten genetisch miteinander verknüpft
Ähnlich wie wir leben Schimpansen in verschiedenen Lebensräumen und haben eine große Verhaltensvielfalt. Im Gegensatz zum Menschen, dessen genetische Variation entlang eines Gradienten verläuft sind Schimpansen vier Unterarten zugeordnet, die durch geografische Barrieren wie Flüsse voneinander getrennt sind. Frühere Studien zur Populationsgeschichte der Schimpansen waren jedoch nur eingeschränkt aussagekräftig.
https://idw-online.de/de/news764330

Weibliche Schneeregenpfeifer sind keine Rabenmütter
Bei Schneeregenpfeifern haben die Weibchen die traditionellen Familienklischees überwunden. Sie verlassen oft die Familie, um mit einem neuen Partner ein Gelege zu beginnen. Die Männchen kümmern sich weiterhin um ihre Jungen, bis diese unabhängig sind. In einer Studie des Max-Planck-Instituts für Ornithologie fanden Forscher*innen nun heraus, dass das Verlassen des Nachwuchses häufig entweder unter schlechten Umweltbedingungen erfolgt oder wenn die Küken auch ohne das Weibchen eine gute Überlebenschance haben.
https://idw-online.de/de/news764496

Forschungsteam entdeckt neue Schlangenart
20 Zentimeter groß, auf der Insel Mayotte im Indischen Ozean beheimatet, die Verwandten 300 Kilometer entfernt: Ein internationales Team unter Leitung des Centrums für Naturkunde der Universität Hamburg hat nun erstmals die neue Schlangenart "Madatyphlops eudelini" beschrieben.
https://idw-online.de/de/news764462

25 neue Arten aus der Spinnen-Gattung Thunberga beschrieben
Senckenberg-Wissenschaftler Peter Jäger hat 25 neue Spinnenarten aus der Gattung Thunberga, benannt nach der schwedischen Klimaaktivistin Greta Thunberg, beschrieben. Drei der neu entdeckten Arten hat der Frankfurter Arachnologe Personen gewidmet, die ihn mit ihrem Engagement beeindrucken: Jyoti Kumari, Boyan Slat und Malala Yousafzai. Die im Fachjournal "Arachnology" publizierte Studie lässt Rückschlüsse auf die Verbreitung und das Liebesleben der Achtbeiner-Gattung zu.
https://idw-online.de/de/news764433

Landtagswahl 2021: Mehr Vielfalt im Land durch Landwirtschaft!
Agrarpolitische Forderungen der Landesverbände Landesjagdverband (LJV), BUND Baden-Württemberg, Landesnaturschutzverband (LNV), NABU Baden-Württemberg sowie Schwäbischer Albverein, Bodensee-Stiftung und Landesschafzuchtverband Baden-Württemberg zur Landtagswahl am 14. März 2021.
Mehr beim LNV

Mehr Wertschätzung für Weidetierhaltung
Angesichts der Bedeutung der extensiven Weidetierhaltung für den Arten- und Biotopschutz muss das arbeitsintensive Engagement von Weidetierhalterinnen und -haltern in vielen Schutzgebieten besser unterstützt und entlohnt werden.
Mehr beim NABU BW

Zum Start in die Gartensaison mehr blühende Vielfalt schaffen
Zum Tag des Artenschutzes am 3. März ruft der NABU Baden-Württemberg dazu auf, Gärten, Terrassen und Balkone zu Trittsteinen für die Artenvielfalt zu machen und beim Pflanzenkauf an Insekten und Vögel zu denken.
Mehr beim NABU BW

Harzer Gipskarst retten!
Am Rande des Harzes liegt das bedeutendste Gipskarstgebiet Europas. Aufgrund der Vielfalt an unterschiedlichen Lebensräumen ist sie ein wichtiges Refugium vieler bedrohter Pflanzen- und Tierarten. Orchideenreiche Wälder und feuchte Schluchten wechseln sich mit Kleingewässern und Mooren, seltenen Felsfluren, Trockenrasen, Streuobstwiesen und Höhlenbiotopen ab. Ein Kleinod des Naturschutzes – vor Zehntausenden von Jahren entstanden und einzigartig. Jetzt beabsichtigt Niedersachsen, weitere Gebiete für den Gipsabbau auszuweisen.
Weitere Infos und eine Petition beim BUND Niedersachsen

Biodiversität in Agrarlandschaften bestmöglich fördern
Forschende aus der Würzburger Biologie untersuchten in einer ungewöhnlich breiten und aufwändigen Studie die Artenvielfalt von Blühflächen, die im Rahmen von Agrarumweltprogrammen angelegt werden.
https://idw-online.de/de/news764170

The State of Britain's Larger Moths 2021 report is now available
This new report summarises current knowledge of the state of Britain’s c.900 species of larger moths, presenting analyses of long-term change based on millions of records gathered through the Rothamsted Insect Survey (RIS) and National Moth Recording Scheme (NMRS).
butterfly-conservation.org

Oldest-known wild bird has a new chick
A 70-year-old Laysan albatross with at least 30 offspring is a mother again. The Phoebastria immutabilis, dubbed ‘Wisdom’, nests on the Midway Atoll National Wildlife Refuge, alongside nearly 70% of all Laysan albatrosses. She was first ringed as an adult in 1956 by legendary ornithologist Chandler Robbins and is now the world’s oldest known banded bird in the wild.
The Guardian

11.03.2021

Neuer Tagfalter-Nachweis im Kreis: Mittlerer Perlmuttfalter
Weil sie auffallen, sind neue Tagfalter-Nachweise für das ganze Kreisgebiet sehr selten. So galt auch der Zollernalbkreis bisher als Fabriciana niobe-"frei", denn trotz intensiver Suche war ein Nachweis hier noch nicht gelungen. Durch Zufall sind wir jedoch Mitte Januar im naturgucker.de auf eine sehr interessante Beobachtung aus dem Jahr 2018 gestoßen ...
http://www.naturschutzbuero-zollernalb.de/falter/nymphalidae.htm#7206

Massenwanderung wird erwartet: Kröten sind wieder unterwegs
Unbeeindruckt von Corona-Pandemie, Lockdown und Versammlungsverbot machen sich die ersten Amphibien auf den Weg. Sobald die Nachttemperaturen plus fünf Grad und mehr erreichen, kommen Frösche, Kröten und Molche in Hochzeitsstimmung – so auch in Erzingen.
Schwarzwälder Bote

Wie Insekten Farben sehen
Insekten und ihre hochentwickelte Fähigkeit Farben zu sehen und zum Beispiel Blüten unterscheiden zu können, sind von zentraler Bedeutung für die Funktion vieler Ökosysteme. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler wissen jedoch noch nicht, wie die komplexe Sinnesleistung "Farbensehen" in dem kleinen Gehirn der Insekten zustande kommt. Ein Team um Dr. Christopher Schnaitmann und Prof. Dr. Dierk Reiff am Institut Biologie I der Fakultät für Biologie der Universität Freiburg stellt jetzt neue Erkenntnisse in der Zeitschrift "Current Biology" vor.
https://idw-online.de/de/news763967

Dramatische Jagdszenen zwischen Schwertwalen und Buckelwal gefilmt
Orcas sind agile Räuber, die selbst von Weißen Haien gefürchtet werden. Ein Video aus Australien zeigt, wie zwei Gruppen ein weit größeres Opfer erlegen wollten.
Spektrum.de

Gärten sind Oasen für Bestäuber
Wer in Ballungszentren etwas für Insekten tun möchte, kommt an privaten Gärten nicht vorbei: Sie sind überlebenswichtig für Bienen, Hummeln und andere Arten.
Spektrum.de

Die schönsten Geotope Deutschlands in 3D
Die Deutsche Geologische Gesellschaft – Geologische Vereinigung (DGGV) initiiert anlässlich ihres 175-jährigen Jubiläums im Jahr 2023 das Projekt "30 Geotope³". In dem Projekt werden Geotope und Aufschlüsse mithilfe von Drohnen, 360°-Kameras, Laserscannern und differentiellem GPS dreidimensional aufgenommen und monatlich zusammen mit ausführlichem Informationsmaterial online präsentiert. Die Serie startete am 15. Februar 2021 mit dem Teufelstisch im Dahner Felsenland in der Pfalz. Die Universität Greifswald liefert mit einem 3D-Modell der Wissower Klinken an der Kreideküste von Rügen im April 2021 den dritten Beitrag zum Projekt.
https://idw-online.de/de/news763591

Aussie ecosystems face 'existential threat'
Nineteen key Australian ecosystems are collapsing because of combined pressure from climate change and other human impacts, write ecologist Dana Bergstrom and three colleagues. From tropical savannahs to kelp forests, these ecosystems have changed in a substantial, negative way from their original state, and are unlikely to recover without a major course correction. "Evidence of their demise shows we’re exceeding planetary boundaries," write the researchers. They suggest a framework for positive actions — many of which build upon existing efforts — that can help to protect or restore ecosystems at local and global levels.
The Conversation

China doubles number of protected animals
China has doubled the number of endangered species on its List of Wild Animals Under State Priority Conservation. It is the first time any animals have been added to the list in 32 years. Many of the new protected species are birds. Wolves were also added to the list. Harming one of the 980 species on the updated list attracts hefty fines of up to 100,000 yuan (US$15,500). "The new list will be instrumental in guiding future research funding, much of which comes from the government," says Zhang Jinshuo, vice director of the National Zoological Museum of China.
SupChina.com

04.03.2021

Na so was: Der erste Storch ist da!
05.02.: Zur großen Freude aller Weilheimer: Der erste Storch ist schon wieder aus dem Wintergebiet zurück und wohlbehalten auf dem Weilheimer Kirchturm angekommen.
Hohenzollerische Zeitung

Baugebiet Ban II in Ratshausen: Naturschützer kritisieren neues Baugebiet
Paul Dannecker hat sich intensiv mit den Unterlagen für den Bebauungsplan Ban II befasst. Sein Fazit: Das Gebiet ist zu groß geplant und nimmt zu wenig Rücksicht auf das angrenzende Feuchtgebiet, in dem es seltene Vogelarten gibt.
Schwarzwälder Bote

Schaufenster Bioökonomie: Intelligenter Roboter hilft beim Erhalt von Streuobstwiesen
Projekt der Uni Hohenheim leistet Beitrag zur Pflege der wertvollen Biotope: Autonomer Roboter soll beim Schnitt von Obstbäumen helfen, damit diese gesund alt werden.
https://idw-online.de/de/news761840

Wie sich ein Schleimpilz erinnert
Sie sind kaum mehr als kriechender Schleim - doch sie lösen komplexe Aufgaben. Dabei hilft ihnen anscheinend eine Art Gedächtnis.
Spektrum.de

Artenentstehung ohne scharfe Trennung in isolierte Bestände
Damit sich eine neue Art bilden kann, müssen nach gängiger Lesart meist mehrere Bestände existierender Arten vorhanden sein, die voneinander getrennte Fortpflanzungsgemeinschaften bilden. Deren Isolation ermöglicht ein langsames Auseinanderentwickeln der Genome und dadurch die Bildung neuer Arten. Ein internationales Forschungsteam mit Beteiligung des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) und der Universität Haifa hat nun einen Fall der Artbildung innerhalb eines gemeinsamen Genpools rekonstruiert.
https://idw-online.de/de/news763267

Besendertes Rotmilan-Weibchen "Ingrid" tot in Frankreich aufgefunden
In der Gemeinde Champagnant, nordwestlich von Clermont-Ferrand im Zentrum Frankreichs gelegen, wurde Anfang Januar ein toter Rotmilan mit einem Telemetrie-Sender aufgefunden. Der Vogel konnte anhand der Seriennummer auf dem Sender identifiziert werden: Es handelt sich um den Patenvogel "Ingrid". Ingrid wurde 2015 durch den DDA und unsere Partner im Rahmen des Projekts "Rotmilan – Land zum Leben" in Nordsachsen besendert und ihre Flugrouten konnten bis zur letzten Senderauslesung 2019 verfolgt werden.
Mehr beim DDA

Naturschutzverbände für Streuobst als immaterielles Kulturerbe der UNESCO
Die drei Umwelt- und Naturschutzverbände LNV, NABU und BUND in Baden-Württemberg unterstützen den vom Verein Hochstamm Deutschland eingereichten Antrag auf Anerkennung des Streuobstanbaus als Immaterielles Kulturerbe durch die UNESCO.
Mehr beim NABU BW

Insektenschutzpaket liefert erste Ansätze
Nach langem Ringen hat das Bundeskabinett nun endlich ein Insektenschutzpaket verabschiedet. Der NABU begrüßt das Insektenschutzpaket als ersten Schritt in die richtige Richtung. Für eine erfolgreiche Umsetzung muss nun jedoch noch einiges getan werden.
Mehr beim NABU

LNV: Ja zu Freiflächensolaranlagen, Stromimporten und Windparks
Der Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg (LNV) hat ein neues Positions- und Forderungspapier zur Energie- und Klimawende veröffentlicht. Darin mahnt er insbesondere größere Fortschritte bei Energieeffizienz und -suffizienz an, lehnt Freiflächensolaranlagen nicht mehr generell ab und spricht sich für den Bau von Windrädern an den naturverträglichsten Standorten aus – etwa gebündelt in Windparks. Der LNV distanziert sich vom Ziel der Energieautarkie und zeigt sich offen für die Abscheidung von Kohlendioxid.
Mehr beim LNV

Campact: Altmaier schützt RWE
Yves Venedey schreibt über Campact: Die Kohle-, Öl- und Gaslobby hat eine Geheimwaffe: den Energiecharta-Vertrag. Er macht Milliardenklagen vor geheimen Schiedsgerichten möglich, sollte Deutschland den Klimaschutz endlich energisch angehen. Jetzt gibt es eine Chance, die Klagewelle zu stoppen: Frankreich und Spanien wollen, dass die EU-Staaten den Pakt kündigen – doch noch bremst Wirtschaftsminister Altmaier. (...) Bitte unterzeichnen auch Sie jetzt unseren Appell an Wirtschaftsminister Peter Altmaier – jede Stimme zählt.
Mehr bei Campact

MCC: Deutsche Politik redete Kohle jahrzehntelang schön
Dass der Treibhauseffekt die Lebensgrundlagen der Menschheit gefährdet, ist keine neue Erkenntnis: 1979 gab es die erste Weltklimakonferenz, 1986 ließ ein "Spiegel"-Titelbild den Kölner Dom im Meer versinken, und bereits 1993 ging Deutschland beim Kampf gegen die Erderhitzung die ersten Verpflichtungen ein, mit der Ratifizierung der Uno-Klimarahmenkonvention. Doch die mit Abstand klimaschädlichste Form der Stromerzeugung, das Verfeuern von Kohle, galt noch bis Mitte der 2000er-Jahre in der deutschen Politik als opportun.
https://idw-online.de/de/news762907

Petition unterschreiben: Schützt den Jaguar!
Markus Winkler vom WWF schreibt: um den Jaguar ranken sich seit Jahrhunderten fantastische Mythen. Auch heute noch ist er für uns und den Planeten sehr wichtig. Denn er ist eine sogenannten Indikator-Art: Wenn es den Jaguaren gut geht, geht es auch dem jeweiligen Ökosystem gut. Doch der Jaguar ist in größter Gefahr! Die Hälfte seines ursprünglichen Lebensraums von Nordamerika bis Argentinien hat er bereits verloren. In Uruguay und El Salvador ist er schon ausgestorben. Von den insgesamt 34 Populationen ist gerade mal eine einzige nicht bedroht.
Mehr beim WWF

Klöckner lässt gefährliches Pestizid weiter zu!
Sarah Wiener und die Deutsche Umwelthilfe schreiben: Landwirtschaftsministerin Klöckner hat sich wieder einmal auf die Seite der Agrarlobby gestellt und die Zulassung des Bienentoxischen Pestizids Acetamiprid verlängert. Das Neonicotinoid wirkt als Nervengift und ist eine große Gefahr für unsere Bienen! Wir müssen unseren Druck auf die Politik erhöhen, damit der Einsatz solcher gefährlichen Pestizide in blühende Pflanzen ...
Mehr bei Change.org

"Diese Art gibt es nicht in Kolumbien. Unmöglich"
Wenn Ornithologen detektivisch tätig werden: Im Wahlkampf sollte ein Video Ecuadors Präsidentschaftskandidaten Andrés Arauz in Verruf bringen. Es ist ein Fake, sagt ein Ornithologe. Vögel haben die Macher verpfiffen.
Spektrum.de

Intelligente Kamera soll Vogelschlag verhindern
Windkraft liefert saubere Energie, gefährdet aber auch große Vögel wie Adler. Neue Technologie soll den Konflikt entschärfen.
Spektrum.de

Wildlife trade severely threatens species
A new analysis suggests that wildlife trade is unlikely to ever be sustainable, despite some conservationists arguing that it can be in certain cases. Researchers compared 31 research papers charting the fate of individuals from 133 species of mammals, birds and reptiles to show that wildlife trade nearly always drives population declines, even in protected areas. Global wildlife trafficking generates an estimated US$5 billion–$20 billion a year, but has massively detrimental impacts on biodiversity.
Sciencemag.org

25.02.2021

Ein Kommentar: Endrunde zum Vogel des Jahres - Stadttaube liegt vorn!
Man stelle sich vor, eine Partei wie die CDU würde einen wesentlichen Markenkern ihres Programms in öffentlicher Abstimmung festlegen lassen und hierbei jede Stimme zählen, die von irgendeinem Computer auf der Welt aus abgegeben wurde. Undenkbar? Sicher! Doch der NABU und seine bayerische Partnerorganisation LBV machen derzeit genau das: Jeder Mensch, der über eine E-Mailadresse verfügt und einen Computer bedienen kann, darf mitbestimmen, wer zum "Vogel des Jahres 2021" ernannt wird. Nicht nur NABU-/ LBV-Mitglieder? Nein, alle! Wohin das führt, sieht man jetzt: In der Vorauswahl hat es doch tatsächlich die Stadttaube, ein verwildertes Haustier, auf Platz 1 in der Auswahl der letzten 10 geschafft. Dabei steht der Vogel des Jahres eigentlich und üblicherweise symbolisch für eine durch den Menschen gefährdete Art oder einen Lebensraum. Von einer Gefährdung der Stadttaube kann dabei wirklich nicht die Rede sein und auch die Großstadthäuser und Betonburgen der Innenstädte stehen ebenso wenig auf der Roten Liste wie große Plätze, auf denen z.B. Touristen die Überreste ihrer Fast-Food-Mahlzeiten wegwerfen.
Aber so haben sie's mit dieser Art der Abstimmung offenbar gewollt. Wer jetzt noch verhindern will, dass diese aus Naturschutzsicht völlig ungeeignete Art auf Platz 1 bleibt, der muss für die anderen 9 Arten stimmen. Und nachdem jede*r jedem Vogel maximal 1 Stimme geben kann, kann man immerhin 9 Stimmen abgeben. Und wer mehrere E-Mail-Adressen hat, kann das sogar mehrfach tun; denn es ist nur eine Bestätigung der Stimmabgabe erforderlich.
https://www.vogeldesjahres.de/index.html

Neue Schlangenart in Myanmar entdeckt
Senckenberg-Wissenschaftler Prof. Dr. Gunther Köhler hat zusammen mit einem internationalen Team der Universität East Yangon in Myanmar eine neue Wasserschlangenart entdeckt und erstmals beschrieben.
https://idw-online.de/de/news763094

Wüstenfische "under cover" – neu entdeckte Vielfalt auf der arabischen Halbinsel
Das Landschaftsbild des Oman ist geprägt durch ausgedehnte Wüstenlandschaften und karge, trockene Hochgebirgsketten. Hört man von neu entdeckten Süßwasserfischen, denken wohl die wenigsten an den Wüstenstaat im Südosten der arabischen Halbinsel. Studien des Naturhistorischen Museums Wien belegen nun, dass die Fisch-Vielfalt in dieser trockenen Region bisher unterschätzt wurde.
https://idw-online.de/de/news763243

Lernspiel "Klima-Ausreden" macht fit für Diskussionen
Die Studie war ein Bestseller der Forschungsliteratur: Sie erzeugte mehr als 2000 Twitter-Kommentare innerhalb weniger Tage, Übersetzungen der Kernaussagen in zahlreiche Sprachen und ein weit überdurchschnittliches Presseecho. Unter der Überschrift "Discourses of climate delay" hatte ein Forschungsteam unter Federführung des Berliner Klimaforschungsinstituts MCC (Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change) die aktuelle Klimaschutz-Diskussion analysiert und eine Typologie der Verzögerungsargumente erstellt. Jetzt hat die Arbeit, die 2020 in der Fachzeitschrift Global Sustainability erschien, einen innovativen Ableger: ein webgestütztes Lernspiel.
https://idw-online.de/de/news761068

Taubenfreunde haben romantische Vorstellungen
Der Vogel des Jahres wird online gewählt. Das sorgt für Trubel und Streit, vor allem um die Stadttaube. Vogelkenner Daniel Haag ordnet im Interview ein, was dahintersteckt.
Spektrum.de

Stoppen Sie den Agrar-Deal!
Appell: Europäische Politiker*innen planen, ein Todesurteil für die Natur zu unterzeichnen. Die letzten Verhandlungen über das große Landwirtschaftspaket laufen. Umweltschädigende Agrarkonzerne würden für die kommenden Jahre Milliarden erhalten. Ich fordere Sie dringend auf, dieses Abkommen zurückzuziehen und eine neue Agrarpolitik vorzuschlagen, die unserer Gesundheit und der Natur zugutekommt.
Appell unterzeichnen

18.02.2021

Zähler werden mehr – Vögel weniger
Die große Vogelzählaktion "Stunde der Wintervögel", die der NABU vom 8. bis 10. Januar veranstaltete, hat alle bisherigen Rekorde gebrochen – allerdings nur im Hinblick auf die Zahl der Vogelzähler. Dagegen kann bei vielen Vogelarten von Rekorden keine Rede sein: Hier setzt sich der Abwärtstrend der vergangenen Jahre kontinuierlich fort.
Karl-Otto Gauggel hat die Ergebnisse auch im Zollernalbkreis ausgewertet.
Schwarzwälder Bote

Vögel in Deutschland aktuell: Rückblick auf den Herbst 2020
Der Herbst 2020 wird als sonnenscheinreich, trocken und vor allem warm beschrieben. Besonders der Spätherbst zeichnete sich durch ungewöhnlich milde Witterung aus. Dies blieb nicht ohne Folgen für die Vogelwelt. Mehr als 1,8 Millionen Vogelbeobachtungen wurden in den Monaten September bis November bei ornitho.de gemeldet. Ein reicher Fundus, dem wir uns in Form verschiedener Auswertungen gewidmet haben.
Mehr beim DDA

Forschungsprojekt: Gedächtnis und Wahrnehmung bei Siebenschläfern
Seit Oktober liegt er im Tiefschlaf und ihn kann scheinbar nichts wecken. Seine innere Uhr jedoch tickt und gibt unaufhaltsam das nahende Ende des Winterschlafs vor. Der Siebenschläfer nutzt den Winterschlaf als Anpassungsmechanismus an die kalte, nahrungsarme Jahreszeit. Doch wie wirkt sich das monatelange Herunterfahren fast aller Stoffwechselprozesse auf die Erinnerung, räumliche Orientierung und Wahrnehmung der kleinen Nager aus? Ein ForscherInnenteam um Claudia Bieber, Institut für Wildtierkunde und Ökologie (FIWI) der Vetmeduni Vienna, widmet sich dieser Frage ...
https://idw-online.de/de/news762500

Weißbüschelaffen interpretieren Unterhaltungen zwischen Artgenossen
Weissbüschelaffen nehmen die Laut-Interaktionen zwischen ihren Artgenossen nicht nur als Aneinanderreihung von Rufen wahr, sondern als zusammenhängende Unterhaltungen. Zudem bewerten sie deren Inhalte. Dies zeigen Forschende der Universität Zürich, indem sie in ihrer Studie Thermografie mit Verhaltenspräferenzen der Affen kombinieren.
https://idw-online.de/de/news762431

Warum europäische Fledermäuse das White-Nose-Syndrom überleben
Millionen Pilzkrankheiten stellen eine große Bedrohung für Tiere dar, da sie zu signifikanten Bestandsrückgängen oder zum Aussterben von Arten führten. Das "White-Nose-Syndrom", ausgelöst vom kälteliebenden Pilz Pseudogymnoascus destructans, ist in Nordamerika eine wesentliche Todesursache bei winterschlafenden Fledermäusen. Europäische Fledermäuse hingegen überleben eine Infektion mit diesem Pilz. Um die Ursachen für diese Unterschiede zu finden, hat ein Wissenschaftlerteam unter der Leitung des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) die Immunabwehr von europäischen Mausohrfledermäusen auf den Pilz analysiert.
https://idw-online.de/de/news762408

Im Golf schwimmt ein neuer Großwal
Auch im Golf von Mexiko schwimmen Wale. Dass sich darunter eine wissenschaftlich bislang völlig unbekannte Art befinden könnte, überraschte die Wissenschaftler.
Spektrum.de

70 Prozent weniger Nashörner gewildert
Der WWF schreibt: 2014 wurden in Südafrika noch mehr als 1.200 Breit- und Spitzmaulnashörner gewildert, doch seit sechs Jahren sind die Zahlen kontinuierlich rückläufig. Auch die neuesten Erhebungen geben Grund zur Freude: Im vergangenen Jahr ist die Zahl der getöteten Nashörner um ein Drittel gesunken.
Mehr beim WWF

Bahamas: ausgestorbene Art mit den Galapagos-Schildkröten nahe verwandt
Senckenberg-Wissenschaftler Christian Kehlmaier und Uwe Fritz haben mit einem internationalen Team zehn nahezu vollständige mitochondriale Genome der ausgerotteten Riesenschildkröte Chelonoidis alburyorum von den Bahamas sequenziert und mit anderen Landschildkröten verglichen. Sie zeigen in ihrer heute im Fachjournal "Scientific Reports" erschienenen Studie, dass die Bahamas-Schildkröte eng mit der Galapagos-Riesenschildkröte verwandt war und dass es nur eine Schildkrötenart pro Inselgruppe gab. Die 15 morphologisch sehr unterschiedlichen Riesenschildkröten der Galapagos-Inseln gehören demnach alle zur selben Art – anders als bislang gedacht.
>> https://idw-online.de/de/news762759

Minimaikäfer aus China: 68% der Arten neu für die Wissenschaft
Wissenschaftler aus Bonn beschreiben in Zusammenarbeit mit chinesischen Forschern 152 neue Arten „Mini-Maikäfer“ der Gattung Maladera (Coleoptera: Scarabaeidae: Sericini) aus China. Viele dieser Arten wurden vor allem auch durch Hobbywissenschaftler gesammelt und befanden sich danach in verschiedenen Museen der Welt.
https://idw-online.de/de/news762559

Stoppt den Flächenfraß!
Jedes Jahr verliert Deutschland Grün- und Ackerland an zusätzliche Siedlungs- und Verkehrsflächen, die zusammen so groß sind wie Frankfurt am Main. Eigentlich wollte die Bundesregierung bis 2020 den Flächenverbrauch auf 30 Hektar pro Tag drücken, aber zur Zeit versiegeln wir eine Fläche von 60 Hektar täglich. Jetzt soll es noch schlimmer kommen, denn Bau- und Innenminister Seehofer will mit einer unverantwortlichen Gesetzesänderung die Ausweisung von Neubaugebieten beschleunigen. Schreiben Sie jetzt Ihrem Mitglied des Bundestags, um das Vorhaben zu stoppen.
Mehr beim NABU

Tricksereien bei den Nicotinoiden
Hier geht es ausnahmsweise nicht um Schmetterlinge, eher um Realsatire zum Thema Insektensterben. Das Bundesamt für Verbraucherschutz (BVL) hat kurz vor Weihnachten eine Notzulassung für Neonicotinoide im Rübenanbau erteilt – auf Antrag des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen. Ein Meinungsbeitrag ...
Arbeitsgemeinschaft Rheinisch-Westfälischer Lepidopterologen e. V.

Klimawandel spielte wichtige Rolle bei der Entstehung vom SARS-CoV-2?
Globale Treibhausgasemissionen haben im Laufe des letzten Jahrhunderts den wahrscheinlichen Ursprungsort von SARS-CoV-2 in Südchina zu einem Hotspot für Coronaviren gemacht, die von Fledermäusen übertragen werden. Klimatische Veränderungen in dieser Region haben das Wachstum von Waldgebieten befördert, die Fledermäusen geeignete Habitate bieten. Dies ist das Ergebnis einer neuen Studie von Wissenschaftlern der Universität Cambridge, des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) und der Universität Hawai'i-Manoa.
https://idw-online.de/de/news762503

Bad noise in the octopus’s garden
A cacophony of artificial noise is drowning the ocean’s natural soundscape to a degree that threatens marine animals’ ability to flourish and survive. Natural sound is key for ocean dwellers to navigate their underwater habitats and communicate with each other. Noise pollution from sources including shipping, construction and sonar surveys can hamper sea creatures’ delicate senses of hearing and orientation.
Ecowatch.com

Blue whales’ exhausting life in the fast lane
Endangered blue whales (Balaenoptera musculus) feeding in the Chilean Gulf of Ancud are forced to go to great lengths to avoid running into aquaculture vessels. Researchers tracked 15 blue whales over 4 years and found that their most important summer foraging and nursing ground is overrun with ships, putting the animals at risk of collisions and noise pollution. In the animation below, one whale (shown as a blue dot) circumvents up to 1,000 boats (red dots) over the course of a week. Almost all of the ships observed (89%) belonged to the region’s extensive salmon farming industry.
Independent

11.02.2021

Echt jetzt? Fundstück bei "Gärten des Grauens"
In einem Gewerbegebiet in Tübingen experimentiert man mit der neuesten Generation von Straßenbäumen - Bäume, die in ihrer rücksichtsvollen Bescheidenheit das eh schon knapp bemessene Trottoir nicht noch mit ihren grünen Baumscheiben besudeln.
https://www.facebook.com/GaertenDesGrauens/posts/1595463117508681
Allerdings (um kein Missverständnis auszulösen): Man kann Bäume so pflanzen - siehe
"Schwammstadtprinzip"
Technisch kriegt man so etwas also schon in Griff. Aber müssen es dann ausgerechnet Birken sein - und so dicht an die Gebäude gepflanzt?

Landesweite Artenkartierung (LAK)
2014 startete das Land Baden-Württemberg mit einer zweijährigen Pilotphase einer landesweiten Artenkartierung (LAK) der weiter verbreiteten Amphibien- und Reptilienarten. Inzwischen wurde das Projekt nach erfolgreicher Pilotphase bis einschließlich 2023 verlängert. Nun werden wieder Helfer gesucht ...
Landesanstalt für Umweltschutz

Wombats: Geheimnis der Würfelhäufchen gelüftet
Wombathäufchen haben eine augenfällige Besonderheit: Ihre Form entspricht der eines Würfels. Der besondere Darm der Tiere macht es möglich, berichten Forscher.
Spektrum.de

Hinweise auf erneutes Elefantensterben in Botswana
Abermals sind Forscher im Okavangodelta auf Elefanten-Kadaver gestoßen. Die toten Tiere zeigten ähnliche Anzeichen wie jene 330 Elefanten, die 2020 durch Zyanobakterien starben.
Spektrum.de

Invasive Bedrohung durch den Afrikanischen Krallenfrosch?
Ein internationales Forscherteam um die beiden Herpetologen Philipp Ginal und Dennis Rödder vom Zoologischen Forschungsmuseum Koenig – Leibniz-Institut für Biodiversität der Tiere (ZFMK, Museum Koenig) nutzen einen neuen Ansatz zur Abschätzung des invasiven Potenzials einer Art. In einem ganz neuen Licht muss danach die Bewertung des Invasionsrisikos des Krallenfroschs gesehen werden. Die neue Berechnung weist in Europa ein Gebiet von fast zwei Millionen km2 möglichen Lebensraums für den Afrikanischen Krallenfrosch aus. Das ist etwa das Doppelte der Fläche, die man bisher angenommen hatte.
https://idw-online.de/de/news761654

Blütenvielfalt könnte Insektizid-Effekte auf Wildbienen ausgleichen
Eine höhere Blühpflanzenvielfalt erhöht den Bruterfolg von Wildbienen und könnte helfen, negative Effekte von Insektiziden auszugleichen. Das haben Forschende der Universitäten Göttingen und Hohenheim sowie des Julius-Kühn-Instituts in einem groß angelegten Experiment festgestellt. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift Ecology Letters erschienen.
https://idw-online.de/de/news762372

Gemeinsam für den Insektenschutz: deutschlandweites Verbundprojekt
In den UNESCO-Biosphärenreservaten Mittelelbe, Bayerische Rhön, Schaalsee, Schorfheide-Chorin und Schwarzwald werden in den kommenden fünf Jahren Lebensbedingungen für Insekten verbessert: Dort erproben und evaluieren der WWF Deutschland, Nationale Naturlandschaften e.V., die Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) und das ZALF e.V. Maßnahmen zum besseren Insektenschutz gemeinsam mit Landwirten und Partnern der Biosphärenreservate und deren Verwaltungen. Am 28.01.2021 findet die virtuelle Auftaktveranstaltung zum Verbundprojekt "ROMMI – Biosphärenreservate als Modelllandschaften für den Insektenschutz" mit einem Grußwort von Bundesumweltministerin Svenja Schulze statt.
https://idw-online.de/de/news761694

Anpassung an Klimawandel: Fledermäuse versetzen Körper bei Hitze in eine Art Mini-Winterschlaf
Die steigenden Temperaturen durch den Klimawandel bedrohen das Leben zahlreicher Tierarten. Ein Forschungsteam des Fachbereichs Biologie der Universität Hamburg hat herausgefunden, dass manche Fledermäuse ihren Körper bei heißen Temperaturen in einen winterschlafähnlichen Zustand versetzen, um diesen vor Überhitzung zu schützen.
https://idw-online.de/de/news761093

Schmetterlinge lassen Rivalen abstinken
Nach dem Sex hinterlassen Schmetterlingsmännchen eine stark riechende Chemikalie. Das hält andere von ihren Weibchen ab. Der Duft: Blume.
Spektrum.de

Molluske des Jahres 2021: Der Große Argonaut
Der Große Argonaut (Argonauta argo) wurde zur "Molluske des Jahres 2021" im Rahmen eines besonderen "Weichtier-Wettbewerbs" gekürt. In einer öffentlichen Abstimmung konnten Interessierte zwei Wochen lang ihre Lieblingsmolluske wählen – insgesamt wurden fast 22.000 Stimmen abgegeben. Mit 36 Prozent setzte sich der Große Argonaut (Argonauta argo), ein pelagisch lebender Oktopus, gegen vier weitere Weichtiere durch und trägt jetzt den Titel "Molluske des Jahres 2021". Die Forschenden am LOEWE-Zentrum TBG werden nun sein gesamtes Genom entschlüsseln.
https://idw-online.de/de/news762226

Stromspeicher in Mehrfamilienhäusern gemeinsam nutzen
In Eigenheimen nimmt die Nutzung von Stromspeichern zu. Eigentümer*innen und Bewohner*innen von etwa 19 Millionen Mietwohnungen aber schauen derzeit nur zu. Wie sich mehrere Wohnparteien eines Mehrfamilienhauses eine Photovoltaikanlage und einen Stromspeicher teilen können, das beleuchtet das Forschungsprojekt MELANI.
https://idw-online.de/de/news762103

Mehr Elektroautos und vereinfachtes Laden essentiell für Klimaschutzziele
Im vergangenen Jahr waren die Zuwachszahlen im Bereich der Elektromobilität in Deutschland höher als jemals zuvor. Das enorme Wachstum ist vor allem der EU-Verordnung zur Flottenemissionsnorm zu verdanken. Die Elektromobilität hat damit einen wichtigen Schritt gemacht und gezeigt, dass sie das Potenzial hat, den Verbrennungsmotor bald zu verdrängen. Doch allein ein sehr hoher Marktanteil an Elektroautos genügt nicht, um die mittelfristigen deutschen Klimaschutzziele zu erreichen.
https://idw-online.de/de/news761962

Ramsar-Konvention zum Schutz der Feuchtgebiete seit 50 Jahren erfolgreich
Die sogenannte Ramsar-Konvention war 1971 ein Durchbruch für das internationale Naturschutzrecht. Insbesondere für den Erhalt von Seen, Sümpfen und Mooren als Lebensraum für Wasser- und Watvögel hat sich der völkerrechtliche Vertrag, der sich am 1.2.2021 zum 50ten Mal jährt, als sehr wirksam erwiesen.
https://idw-online.de/de/news762086

Gegen staatliches Greenwashing!
Luise, Theresia und Constantin via Change.org: Stellen Sie sich vor: Eine Klimaschutz-Stiftung, die extra für die Vollendung eines fossilen Mega-Projekts gegründet wird. Ins Leben gerufen von einer Landesregierung, die dann einen großen Teil der Kontrolle an einen fossilen Großkonzern abgibt. Hört sich das unglaublich an? Genau so macht es aber die Landesregierung von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig in Mecklenburg-Vorpommern."
Mehr Infos und eine Petition

Shark populations at the brink of collapse
Oceanic shark and ray populations have declined by more than 70% since 1970, mostly because of overfishing and bycatch. A first-of-its-kind global assessment of shark populations warns that extinctions will undermine ecosystems and jeopardize food security. It calls on governments to urgently intervene with evidence-based conservation policies. "There is a very small window to save these iconic creatures," says marine biologist Nathan Pacoureau.
The New York Times

How bats host many viruses and stay well
Evolution seems to have shaped the immune system of bats so that they have a unique ability to balance defence and tolerance of disease. This has resulted in the only flying mammal becoming an ideal reservoir host for viruses. In a technical (but very readable) overview, five researchers who study emerging infectious disease explore the exceptional abilities of bats and their ramifications for human health.
Nature

04.02.2021

Kegelrobben fressen Seehunde und ihresgleichen
Die ikonischen Tiere von Helgoland ernähren sich nicht nur von Fischen. Sie verspeisen auch größere Säuger und selbst Artgenossen - und hinterlassen spezifische Bisswunden.
Spektrum.de

Schmetterling als Waldanzeiger: Karpaten in der Eiszeit teilweise bewaldet
Senckenberg-Wissenschaftler haben die Rückzugsorte des Tagfalters Erebia aethiops während der letzten Eiszeit in Europa untersucht. In ihrer kürzlich im Fachjournal "Scientific Reports" erschienenen Studie zeigen sie, dass die Schmetterlinge mindestens fünf europäische Gebiete als eiszeitliche Refugium nutzten. Dieses Ergebnis führt zu der Annahme, dass diese Bereiche am Rand der Hochgebirge lokal sogar bewaldet waren und so den Schmetterlingen einen Lebensraum bieten konnten.
https://idw-online.de/de/news761012

Wie Pflanzen Abwehrgifte bilden ohne sich selbst zu schaden
In einer neuen Studie in Science klären Forschende des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie und der Universität Münster die Biosynthese und genaue Wirkungsweise von Diterpen-Glykosiden in wilden Tabakpflanzen auf. Diterpen-Glykoside dienen der Verteidigung gegenüber Fressfeinden. Die Abwehrstoffe greifen bestimmte Teile der Zellmembran an. Um sich selbst vor den eigenen Giften und der Zerstörung der Zellmembran zu schützen, speichern Tabakpflanzen die Abwehrstoffe in einer ungiftigen Form, die auf eine besondere Art und Weise gebildet wird. Selbsttoxizität und der Schutz davor scheinen bei der Evolution der pflanzlichen Abwehr eine größere Rolle zu spielen als bislang angenommen.
https://idw-online.de/de/news760942

Flächenverbrauch: Landes-Pressemitteilung missachtet grüne Positionen
Äußerst befremdet ist der Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg e. V. (LNV) über eine Pressemitteilung des Landes zum umstrittenen "Flächenfraß-Paragraphen 13b" des Baugesetzbuchs (BauGB). In der vom Wirtschaftsministerium verfassten Pressemitteilung wird der § 13b in den höchsten Tönen gelobt und seine Wiedereinführung gefordert. "Wir wissen, dass der grüne Teil der Landesregierung diese Regelung mit guten Gründen ablehnt und ich das Land deshalb bei der Abstimmung im Bundesrat enthalten hat." sagt LNV-Chef Dr. Gerhard Bronner. Deshalb sei es befremdlich, dass die Pressemitteilung auch unkommentiert auf einem vom Staatsministerium verantworteten Portal erscheint.
Mehr beim LNV

Spitzengespräch zu synthetischen Kraftstoffen
Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut hatte am 18. Januar im Rahmen eines Spitzengesprächs mit Vertreterinnen und Vertretern der baden-württembergischen Wirtschaft, Wissenschaft und von Verbänden über Chancen, Herausforderungen und Erwartungen mit Blick auf den Einsatz synthetischer Kraftstoffe diskutiert.
https://idw-online.de/de/news761379

Effektive Wohnraumnutzung schützt das Klima
Wohnen auf kleiner Fläche schont die Umwelt. Mit einer speziell konzipierten Orientierungsberatung können Kommunen eine Wohnraummobilisierung anstoßen. Indem Menschen beispielsweise ihre zu groß gewordenen Häuser in der Nachfamilienphase in mehrere Wohnungen umbauen oder in eine kleinere Wohnung ziehen, können vorhandene Wohnflächen nachhaltiger genutzt werden.
https://idw-online.de/de/news761584

Klimabedingtes Artensterben durch neu entdeckten Effekt abgeschwächt?
Klimaänderungen, die sich in kurzen Zeiträumen ereignen, beeinflussen die Biodiversität. Für eine realistische Einschätzung dieser Folgen ist es erforderlich, auch frühere, weit in die Erdgeschichte zurückreichende Temperaturentwicklungen einzubeziehen. Dies zeigen Forscher der Universität Bayreuth und der Universität Erlangen-Nürnberg in einem Beitrag für "Nature Ecology and Evolution". Das künftige klimabedingte Artensterben könnte demnach schwächer ausfallen, als es Prognosen befürchten lassen, die sich nur auf den aktuellen Trend der Erderwärmung stützen. Derzeit werden die Auswirkungen des Klimawandels durch Eingriffe des Menschen noch verstärkt.
https://idw-online.de/de/news761460

CO2-Bepreisung allein bringt technologischen Wandel kaum voran
Um die Ziele des Pariser Klimaabkommens zu erreichen, muss die Staatengemeinschaft bis 2050 klimaneutral wirtschaften. Für das wichtigste klimapolitische Instrument halten viele Regierungen und Fachleute die CO2-Bepreisung – auch Deutschland hat sie gerade für Verkehr und Wärme eingeführt. Eine Studie zeigt jedoch, dass deren Lenkungswirkung nicht so stark ist wie erhofft.
https://idw-online.de/de/news761329

Wie sicher sind mehrgeschossige Holzgebäude bei einem Brand?
Gebäude aus Holz liegen im Trend. Der nachwachsende Baustoff ist leicht, tragfähig, lässt sich vielfältig bearbeiten und verursacht bedeutend weniger Emissionen als anderes Baumaterial. Inzwischen entstehen bereits Holzhochhäuser, zum Beispiel in Hamburg, Berlin und Wien. Doch was passiert bei einem Hausbrand? Ein Forschungsteam unter Beteiligung der Technischen Universität Braunschweig will nun zeigen, dass mehrgeschossige Holzgebäude auch bei Feuer genauso sicher sind wie Gebäude aus Stahlbeton.
https://idw-online.de/de/news761227

Insects face 'death by a thousand cuts'
In the introduction to a special issue of PNAS that throws light on insect decline, ecologists do not mince words: "Nature is under siege," they write. "Most biologists agree that the world has entered its sixth mass extinction event." In a bid to provide a scientifically grounded assessment of insect population trends, the journal offers 11 papers that delve into every aspect of the issue.
One of the challenges is going beyond "the overwhelming sense that something sinister is afoot" and gathering clear, comprehensive data on insect abundances over time. There are only a handful of long-term monitoring studies of insect populations. So entomologists have turned to plumbing other historical data for signals of change.
PNAS

28.01.2021

Weißstorch-Projekt in Haigerloch-Weildorf
Wir hatten zwar über den Kreisverband bereits LPR-Mittel dafür beantragt, die Umsetzung des Projekts in Weildorf, zu dem wir den Narrenverein und den OGV mit ins Boot holen wollten, jedoch aus Kapazitäts-gründen auf 2021 verschieben wollen. Jetzt war diese Initiative natürlich ein "g'mähtes Wiesle" und wir sagten selbstverständlich zu, das alles gemeinsam zu planen und durchzuführen. In Corona-Zeiten natürlich alles nicht ganz so einfach ...
Mehr beim NABU Haigerloch-Rangendingen

NABU Mötzingen-Gäufelden: Der Steinkauz ist auf dem Rückzug
Der Bruterfolg der Steinkauz Population rund um Mötzingen ist im letzten Jahr zurück gegangen, obwohl zusätzliche Steinkauz-Röhren aufgehängt wurden. Rund 80 Röhren betreuen die Mötzinger Naturfreunde mittlerweile. Allerdings sei es schwierig, geeignete Standorte für neue Röhren zu finden, vermeldet Ralf Willers, Zweiter Vorsitzender des Naturschutzbundes in Mötzingen-Gäufelden.
Mehr in der Kreiszeitung Böblinger Bote

In Zukunft wird tagsüber gepumpt
Positives Beispiel: Höher aufgeständerte Freiflächen-Photovoltaikanlage nimmt Rücksicht auf Wanstschrecke und andere Wiesen-Arten. Erst jetzt haben wir diesen interessanten Artikel im SchwaBo Albstadt entdeckt.
Schwarzwälder Bote

Quantensensor der Vögel erstmals direkt beobachtet
Korrelierte Elektronen im Vogelauge detektieren selbst schwache Magnetfelder. Dass das tatsächlich funktioniert, haben nun zwei Forscher an Zellkulturen gezeigt.
Mehr bei Spektrum.de

Hoffnung für die seltenste Schildkröte der Welt
Lange kannte man nur noch ein letztes Männchen der legendären Jangtse-Riesenweichschildkröte. In einem vietnamesischen See fand man nun eine potenzielle Partnerin
Mehr bei Spektrum.de

Kiemenschlitzaal: Neue Fischgattung aus Indien beschrieben
Senckenberg-Wissenschaftler Ralf Britz hat gemeinsam mit internationalen Kolleg*innen eine neue Fischgattung beschrieben. Die zur Familie der Kiemenschlitzaale gehörenden, blinden Fische leben im südlichen Indien in unterirdischen Gewässern und sind rot gefärbt. Zusätzlich ordnete das Team drei weitere Fischarten der neuen Gattung zu. Die Studie erschien kürzlich im Fachjournal "Ichthyological Exploration of Freshwaters".
https://idw-online.de/de/news761235

Insektenschwund – Was macht Deutschland so speziell?
Man braucht die Windschutzscheibe nicht mehr zu reinigen, und kann an warmen Sommerabenden ungehemmt die Fenster der hell erleuchteten Zimmer offenlassen. Aber auch sonst fällt es jedem aufmerksamen Spaziergänger auf: Über die Feldwege rennen keine Laufkäfer mehr. Pterostichus und Amara sind weg.
Aber wie weit lässt sich dieses erschreckende Geschehen verallgemeinern? Betrifft es alle Insektengruppen? Auch die Wespen? Verschwinden die Insekten gleichermaßen auf Feld, Wiese und Wald, am Land und im Wasser? Ist die ganze Welt vom Insektenrückgang betroffen? Auf der Internetseite "Melanargia – Schmetterlinge und mehr!" der AG Rheinisch-Westfälischer Lepidopterologen e.V. erscheint aktuell ein Beitrag von Prof. Dr. Werner Kunz – sehr lesenswert.
Mehr

"Stunde der Wintervögel" bricht Mitmachrekord
Die Beteiligung an der "Stunde der Wintervögel", die vom 8. bis 10. Januar stattfand, hat bundesweit alle Rekorde gebrochen: Bis gestern meldeten bereits über 175.000 Vogelfreundinnen und -freunde ihre Ergebnisse an den NABU und seinen bayerischen Partner, den Landesbund für Vogelschutz (LBV). Gesichtet wurden bisher mehr als 4,2 Millionen Vögel aus über 112.000 Gärten. Die Zahlen werden weiter steigen, denn bis kommenden Montag kann noch nachgemeldet werden.
Mehr beim NABU

Zu oft im Verbrenner-Modus: Plug-in-Hybride gefährden Klimaziele im Verkehr
Der Boom der Elektroautos in Deutschland findet derzeit zu einem wesentlichen Teil bei großen Plug-in-Hybridfahrzeugen statt, von denen mehr als drei Viertel als Firmenwagen zugelassen sind. Da sie im täglichen Betrieb in der Regel überwiegend den Verbrennungsmotor nutzen, emittieren sie deutlich mehr CO2 als für die Berechnungen der deutschen Treibhausgasemissionen im Jahr 2030 bisher angenommen wurde. Das ist das Ergebnis einer Studie von ifeu - Institut für Energie- und Umweltforschung, Öko-Institut und "Transport & Environment" im Auftrag des Bundesumweltministeriums.
https://idw-online.de/de/news761033

Klimawandel: Anpassungsstrategien der Tierwelt nur teilweise ausreichend
Wie genau wirkt sich der Klimawandel auf die Tierwelt in ihren aktuellen Verbreitungsgebieten aus? Um mit Umweltschwankungen wie Klimawandel und der globalen Erderwärmung zurechtzukommen, nutzen Tiere unterschiedliche Strategien wie Winterschlaf oder Torpor sowie die Anpassung des Energiemanagements. Trotz verhaltensspezifischer und plastisch physiologischer Reaktionen wird der Klimawandel Auswirkungen auf die Tierwelt haben – das verdeutlicht das Editorial der aktuellen Ausgabe des Journals Frontiers in Physiology, welches von Sylvain Giroud von der Vetmeduni Wien und KollegInnen verfasst wurde.
https://idw-online.de/de/news761327

Electric eels hunt in packs
Electric eels (Electrophorus voltai) in Amazon rivers don’t just pack the strongest shock ever measured in a living animal. They also gang up to herd shoals of fish and deliver a coordinated death zap. "I was shocked," says biologist Douglas Bastos. "This behavior is unprecedented for electrical eels and also rare among freshwater fishes."
Science

21.01.2021

Schmetterlinge im Zollernalbkreis 2020
Während sich die Anzahl der "Neu-Nachweise" seit dem Beginn unserer Zählung im Jahr 2015 erwartungsgemäß ständig verringert hatte und im vergangenen Jahr nur noch 12 "neue" Arten hinzu kamen, brachte das Jahr 2020 in dieser Hinsicht einige Überraschungen: Insgesamt 24 Arten wurden erstmals auf unseren Falterseiten beschrieben und 13 davon waren sogar "echte" Neu-Nachweise, die vorher in der Landesdatenbank für unseren Raum noch nicht gelistet waren.
AG Schmetterlinge

NABU Haigerloch-Rangendingen: Zwei Naturschutzprojekte fast abgeschlossen
Ende November ist den Aktiven des NABU und ihren Projektpartnern ein wichtiger Schritt geglückt: Sowohl beim Weißstorch-Projekt in Weildorf als auch beim Schwalbenhaus in Rangendingen konnten die entscheidenden Montagen vorgenommen werden und bei Masten mit den darauf befindlichen Nisthilfen stehen ab sofort bereit. Zum Projekt in Rangendingen gibt's schon einen schönen Artikel im SchwaBo - bisher erst in der Druckausgabe. Doch auf der NABU-Internetseite ist er schon zu finden.
Aktuelles beim NABU Haigerloch-Rangendingen

Gegen den Vogeltod an Glasflächen
Die Stadt Ulm zog, nach Meldung des NABU Ulm und unzureichender Vermeidungsmaßnahmen der Firma Envola, vor das Verwaltungsgericht Sigmaringen. Anfang November 2020 brachte der Eigentümer ein Punktmuster auf die Spiegelflächen auf, das auch nach Auffassung des österreichischen Sachverständigen der "Wiener Umweltanwaltschaft" Unfälle mit Vögeln wirksam verhindern müsste
Mehr beim NABU Ulm / Neu-Ulm

Willkommen bei den Suffizienzdetektiven!
Die Deutsche Umwelthilfe führt derzeit den bundesweiten Wettbewerb "Einfach machen – Die Suffizienzdetektive" durch, in dem Schulklassen existierendes Wissen rund um das Thema "ressourcensparsame Lebens- und Freizeitgestaltung" auf positive Weise bearbeiten. Das Projekt richtet sich bundesweit an Schulen. Es adressiert insbesondere Lehrer*innen themennaher Fächer an Schulen der Sekundarstufe I (Klassen 5 bis 10), ...
https://suffizienzdetektive.de/

Who the Bug is - Workshops für Krabbeltierfans
Die Themen Insekten und Insektenschutz lassen dein Herz summen, aber du weißt nicht, wie du dich ihrer enormen Artenvielfalt nähern sollst? Dann bist du richtig bei unserer Workshop-Reihe zu verschiedenen Insektenordnungen. Gemeinsam beschäftigen wir uns mit ihren wichtigsten Merkmalen und den verschiedenen Herangehensweisen, sich mit Insekten auseinanderzusetzen, selbst weiter zu lernen und das gewonnene Wissen weiterzugeben.
Mehr bei der NAJU

Wochenende der Wasservögel im Zeichen der Corona-Pandemie
Am bevorstehenden Wochenende, dem 16./17. Januar, schultern wieder viele Tausend Beobachterinnen und Beobachter weltweit die Spektive, um im Rahmen des von Wetlands International organisierten International Waterbird Census (IWC) Wasservögel zu erfassen. Seit Ende der 1960er-Jahre werden alljährlich Mitte Januar in mehr als 25.000 Gebieten in über 100 Ländern auf allen Kontinenten die Wasservögel gezählt.
Das ehrenamtliche Engagement alleine zur Erfassung der durchziehenden und überwinternden Wasservögel beläuft sich auf rund 100.000 Stunden — jährlich!
Mehr beim DDA

Der große Lauschangriff - wie und was hören Fledermäuse?
Eine neue Studie, die in der Fachzeitschrift Proceedings of the Royal Society B veröffentlicht wurde, bietet die bislang umfassendste vergleichende Bewertung des Hörvermögens von Fledermäusen und untersucht den evolutionären Druck auf ihre sensorische Wahrnehmung. Wissenschaftlerinnen des Museums für Naturkunde Berlin untersuchten das Hörvermögen in Hoch- und Niederfrequenzbereichen, die jeweils relevant für Echoortung und Sozialrufe sind und zeigten, dass das Hörvermögen in beiden Frequenzbereichen gleich gut ist. Darüber erforschten die Wissenschaftlerinnen, dass sich Änderungen des Hörvermögens als Reaktion auf Frequenzänderungen der Echoortung und der Sozialrufe entwickelten.
https://idw-online.de/de/news760758

Die seltenste Pflanze der Welt
Selbst gut untersuchte Regionen wie die Hawaii-Inseln liefern noch Überraschungen. Von einem bislang unbekannten Gewächs fand man nur ein einziges Exemplar.
Mehr bei Spektrum.de

Das neue Gesicht der Antarktis
Die Antarktis könnte künftig ergrünen und von neuen Arten besiedelt werden. Andererseits dürften Spezies verschwinden.
https://idw-online.de/de/news760766

"Gäubahn": Kein Anschluss unter diesem Bürgermeister
Mit dröhnendem Schweigen reagiert der für Bau und Umwelt zuständige Stuttgarter Bürgermeister Peter Pätzold auf Gesprächswünsche zur geplanten Kappung der Gäubahn zwischen Stuttgart und Zürich. Der Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg (LNV) und der Fahrgastverband PRO BAHN hatten Bürgermeister Pätzold bereits Anfang September um ein Gespräch gebeten. Auch auf Nachfrage hörten die Verbände aus dem Rathaus dazu: nichts.
Mehr beim LNV

Regierung will Flächenfraß-Gesetz durchdrücken
Trotz aller Warnungen will die Bundesregierung den Schutz von unbebauten Flächen aufweichen. Die Gesetzesvorlage soll noch vor Weihnachten in den Bundestag kommen. Jetzt noch schnell mitmachen und gegen die Zubetonierung unserer Landschaft unterschreiben.
https://mitmachen.nabu.de/de/flaechenfrass

CO2-Bepreisung und Finanztransfers: Kleine Änderungen können große Wirkung haben für mehr Klimagerechtigkeit
Der weltweite Ausstoß von Treibhausgasen kann durch überraschend kleine Änderungen wohlbekannter politischer Maßnahmen auf faire und kosteneffiziente Weise reduziert werden. Dies zeigt ein Team von Ökonomen in einer quantitativen Studie, die jetzt in Nature veröffentlicht wurde. Differenzierte CO2-Preise in verschiedenen Ländern, kombiniert mit moderaten Finanztransfers von Industrieländern in Entwicklungsländer, würden dies leisten. Diese Veränderungen wären geeignet, so die Forscher, sowohl eine faire Lastenverteilung zu erreichen als auch die Gesamtkosten unter Kontrolle zu halten.
https://idw-online.de/de/news759446

Verzicht auf Silvesterfeuerwerk erspart der Umwelt Tausende Tonnen Kunststoffe
Pforzheimer Wirtschaftsingenieure präsentieren Forschungsergebnisse auf internationalem Abfallwirtschaftskongress
https://idw-online.de/de/news760910

Biodiversitäts-Kollaps im östlichen Mittelmeer
Ein internationales Forschungsteam unter der Leitung von Paolo G. Albano vom Institut für Paläontologie der Universität Wien hat den dramatischen Zusammenbruch der Biodiversität im östlichen Mittelmeerraum mit bis zu 95 Prozent der heimischen Arten beziffert. Die meisten heimischen Arten sterben regional aus, während sich eingeführte tropische Arten rasch vermehren. Die Studie wurde im Journal "Proceedings of the Royal Society B: Biological Sciences" veröffentlicht.
https://idw-online.de/de/news760732

Short-statured giraffes surprise scientists
Meet Nigel. At just 2.6 metres tall, the giraffe is significantly shorter than most members of his species, which typically measure about 5 metres. Scientists report that he is one of two adult giraffes identified with dwarfism, or skeletal dysplasia, which affects bone growth. Although skeletal dysplasia is observed in people and domestic animals such as dogs, the condition has been rarely documented in wild animals.
The New York Times

14.01.2021

Rabenvögel ziehen beim Hütchenspiel mit Menschenaffen gleich
Dass Rabenvögel erstaunlich schlau sind, weiß eigentlich jedes Kind. Bis jetzt hatten Forscher jedoch nur Einzelaspekte der kognitiven Fähigkeiten von Rabenvögeln untersucht und kaum etwas war über die kognitive Entwicklung bekannt. Eine neue Studie aus dem Institut für Kognitionswissenschaft der Universität Osnabrück unter der Leitung von Prof. Dr. Simone Pika hat diese Forschungslücke aufgegriffen und die physischen und sozialen Fähigkeiten von Kolkraben mit denen von Schimpansen und Orang-Utans verglichen. In der Fachzeitschrift Scientific Reports wurden die Ergebnisse nun unter dem Titel "Ravens parallel great apes in physical and social cognitive skills" veröffentlicht.
https://idw-online.de/de/news759786

Arno: Nur noch ein heimischer Fisch im Fluss
Senckenberg-Wissenschaftler haben gemeinsam mit Forschenden aus Italien das Ökosystem des Flusses Arno in Florenz über einen Zeitraum von 215 Jahren untersucht. Sie kommen zu dem Schluss, dass die ursprünglich in Italien heimischen Fischarten nahezu vollständig von nicht-heimischen Arten ersetzt wurden. Auch bei Schnecken, Muscheln und Krebstieren sind heute 70 Prozent der Arten eingewandert. In ihrer kürzlich im "Global Change Biology" erschienenen Studie zeigen die Wissenschaftler*innen, dass dieser Wechsel im Ökosystem durch den Menschen herbeigeführt wurde.
https://idw-online.de/de/news759564

Größtes Inventar aller bekannten Pflanzenarten erstellt
Forscher der Universität Leipzig und des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung haben die weltweit umfassendste Liste aller bekannten Pflanzenarten aufgestellt. Sie enthält 1.315.562 Namen von Gefäßpflanzen und erweitert so die Anzahl anerkannter Pflanzenarten und Unterarten um 70.000, was ca. 20 % entspricht. Der Datensatz wurde nun im Fachblatt Scientific Data veröffentlicht. Er ist das Ergebnis einer über zehn Jahre langen intensiven Recherchearbeit ...
Mehr bei www.uni-leipzig.de

Die Urahnen der fliegenden Monster
Pterosaurier waren die größten flugfähigen Lebewesen aller Zeiten. Sie beherrschten 150 Millionen Jahre den Himmel. Doch wer waren ihre Vorfahren?
Spektrum.de

Telemetriedaten von 600 Vögeln entschlüsseln Winterverbreitung des Rotmilans
Die Überwinterungsgebiete des Rotmilans liegen bekanntermaßen hauptsächlich auf der Iberischen Halbinsel und im südlichen Frankreich. Allerdings zeigen in den letzten Jahren winterliche Zählungen an Schlafplätzen auch in Mitteleuropa eine steigende Anzahl von überwinternden Rotmilanen. Die internationale Rotmilan-Winterzählung, bereits seit vielen Jahren durch die Ligue pour la Protection des Oiseaux (LPO) in Frankreich koordiniert wird, wird auch in diesem Jahr wieder Anfang Januar durchgeführt und in Deutschland durch die regionalen Koordinatoren des DDA und die Plattform ornitho.de unterstützt.
Mehr beim DDA

Über 100 Kornweihen am Federsee
Zurzeit sind prominente Gäste zu Besuch am Federsee: Kornweihen, seltene Greifvögel, die regelmäßig im Federseeried überwintern. Sie kommen aus dem hohen Norden hier her. Der Federsee ist der bedeutendste Überwinterungsplatz für Kornweihen im südlichen Mitteleuropa. Teilweise über 100 Tiere übernachten gemeinsam an traditionellen Schlafplätzen! Ausgewachsene Männchen sind grau mit schwarzen Flügelspitzen, Weibchen und Jungtiere braun. Beide sind an ihrem typischen weißen Bürzel leicht zu erkennen.
NABU-Naturschutzzentrum Federsee

Die Mai-Langhornbiene ist die Wildbiene des Jahres 2021
Die Männchen der Mai-Langhornbiene sehen mit ihren langen Antennen nicht nur auffällig aus, sie bieten Beobachter/-innen im Frühling eine interessante Flugshow: Sie patrouillieren im rasanten Flug an den Nahrungspflanzen und warten auf die Weibchen.
Mehr beim NABU

Die Dänische Eintagsfliege ist Insekt des Jahres 2021
Dieser Tage wurde die Dänische Eintagsfliege zum Insekt des Jahres 2021 gekürt. Das Kuratorium unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Thomas Schmitt, Senckenberg Deutsches Entomologisches Institut in Müncheberg und dem Schirmherr Axel Vogel, Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz des Landes Brandenburg, prämierte das Insekt aus einer Reihe von Vorschlägen. Anders als der Name vermuten lässt, umfasst der Lebenszyklus einer Eintagsfliege – von der im Wasser lebenden Larve bis zum Fluginsekt – im Schnitt zwei Jahre. Die erwachsenen Insekten leben dann jedoch nur noch zwei bis vier Tage.
http://idw-online.de/de/news758832

Ökostrom-Förderung: Europäische Länder sollten Reformen koordinieren
Gerade hat sich die Europäische Union auf strengere Klimaziele bis 2030 geeinigt, nun geht es an die Umsetzung. Was müssen die Länder dabei beachten? Eine Studie zeigt, wie wichtig es ist, dass sie ihre Reformen bei der Förderung von erneuerbaren Energien koordinieren. Sonst würden viele Investoren ihre Aktivitäten verlagern – in noch subventionierte Technologien oder in Länder, in denen Förderung noch vorhanden ist. Die Gesamtkosten des Erneuerbaren-Ausbaus würden dadurch steigen.
https://idw-online.de/de/news760080

Geschäftsmodelle für Bioenergiedörfer - Transferplattform zeigt Post-EEG-Perspektiven auf
Mit dem Portal https://energiewendedörfer.de stellen die Universität Kassel und die Georg-August-Universität Göttingen erste Ergebnisse aus dem Verbundprojekt „Innovative Konzepte und Geschäftsmodelle für zukunftsfähige Bioenergiedörfer - klimafreundlich, demokratisch, bürgernah“ vor. Insbesondere werden Konzepte für Bioenergie- bzw. Biogasanlagen entwickelt, die einen weiteren wirtschaftlichen Betrieb im Anschluss an die bisherige 20-jährige EEG-Phase ermöglichen können.
http://idw-online.de/de/news759145

2020 wird drittwärmstes Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen
Trotz Abkühlung durch das La-Niña-Ereignis im Pazifik war es 2020 im globalen Mittel viel zu warm. Insbesondere in Sibirien sind die Messergebnisse drastisch.
Mehr bei Spektrum.de

Bienengifte: Klöckner plant tödliche Ausnahme
Friederike Gravenhorst, Campaignerin bei Campact, schreibt: Unbemerkt von der Öffentlichkeit plant Agrarministerin Julia Klöckner (CDU), Bienengifte wie Neonikotinoide wieder zu erlauben – dabei sind die längst verboten. Um Proteste zu vermeiden, will Klöckner die Sondererlaubnis noch vor Weihnachten durchdrücken. Darum fordern wir mit einem Eil-Appell: Keine Ausnahmen für Bienenkiller, Frau Klöckner!
Mehr bei Campact

Vogelgrippe auf dem Vormarsch
Vor allem an der Westküste Schleswig-Holsteins werden in den letzten Wochen vermehrt tote Vögel gefunden. Bei vielen Millionen Vögeln, die das Wattenmeer alljährlich nutzen, sind verendete Tiere keine Seltenheit, doch in der aktuellen Dimension besorgniserregend. Grund ist der Ausbruch der Vogelgrippe, dem inzwischen viele Tausend Wildvögel zum Opfer gefallen sind.
Mehr beim DDA

Zeitliche Anbauvielfalt stabilisiert landwirtschaftliche Produktion
Die Ernährung rund um den Globus zu sichern, ist eine zentrale Herausforderung der Menschheit – insbesondere vor dem Hintergrund des bis zum Jahr 2050 prognostizierten Bevölkerungsanstiegs auf fast zehn Milliarden Menschen und der Auswirkungen des Klimawandels. Eine hohe Vielfalt an Anbaukulturen gilt in der Landwirtschaft als stabilisierender Faktor für die Ernährungssicherheit. Doch diese Diversität allein genügt nicht. Es kommt auch darauf an, dass Anbaukulturen sich in ihren zeitlichen Produktionsmustern unterscheiden, schreibt ein vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) koordiniertes Forscherteam in einem Beitrag für Nature.
https://idw-online.de/de/news759679

Deutschlandweite Studie über Fridays-for-Future-Aktive
Die Fridays-for-Future-Bewegung hat die Debatte über den Klimawandel geprägt– in Deutschland und weltweit. InnoSÜD-Wissenschaftler der Hochschulen Biberach und Neu-Ulm haben die Protestbewegung in Deutschland nun in einer Studie genauer untersucht. Wer engagiert sich in der Bewegung und was treibt die Aktivist*innen an? Was sind sie selbst bereit für den Klimaschutz aufzubringen? Und: Wie wirkt sich das auf ihr Verhältnis zur Politik aus? Dazu hat das Forscherteam von April bis Juni 2020 bundesweit über 750 Aktive in der Fridays-for-Future-Bewegung befragt. Es ist eine der ersten und die bislang größte Studie zum Thema in Deutschland.
https://idw-online.de/de/news759723

Mehr Vogelarten im Umfeld machen Menschen in Europa genauso zufrieden wie höheres Einkommen
Eine hohe biologische Vielfalt in der näheren Umgebung ist für die Lebenszufriedenheit genauso wichtig wie das Einkommen. Das berichten Wissenschaftler*innen aktuell in "Ecological Economics". Sie haben erstmals europaweit gezeigt, dass die individuelle Lebenszufriedenheit mit der Vielfalt der Vogelarten im Umfeld korreliert. Zehn Prozent mehr Vogelarten im Umfeld steigern die Lebenszufriedenheit der Europäer*innen demnach mindestens genauso stark wie ein vergleichbarer Einkommenszuwachs. Naturschutz sei daher eine Investition in menschliches Wohlbefinden, so die Forscher*innen.
http://idw-online.de/de/news759210

Was the cradle of life a puddle?
Living things depend on water, but it breaks down DNA and other key molecules. So how did the earliest cells deal with the water paradox? Emerging evidence has caused many researchers to abandon the idea that life emerged in the oceans and instead focus on land environments, in places that were alternately wet and dry. Some of the answers might lie in the distant Jezero Crater on Mars, where NASA’s Perseverance rover might find traces of just such a puddle of prebiotic chemistry.
nature.com

Rare lizard pollinator spotted in South Africa
Late one night, while downloading data from camera traps over beers, researchers in South Africa saw a Drakensberg crag lizard (Pseudocordylus subviridis) visiting a Guthriea capensis flower, commonly known as 'the hidden flower'. Over the next few days, they captured more footage of the lizards sticking their snouts deep into the flowers for nectar. The scientists had discovered the second known plant to use reptiles as its primary pollinator, and the first to do so in Africa. "A lot of science is a slog. But moments like this make it all worthwhile," says plant scientist Sandy-Lynn Steenhuisen.
The Guardian

17.12.2020

Neues vom Biber in Gruol
Wie nicht anders zu erwarten: Nachdem der Damm nicht nur einmal aus nicht in jedem Fall nachvollziehbaren Gründen verschwunden war, hat der Biber in Gruol seinen Damm jetzt so verstärkt, dass der Eingang zum Bau rechtzeitig vor dem Winter unter Wasser liegt. Ein Foto gibt's auf der Facebook-Seite des NABU Haigerloch-Rangendingen.
Facebook-Link

Ein Nationalpark und seine Schwarzwälder
Der geplante Nationalpark Schwarzwald traf auf Widerstand in der Bevölkerung. Neue Ideen und Offenheit waren nötig, um die Bevölkerung mit dem neuen Schutzgebiet zu versöhnen.
Spektrum.de

Hohe Zahl ausgerotteter Vogelarten verleitet zu Fehleinschätzung evolutionärer Dynamik
Mit dem Verlust ihrer Flugfähigkeit haben sich Vögel im Laufe der Evolution an die einzigartigen Lebenswelten abgelegener ozeanischer Inseln angepasst. Seit der Mensch diese Inseln besiedelte, hat er jedoch die meisten flugunfähigen Vogelarten ausgerottet. Eine internationale Forschungsgruppe mit dem Bayreuther Ökologen Prof. Dr. Manuel Steinbauer hat das Ausmaß dieses Artenverlustes erstmals umfassend untersucht. Die in "Science Advances" veröffentlichte Studie zeigt, dass ein falsches Bild von der evolutionären Dynamik im Vogelreich entsteht, wenn die flugunfähig gewordenen, vom Menschen ausgerotteten Arten unbeachtet bleiben.
http://idw-online.de/de/news759557

Alpha-Tiere müssen sich der Mehrheit beugen, wenn sie Macht missbrauchen
Besitzen dominante Individuen ein Monopol über Ressourcen, entscheiden Geierperlhühner demokratisch
http://idw-online.de/de/news758704

Frierende Pandas setzen auf Pferdemistparfüm
Wenn ein Panda friert, dann kennt er nix: voll hinein in alles, was nach Pferdeäpfeln riecht. Was tut das Tier da nur?
Mehr bei Spektrum.de

Vogelmonitoring: Ein Rückblick auf die erste digitale Kartiersaison beim MhB
Wie sich die Bestände von Goldammer, Amsel und anderen weit verbreiteten Vogelarten entwickeln, wird seit 2004 durch das Monitoring häufiger Brutvögel (MhB) erfasst. Rund 1.300 Kartierer*innen beteiligen sich jedes Jahr ehrenamtlich an dem bundesweiten Monitoringprogramm. In diesem Jahr konnten die Kartierungen nun erstmals mit Smartphone oder Tablet durchgeführt werden. Rund 230 Ehrenamtliche nutzten dafür die "Kartier-Erweiterung" der App NaturaList und kartierten mehr als 300 Probeflächen.
Ein Beitrag in der Zeitschrift "Der Falke" blickt zurück auf diese erste digitale Saison.
Mehr beim DDA

Waschbär, Marderhund & Co: Gefahren invasiver und gebietsfremder Raubsäugerarten für Gesundheit und Ökologie
Waschbär, Marderhund, Mink und Goldschakal sind in Deutschland und Europa nicht heimisch, verbreiten sich aber immer stärker. Wie diese invasiven und gebietsfremden Arten die biologische Vielfalt bedrohen und welche Krankheiten sie auf Menschen oder Tiere übertragen können, untersucht jetzt das Forschungsverbundprojekt ZOWIAC "Zoonotische und wildtierökologische Auswirkungen invasiver Carnivoren" der Goethe-Universität Frankfurt und der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung.
http://idw-online.de/de/news759049

LNV-Info 3/2007, aktualisiert : Biber in Baden-Württemberg
Unser größtes heimisches Nagetier erobert seit seinem ersten Wiederauftreten in Baden-Württemberg um 1980 unaufhaltsam von vier Seiten unser Land ...
Mehr beim LNV

Neue Ausgabe "Seltene Vögel in Deutschland" erschienen
Die achte Ausgabe der Reihe "Seltene Vögel in Deutschland" liefert einen weiteren umfassenden Überblick über das Auftreten von Seltenheiten in Deutschland. Kernbeitrag des 76 Seiten umfassenden Heftes ist die Zusammenstellung der Nachweise seltener Vogelarten in Deutschland im Jahr 2018. Der erste Nachweis des Swinhoewellenläufers für Deutschland und der zweite deutsche Nachweis der Pazifiktrauerente bilden die Höhepunkte dieses Jahrgangs. (...) Die genannten und mehrere hundert weitere Nachweise werden detailliert und mit zahlreichen Fotos und ergänzenden Grafiken und Karten präsentiert.
Mehr beim DDA

"Libelle des Jahres" ist Klimamigrant
2019 ist die Wanderlibelle erstmals in Deutschland gesichtet worden. Eigentlich folgt sie den Monsunregen, doch die Klimakrise eröffnet ihr den Weg nach Mitteleuropa.
Mehr bei Spektrum.de

Heimlichtuer des Jahres 2021: Das Glühwürmchen
Pottwale sehen Geräusche, Jesus-Echsen laufen über das Wasser und es gibt Spinnen, die ein Lasso um ihre Beute schwingen können – aber auch unsere heimische Natur steckt voller Arten mit außergewöhnlichen Fähigkeiten. Oft sind es unauffällige, unscheinbare Lebewesen, deren Besonderheiten man erst beim genauen Hinsehen wahrnimmt. Der BUND Baden-Württemberg und BUND Hessen küren deshalb gemeinsam zum ersten Mal den Heimlichtuer des Jahres. 2021 fiel die Wahl auf das Glühwürmchen. Selbst die besten Energiesparlampen können mit ihm nicht mithalten.
Mehr beim BUND

Schmelzende Arktis im Schnellvorlauf
Der tiefgefrorene Permafrostboden in der Arktis taut in erschreckendem Ausmaß. Das haben Forschenden des Alfred-Wegener-Instituts jetzt durch die Auswertung von Satellitenbildern eindrücklich bestätigt: Schmelzwasserseen in Alaska laufen reihenweise aus, weil der Boden immer weicher wird. Das Ausmaß des Seen-Kollapses war in der Saison 2017/2018 so extrem, wie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler es eigentlich erst für das Ende dieses Jahrhunderts erwartet hätten.
http://idw-online.de/de/news759051

Quarks & Co.: Laubbläser nerven! Aber es gibt Alternativen!
Laubbläser und Laubsauger sind wohl die Nervensägen schlechthin im Herbst. Angetrieben von einem Verbrennungsmotor können da leicht 110 Dezibel zusammen-kommen – schon ab 80 Dezibel Lautstärke drohen bleibende Hörschäden. Grenzwerte für den Krach? Fehlanzeige! Sie werden auf europäischer Ebene festgelegt – das kann noch bis 2025 dauern. Bis dahin gibt es drei Möglichkeiten, um den Lärm zu reduzieren: auf akkubetriebene Elektrogeräte umsteigen – die sind deutlich leiser. Für den privaten Gebrauch gut geeignet: die Harke – sie ist leise, schont den Geldbeutel und man spart auch noch Betriebskosten. Oder: Das Laub einfach liegenlassen. Denn es ist ein superguter Dünger für den Boden! Thomas Samboll aus dem Quarks-Team mit mehr Empfehlungen
DailyQuarks (7:42)

Dazu:
"Erst bunt dann ab – Laub im Herbst" – ein WDR 5 Quarks-Beitrag vom 23.10.17 | ▶ audio
"Darum ist Laub so wichtig für die Natur" – ein Quarks-Beitrag vom 08.11.20 | ▶ facebook

Fridays for Future gegen Fracking und Erdöl-Förderung in Namibia
Bettina Behrend von Rettet den Regenwald e.V. schreibt: Namibias Natur und Tierwelt werden durch eine furchterregende Gier nach Erdöl bedroht. Die kanadische Firma ReconAfrica hat die Lizenz erhalten, im ökologisch sensiblen Kavango Becken nach Öl zu suchen. Auch das berühmte Okavangodelta in Botswana ist in Gefahr.
Zur Petition

Bleischrot in Feuchtgebieten wird verboten
Das Blei aus dem Schrot verunreinigt Gewässer und tötet so jedes Jahr Millionen von Vögeln. Doch dem neuen Verbot fehlt es womöglich an Durchschlagskraft.
Mehr bei Spektrum.de

Global, regional, lokal – ornitho-Regioportal bei Citizen-Science-Tagung vorgestellt
"Artenvielfalt erleben – Wie Naturforschung vor der eigenen Haustür von interaktiven Webkarten profitiert" lautet der Name eines seit 2018 laufenden gemeinsamen Projekts des DDA mit Forschenden des Leibniz-Instituts für Länderkunde und des Leibniz-Instituts für Wissensmedien, in dessen Rahmen ein interaktives Auswerteortal für die Daten von ornitho.de entwickelt wurde. Dieses ist unter www.ornitho-regioportal.de verfügbar und wurde am vergangenen Freitag im Rahmen einer Online-Konferenz Vertreterinnen und Vertretern von Citizen-Science-Projekten, Online-Portalen, Fachgesellschaften und Naturschutzverbänden vorgestellt.
Mehr beim DDA

Muss der "Black Friday" grün werden?
Der "Black Friday" gilt als Gipfel der Rabattschlachten. Er verspricht die besten Schnäppchen und lockt mit Sonderangeboten. Doch die Kritik am achtlosen Konsum wächst. Immer mehr Initiativen protestieren gegen den Konsumrausch mit Gegenbewegungen. Der "Green Friday" will das Prinzip umdrehen: Auch die Umwelt soll von der Kauflust profitieren. "Unser Konsum ist nicht nachhaltig – wir brauchen ein Umdenken. Die planetaren Grenzen lassen keine Alternative zu", sagt Wirtschaftswissenschaftler Prof. Dr. René Fahr von der Universität Paderborn.
http://idw-online.de/de/news759086

Iconic Australian animals glow in the dark
Echidnas, wombats and bilbies are among the Australian mammals that glow under ultraviolet (UV) light. Scientists at the Western Australian Museum confirmed the effect in samples in their collection following the shock discovery last month of biofluorescence in platypuses (Ornithorhynchus anatinus). Many insects and sea creatures are known to be biofluorescent, but this trait has been identified in only a handful of mammals in the New World until now. "Their ears and tails shine bright like a diamond!" wrote the museum’s curator of mammalogy, Kenny Travouillon, of the sight of bilbies under UV light.
ABC News

Rescue Brazil’s burning Pantanal wetlands
Climate extremes, poor management and lax laws are making the Pantanal World Heritage Site prone to fierce fires. Researchers and governments must develop a plan to manage these risks together, argue climatologist Renata Libonati and four colleagues. "Neglecting the connections between climate, land use and fire management will make it impossible to restore the Pantanal to its former state, let alone protect the region in the future," they write.
Nature

Moth wings sport acoustic camouflage
Scales on the wings of moths form acoustic camouflage that hides the insects from the sonar of bats. Researchers examined the Chinese tusar moth (Antheraea pernyi) and Dactyloceras lucina, a large African moth. These species have no ears to hear approaching predators. Instead, they defend themselves using a dense array of tiny, thin scales that each resonate at a particular frequency. Together, the scales absorb at least three octaves of sound — the first known natural acoustic metamaterial. The intricate arrangement and structure of the scales could inspire ultrathin sound-absorbing materials: think sound-absorbing wallpaper instead of panels, say researchers.
Chemistryworld

'America's Amazon' faces destruction
Alabama has the most aquatic diversity of any US state. It has more species of flesh-eating pitcher plant than anywhere else on Earth. It is the home of the Mobile River Basin, "America’s Amazon, far and away the most biodiverse river network in North America", writes Alabamian journalist Ben Raines. But industry, urban growth and lax environmental regulation are putting this neglected wilderness at risk, argues Raines. "The rate of aquatic and terrestrial species extinctions in Alabama is roughly double that seen anywhere else in the continental United States," he writes.
Los Angeles Times

10.12.2020

Mini-Tukan lebte unter Dinosauriern
Vögel sind nicht nur die überlebenden Nachfahren der Dinos, sie lebten schon mitten unter ihnen. Ihr ganzer Artenreichtum wird erst langsam bekannt.
Mehr bei Spektrum.de

Ameisen tragen unerwartete Panzerung
Ein überraschendes Biomineral entdecken Fachleute auf dem Außenskelett von Blattschneiderameisen. Es stellt ein grundlegendes Merkmal der Insekten in Frage.
Mehr bei Spektrum.de

Weißwangengans ist Seevogel des Jahres 2021
Der Verein Jordsand hat die Weißwangengangs zum Seevogel des Jahres 2021 gekürt. Durch starke Schutzbemühungen und das Ende der intensiven Bejagung lassen sich heute wieder eindrucksvolle Ansammlungen von hunderttausenden dieser schönen Vögel an der beobachten. "Die Weißwangengans ist ein Symbol für erfolgreiche Naturschutzmaßnahmen und heute zugleich eine Attraktion für Touristen und Naturliebhaber an der Nordseeküste", sagt Dr. Steffen Gruber, Geschäftsführer des Vereins Jordsand.
Mehr beim DDA

Trottellumme gegen Vestas V174 – Der Kampf ums deutsche Meer hat begonnen
Die Bundesregierung will die Nutzung von Nord- und Ostsee neu regeln. Die Interessen von Reedereien, Fischern, Rohstoffkonzernen und Umweltschützern prallen aufeinander. Doch übertreibt es Deutschland mit dem Naturschutz, ziehen Projektplaner an eine investorenfreundlichere Küste.
Mehr in der welt.de

Juristischer Sieg für Rumäniens Wälder
Lange haben die rumänische Regierung und das staatliche Forstmanagement Romsilva Informationen über die Waldbestände im Land geheim gehalten, entgegen der Umweltinformationsrichtlinie der EU sowie der Aarhus Konvention. Unsere Partnerorganisation Agent Green musste bisher den Zugang zu relevanten Informationen in zahlreichen Gerichtsverfahren einklagen.
Mehr bei euronatur.org

Glimmer of hope for biodiversity
Estimates that half of global vertebrate populations have declined over the past five decades might be misleading. Researchers reanalysed data from the Living Planet Index, covering more than 14,000 animal populations. They found that overall estimates are skewed by terrible losses among some 3% of species, mostly among large animals and in the Indo-Pacific region. In some other places, especially northern and temperate regions, things are improving. "There are biodiversity problems. But it is not all declining worldwide nor hopeless," says ecologist Brian Leung. "Our efforts over the last few decades have not been wasted".
cosmosmagazine.com/

Butterfly conservation: Atlas of Britain and Ireland’s Larger Moths
Die Freund*innen vom Butterfly Conservation UK haben großartige Arbeit geleistet und können mittlerweile Daten aus ihrem Nachtfalter-Monitoring über eine Periode von nunmehr knapp 50 Jahren auswerten. Zoe Randle stellt im folgenden Video den Stand der aktuellen Auswertungen dar. Wie haben sich die Populationen in diesem Zeitraum entwickelt? Welche Arten zählen zu den Gewinnern, welche zu den Verlieren? Gibt es Ausdehnungen der Verbreitungsgebiete oder Veränderungen in den Phänologien? Welche Ursachen können ausgemacht werden?
Webinar-Mitschnitt auf Facebook in englischer Sprache (Dauer ca. 1 Stunde)

03.12.2020

Bunte Wiesen und Weiden - ein Modell gegen das Insektensterben
Der Verlust der biologischen Vielfalt, in der Öffentlichkeit vor allem als Bienen- und Insektensterben bekannt, sowie der voranschreitende Klimawandel erfordern einfache, naturbasierte Lösungen, die in der Fläche angewendet werden können. Dr. Philipp Unterweger, Biologe und Biodiversitätsplaner, hat in seinem Vortrag beim BUND in Reutlingen die Zusammenhänge zwischen artenreichen Grünflächen und den drängenden Problemen unserer Zeit dargestellt.
https://www.youtube.com/watch?v=IneIDXGkrsQ

Geplantes Baugebiet in Haigerloch-Hart: teils heftige Reaktionen
Nicht jedem ist es gegeben, mit abweichenden Ansichten sachbezogen umzugehen und auch hierzulande gibt es Leute, die mit persönlicher Verunglimpfung, Hetze und unwahren Behauptungen reagieren zu müssen glauben.
Wir hatten Stellung zu einem aus Naturschutzsicht auch rechtlich nicht haltbaren Bebauungsplanentwurf gemacht und damit ein mitunter "unterirdisches" Echo erzielt. Weil die Auseinandersetzung über Leserbriefe nicht immer das Mittel der Wahl ist, haben wir die Vorgänge jetzt dokumentiert und unsere Position dargestellt.
Mehr

Eine Fledermaus zeigt sich den Helfern
Die Mitglieder der IGNUK haben eine Nistkastenkontrolle und -Reinigung im Naturschutzgebiet Scharlenbachtal in Starzeln vorgenommen.
Schwarzwälder Bote

Massive Kritik an Flächenverbrauch
Wir hatten zur 5. Änderung des Regionalplans Stellung bezogen und hierbei besonders den immensen Flächenverbrauch kritisiert. Der Schwarzwälder Bote hat unsere Pressemitteilung aufgegriffen ...
Schwarzwälder Bote

Knochenfische, Korallen und aktive Tiere leiden unter Meerwassererwärmung
Forschende des Museums für Naturkunde Berlin und der Universität Erlangen-Nürnberg haben die Anfälligkeit von Tieren während rascher Erwärmungsphasen der Ozeane in den letzten 300 Millionen Jahren Erdgeschichte ermittelt und mit dem Aussterberisiko in Zeitintervallen ohne drastische Temperaturerhöhung des Meerwassers verglichen. Die mit Fossilien gewonnenen Ergebnisse geben einen Hinweis darauf, welche Meerestiere besonders empfindlich auf den Klimawandel reagieren.
http://idw-online.de/de/news758510

JKI-Forscher werten regionalen Langzeitdatensatz zu Insektenfängen aus
Ein standardisiertes Langzeit-Monitoring von Insekten in der Region Quedlinburg-Aschersleben zeigt: Zahl wichtiger Schadinsekten wie Blattläusen nimmt zu trotz allgemeinem Insektenrückgangs. Zwischenergebnisse sind jetzt in den DGaaE-Mitteilungen erschienen.
http://idw-online.de/de/news758292

Tierwanderungen: Wandern verkürzt das Leben
Alljährlich zwischen weit entfernten Plätzen zu wechseln, ist zehrend. Wandernde Tierarten leben daher nicht nur vergleichsweise kurz, auch sonst verläuft ihr Leben rascher.
Spektrum.de

Neue Affenart - kaum entdeckt, schon bedroht
Der Berg Popa in Myanmar gehört zu den großen Heiligtümern des Landes. Vor den Augen der Pilger existierte dort eine bislang unbekannte Affenart.
Spektrum.de

Mehr amtlicher Einsatz gegen Schottergärten!
Der Badische Landwirtschaftliche Hauptverband (BLHV), der Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg (LNV) und der NABU Baden-Württemberg fordern die Baurechtsbehörden auf, konsequent gegen Schottergärten vorzugehen. Das Land habe Schottergärten zwar im neuen Biodiversitäts-Stärkungsgesetz verboten. Auf den Grundstücken vor Ort ändere sich dadurch jedoch zunächst einmal gar nichts. Es sei nun an den Baurechtsämtern, die Eigentümer von Schottergärten systematisch anzuschreiben und sie aufzufordern, rechtswidrige Flächen zurückzubauen.
Mehr beim LNV

CO₂-Bepreisung kann soziales Gefälle verringern
Spätestens seit den Protestaktionen der "Gelbwesten" in Frankreich ist es ein Argument, auf das man gefasst sein muss: Ärmere Haushalte gäben prozentual mehr Geld für Energie aus und seien daher besonders betroffen, wenn der Staat mit seiner Klimapolitik Treibhausgas-Emissionen verteuert. Doch das entspricht nicht generell der Realität. In vielen Fällen kann eine CO₂-Bepreisung die Kluft zwischen Arm und Reich verringern, belegt eine Metastudie unter Führung des Berliner Klimaforschungsinstituts MCC (Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change) in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW).
http://idw-online.de/de/news757927

Deutschland ist schon zwei Grad wärmer
Klimaforscher Stefan Rahmstorf erläutert, warum es schon heute wärmer ist als oft angegeben. Die Erklärung ist überraschend einfach.
Spektrum.de

Vom Wegwerfprodukt zum Nährstofflieferanten - Biologisch abbaubare Folien für die Landwirtschaft
Schweift der Blick im Herbst über die abgeernteten Felder, dann gehört der Anblick von Silageballen dazu. Verpackt in Folie werden in den runden Ballen durch Milchsäuregärung Futtermittel für Rinder und Kühe hergestellt. Doch die häufig von Spaziergängern als Fotomotiv genutzten Ballen sind nicht sonderlich naturnah. Der Grund: Bislang werden die dafür verwendeten Folien nach der Nutzung entsorgt – ein Recycling ist schlicht nicht üblich und auch nur mit großem Aufwand möglich. Eine Machbarkeitsstudie am Institut für angewandte Biopolymerforschung (ibp) der Hochschule Hof unter Leitung von Prof. Dr. Michael Nase soll die Grundlage dafür legen, genau das dauerhaft zu ändern.
http://idw-online.de/de/news758414

Mikroplastik in der Todeszone des Mount Everest
Der Mount Everest ist die höchste Müllhalde der Welt. Im Unrat findet sich auch Mikroplastik. Bei einem Großteil handelt es sich um Partikel aus Polyester-Fasern von Bergsteigern.
Spektrum.de

Bird deaths down 70 percent after painting wind turbine blades
Something as simple as black paint could be the key to reducing the number of birds that are killed each year by wind turbines. According to a study conducted at a wind farm on the Norwegian archipelago of Smøla, changing the color of a single blade on a turbine from white to black resulted in a 70-percent drop in the number of bird deaths.
https://arstechnica.com/

26.11.2020

Das Ende der Steinzeit - Schottergarten ade!
Das ist das Motto des Umweltbeauftragten in Weinheim. Parkplätze, Beton und Schotter sollen in Wohnsiedlungen grünen Vorgärten weichen. Sieht gut aus und ist super für die Tierwelt! Der SWR hat jetzt einen Film dazu veröffentlicht.
Facebook/ Landesschau.bw

Maskierte Verführer in der Balzarena: Paarungsverhalten seltener, singender Fledermausart beobachtet
Die Männchen der extrem seltenen Fledermausart Centurio senex tragen nicht nur während der Coronavirus-Pandemie eine Maske. Offenbar spielt der charakteristische Hautlappen, den sie über ihr Gesicht ziehen können, eine bisher unbekannte Rolle bei der Fortpflanzung. Nun haben Biologen aus Ulm und Costa Rica außergewöhnliche Beobachtungen gemacht: Erstmals konnten sie das Paarungsverhalten von Centurio senex verfolgen ...
http://idw-online.de/de/news757737

Zwergfledermaus stellt Flugweltrekord auf
Fledermäuse gehören zu den weniger bekannten Langstreckenmigranten. Dabei fliegen sie Jahr für Jahr enorme Strecken, wie ein Zufallsfund nun bestätigt.
Spektrum.de

Neue Nagetiergattung in Ecuador entdeckt
Die Entdeckung einer bisher unbekannten Nagetiergattung mit drei für die Wissenschaft neuen Arten bietet Hoffnung für den Naturschutz in Ecuador.
http://idw-online.de/de/news757972

Männliche Spinne fesselt Weibchen vorm Sex
Beim Liebesakt von Spinnen denkt man ja oft zuerst an das Danach: Weibchen hungrig, Happs, weg ist er. Die Männchen einer Art kontern mit Spinnfesselfallen.
Spektrum.de

Evolution live: Neues für die Käfer-Bibliothek
Forscher der Zoologischen Staatssammlung München haben in einer aktuellen Studie genetische Kennsequenzen von rund 600 Laufkäfern (Carabidae) analysiert. Die Studie ist Teil des im Juli 2020 gestarteten nationalen DNA-Barcoding-Projekts "German Barcode of Life III"
http://idw-online.de/de/news757835

Bestäubung durch Insekten: Ökonomischer Nutzen vermutlich weit höher als angenommen
Neue Schätzungen: Volkswirtschaftlicher Nutzen der Bestäubungsarbeit von Tieren beträgt im Mittel in Deutschland 3,8 Mrd. Euro pro Jahr, weltweit 1 Billion US-Dollar
http://idw-online.de/de/news757913

Artensterben: Wir brauchen ein Ziel wie die Zwei-Grad-Marke im Klimaschutz
Wenn nur 20 Arten pro Jahr verschwänden, wäre viel gewonnen, sagt der Biodiversitätsforscher Mark Rounsevell im Interview. Die neue Messzahl will er nun zum globalen Ziel erklären.
Spektrum.de

Vögel in Deutschland aktuell: Rückblick auf den Sommer 2020
In unserem Rückblick auf die zurückliegende Jahreszeit blicken wir diesmal auf einen eher wechselhaften Sommer zurück. Hochsommerliche Wärme war anfangs die Ausnahme und erst im August stiegen die Temperaturen mehrere Tage auf über 30 Grad. Zumindest regional war es auch wieder sehr trocken. Rund 1,8 Millionen Vogelbeobachtungen wurden in den Monaten Juni bis August bei ornitho.de gemeldet. Sie bilden die Grundlage unserer Auswertungen zu Mornellregenpfeifer und Schwarzhalstaucher sowie den Überblick über die im Sommer entdeckten Seltenheiten.
Mehr beim DDA

Stachelige Rarität in Bayern – Stechpalme ist Baum des Jahres 2021
Dunkelgrünes Laub und rote Beeren: Die Stechpalme kennen viele unter dem Namen Ilex und eher als dekorativen Gartenstrauch oder Weihnachtsschmuck. Sie ist jedoch auch ein seltener, einheimischer Waldbaum und wurde von der Silvius Wodarz Stiftung zum Baum des Jahres 2021 gekürt.
http://idw-online.de/de/news757148>http://idw-online.de/de/news757148

Gletscher Jakobshavn Isbræ hat 1518 Gigatonnen Eis eingebüßt
Der Grönländische Eisschild schmilzt, Gletscher schwinden. Das lässt den Meeresspiegel steigen, künftig wohl noch stärker, als die bisher schlimmsten Szenarien befürchten ließen.
Spektrum.de

Mit Selfie-Stick und Fernglas im Tunnel
Passend zu Halloween hier mal eine kurze Abhandlung über einen schaurig-schönen Fundort in Düsseldorf, den die einheimischen FalterforscherInnen regelmäßig besuchen. Zum Beobachten gehört neben guten Nerven allerdings ein wenig Spezialausrüstung.
Mehr bei der AG Rheinisch-Westfälischer Lepidopterologen

Antwort auf Darwins Frage
In einem "Nature"-Artikel beantwortet der Evolutionsbiologe Axel Meyer von der Universität Konstanz mit Hilfe der Analyse von fast 500 Genomen Fragen zur genetischen Basis von Anpassungen, Unterschieden zwischen Arten und den Mechanismen der Artenbildung
http://idw-online.de/de/news756535

Greater glider gets even greater
Genetic studies have confirmed that there are three, not one, species of greater glider, a furry marsupial that lives in the forests of eastern Australia. "Australia's biodiversity just got a lot richer. It’s not every day that new mammals are confirmed, let alone two new mammals," says study co-author Andrew Krockenberger. Knowing that there are three species will help inform plans to protect the animals, which face declining populations in the wake of extensive wildfires.
The Sydney Morning Herald

Fernsehtipp: BBC 2 bringt wieder "autumnwatch"
Frau Pfister teilt uns mit: BBC 2 bringt wie jedes Jahr wieder "autumnwatch" - 2 Wochen immer Di bis Fr jeweils 1 Stunde. Also insgesamt 8 Stunden einheimisches wildlife vom feinsten, neue wissenschaftliche Erkenntnisse, alarmierende Zahlen über die schwindende Biodiversität, aber auch hoffnungsspendende Berichte über rewilding Projekte. Auf vielen Live-Kameras kann man rund um die Uhr Vögel, Dachse, neugeborene Kegelrobben und und und beobachten.
https://www.bbc.co.uk/programmes/b0079t1p

19.11.2020

NABU Laupheim: Moorwächter Laurin
Am 1. November war es nun so weit: Der Kinderkanal hat den Film "Moorwächter Laurin" ausgestrahlt, der in Zusammenarbeit mit der Kindergruppe des NABU Laupheim unter der Leitung von Sonia Müller entstanden ist. In der Sendung geht es um Moore. Gedreht wurde im Wurzacher und Buchauer Ried.
Mehr im KiKA

Vielfalt im Zugverhalten der Mönchsgrasmücken
Durch eine groß angelegte Studie mit so genannten Geolokatoren konnten Forscherinnen und Forscher unter der Leitung von Miriam Liedvogel vom Max-Planck-Institut für Evolutionsbiologie in Plön einige Rätsel um das Phänomen des Vogelzugs der Mönchsgrasmücke aufdecken.
http://idw-online.de/de/news757218

Weiche Wände legen Fledermäuse rein
Wir laufen gegen Glastüren, Fledermäuse fliegen gegen Schaumstoffwände. Der Unterschied: Die Tiere nehmen das Hindernis wahr. Aber es verwirrt sie.
Spektrum.de

Gewalt zwischen Berggorillas nimmt zu
Die Zahl der Berggorillas wächst langsamer: Der Lebensraum wird knapp, die Gruppen geraten immer häufiger aneinander.
Spektrum.de

Käfer kooperieren bei der Brutpflege
Ambrosiakäfer sind faszinierend: Sie betreiben Landwirtschaft mit Pilzen und sie leben in einem hoch entwickelten Sozialsystem. Der Biologe Peter Biedermann hat jetzt Neues über sie herausgefunden.
http://idw-online.de/de/news757089

Weißstörche: Gefahren im Winterquartier
Wenn die Weißstörche nach ihrer langen Reise in Afrika ankommen, sind sie einer großen Gefahr ausgesetzt. Sie werden illegal gejagt und vergiftet. Durch den Einsatz von giftigen Pestiziden bei der Jagd kann nur ein Jäger bis zu 100 Störche am Tag töten. Schnell werden die Vögel dann ausgenommen. Gemeinsam mit den Menschen vor Ort entwickelt der NABU ein Bewusstsein für die Bedeutung des Weißstorchs. Gleichzeitig sollen Alternativen zur Jagd und Vergiftung entwickelt werden. Eine große Rolle spielt zudem die Umweltbildung und Aufklärungsarbeit an Schulen. So können die Weißstörche in Zukunft in ein sicheres Winterquartier in Tansania aufbrechen.
Mehr beim NABU

Used-car exports fuel air pollution
The United States, Europe and Japan export millions of used sedans, SUVs and minibuses to low- and middle-income countries. The age and poor quality of these vehicles is a major source of air pollution and greenhouse-gas emissions, finds a report by the United Nations Environment Programme (UNEP). "Developed countries must stop exporting vehicles that fail environment and safety inspections and are no longer considered roadworthy in their own countries, while importing countries should introduce stronger quality standards," says Inger Andersen, the executive director of UNEP.
The Guardian

12.11.2020

128 Wolfsrudel in Deutschland
Wölfe breiten sich in Deutschland weiter aus, wie jüngere Zahlen der Behörden zeigen. Was für die einen ein Erfolg des Naturschutzes ist, bereitet anderen Sorgen.
Spektrum.de

Altersweise Schimpansen
Je älter wir werden, desto wählerischer sind wir mit unseren Sozialkontakten. Das scheint auch bei Menschenaffen so zu sein, berichten nun Forscher aus dem Regenwald Ugandas.
Spektrum.de

Verschollenes Chamäleon nach mehr als 100 Jahren wiederentdeckt
Die Bedrohung der globalen Biodiversität ist eine große Herausforderung für die Menschheit, aber über den konkreten Gefährdungszustand vieler Arten wissen wir bis heute nur sehr wenig. Eine Expedition der Zoologischen Staatssammlung München (SNSB-ZSM) führte nun zur Wiederentdeckung des Voeltzkow-Chamäleons in Madagaskar, das seit mehr als 100 Jahren verschollen war. Die farbenprächtigen Reptilien leben wahrscheinlich nur wenige Monate lang während der Regenzeit.
http://idw-online.de/de/news756785

Studie: Klimawandel verursacht Artensterben im Schwarzwald
Schon heute hinterlässt der Klimawandel in den Mooren im Schwarzwald seine Spuren. Durch steigende Temperaturen und längere Trockenperioden sind dort in den vergangenen 40 Jahren bereits zwei typische Pflanzenarten ausgestorben. Gleichzeitig ging der Bestand vieler weiterer Arten um ein Drittel zurück. Zehn weitere typische Moorarten könnten in den nächsten Jahren aussterben, ...
http://idw-online.de/de/news756669

USA verlassen offiziell das Pariser Klimaabkommen
Egal wie die US-Wahlen ausgehen, sicher ist: In der Nacht danach treten die USA aus dem Klimaabkommen aus. Davon hängt das Erreichen der Klimaziele aber wohl nicht ab.
Spektrum.de

05.11.2020

Gegen den Trend: Häufige Vogelarten der Wälder zeigen Bestandszunahmen
Die Bestände vieler häufiger Vogelarten der Wälder in Deutschland haben seit etwa 2010 deutlich zugenommen. Das ist das Ergebnis einer gemeinsam vom Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA), der Georg-August-Universität Göttingen und dem Bundesamt für Naturschutz durchgeführten Studie, die jetzt in der Fachzeitschrift Journal of Ornithology veröffentlicht wurde.
Mehr beim DDA

Spendable Rabenvögel: Sozialleben entscheidend für ihre Großzügigkeit
Der Blick auf die Großzügigkeit von Rabenvögeln macht Parallelen zur menschlichen Evolution sichtbar. Auch bei Raben, Krähen, Elstern und Co. führen gemeinschaftliche Jungenaufzucht und erhöhte Toleranz gegenüber Artgenossen zur Entstehung von großzügigem Verhalten – ganz ähnlich wie bei unseren menschlichen Vorfahren. Ein internationales Forschungsteam um Lisa Horn vom Department für Verhaltens- und Kognitionsbiologie an der Universität Wien hat nun gezeigt, dass das Sozialleben der Rabenvögel dafür ausschlaggebend ist, ob die Tiere auch großzügig agieren können. Die Ergebnisse ihrer Studie wurden in der Fachzeitschrift "eLife" publiziert.
http://idw-online.de/de/news756300

Zugvögel: Klima bestimmt den Hinflug, aber nicht die Rückkehr
Warum nehmen Zugvögel die Strapazen eines mitunter langen Fluges auf sich? Während sie beim Flug ins Winterquartier ihren klimatischen Vorlieben folgen, ist das beim Rückflug in die sommerlichen Brutgebiete wohl nicht der Fall. Bei dieser Reise spielen für Zugvögel stattdessen Faktoren, die vom Klima unabhängig sind, eine wichtigere Rolle. Zu diesem Ergebnis kommen Senckenberg-Wissenschaftlerinnen in einer soeben im Fachjournal „Ecology & Evolution“ veröffentlichten Studie. Die Autorinnen sprechen sich darin dafür aus, mehr Augenmerk auf den Erhalt von Lebensräumen in Brutgebieten zu legen, um Zugvogelbestände zu erhalten.
http://idw-online.de/de/news756526

Schnepfe stellt Flugrekord auf
Nonstop von Alaska nach Neuseeland: Die Pfuhlschnepfe ist neuer inoffizieller Weltmeister im Langstreckenflug.
Spektrum.de

Auch Tiere halten Abstand: Kranke Vampirfledermäuse gehen auf Distanz
Durch COVID-19 wurde 'social distancing' zum Begleiter im Alltag. Abstandhalten, wenn man sich krank fühlt, praktizieren allerdings nicht nur Menschen – es kann auch bei Fledermäusen beobachtet werden. Ein internationales Forschungsteam des Museums für Naturkunde Berlin, der Universität von Texas und der Ohio State University fand heraus, dass kranke Vampirfledermäuse weniger Zeit in der Nähe von Artgenossen verbringen, was die Ausbreitung einer Krankheit verlangsamen kann.
http://idw-online.de/de/news756531

Schweinswale durch Sprengungen im Meer gefährdet
Munitionssprengungen haben in der Ostsee viele Schweinswale getötet: Die streng geschützten Meeressäuger verendeten wegen des Schalldrucks unter Wasser.
Spektrum.de

Superstabiler Käfer ist kaum platt zu drücken
Ein Puzzleteil-Panzer macht diesen Käfer quasi völlig druckunempfindlich. Vom Auto überrollen lassen und weiterlaufen, als wäre nichts geschehen? Kein Problem!
Spektrum.de

Veränderte Blühphasen von Pflanzen durch geringere Insektendichte
Die Blumen auf der Wiese blühen in voller Pracht – aber weit und breit ist keine einzige Biene zu sehen. Was heute noch unwahrscheinlich klingt, könnte in Zukunft durchaus häufig vorkommen. Denn Insekten haben einen entscheidenden Einfluss auf die Biodiversität und Blühphasen von Pflanzen. Fehlen Insekten im Umfeld der Pflanzen, verändert sich deren Blühverhalten. Dies kann dazu führen, dass die Lebenszyklen der Insekten und die Blütezeit der Pflanzen nicht mehr übereinstimmen. Gehen die Insekten aber zur falschen Zeit auf Nektarsuche, werden manche Pflanzen nicht mehr bestäubt, haben Forschende der Uni Jena und des iDiv herausgefunden.
http://idw-online.de/de/news756480

Wir brauchen ein Sicherheitsnetz für die Biodiversität
Um dem alarmierenden Rückgang der biologischen Vielfalt entgegenzuwirken, braucht es ein "Sicherheitsnetz" aus miteinander verbundenen ehrgeizigen Zielen. Denn kein einzelnes Ziel kann dem breiten Spektrum der Anforderungen gerecht werden, so das Fazit eines großen internationalen. Die in der Fachzeitschrift Science erschienene Studie skizziert die wissenschaftliche Grundlage für die Neugestaltung der Ziele der UN-Konvention über die Biologische Vielfalt (CBD).
http://idw-online.de/de/news756401

Invasion der Glücksbringer: Viele Marienkäfer sind jetzt auf Winterquartiersuche
Marienkäfer wohin man schaut. Auf der Suche nach geeigneten Winterquartieren sitzen sie im Herbst in teils großen Schwärmen auf Balkongeländern, Hauswänden und Pflanzen. Den Winter über machen sie es sich am liebsten in Mauerritzen oder Dachsparren gemütlich.
Mehr beim NABU

Kurs Südwest: Die Kraniche ziehen
Mehr als 140.000 Kraniche machen derzeit Rast in Deutschland. Noch füllen sich die großen Sammelplätze im Norden und Nordosten weiter. Viele Kraniche haben aber bereits genügend neue Energie getankt. Sie ziehen nun weiter Richtung Südwesten, überqueren dabei vor allem NRW, Hessen und Rheinland-Pfalz.
Mehr beim NABU

Klimaschutz trotz klammer Kassen: Das können Kommunen tun
• Forschungsprojekt zeigt: Auch finanzschwache Kommunen haben Handlungsspielräume, um Klimaschutz vor Ort umzusetzen
• Broschüre und fünf Infoblätter zeigen, wie Kommunen Mehrwert für die Umwelt und ihren Haushalt schaffen können
• Kommunen können etwa kommunale Dächer für Solaranlagen verpachten oder kommunale Fuhrparks durch lokales Elektro-Carsharing entlasten
http://idw-online.de/de/news756309

Klimaschutz lässt sich sozialverträglich gestalten
Die Klima- und Energiepolitik war bisher oft nicht optimal, was die sozialen Folgen angeht – also etwa die Lebensqualität des Einzelnen, die Verteilung des Wohlstands und der lokale Zusammenhalt. Das liegt nicht in der Natur der Sache, sondern lässt sich vermeiden, wie jetzt eine aufwendige Metastudie belegt. Demnach gibt es inzwischen soziale Erfolgsstories für alle wichtigen Politikinstrumente, sowohl in Industrie- als auch in Entwicklungsländern.
http://idw-online.de/de/news755963

Von grün bis liberal: Parteien im Ziel einig, aber ohne Masterplan für künftiges Stromsystem
Welche Parteien haben die ambitionierteste Klima- und Energiepolitik? Eine neue Studie gibt eine überraschende Antwort: In Deutschland, Frankreich, Spanien und Italien sind die Ziele über das politische Spektrum von grün bis wirtschaftsliberal hinweg von ähnlichem Ehrgeiz geprägt. Allerdings fanden die Forscherinnen und Forscher auch ein gewichtiges Manko, das die Energiewende bremst: Keine der untersuchten Parteien hat ein überzeugendes Konzept für einen Technologiemix, der bei wetterbedingten Schwankungen von Wind- und Solarenergie die Netzstabilität gewährleistet.
http://idw-online.de/de/news756152

"Artenvielfalt erleben" erhält Auszeichnung als offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt
Das Projekt "Artenvielfalt erleben. Wie Naturforschung vor der eigenen Haustür von interaktiven Webkarten profitiert" des Leibniz-Instituts für Länderkunde, Leibniz-Instituts für Wissensmedien und des Dachverbands Deutscher Avifaunisten wurde gestern als offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet. Die Würdigung nahm Dr. Jan Ole Kriegs, Direktor des Naturkundemuseums Münster, vor. Die Auszeichnung wird an vorbildliche Projekte verliehen, die sich in besonderer Weise für den Erhalt der biologischen Vielfalt in Deutschland einsetzen.
Mehr beim DDA

Kognitive Bausteine der Sprache existierten schon vor 40 Millionen Jahren
Nicht nur Menschen, sondern auch Affen und Menschenaffen erkennen Regeln in komplexen sprachlichen Konstruktionen. Dies hat das Institut für Vergleichende Sprachwissenschaft der UZH durch Experimente mit einer künstlichen Grammatik herausgefunden. Daraus lässt sich schließen, dass diese Fähigkeit auf gemeinsame Vorfahren zurückgeht.
http://idw-online.de/de/news756256

Planspiel zu strategischem Siedlungsrückzug - Handreichung für Kommunen informiert über Ergebnisse
In einem Modellvorhaben der Raumordnung (MORO) haben sich das Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR) und Partner mit einem häufig tabuisierten Thema der kommunalen Entwicklung beschäftigt: dem strategischen Rückzug aus kleinen Ortsteilen mit geringer Entwicklungsperspektive. In einem Planspiel wurde ergebnisoffen diskutiert, ob sich Kommunen aus abgelegenen Ortsteilen zurückziehen sollen und wie das funktionieren könnte. Die Ergebnisse sind in einer Handreichung für Kommunen, Heft 15/2020 der Schriftenreihe "MORO Praxis", nachzulesen.
http://idw-online.de/de/news756370

Intensive Landnutzung stört Wechselwirkungen in Ökosystemen
Eine hohe Intensität in der Land- und Forstwirtschaft untergräbt die biologische Vielfalt und den Nutzen, den Menschen aus Ökosystemen ziehen können. Eine internationale Studie mit Berner Beteiligung zeigt erstmals auf, wie die Intensität in der Landnutzung die Wechselwirkungen zwischen Biodiversität, Funktionen von Ökosystemen und Ökosystemdienstleistungen für den Menschen beeinflusst.
http://idw-online.de/de/news756520

Akademien fordern schnelles Handeln zum Schutz und zur Erhöhung der Artenvielfalt in der Agrarlandschaft
Die biologische Vielfalt in der Agrarlandschaft ist in Deutschland in den letzten Jahren, selbst in Naturschutzgebieten, stark zurückgegangen. In ihrer gemeinsamen Stellungnahme "Biodiversität und Management von Agrarlandschaften" geben die deutschen Wissenschaftsakademien Empfehlungen in acht Handlungsfeldern. Sie benennen den Schutz der Artenvielfalt als eine dringende und komplexe Herausforderung. Es bedürfe eines gesamtgesellschaftlichen Wandels hin zu einer nachhaltigen Landwirtschaft.
Mehr beim DDA

Europe’s Green Deal: bad for the planet?
An ambitious package of policies, announced in December 2019, aims to make Europe the first climate-neutral continent by 2050. But problems lurk behind the rhetoric, say a group of scientists. Richard Fuchs, Calum Brown and Mark Rounsevell argue that European Union member states are outsourcing environmental damage to other countries while taking the credit for green policies at home. They suggest several steps that could be taken to ensure the Green Deal lives up to its name, including assessing the global impacts of agriculture, better enforcing standards and rolling back bioenergy production.
Nature.com

30.10.2020

5. Änderung des Regionalplans Neckar-Alb 2013 - Stellungnahme
Klinikstandort an der falschen Stelle und allein im Zollernalbkreis über 100 ha für Gewerbe- und Industriegebiete? Recht kurzfristig haben die Naturschutzverbände doch noch Stellung bezogen. Ihr Fazit: "Solange der Eindruck entsteht, der Regionalverband suche in erster Linie nach Möglichkeiten, die Begehrlichkeiten von Städten und Gemeinden sowie von Industrie und Gewerbe - oft genug verbunden mit lokalpolitisch motivierten Egoismen – erfüllen zu helfen, ist es schwer, das Vertrauen in die Sachbezogenheit der Regionalplanung bzw. der Entscheidungen der Regionalversammlung aufrecht zu erhalten."
Stellungnahme

Ziehende Fledermäuse sparen Energie durch Einschränkung energetisch kostspieliger Immunfunktionen
Sowohl der jahreszeitliche Zug als auch die Aufrechterhaltung und Nutzung eines wirksamen Immunsystems sind mit erheblichen Stoffwechselkosten verbunden und für ein hohes Maß an oxidativem Stress verantwortlich. Wie kommen Tiere in einer Situation zurecht, in der die Energie begrenzt ist, diese jedoch für mehrere energieintensive Körperfunktionen benötigt werden könnte?
http://idw-online.de/de/news755971

Vogelzug: Ein rätselhaftes Massensterben
Im Herbst fielen massenhaft tote Vögel im Südwesten der USA vom Himmel. Fieberhaft suchen Biologen nach den Ursachen. Ganz vorne dabei: Waldbrände und der Klimawandel.
Mehr bei Spektrum.de

Out of Africa: Zugvögel fliegen immer früher nach Europa
Als Reaktion auf den Klimawandel verschiebt sich die Frühlingswanderung vieler Zugvögel immer weiter nach vorne. Laut einer von einem internationalen Forschungsteam unter Leitung der Vetmeduni Vienna präsentierten Studie folgt diese Änderung jedoch keinem einheitlichen Muster. Im Gegenteil, bei näherer Betrachtung ergibt sich ein vielschichtiges Bild: Wesentlich für den Start der Wanderung ist die Region des Überwinterns.
http://idw-online.de/de/news755427

Agrarreform anpacken und Europas Artenvielfalt retten!
In der Agrarlandschaft wird es stumm, denn die Vogel- und Insektenvielfalt schwindet. Wenn die EU nicht handelt, werden in den nächsten Jahren viele Arten aussterben. Diese Woche liegt es in den Händen unserer Europa-Abgeordneten, dies zu verhindern – mit einer Reform der milliardenschweren EU-Agrarpolitik. Leider wollen die großen Parteien diese weiter verwässern. Schicken Sie ihnen deshalb jetzt eine Nachricht.
Mehr beim NABU

Vogel des Jahres gesucht: diesmal Online-Abstimmung
Schon seit 1971 küren NABU und LBV den "Vogel des Jahres" – doch zum 50. Jubiläum ist alles anders: Erstmals rufen wir die Bevölkerung dazu auf, den "Vogel des Jahres" 2021 selbst zu wählen.
Mehr beim NABU

Agrarreform anpacken und Europas Artenvielfalt retten!
In der Agrarlandschaft wird es stumm, denn die Vogel- und Insektenvielfalt schwindet. Die intensive Landwirtschaft nimmt Rebhuhn, Kiebitz und Wildbienen Lebensraum und Nahrung. In der Schweiz ist das Rebhuhn seit diesem Jahr ausgestorben, hierzulande droht ihm und vielen weiteren Arten ein ähnliches Schicksal. In wenigen Tagen liegt es in den Händen unserer Europa-Abgeordneten, das Ruder herumzureißen – mit einer Reform der milliardenschweren EU-Agrarpolitik. Schicken Sie ihnen deshalb jetzt eine Nachricht.
Mehr beim NABU

Projekt SynErgie: Flexibler Stromverbrauch als smarte Lösung für Fabriken
Die schwankende Stromproduktion von Windkraft- und Photovoltaikanlagen wird für Energieversorger zur Herausforderung. Sie müssen auch dann ein stabiles Versorgungssystem gewährleisten, wenn die Anlagen gerade keinen oder wenig Strom erzeugen. Ein Beitrag zur Lösung liegt in einer Anpassung des Stromverbrauchs von Fabriken an die fluktuierende Stromerzeugung durch Wind und Sonne. Forschende der Fraunhofer-Gesellschaft haben das innovative Konzept nun in der Modellregion Augsburg getestet. Die Ergebnisse sind ermutigend. Das Konzept der energieflexiblen Fabrik funktioniert auch in der Praxis – und senkt sogar den CO2-Aussstoß.
http://idw-online.de/de/news755130

Bericht über den Zustand der Natur in der EU veröffentlicht
Die Europäische Umweltagentur EEA hat gemeinsam mit der Europäischen Kommission den neuen Bericht über den Zustand der Natur in der EU veröffentlicht, der die Entscheidungsfindung und Politikgestaltung in den nächsten Jahren unterstützen soll. Der Bericht enthält Analysen und Erkenntnisse auf Grundlage der im Rahmen der Vogelschutz- und FFH-Richtlinie gemeldeten Informationen und beschreibt den Zustand der Natur in der EU zwischen 2013 und 2018. Dazu gehören der Erhaltungszustand von Lebensräumen und Tierarten sowie Gefährdungsursachen. Erfolge und Mängel der derzeitigen Naturschutzmaßnahmen werden hervorgehoben.
Mehr beim DDA

Ökoglitzer so umweltschädlich wie normaler Glitzer
Mikroplastik in Kosmetika ist mittlerweile verpönt. Doch auch »grüne« Alternativen halten nicht, was sie versprechen.
Mehr bei Spektrum.de

Leitfaden für mehr "Insektenschutz in der Kommune"
Wie können Städte und Gemeinden konkret zum Schutz von Insekten beitragen? Welche Maßnahmen können sie auf kommunalen Flächen umsetzen? Und wie lässt sich der Insektenschutz in kommunalen Plänen und Satzungen verankern, wie in die Umweltbildung vor Ort integrieren? Antworten auf diese Fragen gibt eine Publikation, die in einer Kooperation des Deutschen Städte- und Gemeindebundes (DStGB) mit dem Bundesamt für Naturschutz (BfN) entstanden ist. Die Broschüre "Insektenschutz in der Kommune" umfasst nicht nur Empfehlungen, sondern stellt auch Beispiele aus der Praxis vor.
http://idw-online.de/de/news755771

Rewild to save most species and lock carbon
Restoring a third of the areas most degraded by humans and preserving remaining natural ecosystems would prevent 70% of projected extinctions of mammals, birds and amphibians. It would also sequester around 465 gigatonnes of CO2 — almost half of the total atmospheric CO2 increase since the Industrial Revolution. Researchers scoured detailed land-use and cover maps of the globe to pinpoint the places where rewilding would have most impact and be most cost-effective. “We were surprised by the magnitude of what we found – the huge difference that restoration can make,” says environmental scientist Bernardo Strassburg. Done properly, rewilding can even go hand in hand with increased agricultural productivity, says Strassburg.
The Guardian

23.10.2020

Haigerloch-Hart: Baugebiet statt Streuobstwiese – immer noch kein Ende
Keine Kosten und Mühen werden gescheut, um ein Baugebiet inmitten der Kernzone eines Biotopverbunds "mit aller Gewalt" und aus unserer Sicht unverantwortlich und wider alle Vernunft doch noch durchzusetzen – 31 Bauplätze anstatt 12.000 qm Streuobstwiese. Der Entwurf lag ein drittes Mal aus und die Naturschutzverbände haben ein drittes Mal Stellung bezogen.
Stellungnahme (PDF)

Naturschutz lehnt Pläne für Baugebiet ab
Unverantwortlich und wider aller Vernunft: Mit solchen Worten senkt der Naturschutz den Daumen über 31 neue Bauplätze auf einer 12 000 Quadratmeter großen Streuobstwiese in Hart.
Schwarzwälder Bote

Schottergärten-Beitrag "Zur Sache Baden-Württemberg"
Am 01.10.2020 hat der SWR in der Sendung "Zur Sache Baden-Württemberg" einen Beitrag zu Schottergärten gebracht. Unter anderem wird das LNV-Video zu Schottergärten vorgestellt und der Vorsitzende Dr. Gerhard Bronner kommt zu Wort:
https://www.swrfernsehen.de/zur-sache-bw/lieber-steinwueste-als-garten-100.html

Neue Rote Liste der Säugetiere: von der Alpenspitzmaus bis zum Zwergwal
Der Zustand vieler Säugetiere in Deutschland hat sich in den vergangenen zehn bis 15 Jahren verschlechtert. Verbesserungen sind für Arten zu verzeichnen, die von gezielten Natur- und Umweltschutzmaßnahmen profitieren. Knapp ein Drittel der Säugetiere in Deutschland ist in seinem Bestand gefährdet. Das sind Ergebnisse der aktuellen Roten Liste der Säugetiere, die das Bundesamt für Naturschutz heute gemeinsam mit dem Rote-Liste-Zentrum (RLZ) vorgestellt hat. Für insgesamt 97 in Deutschland einheimische Säugetiere hatten die Autorinnen und Autoren der nach gut zehn Jahren grundlegend aktualisierten Liste die Bestandssituation und das Ausmaß der Gefährdung ermittelt.
http://idw-online.de/de/news755544

Wie der Maulwurf sein Geschlecht wechselt
Maulwürfe zeigen: Weibchen können sich, wenn es Vorteile hat, bei Bedarf vermännlichen, Hoden bekommen und Testosteron produzieren. Der Weg ist wohl ganz normal in der Natur.
Mehr bei Spektrum

Erste Säuger lebten wie Reptilien
Lange führten die meisten Säugetiere ein Dasein im Schatten der Dinosaurier. Fossile Zähne legen nahe, dass sie auch einen entschleunigten Lebenswandel pflegten.
Mehr bei Spektrum

Giftiger Falter dringt in den Norden der USA vor
An der Ostküste der USA warnen Behörden vor einem giftigen Schmetterling, dessen Raupe ein wenig aussieht wie Donald Trumps Frisur.
Mehr bei Spektrum

Ein Maßnahmenprogramm zum Insektenschutz für Brandenburg
Das Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e. V., das Senckenberg Deutsches Entomologische Institut (SDEI) sowie die Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) arbeiten seit 2019 im Auftrag des Brandenburger Ministeriums für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz (MLUK) an einem "Maßnahmenprogramm Insektenschutz Brandenburg". Das Ergebnis ist ein Katalog von rund 50 Maßnahmen für die Landwirtschaft, weitere Landnutzungsformen wie Forst sowie für kommunale Grünflächen.
http://idw-online.de/de/news755074

Tod bringt Leben
Kadaver sind als Nahrungsquelle vieler Tiere ein wichtiger Baustein der Artenvielfalt. Trotzdem werden sie meistens aus der Natur entfernt. Manche wollen das ändern.
Mehr

Anpassung: Einzelne Störche folgen dem Wetter, Storchpopulationen dem Klima
Einzelne Zugvögel folgen eher den kurzfristigen Wetterbedingungen, während eine ganze Population ihre Wanderbewegungen eher jahreszeitenabhängig sowohl an die Wetter- als auch an die langfristigen Klimabedingungen anpasst. Das hat ein Team von Forschenden aus Deutschland und Israel um den Potsdamer Biologen Guillermo Fandos-Guzman herausgefunden. Dafür haben sie die Wanderung von Weißstörchen über Jahre hinweg mithilfe von GPS-Ortung verfolgt.
http://idw-online.de/de/news754796

Schottergärten sind in Baden-Württemberg ein flächendeckendes Problem
Der Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg (LNV) zeigt in einem neuen Video-Clip, dass Schottergärten im Südwesten weit verbreitet sind. Er widerlegt damit Aussagen des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau, wonach Schottergärten in der Realität kaum vorkämen. Das Video zeigt in knapp 90 Sekunden Fotos von über 1.100 Schottergärten aus ganz Baden-Württemberg. LNV-Aktive hatten sie innerhalb weniger Tage zusammengetragen. In einem Brief an Ministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut fordert der LNV, das Schottergarten-Problem gemeinsam anzugehen.
Mehr

Kippsysteme: 6 tickende Zeitbomben, die unser Klima radikal verändern würden
Das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung beschreibt die Problematik mit folgender Metapher: Schiebt man eine Kaffeetasse ein Stück über den Schreibtischrand, passiert erst nichts. Problematisch wird es, wenn sie einen kritischen Punkt erreicht, an dem sie kippt und abstürzt.
Die Kaffeetasse ist ein Synonym für das Klima. Bisher ist es noch recht stabil. Ein internationales Forscherteam hat jedoch auf der Erde einige „Kippelemente“ identifiziert, die es radikal aus dem Gleichgewicht bringen könnten.
Gut aufbereitet von Quarks (WDR)

Wie umweltfreundlich ist Wasserkraft?
Kleine Wasserkraftanlagen gelten als "grüne" Stromquelle. Doch ihre Bilanz ist oft miserabel - und viele von ihnen sind lebensgefährlich für Fische. Eine Spurensuche.
Mehr

Die Chance für eine globale Ökowende war nie besser
Der erste Biodiversitätsgipfel in der Geschichte der Vereinten Nationen zeigt: Es tut sich etwas beim Schutz von Natur und Klima. Das ist das Verdienst der Wissenschaft.
Mehr

World leaders pledge to save life on Earth
The leaders of 71 countries have pledged to reverse biodiversity loss by 2030. The commitment comes ahead of a major UN biodiversity summit on Wednesday, which will be virtually hosted from New York. "We commit ourselves not simply to words, but to meaningful action and mutual accountability to address the planetary emergency," says the pledge, which is signed by Pakistan’s Imran Khan, Germany’s Angela Merkel, Canada’s Justin Trudeau and the United Kingdom’s Boris Johnson, among others. Leaders from the United States, Brazil, India, Russia and China are notably absent.
The Guardian

How Trump has damaged science
US President Donald Trump’s actions have exacerbated the coronavirus pandemic that has killed more than 200,000 people in the United States, rolled back environmental and public-health regulations and undermined science and scientific institutions. Experts say that many of those deaths were avoidable and some of the harm to science could be permanent. "I’ve never seen such an orchestrated war on the environment or science," says Christine Todd Whitman, who headed the US Environmental Protection Agency under former Republican president George W. Bush.
Nature.com

15.10.2020

Ein paar seltene Falter fliegen den Leuchtturm an
Leider etwas weniger Leute als erhofft beteiligten sich an der kürzlichen NABU-Nachfalter-Leuchtnacht auf dem Großen Warrenberg bei Owingen.
Schwarzwälder Bote

Naturschützer machen mit Video Front gegen Schottergärten
Mit einem Video geht der Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg auf Konfrontationskurs zum Wirtschaftsministerium des Landes. Der Kurzfilm zeigt in knapp 90 Sekunden Fotos von über 1.100 Schottergärten aus dem Südwesten. Damit widerlegt der LNV nach eigenen Worten die Aussage des Ministeriums, Schottergärten kämen in der Realität kaum vor.
Stuttgarter Nachrichten

Entstehung von Arten - Verschobene Wahrnehmung
LMU-Evolutionsbiologen haben an zwei Schmetterlingsarten die genetischen Grundlagen unterschiedlicher Vorlieben bei der Partnerwahl untersucht und fünf beteiligte Gene identifiziert.
http://idw-online.de/de/news755069

Wie die Venus-Fliegenfalle zählt
Die fleischfressende Venus-Fliegenfalle schnappt zu, wenn ein Beutetier sie innerhalb von 30 Sekunden zweimal berührt. Wie das Kurzzeitgedächtnis und die Zählweise dieser Pflanze funktionieren, berichten Forscher in Nature Plants.
http://idw-online.de/de/news755288

Herkunft der berühmtesten Feder Deutschlands geklärt
Stammt sie von einem Dinosaurier oder vom Urvogel Archaeopteryx? Eine neue Untersuchung klärt die Herkunft des ersten bekannten Federfossils.
Mehr

Schattige Plätzchen schützen Schmetterlinge
Je größer und blasser ein Schmetterling, desto besser kann er sich an Klimaveränderungen anpassen. Die Überlebenschancen der Zitronenfalter sind damit besser als die des Admirals.
Mehr

Erstmals Bewusstseinsprozesse im Gehirn von Vögeln nachgewiesen
Durch Messung von Hirnsignalen ist einer Forschungsgruppe der Universität Tübingen erstmals der neurowissenschaftliche Nachweis gelungen, dass Rabenvögel über subjektives Erleben verfügen. Bisher konnte diese Art des Bewusstseins nur bei Menschen und anderen Primaten nachgewiesen werden, die über völlig anders aufgebaute Gehirnen verfügen als Vögel.
http://idw-online.de/de/news754549

LNV begrüßt MLR-Handreichung zum Extensiven Grünland
Seit Jahren drängt der Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg (LNV), die Förderung von extensivem Grünland zu vereinfachen und für transparente Kriterien zu sorgen. Insbesondere die Berechnung der förderfähigen landwirtschaftlichen sogenannten „Bruttofläche“ hat enormes Konfliktpotential. Das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg (MLR) gibt nun in einer Handreichung wichtige Hinweise für die Praxis. Der LNV erhofft sich, dass damit die Kooperation von Betrieben mit dem Naturschutz erleichtert wird.
Mehr

In Wäldern nicht aufräumen
Bitte nicht stören: Nach Waldbränden, Borkenkäferbefall oder anderen Schädigungen sollte in den betroffenen Wäldern nicht aufgeräumt werden. Das schreibt ein Forschungsteam in "Nature Communications".
http://idw-online.de/de/news754636

Agroforstwirtschaft weltweit und in Europa
Patrick Worms, Präsident der European Agroforestry Federation, hält einen sehr interessanten Vortrag im Rahmen der Ökofeldtage 2019in Frankenhausen.
https://www.youtube.com/watch?v=sSvaR79YI8w

Erhebungen an "coolen" Standorten möglicherweise irreführend
Die Daten, die von Citizen-Science-Initiativen, Museen und Nationalparks gesammelt werden, sind eine wichtige Basis für die Erforschung des Biodiversitätswandels. Doch die gewählten Standorte sind oftmals nicht repräsentativ und können zu falschen Schlüssen über den Wandel der Biodiversität führen. In ihrer Studie fordern Forscher des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv), der Universität Leipzig (UL) und der Martin-Luther-Universität Halle Wittenberg (MLU) eine objektivere Auswahl von Standorten und bessere Schulungsangebote für Bürgerwissenschaftler.
http://idw-online.de/de/news754952

AgoraNatura startet: Deutschlands erster unabhängiger Marktplatz für zertifizierte Naturschutzprojekte
Unternehmen und Privatpersonen können sich ab dem 30. September 2020 unter https://agora-natura.de/ an der Finanzierung und Durchführung vielfältiger Naturschutz-projekte beteiligen. Schon durch kleine Investitionen können beispielsweise Streuobstwiesen erhalten, wertvolles Ackerland entwickelt oder Schutzflächen für bestimmte Tierarten eingerichtet werden.
http://idw-online.de/de/news755053

Das Pantanal brennt lichterloh
Brände im Pantanal haben doppelt so viel Fläche vernichtet wie die Waldbrände in Kalifornien. Forscher fürchten, dass sich das seltene Ökosystem nicht erholen wird.
Mehr

In Deutschland ist noch kein Kind an einer Schutzmaske gestorben
Maskenkritiker erfinden tote Kinder, um gegen den Mund-Nasen-Schutz Stimmung zu machen, in gut gemeinten Ratschlägen werden Hausmittelchen propagiert. Wir ordnen Corona-Mythen ein.
Mehr

09.10.2020

Weißstorch-Projekt Weildorf: Baubeginn rückt in greifbare Nähe
Die Vorbereitungen für das in Weildorf geplante Storchennest sind schon weit gediehen. Der Mast liegt bereits am geplanten Standort in Verlängerung der Lehgasse. Ein Spendenkonto gibt es jetzt auch. Mehr dazu im
Schwarzwälder Boten

Klimawandel bedroht Brutvögel
Insektenfressende Vögel riskieren den Hungertot, wenn sie wegen der Erderwärmung früher anfangen zu brüten
http://idw-online.de/de/news754620

Hoch fliegende Kolibris erstarren nachts
Kolibris brauchen viel Energie und kühlen dennoch rasch aus, weil sie sich so viel bewegen. Um die Nächte in den hohen Anden zu überleben, werden sie zu kleinen Eiswürfeln.
Mehr

Wie Fledermäuse mit der Erderwärmung Schritt halten
Viele Tierarten verändern aufgrund der Erderwärmung aktuell ihre Verbreitungsgebiete. Die zugrunde liegenden Mechanismen sind bisher wenig bekannt, insbesondere bei Säugetieren. Ein internationales Wissenschaftlerteam fand nun heraus, dass beim Großen Abendsegler, einer der größten einheimischen Fledermausarten, die Besiedlung weiter nördlich gelegener Überwinterungsgebiete über aufeinanderfolgende Generationen von Jungtieren – insbesondere jungen Männchen – erfolgt.
http://idw-online.de/de/news754619

Ohne Seeotter wirkt der Klimawandel schlimmer
Seeotter sind nicht nur putzig. Sie spielen eine Schlüsselrolle in Meeresökosystemen. Wenn sie fehlen, sind die Folgen katastrophal.
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Menschen retteten dutzende Arten vorm Aussterben
Es gibt sie noch, die guten Nachrichten. Dank intensiver Bemühungen retteten Artenschützer rund 30 Vogel- und Säugetierarten vor dem Aus – auch in Europa.
Mehr

Alter Wald statt neue Straßen
Der Dannenröder Wald ist in sehr großer Gefahr. Der rund 250 Jahre alte, gesunde Laubmischwald in Hessen versorgt gemeinsam mit dem Herrenwald eine halbe Million Menschen mit sauberem Trinkwasser. Ab 1. Oktober soll er teilweise fallen – für den Bau der Autobahn 49. Der Plan ist, den Wald in zwei Teile zu teilen, ihn zu durchschneiden für die Schnellstraße. Die Folgen für das gesamte Ökosystem wären verheerend und nicht wiedergutzumachen.
Mehr beim BUND

Artenschutz - Freihandel – Zement
Bettina Behrend von Rettet den Regenwald e.V. schreibt: Wir teilen uns die Erde mit Millionen Tier- und Pflanzenarten – und leben so, als gehöre der Planet uns Menschen allein. Weil wir wenig Rücksicht auf die Natur nehmen, könnten ungezählte Arten innerhalb weniger Jahrzehnte aussterben. Wir müssen dringend handeln, um das Artensterben zu verhindern.
Mehr im Regenwald-Newsletter

Bird-song benefits from the 'anthropause'
Songbirds in San Francisco, California, sang at lower volumes during the time people stayed home because of COVID-19. The urban birds' calls became higher quality, too, because they were not fighting to be heard. "The songs didn’t change as much as we predicted — they changed even more," said behavioral ecologist Liz Derryberry . "It highlights just how big of an effect noise pollution has."
National Geographic

01.10.2020

Weißstorch-Projekt des NABU Haigerloch-Rangendingen
Bevor mit der Nisthilfe in Weildorf das "zweite Kapitel" aufgeschlagen wird, wurde ein Kurzbericht über die erste Nisthilfe in Hart fertiggestellt.
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Flächennutzungsplan 2035 der Verwaltungsgemeinschaft Hechingen-Jungingen-Rangendingen
Es fällt auf: Im gesamten Planungsbereich gibt es fast keine Siedlungsfläche mehr ohne landschaftspflegerische oder landschaftsökologische Bedeutung. Somit ist eine weitere Entwicklung von Siedlungs- und Gewerbeflächen nur noch mit z.T. umfangreichen Ausgleichsmaßnahmen überhaupt möglich. Welche Konsequenzen daraus gezogen werden sollten und wie man mit der Verwendung veralteter Zahlen einen falschen Bedarf errechnet, zeigt die Stellungnahme der Naturschutzverbände.
Stellungnahme

NABU fordert Stopp des Flächenfraßes
"In der Politik muss sich endlich auf allen Ebenen, auch bei den Kommunen, die Erkenntnis durchsetzen, dass wir mit der Ressource Boden und Landschaft besser haushalten müssen, und nicht mehr beliebig neue Siedlungs- und Verkehrsflächen schaffen dürfen", fordert die Hechinger NABU-Gruppe und setzt sich für eine stärkere "Innenentwicklung" ein.
Schwarzwälder Bote

Schönes Wetter sorgt für viele Jungstörche im Kreis Sigmaringen
2020 war ein gutes Jahr für die Störche in der Region. Vor allem im Kreis Sigmaringen haben sich die Vögel gut vermehrt, sagte die Storchenbeauftragte des Regierungspräsidiums Tübingen dem SWR.
SWR aktuell

Volksbegehren mit neuem Gesetz am Ziel
Der Landtag verabschiedete die Änderungen des Naturschutzgesetzes sowie des Landwirtschafts- und Landeskulturgesetzes. Mit dem neuen Gesetz hat das Land Rettungsringe für Insekten, Agrarvögel und andere bedrohte Arten ausgeworfen.
Mehr beim NABU-BW

Klassenzimmer voller Pflanzen: für einen "natürlichen" Neustart an Schulen
Wie kann ein sicherer Schulstart im Herbst ermöglicht werden? An der Fakultät für Bildungswissenschaften der Freien Universität wird derzeit gemeinsam mit Südtiroler Schulen ein Modell getestet, das Abstandsregeln garantieren und eine einladende Atmosphäre in den Klassenzimmern gewährleisten soll. Im Mittelpunkt des kostengünstigen und pädagogisch wertvollen Vorschlags steht der Einsatz von Pflanzen.
http://idw-online.de/de/news751577

Stammbaum der Vögel besser aufgelöst
Forscher*innen um Manfred Gahr vom Max-Planck-Institut für Ornithologie in Seewiesen haben die Verwandtschaftsverhältnisse der Vogelfamilien auf der Erde untersucht und konnten erstmals die Verwandtschaftsbeziehungen aller Familien der Nicht-Sperlingsvögel und fast aller Familien der Sperlingsvögel aufklären. Der neue Stammbaum basiert auf Genabschnitten, die nicht für Proteine kodieren, aber Sequenzen enthalten, die jeweils spezifisch sind für die Familien und deren Gattungen.
http://idw-online.de/de/news752330

Buch zu Vereinbarkeit und Konflikt von Klima- und Artenschutz am Beispiel des Fledermausschutzes in Wind
Windenergieanlagen verursachen in Deutschland eine hohe Zahl an Schlagopfern bei Fledermäusen, die potenziell zur Gefährdung der unter Naturschutz stehenden Arten führen können. Ein wirksamer Fledermausschutz ist daher für die Umsetzung einer ökologisch-nachhaltigen Energiewende, die die Ziele des Klimaschutzes als auch den Biodiversitätsschutz berücksichtigt, notwendig. Das von Christian Voigt (Leibniz-IZW) herausgegebene Buch "Evidenzbasierter Fledermausschutz in Windkraftvorhaben" fasst den wissenschaftlichen Kenntnisstand zu diesem Thema zusammen, präsentiert neue Ergebnisse und eröffnet Perspektiven für Lösungsansätze für diesen grün-grünen Konflikt.
http://idw-online.de/de/news753613

Dürre in Europa: Weniger CO2 wird gebunden und Ernten fallen schlechter aus
Das Netzwerk zur Beobachtung von Treibhausgasen ICOS zeigt, wie Natur und Ernte in Europa auf die extrem trockenen Bedingungen in den letzten drei Sommern 2018 bis 2020 reagiert haben. Die Ergebnisse, zeigen, dass 2018 die Kohlenstoffsenken um 18 Prozent zurückgegangen sind und es die niedrigsten Ernteerträge seit Jahrzehnten gab. Die Fachleute erwarten, dass extrem heiße und trockene Sommer aufgrund des Klimawandels in Zukunft viel häufiger auftreten werden. Dies ist bereits jetzt sichtbar, denn der vergangene Sommer ist der dritte extrem heiße Sommer in Folge.
http://idw-online.de/de/news753821

Climate Engineering: Prognosen von Klimamodellen oft zu einseitig
Der Klimawandel gewinnt für Politik und Öffentlichkeit immer mehr an Bedeutung. Viele ambitionierte Klimapläne verlassen sich jedoch auf gezielte Eingriffe ins Klimageschehen, deren Risiken nur unzureichend verstanden werden. In einer neuen Publikation beschreiben IASS-Forscher, wie Klimamodelle zu "Best-Case-Szenarien" tendieren. Sie warnen, dass eine verzerrte Wahrnehmung der Chancen von Climate-Engineering-Technologien die Trägheit von Politik und Industrie beim Klimaschutz verstärken könnte. Um diesem Trend entgegenzuwirken, empfehlen sie eine stärkere Einbindung von Interessengruppen und eine klarere Kommunikation der Voraussetzungen und Grenzen von Klimamodellen.
http://idw-online.de/de/news753759

Wie retten wir Europas letzte Urwälder?
Nur um 1 % müssten die Waldschutzgebiete Europas ausgeweitet werden, um die meisten verbliebenen europäischen Urwälder zu schützen. Das hat ein internationales Forscherteam unter Leitung des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv), der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) und der Humboldt-Universität zu Berlin (HU) errechnet. Die in der Zeitschrift Diversity and Distribution veröffentlichte Studie erfasst erstmals europaweit die Verbreitung und den Schutzstatus der letzten weitestgehend unberührten Wälder. Sie zeigt, wo dringender Handlungsbedarf zur Erhaltung besteht und liefert wertvolle Informationen zur Umsetzung der neuen EU-Biodiversitätsstrategie.
http://idw-online.de/de/news754154

Studie zu Toxizität: Produkte aus "Bioplastik" keine unbedenkliche Alternative
Sogenanntes "Bioplastik" gilt als umweltfreundliche Alternative zu konventionellen, erdölbasierten Kunststoffen. Es kann aus nachwachsenden Rohstoffen gewonnen werden oder kompostierbar sein oder sogar beides. Aber sind diese Biomaterialien weniger bedenklich als herkömmliches Plastik, was ihre chemische Zusammensetzung betrifft? Nein, lautet das Ergebnis der bisher umfassendsten Laborstudie dazu, die heute in der Zeitschrift Environment International erschienen ist.
http://idw-online.de/de/news754259

Der Abwärtstrend der biologischen Vielfalt ist umkehrbar
Die Politik muss in den kommenden Jahrzehnten alles daran setzen, die noch bestehenden natürlichen Lebensräume zu schützen, viele bereits verloren gegangene wiederherzustellen und vor allem die Ernährungsgewohnheiten und Nahrungsproduktion nachhaltig zu gestalten. Nur so sei der Verlust der biologischen Vielfalt bis 2050 oder früher zu stoppen. Dieses Rezept haben Wissenschaftler mithilfe von Modellen errechnet.
http://idw-online.de/de/news753892

Das EU-Mercosur Freihandelsabkommen steht in direktem Widerspruch zum European Green Deal
Die Europäische Union erwägt weiterhin, das Freihandelsabkommen mit Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay, dem so genannten Mercosur-Block, zu unterzeichnen. Gleichzeitig entfernt sich mit Brasilien einer der größten Handelspartner immer weiter von den Zielen des Pariser Klimaabkommens, das u.a. eine Reduktion der Entwaldung vorsieht. Ein internationales Forscher*innen-Team mit Beteiligung der HU Berlin, der Senckenberg Gesellschaft und des UFZ hat unter Leitung der Universität Oxford den Vertragsentwurf unter die Lupe genommen. Dabei zeigt sich: Das Abkommen steht in vielen Punkten in klarem Gegensatz zum European Green Deal und widerspricht einer Reihe von Nachhaltigkeitskriterien.
http://idw-online.de/de/news753850

Bacteria caused mass elephant deaths
The mysterious deaths of at least 330 elephants in Botswana this year was caused by cyanobacteria-infected water, say wildlife officials. There are still many unanswered questions, including why only elephants seem to have been affected and why this mostly occurred in one region. Botswana is one of the last strongholds of the African elephant (Loxodonta africana), with a population of around 130,000 animals.
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Heroes of the harpy
Brazil-nut collectors, land owners and tourism providers are among the groups helping scientists to find a sustainable path to save Brazil’s harpy eagles (Harpia harpyja). The spectacular birds — whose talons can be larger than a grizzly bear’s claw — once ranged southern Mexico to northern Argentina. "We’re burning the world’s most biodiverse forest to raise a few skinny cows," says biologist Everton Miranda. "To stop deforestation, we need to find a smart way of integrating the Amazon with the global economy."
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26.09.2020

Kritik an geplanter Beschneidung von Beteiligungsrechten
In ihrer gemeinsamen Stellungnahme zur Änderung des Straßengesetzes für Baden-Württemberg kritisieren BUND, LNV und NABU, dass der Entwurf nicht darauf ausgerichtet ist, die negativen Verkehrsfolgen des Straßenbaus insbesondere durch motorisierten Individualverkehr (MIV) und Straßengüterverkehr zu mindern, etwa den CO2-Ausstoß. Vielmehr ist geplant, Einspruch- und Beteiligungsrechte der Bürgerschaft einzuschränken, ein demokratischer Rückschritt.
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Klimawandel: Extreme Dürreperioden in Mitteleuropa werden voraussichtlich zunehmen
Die Häufigkeit und das Ausmaß außergewöhnlicher, aufeinanderfolgender Sommer-Dürren dürften bis zum Ende des Jahrhunderts in Mitteleuropa zunehmen, wenn die Treibhausgasemissionen nicht reduziert werden. Das zeigt eine Studie unter Leitung von Wissenschaftlern des UFZ, die jetzt in der Fachzeitschrift Scientific Reports veröffentlicht wurde.
http://idw-online.de/de/news752300

Statusdenken in der Mittelschicht als Klimakiller
Die Menschen kaufen, was sie brauchen, und mit zunehmendem Einkommen vergrößern sie ganz zwangsläufig ihren Energieverbrauch und den CO₂-Fußabdruck: Nach dieser Logik erscheint vor allem in Schwellenländern wirksamer Klimaschutz kaum möglich. Doch das Bild wird durch eine neue Studie relativiert – wonach der Konsum nicht nur vom Bedarf bestimmt wird, sondern auch vom Wunsch, bei Statussymbolen mit den Nachbarn mitzuhalten und sie möglichst zu übertrumpfen.
http://idw-online.de/de/news753680

Über 160 Subventionen schaden der Biodiversität in der Schweiz
Mit über 160 Subventionen aus unterschiedlichen Bereichen werden nicht nur politische Ziele verfolgt, sondern sie beeinträchtigen auch die Biodiversität, wie Forschende der Eidg. Forschungsanstalt WSL und des Forums Biodiversität der Akademie der Naturwissenschaften Schweiz in ihrer am Montag veröffentlichen Studie zeigen. Dabei hat sich die Schweiz im Rahmen der Biodiversitätskonvention verpflichtet, biodiversitätsschädigende Subventionen bis 2020 anzupassen oder abzuschaffen.
http://idw-online.de/de/news752931
Wetten, dass das auf Deutschland übertragbar ist ...?

Neue Studie zeigt: Weniger Ernte aufgrund von Insektensterben
Sarah Wiener und die Deutsche Umwelthilfe e.V. hat ein Update zur Petition "Stoppt das Bienensterben! Wir brauchen eine andere Art von Landwirtschaft!" veröffentlicht: Eine neue Studie US-amerikanischer und kanadischer Forscher*innen zeigt: In den großen Anbaugebieten Nordamerikas bestäuben Insekten mittlerweile Apfel-, Heidelbeer- und Kirschblüten nicht mehr ausreichend. Dies hat zur Folge, dass die Ernten dort schrumpfen. Das zeigt erneut, wie sehr wir auf die Bestäuber angewiesen sind.
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Bildung alleine reicht nicht: Der Naturschutzpolitik gelingt es zu selten, das Verhalten der Menschen zu ändern
Es ist ein bekanntes Problem: Zu selten führt das, was Politikerinnen und Politiker an Initiativen, Empfehlungen oder Strategien auf dem Gebiet des Naturschutzes verkünden, dazu, dass die Menschen ihr Alltagsverhalten wirklich ändern. Ein deutsch-israelisches Forscherteam unter Führung des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) und des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) hat sich mit den Gründen befasst. Demnach nutzen die von der Politik vorgeschlagenen Maßnahmen die Bandbreite der möglichen Verhaltenseingriffe nicht genügend aus und benennen zu selten die eigentlichen Zielgruppen, schreiben sie im Fachmagazin Conservation Biology.
http://idw-online.de/de/news753299

We’ve saved up to 48 species since 1993
Conservation efforts have saved up to 48 bird and mammal species from extinction since 1993, when the UN Convention on Biological Diversity came into force. The Iberian lynx, California condor and pygmy hog are among those that have been saved. Researchers estimate that extinction rates would have been three to four times greater without conservation action. Many of the species are still endangered. "This is a call to action," says study co-leader Phil McGowan. "The loss of entire species can be stopped if there is sufficient will to do so."
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Huge decline in abundance of life on Earth
Wildlife populations plunged by 68% between 1970 and 2016, and only 25% of the planet can still be considered 'wilderness'. The grim numbers come from a report by wildlife charity WWF and the Zoological Society of London (ZSL), based on global data on 20,811 populations of 4,392 vertebrate species. Worst hit is Latin America and the Caribbean, where the animal population dropped by an average of 94% during that period. Food production is the biggest driver of nature loss, says the report, with about half of the world’s habitable land area already used for agriculture. "We are wrecking our world — the one place we call home — risking our health, security and survival here on Earth," says WWF chief executive Tanya Steele.
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17.09.2020

Aktuelles aus dem Naturschutzbüro
Wie in jedem Jahr im Sommer und vor Weihnachten waren einige Planungsbüros vor den Ferien fleißig und haben noch schnell vor ihrem eigenen Urlaubsantritt Unterlagen zur Stellungnahme fertiggestellt und verschickt, so dass erneut Fristen mitten in die Urlaubszeit gelegt wurden. Das ist weiterhin sehr ärgerlich - wir waren jedoch trotzdem in der Lage, allein 9 Stellungnahmen ehrenamtlich zu bewältigen.
Auch die AG Schmetterlinge war fleißig, es konnten wieder einige Arten zum ersten Mal im Kreis nachgewiesen werden – diese und weitere neue Fotos auf der Homepage.
zuletzt bearbeitete Seiten

Der Storch gehört nach Weildorf
Bei einer Ortsbegehung fahndeten der Weildorfer Ortschaftsrat nach einem guten Standort für ein Storchennest in Weildorf.
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27.08.2020: 50 Millionen Vogelbeobachtungen in ornitho.de und ornitho.lu!
Eine Wiesenschafstelze bei Hannover wurde heute um 9:27 Uhr als 50-millionste Beobachtung bei ornitho.de und ornitho.lu gemeldet. Als das Portal im Herbst 2011 startete, hat wohl niemand mit einer solchen Entwicklung gerechnet. Vielen Dank an alle, die dazu beigetragen haben – neben Ihnen als Melderinnen und Melder vor allem an das Team von Biolovision!
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Pabulatrix pabulatricula: Seltener Nachtfalter entdeckt
Ein Eichenwald in Unterfranken hat für eine kleine Sensation in der Zoologie gesorgt: Dort wurde ein Nachtfalter entdeckt, der als ausgestorben galt.
http://idw-online.de/de/news752381
Was in der Zeitung steht, muss deshalb nicht unbedingt stimmen. Die AG Rheinisch-Westfälischer Lepidopterologen mahnt etwas sorgfältigere Recherche an:
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Health is reason enough to axe fossil fuels
The toxic effects of air pollution are so bad that moving from fossil fuels to clean energy would pay for itself in health-care savings and productivity gains — even if climate change didn’t exist. A model presented to the US government by earth scientist Drew Shindell predicts that over 20 years, aggressive decarbonization could save around 1.4 million lives in the United States alone that would otherwise be lost to air pollution. The shocking numbers arise from huge data sets being generated in the United States, China and other countries. "The air-quality scientific community has hypothesized this for at least a decade, but research advances have let us quantify and confirm this notion, over and over," says air-quality researcher Rebecca Saari. "The air quality 'co-benefits' are generally so valuable that they exceed the cost of climate action, often many times over."
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How each person can fight climate change
Six scientists and policy analysts share ways that individuals can help to save the world. They discuss the need to make emotionally restorative personal choices and emphasize the importance, where it is feasible, of pushing leaders to prioritize green policies. "Reducing your carbon footprint via climate-friendlier lifestyle choices is certainly important," says climatologist Michael Man. "But the most important thing you can do is demand policy action and systematic change."
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10.09.2020

Wie die Landwirtschaft ins Ammertal einzog
Forschungsprojekt erstellt geoarchäologisches Archiv der ersten Mensch-Umwelt Interaktionen in Tübinger Region: Landschaft wandelte sich vom Feuchtgebiet zur Flussaue und zog Siedler an.
http://idw-online.de/de/news751931

Nisthilfen für Insekten – wenn schon, dann richtig!
Tapezieren Sie zuerst Wände und machen einen Großputz, wenn sie ins Hotel kommen? So falsch wie der Name "Wildbienenhotel" ist, so zahlreich sind die Beispiele für völlig ungeeignete Wildbienen-Nisthilfen, die in Baumärkten zu kaufen bzw. im Internet oder in der Presse zu finden sind. So auch erst dieser Tage wieder in den Berichten über den Kräuterpfad in Harthausen oder noch schlimmer mit der riesigen Baumscheibe vom Golfplatz Hausen a.T.
Weiterhin werden zweifelhafte "Bastel-Vorlagen" den ebenfalls reichlich im Internet oder in Büchern veröffentlichten Empfehlungen von Fachleuten vorgezogen. Was man falsch machen kann und wie's richtig ist, zeigt z.B. die äußerst informative Seite von Paul Westrich. Warum also nicht z.B. bei "Verbesserung der Nistmöglichkeiten" einsteigen?
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Schottergärten-Verbot in Baden-Württemberg – und viele Fragen offen
In Baden-Württemberg sind neue Schottergärten ab sofort verboten. Aber was passiert mit den steinigen Vorgärten, die schon da sind? Weg damit oder stehenlassen? Darüber streiten sich das Umwelt- und das Wirtschaftsministerium. Letztlich werden das wohl die Gerichte klären müssen.
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Salat vom Schulhof: temporäre Gemüsegärten für Grundschulklassen
So unkompliziert und doch so eindrücklich kann Gärtnern sein: Ein Projekt der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT) bringt temporäre Salatbeete in Grundschulen. Gemeinsam mit ihrer Lehrkraft pflanzen Schülerinnen und Schüler Salatjungpflanzen in smart improvisierte Pflanzgefäße, verfolgen ihr Wachstum und ernten schließlich das frische Gemüse. Die Lehrkraft braucht jenseits der Schulstunden keine Zeit für das Beet aufzuwenden - die Bewässerungstechnik der "temporären Schulgärten" stellt die Versorgung der Pflanzen automatisch sicher.
http://idw-online.de/de/news752010

Zahl der Tiger hat sich verdoppelt
Neueste Zählungen machen Hoffnung für die bedrohten Großkatzen: Die Zahl wild lebender Tiger ist in den vergangenen Jahren auf annähernd 3000 geklettert.
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Erster Brutnachweis: Zistensänger brüten erfolgreich im Saarland
In den vergangenen Jahren konnte die Liste der Brutvogelarten Deutschlands um Brillengrasmücke und Kappenammer erweitert werden. Die Brutnachweise dieser nur sehr selten in Deutschland zu beobachtenden Arten kamen völlig überraschend. Nun kam es bei einer weiteren südlich verbreiteten Art zu einer ersten Brut für Deutschland. Im Saarland wurden in gleich zwei Nestern des Zistensängers Jungvögel flügge.
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Zwischen Hai und Rochen: Der evolutionäre Vorteil der Meerengel
Meerengel sind Haifische, gleichen mit ihrem eigentümlich flachen Körper aber eher Rochen. Den Ursprung dieser Körperform hat jetzt ein internationales Forschungsteam um Faviel A. López-Romero und Jürgen Kriwet vom Institut für Paläontologie untersucht. Die Ergebnisse veranschaulichen, wie diese Haie sich zu hochspezialisierten, ausschließlich am Boden lebenden Lauerjägern entwickelten und tragen so auch zu einem besseren Verständnis ihrer Bedrohung durch Umweltveränderungen bei.
http://idw-online.de/de/news752158

Käfer entkommt durch Verdauungstrakt
Wenn ein Käfer von einem Frosch gefressen wird, sieht es für ihn erst mal düster aus. Doch die Tiere haben eine kreative Strategie entwickelt, wie sie die missliche Lage überleben.
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Rückgang der Artenvielfalt durch Habitatverluste unterschätzt
Mittlerweile ist es auch in der Politik angekommen: Um das Aussterben von Tieren und Pflanzen zu verringern, müssen deren Lebensräume geschützt und wiederhergestellt werden. Doch die entsprechenden politischen Maßnahmen stützen sich oft auf Vorhersagen durch ein einfaches theoretisches Modell, das beschreibt, wie sich die Artenzahl im Verhältnis zum vorhandenen Lebensraum verändert. Eine neue Studie im Fachmagazine Nature zeigt nun, dass dieses Standard-Modell unterschätzt, wie viele Arten tatsächlich auf lokaler Ebene aussterben.
http://idw-online.de/de/news751738

Die Mauersegler läuten den Vogelzug im Südwesten ein
Als erster Zugvogel ist der Mauersegler nun Richtung Afrika aufgebrochen, um südlich der Sahara zu überwintern. Er hatte in Nord- und Mitteleuropa gebrütet und verlässt jetzt seine Sommerresidenz, da die Tage kürzer werden und das Nahrungsangebot schwindet.
Mehr beim NABU-BW

Ab Ende Juli schlüpfen sie wieder
Ihr Name ist trügerisch. Die Gottesanbeterin ist kein bisschen fromm. Mit ihren vor der Brust wie gefaltet aussehenden Vorderbeine wartet sie geduldig auf ein Insekt. Bis Oktober haben Sie die Chance ein Exemplar zu entdecken.
Mehr beim BUND-BW

Insektensommer eröffnet die Schmetterlings-Runde
Der zweite Zählzeitraum des Insektensommers startet diesen Freitag und rückt bis zum 9. August die Sommerarten der Sechsbeiner in den Mittelpunkt. Wer sich an einem warmen, sonnigen Tag auf die Suche begibt, kann mit etwas Glück und Geduld viele Insekten entdecken. Besonders im Fokus stehen dieses Mal mit der Ackerhummel und der Blauen Holzbiene zwei dicke Brummer, die man nicht übersehen kann. Hinzu kommen Blaugrüne Mosaikjungfer, Grünes Heupferd, Siebenpunkt-Marienkäfer und Streifenwanze sowie zwei Schmetterlingsarten – Tagpfauenauge und Kleiner Fuchs.
Mehr beim NABU-BW

Jetzt Verlust von Lebensräumen stoppen
Mit jeder Wiese, jedem Feld, jedem Wald, der für Neubaugebiete und Straßen verschwindet, geht Lebensraum verloren. Diesen Herbst hat der Bundestag die Chance, etwas dagegen zu tun – mit der Novellierung des Baugesetzbuches. Statt wie von Innenminister Seehofer gewünscht die Regeln für Bauprojekte "auf der grünen Wiese" weiter aufzuweichen, muss das Parlament den Flächenverbrauch stoppen.
Jetzt eine Nachricht an den Bundestag schicken

Schottergärten - Nein danke!
Trotz Klimakrise und Artensterben verschwinden immer mehr Grünflächen unter Beton, Steingabionen und Kies. Der LNV hat aktuell einen Infoflyer und weitere Informationen zusammengefasst.
Mehr beim LNV

Klimaneutrale Industrie erfordert konsequenten Ausbau Erneuerbarer Energien
Die Energiewende ist ein entscheidender Schlüssel auf dem Weg in eine klimaneutrale Zukunft. Insbesondere die Transformation der energieintensiven Grundstoffindustrie erfordert große Mengen an Strom aus regenerativen Quellen. Um die Entwicklung einer klimaneutralen Industrie zu fördern, muss daher der Ausbau Erneuerbarer Energien vorangetrieben werden – und das bei wettbewerbsfähigen Strompreisen.
http://idw-online.de/de/news751883

Hunderte Tonnen Methan entweichen aus stillgelegten Bohrlöchern
Das Fördern von Erdöl und Erdgas hat Folgen: Im Umfeld alter Bohrungen tritt Methan aus. Dadurch gibt die Nordsee deutlich größere Mengen des Treibhausgases frei als angenommen.
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Feinstaub sorgt für vorzeitige Todesfälle
Luftverschmutzung macht krank und kann töten. Über den Zusammenhang herrscht breiter medizinischer Konsens. Eine Untersuchung liefert nun den bisher umfassendsten Beleg dafür.
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Keine schmutzigen Deals auf Kosten des Regenwaldes!
Die Zerstörung von Brasiliens Wäldern für riesige Rinderweiden und Soja-Plantagen nimmt kein Ende. Doch anstatt skrupellose Machthaber wie Präsident Jair Bolsonaro in ihre Schranken zu weisen, möchte die Bundesregierung das sogenannte EU-Mercosur-Abkommen vorantreiben. Das geplante Freihandelsabkommen öffnet dem Agrarhandel weiter Tür und Tor und lässt Bolsonaros Anhängern in der Agrarindustrie freie Hand, die illegale Naturzerstörung ungebremst fortzuführen. Giovane Elber und die Deutsche Umwelthilfe sammeln Unterschriften ...
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"Man muss genau schauen, wo man Steine hinwirft"
Umweltaktivisten versenken seit Tagen Steinblöcke in der Ostsee. "Man kann das wohl eher als symbolischen Akt betrachten", sagt der Fischereibiologe Christian von Dorrien.
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Gemeinde Mals streitet für eine Landwirtschaft ohne Pestizide
Ganz Europa versprüht industriell hergestellte Pestizide auf den Äckern, Wiesen und Obstplantagen. Ganz Europa? Nein! Ein kleines Dorf im Vinschgau hört nicht auf, Widerstand gegen den massiven Einsatz von Glyphosat und anderen Pestiziden zu leisten. Für den Mut und die Beharrlichkeit vieler Menschen in Mals wird die Südtiroler Gemeinde am 8. Oktober mit dem EuroNatur-Preis 2020 ausgezeichnet.
Mehr bei euronatur.org

Mosel-Region rüstet sich für den Klimawandel
Heißere Sommer und Starkregenereignisse: Die Universität Trier und die Kommune Traben-Trarbach unterstützen im Projekt "Mosel-AdapTiV" Anpassung in Weinbau und Tourismus.
http://idw-online.de/de/news751564

ITER nuclear-fusion project starts assembly
The world’s biggest nuclear-fusion project, ITER, has entered its five-year assembly phase in Saint Paul-lez-Durance, southern France. When completed, the multibillion-euro facility will aim to show that fusing hydrogen nuclei to make helium — the same process that heats up the Sun and powers hydrogen bombs — is a viable way to produce electricity. Although there are still many technical hurdles to overcome, "it’s a hugely exciting phase of the project to be in," says Ian Chapman, chief executive of the UK Atomic Energy Authority. "Most of us came to fusion to change the world — to make a massive difference to how we provide clean energy to future generations. We all know that we need ITER to succeed."
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Weird immunity allows anglerfish to mate
Genetic analysis has shed light on the notoriously bizarre mating ritual of the anglerfish. When these deep-sea fish mate, the male fuses its tissues with those of the much-larger female. For decades, scientists have been puzzled about how individuals are able to merge without triggering an immune response. Now, genetic tests on museum specimens and preserved anglerfish have shown that species that fuse to their mates lack genes that are important for the formation of key parts of the immune system. "It’s been an enigma, and it’s wonderful to think that we’ve finally got an answer," says evolutionary biologist Ted Pietsch.
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06.08.2020

Bebauungplan in Hart: Alles im Dienste der Natur
Die Erschließung von neuen Bauplätzen in Harter Gebiet "Hinter Gärten" wird zu einer großen Herausforderung. Wohl noch nie gab es in der ganzen Stadt ein Baugebiet, in dem in derart aufwändigen Dimensionen dem Naturschutz Rechnung getragen werden muss.
Mehr beim Schwarzwälder Boten

Das Wort "Schwalbenplage" löst Welle der Empörung aus
Ein Missverständnis, eine leichtfertig hingeschriebene Überschrift? Mitunter kann ein unbedacht verwendeter Begriff einen "Rattenschwanz" von Reaktionen auslösen. Da hilft nur nachrecherchieren und erklären ...
Hohenzollerische Zeitung

Der dickste Papagei der Welt feiert sein Comeback
Eben noch waren Neuseelands Kakapos im Liebesrausch, schon drohte eine Seuche sie dahinzuraffen. Es folgten Ambulanzflüge, Blutprobenentnahmen und tägliche Fütterung.
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Vollständigster Fossilfund aus der Frühzeit der Eulenevolution beschrieben
Senckenberg-Wissenschaftler Gerald Mayr hat mit Kollegen aus Belgien und den USA eine neue fossile Eulenart beschrieben. Das Skelett von Primoptynx poliotauros ist das älteste in dieser Vollständigkeit erhaltene Fossil einer Eule. Der Fund gibt erstmals Einblicke in die Lebensweise der frühesten Eulen. Ähnlich wie Habichte und Adler, aber anders als heutige Eulen, tötete die sehr große Ur-Eule ihre Beute vermutlich nicht mit ihrem Schnabel, sondern mit den Krallen ihrer Füße.
http://idw-online.de/de/news751785

Wenn die Wölfe vor der Türe stehen
Der Wolf ist zurück. Doch wie geht die Gesellschaft damit um? Diese Frage haben sich Forscherinnen und Forscher aus ganz Europa gestellt – die Europäische Ethnologie der Uni Würzburg hat nun daraus ein aktuelles Buch verfasst.
http://idw-online.de/de/news751780

Jonah’s Mausmaki: Forscherteam entdeckt in Madagaskar neue Primatenart
Ein Zusammenschluss von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus sechs Ländern hat in Madagaskar eine neue Mausmaki-Art entdeckt. Das Forscherteam untersuchte die Diversität von Mausmakis in den Regenwäldern Nordost-Madagaskars. Der Verlust ihres Lebensraumes bedroht die Artenvielfalt.
http://idw-online.de/de/news751756

Vogelflug: So energiesparend fliegt sonst keiner
Davon kann die Luftfahrtindustrie nur träumen. Einmal in der Luft, müssen Andenkondore kaum mehr Aufwand treiben, um Strecke zu machen.
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LNV sieht Wasserstoff als zweischneidiges Schwert
Der Landesnaturschutzverband (LNV), Dachverband von 33 Naturschutzvereinen in Baden-Württemberg, sieht den Hype um den Wasserstoff kritisch. Er könne zwar durchaus eine wichtige Rolle als Energieträger (nicht Energiequelle!) bei der Energiewende spielen, wo regenerativ erzeugter Strom nicht direkt verwendet werden kann. Ob sein Einsatz wirklich sinnvoll ist, komme aber entscheidend auf seine Farbe und seine Herkunft an.
Mehr beim LNV

UN-Klimaziele sind ökonomisch sinnvoll: Ambitionierter Klimaschutz zahlt sich aus
Klimaschutz ist nicht billig – aber Klimaschäden sind es auch nicht. Wie viel Klimaschutz ist also wirtschaftlich gesehen am sinnvollsten? Diese Frage hat Ökonomen jahrzehntelang beschäftigt, insbesondere seit dem Wirtschaftsnobelpreis 2018 für William Nordhaus, dessen Berechnungen nach eine Erwärmung um 3,5 Grad bis 2100 ein ökonomisch wünschenswertes Ergebnis sei. Ein internationales Wissenschaftlerteam unter der Leitung des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung hat nun die Computersimulation, die diesen Schluss gezogen hat, mit den neuesten Daten und Erkenntnissen aus Klima- und Wirtschaftswissenschaften aktualisiert.
http://idw-online.de/de/news750984

Windenergie und Naturschutz: Warum die Beteiligten einander kaum vertrauen und wie das zu ändern ist
Jedes Jahr sind Windparks für den Tod von Hunderttausenden von fliegenden Tieren wie Fledermäuse verantwortlich, die mit den Rotorblättern von Windkraftanlagen kollidieren. Um einen konstruktiven Weg aus diesem grün-grünen Dilemma zu finden, müssten Unternehmen, die Windparks bauen und betreiben, Umweltexperten und Naturschützer miteinander kooperieren. Der Mangel an Vertrauen zwischen ihnen kann jedoch eine effektive und kreative Zusammenarbeit behindern. Wissenschaftler*innen des Leibniz-IZW zeigten nun, dass gemeinsame Werte allein nicht ausreichen, um Vertrauen zwischen diesen Gruppen zu bilden. Einen stärkeren Einfluss auf die Zusammenarbeit haben Überzeugungen und Emotionen.
http://idw-online.de/de/news750886

MCC: Die Argumentationsmuster der Klimaschutz-Verhinderer
Wer den menschengemachten Klimawandel einfach leugnet und die Wissenschaft offen ignoriert, findet bei den politisch Verantwortlichen kaum noch Gehör. Trotzdem tut sich zu wenig – nach den Berechnungen des Weltklimarats werden die im Paris-Abkommen verabredeten Temperaturziele mit den bislang beschlossenen Maßnahmen bei weitem verfehlt. Wie heutzutage der Widerstand gegen ambitionierten Klimaschutz rhetorisch funktioniert, das beleuchtet eine neue Studie unter Federführung des Berliner Klimaforschungsinstituts.
http://idw-online.de/de/news750412

Waldschäden haben auch ihr Gutes
Der Klimawandel sorgt weltweit für immense Waldschäden. Eine neue Studie von Ökologen der Universität Würzburg zeigt jetzt, dass dies nicht immer mit Nachteilen für die Artenvielfalt einhergehen muss.
http://idw-online.de/de/news751175

Kann die Landwirtschaft die Artenvielfalt retten?
Das Überleben des Menschen hängt nicht zuletzt von der Landwirtschaft ab. Diese nimmt allerdings weltweit mehr als ein Drittel der Landmasse ein und gefährdet 62 Prozent aller bedrohten Tier- und Pflanzenarten. Trotzdem könnten Agrarlandschaften dazu beitragen, die biologische Vielfalt eher zu fördern als zu schädigen – durch eine Umstellung der weltweiten Lebensmittelproduktion nach agrarökologischen Prinzipien. Mehr als 360 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus 42 Ländern plädieren dafür, auf der UN-Biodiversitätskonferenz agrarökologische Grundsätze in das Global Biodiversity Framework aufzunehmen.
http://idw-online.de/de/news751414

Active Antarctic methane leak discovered
Researchers have discovered the first known active leak of methane from the Antarctic seabed, offering the promise of a new understanding of our planet’s methane cycle. Antarctica is estimated to contain as much as a quarter of Earth’s marine methane. Ocean scientists spotted the leak by the tell-tale clue of large white mats of microbes feeding on the hydrocarbon. Methane is a potent greenhouse gas, and the release of it from frozen underwater stores or permafrost regions is a key tipping point that could lead to abrupt and irreversible climate changes.
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Birdwatching AI can distinguish individuals
Researchers have trained an artificial-intelligence (AI) system to recognize individual small birds that appear identical. The tool could make ecological fieldwork easier, because scientists often have to catch and tag individual birds so that they can tell them apart. Researchers used feeders rigged with cameras to take the thousands of photos of microchipped birds that were needed to train the system.
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30.07.2020

Stabübergabe am Federsee
Nach 33 Jahren erfolgreicher Naturschutzarbeit am Federsee geht Jost Einstein, Gründer und Leiter des NABU-Naturschutzzentrums Federsee, zum 1. Juli in den wohlverdienten Ruhestand.
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Dem Artenschwund entgegenwirken - Forschungsprojekt will Biodiversität fördern
Artenreiche Kalkmagerrasen sind auf regelmäßige Pflegemaßnahmen angewiesen. In Zeiten der globalen Umweltveränderungen ist es jedoch schwierig abzuschätzen, welche Varianten des Habitatmanagements den größten Erfolg erzielen. In dem Forschungsvorhaben "Nachhaltiges Management der Magerrasen des Kaiserstuhls" unter Leitung von apl. Prof. Dr. Thomas Fartmann von der Universität Osnabrück sollen auf der Grundlage von umfangreichen Erhebungen am Kaiserstuhl wissenschaftlich fundierte Handlungsempfehlungen zum biodiversitätsfördernden und nachhaltigen Management von Kalkmagerrasen erarbeitet werden. Die Stiftung Naturschutzfonds Baden-Württemberg unterstützt das Vorhaben mit rund 210.000 Euro
http://idw-online.de/de/news750212

Erlebter Frühling - der Wettbewerb für kleine Naturforscher*innen
Raus aus dem Haus, rein in die Natur! So lautet das Motto des bundesweiten Kinderwettbewerbs "Erlebter Frühling". Die NAJU lädt alle Kinder bis zwölf Jahre ein, nach Pflanzen und Tieren zu suchen, die sich im Frühling als erste wieder zeigen.
In diesem Jahr werden die kleinen Naturforscher*innen auf Felder, Wiesen und Weiden geschickt – in die Lebensräume, in denen sich die Feldlerche wohl fühlt. ▶ Mehr

Die Vogelwelt der Alpen verliert an Vielfalt
Im Schweizer Hochgebirge nimmt die Diversität von Vögeln immer mehr ab, wie eine gemeinsame Studie der UZH und der Schweizerischen Vogelwarte belegt. Die Auswertung von Daten aus zwei Jahrzehnten zeigt, dass die alpinen Vogelgemeinschaften weniger vielfältig sind als früher und auch weniger ökologische Funktionen abdecken. Diese Entwicklung hängt wahrscheinlich mit der Klimaerwärmung und Änderungen in der Landnutzung zusammen.
http://idw-online.de/de/news751097

Blühende Gärten - miteinander für mehr Vielfalt
Naturnahe Gärten mit blühender Vielfalt für Wildbienen, Schmetterlinge und Vögel laden uns Menschen zum Beobachten und Staunen ein. Solche Erfahrungen zu teilen, macht Freude und stärkt die Gemeinschaft. Diesen sozialen Aspekt mit dem Schutz der biologischen Vielfalt verbindet das neue Projekt des NABU Baden-Württemberg „Blühende Gärten – miteinander für mehr Vielfalt“. In Kooperation mit der Evangelischen Heimstiftung werden innerhalb von zwei Jahren die Grünflächen von 15 Pflegeeinrichtungen im Land naturnah gestaltet.
Mehr beim NABU-BW

Biodiversität in der Agrarlandschaft
Welchen Einfluss hat der ökologische Landbau auf die Biodiversität in der Agrarlandschaft? Ergeben sich positive Wirkungen für den gesamten Landschaftsraum, wenn zum Beispiel Ökosorten angebaut und Flächen nachhaltiger bewirtschaftet werden? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt des Forschungsprojekts "AgroBioDiv", in dem Forscherinnen und Forscher der Universität Heidelberg biologische und politikwissenschaftliche Expertise zusammenführen. Neben Aspekten der Biodiversitätsforschung wollen die Heidelberger Wissenschaftler zugleich untersuchen, wie der Erhalt biologischer Vielfalt im Agrarraum von Politik und öffentlicher Verwaltung unterstützt werden kann.
http://idw-online.de/de/news751073

First modern marine fish declared extinct
In March, the International Union for Conservation of Nature (IUCN) Red List declared the smooth handfish, Sympterichthys unipennis, extinct. It is the first marine fish alive in modern times to be declared gone forever. The bottom-dweller was one of the first fish species described by European explorers in Australia. Now none has been reported in well over a century. "It might be hard to imagine why a little organism occupying a small niche in a place few humans ever visit might be important," says conservation scientist Katie Matthews. "But it's an enzyme from an extremophile microbe that's being used in tests to diagnose COVID-19 right now."
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Atmospheric methane levels at all time high
Global methane emissions have risen nearly 10% over the past 2 decades, resulting in record-high levels of the powerful greenhouse gas. Atmospheric concentrations of the gas — 1,875 parts per billion last year — are now more than 2.5 times above pre-industrial levels. Emissions have been mostly driven by agriculture and the natural-gas industry. Increasing red-meat consumption propelled a 12% increase in emissions from agriculture in 2017 alone. "People may joke, but cows and other ruminants burp as much methane as the oil and gas industry," says Earth-systems researcher Robert Jackson.
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Polar bears risk extinction within 80 years
Nearly all polar-bear populations will be wiped out by 2100 unless we reverse the trend of sea-ice loss. “There is very little chance that polar bears would persist anywhere in the world, except perhaps in the very high Arctic in one small subpopulation” if we continue fuelling climate change with business-as-usual levels of emissions, says climate scientist Peter Molnar. Molnar and his colleagues analysed how long polar bears can survive and raise cubs during the ever-longer periods when parts of the Arctic are free of ice. Projections show that, if present rates of warming continue, the bears will starve between winters.
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Bison are coming back to Britain
Wild bison will soon be roaming in the United Kingdom for the first time in 6,000 years. One male and three female European bison (Bison bonasus) will be released in a forest in Kent and allowed to breed naturally to slowly repopulate the land. Conservationists hope that the bison will act as keystone species, remaking the forest with their activity to encourage broader biological abundance.
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24.07.2020

Brennnesselraupen gerettet - oder doch nicht ...?
Der NABU Haigerloch-Rangendingen hatte einige Stellen entlang von Feldwegen mit speziellen Infotafeln versehen: Dort hatten farbenprächtige Tagfalter ihre Eier abgelegt und die Raupen fraßen und fraßen. Leider lief nicht alles wie gewünscht ...
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25 Jahre NABU-Vogelschutzzentrum: Jubiläum in Mössingen
Nahezu 23.000 verletzte oder beschlagnahmte, zumeist pflegebedürftige heimische Wildvögel hat das NABU-Vogelschutzzentrum in den 25 Jahren seit seiner Gründung aufgenommen. Nach erfolgreicher Pflege werden sie wieder in die Freiheit entlassen.
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Storchenprojekt in Weildorf nimmt Fahrt auf
Es tut sich was in Sachen Storchennest: In der Sitzung des Weildorfer Ortschaftsrates am Montag stellte Ortsvorsteher-Stellvertreter Armin Hipp die Ergebnisse eines Rundgangs vor wenigen Tagen vor, an dem sich neben Ortschaftsräten und Bürger auch der NABU beteiligt hatte.
Mehr im Schwarzwälder Boten

Bühlberge: Hoher Besuch im komplexen System
Dass beim Land die Artenvielfalt, der Schutz der Kleinstlebewesen und Insekten inzwischen von großer Bedeutung ist, das wohl sollte dieser rustikale Vor-Ort-Termin mit so exklusiver personeller Besetzung verdeutlichen.
Mehr beim Schwarzwälder Boten

Europäischer Feldhamster nun global vom Aussterben bedroht
Die neue Rote Liste der Tier- und Pflanzenarten zeigt: Wir leeren den Planeten von anderen Lebewesen. Besonders düster sieht es für Affen aus – und für unseren Feldhamster.
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Wenn es laut ist, wird Echoortung für Fledermäuse teuer
Mit Rufen im Ultraschallbereich können sich Fledermäuse hervorragend in der Dunkelheit orientieren und ihre Insektenbeute aufspüren. Rufen sie dabei lauter, erhöht sich die Reichweite der Echoortung. Lange galt, dass die Fledertiere dabei keine besondere Rücksicht auf ihr Energiebudget nehmen müssen. Die Rufe – so die gängige Meinung – kosten die Tiere im Flug so gut wie keine zusätzliche Energie, weil sie die dafür nötige Muskelbewegung einfach an den Flügelschlag koppeln. Wissenschaftler*innen des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) in Berlin zeigten nun, dass intensive Echoortung keineswegs gratis ist, sondern viel zusätzliche Energie kostet.
http://idw-online.de/de/news751075

Goldschakal: Gekommen, um zu bleiben
Der Goldschakal hat weite Teile Osteuropas erobert und wird immer häufiger auch in Deutschland gesichtet. Welche Folgen kann das haben?
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Das Rebhuhn in Gefahr – Europaweite Bestandseinbrüche
Früher war das Rebhuhn ein gewöhnlicher Anblick in der Feldflur, heute sind die Vorkommen in weiten Teilen Europas stark geschrumpft und in manchen Regionen ist die Art bereits ausgestorben. Steht die Charakterart der Ackerflur und -brachen vor dem Aus?
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Forderungen zur deutschen EU-Ratspräsidentschaft
Wenige Wochen vor Beginn der deutschen EU-Ratspräsidentschaft haben die deutschen Umwelt-, Natur- und Tierschutzverbände unter dem Dach des Deutschen Naturschutzrings (DNR) ihre Forderungen an die Bundesregierung veröffentlicht. In dem Papier, das vom DNR sowie von 44 seiner Mitgliedsorganisationen unterstützt wird, fordern die Verbände, dass die Umsetzung und Stärkung des Europäischen Green Deals und die Gestaltung eines klimafreundlichen Aufschwungs, der im Einklang mit den planetaren Grenzen steht, ins Zentrum der deutschen Ratspräsidentschaft gestellt werden muss.
Mehr beim LNV

Mähroboter - leise Gefahr für Gartentiere
Igel, Reptilien und Insekten in Gärten leben gefährlich, wenn der Mähroboter zum Einsatz kommt. Er macht vor den Tieren keinen Halt. Der NABU plädiert deshalb für mehr Handarbeit bei der Mahd und für mehr wilde Ecken im Garten.
Mehr beim NABU

Fakten, Forschung, Expertise: Helmholtz-Klima-Initiative startet neue Website
Die Helmholtz-Klima-Initiative hat ihre Website grundlegend überarbeitet. Ab sofort bietet sie unter www.helmholtz-klima.de Artikel, Hintergrundwissen, Factsheets und vieles mehr rund um den aktuellen Stand der Klimaforschung.
http://idw-online.de/de/news750859

Wie sich Kommunen an den Klimawandel anpassen können
Sechs Städte und Landkreise in Baden-Württemberg beteiligen sich als Praxispartner an neuem Forschungsprojekt der Universität Freiburg
http://idw-online.de/de/news751085

Nettostromerzeugung: Rekordanteil erneuerbarer Energien von 55,8 Prozent
Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE hat heute Daten zur öffentlichen Nettostromerzeugung für das erste Halbjahr 2020 vorgestellt, die aus der Datenplattform Energy-Charts hervorgehen. Mit einem Anteil von 55,8 Prozent an der Nettostromerzeugung zur öffentlichen Stromerzeugung – also dem Strommix, der aus der Steckdose kommt – stellten die erneuerbaren Energien einen neuen Rekordwert auf. Im Februar lag ihr Anteil sogar bei 61,8 Prozent.
http://idw-online.de/de/news750414

Schaufenster Bioökonomie: Buchweizen punktet als Trendlebensmittel und Insektenweide
Jetzt in voller Blüte: Neues Forschungsprojekt an der Universität Hohenheim will den Anbau von Buchweizen fördern und die Artenvielfalt in der Agrarlandschaft erhöhen.
http://idw-online.de/de/news750791

EU-Ratspräsidentschaft: Fordert mit uns eine naturverträgliche Landwirtschaft!
Sarah Wiener und die Deutsche Umwelthilfe e.V.: Deutschland hat die Präsidentschaft des Europäischen Rates für die nächsten sechs Monate übernommen. Diese Zeit wird entscheidend dafür sein, wie die Zukunft der Landwirtschaft und damit unserer Insekten in der EU aussehen wird. Denn die Reform der Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) steht an. Deutschland muss die Ökologisierung der Landwirtschaft vorantreiben ...
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Verbot von Bleimunition scheitert an Julia Klöckners Ministerium
Das europaweite Verbot von Jagd mit bleihaltiger Munition ist vergangene Woche gescheitert – am Widerstand des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Der qualvolle Tod von Millionen Wasservögeln geht somit vorläufig weiter; dennoch besteht Hoffnung.
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Maximal 20 pro Jahr: Ein klares Ziel für den Artenschutz
Der in der internationalen Biodiversitätskonvention beschlossene Zehnjahresplan für den Erhalt der biologischen Vielfalt hat seine Ziele zum Jahr 2020 verfehlt. Ein Wissenschaftler des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) setzt sich deshalb für eine übergeordnete politische Vorgabe ein, um den Diskussionen zum Artenschutz mehr Kraft zu verleihen: Zusammen mit einer Gruppe von Expertinnen und Experten anderer Forschungseinrichtungen engagiert er sich dafür, das Artensterben auf 20 verschwundene Spezies pro Jahr zu begrenzen. Darüber berichten sie aktuell in der Zeitschrift Science. (DOI: 10.1126/science.aba6592).
http://idw-online.de/de/news749278

Sustainable Development Goals need a reset
It’s time to rethink the 17 Sustainable Development Goals (SDGs) adopted by the United Nations in 2015, argue ecologists Robin Naidoo and Brendan Fisher. "The success of the SDGs depends on two big assumptions: sustained economic growth and globalization," write ecologists Robin Naidoo and Brendan Fisher.
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Kill, confuse, eat: how to stop locusts
Scientists in Nairobi are experimenting with new ways to tackle a second wave of locusts that threatens to devour East Africa's crops. At the International Centre of Insect Physiology and Ecology, the cafe serves locust kebabs; chefs are working on turning the insects into appetizing dishes, or into animal feed. Isolates from fungi and microbes that target locusts offer alternatives to widespread pesticide use. And introducing the smell of an adult locust among young insects can help to destroy swarms.
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16.07.2020

Warnung vor Eichenprozessionsspinner
In den Wäldern in und um Hechingen ist wieder der Eichenprozessionsspinner unterwegs. Als kleiner Schmetterling absolut harmlos, sind es die Raupen, die für den Menschen unangenehm werden können. Die Raupen bevorzugt freistehende Eichen oder Eichen entlang von Wegrändern. Die Raupen sind zwei bis vier Zentimeter groß, behaart, und wandern in "Prozessionen" von einer zur nächsten Eiche. Darüber informiert die Stadt in einer Pressemitteilung.
Mehr im Schwarzwälder Boten

Hierzu ein Kommentar: Soweit wir informiert sind, gehen die Städte und Gemeinden aufmerksam aber gelassen mit der Situation um und verzichten auf großflächige Spritzungen, bei denen u.a. alle auf den betroffenen Bäumen lebenden Schmetterlingsraupen sterben. Vor Jahren haben wir schon einmal über die Problematik informiert – die Naturschutz-Position ist immer noch aktuell. Wer's nochmals nachlesen will:
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Für Kinder: Museum zuhause
Das Naturkundemuseum Stuttgart schreibt: Gerne möchten wir wenigstens einen kleinen Beitrag leisten in Zeiten der Corona-Krise. Deshalb durchstöbern wir im Moment unser Archiv und stellen Ihnen hier zum freien Download nach und nach verschiedene Bastel- und Malbögen zur Verfügung. Vielleicht können Sie das mit Ihren Kindern nutzen, um in der Zeit des Daheimbleibens immer wieder auf solche Angebote zurück zu greifen.
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Steigende Wassertemperaturen bedrohen Vermehrung vieler Fischarten
Weil paarungsbereite Fische und ihr Nachwuchs besonders wärmeempfindlich sind, könnten künftig bis zu 60 Prozent aller Arten gezwungen sein, ihre angestammten Laichgebiete zu verlassen
http://idw-online.de/de/news750387

Alarmierende Langzeitwirkungen von Insektengiften auf Ameisen
Forschende des Instituts für Bienengesundheit der Universität Bern zeigen in einer Studie, dass schon geringe Rückstände von Neonikotinoid-Insektengiften die schwarze Gartenameise nachhaltig beeinträchtigen. Die Forschenden hinterfragen den derzeitigen Einsatz von chemischen Schädlingsbekämpfungsmitteln und rufen zu nachhaltigeren Lösungen in der Landwirtschaft auf.
http://idw-online.de/de/news750396

Vollständige Stammesgeschichte europäischer Tagfalter veröffentlicht
Ein deutsch-schwedisches Team hat, unter Federführung des Senckenberg-Wissenschaftlers Martin Wiemers, erstmalig die Stammesgeschichte sämtlicher Tagfalterarten Europas aufgeklärt. In der kürzlich im Fachjournal "ZooKeys" erschienenen Studie präsentieren die Forschenden die Evolutionsgeschichte der derzeit existierenden 496 europäischen Tagfalterarten und deren verwandtschaftliche Beziehungen untereinander. Ihre Studie bietet ein wichtiges Instrument für die evolutionsgeschichtliche und ökologische Forschung sowie für Schutzmaßnahmen der bedrohten Insekten.
http://idw-online.de/de/news749932

Volle Kraft voraus für die Wasserstoffforschung
Mit dem Forschungsprojekt "H2BS - Neuartige Barriereschichten für kostengünstige sowie hochfeste Stähle der Wasserstofftechnologie" werden neue Impulse in der Wasserstofftechnologie gesetzt. Gemeinsam mit dem Helmholtz-Zentrum Geesthacht – Zentrum für Material- und Küstenforschung (HZG) und dem Max-Planck-Institut für Eisenforschung (MPIE) in Düsseldorf, forscht das Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie e.V. (INP) Greifswald an neuartigen Wasserstoffbarriereschichten für den Einsatz auf kostengünstigen bzw. hochfesten Stählen.
http://idw-online.de/de/news749647

The Himalaya should be a nature reserve
The Himalaya straddles seven nations and has a unique ecosystem of mountain peaks that act like isolated islands to drive speciation. But this scientific wonderland has one of the world’s highest rates of deforestation, is facing rapid warming and is the site of border conflict between two nuclear powers, India and China. Environmental scientist Maharaj K. Pandit offers a vision of the Himalayan highlands transformed into a peaceful nature reserve, and that the huge public funds squandered on managing conflict are invested instead in infrastructure for health care, education, conservation and welfare.
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10.07.2020

Aus der Arbeit des Naturschutzbüros
Auch per E-Mail und Telefon ist das Naturschutzbüro trotz "Corona-Schließung" weiterhin zu erreichen. Wie so oft im Frühsommer drehen sich viele Anfragen derzeit um Jungvögel und Wespennester. Da sind fast immer praktikable Lösungen zu finden. Am Ortsausgang von Ostdorf in Richtung Geislingen hat allerdings erst dieser Tage jemand vermutlich des "besseren Aussicht wegen" eine breite Hecke vor seinem Haus gerodet - also mitten in der Brutzeit. Da können wir nicht helfen, doch wir haben Anzeige beim Umweltamt erstattet.

Schwalbenturm in Haigerloch-Stetten endlich bewohnt
Es war das allererste Schwalbenhaus-Projekt im Zollernalbkreis, das der NABU 2014 in Haigerloch-Stetten umgesetzt hatte. Während die meisten Folgeprojekte längst besiedelt sind, wollten in Stetten einfach keine Schwalben einziehen. Doch jetzt hat Ivo Lavetti einen Film bei YouTube eingestellt - geschafft!
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Initiative für weitere Weißstorch-Nisthilfe in Weildorf
Die Idee hat Charme: Der Narrenverein Weildorfer Storchen will mit Hilfe des NABU im Ort seinen "echten" Namensvetter ansiedeln. Ortschaftsrat Armin Hipp trug am Montag den Wunsch in der Ortschaftsratssitzung vor.
Mehr über den Februar-Termin im ▶ Schwarzwälder Bote

Warum fliegende Schlangen nicht abstürzen
Manche Schlangen können weite Strecken durch die Luft gleiten. Aber wie machen sie das? Eine Arbeitsgruppe hat nun ein mathematisches Modell entwickelt.
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Karpfen-Invasion durch den Entendarm
Wie kommen Fische in neue Gewässer? Eine neue Studie zeigt: in Vögeln. Was nach einer Kuriosität klingt, hat möglicherweise einige Bedeutung für den Umweltschutz.
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Experten rätseln über Heringssterben
Hunderte, vermutlich gar tausende tote Heringe werden entlang der Nordseeküste angespült. Was hat die Tiere umgebracht? Der Verdacht reicht von Krankheit bis zur Elbvertiefung.
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Wie weit fliegen Wildbienen auf Nahrungssuche?
Wie weit fliegen Bienen auf ihrer Futtersuche? Vor allem dann, wenn sie bereits ein Nest mit Proviant versorgen müssen, also an einen festen Ort gebunden sind, zu dem sie immer wieder zurückkehren? Dieser Frage gingen Botanikerinnen und Botaniker der Botanischen Staatssammlung München (SNSB-BSM) und der LMU München nach, indem sie über 2600 Wildbienen im Botanischen Garten München-Nymphenburg markierten. Ihre Ergebnisse veröffentlichte das Forscherteam nun in der wissenschaftlichen Zeitschrift Journal of Hymenoptera Research.
http://idw-online.de/de/news750256

Hainschwebfliege im Land auf Platz eins
Der erste Zählzeitraum des Insektensommers 2020 ist rum und die Siegerin steht fest: Die Hainschwebfliege hat in Baden-Württemberg erneut den ersten Platz erobert, während deutschlandweit die Steinhummel vorne liegt.
mehr beim NABU

Öffentliche Regenwaldflächen in illegalem Privatbesitz
In ganz Amazonien ist für rund 500 000 Quadratkilometer kein bestimmter Zweck vorgesehen. Doch Menschen rauben das Land und roden Bäume.
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Wird bleihaltige Jagdmunition endlich verboten?
Bleischrot vergiftet Tier und Mensch. Daher wollte die EU-Kommission am Dienstag ein Verbot für Bleimunition bei der Jagd in Feuchtgebieten beschließen. Doch es gibt Widerstand.
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Pangolins return to South African reserve
Conservationists in South Africa are returning pangolins to KwaZulu-Natal province in South Africa, more than 30 years after they nearly went extinct there. Pangolins are one of the world’s most trafficked wild animals. Early in the COVID-19 pandemic, some scientists suggested that they might be an intermediate source of the virus, but that theory has largely been discounted. For the past ten years, the African Pangolin Working Group has been rehabilitating animals rescued from trafficking. Last year, they introduced the first group of pangolins into a reserve in KwaZulu-Natal. Two of the seven have since died natural deaths, but the other five are "doing well", says the manager of the reserve, Simon Naylor.
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More than 500 vertebrates 'on the brink'
The rate of loss of biodiversity is faster than previously estimated, with 515 species of vertebrates now counting fewer than 1,000 members. Some 543 vertebrate species have already been lost in the past century, a rate 100 times faster than what occurs naturally. "In other words, every year over the last century we lost the same number of species typically lost in 100 years," says ecologist Gerardo Ceballos. Scientists have warned that climate change and other major disruptions - such as habitat loss and deforestation - could be causing Earth’s first mass extinction since the one in which non-avian dinosaurs disappeared 66 million years ago.
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02.07.2020

Zum Erfolg braucht es oft einen langen Atem
Endlich herrscht Leben in der Bude: Sechs Jahre haben die Schwalben gebraucht, um das Schwalbenhotel mit 42 Nestern in der Stettener Salinenstraße als Lebensraum zu entdecken.
Schwarzwälder Bote

Gegen die Ausbreitung der Steinwüsten an den Häusern
Steingärten sind durchlässig und bieten auch Tieren Lebensraum. Dies befürworten die Naturschutzverbände und lehnen reine Schotterflächen ab.
Schwarzwälder Bote

Mehr als die Hälfte aller Schildkrötenarten von der Ausrottung bedroht
51 internationale Schildkröten-Fachleute – darunter Senckenberger Uwe Fritz – haben heute die umfassendste Studie über die globale Gefährdung von Schildkröten im Fachjournal "Current Biology" veröffentlicht. Das Team der International Union for Conservation of Nature (IUCN) kommt zum Schluss, dass über die Hälfte aller 360 Schildkrötenarten von der Ausrottung bedroht sind. Laut der Studie wäre ein Handelsverbot für Wildfänge ein effektives Gegenmittel.
http://idw-online.de/de/news749854

Verheerende Heuschreckenplage von Ostafrika bis Südasien
Große Regenmassen im Jahr 2018 sorgten für ideale Bedingungen für die Heuschreckenbrut. Nun zerstören die Insekten die Existenzgrundlage von Millionen Menschen.
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Mehr Solarstrom durch Lockdown: Sauberere Luft führt zu Ertragssteigerungen bei der Photovoltaik
Ein bemerkenswerter Nebeneffekt des Corona-Lockdowns war der Rückgang der menschengemachten Luftverschmutzung. Dies lässt sich unter anderem an der Leistung von Solaranlagen ablesen. Die saubere Luft führte dazu, dass mehr Sonnenlicht zu Photovoltaikanlagen durchdrang und diese mehr Strom produzierten, wie Wissenschaftler des Helmholtz-Institut Erlangen Nürnberg gemeinsam mit Partnern des MIT und des Solarunternehmens Cleantech Solar nachweisen konnten. Die Forscher konzentrierten sich in ihrer Studie auf die Metropole Delhi in Indien. Dort lag der Ertrag der Solaranlagen im späten März um 8,3 Prozent über den Werten der vergangenen drei Jahre um dieselbe Zeit.
http://idw-online.de/de/news749837

Das IRES hat es geschafft: Endlich flüssiger Strom
Durch die einwandfreie Inbetriebnahme der Umwandlungsanlage am Institut für Regenerative EnergieSysteme (IRES) gelingt den Wissenschaftlern der Hochschule Stralsund erstmals die direkte Produktion von Methanol aus Wasserstoff und Kohlendioxid. Weil nun die Möglichkeit bewiesen ist, die aus Wasserstoff gewonnene Energie ohne kostspielige und aufwendige Pufferspeicherung in Methanol zu überführen, ist dem Einsatz von Wasserstoff als Energieträger im Transportsektor und anderen großen Wirtschaftsbereichen die größte Hürde genommen.
http://idw-online.de/de/news749921

Klimawandel - Das Erbe eines warmen Frühlings
Die Basis für die extreme Dürre im Sommer 2018 wurde bereits im Frühjahr gelegt: Aufgrund einer Hitzewelle üppig wachsende Pflanzen entzogen dem Boden früh viel Wasser und verstärkten damit die sommerliche Trockenheit, wie Simulationen zeigen.
http://idw-online.de/de/news749220

Naturschutz braucht eine funktionierende Agrarumweltförderung
Die Vielfalt von Insekten oder Vögeln ist rückläufig in Deutschland. Neben anderen Gründen haben eine intensivierte Landwirtschaft, das Verschwinden von Brachen und Landschaftselementen, aber auch die Aufgabe einer eher traditionellen und extensiven Weidewirtschaft manchen Arten die Lebensgrundlage entzogen. Um dieser Entwicklung Einhalt zu bieten, läuft bereits seit den späten 1990er Jahren in Deutschland die Umsetzung der EU-Naturschutzstrategie „Natura 2000“, die der Landwirtschaft jedoch seit vielen Jahren Probleme bereitet.
http://idw-online.de/de/news748874

'Alarming' prolonged heatwave in Siberia
Western Siberia, one of the coldest regions on Earth, is experiencing an unprecedented heat wave. “This winter was the hottest in Siberia since records began 130 years ago,” says meteorologist Marina Makarova. The arctic town of Khatanga set a new record of 25 ℃ in May, when it would usually be around freezing. The heat has been linked to the dangerous thawing of permafrost, widespread wildfires and swarms of tree-eating moths.
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